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Was macht Lebendige Materie aus?

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geschrieben von: Skinny Hädie

Der dialektische materialismus ist der ansicht dass leben eine besondere art organisierter materie ist.

Lebendige materie lässt sich aber nicht auf ihre einzelteile zurückgeführen. (verstehe ich aber nicht ganz was das heissen soll).

Das bewusstsein hat sich angeblich aus der primitiven fähigkeit der reaktion vom eiweissen entwickelt, dann über die reflexionsfähigkeit bei höheren organismen, und wurde später zum "ich-bewusstsein".

Seht ihr das auch als die vortschrittlichste wariante der erklärung des lebens und bewusstseins? Oder gibt es irgendeinen anderen unterschied zwischen lebendiger unt toter materie?



geschrieben von: nullpromille

Zitat:
Original geschrieben von Skinny Hädie
Der dialektische materialismus ist der ansicht dass leben eine besondere art organisierter materie ist.

Lebendige materie lässt sich aber nicht auf ihre einzelteile zurückgeführen. (verstehe ich aber nicht ganz was das heissen soll).

Das bewusstsein hat sich angeblich aus der primitiven fähigkeit der reaktion vom eiweissen entwickelt, dann über die reflexionsfähigkeit bei höheren organismen, und wurde später zum "ich-bewusstsein".

Seht ihr das auch als die vortschrittlichste wariante der erklärung des lebens und bewusstseins? Oder gibt es irgendeinen anderen unterschied zwischen lebendiger unt toter materie?



puh, ich habe kurz versucht darüber nachzudenken, was mir nicht gelungen ist. ich kann diesen gedankengang nicht in das weltbild integrieren, das mir in der schule vermittelt wurde.
da meine schulzeit schon einige zeit vorüber ist, kann es sein, dass mein weltblid antiquiert ist. ich habe noch gelernt, dass "materie" ein physikalischer begriff ist - dass materie auf moleküle, moleküle auf atome und atome auf schwingungen zurückgehen (sehr vereinfacht wiedergegeben) - materie also nicht in lebendig und tot unterschieden wird. dagegen gibt es die organische und die anorganische chemie - wobei es bei ersteres um die kohlenstoffe geht.

und von dem her klingt das alles sehr verrückt - diese unterscheidung von lebendiger und toter materie. aber ich werde diese theorie einmal googeln.



geschrieben von: nullpromille

[QUOTE]Original geschrieben von nullpromille
puh, ich habe kurz versucht darüber nachzudenken, was mir nicht gelungen ist. ich kann diesen gedankengang nicht in das weltbild integrieren, das mir in der schule vermittelt wurde.
da meine schulzeit schon einige zeit vorüber ist, kann es sein, dass mein weltblid antiquiert ist. ich habe noch gelernt, dass "materie" ein physikalischer begriff ist - dass materie auf moleküle, moleküle auf atome und atome auf schwingungen zurückgehen (sehr vereinfacht wiedergegeben) - materie also nicht in lebendig und tot unterschieden wird. dagegen gibt es die organische und die anorganische chemie - wobei es bei ersteres um die kohlenstoffe geht.

und von dem her klingt das alles sehr verrückt - diese unterscheidung von lebendiger und toter materie. aber ich werde diese theorie einmal googeln.
[/QUOTE

ok, soweit ich gegoogelt habe, sehe ich meine schulbildung nicht mehr als das veraltete an. kannst du vielleicht einen literatur-tipp geben oder einen link, wo man diese theorie nachlesen kann?



geschrieben von: Skinny Hädie

Googel mal "dialektischer materialismus" nach.

Es ist nichts neues, das hat schon Engels begründet.



geschrieben von: nullpromille

Zitat:
Original geschrieben von Skinny Hädie
Googel mal "dialektischer materialismus" nach.

Es ist nichts neues, das hat schon Engels begründet.



das hab ich schon gegoogelt, bin aber nicht auf die äußerungen gestoßen, von denen du sprachst.



geschrieben von: Skinny Hädie

Sag einfach was für dich den unterschied zwischen lebendiger und toter materie ausmacht.



geschrieben von: nullpromille

es gibt keinen unterschied zwischen toter und lebendiger materie. "materie" ist ein physikalischer begriff und mir ist keine physikalische theorie bekannt, die in tote und lebendige materie unterteilt, weil es jeder definition von materie zuwiderlaufen würde.



geschrieben von: Lacerta

Zitat:
es gibt keinen unterschied zwischen toter und lebendiger materie. "materie" ist ein physikalischer begriff und mir ist keine physikalische theorie bekannt, die in tote und lebendige materie unterteilt, weil es jeder definition von materie zuwiderlaufen würde.


