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Cuttings, Brandings, Implants und Co. - eure Meinung?

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geschrieben von: Liberty Fallen

Mich würde interessieren, welche Formen der Körpermodifikationen ihr für vertretbar haltet, was ihr persönlich ästhetisch findet und welcher Körperschmuck euren Körper ziert.
Ich meine sowas wie Cuttings, Brandings, Implants, Skin Removals, Dermal Anchoring,... oder auch extremere Körperverzierungen.
Beispielsweise gibt es Menschen, die sich die Zunge (und noch ganz andere Körperstellen) spalten lassen, und ich habe schon von jemandem gelesen, der sich die Fingernägel entfernen lassen wollte (und es wohl auch getan hat), weil ihm seine Finger anscheinend ohne besser gefallen haben.
Es gibt beispielsweise auch die Möglichkeit, sich Schmucknarben mit Hilfe von Strom, chemischen Substanzen, etc. machen zu lassen, und natürlich noch vieles mehr.

Was findet ihr zu extrem oder gibt es für euch keine Grenzen (zumindest solange es nicht euren Körper ziert)?
Gefallen euch solche ausgefallenen Praktiken oder empfindet ihr das alles einfach nur als "krank"?
Denkt ihr, dass der Wunsch, derartige Veränderungen an seinem Körper vorzunehmen, auch psychische Ursachen hat?
Und hat jemand von euch vielleicht sogar schon persönliche Erfahrungen machen dürfen?

Ich würde mich über eure Antworten freuen :)

lg Liberty



geschrieben von: rainraven

Ein interessantes Thema.

Ich bin da auch geteilter Ansichten, denn einerseits finde ich Piercings und Tattoos in Maßen okay, und andere Bodymanipulation höchstens, wenn es zum Typ paßt oder nicht zu extrem ist. An einem älteren Tattoostudiobesitzer z.B. finde ich ein Gesichtstattoo und Nasenringe in Rindviehzubehörgröße eher akzeptabel als bei einem jungen Mädchen, das noch einen "seriösen" Beruf finden muß oder mit 16 noch gar nicht weiß, was es mit 30 gut finden wird...:)

Ich denke, grundsätzlich muß jeder selbst wissen, was er seinem Körper antut und wie er oder sie rumlaufen möchte, aber ich denke, daß viele diesen "Unsinn" schnell als Trend mitmachen und sich nicht im Klaren über die Folgen, Nachteile oder Nebenwirkungen davon sind.

Ich selbst habe vier Piercings (Ohr und Bauchnabel), die für mich sichtbare und schmerzhafte Erinnerungen an verlorene geliebte Menschen (u.a. tödlich verunglückte Freunde) sind und nicht einfach nur Schmuck. Ich möchte auch aus verständlichem Grund keine weiteren haben, da jedes Piercing einen weiteren Verlust bedeuten würde, und weil sie bei mir sehr schlecht verheilt sind und teilweise nach über einem Jahr auch immer noch Probleme machen. Die ich aber akzeptiere als Schmerz über den Verlust. Insofern sage ich, einfach nur zum "Schmuck" würde ich meinen Körper nicht freiwillig verletzen.
Ein Tattoo für einen weiteren Verlust ist auch geplant, vor dem ich aber schon eher zurückschrecke, denn ich treffe grundsätzlich keine irreversiblen Entscheidungen.

Doch bei mir trifft es zumindest zu, daß Bodymanipulation schon eine "gesellschaftlich akzeptierte Alternative" zum Selbstverletzen ist oder Ausdruck eines inneren Konfliktes-oder aber auch eines inneren Wandels oder Lebensabschnittes, wie ich es auch von einer Freundin kenne, die mittlerweile alles gepierct hat, was man nur piercen kann (aber auch vieles wegen Problemen oder Sinneswandels wieder entfernt hat...).

