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Vernichtung ~ Gut und Böse

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geschrieben von: TobeMental

Was hält den Trieb aufrecht, zu zerstören und zu vernichten?! Weshalb bestaunte das römische Volk im Kolosseum den Anblick, wie Menschen von Gladiatoren umgebracht, oder von Tieren vor der Menschenmasse gefressen wurden? Begann der Auftakt des sittlichen Denkens in Griechenland? Ich finde ja, denn innerhalb eines Imperiums sind die Gedanken nicht frei, sondern gelten als eine Art Kollektiv - gemeinsames und unwirkliches Leben unter Anführern. Prädikat: Größenwahnsinniger Kaiser.


Ich frage mich zudem, worin man Gut von Böse unterscheidet. Kann beides unabhängig voneinander existieren, oder ist es das Schachbrettspiel zwischen positivem und negativem Handeln? Was strebt andere danach, hilfslose Menschen leiden zu lassen und zu knechten, wie es in heutigen Ländern noch der Fall ist. Unterdrückung, kein Zusammenhalt. In einer technisierten Gesellschaft wie unserer sind immer noch Ausnahmezustände vorhanden. Ich erwähne hierzu einmal das Mobbing. Ein Neuangestellter versucht sich bekannt zu machen und dem Firmenklima anzupassen, doch das einzigste was er (oder auch sie) evtl. unbewusst feststellt ist die Tatsache, dass sich eine Gruppe von Mitarbeitern gegen das eigene Subjekt auflehnt. Aus welchen Gründen auch immer, sie sind unbekannt, verfremdet. Nicht einmal sozial-disziplinierte Kollegen können intervenieren, denn sie bekommen von diesen akuten Handlungen nichts mit.

In einer Talkrunde berichtete eine Mutter über ihre tote Tochter, welche sich mit einer Pistole ermordete. Sie war eine junge Polizistin, die in einem Polizeirevier anfing, doch sie wurde von ihren "Mitstreitern" drangsaliert, in den Selbstmord getrieben. Faktum: Mutwillig böse, oder nur gemein?

Ich könnte noch andere Dinge aufzählen, doch das würde zu umfangreich werden. Also bleibt es hierbei.



Primär: Ist es die Welt tatsächlich noch wert, weiterhin zu bestehen? Ich würde die Menschheit schon als gesellschaftskrank bezeichnen...



geschrieben von: decay73

es kommt doch darauf an, was wir aus dieser welt machen!
es ist irgendwie doch immer noch der ewige kampf zwischen gut und böse.
wenn einem etwas nicht gefällt und man es nicht für richtig hält hilft doch nur eins: aufstehen, seine meinung kundtun und versuchen, etwas zu ändern!

das ist zwar immer nicht einfach (ein haus zu zerstören ist auch einfacher als es aufzubauen), aber für das ziel einer menschenwürdigeren lohnt es sich auf jeden fall.
zudem denke ich, dass man schnell merken wird, dass man nicht alleine ist...

~decay~



geschrieben von: Homunculus

im prinzip wäre "die welt"´es wohl nicht wert, zerstört zu werden. die menschheit in großen teilen jedoch schon, bis auf wenige ausnahmen von völkern, die noch im einklang mit der natur leben.
und was gut und böse betrifft - so ist es wohl doch das ewige schachspiel. "schicksal gewinnt immer" - so ist es wohl. und es ist auch ansichtssache. ein fuchs tötet einen hasen, um zu überleben. der böse fuchs - er hat einen hasen getötet! werden alle hasen denken.
der gute fuchs - er hat uns nahrung gebracht - werden seine jungen denken....
das beispiel hinkt, ich weiß, und nichts aus der natur lässt sich wohl noch problemlos auf den menschen übertragen, dafür sind wir seelisch und moralisch wohl schon viel zu abartig geworden.



geschrieben von: TobeMental

Ich finde, mit der Natur hat dies überhaupt nichts zu tun. In dieser Gesellschaft können ebenso die Menschen etwas "normaler" (was man sich darunter auch immer vorstellen mag <- vielleicht ist dies unser Problem) sein, wie ein Indianerstamm in Südamerika.

Meiner Meinung nach hängt dies alles ebenso mit der Politik wie Ethik und der Moral zusammen.


