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Zitat:
Original geschrieben von SuicideComando
Also ich weiss nicht ob ich hier nur für mich schreibe, aber kansnt du dich vielleicht ein bisschen farbiger ausdrücken, so das ich (vll. auch andere) dich auf emotionaler ebene verstehen kann?
Zitat:
Original geschrieben von Anaximander
[BDa bringt einmal jemand in diesem "Philosophie"-Forum, das fast nur aus theatralischen Ergüssen und Geschwätz besteht, ein Stück echte, präzise Philosophie ein, und sogleich beschweren sich die Leute über die Klarheit und Gründlichkeit dieses Arguments und fordern eine Darstellung, die auch ein Verständnis auf emotionaler Ebene möglich macht.
Zum Schießen!
[/B]
Es bedarf keiner Begründung. Einsicht genügt. "Existieren" bedeutet [jemandem] bewußt sein. "Gegenstand" bzw. "Objekt" bedeutet, Teil dessen [zu sein], was bewußt ist.Zitat:
Philo: Wie könnte man dann aber K* hinreichend begründen?
Wenn man "existieren" mit "[jemandem] bewußt sein" ersetzt, dann fragt sich, ob etwas unwahrgenommen bewußt sein kann. Vielleicht ein Gedanke? Ist aber ein Gedanke das, was Du Dir unter einem "wirklichen Gegenstand" vorstellst?Zitat:
Philo: K*: Also können auch die 'wirklichen' Gegenstände nicht unwahrgenommen existieren…
"Bewusstseinsunabhängige Gegenstände existieren." ist zwar ein Satz, aber keine Aussage, weil in dem Satz Begriffe widersprüchlich miteinander verknüpft sind: die Begriffe "Gegenstand" und "existieren" beinhalten[, daß sie [jemandem]] bewußt [sind]. Es kann aber nichts, was definitiv bewußt ist, bewußtseinsunabhängig (bewußt) sein.Zitat:
Anaximander: Man könnte … darauf bestehen, dass bewusstseinsunabhängige Gegenstände existieren…
Zitat:
"Bewusstseinsunabhängige Gegenstände existieren." ist zwar ein Satz, aber keine Aussage, weil in dem Satz Begriffe gedankenlos miteinander verknüpft sind: die Begriffe "Gegenstand" und "existieren" beinhalten[, daß sie [jemandem]] bewußt [sind]. Es kann aber nichts, was definitiv bewußt ist, bewußtseinsunabhängig (bewußt) sein.
Zitat:
@judgedredd: Ich glaube nicht, dass hier eine Verkomplizierung der Thematik vorliegt. Sonst würdest du bedeutende philosophiegeschichtliche Entwicklungen in Frage stellen, welche die in diesem Thema aufgeworfenen Fragen deutlich genauer analysiert haben (man nehme nur einmal den Britischen Empirismus von Locke über Berkeley bis Hume). Und auch heute besteht eine lebhafte Diskussion über den gesamten Themenbereich. Es geht mir natürlich nicht um eine Darstellung aller möglichen Ansätze, ja noch nicht einmal um eine Diskussion des Illusionsargumentes als solches (der ich mich aber auch nicht erwehre) --> der Fokus dreht sich insbesondere um K*.
Zitat:
Ein letzter Punkt: Dass Erscheinung Wahrnehmung voraussetzt, ist sehr vage formuliert. Ich kann nicht nachvollziehen, inwieweit ich hier Erscheinung mit Gegenstand verwechseln soll, da die Prämissen ja explizit zwischen beiden unterscheiden. Die Wahrnehmung bezieht sich auf das, was wahrgenommen wird (sowohl von einer Erscheinung als auch von einem Gegenstand). Und die Antwort ist im Zuge des Argumentes eben: Sinnesdaten.
