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Ich möchte Flöte spielen lernen

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geschrieben von: Sirikith

Kennst sich hier jemand mit Flöten aus? Bevorzugter Einsatzbereicht MA/Folk?

Ich fands ja schon immer schade, dass ich eigentlich kein Instrument spiele.
Nun hat mich aber so richtig das Mittelalter/Folk-Faible erwischt, zumal ich auch einige Freunde habe (zT leider auch hatte) die in der Richtung musikalisch unterwegs sind.
Ergo würde ich nun gerne Flöte spielen lernen, hab aber erstmal so gaar keinen Überblick....


Vom Klang her würde mir sowas wie ne Low Whistle oder eine Altflöte gut gefallen.
Ansonsten kann ich nicht ganz ausschliessen, dass ich auch irgendwann von jemandem mal ne Schalmei in die Hand gedrückt kriege, so nach dem Motto "mach mal"
Und nein, ich werde nicht von Anfang an Schalmei spielen lernen, meine Mutter würde mich umbringen!

Ansonsten hab ich leider noch ein kleines Handicap, nämlich verhältnismässig kurze kleine Finger-die reichen grade mal zur Hälfte zwischen das erste und zweite Gelenk des Ringfingers-hat mir beim Versuch, mal Geige spielen zu lernen, auch schon Probleme gemacht.

Nun wäre es lieb, wenn mich vielleicht jemand über die verschiedenen Griffweisen aufklären könnte-offene, halboffene, geschlossene, deutsche, barocke, wo sind die Unterschiede in den Bohrungen, welches Instrument spielt man nach welcher Griffweise, Bilder wären dazu auch toll.
Welches Instrument (Blockflöte? Whistle? ganz was anderes?) mit moderater Lautstärke (das nach Möglichkeit nicht so leicht verstimmt) könntet ihr einem Anfänger empfehlen, welchen Hersteller/Bezugsquelle, und wenn jemand gute Übungsbücher mit Grifftabellen für Leute wie mich, die von Musiktheorie keinen Plan haben und nichtmal Noten lesen können, weiss, immer her damit.
Oder, falls sich jemand hier rumtreibt, der aus der Nähe von Günzburg (A8 ziemlich genau in der Mitte zwischen Stuttgart und München) herkommt, wäre ich auch über ein paar praktische Tips ganz froh

Wäre nett, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte

Grüsse
Sirikith



geschrieben von: Move over Kate

:rolleyes: Blockflöte lernt man normalerweise in der Grundschule - ich hab das jedenfalls getan. Und ich hab mir gut 20 Jahre später eine irische Tin-Whistle gekauft - und konnte sogar damit spielen. Es sollte also nicht so schwer sein, sich mit diesen nicht gerade überkomplexen Musikinstrumenten zu arrangieren. ;) Zum Einstieg mal hier lesen: KLICK



geschrieben von: Tsafried

Von einer Low Whistle würde ich dir dann abraten. Mein Bruder hat eine - und mit 1,93 und entsprechenden Fingern arge Schwierigkeiten, das Ding vernünftig zu greifen (der ":eek: -ihr-habt-sie-doch-nicht-alle-das-geht-doch-gar-nicht" Gedanke drängt sich einem auf). Allerdings ist der Klang wunderbar weich und schön (war aber auch eine recht gute für 120 Euronen oder sowas)

Tin whistles haben zwar einen (wie ich finde) etwas furchtbaren, durchdringenden Klang, sind aber mit 6-10 Euro pro Stück in allen nur erdenklichen Stimmungen gut und einfach zu bekommen. Das sollte man bei Interesse einfach mal versuchen, die werden einem quasi hinterhergeworfen. Als Anlaufstelle für MA/Folk-Instrumente (wenn's die noch gibt) - Folkfriends .



geschrieben von: Move over Kate

Ansonsten mal hier nachsehen:

KLICK

Bei den Preisen kann man sich eigentlich nicht verkaufen.



geschrieben von: IrishAngel

Also Tin whistles sind von der Griffweise her sehr schön zu spielen,meine absoluten lieblinge,ich rate aber von 10 Euro Whistles ab ,mit denen wirst du nicht glücklich auf kurz oder lang.

