German Gothic Board
Nachtwelten | Gothic Board | Gothic Chat | Boardarchive |
Zitat:
Original geschrieben von Akareyon
@TobeMental: Schwarze Löcher erstmal als das gesehen, als was wir sie sicher kennen: zerstörende Singularitäten im All. Ob Zerstörung auch Erschaffung ist, haben sich schon andere Philosophen überlegt. Nach einem (natürlichen oder von Eingeborenen kontrollierten) Waldbrand ist der Boden fruchtbar und voller Mineralien für neue Pflanzen, genauso bei den Nilfluten vor dem Bau der Staudämme. Nach dem 2. Weltkrieg kam in Deutschland das Wirtschaftswunder.
Zitat:
Original geschrieben von TobeMental
Primär: Ist es die Welt tatsächlich noch wert, weiterhin zu bestehen? Ich würde die Menschheit schon als gesellschaftskrank bezeichnen...
Ich glaube, das Beispiel hinkt nicht, sondern bringt die Sache auf den Punkt: Was für den einen "gut" ist, ist für den anderen "böse", je nachdem, an welcher Stelle er im Geflecht von Ursachen und Wirkungen eingebunden ist. Wenn das Leben der Menschen irgendeinen Sinn machen soll, dann wohl den, das Überleben der Art möglichst lange zu sichern. Die Menschen müßten also ihre Fähigkeit zum Denken dazu gebrauchen, die Auswirkungen ihrer Handlungen besser beurteilen zu können und eben so zu handeln, daß sie sich nicht gegenseitig ausrotten und auch die Umweltbedingungen so beeinflussen (oder besser: nicht beeinflussen), daß menschliches Leben weiterhin möglich ist. Auf das "Fressen und gefressen werden" der anderen Tiere wird er wohl keinen großen Einfluß nehmen können, zumindest nicht in nächster Zeit. Damit stellt sich auch die Frage, ob das Töten von Tieren zur Nahrungsbeschaffung "erlaubt" ist oder nicht.Zitat:
Original geschrieben von Homunculus
ein fuchs tötet einen hasen, um zu überleben. der böse fuchs - er hat einen hasen getötet! werden alle hasen denken.
der gute fuchs - er hat uns nahrung gebracht - werden seine jungen denken....
das beispiel hinkt, ich weiß, und nichts aus der natur lässt sich wohl noch problemlos auf den menschen übertragen, dafür sind wir seelisch und moralisch wohl schon viel zu abartig geworden.
Ich würde den Satz "wenn es nicht mehr genug für alle gibt" genauer fassen wollen mit "wenn es SCHEINT daß es nicht mehr genug für alle gibt". Die Handlungen erfolgen auf der Grundlage dessen, was man glaubt zu wissen (und dieser Glaube ist unglücklicherweise auch noch in gewissen Grenzen manipulierbar).Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Auch bei uns wird es immer dann ungemütlich, wenn es nicht mehr genug für alle gibt, und im Augenblick ist es eben so...!
Unzufriedenheit und Mangel an Einfluss oder Gütern löst immer Konkurrenzverhalten aus, und Konkurrenz sorgt für Agression, die man an den nächstbesten Schwächeren auslässt... und seien es die eigenen Kinder.