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Geburt und Tod

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geschrieben von: TobeMental

Der Anfang von allem, ist ebenso das Ende.

Es passiert individuell, man erblickt das Licht der Welt, wie erlischt es wieder. Nichts währt ewig. So gilt dies für jedes Individuum und ebenso gleichbedeutend für diese Welt, diesem Sonnensystem, vermutlich auch diesem Universum. Bis die Zeit ihre Grenze und somit ihre Vollendung erreicht. Vor dem Weltraum und der Lauf der Zeit war nichts, jetzt ist es da. Das Bestehen eines Kontinuums...

Wir kennen geborene und sterbende Sterne, welche als Supernova, schwarzes Loch, Zwergstern oder sonst was enden. Anscheinend folgt jeder biologische und kosmologische Prozess diesem identischen Schema.

Wer nicht an die Apokalypse glaubt, so irrt ich jener gewaltig. Selbst diese ist wahr...

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Was fällt den anderen dazu ein?



geschrieben von: Homunculus

"alles stirbt, alles stirbt gern..." hör ich den lieben hesse sagen.
unsere welt war und wird nie die erste und die letzte sein, die besteht. auch wenn wir mit unserer wissenschaft vielleicht bis zum ende unserer erde nie die existenz einer anderen beweisen können, so ist sie sicherlich dennoch existent. vielleicht in so weiter ferne, dass wir sie nicht erfassen können. vielleicht aber auch auf einer ebene, die wir nie erreichen werden. von nichts kann nichts kommen. doch sind all das dinge, von deren existenz unser leben scheinbar unbeeinflusst bleib. wir leben, wir sterben. vielleicht sind wir dazwischen einmal glücklich. vielleicht liegt darin der sinn. ich wüsste nicht, worin sonst.
"alles stirbt, alles stirbt gern."



geschrieben von: TobeMental

Im dritten Kapitel eines SciFi-Films erscheint die Einblendung: Jupiter und dahinter die Unendlichkeit


Für uns scheint selbst per Fußweg der Highway für unendlich. Es ist geradezu utopisch anzunehmen, es gäbe nur uns in diesem Kosmos. Wenn eine Geburt nicht nur hier erfolgt, so wird sie wo anders sicherlich ebenso existieren. Wenn auch in anderer Form.

Aber es könnte so sein, dass das Leben sehr eng mit dem Universum verbunden ist. Was die Gründe hierfür sind, stelle ich einfach mal frei in den Raum. Der Mensch/die Wissenschaft kann vieles vermuten, aber nicht erreichen. Wir werden auch nie den Rätseln auf die Schliche kommen. Wir können nur den Vorgang verstehen, aber nicht die Ursache.



Gute Nacht!


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Man macht nur dann etwas falsch, wenn man gutes beabsichtigt. Man tut nur dann etwas richtig, wenn man auch gutes tut.



geschrieben von: Homunculus

ja. schlaft gut, auch ihr anderen, deren eure existenz das universum füllt ;)



geschrieben von: Crysania

"Alles stirbt, alles stirbt gern..."

... das greif ich nun einfach mal als Einstieg auf, ich geselle mich zu euch, ihr beiden.

Das Beispiel mit dem Highway hat mir sehr gefallen, ja für mich ists schon eine nicht mehr endet wollende Distanz zu Fuss von Ingolstadt - im Herzen Bayerns - nach Berlin zu laufen. Vergleichbar mit einem Highway, was ist dann die Zeit die wir bräuchten um den hintersten Stern der Galaxie zu erreichen ? Die Unendlichkeit.
Dieser Gedankengang setzt aber vorraus das es einen "hintersten Stern" der Galaxie gibt, hingegen ist das Universum ja angeblich unendlich.
Ist die Zeit nicht die Unendlichkeit ?

Non, wie ihr beide ja schon schön gesagt habt nicht. Denn alles stirbt, kommt und geht. Nur die Erde selbst hat alles kommen und gehn sehn, bis zum heutigen Tage.

Wenn ich so manche Zeitungsmeldung lese das "wir" - die Menschheit - mal wieder einer Riesenkatastrophe entgangen sind, denn der Asteroid ist 'knapp' - ein paar hundertausend Kilometer - an der Erde vorbeigerauscht, dann bekomme ich das kalte Grausen und fühle mich klein und hilflos. Wir können nichts tun außer zu warten und zu hoffen, oder alles ignorieren und dumm vor uns hinleben und so versuchen glücklich zu sein.
Aber das können wir nicht, sonst wären wir ja nicht schwarz und ich würde das hier nicht schreiben und ihr es nicht lesen.
Asteroid, Sterne. Der nächste Gedankengang.

In MIB II beginnt der gute Agent K. immer zu Weinen wenn er die Sterne betrachtet. Mir geht es ähnlich. Mich ergreift eine unendliche Traurigkeit beim Betrachten der Sterne. Aus unserer Sicht hier von der Erde sind es kleine weiße und silberne Punkte an einem wunderschönen blauen Nachthimmel, Tagsüber sind sie auch da, nur nicht wirklich sichtbar für das menschliche Auge.
Kein Mensch könnte einen dieser Sterne überleben, seine Lebensdauer. Soviel zum Thema "Die Zeit die uns auf Erden bleibt" - denn sie ist nichts.

