[Sunshine] - German Gothic Board

German Gothic Board

sinistre Kultur
Gothic Forum & Gothic Chat
auf dem Portal von Nachtwelten

German Gothic Board Chat Gothic 500 - Topliste by nachtwelten

Nachtwelten | Gothic Board | Gothic Chat | Boardarchive





Seiten:1



Sunshine

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: more

Wiedermal ein Endzeit Kinofilm, der mal wieder nichts an an den Haaren herbeigezogenem vermissen lässt.

Kurz die Story zusammengefasst:

Die Sonne erlischt - auf Erde herrscht kälte (was ja an sich schon an den Haaren herbeigezogen ist, denn bevor die Sonne erlischt, bläht sie sich erst mal auf, in ca. 5 Bill. Jahren)
Ein Raumschiff namens Ikarus II macht sich auf um mit einer 7! köpfigen Mannschaft in die Sonne zu fliegen, dort die Sonne mit einer Atombome (typisch Ami) wieder zu entzünden.
Es gab schon einmal vor acht Jahren eine Mission zur Sonne, aber die wurde aus unerfindlichen Gründen abgebrochen.
Wie es der Zufall so will findet die Mannschaft das alte Schiff, muss natürlich hin um die zweite Atombome zu holen (zwei sind besser als eine, klar!) und um nach Überlebenden zu suchen... (nach acht Jahren? Sehr wahrscheinlich)
Natürlich sind alle tot... Alle? Nein der Kaptain des alten Schiffes ist vom Größenwahnsinn befallen und schmuggelt sich auf die Ikarus II um dort dann alle umzubringen und die Mission zu stoppen.
Doch der kleine süße Physiker bringt doch noch die Atombombe in der Sonne zum explodieren, alle sind tot, und auf der Erde geht wieder das Licht an...
The end.

Infos zum Film:
www.sunshine-derfilm.de/trailer/ - 2k -

So, hoffentlich hat ihn jemand gesehen, weil ich würde mich tierisch gerne drüber auslassen, wie es möglich ist 20 m durchs Weltall zu fliegen, wenn man in Alufolie eingewickelt ist.
Wie man alles auf der Erde verfügbare Uran in eine Bombe packen kann, ohne die kritische Masse zu erreichen.
Wie es möglich ist, dass ein Mann mit übelsten Hautkrebs acht Jahre in einem Raumschiff leben kann, ohne einmal abzustauben, und überhaupt - was ist an diesem Film nicht an den Haaren herbeigezogen?

Vielleicht ist jemand anderer Meinung, ich freu mich auf eure Kritiken!



geschrieben von: unnamedfeeling

Hiho,

ohne allen deinen Kritikpunkten etwas entgegensetzen zu können, bin ich doch etwas anderer Meinung über den Film.

****TEILWEISE SPOILER ****

Das Überleben der zweiten Mannschaft, angenommen die Begründungen der Crew stimmen, ist durchaus möglich: Eigene Sauerstoffproduktion + Gemüseanbau. Der Anflug an das zweite Raumschiff ist nach dem Fehler bei der Ausrichtung des Schirms zwingend notwendig: Also auch kein Problem.

Alles andere kann man sicher hinterfragen. Auch wenn man Filme in diesem Genre kaum unter realen Bedingungen betrachten kann. Die Mängelliste wäre bei einigen großartigen Filmen sehr hoch ;)

Bleiben trotzdem noch die Bilder und die tolle Atmosphäre. Relativ früh geht's zur Sache und die Spannung wird auch bis zum Ende durchgehalten. Darüber ob nun der Captain des zweiten Schiffs unbedingt notwendig gewesen wäre kann man sicher streiten. Die Figur erschien mir allerdings glaubwürdig genug um etwas zum Film beizutragen. Ein 'Held' der an seiner Aufgabe zerbricht, sich einen Ausweg sucht indem er sein Handeln mit Gott begründet und es sich zur Aufgabe gemacht hat, dafür zu sorgen das sein Wille durchgesetzt wird.

Nicht vergessen sollte man auch die moralischen und philosophischen Fragen die aufgeworfen wurden (Gruppendynamiken, der Sauerstoff reicht nicht für alle - Was tun?). Sicher, größtenteils eher oberflächlich angekratzt und von vielen andere Sci-Fi-Filme besser gemacht. Aber in den letzten Jahren?

Alles in allem von mir eine gute Bewertung (8/10). Da ich von Naturwissenschaft sowieso keine Ahnung habe stören mich auch die von dir aufgezählten Punkte nicht allzu sehr ;). Das Gute: Die Bilder, die Spannung und die Atmosphäre überwiegt.