Solchen drastischen Methoden wie Cutting oder was auch immer es noch gibt, stehe ich eher ablehnend gegenüber, Sicher mag es Masochisten geben, die gerne Schmerzen erleben oder Menschen, die ihren "menschlichen" Körper ablehnen und eher wie ein Leopard oder Reptil oder eine Maschine aussehen wollen und sich dementsprechend anpassen wollen, aber auf die meisten trifft das doch eher nicht zu und sie denken nur, daß es ein modisches Accessoire sein könnte.
Ich habe ein Mädchen gesehen, das sich ein großes Cuttingmuster ins Bein(gesamter Unterschenkel, so Spiralen und Blumen oder was weiß ich) ritzen ließ, und da wird einem mit dem Skalpell die Haut abgezogen und es sieht echt ekelhaft aus, zumindest die erste Zeit (aber wie lange?), und ich kann mir auch vorstellen, daß es nicht so angenehm ist, da mit dem nackten wunden Fleisch rumzulaufen, wenn das an Kleidung scheuert oder man sich bewegt, drauf schläft etc. Später sollen dann angeblich weiße wulstige Narben draus werden, aber ich kann sowas nicht schön finden und bin eigentlich froh, wenn bei mir natürliche Verletzungen ohne Narbenbildung heilen...
Man muß ja auch daran denken, daß es für den Körper nicht unerhebliche Eingriffe sein können, die durchaus auch Entzündungen, Nekrosen, Verknorpelung und andere unschöne, unerwünschte Ergebnisse zur Folge haben können, unter denen man dann teilweise lange zu leiden hat und den neuen "Schmuck" gar nicht genießen kann, sondern nur Ärger hat.


P.S. Gerade, als ich den Beitrag schreibe, ist mein gepierctes Ohrläppchen (der zweite Ring hinter dem "normalen" Ohrloch mit Stecker) auch wieder angeschlagen und ich frage mich, ob es jemals unempfindlich sein wird, denn ich vermute echt, daß die Piercerin da vor einem Jahr eine blöde Stelle zu nah am Knorpel gestochen hat, die beim Draufschlafen immer wieder durch den Ring aufgerieben oder verdreht wird...:(
Und da hatte ich noch gedacht "Ohrläppchen ist ja keine große Sache, da kann nicht viel schiefgehen..."



geschrieben von: DR-KUBY

Richtig!
Im jüngeren Alter finde ich Tattoo muß nicht sein - Piercing Bauchnabel fänd ich ok (bei nem Mädel)
Alles anderer mind. über 18.
Diese Zeltösen in den ohren und damit das aufweiten finde ich nicht toll Zungespälten dagegen find ich interessant.



geschrieben von: fraeulein grau

uuh..yeah.
aber volljährig sollte man schon sein, eher noch so.. ab mitte 20 vielleicht? macht doch nur sinn, wenn's durchdacht und gewollt ist.. und das nehm' ich einem grade-achzehnjährigen kiddie nicht ab.
und schmucknarben sind schwierig auf mitteleuropäer-haut. am ehesten noch: schneiden.
hach, ich hätt' gern ein klassisches tattoo- also nicht mit maschinchen gestochen, sondern mit gezacktem stahkkamm 'reingetrieben.. für mehr plastizität..



geschrieben von: Nachtelfchen

grundsätzlich bin ich der meinung, jede/r soll so tun wie er/sie will, solange niemand mich zwingt, meine zunge zu zerschneiden :D

aber ich denk auch, mit 16 irgendwas irreversibles an seinem körper tun ist ungeschickter als mit 30, weil man mit 16 doch noch nicht so gefestigt ist in seiner persönlichkeit. die wahrscheinlichkeit etwas zu bereuen, ist da schlicht grösser.

ich für meinen teil werd mir vermutlich nichts mehr piercen lassen, was ich machen würde, wäre ein tatoo, aber auch da: nur wenn ich wirklich ein motiv finde, bei dem ich sagen kann, dass ich das bin und dass es genau so und genau dort auf meine haut passt. sonst gibts nichts.
was jedoch andere menschen mit ihrem körper machen ist ihre sache. einzig wenn mein sohn oder meine tochter mit 16 mit einem branding oder cutting oder sowas anrücken würde, ich glaube da hätt ich ein problem mit, wegen obengenannter noch nicht gefestigter persönlichkeit.



geschrieben von: kupfer

Hallo zusammen,

ich habe sozusagen zwei Meinungen bezüglich Piercings, Tätowierungen etc...

