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Mindfields

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geschrieben von: Waldemar

Ein kleiner Nebelpfad, von einem Menschen, der eigentlich nie viel zu sagen hatte, auf seinem langen Weg begleiteten ihn nur kleine Freunde, seine Gedanken. Hier nun der Versuch, geprägt durch mein emotionales Gedächtnis, eine Geschichte des Lebens zu erzählen.

Als Hinweis. Es könnten Menschen sich getriggert fühlen, und ich benutze ein paar Kraftausdrücke, die aber bitte im Kontext zu sehen sind, so meine Gefühle darstellen möchte..


Unbeeindruckt..

Ich bin ca. 24, habe alles getan, was ich von mir abverlangte, Schulausbildung, Berufsausbildung und arbeite in einem Betrieb wo ich sehr viel Geld verdiene, ich bin durchaus diszipliniert ich arbeite viel und hart ..

Wie viele Jahre bist du nun schon hier, ich denke darüber nicht nach, rede seit 2 Jahren nicht mehr mit Menschen. Nein, das ist nicht richtig, natürlich rede ich mit ihnen, doch sie hören keinen Laut, so sehr ich auch schreie, sie wollen es nicht, sie sehen mich nicht, sie wissen nicht wer ich bin. Eigentlich können sie mich am Arsch lecken, und dabei bin ich sehr höflich und adrett. Es bedeutet mir nichts, denn ich verfolge weiterhin meinen Weg, nehme die kleinen Hürden ohne Probleme und strebe dabei nicht so wirklich einem Ziel entgegen. Warum ich laufe, weiß ich nicht, ich mache es um mich abzulenken, was soll ich auch sonst schon tun? Zwar weiß ich immer noch nicht wo ich letztendlich landen werde, aber frohen Mutes mache ich mich weiter auf die Wege und finde immer wieder neue Impulse und Dinge die mich erfreuen und glücklich machen.

Nun bin ich endlich in einer Form, die ich mir lange an trainierte. Ich bin reiner von mir, als ich es je war. Am Ende hielt ICH meinen Fall auf, den ich fühlte, ich habe es geschafft. Ich definiere mich kalt und berechnend, ein heuchelnder Lügner wie er im Buche steht. Mein Panzer ist Eis. Nun, bin ich merkwürdiger Mensch? Nein, natürlich nicht, ich bin rationell und ich wählte die Form die die einfachste war, rein aus logischer Überzeugung. Die Welt ist hart, so hart wie ich. Ja, ich bin kalt und ich wusste, dass wenn man innerlich zart ist, einen guten Schutz braucht.
Unantastbar, fühle mich stark und geschützt durch meine Kälte habe ich nichts die geringste Sorge, dass Leben zu erleben, da ich weiß, dass mir nichts passieren kann. Nichts kann mich angreifen und wenn, dann prallen die Angriffe schon weit bevor sie Schaden nehmen können ab. Ja, so kenne ich es, genau das wollte ich, so ist es perfekt ...

Mein Vater säuft seitdem ich denken kann, die Hoffnung ihm zu helfen habe ich schon lange aufgegeben. Wie oft habe ich in angefleht, angeschrien, gebettelt, ich weiß es nicht mehr. Wenn er besoffen war, war er wenigstens ehrlich - und schlug mir die Gedanken von gut und böse aus dem Schädel. Mein Gedanken: Ja, sauf dich doch tot, aber möglichst schnell. Erlöse dich und dann mich..
Und ich werde niemals in meinen Leben mich vom Alkohol beherrschen lassen. NIEMALS! Am liebsten würde ich Deine Gene aus meinen rausschneiden, ich will kein Teil von dir sein.

So höre ich meine Mutter weinen und wimmern, aber diese Tränen bedeuten mir nichts, rein garnichts... unbeeindruckt!



geschrieben von: x-xcva

Das war Gedankenübertragung. Ich sende die PN ab, die, welche so lange gewartet hatte und schreibe Dir, dass ich mich über einen Nebelpfad von Dir freuen würde. Dann schließe ich die PN-Box, sehe dass Du hier gepostet hast und habe den Pfad, Deinen Pfad. Es freut mich, dass ich Dich nun hier lesen kann, etwas mehr von Dir. ... i think about, ich lasse 'wirken'.