Und wo ist nun der Unterschied zwischen mir und einem Stein?



geschrieben von: Anaximander

Noch vor hundert Jahren ging man davon aus, dass zur Erklärung lebendiger Organismen die Annahme einer zusätzlichen Komponente notwendig ist, etwa einer Lebenskraft oder eines élan vitale.

D.h. man ging davon aus, dass die Eigenschaften organischer Systeme sich nicht auf die Eigenschaften ihrer Teile und die Konstellation, in der sie zueinander stehen, reduzieren lassen.

Heute hingegen hat man diese Position aufgegeben und ist der Meinung, dass sich die Eigenschaften organischer Systeme vollständig auf die Eigenschaften ihrer Teile und der spezifischen Relation in der sie zueinander stehen, zurückführen lassen. Mit anderen Worten: Die biologischen Eigenschaften sind prinzipiell auf die Gesetze der Physik und Chemie reduzierbar.

So wie man die Funktionsweise einer Taschenuhr vollständig über die Eigenschaften ihrer Bauteile + die Gesetze der Mechanik erklären kann, so lassen sich prinzipiell auch sämtliche Eigenschaften organischer Systeme erklären.

Was es folglich nicht gibt, ist ein wesentlicher, grundsätzlicher Unterschied zwischen organischer und "toter" Materie. Der Unterschied ist lediglich gradueller Natur. Organische Materie stellt nichts prinzipiell neues dar. Es gibt keinen "Lebensgeist" oder sonstiges, durch das sich organische von unbelebter Materie grundsätzlich unterscheiden würde.

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.



geschrieben von: Skinny Hädie

Zitat:
Original geschrieben von Anaximander
.

Was es folglich nicht gibt, ist ein wesentlicher, grundsätzlicher Unterschied zwischen organischer und "toter" Materie. Der Unterschied ist lediglich gradueller Natur. Organische Materie stellt nichts prinzipiell neues dar. Es gibt keinen "Lebensgeist" oder sonstiges, durch das sich organische von unbelebter Materie grundsätzlich unterscheiden würde.




Hälst du es auch für selbstverständlich dass sich organische materie fortpflanzen kann?



geschrieben von: Kaworu

Wenn ich mal auf die Frage antworten darf: Ja! Wenn es sich bei der organischen Materie um ein Lebewesen handelt, dann kann es sich auch fortpflanzen.

@Lacerta: Der Unterschied zwischen uns Menschen und einem Stein, ist der, dass der Stein aus anderen Materialien gebaut ist als wir.
Ein Stein lebt zwar nicht, besteht deswegen aber nicht aus "toter Materie". Wie schon gesagt wurde, kann man eigentlich nicht zwischen lebendiger und toter Materie unterscheiden. Alles besteht aus Atomen und auf nächster Ebene aus Molekülen.
Der Stein besteht auch aus Molekülen, aber die interagieren nicht miteinander. Der Stein hat also keinen Stoffwechsel und ist somit nicht lebendig.

Das war jetzt sehr oberflächlich ausgedrückt, aber ich denke die Aussage ist verständlich.



geschrieben von: Jester

Das Problem liegt letztendlich in der Fragestellung an sich, und an dem Bild die dieser entspringt. Der Unterschied zwischen einem Stein und einem Menschen zum Beispiel ist nicht in der Materiefrage zu suchen, denn letzendlich unterscheiden wir uns auf der Materiellen Ebene, nicht so sonderlich stark, sondern höchstens in der Zusammenstellung der Materiellen Komponenten.

Wenn man also nun das Bild in den Kopf bekommen sollte, Menschen als "lebende" und Steine als "tote" Materie zu betrachten, so ist der erste Fehlschritt schon getan, denn weder der Mensch oder der Stein sind Materie in dem Sinne, sie sind höchtsten materiell. Sie sind beide eine Summe von Materie, welcher Unterschied durch die Zusammensetzung zu finden ist.

Kurzum ist die Frage eher nach der organisation der Materie, wobei eine Organisation an sich wiederrum nicht in "lebendig" oder "tot" definiert werden kann, sondern höchstens die Frage aufgeworfen werden könnte, welches Materieverhältnis und welche Materiewechselwirkungen Leben im Sinne der Organik zulässt und welche nicht.

