[Spaß mit dem Arbeitsamt] - German Gothic Board

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Spaß mit dem Arbeitsamt

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Feuerschatten

In diesem Thread möchte ich jedem, der schon mal Erfahrung mit dem Arbeitsamt (Agentur für Arbeit) machen musste, seine Erlebnisse anderen Leidensgenossen mitteilen lassen. Denn meiner Meinung nach wird in keinem anderen Amt so viel vermurkst wie in diesem!
Deshalb möchte ich von meinem ersten Kontakt mit diesem Verein erzählen.
Da mein Studium zum 31.8.07 endete, und ich leider noch keine Zusage auf meine Bewerbungen erhalten habe, wollte ich mich bei der Agentur für Arbeit melden, damit meine Krankenversicherung weiterläuft. In meiner Stadt ist die Agentur für Arbeit auf zwei verschiedene Gebäude verteilt: Unten im Tal ist das Hauptgebäude stationiert und oben auf dem Hügel Jenarbeit, die für Alg II zuständig ist.
Soviel zur Vorinformation.
Ich meldete mich als erstes im unteren Gebäude, damit mein Fall erstmal aufgenommen wird. Daraufhin schickten sie mich ins obere Gebäude für den Antrag auf Alg II. Im oberen Gebäude schickte man mich aber sogleich wieder runter, da ich vom Hauptgebäude noch einen Bescheid bräuchte.
D.h. der ganze Antragsvorgang ist erst noch in der Anfangsphase und es wird wahrscheinlich Monate dauern, bis ich das erste Geld sehe (bis dahin bin ich hoffentlich in einem Arbeitsverhältnis!).
Dies wollte ich gestern Vormittag erledigen.
Ich wurde also bei einer Sachbearbeiterin vorstellig und übergab ihr den Schrieb vom oberen Gebäude in dem die benötigten Unterlagen vermerkt sind. Sie tippte etwas in ihren Computer ein und folgendes Gespräch entwickelte sich:
S(achbearbeiterin)
I(ch)

S: Ich kann ihnen den Bescheid nicht geben, da ihnen sämtliche Bezüge gestrichen worden sind.
I: Moooment! Mit welcher Begründung?! Und welche Bezüge eigentlich? Ich stelle hiermit doch erst den Antrag.
S: Ja, in Greifswald haben sie wiederholt zumutbare Arbeit abgelehnt.
I: Ich war noch nie in Greifswald!
S: Tut mir leid, so steht es hier im Computer.
I: Ich habe bei noch keiner Agentur für Arbeit jemals einen Antrag gestellt und man kann ja nur in jenen Städten das Arbeitsamt bemühen, in denen man auch gemeldet ist. Und sehen sie in meinen Pass, da steht nichts von Greifswald, da war ich nie gemeldet!
S: Ja, tut mir leid, so steht es aber im Computer, hier sehen sie selbst ... (damit dreht sie den Monitor rum)
I: Ja, da steht mein Name und mein Geburtsdatum aber alle anderen Punkte stimmen nicht mit meinem Leben überein.
S: (In einem gnädig herablassenden Ton) Ich kann ja mal sehen, was ich machen kann...

Damit war ich dann entlassen. Regelrecht geschockt über diese Uneinsichtigkeit und Stupidität bin ich dann erst einmal gegangen. Denn wie soll ich meine Identität beweisen, wenn nicht einmal mehr der Pass als Beweis ausreicht?

Heute war ich dann noch einmal da und angeblich bin ICH wieder ICH in ihrem Computersystem.
Mal schauen wie lange.



geschrieben von: Heph

Hey wenn die alle Daten von "Feuerschatten 2" ham las die dich doch einfach mal anrufen.