Danke für den Ein.blick
Mischa




geschrieben von: Waldemar

Mischa, das war wirklich eine Gedankenübertragung :)

...

Jahr um Jahr verging, meine Gedanken drehen sich meist um die Arbeit, und ich beobachte diese Menschen, jeden Tag aufs Neue, desto mehr ich entdecke, desto mehr verabscheue ich sie. Diese Kleingeister halte ich auf Distanz. Ihre privaten Gespräche empfinde ich als perverser Hohn ihrer selbst, wie sie sich drehen, in ihren Kreisen. Was reden die da? Ich verstehe sie nicht. Ich verschwende mich nicht an ihnen, fals sie mich interessieren kotzen sie mich an. Privat will ich mit keinem was zu tun haben, ich fühle mich sehr wohl mit Oberflächlichkeiten, lasst uns einander Fremd bleiben, ja das ist stets mein Bestreben.

Ich empfinde langsam eine Symbiose zwischen der Maschine die ich bediene - und mir. Sie gibt mir den Takt vor und ich bin der Sklave. Ich bin nun selbst eine Maschine, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat um Monat.. ich schaue manchmal auf die Uhr. Ja Zeit du bist mein Freund, du vergehst unaufhaltsam..egal wie ich dich auch empfinde, schnell oder langsam. NEIN.. du bleibst nicht stehen. Genau wie ich.

Ich lasse es nicht zu, über menschliche Nähe nachzudenken, was soll das auch? Meine erste große Liebe ist nun schon 7 Jahre her. Sie war meine Jugendliebe, das ist lange her, ich habe sie längst vergessen, selbst den Hass auf sie, den ich mal verspürte. Wer war sie? Das ist vollkommen egal..

Mitten in dem See meiner Gedanken, in dem ich hier schwimme, fällt mir nichts auf, sind dort vielleicht Farben? Nein, es gibt nur den Beweis, dass es ein Außen und Innen gibt. Es steht fest, dass ich hier keinen rein lasse, hier hat keiner was zu suchen. Aber, hinter diesen Türen lauert etwas, manchmal fühle ich es, ich spüre es... Ich verdränge es, mit meinem Willen. Ich lasse sie für immer zu!



geschrieben von: Waldemar

Langsam fange ich wieder an zu hassen und zwar mich. Ich stehe an meiner Maschine und empfinde mein Sein als sinnlos. Aufstehen, arbeiten, Fernsehen, schlafen... Tag für Tag, Tag ein Tag aus..
Ist das alles? Ja, mehr hast Du auch nicht zu erwarten, sagte ich mir. Ich überlege was ich mir so wünsche, mir fallen viele Dinge ein. Ich bin im Kaufrausch, ich leiste mir sämtlichen Luxus, den habe ich mir verdient!

Veränderungen stehen an, nach der Wende ist alles anders, weniger Geld, mehr Arbeit.. Viele die anfangs jubelten verfallen in jammern und meckern. Ich mache mir auch Gedanken, aber ich mache kein Unterschied zwischen Ossie und Wessie, ich hasse sie alle..

Eine Erinnerung flüstert mir zu, warum gerade jetzt?

Hier schwach und nutzlos sehe ich mich in meiner Welt. Sie hat den Glanz verloren, sie schimmert nicht mehr, sie ist lautlos, es ist wie ein Vakuum, oder das Innere eines schwarzen Lochs, wo Zeit und Raum keine Bedingungen mehr stellen, sie ist gänzlich verschwunden. Ich such auch nichts mehr, ich bin nun wie gelähmt, sehe nichts mehr. Wut, Hass, Trauer haben mich hinterlassen ohne Wirkung. Aber da ist noch ein Lügner, ein Zweifler ein Betrüger, wo sind sie? Ich höre das schreien meines Vaters..“komm raus, dann schlag ich dich tot“. Ich sollte mutig genug sein, die Tür zu öffnen. Nein, ich bin ein Kind, es zittert nur, es ist nicht dein Vater, das ist er nicht, er ist betrunken. Das ist das einzige was mir geblieben ist. Die Angst beherrscht mich, ich lasse auch diese Tür... zu!