Beim Begriff der Existenz wäre ich ohnehin sehr vorsichtig. Bei der Argumentation ist mit Existenz - etwas plakativ formuliert - ein Vorhandensein von raumzeitlich lokalisierbarer Materie gemeint. Dass Existenz nicht Wahrnehmung voraussetzt, wie du meinst, ist selbst eine Behauptung, deren Begründung ja gerade mitunter die Diskussion um das Argument ausmacht.
habe ich es doch geschrieben...wollte ich aber nicht...damit war gemeint:"Denn Erscheinung setzt Wahrnehmung voraus, ja, Existenz aber nicht NUR!!Zitat:
Denn Erscheinung setzt Wahrnehmung voraus, ja, Existenz aber nicht.
Zitat:
Philo: Wie könnte man dann aber K* hinreichend begründen?
Zitat:
Aymynt Candan: Es bedarf keiner Begründung. Einsicht genügt.
Es kann keine Begründung geben, da K* unmittelbar eingesehen wird von jedem, der sich besinnt. Und darum ist auch keine Begründung von K* notwendig.Zitat:
Philo: Das mag sein. Meine Frage impliziert auch nicht, dass es einer Begründung bedarf. Sie würde sich aber über eine solche sehr freuen ;)
Mit dem gesunden Menschenverstand, der sich darin zeigt, Begriffe (nicht Worte ohne Bedeutung) bedacht (d.h. nicht widersprüchlich) zu Aussagen zu verknüpfen.Zitat:
Philo: Zu deinem Satz: "Existieren" bedeutet [jemandem] bewußt sein. "Gegenstand" bzw. "Objekt" bedeutet, Teil dessen [zu sein], was bewußt ist.
1. Mit welcher Begründung stützt du deine beiden Thesen?
Zunächst: sehen, hören, tasten, riechen, schmecken, (z.B. Schmerz) empfinden, (z.B. Angst) fühlen, verstehen, denken. Das zur Erklärung Herangezogene (z.B. Sehen) versteht sich von selbst.Zitat:
Philo: Was bedeutet "bewusst" sein?
Das wird Dir klar, wenn Du mal nachforschst, was Du unter den Wörtern, die Du gebraucht hast, verstehst.Zitat:
Philo: … ist mir unklar, inwieweit ich deinen Satz als Antwort auf das gestellte philosophische Problem interpretieren darf…
Zitat:
Aymynt Candan: "Bewusstseinsunabhängige Gegenstände existieren." ist zwar ein Satz, aber keine Aussage, weil in dem Satz Begriffe widersprüchlich miteinander verknüpft sind: die Begriffe "Gegenstand" und "existieren" beinhalten[, daß sie [jemandem]] bewußt [sind]. Es kann aber nichts, was definitiv bewußt ist, bewußtseinsunabhängig (bewußt) sein.
Der Satz ist keine Aussage und hat darum auch keinen Wahrheitswert.Zitat:
Philo: Der Satz ist eine Aussage, denn du sprichst ihm ja selbst bereits einen Wahrheitswert zu.
Ok, dann bringe bitte mal Deine Definitionen dieser Begriffe.Zitat:
Philo: Die Begriffe "Gegenstand" und "existieren" sind nicht analytisch in dem Sinne, dass "Jemandem bewusst sein" in ihnen irgendwie enthalten wäre.
Was bedeutet (Dir) der Begriff "existieren"?Zitat:
Philo: … es wird nicht gesagt, dass Gegenstände, die existieren, bewusstseinsunabhängig sind (oder sein können). Es wird gesagt, dass Gegenstände, die bewusstseinsunabhängig sind, existieren (oder existieren können).
"Vorhandensein" ist nur ein anderes Wort für "Existenz" und kann folglich auch nichts zur Bestimmung des Begriffs "Existenz" beitragen.Zitat:
Philo: … ist mit Existenz … ein Vorhandensein von raumzeitlich lokalisierbarer Materie gemeint.
Zitat:
@Anaximander: Ein Nachweis darüber, dass sich K nicht aus den Prämissen ergibt, wäre in der Tat sehr interessant.