Gruß unnamedfeeling



geschrieben von: more

Da gebe ich dir recht, die Bilder waren großartig, vor allem die animierten Bilder der Sonne. Sie waren auch recht realistisch. Nur ich bin ein Jemand, der sich sehr für Astrophysik interessiert. Und, gut tolle Bilder hin oder her, es kann aber nunmal kein Mensch in eine Feuerwand fassen. Und so ein Minibömbchen wird nie die Sonne wieder entzünden, auch wenn eine Atombombe nötig ist um eine Wasserstoffbombe (die Sonne betreibt ja Kernfusion mit Wasserstoff) zu entzünden.

Die von dir aufgeführten Postivaspekte kann ich so unterschreiben, nur wäre der Film auch gut gewesen ohne diesen Freddy Krüger Verschnitt. Irgendwie kam es einem behelfsmäßig vor. Dass ich aus dem End-Zeit-Sci-Fi-Triller noch einen Horrorschocker machen muss...

Daher würde ich dem Film eher eine 5/10 Bewertung verpassen. Denn wenn ich schon alles zusammenklaue, dann sollte es wenigstens gut sein. Als Beispiel nur erwähnt Event Horizon.



geschrieben von: Mrs. Spookiness

Zitat:
Original geschrieben von more
So, hoffentlich hat ihn jemand gesehen, weil ich würde mich tierisch gerne drüber auslassen, wie es möglich ist 20 m durchs Weltall zu fliegen, wenn man in Alufolie eingewickelt ist.
Wie man alles auf der Erde verfügbare Uran in eine Bombe packen kann, ohne die kritische Masse zu erreichen.
Wie es möglich ist, dass ein Mann mit übelsten Hautkrebs acht Jahre in einem Raumschiff leben kann, ohne einmal abzustauben, und überhaupt - was ist an diesem Film nicht an den Haaren herbeigezogen?




Ganz ehrlich - spielt das denn wirklich eine Rolle??? Nenne mir einen Science-Fiction-Film, in dem solch unlogische Sachen nicht den gesamten Inhalt bestimmen....?!?! In der Art von Filmen geht es doch nur darum, eine möglichst breite Palette von Zuschauern anzusprechen - und was die Leute eben heutzutage zu 99% sehen wollen ist Action, Explosionen, Spannung, haarsträubende Geschichten, eine verrückter, fiktiver, utopischer als die andere, etc., etc.....wundert dich das Geschehen des Filmes also wirklich!?!?!?! ;)



geschrieben von: more

Nein, es wundert mich nicht wirklich. Ich habe mir schon beim Trailer gedacht, dass es ziemlich flach sein würde. Ich muss sagen, ich war sogar postiv überrascht, dass es doch sehr spannend war.
Nur finde ich es traurig, dass man einen Film in acht Monaten runterdreht (inkl. Drehbuch schreiben!!!!!) und es nicht für nötig hält etwas besser zu recherchieren. Wenn ein Autor von einem Buch das macht, wird er gnadenlos zerrissen. Beim Film ist das plötzlich nebensächlich. Kuck dir den Da Vinci Code an, da ist alles bis ins kleinste recherchiert, was dem Buch seine Qualität gibt.
Und ich finde auch ein Sci-Fi-Thiller kann dahingehend aufgewertet werden, dass man nicht Sachen zeigt, die so an der Realität vorbei gehen, dass man nur den Kopf schütteln kann.

Dann versuche ich wenigstens den Schwachsinn zu erklären (siehe Enterprise und Warp-Antrieb)

Ich bin ein großer Fan solcher Filme. Und ich kann einige aufzählen, bei denen man merkt, dass sich jemand mal mit einem Physiker zusammengesetzt hat. Z. B. Event Horrizon. Da ist auch viel fiktiv, aber wäre physikalisch durchaus denkbar, oder zumindest mathematisch zu konstrieren. Aber dass ein Mensch in eine Feuerwand fassen kann und dabei schaut wie Jesus? In einer Comic-Verfilmung wie Matrix, ok, aber wenn man behauptet in 50 Jahren erlischt die Sonne, also 2057, dann ist das nicht so besonders Sci-Fi.