geschrieben von: Waldemar

Tränen der Freude

Es gibt Momente wo es in mir brennt, ich liege hier, versunken in meiner Welt, was habe ich zu verlieren. Heute gehe zu jener Tür, klopfe voller Hoffnung an.. Ich trete ein..
Ich sehe mich verzerrt, und ich höre eine tief traurige Stimme die zu mir spricht..

Risse in den Wänden, uraltes Gemäuer reflektiert ein leise Stimme. Willst du wieder lächeln? Wenn du mich sehen könntest, würdest du wieder lächeln. Du hälts nach den Sternen ausschau, doch alles was du berührst, ist dein Horizont. Glaubst du deinen Augen, aber alles was du dort siehst, ist deine Blindheit. Glaubst du noch deinen Ohren, alles was du hörst ist dauerhafte Stille. Du wirst schwächer und schwächer, du hast längst vergessen zu fliegen. Und ist dein bloßes Leben so, wie es ist? Kalt und einsam genug? Hast du nun ereicht, wonach du sehntest? Sieh in den Spiegel, wenn du wieder lächelst ...werde ich weinen... Tränen der Freude



geschrieben von: Waldemar

Bits und Bytes

Ich verliere meine Arbeit, ich werde berufsunfähig erklärt, wegen einer Allergie. Ich nehme es gelassen, bin zu einem Teil sogar sehr froh, ich bin müde geworden.. müde vom Leben als Sklave meiner selbst.
Seit es Computer gibt, faszinieren sie mich, ich sauge alles Wissen über Soft- und Hardware in mich rein. Ich hab immer das Neuste immer das Beste. Es ist eine wunderbare Welt, diese virtuelle. Ich chatte nun den ganzen Tag und die ganze Nacht. Bin ich doch nicht alleine? Ich erkenne, dass ich immer anonym bin, trage verschiedene Namen und verschiedene Masken. Mein ganzes Leben zeigte ich anderen nie wer ich bin und wer ich war. Hier im Internet war alles anders, was ich wollte.. ja, das war hier, alles was ich ihnen vorspiele wurde geglaubt. Was ist das Leben schon, nur ein Spiel in meinen Kopf, nur mein Wille konnte sich bewegen kann stillstehen. Wie ich doch meine Manipulationen mit mir genoss, floh immer tiefer in diese Welt und erkenne wie einfach ich mich verstellen kann, erfinde mich jeden Tag aufs Neue..keiner kann mich verletzten, aber ich kann das gut mit Anderen und denke und erfühle mich dabei in andere. Kommt meine Träume, kommt in meine Arme.. ihr Bits und Bytes!



geschrieben von: Waldemar

Schuldig..

Es war ein kalter Novembertag. Mein Vater rief mich an, weil er Probleme mit seinem Wagen hatte. Er bat mich um Hilfe und ich solle doch vorbeikommen. Es war schnell gelöst, nur die Batterie war leer. Er sagte zu mir: „Lass uns heute noch essen gehen, dort wo ich immer mein Lieblingsgericht bekomme“. Ich nickte, dabei roch ich den Alkohol, wie er mich an widerte, ich roch förmlich diese Erinnerungen die ich damit assoziierte. Auf dem Weg griff er in seine Jackentasche und zog den Flachmann raus, nahm einen tiefen Schluck und warf die leere Flasche fort. Wortlos und schweigend gingen wir weiter.