Zitat:
Es kann keine Begründung geben, da K* unmittelbar eingesehen wird von jedem, der sich besinnt. Und darum ist auch keine Begründung von K* notwendig.
Zitat:
Philo: … es wird nicht gesagt, dass Gegenstände, die existieren, bewusstseinsunabhängig sind (oder sein können). Es wird gesagt, dass Gegenstände, die bewusstseinsunabhängig sind, existieren (oder existieren können).
Zitat:
Was bedeutet (Dir) der Begriff "existieren"?
Zitat:
Dennoch bin ich inzwischen der Meinung, dass der Phänomenalismus und überhaupt der ganze "Mythos des unmittelbar Gegebenen" nur eine hübsche philosophische Phantasie ist.
Zitat:
"Existenz" ist kein Begriff, kein Prädikat. Das ist auch jedem klar, der mal einen Kurs formale Logik besucht oder einschlägige Autoren wie Quine gelesen hat (statt irgendwelche spirituelle Traumtänzer).
Zitat:
Immer wieder das spätpubertäre rumgehacke auf Irrationalität. Natürlich ist Logik wichtig, schön das Du es weißt, warum aber im Gegenzug immer Deine Abwertungen auf "Traumtänzer, Irrationale Spirituelle" ? Sicherlich berechtigt, in vielen Fällen. Aber nur starke Persönlichkeiten, große Denker, wie auch z.B. Einstein, gaben zu, dass sie unlogisch agierten, was für mich normal und menschlich ist.
Zitat:
Alle A haben die Eigenschaft x
B ist ein A
also hat B die Eigenschaft x
Um das zu prüfen, oder um überhaupt auf die Idee zu kommen, muss man es an der Realität überprüfen:
für den Fall: Alle Menschen sind sterblich -
für den Fall: Sokrates ist ein Mensch -
Also ist Sokrates sterblich -
Hier ist die erste Prämisse ist eine Hypothese. Wenn wir die zweite Prämisse als wahr ansehen, haben wir das Problem, dass damit die Konklusion ebenfalls zur Hypothese wird.
Zitat:
Immer wieder das spätpubertäre rumgehacke auf Irrationalität. Natürlich ist Logik wichtig, schön das Du es weißt, warum aber im Gegenzug immer Deine Abwertungen auf "Traumtänzer, Irrationale Spirituelle" ?
Zitat:
Sicherlich berechtigt, in vielen Fällen. Aber nur starke Persönlichkeiten, große Denker, wie auch z.B. Einstein, gaben zu, dass sie unlogisch agierten, was für mich normal und menschlich ist.
Zitat:
Ein einfaches Beispiel - klassischer Syllogismus, den du sicher kennst:
Alle A haben die Eigenschaft x
B ist ein A
also hat B die Eigenschaft x
Um das zu prüfen, oder um überhaupt auf die Idee zu kommen, muss man es an der Realität überprüfen:
Zitat:
Man muss, bevor man die Logik an sich anwenden kann, erstmal Erfahrungen gesammelt haben. Die Logik ist aber auch vom Menschen definiert worden. Sie hat uns sehr weit gebracht, und sie ist wichtig, aber nicht der Weisheit letzter Schluß. Divergentes Denken ist mind. genauso wichtig.
Zitat:
Ich glaube kaum, dass Einstein beim wissenschaftlichen Arbeiten das logische, präzise Denken abgeschaltet hat.
Zitat:
Tut mir leid, aber das klingt mir ein bisschen nach leerem Gerede.
Die Begriffsverknüpfung "echte Wahrnehmung" ist undenkbar und somit unmöglich, da Wahrnehmung unmittelbar gegeben ist. Es werden (streng genommen) keine Gegenstände wahrgenommen. Gegenstände sind eine Sache der Interpretation der Wahrnehmung durch den Verstand. Erst dabei kann es zu Widersprüchen kommen. Nur in bezug auf eine zur Realität interpretierten Wahrnehmung spricht man von Sinnestäuschung, indem nämlich die Wahrnehmung des einen Sinnes mit der fiktiven Realität übereinstimmt, während die eines anderen Sinnes der fiktiven Realität widerspricht.Zitat:
P1: Zur jeden ‚echten’ Wahrnehmung kann es eine aus der Innenperspektive ununterscheidbare Illusion (Halluzination, etc., Vgl. Traumargument) geben.