Wie jeder vielleicht schon feststellte, hat dieses Thema nichts mit der "Suche nach der Existenz" zu tun, sondern deren Erhaltung.



geschrieben von: Laura

Wahrscheinlich sind eine Menge dieser Probleme schon in der Kindheit verankert. Werte werden falsch vermittelt, weil alles andere zu anstrengend wäre. Jeder regt sich auf, wenn ein Mann eine Frau schlägt (na gut, geht auch umgekehrt), aber die meisten Erziehungsberechtigten halten Schläge (und sei es nur der Klapps auf den Po) für erziehungsstrategisch richtig. Viele Sachen werden verboten ohne eine sinnvolle Begründung. Ängste werden ausgenutzt und noch schlimmer, oftmals erst hervorgerufen. Eltern sind gestreßt, haben keine Zeit, gehen nicht auf ihre Kinder ein.
Buchtipp zu diesem Thema: Der Verlust des Mitgefühls von Arno Gruen
Laura



geschrieben von: Akareyon

@Homonculus & Tobemental: auch die "Naturvölker" haben Sitten und Gebräuche, die wir als abartig (nicht "gut") einstufen... ich denke an die Beschneidung von Frauen, Stammesfehden u.ä...

Nicht jeder ist Mutter Theresa, Mahatma "Die Große Seele" Mohandas Ghandi, ein Nazarener Zimmermann. Nicht jeder will es sein, und nicht jeder kann es sein.

Einige sagen: ich will abends in den Spiegel gucken können. Anders: mit meinem Gewissen vereinbaren können, was ich tue. Doch da kommt Homonculus' Beispiel mit dem Fuchs und dem Hasen zum Tragen: Gut und Böse sind nicht objektiv, sondern sind, wie Laura schon sagte, anerzogene Begriffe.

Wo nun die Wahrheit liegt - who knows.

Irgendein Grieche meinte mal: Es gibt kein Böse, weil jeder Mensch in dem Moment, in dem er etwas tut, dieses Ding für richtig (gut) hält.

Kant prägte den kategorischen Imperativ: Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.

Welche philosophie mir besser gefällt, brauch ich wohl nicht auszuführen...



geschrieben von: TobeMental

Ja, in einigen Naturvölkern soll gar noch der Kannibalismus vorhanden sein. Aber ich schätze, dass Homunculus eher die harmlosen Naturvölker meint, statt die ungezähmten Wilden... ;)

Du hast sehr interessante Zitate aufgeführt.


Wer böses tut, meint es eher gut.

Aber ich finde dennoch, dass man zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Einige Massenmörder wissen, was sie taten. Charles Manson sagte, dass er den Auftrag von Satan erhielt. Vielleicht findet in uns der alltägliche Kampf zwischen Gut und Böse statt, weshalb wir Sklaven unseres eigenen Bewusstseins sind. Manchaml benehmen wird uns ebenso daneben, wie sind wir angenehme Zeitgenossen.

Aber dies ist noch keine Erklärung hierfür, wenn jemand böses tut und dies ebenso weiß. Wieso entscheidet er/sie sich für diese Handlung? Oder denken wir an Kindesmissbrauch wie Eltern, die ihr Neugeborenes töten. Sogar abstoßende Tötungsmittel wie der Backofen oder das Auto in der Sonne im Hochsommer stehen zu lassen, sind für mich zu extreme Straftaten.

Ich frage mich nur, was solche Personen dazu treibt. Unbeschreiblich...

Als Verkörperung des Bösen wird im Alten Testament, wie einschließlich dem Neuen, Satan als Unhold bezeichnet. Viele Satanisten (auch Black Metaller) in der Schwarzen Szene sind eher harmlos (Ausnahmen gibt es natürlich immer ;) ), denn die Straftäter sind oft anti-religiös. Unverständlich, meiner Meinung nach.



geschrieben von: Menedemos

Was ist "böse"?

Zunächst mal nur Menschen. Zar können auch Gegenstände oder Umstände einen negativen Einfluß auf uns ausüben, aber wir würden eine Überschwemmung doch kaum als "böse" bezeichnen (außer wir personifizieren sie). Im üblichen Sprachgebrauch ist aber das Wort "böse" auf Verhalten oder Charakter von MENSCHEN bezogen.

Und wann bezeichnen wir Menschen als "böse"?

Wenn sie uns absichtlichen Schaden zufügen und dies jenseits üblicher Normen geschieht (also z.B. ein Geschäftsmann, der einem anderen Konkurrenz macht, handelt innerhalb dieser Normen und wird deshalb normalerweise nicht als "böse" bezeichnet).