Am Ende kommen wir letzendlich wieder auf die begriffe der oragnischen und anorganischen Stoffe, und dem beobachteten Verhältnis von Lebewesen und Objekten. Doch noch immer ist die Begrifflichkeit der "toten"/"lebenden" Materie irreführend, da man sich von dem Begriff der Materie als zu beobachtenem Objekt schon zu weit entfernt hat.



geschrieben von: Skinny Hädie

Warum ist der begriff von "toter/lebendiger" materie irreführend?

Lebendige natur hat einen stoffwechsel und kann sich fortpflanzen, tote natur dagegen nicht. Ist doch ganz einfach.


Mich würde aber interessieren ob etwas lebendiges aus rein toter materie entstehen kann, wenn alle voraussetzungen gegeben sind.
Also praktisch unter künstlichen bedingungen.

Mal angenommen wir stellen im labor alles zusammen was für primitivstes leben wie bakterien nötig ist, wie sonne, wasser, luft, nährstoffe usw.... aber unter strengen sterilen umständen, und getrennt von der aussenwelt durch sterilisationsfilter.

Glaubt ihr dass dann etwas lebendiges entstehen könnte?
Vielleicht ist sowas ja schon mal gemacht worden?



geschrieben von: LuxAeterna

hmm,Nein.

Ich bezweifle das Tote Materie sich zu Leben vormatiert!
wiederum kannste sagen das Ein Virus tote materie ist because er ist nicht lebendig /aber auch nicht tot da scheiden sich die geister..je nachdem wie dus willst -.- google ma danach aber bitte nit wiki da steht so viel scheise drin...

Da das universum so groß ist gibts bestimmt irgend wo Steinbeißer oder so was...(aus eine unendliche Geschichte)...



geschrieben von: Skinny Hädie

Zitat:
Original geschrieben von LuxAeterna
wiederum kannste sagen das Ein Virus tote materie ist because er ist nicht lebendig /aber auch nicht tot da scheiden sich die geister..


Natürlich ist ein virus auch lebendig, er erfüllt die beiden oben genannten voraussetzungen dafür.



geschrieben von: Kaworu

Viren haben aber keinen Stoffwechsel und können sich nicht eigenständig vermehren.
Ich würde das als eine Vorstufe des Lebens betrachten.

Und ich bin der Überzeugung, dass aus "toter" Materie Leben entstehen kann.
Allerdings reichen da nicht "sonne, wasser, luft, nährstoffe"... man brauch ja noch Bausteine!
Ob man das im Labor machen kann... ich weiß es nicht. Ich glaube heutzutage noch nicht.
Aber sofern man an die heutige Evolutionstheorie glaubt, sieht man ja, dass es irgendwie geht.
Am Anfang unseres Universums entstanden die chemischen Elemente, die sich dann durch Zufall zu Molekülen zusammenfanden. Diese wiederum ordneten sich irgendwann zufällig so an, dass ein einfaches Lebewesen entstand.

Das in aller Kürze von mir dazu...



geschrieben von: nullpromille

Zitat:
Original geschrieben von Skinny Hädie



Mich würde aber interessieren ob etwas lebendiges aus rein toter materie entstehen kann, wenn alle voraussetzungen gegeben sind.
Also praktisch unter künstlichen bedingungen.

Mal angenommen wir stellen im labor alles zusammen was für primitivstes leben wie bakterien nötig ist, wie sonne, wasser, luft, nährstoffe usw.... aber unter strengen sterilen umständen, und getrennt von der aussenwelt durch sterilisationsfilter.



du musst noch elektrizität hinzufügen, dann kannst du bausteine des lebens herstellen.



geschrieben von: Skinny Hädie

Zitat:
Original geschrieben von Kaworu


Und ich bin der Überzeugung, dass aus "toter" Materie Leben entstehen kann.
Allerdings reichen da nicht "sonne, wasser, luft, nährstoffe"... man brauch ja noch Bausteine!




Ich meinte ja ALLES notwendige.


Wenn das möglich ist, müsste ja theoretisch irgendein wissenschaftler schon mal die idee dazu gehabt haben!


Das mit den viren ist auch noch nicht entschieden, die wissenschaftler sind sich uneinig ob es lebewesen sind. Jedenfalls vermehren sie sich und vererben informationen.



geschrieben von: Sternentreue

Zitat:
Original geschrieben von Skinny Hädie

Mich würde aber interessieren ob etwas lebendiges aus rein toter materie entstehen kann, wenn alle voraussetzungen gegeben sind.
Also praktisch unter künstlichen bedingungen.