Die eine Meinung gilt nur für mich selbst, da jeder für sich wissen muss, was man an seinem Körper evtl. irreversibel verändert:

An meinen Körper wird nicht "rumgepfuscht". Ich habe keinerlei Tätowierungen, Piercings, und noch nichtmal Ohrlöcher. Zum Glück (im Nachhinein betrachtet) mag meine Mutter kaum anderen Schmuck außer Ketten und Ringen und hat mir daher, als ich noch klein war, keine Ohrlöcher stechen lassen. So mit 15, 16 wollte ich mir mal welche machen lassen, irgendwie ist diese Aktion dann aber im Sand verlaufen.
Ein paar Jahre lang war es dann halt einfach so, dass ich als einzigen Schmuck Ketten und Armbänder getragen habe... Irgendwann habe ich mich für mich mit dem Thema auseinandergesetzt. Das Resultat war, dass ich es nicht einsehe, für "Schönheit" oder "Acessoires" meinem Körper permanente Veränderungen zuzuführen, bloß weil es "dazugehört". Dazu gibt es andere Methoden. Die gesundhaltlichen Risiken waren dabei nicht ausschlaggebend, aber passten mir natürlich gut in den Kram ;-).

Die Meinung für den Rest der Menschheit *g*:
Ich finde oft, dass Piercings, Tätowierungen etc. bei anderen Leuten gut aussehen, solange sie zu ihnen passen und ich habe auch Respekt vor der Entscheidung dazu. Bei Nasenpiercings habe ich gehört, dass die Löcher wohl fast vollständig wieder zuwachsen können, wenn man das Piercing rausnimmt, aber viele andere Dinge hinterlassen wohl deutlichere Spuren...
Über Frauen in weißer Hose und Blümchenmuster-T-Shirt mit so einem herausragenden Piercing zentral unter der Unterlippe (wie heißen die Dinger???) müsste ich aber erstmal schmunzeln :-).
Auch wenn die "Meinung für mich selbst" vielleicht etwas radikal klingt, verurteile ich gepiercte Personen überhaupt nicht, da andere Leute zu irgendwelchen Dingen natürlich eine andere Einstellung haben.

So, nun werden die von Liberty Fallen angesprochenen Aspekte durchgeleiert *g*...
Cuttings, Brandings, Implants, Skin Removals, Dermal Anchoring,... oder auch extremere Körperverzierungen.
- für mich ist es natürlich nichts, aber wems gefällt, der soll es doch machen... Allerdings finde ich zu extrem manipulierte Leute oft nicht mehr schön anzusehen... Aber manche wollen ja vielleicht gerade so etwas erreichen oder haben ein anderes Schönheitsideal (Mich soll ja auch niemand komisch finden, weil ich schwarz gekleidet wohl etwas blass aussehe...)
- Sich die Fingernägel entfernen zu lassen, finde ich schon sehr extrem und kann es nicht wirklich nachvollziehen, da ich mir vorstelle, dass das einen im Alltag doch sehr behindert.
- Schmucknarben habe ich in natura noch nie gesehen... Wenn es nicht zu schwülstig vernarbt ist, sondern eher eine feinere Struktur hat, so dass man auch andere Motive als Punkt, Strich, Zickzack machen kann ;-), kann es bestimmt gut aussehen.

Was die psychischen Ursachen angeht: Beim Bauchnabelpiercing, was ja fast jede inzwischen hat, kann ich mir das nicht vorstellen. Allerdings kommt mir der Verdacht um so eher, je krasser die Veränderungen sind oder wenn es sehr viele sind (das ganze Gesicht voller Metall etc.). Allerdings muss es nicht unbedingt krankhaft sein. Ich selber habe ab und zu den Gedanken "Bah, ich will nur noch anders sein und anders aussehen, damit die ganzen komischen, oberflächlichen, dummen, nicht mehr als einen Tag in die Zukunft denkenden Menschen da draussen direkt sehen, dass ich nichts mit ihnen zu tun habe(n will) und dass es Menschen gibt, die diesen Zirkus nicht mitmachen". Bei mir äußert sich das sichtbar noch recht gemäßigt in Standard-Schwarz, schwarz gefärbten Haaren und der konsequenten Einstellung, nicht allen Modequatsch mitzumachen. Unsichtbar in meiner Einstellung zu manchen Dingen, was andere aber natürlich erst im Gespräch feststellen.
Was ich damit sagen will: Das ist meine Methode, sich abzugrenzen, und andere Leute bedienen sich dafür der Piercings & Co. Krankhaft fände ich es, wenn man sich so viele Veränderungen zufügt; und der einzige Grund dafür ist, dass man glaubt, dies sei die einzige Methode, sich interessant zu machen. Oder nur, weil man unbedingt auffallen will...