Die Hinzufügung des Attributes "unmittelbar" ist unüberlegt. Es existieren wahrgenommene Objekte bzw. zu Objekten interpretierte Wahrnehmung.Zitat:
Philo: P2: Die unmittelbaren Objekte einer Illusion sind nicht mit dem vermeintlich wahrgenommenen physischen Gegenstand identisch, d.h. sie existieren nur durch ihr Wahrgenommenwerden
In diesem Satz wiederholen sich die schon besprochenen Fehler: Gebrauch des Attributes "unmittelbar" in bezug auf Objekte, Verwendung des Attributes "echt" in bezug auf Wahrnehmung.Zitat:
Philo: P3: Die unmittelbaren Objekte der angeblich echten Wahrnehmung sind ununterscheidbar von denen der Illusion (d.h. es gibt keinen auf einen unterschiedlichen ontologischen Statuts hinweisenden qualitativen Unterschied)
Aus drei sinnlosen Sätzen, die genau genommen keine Aussagen sind, kann man auch keine Schlüsse ziehen. Daß Wahrnehmung Wahrnehmung ist, das versteht sich von selbst, kann also nicht als Konklusion angesehen werden. Es ist wieder ein sinnloser Satz.Zitat:
Philo: ZK: Also sind sie von derselben Art (nämlich nur Sinnesdaten)
Von "wir" kann nicht die Rede sein. Mir ist nur gegeben, was ich wahrnehme. Auf Spekulationen kann ich mich beim Philosophieren nicht einlassen. Als nächstes fragt sich, was "Sinnesdaten" sein sollen? Das ist doch nur ein anderes Wort für Wahrnehmung! Und daß ich nur Wahrnehmung wahrnehme – versteht sich mal wieder von selbst. Es ist wieder ein sinnloser Satz. Und daran ändert auch nichts das in Klammern Stehende, denn "Gegenstände an sich" ist ein in sich widersprüchlicher Ausdruck. In dem Wort "Gegenstand" drückt sich schon das Objekt-für-ein-Subjekt-sein, d.h. ein Bedingtsein, aus. "an sich" steht für "unbedingt existent", was ebenfalls ein Widerspruch in sich und auch zum Bedingtsein von Gegenständen ist. ("Existieren" beinhaltet auch ein Bedingtsein, nämlich vom Bewußt-sein.)Zitat:
Philo: K: Also nehmen wir nur Sinnesdaten direkt war (und nicht die 'Gegenstände an sich')
"Wirkliche Gegenstände" i.S.v. "Dingen an sich" sind kein Begriff. Unwahrgenommen kann gar nichts existieren, da "existieren" etwa soviel wie wahrgenommen werden bedeutet. Und "Sinnesdaten sein" bedeutet soviel wie Wahrnehmung sein. Es handelt sich hier nicht um eine Aussage, folglich auch nicht um eine Konklusion.Zitat:
Philo: K*: Also können auch die 'wirklichen' Gegenstände nicht unwahrgenommen existieren (sind also nur Sinnesdaten)
Ich weise ja darauf hin, sich mal über die Bedeutung z.B. der Begriffe "Existieren" und "Gegenstand" klarzuwerden. Und ich habe die Definitionen geliefert. Wenn die Begriffe erfaßt werden, erübrigen sich Argumente. Um das aber zu erreichen, ist es in der Tat empfehlenswert, sich in Ruhe zu konzentrieren. (Philosophieren bedeutet: viel denken, wenig schreiben, nicht: viel schreiben, wenig denken.)Zitat:
Anaximander: Philosophische Diskussionen funktionieren nicht so, dass irgendjemand eine These aufstellt und dann keine Argumente liefert, sondern die anderen anweist, sich in sich selbst zu versenken und dort die Wahrheit der These "unmittelbar einzusehen".