Ich hab auch schon schöne sachen erlebt. Z.B. das anträge erst nach 3 Monaten und dann noch Falsch bearbeitet werden, das Schriftstücke einfach verschwinden und das ich angeblich nie zu terminen erschienen bin bei denen ich aber war (seit dem las ich mir Unterschrften geben). Auch wollt ich sämtliche Gespräche mit meiner Beraterin aufnehmen (Diktirgerät) hat man mir aber verboten aus Datenschutztechnischen gründen wobei es geht doch um meine Daten oder nicht?



geschrieben von: Darket

Ich scheine zu einer Randgruppe in dieser Republik zu gehören. Ich habe nur ein mal mit dem Arbeitsamt zu tun gehabt und hatte eine ausgesprochen kompetente Sachbearbeiterin, die es geschafft hat meinen Antrag innerhalb von 20 Minuten durchzusehen, mich auf Fehler hinzuweisen und noch nett mit mir zu quatschen. Der Antrag ging dann innerhalb von sechs Wochen durch und nur weil ich ihn zu spät gestellt hatte, bekam ich erst am dritten Werktag meines ersten, nicht erwerbstätigen Monats mein Geld. Ich war wirklich positiv überrascht, hört man doch sonst nur schlechtes.



geschrieben von: pulSar

Ich war einmal im BIZ nach dem Abi... und einmal im AMT.
Die meinten dann, "Für ihren Wunsch-Lehrberuf sind leider keine Stellen frei".
Das war kurz nachdem ich den Ausbildungsvertrag unterzeichnet hatte...


Zu Feuzerschattens skullilem Identitäts-Spaß fällt mir ein:

Schade, dass man sich nicht einfach Session-IDs notieren kann und cookies mit nach hause Nehmen.

"Sehen Sie hier mein Logfile, darin ist eindeutig belegt, dass ich am $Datumsanagbe bei Ihnen $Log-inhalt unterneommen und gesagt habe"



geschrieben von: Schwarzer Prinz

Das erinnert mich ein bisserl an den Brief eines "Gemeindehilfspolizisten" aus eine Ort ca. 30km hier entfert. Ich solle 30€ wegen Behinderung + Flaschparken in einer Kurve (!) zahlen. Tja, ich habe aber weder einen Opel noch war ich je in besagtem Ort die letzten 2 Jahre. Das Kennzeichen war aber meins. Hatte dann erstmal fotografische Beweise angefordert und konnte (nachdem diese nicht vorhanden waren) den guten Mann schlieslich tatsächlich davon überzeugen, dass ich keinen roten Opel sondern einen schwarzen Golf fahre.

Wie der Fehler zustande kam ? Wusste er selber nicht ;)
Naja, passt nicht ganz.

Bei AA kommt es immer drauf an, wie ausgelastet, motiviert oder ausgebildet die sind. Da kann es erhebliche Unterschiede zw. mehreren SBs im selben Amt geben. Auserdem lässt sich der geschilderte Fall leicht beilegen, indem man sich die angebl. abgelehnten Arbeitsangebote vorlegen lässt. Sind diese nicht vorhanden, bzw. auf jemand anders ausgestellt ist die Sache wohl gegessen :cool:



geschrieben von: Masomär

Also ich habe mit den Arbeitsämtern mehr oder weniger Glück gehabt, habe immer mein Geld bekommen, und hatte eine kompetente Sachbearbeiterin. Es gab schon Patzer - bei den Leuten in der Empfangsabteilung und auch bei der Fallmanagerin stand im Computer immer meine uralte Adresse, die längst nicht mehr galt. Jedes mal, wenn ich die Bearbeiter darauf hinwies, haben sie die verändert und verwundert gemeint, sowas wäre gar nicht typisch für die Agentur, solche Fehler sind einmalig. Meine Fallmanagerin hat mehrmals gesagt, dass es für die gesamte BRD eine einzige Datenbank gibt, und wenn einer meine Adresse aktualisiert, dann ist meine alte Anschrift ein für alle mal weg. Dies alles wurde im Brustton der vollen Überzeugung ausgesprochen, und dies habe ich an die fünf mal gehört.
Die Briefe kamen aber trotzdem immer bei mir an, eine rationale Erklärung dafür fällt mir immer noch nicht ein...
Das war aber mehr oder weniger eine Bagatelle, was mir allerdings viele Bekannte erzählt haben, hört sich schon heftig an. So hat eine Bekannte von mir, eine Rollstuhlfahrerin, von der Agentur immer wieder ein Antrag verlangt, dessen Umsetzung ihr wegen ihrer Behinderung gesetzlich zustand. Sie wurde immer wieder von der einen und derselben Tante abgespeist, so ging es mehrere Monate lang. Nö, das steht Ihnen nicht zu! Nee, das können wir jetzt nicht machen! Was für ein Antrag? etc.
Und dann zum Schluss - meine Bekannte fragt zum x-ten mal nach dem Antrag, mittlerweile völlig abgefertigt; die Bearbeiterin staunt - wie jetzt???!!! Haben Sie denn immer noch keinen gestellt???!!!

