Sie, die ich meine
wie sie verzweifelt
eigentlich
aber nur glücklich sein will.
Mir fällt es schwer
sie zu trösten
immer mehr
denn nur die Zeit
diese Wunden heilen vermag.
Sie, die ich meine
sie verzeiht
sich selbst nicht
das sie ist
wie sie ist.
Mir fallen die richtigen Worte
nur beschwerlich ein
denn ich erinnere mich
nur allzu gut
an die Zeit
in der mich das ereilte
an das ich nicht glaube.
Sie, die ich meine
blickt mich verzweifelt an
ich fühl mich beschissen
weil ich ihr nicht helfen kann.
geschrieben von: Nel
Dunkel in meinem Ohr
Auf den Knien seh ich flehend zu dir auf
Tränen aus Blut auf meinen Wangen.
Spüre, wie du das rote Salz von ihnen trinkst
und deine Stimme schwer in meinem Ohr
wie du mir leise sagst,
dass du mich vergessen hast
und das du es wieder tun wirst ...
geschrieben von: Nel
Wenn du willst
Wie du daliegst
dich krümmst
ich dir zusehe
wie du verzweifelst,
es ist
als sähe ich mich
vor nicht allzu langer Zeit.
Wie du redest
und plapperst
ich dir zuhöre
während du nichts sagst,
es ist
als sähe ich mich
nicht lange her.
Steh auf!
Lauf!
Lamentier nicht
mit Worten.
Ohne Taten
kannst du noch
so lange warten.
Wenn du willst
nimm meine Hand
dann gehen wir
den Weg, ein Stück
gemeinsam
entlang.
geschrieben von: Nel
Als du sagst
Arglos lächelte ich Dir zu
sprach Stunde um Stunde nur mit Dir
erzählte dabei so viel von mir ...
Bis Du mich gewaltsam zwangst
packst mich schmerzhaft als du sagst: Ich liebe dich
Hab mich wieder selbst belogen
habs die ganze Zeit gewusst
... bin doch lieber blind.
geschrieben von: Nel
bittersüß
Erstaunt, bin ich
als du mir sagst
verschwinde.
Sprachlos, bin ich
weil
du nicht mit mir sprichst.
Bitter
für mich zu bemerken
unerwünscht
zu sein,
ungewohnt.
Süß
in den Armen des anderen
bitter
ihr hört auf den gleichen Namen
süß
wie du aus dem Raum stürmst
bitter
weil ich dir nachgehen will.
Heute, kaum 2h später
nur diese kleine Nachricht
von dir
für mich
bittersüß
wie ich doch gewonnen habe.
Und mir wird schlecht ...
geschrieben von: Nel
Gedanken
Eigentlich sitze ich nur da,
kaue Gedanken nachhängend
auf einem Bleistift herum
und male graue Buchstaben
auf cremefarbenes Papier.
Diese Gedanken suchen Dinge zu fassen
meist aber, entfleuchen sie zu schnell,
als dass ich sie aufschreiben könnte,
noch öfters aber
lasse ich sie vorüber ziehen.
Brennendes Wasser rötet meine Haut.
Wo es wohl herkommt?
Greife nach den glitschigen schwarzen Gedanken,
lausche der Erinnerung schmerzhafter Worte.
„Das stimmt doch nicht“
„Das bin ich nicht“
Leises Jammern meiner eigenen Stimme
In meinen Ohren.
Sie weiß es nicht besser,
kann es nicht wissen.
Es ist unwichtig!
Egal!
Trotzdem,
tut es weh.
Und ich weiß,
dass es Lüge ist,
weiß es von ihnen,
von ihm, von ihr,
von mir selbst.
„Es ist egal ...“
höre ich noch einmal
vertraute Stimmen,
schmiege mich in seine
tröstenden Worte.
Und doch ... tat es verdammt weh.
geschrieben von: Nel
Erkannt
Während ich
in deine Augen sehe
beginne ich
zu träumen.
Wenn deine Arme
mich umfangen
beginne ich
mich wohl zu fühlen.
Wenn deine Lippen
zärtlich Meine streifen
beginne ich
dich zu wollen.
Und dann, kaum,
dass ich Zeit habe
nachzudenken
ist alles falsch.
Meine Träume,
meine Gefühle.
Ich erkenne
das ich eine Lüge
für dich bin.
geschrieben von: Nel
verdreht
Es ist, wie es ist.
Und doch
will ich nicht
akzeptieren.
Spielen wir?
Weist du
was es bedeutet?
Traurig?
Ich weis nicht.
Blut
läuft meine Arme hinab,
zögernd
trinke ich davon.
Wieder
zu mir selbst zu finden
dennoch
endet es nicht.
Brennende
Striemen auf meiner Haut
aus Zärtlichkeit
geboren
aus Schmerz
ungeschlossen.
Warum warte ich
auf dich?
Verdreht.
Es ist, wie es ist.
geschrieben von: Nel
Fassungslos
Nervös durchgehe ich überfüllte kreischend hektische Räume
Erleichterung die sich in mir aus bereitet als ich scheinbar allein bin.
Ein Lächeln umspielt meine Lippen
alles wird wieder zur Ruhe kommen.
Und doch unfair das Schicksal – erbarmungslos.
Er ist da. Einfach nur da ... und lächelt.
Fassungslos sehe ich zu wie er sie umarmt
traurig bemerke ich ihren entsetzten Gesichtausdruck
Ich will einfach die Augen schließen um ihr nicht zusehen zu müssen
- sie weiß es nicht mal und doch lässt sie mir keine Wahl.