Zitat:
Aymynt Candan: Was bedeutet (Dir) der Begriff "existieren"?
Und wie willst Du philosophieren unter Verwendung von Wörtern, die keine Bedeutung für Dich haben?Zitat:
Anaximander: "Existenz" ist kein Begriff, kein Prädikat.
Ja, klar, weil "Existenz" D.A.n. kein Begriff ist, gibt's auch keine Begriffsbestimmung. – Nur leider ist "Existenz" eben ein definierter Begriff, da man mit Wörtern ohne Bedeutung nicht philosophieren kann. Zum besseren Verständnis empfehle ich Dir, mal ein paar Sätze mit "blablabla" oder "balabala" zu bilden und dann über ihre tiefe Bedeutung nachzusinnen. Vielleicht geht Dir dann ein Licht auf.Zitat:
Anaximander: Und deshalb ist auch jeder Versuch einer Definition von "existieren" (z.B: "wahrgenommen werden", "im Raum sein" usw.) vollkommen fehlgeleitet.
Zitat:
Original geschrieben von Anaximander
Weil Philosophie eigentlich eine strenge Wissenschaft ist, in der Fortschritte nur möglich sind, wenn man beim Denken ein Höchstmaß an Klarheit, Präzision und logischer Stringenz an den Tag legt.
Also alle Tugenden, die in diesem Forum komplett fehlen, weil dieser Ort fast ausschließlich von vollkommen verkitschten Personen missbraucht wird, um hier ihr theatralisches Pflaumenmuß abzuladen, das - ich sagte es schon mal - mit Philosophie so wenig zu tun hat, wie Astrologie mit Astronomie.
Zitat:
Original geschrieben von Aymynt Candan
Was bedeutet "Existieren" bzw. "Vorhandensein"?
Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Sollte Anaximander seine Ausbrüche nicht unter Kontrolle bekommen, werden einige Wochen Schreibverbot fällig.
Das diese Entgleisung sich nicht nur auf meine Foren beschränken wird es sicher nicht schwer fallen eine Boardweite Temporäre Sperrung zu erwirken.
Einziger und allerletzter Warnschuss.
Eine kleine Geschichte zum besseren Verständnis: Anna schuldet Tom 100 €. Eines schönen Tages verkündet Anna ihm freudig, sie habe nun ihre Schulden beglichen: auf seinem Tisch lägen 100 €, die seien von ihr. Tom schaut nach, kann jedoch die 100 € nicht erblicken. Schon ein wenig ärgerlich wendet er sich wieder an Anna: "Auf meinem Tisch liegen überhaupt nicht die 100 €, die Du mir schuldest und die Du angeblich dorthin gelegt hast, um Deine Schulden zu begleichen!?" "Doch", meint Anna lächelnd, "auf Deinem Tisch befinden sich die 100 €." "Nein, das ist nicht wahr, komm bitte her und sieh selbst: 100 € sind nicht hier auf dem Tisch!" "Das muß Dich nicht beunruhigen, Tom, denn auf Deinem Tisch sind tatsächlich 100 € vorhanden. Sie existieren dort, auch wenn Du sie nicht siehst." Tom wird wütend, schreit: "Du spinnst wohl?! Wenn ich keine 100 € auf dem Tisch liegen sehe, dann existieren da auch keine 100 €!" Anna lacht: "Doch, Tom. Weißt Du denn nicht, daß Dinge unabhängig davon existieren, ob sie wahrgenommen werden?" "Das ist doch Irrsinn!" schreit Tom. "Existieren bedeutet wahrgenommen werden!" "Jungchen", kichert Anna, "Du mußt noch viel lernen: 'Existieren' ist kein Begriff, hat keine Bedeutung. Stell nicht immer solche Ansprüche an die armen Wörter. Genügt es nicht, daß das Wort 'Existieren' angenehm in den Ohren klingt, wenn es ausgesprochen wird? (Außerdem bin ich nun endlich meine Schulden los! Gelobt sei die Philosophie!)"Zitat:
Anaximander: "Existieren" ist kein Begriff - die Frage nach einer Definition erübrigt sich damit, und alle Versuche, "existieren" als "wird wahrgenommen" o.ä. aufzuschlüsseln, werden als Unsinn entlarvt.
