2 Komponenten-Lyrik da die Gediche in diesem Thread tatsächlich aus zwei Paar Händen zusammengeflossen sind. Zugehörig zu diesen 4 Händen sind unseen spark & broken_one, die jeweils abwechselnd die Zeilen aneinander gesetzt haben...
geschrieben von: unseen spark
Denkblockade...
Schau, du reißt an meiner Seel'
Das Nichts wird durch das Licht durchtrennt
Bloß eine subjektive Schlacht,
Da Nichts auch keine Stärke kennt
Ganz anders als das Innerste so still
Das lag vom schreiend' Nichts umgeben
Umschlossen erst, doch jetzt befreit
Wird es nun sterben oder leben?
Denn Schmerz lässt Körpern Leben fühlen
Doch was, wenn's keine Wunden gibt?
Der Körper hat nie Licht gesehen
Der Schmerz quält Leben längst erlischt
Als Teil vom rastlos Fließenden
Im farblos kalten Lauf der Zeit
Schmerz der es nun neu erweckt,
Verletzt, verwandelt, weitertreibt
Verderben, Wahnsinn, Glück und Liebe
Sag, gibt es einen Unterschied
Für jene Seel', doch längst verloren,
Die immer leidet, immer litt
Des Schicksal's gnadenlose Macht
Hält fern was gut und bringt was schlecht
Dagegen nur die Hoffnung steht
Dass zweisam Minus Gutes brächt'
Die Hoffnung - eine Illusion
Womöglich aus dem Nichts gebor'n
Doch wegen ihr und ihrem Trug
Hab ich schon den Verstand verlor'n
Und nun im glühend' Lichtersturm
Zerrissen und davongetragen
Spricht an ein weit'res Ende mich,
Scheint "Leben oder Tod?" zu fragen
geschrieben von: broken_one
Durchreise...
Ganz wie Sand im Glas
Rinnt Staub aus meiner Hand
Hinab in dunk'len Abgrund,
Kein Boden, keine Wand
Dämonenfinger tasten
Sie greifen, die Dämonen
Sie schreien gleich der Zeit
Die Zeit, sie spielt mit mir
Verwirbelt und verweht
Teils stürmisch und teils sachte
Zerreisst die keinen Wolken
Viel schneller als man dachte
Es lohnt sich nicht zu wehren
Doch herrscht die müde Furcht
Die panisch Angst, stets schwarz,
Scheint durch den Nebel durch
Sinkt letztlich nur nach unten
Wer weiss wohin er treibt
Fern von allen Blicken
Wer weiss wieviel noch bleibt
Es dreht sich die Welt im Kreis
Oder bin ich's, der sich dreht
Es folgt nun wohl, was keiner
Außer Gott vielleicht versteht
geschrieben von: unseen spark
Zukunftsdämmerung...
Von Dunkelheit umhüllt erstrahlt im klaren Blau
Der silbern helle Glanz des Sternenfeldes
Weit über schwarzem Stein und Baumeswipfeln
So sanft berührt durch roter Kerzen Licht
Umgeben von Stille, so still dass fast schon laut,
Nur hin und wieder ein Blätterrauschen, ein Tier
Ein Tier, das da schreiet - Der Schrei rasch verhallt
Doch auch der Klang niemals entstanden scheint
Sachte Bewegung auf glitzernd' dunklem Wasser
Unter nächtlich grün erleuchtet' Blätterwald
Überdacht von bedächtig wandernd' Wolkenband
Durchzogen mit zaghaft tanzend' Sternenschein
Und drunter ganz versteckt, zwei Liebende beisammen
Die Ruhe dort genießend, der Schönheit Untertanen
Gedankenvoll, des Todes ausgesetzt
So fern von Hektik dieser Welt
So fern von all des Lebens Leiden