Langer Rede, kurzer Sinn. Ich würde "böse" so definieren:

Extremer Egoismus, der zugleich vorhandene Normen verletzt.

Übermäßige Orientierung am persönlichen Vorteil, unsoziales Verhalten, fehlender Altruismus.

Natürlich kann man "Gut" und "Böse" auch metaphysisch aufblähen, aber ich würde beides auf der Erde lassen.



geschrieben von: Akareyon

**EDITH** @Menedemos: Du hast gepostet, während ich noch geschrieben habe - dammich, wir hatten die gleiche Idee. Sollte eigentlich direkte Antwort auf TobeMentals Posting werden ;) **EDIT ende**

Diese Teufelfigur gibt es jedoch in fast allen Theistischen Religionen. Loki in der nordischen, der Teufel (Verleumder) in Judentum, Christentum und Islam, Melkor (Morgoth) in der Tolkienschen Mythologie...
Immer war diese böse Figur einst eines der guten Wesen, hielt sich jedoch für was besseres und wurde daher verstoßen.

Die Römer und Griechen hatten ihre Götter eher vermenschlicht, es gab keinen, der nur gut oder nur böse war. Pluto hatte zwar einen Scheißjob, war aber nicht böse.

Ich kenne mich leider nicht gut genug aus, aber im Taoismus ist, soweit ich weiß, Böse schlicht unverzichtbares Bestandteil und zugleich Gegenpart von Gut.

Natürlich gibt es Dinge, die NUR böse sind (aus meiner und der Sicht der wohl meisten), wie die von Dir angesprochenen - Kindesmißbrauch, Voodoo, Aktionen wie die von Charlie Manson, Adolf Hitler, Hernando Cortez... und dennoch greift irgendwo die Philosophie: die Jungs fanden es in dem Moment einfach richtig. Es war gut für sie. Ich habe jedenfalls keinerlei Erklärungsansatz für sowas. Hätte ich früher noch gehabt, als ich tief religiöser Christ war. Nun kann ich es nur auf geistige Verwirrung schwersten Grades schieben, Befriedigung im Leid anderer, Freude am Vernichten (so wie die manuelle Erdbebenfunktion beim SimCity für den Commodore 64)...

Andere Frage, die mir gerade in den Sinn schießt: Findet sich dieses Böse eigentlich in der Natur wieder? Siehe die superlativierte Flut in Europa, siehe ein schwarzes Loch, siehe einen Schwarm Piranhas. Ist das böse?



geschrieben von: TobeMental

Die (Sint)-Flut in Sachsen könnte man als böses Phänomen deklarieren. Immerhin leiden darunter Menschen. Schwarze Löcher? Kann ich jetzt nicht befürworten, denn wer weiß schon, ob es sich hierbei nicht um ein Portal handelt. ;)

In der Natur ist es so. Wieso fressen Tiere andere Tiere? Überall wachsen doch viele Pflanzen. Und selbst wenn es nur Oasen sind. Ich weiß nicht, wieso das es sich so entwickelt hat. Und wieso essen wir Fleisch? Etwas, was mich zum Vegetarier machte. Ich finde einfach, dass die Pflanzenwelt ausreicht...

Wir können Gutes nur von Bösem unterscheiden, da beides existiert. Warum? Der ewige Kampf zwischen Gott und Satan? Wie kann dies sein, denn Luzifer ist ein gefallener Engel, der rebellierte!


Moment, diese Gegenüberstellung bringt mich auf eine Idee. :)



geschrieben von: decay73

ich denke, in der natur gibt es kein "gut" oder "böse".
voraussetzung hierfür wäre ja bewusstes handeln. wenn ein tier ein anders tötes macht es sich vorher keine gedanken darüber, ob es gut oder böse ist. es macht es aus instinkt und um zu überleben. es hat keine andere wahl.

der mensch hingegen führt seine handlungen bewusst aus (und wie ich denke meist auch dann, wenn jemand als unzurechnungsfähig bezeichnet wird).

was z.B. die flut in sachsen etc. angeht, so ist das ein schreckliches naturphänomen (wie tobemental schon sagte).
böse im weitesten sinne sind auch hier wir menschen.
unser handeln hat sicherlich einen grossen einfluss auf die hefigkeit dieses phänomens gehabt, und mittlerweile sollte dieses ja auch den meisten klar sein...bleibt zu hoffen, dass hieraus gelernt wird...