Wenn man in dem von Dir empfohlenen Kurs lernt, mit bloßen Zeichenfolgen (dazu erklärst Du "Existieren") ohne Bedeutung zu denken, kann ich getrost darauf verzichten. Der Gebrauch des Ausdrucks "esoterischer Schwachsinn" ist unkorrekt, da es in philosophischen Diskussionen darum geht herauszufinden, ob Aussagen wahr sind oder nicht. Es liegt nahe anzunehmen, daß Du das Attribut "esoterisch" dazu gebrauchst, eine Aussage mittels Abstempelung (einer Form der Beschimpfung) zu bekämpfen. Abstempelung ist jedoch m.A.n. ein Mittel, das in fairen Diskussionen nicht zulässig ist. D.h. eine Aussage ist nicht per se dadurch unwahr, daß sie "esoterisch" genannt wird. Es gibt nur Aussagen. Diese stehen zur Diskussion. Und es gibt auch Sätze, die keine Aussagen sind. Das können Aussage- und Fragesätze sein. Sätze, die keine Aussagen und keine Fragen sind, werden nicht diskutiert, und Zeichenfolgen ohne Sinn und Bedeutung haben im (philosophischen) Denken nichts zu suchen. Ich empfehle Dir, Deinen gesunden Menschenverstand zu gebrauchen, so Dir ein solcher (noch) verfügbar ist.Zitat:
Anaximander: Ich würde dir dringend empfehlen, mal einen soliden Kurs in formaler Logik durchzuarbeiten, statt immer wieder den selben esoterischen Schwachsinn wiederzukäuen.
Sind Dir die Argumente ausgegangen, daß Du zu unfairen Mitteln greifst (wirst persönlich, beleidigend, tätigst Unterstellungen, diskriminierst, machst lächerlich, stempelst ab)? Wenn Du so viel besser bist, dann laß davon bitte mal was merken in der Diskussion.Zitat:
Anaximander: Aber wie ich dich einschätze, treibst du lieber bis zum St. Nimmerleinstag deine lächerliche geistige Selbstbefriedigung, statt einmal was ordentliches zu lernen.
Schon bemitleidenswert: Da spielt sich einer als philosophischer Prophet auf, der nicht mal das drauf hat, was jeder Philosophiestudent nach einem Semester beherrscht.
Auf weitere Pseudo-Diskussion mit dir werde ich mich mangels Lernfähigkeit deinerseits nicht einlassen.