Dass der Film durchaus Qualitäten hat, das bestreite ich nicht, ich find nur der Zuschauer hätte etwas bessere recherche verdient. Einfach weil heut zu Tage alles am PC gemacht wird, und die Filme daher auch immer billiger zu produzieren sind, und vor allem immer schneller.



geschrieben von: unnamedfeeling

@Mrs. Spookiness: Hast du den Film gesehen? ;)

Das die Filmstudios einen Film so vermarkten das ein Massenpublikum angesprochen wird ist klar. Der Film selbst ist aber imho nicht Massenkompatibel und schon gar nicht darauf ausgelegt. Beziehst du dich nur auf die Trailer und die Vermarktung des Films, stimme ich dir allerdings zu.


Wie im ersten Post schon gesagt bin ich weder Naturwissenschaftlich bewandert noch großer Fan von 'Weltraum-Filmen'. Hauptgrund für mich war Danny Boyle.
Und dieser hat nun mal das beste aus dem Stoff gemacht was man imho machen konnte. Unterhaltend ist der Film allemal und sicherlich nicht so flach wie die Vermarktung vermuten lässt.



geschrieben von: neutraler Engel

Also ich finde ehrlich, dass einige interessante Punkte in diesem Film angesprochen wurden, wie von unnamedfeeling erwahent die Gruppendynamik.

Aber der Punkt ueber den Raumschiffcaptain der Ikarus I ist doch alles andere als glaubhaft. Er wird so schnell in den Film eingefuehrt, dass zu wenig erklaert wird ueber seine motive, nur rumgestammel mit verwackelter Kamera, dass er schon recht fehlplaziert wirkt. Ueberhaupt, die verwackelte kamera ist ein netter Effekt aber schon sehr ueberfluessig in diesem Film. Keinen Bezug zum Stil, wirkt es einfach so als haette die Produktionsfirma noch ueberschuessiges Geld fuer ein paar weitere Special Effects investieren wollen.

Gesamthaft hat mir der Film nicht gefallen, aber ich will ehrlichkeitshalber noch sagen, das ich das schon vorher wusste und zu diesem Kinobesuch ueberredet wurde



geschrieben von: Trauerwesen

Gut, es gibt wirklich Dinge in dem Film, die wirklich realitätsfern waren. Insbesondere das Ende, als der Typ vor der Sonne steht, ist so eine Sache, wenn die anderen schon in der Nähe verkokeln. Aber ich denke mal, man hat den Realismus hier aufgrund des künstlerischen Aspekts und wegen der "Rundheit" (sagte er ja zuvor, dass er auf ihr landen möchte) einfach mal absichtlich ignoriert.
Die anderen Punkte sind natürlich so eine Sache.


Achtung, leichte Spoiler!

Aber ich muss sagen, mir hat der Film trotz allem sehr gut gefallen. Man merkte schon, dass es sich hier um einen britischen Film handelt, denn atmosphärisch war der Film einwandfrei, charaktere und deren Dilemma wurden ziemlich gut durchleuchtet (auch wenn es ein wenig oberflächlich war). Und als Dilemma betrachte ich nicht nur die Gruppendynamik, sondern vor allem die Verantwortung, die auf den Schultern der Beteiliggten lastet.
Patriotismus und Heldentum wurde hier weniger angesprochen, wie beispielsweise in vergleichbaren Filmen wie Armageddon.
Dann fand ich die Atmosphäre, die durch perfekte kamera, perfekten Schnitt und einen wunderbaren Score erschaffen wurde, einzigartig. Es gibt manche Filme, die dieses beklemmende Gefühl der Agoraphobie und des Ausgeliefertseins darstellen konnten (Event Horizon, Alien), aber hier wurde alles bisherige übertroffen, finde ich. Die Kamera in den Raumanzügen mit diesem klitzekleinen Visier hat mich als leichten Claustrophobiker fast eine Panikattacke erleiden lassen, und das nur beim Zuschauen.

Beschissen hingegen fand ich die Einführung des Captains. Da wurde der Film irgendwie zu einem anderen genre, Thriller oder sowas, und dann auch nur angerissen, es ging ja nicht nur noch darum zum Schluss, das war eine Randsache. Aber da wurde der Film irgendwie lächerlich, und die Atmosphäre wurde zerstört. das hätte man gut auslassen können.


Nunja, ich wurde positiv überrascht, zumal der Trailer ja doch recht wenig über den Film verriet, wie ich finde.



geschrieben von: Tanfana

Das meiste wurde schon gesagt, drum fasse ich
mich kurz: Konfus, an den Haaren herbeigezogen, langweilig... *gähn

Kann mir jemand erklären warum die "Bösewicht"-Szenen immer
verschwommen waren? Ich glaub das fand ich am schlimmsten am Film...

LG





vBulletin Copyright ©2000 - 2003, Jelsoft Enterprises Limited.
vB Easy Archive Final








eXTReMe Tracker