Mal angenommen wir stellen im labor alles zusammen was für primitivstes leben wie bakterien nötig ist, wie sonne, wasser, luft, nährstoffe usw.... aber unter strengen sterilen umständen, und getrennt von der aussenwelt durch sterilisationsfilter.

Glaubt ihr dass dann etwas lebendiges entstehen könnte?
Vielleicht ist sowas ja schon mal gemacht worden?



Es ist tatsächlich bereits gelungen aus soetwas wie einer Nachbildung der sogennanten Ursuppe, innerhalb bestimmter Laborbedingungen, die wichtigsten Bausteine des Lebens zu gewinnen.
Das daraus nun tatsächlich sich Leben entwickelt wäre wohl bloß eine Frage der Zeit und des Zufalls.

Ansonsten ist eine differenzierung von lebender und toter Materie, schon von den rein sprachlichen Möglichkeiten schwer möglich.
Denn so ist eine Lebensform doch etwas das in der Lage ist etwas zu tun, oder?
Nehmen wir nun einen Stein, mit den sprachlichen Möglichkeiten die wir heute besitzen, müssen wir dem Stein eine Tätigkeit zuweisen um ihn darstellen zu können und zwar zumindest der Tätigkeit des Existierens, Punkt, damit haben wir einem Stein etwas zugewiesen, was ihn nach sprachlicher Auffassung per definition zu einem Lebewesen macht, aber ein Stein ist doch kein Lebewesen, damit ist man an einem Punkt angelangt an dem einem wieder ein guter Freund in der Philosophie über den Weg läuft, die liegende in sich ruhende Acht, die wir alle kennen und lieben.
Der Mensch besitzt nun die wunderbare Fähigkeit sich eine Brücke über die Acht zu schlagen, was ihn vor dem Wahnsinn bewahrt, welcher unweigerlich folgen würde wenn man den Bahnen der Acht weiter folgt.
Also wird der Mensch es so hinnehmen und sich mit einer Erklärung zu frieden geben die oftgenug sehr dürftig ist, dadurch sind viele der heutigen Denkweisen entstanden, die meisten davon sind bloß einfache Paradoxien in denen man sich jedoch leicht verstricken kann. Die Sache mit toter und lebendiger Materie ist da nur ein Beispiel.



geschrieben von: nullpromille

Zitat:
Original geschrieben von Sternentreue

Ansonsten ist eine differenzierung von lebender und toter Materie, schon von den rein sprachlichen Möglichkeiten schwer möglich.
Denn so ist eine Lebensform doch etwas das in der Lage ist etwas zu tun, oder?
Nehmen wir nun einen Stein, mit den sprachlichen Möglichkeiten die wir heute besitzen, müssen wir dem Stein eine Tätigkeit zuweisen um ihn darstellen zu können und zwar zumindest der Tätigkeit des Existierens, Punkt, damit haben wir einem Stein etwas zugewiesen, was ihn nach sprachlicher Auffassung per definition zu einem Lebewesen macht, aber ein Stein ist doch kein Lebewesen, damit ist man an einem Punkt angelangt an dem einem wieder ein guter Freund in der Philosophie über den Weg läuft, die liegende in sich ruhende Acht, die wir alle kennen und lieben.



und das ist mir an der experimentalwissenschaft dann wieder sympathisch, sie verliert sich nicht in den modernen verirrungen des sprachgötzentums.



geschrieben von: Skinny Hädie

Zitat:
Original geschrieben von Sternentreue
Es ist tatsächlich bereits gelungen aus soetwas wie einer Nachbildung der sogennanten Ursuppe, innerhalb bestimmter Laborbedingungen, die wichtigsten Bausteine des Lebens zu gewinnen.


Das klingt aber nicht nach einer seriösen studie.

Kannst du links geben wo man darüber nachlesen kann?

Was sie für "wichtigste Bausteine des Lebens" gewonnen haben würde mich näher interessieren.
Wenn das nämlich tagtäglich vorkommende materiale wie wasser und kohlenhydrate und fett sind, dann kann ich sie auch aus meiner täglichen gemüsesuppe "gewinnen".