So, ein langer Beitrag, aber ihr seid am Ende angekommen, herzlichen Glückwunsch :D



geschrieben von: rainraven

ich kann es auch nur ahnen, da ich den Begriff auch nicht kenne, aber vielleicht Haken in die Haut bekommen und sich daran aufhängen zu lassen? In manchen Bodymanipulation-Magazinen kann man sowas sehen...



geschrieben von: irre Wölfin

"Dermal Anchoring
Beim Dermal Anchoring wird ein spezielles Schmuckstück in die Haut gesetzt. Hierfür wird ein kleiner oberflächlicher Schnitt gemacht, durch den das Schmuckstück in die Haut geschoben wird."

Quelle: http://www.serious-piercing.de/lexikon.php#19

Ich find es sieht irgendwie strange aus ;) habs auch noch nie real gesehen... :rolleyes:



geschrieben von: Liberty Fallen

Zitat:
Original geschrieben von irre Wölfin
habs auch noch nie real gesehen... :rolleyes:


Die Methode ist relativ neu, und da es noch keine Langzeitstudien gibt, trauen sich viele, die sich dafür interessieren, nicht, es machen zu lassen bzw. ist es nicht so einfach, an jemanden zu gelangen, der sowas durchführt ;)

Der Vorteil von Dermal Anchorings ist, dass man sie auch an Stellen platzieren kann, an denen nur Oberflächenpiercings angebracht werden können, die schnell herauswachen.
Dermal Anchorings hingegen wachsen nicht heraus (können aber durchaus wieder entfernt werden!).



geschrieben von: Nebelwanderer

Hmm mmmh bei den Scars gibts schon ziemlich optisch ansprechende Sachen, aber auch absoluten Mist. Vielleichtin Verbindung mit Tattoo. Denke da müsste nen Künstler ran wenn und Geld sollte nicht die Frage sein.

Bei den Piercings und Implantaten. Mich stören Fremdkörper ungemein. Würde deswegen auch nie Piercing und Co. tragen.



geschrieben von: Pseudo-Gruftiii

Zitat:
Original geschrieben von rainraven
ich kann es auch nur ahnen, da ich den Begriff auch nicht kenne, aber vielleicht Haken in die Haut bekommen und sich daran aufhängen zu lassen? In manchen Bodymanipulation-Magazinen kann man sowas sehen...
autsch *g*...gleich zwei wortverfehlungen in einem beitrag... das was du meinst heisst suspension. und bodymanipulation.....meintest du bodymodification oder war das n joke?=)



geschrieben von: Liberty Fallen

Na gut, dann werd ich auch mal meine Meinung zu dem Thema abgeben...

Natürlich sollte man sich aus den "richtigen" Gründen für body modifications entscheiden, sich reichlich informieren und sich einen derartigen Schritt gut überlegen, aber grundsätzlich finde ich alle Arten von Körpermodifikationen durchaus in Ordnung.

Cuttings, Brandings, Skin Removals und Co. sind schon eine Nummer "härter", daher denke ich schon, dass sich viele Interessierte über die Nachteile und Risiken bewusst sind, und dass das nichts ist, was sich unerfahrene Mädchen oder Jungs, die cool sein wollen, einfach so machen lassen.
Ein Nasenpiercing ist schnell gemacht - ein kurzer Stich und vielleicht vergießt der eine oder andere auch noch ein paar Tränchen, aber das wars schon -, aber zusehen, wie jemand mit einem Skalpell o.ä. ein paar Stunden an dir herumritzt, während dein Blut Sturzbächen gleich an dir herunterrinnt (mal etwas unschön ausgedrückt), ist schon etwas anderes.
Mal abgesehen davon, ist es nicht einfach, jemanden zu finden, der sich mit solchen Praktiken auskennt, und oft muss man lange Strecken auf sich nehmen, um zu so jemandem zu gelangen. Außerdem sind body modifications oftmals keine billige Angelegenheit, die Vermutung liegt also nahe, dass die Entscheidung für ein Cutting, Branding oder ähnliches wohl überlegt ist.

