[Wege des Lebens] - German Gothic Board

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Wege des Lebens

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geschrieben von: Thalion

Einsamkeit

...und so liege ich da...
auf dem kalten nackten Boden.
Ich bin unfähig aufzustehen,
denn die Schmerzen sind zu groß.
Und wenn ich aufstehen würde,
so würde ich doch nur wieder fallen.
Ich rufe nach Hilfe,
doch die Stille erstickt jeden Ruf.
Niemand hat ihn gehört.

...und so liege ich da...
um mich herum wird es kalt.
Ich spüre, wie meine Wärme mich verlässt.
Ich sehe mich um,
doch erkenne ich nichts.
Meine Augen sind zu schwach.
Dann wird es dunkel.
Dunkel in meinem Herzen,
verliere den Mut.

...und so liege ich da...
...allein...
...verloren...



geschrieben von: Thalion

Erwachen

Dort liegt sie da...
...kalt und brach.
Alles, was ich sehe...
...ausgetrocknet, verdorrt, tot.
Kein Leben kann sie mehr beherbergen.
Keine Pflanzen, keine Tiere...
...nichts, weit und breit.
Nicht einmal ein einziger Grashalm
neigt sich im scharfen kalten Wind der Zeit.
Eine unendlich weite Ebene...
...ohne Hügel, Berge und Flüsse.
Eine Einöde, keine Chance zu überleben.
Die Heimat meiner Seele.



geschrieben von: Thalion

Kalt

Ein Objekt im Zentrum des Seins.
Alleiniger Grund der Existenz.
Ohne zu leben... unmöglich.
Es ist die Stimme deiner Seele.
Und doch ist man unfähig auszudrücken.

Doch was ist...
... was ist, wenn die Stimme versagt?
... wenn das Feuer erloschen ist?
... die Wärme dich verlässt?
Jede Hilfe zu spät?

Was ist, wenn nie Feuer, Wärme existiert hat?
Existiere ich dann überhaupt?
Ist es dann Wert zu existieren?
Hätte ich die Wahl gehabt zu entscheiden.
Hätte ich nie diese Existenz gewählt.
Dann wäre ich lieber auf ewig verdammt.
Verdammt in der Dunkelheit, die mich gebar.



geschrieben von: Thalion

Leben?!

Fühlst du es auch?
Den Schleier der Ungewissheit,
welcher sich über dich legt und vollkommen einnimmt?
Die gähnende Leere,
welche sich ausgebreitet hat, alles im Keime erstickt?
Ständiges fragen...
Wer bin ich?
Eine verlorene Seele!
Was bin ich?
Nur ein Tropfen auf dem heißen Stein!
Was mache ich hier?
Auf einer Welt,
welche keinen Fehler erlaubt, der Gnade ein Fremdwort ist.
Diese Erkenntnis...
...nur ein weiterer Schritt im Sterben deiner Seele.



geschrieben von: Thalion

100.000

100.000 Menschen...
...und einer ist zu finden.
Ihn finden...
...das höchste Ziel.

100.000 Andere...
...und man sucht nur einen.
Einen Einzigen...
...der zu einem passt.

100.000 Herzen...
...und nur eines nicht erstarrt.
Ein Herz...
...das tapfer schlägt.

100.000 Falsche...
...und das Herz zerbricht.
Ein geplagtes...
...das zu Stein erstarrt.

100.000 Seelen...
...und eine ist entstellt.
Einst schön...
...doch so vergänglich.

100.000 Gedanken...
...und einen endgültigen.
Ein Ende...
...das erwartet schon so lang.

100.000 atmen...
...nur einer nicht mehr.
Eine Suche...
...vergeblich.



geschrieben von: Thalion

Box der Pandora

Dort steht sie da... die Versuchung.
Nie zuvor so groß.

Geblendet von Schönheit und Anmut...
...dazu getrieben ihr nachzugeben.

Der Duft... so süß.
Die Berührung... so zärtlich.
Die Stimme... so betörend.

Doch dann wird es dunkel...
...ein Sturm zieht auf.

Der Duft... verfliegt.
Die Berührung... brennt.
Die Stimme... peinigt.

Man hat sie geöffnet...
...und ist unfähig sie zu schließen.

Das eigene Verderben beschworen.
Das Schicksal aller Menschen.



geschrieben von: Thalion

Träumen

Was tut der Mensch?
Leben!
Tut er das wirklich?

Ist es nicht eher eine Illusion?
Die Sehnsucht purer Gedanken gebündelt zu einem Bild?
Einem Bild so voller Liebe...
Einem Bild so voller Hoffnung...
Einem Bild so voller Leidenschaft...
Doch wie kann es existieren?
Wie bestehen zwischen Fleisch und Geist?
Der Geist der Illusion verfallen.
Das Fleisch der Realität.
Eine Welt so voller Kälte...
Eine Welt so voller Schmerz...
Eine Welt so voller Entäuschungen...