Was andere staatliche Institutionen wie Schule, Polizei und einige andere Ämter, die höchstes soziales Feingefühl erfordern, betrifft, habe ich auch die tollsten Sachen erlebt. Wenn ich mir ansehe, wie ich mit einigen Idioten zu kämpfen hatte, und dann daran denke, dass sie auch mit Kindern "arbeiten", dann wird mir übel.



geschrieben von: mathea

Ja, wer sich auf die Herrschaften der AA verlässt ist einfach verlassen. Dass die einem Adressen geben wo man sich bewerben soll und sich nachher heraus stellt, dass die Stelle schon lang vergeben ist und sich die Firma wundert, warum die AA das immer noch nicht registriert hat *kopfschüttel*....

Oder dass ein Imformatiker nach dem Diplom 3 Monate arbeitslos war, weil er erst dann eingestellt wurde (also schon einen Arbeitsplatz in der Tasche hatte) und man ihm von der AA androhte, dass er kein Geld mehr bekommen würde wenn er sich weiterhin weigere den Grundkurs EXCEL zu besuchen *verwirrt?*....

Oder dass ich selbst bei der Hotline nach Informationen gefragt habe, eine Auskunft bekam und mir sogar den Namen notierte um später festzustellen, dass sowohl die Auskunft als auch der Name nicht korrekt waren und ich somit wegen verspäteter Arbeitslosmeldung mit einer Sperrfrist belegt wurde *schnauf*...

Da schwillt einem echt der Kamm.

Obwohl ich sagen muss, dass man auch Glück haben kann. Die Damen und Herren hier im Ort sind zumindest freundlich, zuvorkommend und bemüht. In einer Stadt im Osten sind sie noch nicht einmal das. Von der Kindergeldkasse will ich lieber nicht anfangen zu erzählen....



geschrieben von: Dirtydevil1981

Hm komisch, ich hatte auch noch nie Probleme mit dem Arbeitsamt. Aber mich wundert es nicht, dass die Mitarbeiter dort frustriert sind. Vielleicht sollte man die mal Fragen was sie so mit Arbeitslosen schon erlebt haben, vielleicht hat man dann auch mal verständniss für die Mitarbeiter dort. Und was man ganz häufig vergisst, und auch ich vergesse soetwas hin und wieder mal, sie können nichts für das deutsche System und sie können es auch nicht ändern.



geschrieben von: Masomär

Ach so, da war noch was, eine Projektleiterin hat meiner Gruppe einmal über eine neueingestellte Sachbearbeiterin im Arbeitsamt erzählt. Sie war hochmotiviert und ging sehr kompetent an die Sache ran. Vom Tempo und Qualität übertraf sie ihre Kollegen/innen um Einiges, worauf die ihr sehr bald drohend bescheidgaben - 4 Akten am Tag, mehr dürfe sie nicht bearbeiten, sonst übt es ja Leistungsdruck auf den Rest der Bearbeiter aus!!!
Die Frau hielt sich nicht daran und hat daraufhin die volle Packung abbekommen - Mobbing, Arbeitsunfähigkeit, Psychiatrieeinweisung!