~decay~



geschrieben von: Seneca

Ich neige dazu, menschliche Verhaltensmuster nach den Prinzipien der Verhaltenslehre zu beurteilen, und als Besonders geeignete Wesen, mit sehr ähnlichen Verhaltensmustern eignen sich Schimpansen und Makaken.
Beide leben in freier Wildbahn in großen Sozialverbänden, und sind meist friedliebend...außer...es gibt zu wenig zu fressen, oder es geht um die Fortpflanzung.
In diesen Fällen setzen sich immer die ranghöchsten Tiere durch, oder aber "Seilschaften" von Heranwachsenden.
In solchen "notzeiten gibt es alles, was uns die menschliche Kriminalstatistik vormacht...Kindsmord, Vergewaltigung, Raub und Mord.
Auch bei uns wird es immer dann ungemütlich, wenn es nicht mehr genug für alle gibt, und im Augenblick ist es eben so...!
Unzufriedenheit und Mangel an Einfluss oder Gütern löst immer Konkurrenzverhalten aus, und Konkurrenz sorgt für Agression, die man an den nächstbesten Schwächeren auslässt... und seien es die eigenen Kinder.



geschrieben von: Akareyon

@TobeMental: Schwarze Löcher erstmal als das gesehen, als was wir sie sicher kennen: zerstörende Singularitäten im All. Ob Zerstörung auch Erschaffung ist, haben sich schon andere Philosophen überlegt. Nach einem (natürlichen oder von Eingeborenen kontrollierten) Waldbrand ist der Boden fruchtbar und voller Mineralien für neue Pflanzen, genauso bei den Nilfluten vor dem Bau der Staudämme. Nach dem 2. Weltkrieg kam in Deutschland das Wirtschaftswunder.

@decay73: "Böse" kann also nur etwas bewußtes sein? (Erinnerte mich kurz nach meinem Posting an meinen Philosophielehrer Dr. Guntram C., der eindringlich wetterte: "Man hört manchmal, 'Oh, der hat aber einen bösen Husten'. Das ist FALSCH! Der Husten ist moralisch UNFÄHIG!")

@Seneca: dann ist "Böse" also die Folge von Agression? Doch wie ist es dann mit dem traditionellen, ethnischen "Böse" (wie der von mir angesprochenen Beschneidung von Mädchen in Afrika, Kannibalismus?) Hier geht es (nicht mehr, in den Wurzeln dieser Bräuche wohl eher) um Konkurrenzdenken und Agression, und auch in der jeweiligen Kultur ist es nicht "böse", nur wir sehen es so - aufgrund unserer Erziehung und Umwelt. Oder bei sowas geht es per definitionem nicht um "Gut" oder "Böse", sondern um "Richtig" oder "Falsch".

Oder gibt es zweierlei Böse: einerseits das bewußte, bei dem es um die Befriedigung eigener Triebe, dem egoistischen Nachgehen eigener Interessen geht ohne Rücksicht auf diejenigen, die negative Konsequenzen davon haben. Und jenes, das von Aussenstehendes als solches angesehen wird, d.h., abhängig von Umwelt, Epoche, Erziehung und Ethik definiert wird. Objektives und subjektives Böse.

Oder so. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine:(



geschrieben von: TobeMental

Zitat:
Original geschrieben von Akareyon
@TobeMental: Schwarze Löcher erstmal als das gesehen, als was wir sie sicher kennen: zerstörende Singularitäten im All. Ob Zerstörung auch Erschaffung ist, haben sich schon andere Philosophen überlegt. Nach einem (natürlichen oder von Eingeborenen kontrollierten) Waldbrand ist der Boden fruchtbar und voller Mineralien für neue Pflanzen, genauso bei den Nilfluten vor dem Bau der Staudämme. Nach dem 2. Weltkrieg kam in Deutschland das Wirtschaftswunder.


Sie haben eine unterschiedliche Wirkung. Man vermutet in unserer Galaxie ein Schwarzes Loch, welches diese rotieren lässt. Allerdings hat sich das nicht bestätigt. Diese unsichtbaren Objekte verschlingen gar das Licht, somit ist es eine unglaubliche Kraft, die dahinter steckt. Wenn sie Materie aufnehmen, so gewinnen sie an Masse und werden schließlich größer. Ein kosmisches Objekt verschwindet, dass Loch nimmt zu. Hier wird zerstört wie zugleich "erschaffen".