Was tut der Mensch?
Was tut er wirklich?



geschrieben von: Thalion

Teufelskreis der Liebe

Mein Herz - versteinert
Meine Seele - verloren
Mein Leben - eine Qual

Du sagtest, Du wollest mir helfen.
Gabst mir Nähe, Wärme und Geborgenheit.
Doch gingest Du fort, viel zu schnell.
Ließt mich zurück, allein.

Mein Herz - ging auf in Flammen
Meine Seele - fand endlich Halt
Mein Leben - bekam einen Sinn

Du sagtest, Du empfändest für mich.
Würdest mich vermissen.
Doch gabst Du mir nicht mehr:
Nähe, Wärme und Geborgenheit.

Mein Herz - stand in Flammen
Meine Seele - rief nach Dir
Mein Leben - hatte Sinn

Du sagtest, ich solle nicht mehr werben.
Zogst Dich zurück von mir.
Doch mein Herz brannte voller Liebe.
Hielt mich am Leben, Tag für Tag.

Mein Herz - beriet mir Schmerzen
Meine Seele - verlässt mich
Mein Leben - erschien wertlos

Du sagtest, ich solle aufgeben, meine Liebe zu dir.
Zerstören wolltest du sie.
Doch die Liebe ist beständig.
Niemand kann sie nehmen mir.

Mein Herz - zerbrochen
Meine Seele - verloren
Mein Leben - verwirkt



geschrieben von: Thalion

Die Dunkelheit... sie kommt mich holen

Ich fliehe...
...doch ich weiß nicht wohin.
Ich werde verfolgt...
...kann den Verfolger aber nicht sehen.
Ich sehe mich um...
...nichts außer Dunkelheit.

Doch dann erkenne ich...
...es ist die Dunkelheit, die mich verfolgt.
Die schwarze Leere...
...umhüllt mich mit ihrer Kälte.
Jetzt hat sie mich...
...überwältigt von Schmerz.

Ich wache auf.
Mein Herz rast.
Habe Angst die Augen zu öffnen.
Die Realität zu erblicken.

Öffne meine Augen.
Es ist Nacht.
Ich bin allein.
Die Dunkelheit... sie hat mich geholt.



geschrieben von: Thalion

Im Strudel der Zeit

Einst ein tapferes Herz.
Der Lebensmut tiefer Quell.
Sehnte sich nach einem andren Herzen.
Einem an seiner rechten Seit.

Die Zeit verging...
...Wochen, Monate, Jahre.
Und nichts geschah.
Die Suche vergebens?

Davon ermüdet...
...des Staunens viel zu schwach.
Fand es ein trauriges Herz.
Verloren im Strom der Zeit.

Von der Schönheit überwältigt.
Öffnete es seine Augen.
Sah in das andre Herz.
Wie in einen Spiegel.

Es entbrannte...
...loderte auf. Lichterloh.
Als sei es der letzte Atemzug.
Verweigerte den letzten Schlag.

Die Zeit verging...
...Tage, Wochen, Monate.
Und nichts geschah.
Überwältigende Schmerzen.

Heut ist mein Herz zerbrochen...
...zerbarst in tausend Teile.
Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden.
Doch die Zeit ist es, reißt tiefe Wunden.



geschrieben von: Thalion

Stern

Ein Stern ist vom Himmel gefallen,
schlug ein in einer toten Welt.
Ließ sie entflammen,
brennen lichterloh.

Ein Inferno, alles verschlingend,
breitet sich aus, nach und nach.
Brennt tief und heiss,
dringt vor bis zum Kern.
Asche zu Asche, Staub zu Staub.
Nahrung für die tote Welt.

Grün sprießt aus allen Ecken.
Blumen, Bäume strecken sich gen Himmel.
Erobern die einst so kalte Welt.
Beleben sie, geben ihr den Sinn zurück.

Und tief im Innern,
dort ruht der Stern.
Der Stern, der einst gefallen,
jetzt der Erde neues Herz.



geschrieben von: Thalion

Im Wandel der Gezeiten

Eine Welt voller Leben...
...große Wälder, Flüsse...
...saftiges Gras, Vogelgezwitscher...
...das Paradies in seiner wahren Gestalt.

Die Zeit läuft und läuft...
...einer Ära der Wärme folgt eine der Kälte.

Die Welt verändert sich...
...die Flüsse gefrieren...
...Eis überzieht die einst so saftigen Wiesen...
...ein kalter Panzer schiebt sich übers Land.

Was ist geschehen?
Was war der Auslöser?
Wann wird das Eis wieder gehen?
Es wieder wärmer werden?

Die Zeit läuft und läuft...
...nichts wird wieder so sein, wie es einst war.