Ein junger Mann aus der Gruppe berichtete Ähnliches - er hatte eine Bekannte, die im Arbeitsamt ein Praktikum gemacht hatte (wusste bis dahin nicht, dass es überhaupt möglich ist), und sie hatte auch darüber erzählt, wie das Arbeitsniveau künstlich niedrig gehalten wird.

Ach so, ich sagte, dass ich großartig keine schlechte Erfahrungen mit dem AA habe, aber ich habe grade vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen. Ich brauche für mein Studium ein vorbereitendes Praktikum, das 13 Wochen dauern soll. Die Sachbearbeiterin sagte aber, dies wäre jetzt nicht möglich, da ich so zu lange vom Staatsgeld leben werde, ohne was zu tun. Mein Argument, dass ich es eben für mein Studium brauche, und dass sie mich so erst recht nicht loswerden können, kam bei der nicht an. Ich soll zu einer MAE. Ich rief da an, und eine Kollegin am Telefon sagte, es wäre möglich im Rahmen einer MAE so ein Praktikum durchzuführen (Richtung Elektrotechnik). Später hat sich rausgestellt, dass so etwas doch nicht möglich ist, ist ja auch klar - man soll ja in staatlichen gemeinnützigen Einrichtungen arbeiten, und Elektrotechnik ist da vom Profil her zu fein.
Aber ich habe es eh geahnt, und hatte auch sonst keine richtige Motivation mir den Arsch aufzureißen. Nicht mehr.
Ich habe schon im letzen Winter ein Praktikum gemacht, und habe keine Bescheinigung darüber bekommen, im Sommer ging es auch schief (dies erwähnte ich im thread "gewalttätige Ausländer"), und jetzt habe ich einfach kein Bock und gammle zum x-ten mal bei so einer Scheiß-MAE rum.



geschrieben von: mathea

Klar sind die Angstellten bei der AA nicht primär Schuld am System. Aber die Mitarbeiter können durchaus etwas darür, wenn sie gegenüber ihren "Kunden" grob unfreundlich sind.

Ok, zur AA kommen auch viele fragwürdige Gestalten die nichts für ihr Geld tun wollen, ihr ganzes Leben lang nichts berufliches auf die Beine gestellt haben, dafür umso früher dieSchule geschmissen haben und sich dennoch für jeden Handschlag zu fein sind bzw. auch noch konsequent lügen und sich um jegliche Verantwortung drücken.

Aber so jemanden sollte man doch allein schon anhand seines Lebenslaufes, wenn er den überhaupt hat, erkennen können.

Mir wurde das ALG gesperrt, weil ich selbst gekündigt habe, also bewusst in Kauf nahm, arbeitslos zu werden. Schon klar. Aber ich kann ja nichts dafür, dass das Studium erst im Oktober beginnt, sie Vorkurse aber bereits im September. Und die Aussage: Mein bisheriger Beruf hat mich psychisch fertig gemacht, weil er nicht meinen Neigungen entsprach und meine Eltern mich dazu gewzungen haben, zog als Argument überhaupt nicht, obwohl mein Psychologe mir das hätte bestätigen können.

Ach ja, die Damen und Herren bei der AA haben es sicher auch nicht schwerer oder leichter als alle anderen Dienstleister, mit dem Unterschied: Die Arbeitslosen/-suchenden müssen zwangsläufig dorthin um ihr Geld zu bekommen. Deshalb kann man sich dort anscheinend eine sehr fragwürdige Arbeitseinstellung leisten, warum auch immer.



geschrieben von: Feuerschatten

@ Heph
Der Tipp sich bei jeder Vorladung eine Unterschrift geben zu lassen ist gut! Das werde ich auf jeden Fall beherzigen.