Bei den Low whistles kommts drauf an welche Tonart du spielst,da sind schonmal grössere Grifflöcher usus,aber das varriiert von jedem Branding zum anderen.
Low whistles sind aber teurer ,richtig gute geräte gehen bei 160-200 erst los ,und unter 100 fällt mir nur die Bantry Low D vom Folkster music shop ein .

Altblockflöte ist sehr variabel,griffweise entweder Barrock/English oder Deutsche ,ich bevorzuge die Barrockgriffweise ,die Flötenpreise varriieren hier erheblich,aber man ist mit 20-30 Euro schon recht billig dabei.


Schreib mich an wenn es weitere Fragen gibt.

Gruss,Angel



geschrieben von: Onissa

*mal reinschleich*

Darf ich deinen Thread mal mitbenutzen bitte?^^

Also würde auch gern Flöte spielen lernen, möchte eventuell gern später zur Schalmei.

Hab aber so gut wie keine Ahnung mit den Arten oder Vorgehensweisen etc.

Mit was fängt man am Besten an und bei welchen Institutionen ist es am günstigsten?

(p.s. ich habe ganz lange Finger :D )


Carpe Diem
Onissa



geschrieben von: IrishAngel

Hab dir geantwortet aber dein Postfach ist voll

Gruss,Angel



geschrieben von: Onissa

ups^^ Ich kümmer mich drum



geschrieben von: Trauerwesen

C-Blockflöte ist sicherlich am besten für den Einstieg, lernt man ja nicht umsonst auch oft in der Grundschule. Bei mir war es auch so, und die kann man gut greifen und die Tonfolge ist auch nicht die schwierigste.

Irgendwann brachte ich mir dann mal selber Altblockflöte, eine F-Blockflöte bei. Die war schon schwieriger zu greifen und die Griffe waren generell mal ganz anders als bei der C-Flöte. Aber ich denke mal, da ich C-Flöte spielen konnte, wusste ich schon einigermassen, wie ich generell meine Finger zu halten habe; auf der anderen Seite aber musste ich umdenken bezüglich anderer Tongriffe.

Keine Ahnung, ob ich dir nun irgendwie geholfen habe.



geschrieben von: IrishAngel

Ich muss mal der allgemeinen Vorstellung dass ne Blockflöte für nen Anfänger dass Maß der Dinge ist Abbruch erteilen :

Es geht nur um die Frage mit was ich zuerst Anfange :
Blockflöte(2 verschiedene Griffweisen)oder instrumente mit chromatischer oder offener Griffweise(querflöte,tin whistles usw).

Im wesentlichen muss man einfach mit einer Sache anfangen,sonst bleibts eh bei der Theorie*grins*

Ich finde persöhnlich offene und chromatische Griffweise als angenehmere alternative zur Blockflöte ,aber das bleibt jedem selbst überlassen.

Da viele MA und Gothic/Metal sachen in sehr schwierigen Tonarten geschrieben sind empfielt sich ne C Blockflöte eher seltener.Folksachen sind in verschiedenen Tonarten,bevorzugt D ,A ,G und E (Irische Folklore)das is schon schwierig genug auf ner C flöte ,MA sachen meistens in Bb wegen der Dudelsäcke,da wirds dann schon feierlich da Bb (B)unterhalb des C's liegt und man alles ne lage nach oben schrauben muss.
Die meisten MA Bands spielen in Bb,Eb oder C .
Ich will mal sehen wie man versucht ''Dreamer ''(Db Dur)auf ner Blockflöte zu spielen :D (mal als krassestes Beispiel),das gibt fingerbrüche *muahahaha*

Angel



geschrieben von: pluvia atrata

Also ich habe mit einer Altflöte keine Probleme gehabt, obwohl ich insgesamt kleingeraten bin (1,62m) und aus entsprechend kleine Hände habe. Selbst mit der Tenorflöte von einem Freund konnte ich mich zurechtfinden.
Zum Einstieg ist ne Tin Whistle sicher ganz nett. Ziemlich einfach zu greifen und auch nicht zu teuer. Bei Bedarf kann man dann ja noch besseres/teureres Blaswerk anschaffen.
Von Querflöte würde ich am Anfang abraten (generell von Flöten mit schwierigerem Ansatz). Da dauert es erst mal eine Zeit bis ein vernünftiger Ton herauskommt.