Nur ein Fingerschnippen, eigentlich. Beim Betrachten der Sterne denke ich unweigerlich daran wie es sich wohl anfühlt nicht mehr zu sein. Es fühlt sicht nicht an, das Nichts. Und dann überkommt mich Angst, Todesangst, die aber schnell wieder verschwindet, denn wir Menschen sind ja gut aufs Verdrängen trainiert...

Zum Abschluss für den Moment meines schon relativ langen Beitrags noch ein Gedankengang zur Geburt und zum Sterben.

Wir laufen mit dem Bewusstsein durch die Weltgeschichte irgendwann sterben zu müssen. Verdrängen aber das Bewusstsein denn sonst würden wir an diesem Gedanken zu Grunde gehn. Wenn jedoch aus unserem Bekannten/Freundes/Familienkreis dann wirklich jemand stirbt tritt es so unerwartet ein, auch wenn der Mensch schon lange wusste er würde bald sterben. Es ist jedesmal etwas Neues, etwas Besonderes, wenn ein Mensch stirbt, als wäre es noch nie da gewesen. Für den Betroffenen etwas "Neues" - auch wenn es schon die 5te Beerdigung in diesem Jahr ist.
Für den Priester der die letzte Weihe am Grab durchführt ists nichts Besonderes mehr.

Für die Krankenschwester die das Neugeborene wäscht und wickelt ist jedes Kind etwas Neues, Besonderes, so wie für die Mutter und den Vater.

Könnt ihr mir folgen ?
Cry



geschrieben von: Homunculus

ja, ich kann dir folgen. wenn ich daran denke, einmal sterben zu müssen, ist das sehr zwiespältig. mich überkommt ein gefühl der wehmut. keine angst vorm tod, nur die wehmut, was ich dann alles nicht mehr erleben kann, und wen ich zurücklassen würde...



geschrieben von: TobeMental

Cry, ich glaube ich liebe dich...


Die Mutter gebährt das Kind, die Schwester wickelt es, es wächst heran und schreitet durch das Portal der Zeit und des Schicksals - bis es sich im Strom der Zeit verliert.



geschrieben von: Crysania

Homunculus - TodesAngst war wohl der falsche Begriff, ja, es ist wie gesagt eine unendliche Traurigkeit und es bleibt die Frage nach dem Sinn. Es einfach so hinzunehmen fällt schwer, nein ist schier unmöglich...

Zitat:
Original geschrieben von TobeMental
Die Mutter gebährt das Kind, die Schwester wickelt es, es wächst heran und schreitet durch das Portal der Zeit und des Schicksals - bis es sich im Strom der Zeit verliert.


Wirklich schön geschrieben - deine Worte spiegeln genau das wieder was ich damit sagen wollte. Das Kind, nun kein Kind mehr, die bei der Geburt noch vorhandene Unschuld und Naivität die über die Jahre zum Charakter geworden ist ist verschwunden, das Kind, nun kein Kind mehr, verliert sich im Strom der Zeit.

Danke ich dich auch..schmunzelt...darf ich fragen warum genau?



geschrieben von: Homunculus

Hesse

Vergänglichkeit

Vom Baum des Lebens fällt
Mir Blatt um Blatt,
O taumelbunte Welt,
Wie machst du satt,
Wie machst du satt und müd,
Wie machst du trunken!
Was heut noch glüht,
Ist bald versunken.
Bald klirrt der Wind
Über mein braunes Grab,
Über das kleine Kind
Beugt sich die Mutter herab.
Ihre Augen will ich wiedersehn,
Ihr Blick ist mein Stern,
Alles andre mag gehn und verwehn,
Alles stirbt, alles stirbt gern.
Nur die ewige Mutter bleibt,
Von der wir kamen,
Ihr spielender Finger schreibt
In die flüchtige Luft unsre Namen.



geschrieben von: TobeMental

@Crysania

Da du anscheinend damit sehr gut umgehen kannst... :)



geschrieben von: Jaddy

@TobeMental

Zitat:
Wer nicht an die Apokalypse glaubt, so irrt ich jener gewaltig. Selbst diese ist wahr...


Ich denke das die Apokalypse eher ein sehr langwiedriger Tod ist... demzufolge geschieht sie schon. Also gerade..udn immer wieder...
Man kann also sein Leben auch als Apokalypse abschreiben...



geschrieben von: TobeMental

Zitat:
Ich denke das die Apokalypse eher ein sehr langwiedriger Tod ist... demzufolge geschieht sie schon. Also gerade..udn immer wieder...
Man kann also sein Leben auch als Apokalypse abschreiben...



Wenn man sich die Naturkatastrophen seit den letzten Jahren, wie das Hochwasser in Sachsen in Beachtung zieht, so scheint die Apokalypse zumindest um ein paar Prozent immer beständig zu sein. Man soll sich nur einmal fragen, ob die Apokalypse nicht von Menschen hervorgerufen wird.