Einem Freund von mir wurden Leistungen gekürzt, weil er wiederholt zu Vorladungen nicht kommen konnte. Sein Argument zu Bewerbungsgesprächen außer Lande gewesen zu sein war keine Entschuldigung. Da halfen auch nicht die Nachweise der potenziellen Arbeitsstellen.
Soll man sich jetzt um Arbeit bemühen oder zu jedem Zeipunkt für die Agentur für Arbeit stramm stehen?

Ich beglückwünsche alle Personen die hier keine Anekdote reinschreiben können.

Aber mich würde auch echt die Gegenseite interessieren. Also Mitarbeiter, die sich mit den arbeitslosen Problemfällen dieser Gesellschaft befassen müssen. Wie mathea schon sagt gibts da sicherlich auch so Pappenheimer, die die Angestellten in den Wahnsinn treiben.



geschrieben von: Grabgefluester

hey leute mal ocker bleiben,

ist ja richtig, die mühlen des systems malen langsam, aber sie malen. Das liegt aber am System, nicht an den mitarbeitern.

1.Das sind halt alles nur menschen, und wo menschen arbeiten passieren fehler. Gerade bei so einem großem "Unternehmen" wie den Arbeitsämtern oder den FamKas oder weiteres. In ganz deutschland arbeiten unmengen von leuten in ihnen. Je mehr leute arbeiten umso mehr fehler werden gemacht. und je näher der kundenkontakt ist (welcher ja bei solchen sachen verständlicherweise sehr hoch ist) umso mehr fehler werden mitbekommen und aufgebauscht.

Es sind Menschen, nicht mehr und nicht weniger, nehmt euch das mal zu Herzen, denkt dran wenn ihr das nächste mal beim Amt seid. Sie machen nur ihren Job, nach den Anweisungen die Sie nicht geschrieben haben sondern nur befolgen müssen.

2. ich weiß nicht wer eine kaufmännische ausbildung von euch genossen hat, aber jedem von euch müsste klar sein, je mehr schnittstellen es gibt, d.h. je mehr hände ein fall durchläuft um so eher kommt es zu problemen. Das lernt man relativ früh in der ausbildung. Und keiner kann mir erzählen das es im Amt oder bie der Famka wenig hände gibt die ein fall durchläuft.


3. Die Software. DIe Software ist manchmal recht unflexibel. Wer schon einmal mit SAP gearbeitet hat weiß das.
Wenn das System daten hat dann lässt es nichts anderes zu. Dann kann der SB vor dem ihr steht auch nichts tun, das system hantiert aufgrund von daten, egal wie logisch oder unlogisch sie sind.
Wo sie herkommen? siehe 1 un 2.


4. Ich persönlich kenne einige Leute die bei der FamKa oder dem AA arbeiten.
Ihre Berichte über ihre Arbeit sehen anders aus als das was ihr schreibt. NIchts von niederhaltung, nichts von mobben weil jemand besser arbeitet als man selbst, nichts von alledem.


Denkt daran, es ist nicht alles so wie man aus seinem eigenen blickwinkel sieht. versucht es von allen seiten zu sehen, das lässt oft interessante einblicke zu die die eigene meinung ändern können.



geschrieben von: Schwarzer Prinz

Zitat:
[i]
Denkt daran, es ist nicht alles so wie man aus seinem eigenen blickwinkel sieht. versucht es von allen seiten zu sehen, das lässt oft interessante einblicke zu die die eigene meinung ändern können. [/B]


Das mit den Anweisungen kann man so nicht stehen lassen, die Schergen Stalins oder Hitlers haben auch "Nur nach Anweisung" gehandelt.