Er berührt mit seinen Lippen ihre Wange
während ich nur Mitleidig zu sehen kann
fassungslos ihr Blick zu ihm.
Ich sehe wie Gedanken seiner persönlichen Zeilen ihren Geist überfluten
sehe wie sprachlos sie ist, erkenne wie tapfer sie dasteht.
Solange – Sekunden – bis er die andere mit seinen Lippen berührt.
Hohn und Spott für mich wie ich es ansehen muss
Ihre Wangen gerötet von salzigen Tränen,
meine Augen brennen und ich kann nichts dagegen tun
wieder wurde das ungesprochene Wort gebrochen
und ich kann ihn nur fassungslos anstarren
und sein belustigtes Lächeln erkennen.
Metall schlägt scheinbar Tonlos auf dem Boden auf
und hinterlässt quälende Klänge für mich.
geschrieben von: Nel
Für dich, alles
Für dich würde ich alles
stehen und liegen lassen,
nur um ein Lächeln
von dir zu bekommen.
Sagst du ...
Ich drehe
und wende es
wie es geht.
Immer bleibt es
was es ist.
Schön zu hören.
Ein Lächeln, welches
sich mir entringt.
Doch der Zweifel,
ständig da
und er wächst.
Eigentlich ...
... ist es dir egal.
geschrieben von: Nel
Verschwinde endlich
Norden soll dich verlachen,
Süden soll dich verachten,
Westen soll ich verschmähen,
Osten soll dich verdrehen!
Mag dich die Erde nehmen,
mag dich das Wasser ertränken,
mag dich die Luft ersticken,
mag dich das Feuer verzehren!
Lügen geboren in Deinem Herzen
alles in mir, leidlich zu Schmerzen...
Geh endlich!
Verschwinde!
Lauf!
Oder sieh
ihnen ins Gesicht.
Sieh die anderen
wie sie bei deinen Lügeln lächeln!
Schau mich an,
blau, grün
rot vom Blut.
Geh!
Geh endlich!
Aus meinem Leben,
aus meinem Sinn.
Nimm die Erinnerungen
an Dich,
nimm sie mit!
Oder,
lass sie hier.
Zum verbrennen,
ertränken,
ersticken!
Lüg weiter deinen Nächsten,
lüg einfach weiter Dir.
Aber verschwinde endlich!
Verschwinde!
Jetzt sitze ich hier,
ohne dich, frage mich ...
... warum konntest du mir nicht wenigstens ein Wenig deiner Lüge lassen?
geschrieben von: Nel
zurück ...
Stell' dir vor
du gehst
eine Allee entlang.
Gesäumt
von blühenden Apfelbäumen.
Und weicher Erde
unter deinen Füßen.
Ewig weit
reicht dieser Anblick
bis - zum Horizont.
Sehne mich
... nach warmen Sommerregen.
Tanze, im warmen Wind.
Meine Kleider
nass, an meiner Haut.
Mein Haar
strähnig, ins Gesicht.
Der Duft
nach geschnittenen Blumen
und frischem Regen
in der Luft.
Donner.
Blitz.
Eisiger Wind.
Kahle Bäume recken ihre knorrigen Finger
nach dem matschigen Weg.
Graue .. bedrohliche Wolken.
Dunkler .. trüber Horizont.
Den Blick zurück.
Sonnenschein,
Apfelblüten,
weiche Erde,
glänzer Horizont.
Ich liebe
die Wärme der Sonne,
die weiche Erde unter meinen Füßen,
den Duft der Apfelblüten in meiner Nase
... bis zum Horizont.
Tanzend ...
gehe ich ...
den Weg ...
zurück ...
Im Sonnenlicht
der Geborgenheit
des warmen Windes
im Blick
der Apfelbäume
während ich ihn leise
meine Geschichte erzähle.
Vertraut ...
geschrieben von: Nel
Schlaf
Weiße porzellanartige Haut
feine Adern darunter pulsieren
dünne Schlieren
welche Perzellan verzieren
grauer Stoff sich dunkel färbt.
Erinnere mich, damals ...
ein rotes Rinnsal beobachtend
nach diesem Brennen spürte
den dumpfen Schmerz suchend.
Kann nicht mehr sehen
keine Schmerzen
kein Brennen
vergessen..
Grauer Stoff
verdunkelt mit warmem Blut.
Der Spiegel zeigt
mir mein bleiches Ich.
Verschmiere dreckiges Blut
in meinem Gesicht.
Warum wache ich
nicht auf?
geschrieben von: Nel
Abschluß
Veränderungen
haben mich
eingeholt.
Zeit
hat meine
Augen geöffnet.
Schnell verlernt
wie man zuhört
... dabei erkannt.
Arm
wenn man
seine Gefühle
nicht kennt.
Verlogen
wenn man
sich selbst
nicht steht.
Blind,
wenn du glaubst,
dass ich lüge.
Aber sonst
bist du allein.
Hab ich recht?
Mein Weg
ohne Dich
... vermissen dabei.
Gehe also ohne Dich.
... kann aber nicht alleine sein.
geschrieben von: Nel
andere Gedanken
Sie versuchen es
Tag um Tag
mich auf andere
Gedanken
zu bringen.
Ich versuche es
Tag um Tag
mich auf andere
Gedanken
zu bringen.
Freudlos
nehme ich
die guten Ratschläge
entgegen.
Ich will nur
andere Gedanken...
... und weiß genau
wie ich sie bekomme.