Hitler schien zumindest einen gewissen Teil dazu beigetragen zu haben.



geschrieben von: Homunculus

nicht nur hitler.
aber inwieweit trägt eigentlich jeder von uns selbst zu dieser apokalypse bei? ist es nicht das verdrängen, die ignoranz? doch anders: was sollte man als einzelner gegen diese apokalypse ausrichten können?



geschrieben von: TobeMental

Nicht nur Hitler, sondern Bin Laden, Hussein, vermutlich sogar noch Arrafat, usw.

Nein, es ist immer nur die Masse.


Frage: Trägt die Überbevölkerung nicht auch zur Apokalypse bei? Scheinbar fiele somit alles in den chaotischen Topf. Und wir nehmen es nur nicht wahr...

...wenn auch nur sekundär. ;)



geschrieben von: Crysania

>>was sollte man als einzelner gegen diese apokalypse ausrichten können?<<

Sich zusammenschließen und gemeinsam etwas ausrichten.

In meinem Kopf spuken noch ganz andere Gedanken.
Ich frage mich warum nicht viele Menschen mit nem Elektroauto fahren ? Weil a, zu teuer und b, zu langsam.
a, zu teuer. hmm... wir wären damit beim Punkt Geld.

Es dauert nicht mehr allzulange und diese Welt stirbt weil wir nicht genug Geld haben - um uns z.B. ein umweltfreundliches Elektroauto zu kaufen - oder auf Züge umzusteigen, nein wir fahren lieber die 80 km bis München mitm Auto weil die Bahnpreise so hoch sind. Da hängts doch irgendwo bei mir.

Für das was ein Flugzeug von München nach Berlin mit 400 Mann drin an Sprit verbraucht kann jeder der Insassen sein Leben lang fahren und hol den Verbrauch und Umweltschaden nicht mehr raus. Das mal nur so zum vergleich.

Wie gesagt, der Planet und wir Menschen drauf gehn zu Grunde weil wir nicht genug oder zu viel Geld haben -
könnt ihr mir folgen ?[ironic]
Aber was interessierts uns, wir überleben die Erde ja noch......[/ironic]
cry



geschrieben von: Jaddy

Klar wird sie von den Menschen beeinflusst wenn nicht sogar ausgelöst... denn wir prägen ja schliesslich auch den Namen "apokalypse"



geschrieben von: WhiteRaven

Lest mal in der Bibel!



geschrieben von: Christian220

@ WhiteRaven
Guten Abend. Grade fand ich Euren Austausch und finde, das es schade ist, daß kaum einer Interesse an den Thema hat. Ist ja schon lange her und keiner hat einen post abgesetzt. Nun, ich halte Euch/ Dich für sehr belesen auf dem Gebiet und bitte Dich, mir mal etwas von Deiner Wissen mitzuteilen.
Ich habe mal das Bild von A. Dürer gesehen, das die "Apokalyptischen Reiter" darstellt. Pest, Krieg, Hungersnot und Tod.
Du empfiehlst: Lies mal die Bibel. Wenn wir bedenken, daß die Bibel von Menschen geschrieben wurde, welche ihre Erkenntnisse und Erfahrungen in vielen Sprachen niederschrieben, und über die Jahrhunderte dieses Wissen der Menschheit vorenthalten wurde, weil es erst durch Luther eine Übersetzung erfuhr, die trotzdem noch schwer verständlich ist. Aber ich bin schließlich kein Bibelforscher. Allerdings bin ich der Ansicht, daß logischerweise jeder Schreiber seine Subjektivität mit einbrachte und manches vielleicht sich ganz anders abgespielt haben mag, als es der Schreiber verstand und niederschrieb. Bei der Übersetzung Luthers wurde sicher noch mal seiner Auffassung gemäß, der Text dargestellt.
Fakt ist, daß Menschen die Begebenheiten für so wertvoll hielten, daß sie diese für die Nachwelt, also auch für uns heute Lebende, aufzeichneten.
Es ist denkbar, daß sich in der Apokalypse des Johannes- Evangeliums ein Hinweis auf die Zukunft der Menschheit verbirgt. Ergibt sich mir die Frage, warum wird dieses Wissen nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, oder richtiger, erklärt??
Und noch etwas. Vielleicht kannst Du mir ja erklären, wo sich die Hölle, die Teufel und Dämonen befinden. Ihr fürchtet den Tod? Ich stelle es mir angenehm vor, diesen Zustand in ruhiger Dunkelheit. Es gab und gibt bekanntlich Völker, die das Begräbnis zum Freudenfest gestalten, weil sie der Ansicht sind, daß der Verstorbene die Leiden des Lebens überwunden, und die ewige Ruhe gefunden hat. Allerdings ist noch Niemand aus dem Reich der Toten zurückgekehrt, um uns vom Jenseits zu erzählen.
Das Buch ist wie ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, kann kein Apostel herausschauen. Ich kam mir eben so vor, verstand nichts und legte die Bibel wieder weg.
Würde mich interessieren, was Du herausgefunden habt. Tschüß, wäre schön, von Dir zu hören
Gruß von Christian220





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