geschrieben von: Sirikith

bb? eb?
also mein musikunterricht ist zwar schon ne weile her, aber von derartigen tonarten hab ich noch nie was gehört...
naja, sehtr beliebt unter Spielleuten ist ja das "a-schwein"
tja, bis vor kurzen hatte ich nen haufen spielleute an der hand, nur hab ich mich mit einem davon ganz furchtbar zerstritten, und meide von daher auch seienn anhang (jetzt macht mein ex da mit, mit dem rede ich noch, aber der ist so selten erreichbar)
naja, vielleicht haben die saltanen auf nem Markt irgendwann mal zeit für nen kleinen crashkurs



geschrieben von: Linda

Als alte Flötistin, die ganz klassisch schon im Kindergarten mit der Sopranflöte angefangen hat, würde ich dir raten:
Such dir einen Lehrer!
Alles andere ist einfach halbgarer Quatsch. Gerade als Anfänger brauchst du das Feedback und die Herausforderung und Orientierung durch eine Person, die was von dem Thema versteht.

Ich habe schon Klassik, Pop bis hin zu Punk gemacht und bin jetzt bei Folk angekommen. Meine Klassische Ausbildung kam mir da IMMER zu Gute!
Ohne richtige Notenkenntnisse und gerade im Folk Harmonielehre kannst du es eigentlich vergessen, du hangelst dich nur von einem gelernten Stück zum anderen und kannst eigentlich ganr nix und das ist früher oder später total frustrierend.
Ich weiß, das klingt jetzt völlig gruselig, ist es aber nicht!
Wenn du die Grundkenntnisse erst mal hast, ist das völlig erleichternd.

Stell dir das einfach vor wie beim Turnen oder KungFu - wenn du erst mal den Purzelbaul kapiert hast, kannst du auch anfangen, Kunststücke zu machen.
Oder nimm das Bild vom Klettergerüst: die Theorie ist das Gerüst, aber du machst dann als Kenner daran Akrobatik.

Bitte verlass dich nicht auf Leute, die dir sagen: Kauf dir einfach das und das Buch, da kannst du dir alles selbst beibringen. Das stimmt nicht!
Für diese Aussage kann mich auch jeder anbrüllen, ich bleib dabei!
Es gibt haufenweise Musikschulen (ich rate immer zu Gruppenunterricht! Ist billiger und macht viel mehr Spaß!) oder private Lehrer die dir das beibiegen.

Gerade im Folk solltest du musiktheoretisch sattelfest sein, da du hier oft Begleitungen spielst oder Improvisationen machst. (Und glaub mir, nicht mal Mozart konnte das ohne Musikunterricht!)



Was TONARTEN angeht: es gibt bei den klassischen Block (also Holz-) Flöten die C und die F- Flöten.
Das bedeutet, das diese Flöten auf den Grundton C oder F gestimmt sind. Jetzt bist du genauso schlau wie vorher, richtig?

Im Grunde heißt das, daß bei den selben Noten auf dem Blatt bei der C Flöte ein anderer Griff auf der F-Flöte gemacht wird.

Die meisten Anfänger beginnen mit der sogenannten "Blockflöte". Gemeint ist damit im allgemeinen die C- oder besser gesagt die Sopran-Blockflöte.
Dann gibt es (wie im Gesang) auch die Alt-, Tenor- und Bass-Blockflöte.
Die Sopran- und Tenorflöte (die "hohen" Stimmen) sind C-Flöten,
die Alt- und Bassflöten (die "tiefen" Stimmen) sind F-Flöten.

Im Grunde ist es schnurz, womit du anfängst. Sucht dir aus, was dir gefällt.
Als jemand, der gerade Folk und Irish lernt (ich mache gerade Haken-Harfe) kann ich dir aber nur die C-Flöten empfehlen, denn dafür gibt es jede Menge nette Stücke.

Diese Sache mit den zu kleinen Fingern ist nur ein Mythos!
Ich selber habe kleine kurze Stummelchen und spiele trotzdem Alt- und Tenor-Blockflöte (OK, ich bin aus der Übung, aber ich konnte es mal besser!).
Das ist einfach - wie bei jedem Instrument - eine Frage von Üben, Üben, Üben, Üben.