Was ich aber zu erwähnen versuchte war, was sich wohl dahinter verbergen mag. Nach Einstein's Raumkrümmung reißt ein Schwarzes Loch einen Trichter in die Raumzeit. Man sagt, dass die Zeit darin stillstünde. Das Ende...?

Man kann jene Ereignisse außerhalb unserer Existenz nicht definieren. Doch unser Leben spielt sich wohl in einer unabhängigen "Kugel", Namens Weltraum ab. Gottes Spielwiese...?

Um nochmals zu den Völkern und alten Kulturen zu kommen. Ich finde einfach, dass sich unser Leben in einer Abartigkeit befindet. Um darin einen Sinn zu finden, macht es alles sehr schwer. Vielleicht sind Gut und Böse zwei Komponenten, damit der Lebenskampf bestehen bleibt. Aber selbst diese Devise halte ich für zu sehr subtil.

Vermutlich findet sich im Guten die Vernunft wieder...



geschrieben von: Schatten der Sonne

Zitat:
Original geschrieben von TobeMental


Primär: Ist es die Welt tatsächlich noch wert, weiterhin zu bestehen? Ich würde die Menschheit schon als gesellschaftskrank bezeichnen...




Man könnte die Erde auch als nen Dreckball auf dem psychisch gestörte Affen leben bezeichnen. Denn in der Gesamtheit gesehen sind wir weit weg von den ach so sozialen und zivilisierten Menschen. Es wird alles zerstört was nihct gut genug ist oder unbekannt ist. Alles was dem Mensch gegenüber als unterentwickelt bezeichnet wird, wird unterworfen und mißbraucht. Das machen Menschen auch mit Menschen. Alle schreien nach Freiheit, und sozialem Miteinander. Aber es gibt immer noch Nöte, Kriege, Morde, Hass. Ich würde die Frage nach dem fortbestehen der Menschheit mit nein beantworten, auch wenn sich die positiven und negativen Dinge die Waage halten mögen, so stechen die Missetaten doch mehr ins Auge.
Irgendwie kann der Mensch nicht mit seinen Artgenossen in großen Gemeinschaften leben.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Homunculus
ein fuchs tötet einen hasen, um zu überleben. der böse fuchs - er hat einen hasen getötet! werden alle hasen denken.
der gute fuchs - er hat uns nahrung gebracht - werden seine jungen denken....
das beispiel hinkt, ich weiß, und nichts aus der natur lässt sich wohl noch problemlos auf den menschen übertragen, dafür sind wir seelisch und moralisch wohl schon viel zu abartig geworden.

Ich glaube, das Beispiel hinkt nicht, sondern bringt die Sache auf den Punkt: Was für den einen "gut" ist, ist für den anderen "böse", je nachdem, an welcher Stelle er im Geflecht von Ursachen und Wirkungen eingebunden ist. Wenn das Leben der Menschen irgendeinen Sinn machen soll, dann wohl den, das Überleben der Art möglichst lange zu sichern. Die Menschen müßten also ihre Fähigkeit zum Denken dazu gebrauchen, die Auswirkungen ihrer Handlungen besser beurteilen zu können und eben so zu handeln, daß sie sich nicht gegenseitig ausrotten und auch die Umweltbedingungen so beeinflussen (oder besser: nicht beeinflussen), daß menschliches Leben weiterhin möglich ist. Auf das "Fressen und gefressen werden" der anderen Tiere wird er wohl keinen großen Einfluß nehmen können, zumindest nicht in nächster Zeit. Damit stellt sich auch die Frage, ob das Töten von Tieren zur Nahrungsbeschaffung "erlaubt" ist oder nicht.
Die "Abartigkeit" des Menschen fängt eigentlich damit an, die Welt im allgemeinen und das Leben im besonderen irgendwelchen Idealen wie "Gut" und "Böse" unterzuordnen und auch die eigenen Handlungen an solchen Idealen zu messen, statt an den Auswirkungen, die sie wirklich haben. Ein anderer Punkt ist, daß die Menschen oft Handlungen begehen (z.B. im Namen der "Wissenschaft"), deren Auswirkungen sie gar nicht absehen können. Bezüglich des angesprochenen Problems der Hochwasserkatastrophen spielen da neben Staustufen, Flußbegradigungen usw. wahrscheinlich auch die Experimente im Zusammenhang mit dem HAARP-Projekt eine gewisse Rolle.