Wie wäre es, wenn Du Dir mal ein bißchen Mühe gibst, anstatt die Diskussion mit bloßen Behauptungen zu blockieren? Verdeutliche Deinen Standpunkt, zeige anderen Wege, wie sie zu Deinem Standpunkt gelangen können, argumentiere. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand anderer Ansicht ist, aber, was hier stattfinden soll, ist eine Diskussion (sogar eine philosophische), und das ist etwas mehr, als die Ansichten anderer als "esoterischer Schwachsinn" abzustempeln oder sich darüber lustig zu machen. Zu einer Diskussion gehört m.A.n. sowohl die Bemühung, den anderen zum eigenen Standpunkt zu führen, als auch die Bemühung, die Ansicht des anderen zu verstehen. Außerdem kommt noch ein Weiterdenken hinzu. Dein letzter Beitrag (und noch einige andere Beiträge von Dir) erfüllt m.A.n. nicht die Mindestansprüche an einen Diskussionsbeitrag. Daß Dein Beitrag nicht moderativ gelöscht wird, verdankst Du wahrscheinlich nur dem Umstand, daß Seneca auch noch 'was anderes zu tun hat, als solche Beiträge zu löschen. Also, judgedredd, streng Dich an, denn Du wirst gemocht, nur gewiß nicht Deine argumentationslosen Beiträge, zumindest nicht hier auf dem Platz der Philosophen.Zitat:
judgedredd: Genau, richtig, wie kann man ein Märchen als esoterisch abstempeln? Das ist nicht esoterisch, das ist esoterisch hoch 10! :D :D
Zitat:
Eine kleine Geschichte zum besseren Verständnis: Anna schuldet Tom 100 €. Eines schönen Tages verkündet Anna ihm freudig, sie habe nun ihre Schulden beglichen: auf seinem Tisch lägen 100 €, die seien von ihr. Tom schaut nach, kann jedoch die 100 € nicht erblicken. Schon ein wenig ärgerlich wendet er sich wieder an Anna: "Auf meinem Tisch liegen überhaupt nicht die 100 €, die Du mir schuldest und die Du angeblich dorthin gelegt hast, um Deine Schulden zu begleichen!?" "Doch", meint Anna lächelnd, "auf Deinem Tisch befinden sich die 100 €." "Nein, das ist nicht wahr, komm bitte her und sieh selbst: 100 € sind nicht hier auf dem Tisch!" "Das muß Dich nicht beunruhigen, Tom, denn auf Deinem Tisch sind tatsächlich 100 € vorhanden. Sie existieren dort, auch wenn Du sie nicht siehst." Tom wird wütend, schreit: "Du spinnst wohl?! Wenn ich keine 100 € auf dem Tisch liegen sehe, dann existieren da auch keine 100 €!" Anna lacht: "Doch, Tom. Weißt Du denn nicht, daß Dinge unabhängig davon existieren, ob sie wahrgenommen werden?" "Das ist doch Irrsinn!" schreit Tom. "Existieren bedeutet wahrgenommen werden!" "Jungchen", kichert Anna, "Du mußt noch viel lernen: 'Existieren' ist kein Begriff, hat keine Bedeutung. Stell nicht immer solche Ansprüche an die armen Wörter. Genügt es nicht, daß das Wort 'Existieren' angenehm in den Ohren klingt, wenn es ausgesprochen wird? (Außerdem bin ich nun endlich meine Schulden los! Gelobt sei die Philosophie!)"
Zitat:
Anaximander: "Existenz" ist kein Begriff…
Zitat:
Anaximander II: … falsche Auffassung, nach der "existieren "wahrgenommen werden" bedeutet…
Ein Begriff ist, was man unter einem Wort versteht, d.h. die Bedeutung eines Wortes. "Existenz", "Existieren" und "existieren" sind Wörter, die für jeweils einen Begriff stehen bzw. sind drei Begriffe. Wie kommst Du darauf zu behaupten, "Existenz" sei kein Begriff? Welches ist das richtige Verständnis von "existieren"?Zitat:
Anaximander II: … ein richtiges Verständnis des harmlosen Wortes "existieren"…
Das Geld, das Anna zurückzahlt, muß ja nicht wahrgenommen werden, um zu existieren, denn für Dich existiert auch, was nicht wahrgenommen wird. Anna hat ihre Schulden beglichen: auf Toms Tisch sind 100 € vorhanden bzw. existent.Zitat:
Anaximander II: Der Grund, weshalb man es niemandem abkauft, wenn er auf vermeintliches Geld zeigt, das man nicht sehen kann … dass wir in unserer Kultur Papierstücke und Metallmünzen als Währung benutzen: Also dichte makroskopische Objekte, von denen erfahrungsgemäß gilt, dass sie in der Lage sind, Licht im sichtbaren Wellenbereich teilweise zu reflektieren, sodass es auf unsere Netzhaut fallen und ein Wahrnehmungsbild erzeugen kann.
