Stille - um mich
Schreie - in mir
Tränen - für dich
Sehnsucht - nach dir
geschrieben von: Rien En Duath
Mein Meer
Jede Träne meiner Trauer,
Die unbemerkt zu Boden fällt,
Jeder Tropfen bittersüßen Wassers,
Sich zu den andern schnell gesellt
In meinem Meer.
Und in Stunden tiefer Sehnsucht,
Zeit, in der die Seel´ nicht ruht,
Bleibt auch dort nicht lange Ebbe,
Allzu schnell kommt dann die Flut
In meinem Meer.
Wenn Zeit und Raum mich überdauern,
Ewig Schicksal allen Seins,
Und zum letzten Schlaf mich betten
Dann werd ich endlich wieder Eins
Mit meinem Meer.
geschrieben von: Rien En Duath
Das Trauerspiel
Fällt der Vorhang, verlöscht das Licht, tönt der Applaus, das Stück ist aus.
Fällt ein Engel, verlöscht die Sehnsucht, tönt der Schrei, der Tod eilt herbei.
geschrieben von: Rien En Duath
Der Duft des Orleanders
Längst vergangen ist der Sommer
Und des Herbstes Schatten ziehn
Über Meere, Berge, Täler,
Wo Shwalben vor den Wolken fliehn.
Ruhelos ist meine Seele,
Auf der Suche, stets, nach Rast,
Um sich endlich zu befreien
Von der Trauer schwerer Last.
So wandel ich auf neuen Wegen
Durch des Waldes stillen Frieden
Und der Duft des Orleanders
Lässt all meine Gedanken fliegen.
Oh, süßer Duft des Orleanders,
Der sanft auf meine Seel´ sich legt,
Bist du´s der heimlich immer wieder
Die Stimmung meines Herzens regt?
Ich will dich nimmermehr verlieren,
Mein liebster Orleanderduft,
Drum kehr von nun an ich stets wieder
Wenn mich der Geist der Wälder ruft.
geschrieben von: Rien En Duath
Vogelfrei
Klein bist du, und schutzlos noch,
doch bald schon wird sich alles ändern.
Dann wirst du fliegen, ungehemmt,
auf zarten, luftigen Bändern.
Dein Schicksal ist es frei zu sein,
ein kleiner Punkt am Firmament,
zu fliegen, in den Himmel hinein,
wo heiß die Sonne brennt.
Drum fliege, kleiner Vogel, flieg!
Breite deine Flügel aus.
Du bist doch frei, ganz vogelfrei,
nun fliege in die Welt hinaus.
Was ist denn, kleiner Vogel was?
Du kannst es doch, hast keine Last!
Flieg davon, solange du
noch Zeit zum Fliegen hast.
geschrieben von: Rien En Duath
Des Herzens Leidensweg I
Stolzes Herz -
ungestüm und ungehemmt bist du,
arrogant und eigenwillig,
keiner konnt dich zähmen.
Bis der Eine kam,
um dir
Ungehemmtheit, Arroganz,
und eignen Willen zu nehmen.
Liebendes Herz -
blind, vernebelt bist du,
ohne Meinung, ohne Sinne,
nur geleitet von Begehren
Seit der Eine kam,
um dich
Lust, Sehnsucht, Leidenschaft
und Liebesrausch zu lehren.
Gebrochenes Herz -
krank, ja sterbend fast bist du,
tiefgekränkt und einsam,
fühlst dich so falsch auf Erden
Als der Eine ging,
um dich,
ohne Rücksicht auf Gefühle zu verlassen -
kleines Herz, was soll nun aus dir werden?