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Auch bei uns wird es immer dann ungemütlich, wenn es nicht mehr genug für alle gibt, und im Augenblick ist es eben so...!
Unzufriedenheit und Mangel an Einfluss oder Gütern löst immer Konkurrenzverhalten aus, und Konkurrenz sorgt für Agression, die man an den nächstbesten Schwächeren auslässt... und seien es die eigenen Kinder.

Ich würde den Satz "wenn es nicht mehr genug für alle gibt" genauer fassen wollen mit "wenn es SCHEINT daß es nicht mehr genug für alle gibt". Die Handlungen erfolgen auf der Grundlage dessen, was man glaubt zu wissen (und dieser Glaube ist unglücklicherweise auch noch in gewissen Grenzen manipulierbar).
Da fällt mir das Buch "Who moved my cheese" ein (in der deutschen Übersetzung mit dem sinnlosen Titel "Die Mäuse-Strategie für Manager") - klein aber fein.



geschrieben von: Ceb

Ist es nicht so, dass wir frei aus eigenem Willen und in eigener Verantwortung tun, was wir subjektiv für gut oder böse halten, aus welchen Gründen auch immer? Da niemand NUR gut ODER böse ist (subjektiv UND objektiv), wird JEDER beides tun. Wäre es anders, würde - wie so oft geschehen - das Gute zum Bösen werden und umgekehrt; in einem Gleichgewicht soll es bleiben! Es wandelt sich der subjektive wie der objektive Wertbegriff durch Zeit und Situation (z.B. das Töten eines Menschen ist OHNE Zeit und Lage zu kennen nicht absolut bewertbar: es kann gut oder böse sein, einen Menschen zu töten).

Die Welt als solche wird immer zerstört. Zerstörung ist wertfrei gesehen nur eine Veränderung, und alles wandelt sich, wobei es Überkommenes zerstört. Menschen sterben, Reiche gehen unter, Länder werden überschwemmt (gutes Beispiel: Nilhochwasser! oder: die Sintflut: Zerstörung), Werte werden abgelöst. Erschaffung ist Zerstörung und umgekehrt, denn alles was entsteht, ist wert (;-)) dass es zugrunde geht, oder?

und es wird zu Grunde gehen



geschrieben von: Tumulus

Ich finde, böse ist zunächst einmal alles, was nicht gut ist. Als gut kann ich das benennen, was nach eigener Meinung für den Fortschritt / das Wohlbefinden zunächst von mir selbst und dann für meine Gattung (umgekehrt ist natürlich ähem idealstischer) förderlich ist.
Alles andere kann ich als böse bezeichnen, ganz gleich aus welchem Grund (Egoismus, Blödheit, Wahnsinn etc.). Wenn also nicht nur ich, sondern auch die Mehrheit dieser Ansicht ist, so ist dieses oder jenes für die Allgemeinheit als böse zu bezeichnen.
Gut und Böse ist also zunächst auf keinen Fall absolut, sondern von einer individuellen Vorstellung abhängig. Da sich aber diese Vorstellung auf eine Masse von Individuen bezieht, ist Gut und Böse wiederum doch absolut.



geschrieben von: Ceb

Moin. Ja, Recht hast Du, Tumulus, mit Deiner sozialen Definition.

Solange Du Gut und Nichtgut als gesellschaftliches Phänomen betrachtest.
Doch wie schnell wandelt es sich: Willst Du das wirklich "absolut" nennen, was Morgen schon "absolut anders" ist? :-)

Wenn einmal die Gesellschaft etwas als gut und böse definiert hat, werde ich doch meinem Gewissen folgen und mich NIEMALS diesbezüglich der Mehrheit anschließen.



geschrieben von: Tumulus

Tja Ceb, was ich meinte ist:
Gut und Böse entspringt einem gesellschaftlichem Konsens (anders gesagt: dem Gewissen der Mehrheit) und gilt innerhalb dieser Gesellschaft absolut.
Das muß nicht morgen anders sein und muß nicht woanders anders sein (tatsächlicher verändert sich der gesellschaftliche Konsens sehr langsam und ist in vielen Belangen auf der ganzen Welt derselbe), kann aber. Beispiel Todesstrafe in den USA: dort gut, bei uns böse.
Das ist durchaus, wenn du so willst, ein gesellschaftliches Phänomen. Allerdings ein überlebenswichtiges, ohne das sich menschliche Gemeinschaften gar nicht bilden könnten.
Wenn du allerdings dein Leben als völliger Einzelgänger in der Pampa verbringen würdest, würdest du dir niemals die Frage nach Gut oder Böse stellen.





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