Als wir dann bestellten brach er das Schweigen.. Ich weiß nicht mehr warum, aber wir kamen auf das Thema ..sterben. Er sagte mir: Wenn ich mal sterbe, möchte ich keinen schönen Sarg. Wir hielten smalltalk und irgendwie war er heute etwas anders als sonst, sehr nachdenklich und zeigte seine Traurigkeit mehr als sonst. Als wir fertig waren verabschiedeten wir uns, schließlich wollte ich noch weggehen, heute Abend.

Ich bin bei einem guten Freund als das Telefon klingelt.. Dein Onkel.. Ich wusste, dass etwas passiert sein musste.. „Ja?“ sage ich kleinlaut und zögerlich. Die Stimme meines Onkels ist bestimmend und sagt: „Dein Vater ist tödlich verunglückt!“ Setze dich 15 min hin, dann fahre los und komme hierher zu deiner Mutter...

Ich stehe unter Schock, wie in Trance fahre ich zu meiner Mutter.. Die Zeit steht still als ich sie sehe, sie weinte so bitterlich. Mein Onkel sagt zu mir. Er ist überfahren worden, mit der Feuerwehr ins Krhs, aber sie konnten ihm nicht mehr helfen, er war sehr betrunken.

Meine Gedanken schießen quer, ich kann kaum ordnen, aber ich hätte noch bleiben sollen.. ich bin schuldig!! Ich hielt es nicht aus, und rannte weg....und ich weinte voller Schmerz.



geschrieben von: Waldemar

Hah, diese heuchelnden Arschkriecher, sie fassen mich an, sie drücken mir die Hände, "mein Beileid" "das Leben geht weiter" "ich wünsche dir Kraft" Wisst ihr was, ich will kein Mitleid, mein Leben geht sowieso weiter, und Kraft? Was wisst ihr schon von Kraft. Ihr könnt euch eure scheiss Sprüche so tief reinstecken, dass ihr sie wieder auskotzen könnt.

Der Ex-Arbeitgeber ruft mich an. Ihr Vater war ein schlechter Beamter er ist vor dem 1. gestorben. Wir hätten gern das Weihnachtsgeld und das Gehalt zurücküberwiesen..

Oh ja, ein schlechter Beamter, wie konnte er nur.

Die Unfallversicherung ruft an, tut uns leid, ihr Vater hatte 1,5 Promille, somit können wir nicht auszahlen, wir verweisen auf unsere AGB.

Oh ja, ein schlechter Beamter der 1,5 Promille zuviel hatte.

Alles was mich umgibt ist purer Hass, es läßt sich kaum in Worte fassen..

Tiefer unstillbarer Hass umhüllt mich. Alles was ich sehe, alles was ich höre, was ich schmecke was ich bin.. ICH BIN HASS



geschrieben von: Waldemar

Ungeküsst
Dies ist eine Reise in mein ich. Das ist ein Flug ins Ungewisse, den ich mit mir mache. Mein wahrer Wille nimmt mich und reist mich fort. Das ist ein Seelenflug und in der Nacht gefangen nun, spüre ich nichts mehr. Bald sehe ich einen Stern, dem ich folge. Er spricht zu mir, sagt laut und deutlich: Wer bist du? Ja, der Träumer der Träume von jemand anderen träumt.. Der Erzähler, der mir immer viel sagt indem er nichts sagst. Du glaubst doch nichts mehr, du hoffst nichts mehr, du weißt nicht was richtig oder falsch ist, du bist weder hier noch dort. Du denkst dich in alles, aber bist du dir nie sicher. Gedankenkreise atmen dich ein, atmen dich aus. Die Verzweiflung ist dein einziger Freund. Selbst zweifelst du am Selbstzweifel. Du liebst den Selbsthass. Du betrügst den Selbstbetrug. Wer lügt dich an, du dich, ich dich, oder wir uns? Du bist ein tanzender Schatten, der keinen Schatten mehr wirft und vegitierst in einer erdachten Zwischenwelt, zwischen den Zeiten, zwischen zwei Polen gefangen, hier hinter dem Horizont. Wie, du hältst es nicht mehr aus, - es ist genau DAS was du verdient hast. Töte dich nicht, auch wenn du es immer willst, hier bist du zu hause. Ein zittern bebt um meinen Mund, und ich weiß, dass ich in diesem Moment gerne sterben würde, aber der Tod küsst mich nicht.. ich bleibe ungeküsst ...