Vom Alter her finde ich 18 absolut in Ordnung. Mit 18 muss man mit allen Nachteilen und Verpflichtungen zurecht kommen, die auch ein beispielsweise 30jähriger hat, also warum sollte es eine Einschränkung der Rechte geben?
Sicherlich sind ältere Menschen meist erfahrener und treffen Entscheidungen teilweise überlegter, aber auch da gibt es keine Regel. Ich habe schon viele Erwachsene kennen gelernt, deren Verstand auch nicht ausgeprägter war als der vieler Jugendlicher, wobei ich sagen muss, dass sich natürlich nicht nur Jugendliche für body modifications interessieren.

Ich selbst habe übrigens drei Piercings (drei innerhalb von einem Jahr, weitere werden folgen), in ca. 10 Tagen lasse ich mir ein Tatto stechen (denn dann werde ich auch von Seiten des Gesetzes als reif genug angesehen, eines zu haben) und was body modifications betrifft, bin ich nicht abgeneigt, mir irgendwann ein professionelles Branding oder Cutting machen zu lassen, nachdem ich bereits ein Cutting made @ home besitze ;)



geschrieben von: Xenomorph

Tattoo und Piercing finde ich grundsätzlich o.k., ich selber würde mir jedoch nicht den ganzen Körper damit zupflastern, sondern mir nur einige wenige Dinge an ausgesuchten Körperstellen machen lassen...alles darüber hinausgehende wäre kein Thema mehr für mich und käme nicht in frage...aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, wo bei ihm oder ihr dabei die Grenzen des Vertretbaren und des persönlichen Geschmacks angesiedelt sind...ich jedenfalls würde nicht aussehen wollen wie eine Borg - Drohne, von oben bis unten gespickt mit Implantaten...



geschrieben von: rainraven

@ Pseudo:
ich hab ja gesagt, ich kenn das nicht.
Und bei "Anchoring" dachte ich halt, daß es was mit "Ankern" zu tun hat, die man unter der Haut festmacht.

Und body manipulation ist ebenso sinngemäß richtig wie body modification. Man könnte ja auch einfach "Verstümmelung" dazu sagen, denn nichts anderes ist es letzendlich...



geschrieben von: dr0pi

ich find es manchmal einfach nur ekelhaft, was Menschen mit sich machen.
Piercings find ich in angemessenen Mengen schön, aber bitte nich so das es überall nur so klimpert.

Tattoos sind, sofern sie n bissl individuell sind auch ne richtig feine Sache (also nich jeder depp irgendwelche Tribalmalereien oder so Sternchen...etc)

Cuttings können gut aussehen, wenn man "schönes" Narbengewebe hat. (wenns n bissl dicker vernarbt und sich farbig von der übrigen Haut absetzt).

Brandings sind imho nicht schön..hab bis jetzt noch keins gesehen, dass mir gefallen hat.

Implants sind vielleicht n toller Gag, aber mehr auch nicht.

Ich glaub über die andern "tollen" Körperverschlimmbesserungen brauch man nich reden, weil die schon in die Verstümmelungsschiene abgleiten und einfach nur pervers sind.



geschrieben von: fraeulein grau

hnn, vor 'ner weile hatte ich 'ne blöde idee: was wäre, wenn man haut transplantieren würde? mit farblichen kontrasten? ich such' mir jemand schön dunkelhäutiges und tausch' dann mit dem hautmaterial.. das lassen wir uns dann in flächigen mustern wieder aufnähen..
hihi. wär' doch mal was neues..