Damit du einen wirklichen Vorteil wegen der Fingerlänge hättest,müsten deine Finger schon so 20cm lang sein und dabei das Eigenleben von Spinnenbeinen haben ... was soll ich dazu noch sagen?
Üben, üben, üben!

Ich helfe gerne weiter, wenn ich kann.
Linda



geschrieben von: archon

also wenn du mehr mittelalterlich zur blockflöte greifst, dann ist das ja eine ganze flöten familie... garklein flötlein, sopranino, sopran, alt, tenor, bass, grossbass

dabei ist es so, dass garklein, sopran, tenor die gleiche griffweise haben, das sind C-flöten, also der tiefste ton auf der flöte ist ein C und sopranino, alt und bass wiederum die selbe, denn das sind F-Flöten, d. h. der tiefste ton auf der flöte ist ein F ! den tiefsten ton hast du jeweils, wenn alle finger auf den löchern liegen - nun wird schon klar, dass die griffweisen eben unterschiedlich sind und man von C auf F flöte "umdenken" muss! ;)
die meisten die sich für flöten interessieren können eh fast alle spielen, weil man sich die 2 verschiedenen griffweisen einprägt! ;)

wenn du dir eine kaufst, solltest du barocke griffweise nehmen, weil es ja sein könnte, dass du auch mal die typische literatur spielen willst und barock ist da einfach stand der dinge.

sehr schön sind Renaissance flöten - die haben allerdings meist wieder bissl andere griffweise... die sind typisch mittelalter haben einen andere innenbohrung und sind dumpfer im klang.

die altflöte ist vom klang her halt ein sehr angenehmes ding, weil sie nicht so hoch quietschig ist wie die kleineren... wobei so ein schneller, quirliger sopranino melodielauf schon auch was tolles haben kann.

schalmei oder krummhorn ist wieder ne andere geschichte, da musst du eh wieder umdenken, obwohl die griffweise der blockflöte sehr ähnlich ist.
die machen allerdings nur spass, wenn du sie mit anderen leuten zusammen spielst, find ich.... da brauchts einfach nen trommler oder sowas dazu! :D

das saltarello stück hier ist z. b. der hammer:
http://www.wizardtree.ca/Oriflamme/.../Track%2008.mp3
ich liebe es.

bevor du in ein mega-instrument investierst, tuts zum üben sicher ein gute plastik-flöte z. b. ne Yamaha oder die von Thomann - die sind identisch.

vorteil von plastik - unkaputtbar, ansprache immer gleich, während man ne holzflöte schon mal nacharbeiten muss, wenn sie sich etwas "verzieht"

nachteil: klang nicht ganz so toll - meist nur mehr was zum üben, ausser man ist verdammt gut! ;)

vorteil holz: sehr schöner klang
nachteil holz: muss evtl. mal nachgestimmt werden.

kommt ja auch drauf an welche musik man spielen will... ob irish oder eben mittelalter.
mittelalter auf einer tinwhistle oder sowas find ich nen abtörn... allein weil das ding von der optic schon nicht in so eine gruppe dazupasst, aber die meinungen sind verschieden.



geschrieben von: archon

für Cybers gibts die teile auch in NEON farben ! Sehr geil !


http://ec1.images-amazon.com/images/I/21h8JLZk6TL._SS500_.jpg


http://img3.musiciansfriend.com/dbase/pics/products/regular/7/4/6/263746.jpg

:Dhttp://www.musicroom.com/images/catalogue/fullsize/FC497.jpg

:D :D :D



geschrieben von: archon

nochwas -

wenn du die verschiedenen blockflöten griffweisen dir ansehen willst, dann klick mal hier:

sämtliche flötengriffe

was du hier nicht findest gibts auch nicht! ;)



geschrieben von: Organdi

@ Sirikith

ich würde erstmal mit einer sopranblockflöte anfangen und auf jeden fall richtig, bei einem musiklehrer, denn obwohl so viele sagen, dass flötespielen echt pille-palle ist, ist es nicht, vor allem bei höheren tönen. und außerdem muss dir ja jemand beibringen, wie du richtig atmen musst, denn allein schaffst du es schlecht.

Tin Whistle spielt sich meiner meinung nach, um einiges schwerer als eine sopranblockflöte, allein schon das reinpusten ist nicht so leicht.





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