geschrieben von: Zatu

Ich fange einfach mal damit an, was mir als erstes in den sinn kam - als ich angefangen hab deinen ersten beitrag zu lesen, habe ich zwar etwas anderes erwartet, doch nun habe ich viel von mir wiedererkannt und habe selbst schon viel von diesem hass auf das sein verspürt und auch grade durch solch "tolle" eltern wie du sie hast.... ich könnte nun viel rumreden, doch will ich eigentlich nicht dran denken, wozu auch - nun das was mir als nächste durch den kopf streifte - wenn dir das doch wirklich sowas von vorbei geht .... warum gibst du es raus? weil es raus muss? aus langeweile? oder irgendwas was keiner verstehen kann, soll oder muss..?



geschrieben von: Waldemar

Hallo Zatu,

ich denke, dass vieles mir auf meiner Seele brannte, mich das Leben einfach eine lange zeit mit mir alleine lies. und nun ich gerne "etwas", dass sind ja nur ausschnitte, preis gebe, was eine Botschaft beinhaltet. Aber ich bin noch lange nicht fertig, wenn ich hier weiter bin, so hoffe ich, wird man diese erkennen können.. :)



geschrieben von: Zatu

Ich hoffe das ich nicht ganz so blind bin wie es mir jetz noch scheint und ich diese botschaft irgendwann doch noch erkenen, und wenn ich sie erkannt habe auch wirklich was damit anfangen kann - wobei ich denke das ich es nicht kann!

(du scheinst auch ziemlich spät unterwegs zu sein...wow)



geschrieben von: x-xcva

Dann melde ich mich auch noch einmal....
...ja, klar, ich lese auch die ganze Zeit mit. ;-)

Waldemar,-


Zitat:
Aber ich bin noch lange nicht fertig, wenn ich hier weiter bin, so hoffe ich, wird man diese erkennen können..


....ich lese Dich und denke: 'Er tut es für sich und es scheint okay zu sein.' Ich denke, das ist es immer, so man sich Dinge von der Seele schreibt. Ich zumindest, habe das I-Net immer vorrangig in dieser Hinsicht genutzt. Man ist allein, im Grunde, da vor seinem Rechner. Allein mit sich und seinem Selbst, - und man ist es doch nicht, irgendwie, denn man weiß, dass auch noch andere Augen sich die Zeilen entlanghangeln werden, dass noch ein anderer Kopf als der Eigene, womöglich Bilder entwerfen wird, im Angesicht des Geschriebenen. Man zeigt sich, Du zeigst Dich. Ich muss gestehen, das was jetzt hier steht, das hätte ich nicht erwartet und ich hätte auch nicht erwartet, wie Du es schreibst. Du machst das gut, ich kann mich hineinfallen lassen, es sehen und fühlen, hier in meinem Kopf und meinem Bauch, - so bekomme ich etwas (mit), während Du mit Dir selbst etwas abmachst. Das ist es, was u. a. am Netz so sehr schätze. Zusätzlich, Du kannst auch sehr ansprechend die Worte verbinden, ich bin angenehm überrascht.... und froh, dass es kein 'Ziel' gibt. Wann ist man jemals mit sich 'fertig'?

Lieben Gruß Dir
Mischa




geschrieben von: Waldemar

Ja Zatu, ich bin eine Eule, meistens :) Warts ab, vielleicht findest Du ja irgendwann..irgendetwas, worüber du nachdenken kannst im positiven Sinne. Wenn nicht, ist das auch nicht so tragisch :)

Danke Mischa, ja das trifft es gut. I m only human :) und wie Du richtig sagt, ist der Weg das Ziel.



geschrieben von: Waldemar

Selbsthass...