Und SAP, das fand ich geil, schön komlex also genau das richtige für IT Prinzi :D



geschrieben von: Feuerschatten

Na ja, ich versuche es ja aus beiden Blickwinkeln zu sehen, von den Mitarbeitern wie von den Arbeitslosen. Deshalb hab ich ja auch nach Erfahrungen von Amtseiten gefragt.
Aber nach meiner bisherigen Erfahrung ist gerade die Agentur für Arbeit prädestiniert für fehlerhafte Vorgänge. Ich habe während eines sechswöchigen Praktikums im Naturschutz- und Grünflächenamt von Berlin die Zustände dort live miterleben können. Aber wie wenig Murks ich in den sechs Wochen mittendrinn miterlebt habe, im Vergleich zu dem, was man vom AA als Außenstehender am Rande zu hören bekommt, steht in keinem Verhältnis.

Passt zwar nicht 100%ig in diesen Thread, aber aus der Zeit im Berliner Amt hab ich auch noch was schönes zu erzählen:
Im Allgemeinen ist in den sechs Wochen nicht allzuviel Arbeit für mich angefallen. Nur eines Tages hatte ich morgens nur einen Fall zu bearbeiten gehabt und seit dem mir nur mit schlauen Naturschutzbüchern die Zeit vertrieben. Also bin ich zu meinem Vorgesetzten und hab nachgefragt ob er denn nicht noch irgendetwas für mich zu tun hätte (ICH WILL WAS ARBEITEN, SONST LANGWEILE ICH MICH ZU TODE!). Darauf meinter er nur in seinem unnachahmlichen sächsisch, dass ich nach Hause gehen könne "man muss sich ja net tod mache".

Die Beamten dort erscheinen spät, machen lange Frühstückchen, sind immer für ein nichtarbeitsrelevantes Schwätzchen ein paar Zimmer weiter zu haben, TUN DANN SOGAR MAL WAS, ach ja, und dann ist ja auch schon die laaaange Mittagspause. Danach ist meist nochmal eine produktive Phase, während man sich schon seelisch auf den Heimweg vorbereitet. Und das, obwohl ihnen eine Stelle gestrichen wurde und sie nun die ganze Arbeit in unzumutbarem Umfang mitmachen müssen. Wie die sich darüber aufgeregt haben, was sie nun für einen Stress hätten!

Das oben berichtete ist nicht übertrieben, entspricht aber leider so sehr dem Klischee des deutschen Beamten.



geschrieben von: Grabgefluester

@prinz


sorry, aber vergleichst du gerade die zustände im AA mit Stalin und Hitler?

dazu kann ich echt nichts mehr sagen -.-

Die Anweisungen jemanden zu töten auszuführen und Massenmord zu begehen ist doch etwas leicht anderes als die Anweisungen wie man einen Vorfall im AA zu bearbeiten hat, oder sehe ich das falsch?



@feuerschatten


aber genau das meinte ich doch.

Du ahst gar nciht so viel mitbekommen weil an sich auch gar nicht so viel falsch läuft, in der einzelnen stelle, aber überleg mal, das was du mitbekommen hast und multipliziere das mit der anzahl der Ämter in Dtl. da kommst du nämlich drauf warum du so viel von außen hörst. Nicht alles aus einem einzigen Amt oder? ;-)



geschrieben von: Dirtydevil1981

Zitat:
Original geschrieben von mathea
Klar sind die Angstellten bei der AA nicht primär Schuld am System. Aber die Mitarbeiter können durchaus etwas darür, wenn sie gegenüber ihren "Kunden" grob unfreundlich sind.


Ich weiß das viele Ämter, und das ist nicht nur das Arbeitsamt, sehr unfreundlich sind und man sich total doof vorkommt, wenn man dort ist.

Aber habt ihr mal im öffentlichen Dienst gearbeitet. Ich arbeite auf einem Bauhof in der Verwaltung und beleidigungen sind an der Tagesordnung. Ihr glaubt gar nicht wie man ohne Grund beschimpft wird. Und wenn ich ehrlich sein soll, ist das bei mir noch harmlos. Was ich im Bürgeramt schon mitbekommen habe und erst im Sozialamt. Eine Kollegin von mir wurde mit einem Messer bedroht, andere wurden bespuckt. Man wird belogen, bedroht, beleidigt und und und. Es ist unter jeder Menschenwürde.