geschrieben von: schattenlichter

ich glaube, dass die diskussion nicht so viel bringt. klar sind wir alle aus diesen bausteinen zusammengesetzt. nur:wie sind z.b. fortpflanzungsorgane entstanden? ich kann mir einafch nicht vorstellen,wie die diese komplexe und anfangs recht sinnlose rein durch mutation etc entstehen konnten. genauso das gehirn.
das problem ist, dass wir mit unserem heutigen wissenssta´nd an der stelle immer wieder scheiten. wir haben eben noch nicht alles entdeckt, z.b hat bis heute niemand eine eine ahnung,was quantenphysik wirklich ist. man kann praktisch nur beobachten und viele theorien und vermutungen aufstellen.
Grüße sarah



geschrieben von: Sternentreue

Das mit dem Versuch hab ich vor ein paar Jahren schon in einer Dokumentation gesehen, aber nie im Internet danach gesucht.
Die wichtigsten Bausteine wären wohl:
Aminosäuren,
Fette,
Kohlenstoffverbindungen.
und das mit der Gemüsesuppe würde vielleicht sogar funktionieren, doch sind das bereits organisch synthetisierte Grundstoffe und keine rein anorganischen.
Aber, dass das funktionieren würde sieht man doch bereits daran, dass die Suppe nach ein paar Tagen im freien kurz gesagt vergammelt, wenn dort jene Grundstoffe nicht enthalten wären, würden da auch weder Pilze noch Bakterien wachsen.



geschrieben von: yawon

das es einen unterschied zwischen lebender und toter materie gibt, also etwas zusätzliches in lebenden objekten vorkommt, das diese leben lässt muss ich verneinen. Gewiss sind die organischen systeme weitaus komplexer als dass unser organisches system es begreifen kann, zumindest noch, aber diese komplexität ist noch kein beweis dass es nicht auch durch zufall 'wie von selbst' entstehen kann. Natürlich nicht sofort ein kompletter mensch, aber eben der anfang, die grundidee, die reproduzierende DNA. Und 'tote' materie vermag sich zu 'lebender' formieren. Warum auch nicht? was spricht dagegen? Es sind nun einmal ein paar kohlenwasserstoffe, deren ursprung 'natürlich' oder eben auch 'künstlich' sein kann. Meines wissens ist es bereits in laboren gelungen viren nachzubauen. Es geligt ja auch tausendfach andere organische stoffe künstlich zu erzeugen, wie - eiweiße, aromen, zucker(?) oder ähnliches. Die größte hürde ist eigentlich nur diese stoffe in ihre richtige position zu bringen, sehr vereinfacht ausgedrückt. Was ist so störend an dem gedanken, dass ein organisches system eben halt nur eine art maschine ist? Ein organismus funktioniert auch nur nach einfachen physikalischen gesetzen, keine zahnräder, dafür aber interagierende stoffe. und hey, die gesamte information+bauprogramm für den menschen sind nun einmal in ein paar anordnungen von 4 bausteinen gelegt(*). dort ist kein weiterer zauber, auch wenn man es nicht begreifen kann. Die realität ist nun einmal grau, ohne zauber und glämmer. doch hinter den dingen steckt immer noch die illusion, die umschreibung, der zauber, also nicht denken ein realist könnte nicht träumen.. aber dennoch: einen unterschied zwischen toter und lebender materie, ist im realen nicht zu sehen. was wir uns alles darein denken ist eine andere sache.

*(wem das so unmöglich vorkommt und der ein wenig ahnung von der informatik hat, dem kann ich in analogie dazu folgendes empfehlen, ein projekt, das sich damit beschäftigt mit möglichst wenig möglichst viel zu erreichen: kkrieger ein shooter in nur wenigen KBytes, faszinierend, wie die DNA...)



geschrieben von: koumori

Zitat:
Original geschrieben von nullpromille
du musst noch elektrizität hinzufügen, dann kannst du bausteine des lebens herstellen.


*g* ja, ich habe auch Frankenstein gesehen...


Wenn jetzt Materie in "tote Materie" - z.B. Steine - und zum leben bestimmte Materie - z.B. Menschen, Tiere, Pflanzen,... unterschieden wird - wozu zählt dann Materie, die einst lebte - Leichen, Komposthaufen (halt, der lebt ja noch!), etc...
- zu Leben, weil eben die Zellen als solche noch vorhanden sind auch wenn sie sich zersetzen - oder zur toten, weil der "Lebensodem" fehlt?

...merkwürdige Diskussion...



geschrieben von: nullpromille

Zitat:
Original geschrieben von koumori
*g* ja, ich habe auch Frankenstein gesehen...