geschrieben von: gekitsu

hmm, das gibt ein getue bis du das nicht abgestossen kriegst, wuerd ich mal so ausm bauch raus sagen. :)

thema: prinzipiell soll doch jeder tun und lassen was er/sie mag. mir egal.
massstaebe wie "normal", "gesund", "abartig", "pervers" etcetera sind produkte der jeweiligen gesellschaft (und der position innerhalb dieser) in der sie getroffen werden - als solche voellig zufaellig und in meinen augen nichts zur sache beitragend. solche massstaebe als absolut aufstellen zu wollen halte ich fuer sachlich unmoeglich. nur als je subjektive massregeln koennen solche saetze wirklich geltung haben - was in sich dann aber schon wieder den ausschluss der geltung auf andere bringt.
auch, dass die entscheidungen anderer leute einen fuer mich nachvollziehbaren grund haben muessen, erscheint mir als eine sehr wagemutige unterstellung.
von daher: mir kanns wurst sein.

meine subjektive meinung:
schmucknarben koennen schoen aussehen, moechte an mir aber keine.
ohrloecher habe ich keine, habe auch nicht das verlangen danach, weil ich nichts choenes daran finde, mir dinge an die ohren zu haengen. selbiges gilt fuer piercings. ich sehe schlichtweg nicht, wie mich das in meinen augen verschoenern koennte.
was mir wirklich gefaellt und auch in planung ist, sind taetowierungen. trotz dass ich an jedem tattoostudio, das ich sehe mal kurz halt mache, hab ich noch keinen gesehen, den ich von seinen faehigkeiten her an meine haut lassen wuerde.
stilistisch gefaellt mir die klassische japanische taetowierung. nicht diese albernen (wenns gut kommt auch noch falschgeschriebenen... d'uh) kanjis auf irgendwelchen koerperstellen sondern das sogenannte "irezumi", das ungefaehr in der edo-zeit entstand und stilistisch dem ukiyo-e sehr artverwandt ist.
ich wuerde fuer mich nicht den anspruch stellen, dass das ganze traditionell authentisch gefertigt sein muss (fast ueber den ganzen koerper, ueber mehrere jahre, alles per hand) - maschine ist durchaus in ordnung (horiyoshi III hat da eine recht gesunde einstellung wie ich finde) - aber das intensive auseinandersetzen es taetowierers mit dem zu taetowierenden halte ich -fuer mich- schon fuer wichtig.



geschrieben von: fraeulein grau

ich selbst würde das auch nicht probieren wollen.. ich bin extrem abstossend!
aber jetzt, da ich es im internet formuliert habe, kann es nicht mehr lang dauern, bis die ersten multikulturellen flickschusterarbeiten auftauchen.



geschrieben von: Dismas

Solches Hauttransplantieren würde nicht funktionieren. Der Körper stßt das ab. Man kann grundsätzlich Haut transplantieren: entweder vom gleichen Individuum (aso z.B. zur Defektdeckung vom Gesäß (keine Haare!) zum Gesicht), prinzipiell geht das auch mit fremder Haut, dann müssen aber die Oberflächenantigene ebenso ähnlich sein wie bei einer Niere etc., also ist es aufgrund der größeren genetischen Unterschiede extrem unwahrscheinlich, daß das gerade bei einem Dunkelhäutigen auf einen Hellhäutigen paßt oder umgekehrt. Und wegen einer kosmetischen Maßnahme ein Leben lang Immunsuppressiva schlucken...

Dann doch besser Selbstbräuner mit der Schablone auftragen...
:D



geschrieben von: Cold Rain

Also Piercing und Tattoo... ok, kommt auf die Ausmaße an und die Stellen. Aber das meiste finde ich einfach hässlich bis eklig.

Und bei den anderen Dingen... manches hab ich hier zum ersten Mal gelesen, aber mir wird da übel bei... irgendwie klingt das nach mittelalterlichen Foltermethoden.
Insofern halte ich es schon für sagen wir mal "nicht ganz normal". Ich möchte nicht jedem, der das toll findet, unterstellen dass er nicht ganz rihtig ist, aber es ist schon eigenartig.



geschrieben von: Zone B

Für mich sind Bodymodificationen in jeder hinsicht vertretbar.
Körpermodificationen sind im Grundgenommen nichts anderes wie Haarefärben oder Fingernägellackieren, eine Verschönerung des eigenen Körpers. Natürlich sind Haarefärben und Fingernägellackieren im Vergleich die "Softvariante" der Körpermodifikation, und jeder Zeit rückgängig zu machen.
Genaugenommen ist jede den Körper verändernde Maßnahme eine Körpermodification.