Heute ist die Welt erfroren...
...macht einen tiefen Schlaf.
Wartet auf bessere Zeiten...
...in der es sich wieder lohnt zu leben.



geschrieben von: Thalion

Leben wider Willen

Warum tue ich es nur,
wieder und wieder.
Leide darunter,
mach mich nieder.

Es passiert,
trotz Versuch zu vermeiden.
Bin ich es schuld?
Wie immer?

Ich verletzte,
ohne es zu wollen.
Den wichtigsten Menschen,
ganz nah neben mir.

Ich sehe,
dass es falsch war.
Bitte um Vergebung,
vergebens.

Ich bereue,
Schmerzen töten mich.
Will nur noch Ruhe,
auf ewig brennen.

Warum tue ich es nur,
bin so gemein zu ihr.
Ein kleiner Trost,
weil ich sie liebe.



geschrieben von: Thalion

Der Traum

War es nicht das Märchen...
...von der Prinzessin und dem Prinzen,
in einander verliebt,
gehen durch Leben und Tod.
...oder von der Schönen und dem Biest,
getrieben von Gefühlen,
gegen allen Widerstand.
...vielleicht auch vom Guten und Bösen,
das nicht existieren kann,
ohne den Anderen.

Was ich geträumt...
...war von der Liebe.
Die Hoffnung, dass es Realität wird.



geschrieben von: Thalion

Kristallblume

Eist grüne Bäume...
...kahl, nur noch totes Geäst.
Einst saftige Wiesen...
...erdrückt von einer weissen Decke.

Der Winter ist gekommen...
...für mich, vielleicht für jedermann.
Ich hoffe auf den Frühling...
...auf dass er bald kommt.

Nur eine Blume...
...sie blüht immer noch.
Wird wohl nie verblühen...
...weil sie aus meinem Herzen wächst.

Trotz der Gezeiten...
...hält sie tapfer ihre Blüte.
Lässt sie nicht hängen...
...hoffentlich.



geschrieben von: Thalion

Steelrose

Steelroses are still roses,
a symbol of neverending love.
But they are roses of the dead,
lost their gentle touch an flavour.
They are cold and don't regret.

Anyway they still have thorns,
thorns of poison noone can resist.
Freezing hearts and causing pain.
Blood covered thorns,
which never show remorse.

If they can ever be resurrected,
will they exist without the poison?
Or should dead be ever dead...



geschrieben von: Thalion

Der Mensch.

Verbannt in eine Existenz,
im Inneren seiner selbst.
Mit dem Willen auszubrechen,
jedoch viel zu schwach.
Die Rufe nach Hilfe,
nie gehört.

So kann man stehen
in einer Menschenmasse.
Und ist dennoch stumm.
Jeder für sich allein.
Gefangen von seiner selbst.
Erblindet.



geschrieben von: Thalion

Blinde Hoffnung

Abgehetzt, geschunden, total erschöpft.
So hetze ich den Weg entlang.

Stolper, falle, renne immer weiter.
Sehe kaum, wohin der Weg mich führt.

Tiefer, dunkler, wird der Pfad.
Lässt Verzweiflung Begleiter sein.

Modernd duftend, sich lichtend.
Tut sich auf ein Moor.

Geteilte Pfade, einst vereint.
Führen weiter ohne Gnade.

Der Eine hoch und trocken.
Der Andere tief und schlammig.

Entscheidung muss her.
Eine Wahl auf Leben und Tod.

Man hat nicht mal überlegt.
Schon schreitet man voran.

Die Angst treibt es entlang.
Den hohen, sicheren Pfad.

Ein Windstoss der Vergangenheit.
Beschwört Verderben auf dem Pfad.

Ein kalter Schmerz.
Lässt aus dem Körper fahren.

Man schwebt herauf und sieht herab.
Liegen Leichen überall.

Keiner der Pfade führt zu Ende.
Was das Leben einst begann.



geschrieben von: Thalion

Meer der Tränen

In düsterer Nacht,
wandere ich entlang,
den Strand des Meeres.

Eine kalte Brise
weht mir durch das Haar,
rot gefärbt vom Blut.

Die Wogen des Wassers,
sprudeln an Dich heran,
ziehen sich zurück ins Meer.

Salz liegt in der Luft,
aufgewirbelt von Gezeiten,
brennt es in den Wunden.

Stumme Tränen sind die Zeugen,
rinnen hinab die Wangen,
versickern im getränkten Sand.

Das Meer ergreift Dich,
schließ Dich fest in den Arm.
Das Meer der Tränen.



geschrieben von: Thalion

Ewig

Leben geben,
Leben nehmen.
Kreislauf immer fort.

Wie das Blute pumpt das Herz,
durch die Venen ewig Schmerz.

Leben bekommen,
Leben verlieren.
Niemals hat eine End.

Was das Feuer bringt dem Leben,
Verderben beschwört und Beben.

Leben leben,
Leben sterben.
Bildet die Essenz im Sein.





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