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Zitat:
Original erstellt vom fluchtraum:
Ja, die Idee 'Huhn' existiert - aber doch nur innerhalb des menschlichen Bewußtseins.
Zitat:
Aber das ist etwas ganz anderes als eine Sinneswahrnehmung. Da um etwas wahr zunehmen es ja schon existieren muß.
Zitat:
Original geschrieben von FallenSisko
@boatman
[...]
Ähm nur mal so als Gedankenblitz...
Kann nicht beides gleichzeitg entstehen? Idee und Stoff?
Zum beispiel Kreis. Der Kreis als mathematische Formel ensteht beim ersten mal wenn der 3 oder 2 dimensionale raum ensteht. Durch den Urknall oder sonst was. Genau in diesem Moment des Enstehens werden auch alle mathematischen Formel festgelegt.
Zitat:
Original geschrieben von boatman
[BJa, eine Gleichzeitigkeit wäre natürlich eine weitere Möglichkeit - aber auch nicht viel unproblematischer... ;)
[/B]
Zitat:
Original geschrieben von FallenSisko
Ich würde dann jetzt gerne mal ein einfaches "ja, aber... " hören. ;)
Was spricht denn gegen diese These? klingt für mich ziemlich gut.
Zitat:
Original geschrieben von boatman
Nächste Frage wäre - wie weit kommt man mit der These? Wieviel kann sie erklären?
Zitat:
Original geschrieben von FallenSisko
Zufall heißt hier. Das die Natur alle möglichen Dinge durchprobiert in einem großen Zeitraum. Und die Dinge die "passen" weiter Bestand haben. Niemand hat da zuerst die Idee. Aber wenn mal etwas erschaffen wurde (Stoff), dann wurde es das erste mal erschaffen und es gibt die Idee dazu.
Zitat:
Das Universum braucht sicherlich weder Ideen - in konzeptionellem Sinne - noch Namen. Der Mensch schon. Namen und Begriffe sind die Kategorien, in denen wir denken und die uns das Denken erst ermöglichen.
Zitat:
Original geschrieben von boatman
These:
Damit zwei Menschen sich über ein Huhn verständigen können, müssen sie begriffen haben, was ein Huhn ist. Es genügt nicht, die akustische wortfolge "Huhn" zu artikulieren, d.h. den Namen zu kennen. Es muß begriffen worden sein, was das Wesen des Huhns ist. Offensichtlich können zwei Menschen, die sich noch nie gesehen haben, sich über ein Huhn verständigen. Also müssen sie von irgendwo außerhalb begriffen haben was ein Huhn ist - anhand der Idee.
Folgerung:
Die außer uns existierende Idee ist Bedingung der Möglichkeit der erkenntnis des Huhns. Da wir das Huhn erkennen, existiert die Idee.
Zitat:
Original geschrieben von LordSinister
Die These könnte als Beweisgrundlage darin schwächeln, dass nicht zwingend eine Idee von außerhalb für eine umfassende Verständigung existieren muss. Beide Menschen haben ein Huhn entweder gesehen oder davon gelesen und es entsprechend seinen Merkmalen kategorisiert, so dass beide wissen, was gemeint ist, und das sogar recht präzise.
Zitat:
Original geschrieben von FallenSisko
Gebt mir doch mal eine "Idee" die ohne "Stoff" existiert.
Zitat:
Original geschrieben von LordSinister
[BAb diesem Punkt hätte man sich dann ja jede philosophische Frage nach dem Wesen des Kosmos und der Existenz sparen können. ;-)
[/B]
Zitat:
Original geschrieben von Menedemos
Ich werde aber das Gefühl nicht los, daß diese konkrete Frage irgendwie falsch gestellt ist.
Zitat:
Nun gibt es fehlerhafte und korrekte Abstraktionen, die Abstraktion des "Huhnhaften" ist sicherlich eine korrekte Abstraktion (denn z.B. durch allen Hühnern gemeinsame DNS-Merkmale ist heute auch naturwissenschaftlich nachweisbar, daß es das "Huhnhafte" gibt.)
"Ideen" sind also nichts als korrekte Abstraktionen.
Die Gretchenfrage ist nur, wie bewerten wir die (relativ schlichte) Erkenntnis, daß es in diesem Sinne "Ideen" gibt?
Zitat:
Ich glaube nicht das der Mensch, und das was er glaub zu erkennen, da mit reinspielen sollte. Was wir als Mensch erkennen, ist doch eigentlich egal, im großen Zusammenspiel des Kosmos.