Wie schon erwähnt wurde, Schönheitsideale sind verschieden und jeder hat so seine eigene Ansicht was "schön" ist und was nicht.

Ich finde BM im allgemeinen schon ästhetisch und habe selbst zur Zeit 7 Piercings, weitere werden Folgen.

Durch meine Piercer habe ich auch schon einige BMs gesehen ( Implants, Dermal Anchor, Gespaltene Zunge) und spiele derzeit mit dem Gedanken mir selbst sowas anzuschaffen.

Es wurde erwähnt, das Dermal Anchor nicht herauswachsen würden, das stimmt so aber nicht ganz, bzw eigentlich garnich.
Beim Dermal Anchor wird eine kleine Platte mit einem Außengewinde in die Haut transplantiert. Die Platte hat ein kleines Loch in der Mitte wodurch das Gewebe wachsen soll und somit die Platte "festhalten". Gerade in der Anfangszeit besteht so die Gefahr des Verlierens bzw eher Herrausreißens oder Herauswachsens. Es ist nämlich nie die Garantie gegeben das der Körper den Schmuck annimmt.
Körpermodifikationen ihr für vertretbar haltet, was ihr persönlich ästhetisch findet und welcher Körperschmuck euren Körper ziert.
Ich meine sowas wie Cuttings, Brandings, Implants, Skin Removals, Dermal Anchoring,... oder auch extremere Körperverzierungen.

Auch finde ich nicht das Leute die Suspension "betreiben" pervers oder so.
In gewisser Weiße bewundere ich solche Leute die so eine Disziplin besitzen und diese Schmerzen aushalten.



geschrieben von: hagzissa13

@ Zone B:

Problematisch ist bei solchen heftigen Eingriffen im Gegensatz zu Haare färben und Nägel lackieren auch, daß die Gefahr von Entzündungen bis hin zu fulminaten Verläufen durchaus öfter mal vorkommen. Klar, wenn Du den Piercer fragst, wird er immer sagen, daß das gaaaaanz selten ist, aber wenn ich mir überlege, wie oft ich bei Patienten vereiterte Metallteile aus so ziemlich jedem Körperteil entferne, kann mir das echt keiner mehr erzählen. Selbst Bauchfellentzündungen mit Darmbeteiligung und Hirnhautentzündungen mit Intensivstationsverlauf habe ich erlebt. Und nein, ich bin kein Piercinggegner, habe selbst ne kleine Altmetallsammlung an den Ohren und im Bauchnabel, aber mir geht mittlerweile einfach die Hutschnur hoch (jetzt nicht speziell auf Dein posting gemünzt), wenn von solchen Veränderungsmaßnahmen im gleichen Atemzug gesprochen wird, wie vom Nägel lackieren.....



geschrieben von: lost_in_tears

hmm...ich habe mich selbst vor 2 Monaten piercen lassen (und zwar an der Klitorisvorhaut)....ich find es einfach hübsch und habe auch keine Probleme damit (ist nach 2 Wochen bestens verheilt) ;) bleibt auch mein einziges Piercing^^

Ich finde es toll, wenn Leute sich trauen, sich auf diese Weise ihren Körper zu verschönern, vor allem, weil man zB für Brandings oder Cuttings sicherlich eine Menge Selbstbewusstein haben muss =)

Auch Zungespalten finde ich wirklich interessant, vor allem, weil man sich das ganze im Notfall wieder wieder zusammennähen kann ^^
es ist einfach faszinierend, dass man dann beide Zungenhälften unabhängig voneinander bewegen kann :>

was ich gar nicht mag sind Suspensions...Haken in die Haut, und daran aufhängen...nicht mein Fall^^



geschrieben von: Zone B

@hagzissa13

Ja also so war das auch nicht gemeint. Ich bin mir durchaus darüber im klaren das es schon einen Unterschied gibt zwischen Haar schneiden und Piecing etc.
Klar birgt das letztere die größeren Gefahren, aber im allgemeinen sind beides Körpermodifikationen.





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