Nun bin ich ca. 30. Ich habe eine neue Berufsausbildung hinter mir. Wieder.. arbeitslos, es stört mich wieder nicht. Ein Tag gleicht dem anderen. So vergeht Jahr um Jahr ... Aufstehen, PC booten, chaten, spielen, fressen, schlafen. Ich gucke nicht mehr in Spiegel. Ich klammer mich an s schweigen und rede immer noch nicht mit Menschen. Wozu auch?. In meiner virtuellen Scheinwelt glänzt weiterhin der Schein. Ich lenke mich ab, ab von mir. Was ich auch spiele was ich angehe, ich betreibe es extrem!
Am liebsten tauche ich in meine Welt mit Musik. Musik ist etwas herrliches, sie schwingt gegen mich für mich mit mir, in mir. Sehr intensiv.. atme sie ein. Texte gefallen mir, vorallem wenn sie sehr agressiv sind, sie sich in mir widerspiegeln. Und so hämmert es in meine Seele und genieße meine innere Stimme.. Ich fütter meinen unstillbaren Selbsthass!

Hast du geglaubt ich liebe dich?
hast du geglaubt ich achte MICH?
hast du geglaubt ich fürchte MICH?
hast du geglaubt ich liebe MICH?
hast du geglaubt ich wein' um MICH?
hast du geglaubt es gibt nur MICH?
hast du geglaubt ich kenn' dich nicht?

du bist so krank und widerlich!
ich hasse MICH ich hasse MICH oh'gott
ich hasse MICH ich hasse MICH unendlich
hass kalt und gross
hass lass mich los
hass schwarz und schwer
hass tot und leer
ich hasse MICH ich hasse dich unendlich

hast du geglaubt ich leb' für MICH?
hast du geglaubt ich fühl für MICH?
hast du geglaubt du rettest DICH?
hast du geglaubt ich lasse DICH?
hast du geglaubt ich kämpf' um dich?
hast du geglaubt ich sterb' für dich?

ich glaub' an dich?
hast du geglaubt ich lüge nicht?
ich hasse dich ich hasse dich oh'gott
ich hasse dich ich hasse dich unendlich
hass kalt und gross
hass lass mich los
hass schwarz und schwer
hass tot und leer
ich hasse MICH unendlich




geschrieben von: Waldemar

Selbst herbeigesehntes sterben in tausend Momenten erbreche ich mir die Sinne

Mein Existenz wird immer unbegreiflicher...

nicht mehr fassbar, versteckt unter tausend Masken meiner Selbst..

Ganz still ..

erwarte ich etwas im tief stürzenden Fall... ?

Meine Wahrheit schluckt mich in vielen Formen..

Als Teufel, als Gott, als Engel im unaufhaltsamen göttlichem Fall..

Ich bin so unsagbar leer...so unendlich leer, so ausgebrannt, so leer gedacht, so aufgezehrt

.... stille..

ich weiß, es gibt kein zurück. ... tiefer.... ich falle tiefer...

Kein Sinn mehr .. für keine Sehnsucht mehr...

Unerfüllter Träume... aus geträumt... weg ...geträumt... ...

Zerbrechen selbst Träume schon bevor ich sie greifen kann....

Niemand ist jetzt hier.... fühlst du dich?... ich habe angst, es wird nie vergehen...

War das wirklich...alles.. war... das.. wirklich ...................

alles?



geschrieben von: Zatu

Ich kann doch nur immer wieder bewunderung aussprechen...du kannst wirklich ,wenigstens zum teil, die tiefsten abgründe der eigenen gedankenwelt (vielleicht auch das eigene "sein) und wie es ins wanken gerät oder zerbricht, niederschreiben... so das man sich selbst in den eigenen tiefpunkten damit identifizieren kann.... und evtl. sogar sich wieder rausziehen kann
...................aus dem abrund.



geschrieben von: Waldemar

Danke Zatu, ich glaube, es brachte in dieser Lebensituation Nietzsche am Besten auf den Punkt:

Blickst du zu lange in einen Abgrund, blickt der Abgrund irgendwann in dich!!

Und ich wurde selber einer...



geschrieben von: Waldemar

....