Das schließt ja Deiner eigenen Ansicht gemäß nicht aus, daß auch Geld existiert, das nicht wahrgenommen wird. Anna findet es von Tom ziemlich pedantisch, daß er so großen Wert darauf legt, das Geld auch sehen zu können, und sie fragt sich, ob Tom denn kein Vertrauen zu ihr hat.Zitat:
Anaximander II: … Erfahrungstatsache: Papier- und Metallstücke sind solche Objekte, von denen wir bisher immer die Erfahrung gemacht haben, dass sie Licht zurückwerfen und daher sichtbar sind. Deshalb haben wir die empirisch begründete Erwartung, dass Papier- und Metallstücke auch in der Zukunft Licht zurückwerfen und sichtbar sein werden.
Z.B. Geld. ;) Ich habe auch immer Schwierigkeiten, mein Geld wahrzunehmen, trotzdem existiert es … irgendwie, irgendwann, irgendwo.Zitat:
Anaximander II: Dass es … Dinge gibt, die auf keine Weise wahrgenommen werden können…
Krypton ist ein Phantasie-Edelgas. Nach meiner Auffassung, wonach "existieren" etwa wahrgenommen werden bedeutet, ist Messung untrennbar mit Wahrnehmung verbunden. Damit hängt die Existenz von Krypton ebenfalls untrennbar mit Wahrnehmung zusammen. Auf die Idee "Krypton" kam man, nachdem man etwas wahrgenommen hatte.Zitat:
Anaximander II: Edelgase … z.B. … Krypton … trotzdem wäre es da … Messungen…
Dinge werden streng genommen nie wahrgenommen, sondern Wahrnehmung wird zu Dingen interpretiert. Dinge sind stets Phantasie-Dinge.Zitat:
Anaximander II: … zahllose weitere Beispiele für nicht wahrnehmbare Dinge, die dennoch vorhanden sind.
Die Sonne ist ein kugelartiges Gebilde. Daß jede Kugel einen Kern hat, versteht sich von selbst. Du schreibst "einen solchen Kern", aber Du schreibst nicht, was "solchen" bedeutet.Zitat:
Anaximander II: … unmöglich, den innersten Kern der Sonne wahrzunehmen. Man kann lediglich Messungen anstellen und aufgrund dieser Messungen wissenschaftliche Modelle erstellen. … bin ich ziemlich sicher, dass die Sonne einen solchen Kern hat.
Zitat:
Krypton ist ein Phantasie-Edelgas.
Zitat:
Jet: Z.B. Geld. Ich habe auch immer Schwierigkeiten, mein Geld wahrzunehmen, trotzdem existiert es … irgendwie, irgendwann, irgendwo.
Zitat:
Aymynt Candan: Krypton ist ein Phantasie-Edelgas.
Das ist keine Argumentation.Zitat:
Anaximander II: Lächerlich, blödsinnig, diskussionsunwürdig.
Deine Formulierung "sehr real" läßt darauf schließen, daß es verschiedene Abstufungen von "real" gibt. Ist eben ein nahtloser Übergang von Phantasie in Wirklichkeit. "Real sein" bedeutet [jemandem] bewußt sein. Phantasie ist demzufolge real – vielleicht sogar sehr real.Zitat:
LaChatte: Geld ist … sehr real, nicht eine Fiktion und nicht Phantasie…
Das zeigt, in welchem Maße absolut-geglaubte Phantasie Wirklichkeit in den Hintergrund drängen kann. Allderdings geht's in diesem Thread auch darum, daß sogar der "sehr reale" Geldschein Phantasie ist.Zitat:
Waldemar: Halten wir einen "Fetzen Papier" in der Hand, wo 50 Euro draufsteht, sehen wir nur die dahinterstehende Kaufkraft, nicht das bedruckte Papier.
Zitat:
Original geschrieben von Aymynt Candan
Das ist keine Argumentation.