Wenn jetzt Materie in "tote Materie" - z.B. Steine - und zum leben bestimmte Materie - z.B. Menschen, Tiere, Pflanzen,... unterschieden wird - wozu zählt dann Materie, die einst lebte - Leichen, Komposthaufen (halt, der lebt ja noch!), etc...
- zu Leben, weil eben die Zellen als solche noch vorhanden sind auch wenn sie sich zersetzen - oder zur toten, weil der "Lebensodem" fehlt?

...merkwürdige Diskussion...




es ist so, dass elektrizität bei der entstehung von leben maßgeblich war (blitze).



geschrieben von: Skinny Hädie

Zitat:
Original geschrieben von nullpromille
es ist so, dass elektrizität bei der entstehung von leben maßgeblich war (blitze).


Und auch backpulver , unter anderem :rolleyes:



geschrieben von: nullpromille

Zitat:
Original geschrieben von Skinny Hädie
Und auch backpulver , unter anderem :rolleyes:


das wusste ich wiederum nicht.



geschrieben von: Lacerta

Zitat:
Original geschrieben von koumori
...merkwürdige Diskussion...


Und es wird noch seltsamer wenn wir auf das Bewusstsein des Menschen zu sprechen kommen. Oder besitzt ein Stein etwa ebenfalls ein Bewusstsein?



geschrieben von: koumori

kann man vereinfacht also sagen dass es in diesem Thread um die Frage geht, was organische Stoffe von anorganischen unterscheidet?

Das mit dem Bewusstsein verkompliziert das ganze allerdings...



geschrieben von: Skinny Hädie

Zitat:
Original geschrieben von koumori
kann man vereinfacht also sagen dass es in diesem Thread um die Frage geht, was organische Stoffe von anorganischen unterscheidet?



Ja



geschrieben von: nullpromille

selbstorganisation.



geschrieben von: Lacerta

Zitat:
Original geschrieben von nullpromille
selbstorganisation.


Was verstehst du darunter?



geschrieben von: nullpromille

keine ahnung, es ist mir unwillkürlich durch den kopf gegangen. wenn du mich fragst würde ich sagen, dass sich leblose "materie" unorganisiert nach physikalischen gesetzen anordnet, während lebende stoffe etwa in form des dna-strangs organisiert sind oder in zellen.



geschrieben von: nullpromille

natürlich könnte man dagegen die kristallstruktur anführen - weiß nicht.



geschrieben von: nullpromille

falls es etwas mit entropie zu tun hat, kann man es dann vielleicht gleich sagen? weil das thema jetzt nicht so faszinierend ist, dass man wo nachlesen und nachdenken müsste. und wenn die frage hier aufgebracht wird, dann gibt es auch bestimmt die totalen checker, die alles erklären könnten, die es aber nicht freut.



geschrieben von: Demon17

Der Systembegriff bringt uns in dieser Frage schon weiter. Er setzt die funktionale Differenzierung voraus. Ein System ist eine Ansammlung miteinander in Verbindung stehender Komponenten, die jeweils spezifische Eigenschaften haben, mit denen sie zum Systemerhalt beitragen. Ein System ist auf diese Weise klar von seiner Umwelt zu unterscheiden und anhand seiner internen Strukturen in der Lage auf diese zu reagieren. Biologisch gesehen ist hier nur noch hinzuzufügen, das mit der Entwicklung der DNS, eines internen Bauplanes zur Reproduktion der eigenen Strukturen sich die lebende Materie von der toten zu unterscheiden begann. Mir ist natürlich klar, das es inzwischen Computerviren gibt, die identische Eigenschaften besitzen, jedoch immateriell sind. *grübel*

Hinzu kommt, die Variationsfähigkeit lebendiger Materie über den Prozess der Fortpflanzung. Evolutionstheoretisch gesehen vollzieht sich der Prozess der Variation der Form und Struktur lebendiger Materie in drei Phasen, Variation bzw. Mutation, Selektion und Stabilisierung. Die Stabilisierung stellt hierbei einen Rückgriff auf bewährte oft weniger komplexe Strukturen dar.(Ich habe das mal nach der sozialen Evolutionstheorie analogisiert, die wiederum von der biologischen inspiriert wurde) Obwohl in der Biologie, die Anpassungsfähigkeit und damit Überlebensfähigkeit sich mit der Komplexität eines Systems auch steigern kann. Dies insbesondere durch das Entstehen der Reflexionsfähigkeit und damit verbunden, der Fähigkeit des Menschen die Umwelt flexibel seinen Bedürfnissen anzupassen.

Abschließend möchte ich noch Maturana/Varelja, "Der Baum der Erkenntnis" zur biologischen Evolution empfehlen.

lg

demon17





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