In einem Ich..

Hier... in dem es ist was es ist, wo die Zeit still steht. Jenseits der Urzeiten bewege ich mich in Dir. Ich lasse keinen morgen erwachen, ich lasse mich hier liegen. In Deinem schönen Gegenlicht, in Deiner schönsten Dunkelheit..
Hier bin ich der schönste Lakai. Hier in Dir wo sich die Seelen auflösen,
nur DU bist hier.
Dein schönstes Lachen.. Dein schönstes Gesicht. Ich atme mit Deiner Lunge. Ich sehe mit Deinen brennenden Augen. Lasse mich durchfluten von Deinem schönsten Schmerz. Schaue in Deine schönsten Spiegel. Die kälteste Kälte, die heißeste Hitze fühlend weine ich Deine bittersten Tränen. Ich koste all Deine verbotenden Früchte. Ich flüchte Deinen Ängsten..stelle mich Deinem Zweifel
Ich gehe Deine schrecklichsten Wege und öffne alle Türen..wo ist Deine Nähe und Deine Ferne und Dein Moment für die Ewigkeit..
Hier..... in einem Ich..
Nie war ich fort, ich war immer hier..



geschrieben von: Waldemar

enden...

Diese unbändige nicht zu zähmende, lähmende nicht aufhaltende, schreckliche und unablässige Wut durchdringt mein Gehirn. Wie ein kalter dumpfer schwarzer Schleim krallt es sich um meine Hirnwindungen. Nicht fähig klar zu denken, nicht hier.. NEIN .. niemals HIER! Wie weit willst du gehen? Kann man das noch vergeben, kann man dich erlösen? NEIN! und niemals HIER!

Rachegedanken von der Demut gepeitscht und gegeißelt verfolgt sie mich und verjage meine Gewissheit, das sie nie wird....

enden...



geschrieben von: x-xcva

Das was Dich befähigt, das was in Dir ist, all dieses Potential, all die (Vorstellungs-)Kraft, Phantasie und Fähigkeit Dich einzulassen, all das - was Dir erst die Verletzungen bescherte, nein, das wird niemals enden, denn es ist Dein Ich. Was jedoch enden wird, das ist die Verletzung, die zu Narben werden wird, die Dich Deiner Fähigkeit gemahnen, das Risiko zu tragen und zu überleben. Das Risiko - WIRKLICH zu leben. ;-)

*sometimes visiting your mind*
mischa


....



geschrieben von: Waldemar

Grenzen..

Helft mir..., flehe ich, und schaue tief in mich. Gebt mir einen EINZIGEN verdammten Grund oder ein Zeichen! Ich brauche einen Spiegel in diesem bittersüßen Moment, der mir klar und deutlich zeigt... wer ich bin!

Sogar die Lichter scheinen heller. Ich höre was du mir sagst. Ich empfinde genauso, ich will bei dir sein, in dir sein und etwas mit dir teilen, doch fürchte ich dich. Fühl mich und schaue mich an! Siehst du die Tränen die ich für DICH weine? Ich war nie stolz auf meine Taten, wollte nie Vergebung und auch kein Mitleid!

Habe ich dich nie erreicht? Ich suchte und fand nur neues Leid. Ich liebe und ich töte! Du bist das Opfer, dass sich als Täter offenbarte. Du bist weder schuld noch schuldlos..

Was erwartet mich hinter meinen Grenzen..



geschrieben von: Waldemar

Die Geborgenheit!

Jeder neue Tag der mir erwacht

bringt mich in eine neue Arena des Lebens

Hier stehe Angesicht zu Angesicht mir gegenüber.

doch ist es nicht wichtig ob ich verliere oder gewinne

es zählt nur der Kampf!

Mein kämpfendes Herz wird nie müde werden

Es wird immer schlagen

für die Sehnsucht..

für die Liebe..

Wieviel Tränen ich auch weine

wird sich jede einzelne gelohnt haben

denn irgendwann, so Gott mir beisteht,

bin ich zu Hause und fühle Geborgenheit





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