Ich weiß, dass wir nicht die schnellsten sind. Aber wer mal im Amt gearbeitet hat weiß wieso. Es ist nicht, dass wir nicht schnell sind, aber jedes Schriftstück wandert über 3-6 oder noch mehr Tische. Jeder guckt drauf, jeder gibt seinen Senf ab. Es ist immer geregelt wer etwas entscheiden darf und wer nicht. Es ist alles doppelt und dreifach kontrolliert und abgesichert. Jeder Fehler ist ne Abmahnung. Das Kostet Zeit und nerven bei den Bürgern.

Aber man verliert schon oft den Mut dort zu arbeiten und ist häufig demotiviert. Selten sagt jemand was freundliches oder bedankt sich. Wenn man das viele Jahre mitgemacht hat, dann wird man einfach unfreundlich.

Das soll keine Ausrede sein und es ist auch nicht richtig. Aber es ist einfach so. Ich versuche trotzdem nett zu sein, nur zugegeben, wer zu mir nicht nett ist, da werde ich auch immer etwas naja sagen wir mal unnetter.



geschrieben von: Apex

Ich war ein Jahr arbeitslos, davon ein halbes Jahr ohne Beschäftigung. Und ehrlich gesagt, ich werde mich, solange ich es vermeiden kann, nie wieder arbeitslos melden. Mich mit dem Amt (Agentur sag ich nicht, solange man weniger wie ein Kunde als wie ein Bittsteller behandelt wird) rumzuschlagen, ist mir für die paar Kröten viel zu stressig wenn ich ehrlich bin.

Was ich da alles erlebt habe. Am Anfang wars ja ganz witzig, wenn die mir ein Stellenangebot vom Escort-Service schickten. Naja, das war auch schnell geklärt, kurz angerufen, erklärt, dass man weder einen Führerschein hat wies gewünscht wird noch das passende Geschlecht. Und mir wurden sogar nicht mal die Mittel gestrichen.

Aber dann gings los, jedes mal wenn ich einen Termin hatte, kam ich zu einem anderen Sachbearbeiter. Was soll das? Jedes mal musste ich von neuem erklären, dass ich mein Abitur an einem Kolleg nachholen will, dass ich dann wieder Schüler bin, aber das ich erst vorher ein halbes Jahr einen Vorkurs mitmachen muss, während dem ich noch kein Schüler bin, aber selbstverständlich bereit bin, außerhalb der Kurszeiten zu arbeiten (selbstverständlich, lieber einen echten Job als das Amt). Bis die das jedes mal kapiert hatten. Da gingen manchmal ganze Stunden ins Land (nen Kaffee hat mir auch keiner angeboten), erschreckender fand ich aber eigentlich, dass die nicht wussten, was ein Kolleg ist. Ich dachte eigentlich vorher, grade die im Arbeitsamt müssten über die Möglichkeiten der Erwachsenenbildung bescheid wissen...naja...jugendliche Naivität. Eigentlich hätte mir schon klar sein müssen, dass das nichts wird mit dem Amt als sie dem langjährigen Systemadministrator, der neben mir im Wartezimmer saß, einen EDV-Grundkurs aufs Auge gedrückt haben. Aber man könnte es doch wirklich wenigstens so timen, dass jeder Fall einem bestimmten Sachbearbeiter zugewiesen wird. Das hat ja nichts mit internen Bestimmungen zu tun, sondern eher mit einem Mangel an Grundlagen der Organisation bei der jeweiligen Leitung.

Die Scherze, von wegen nicht bei einer Veranstaltung gewesen und dann die Mittel gestrichen bekommen, die hab ich auch mitgemacht. Mensch, war ich da sauer am Telefon, tut mir im Nachhinein auch leid für die Sachbearbeiterin die dafür nichts konnte...aber irgendwo hört sichs ja mal auf. Naja, ich hab mich dann wieder eingekriegt und auf freundliches Anraten des Sachbearbeiterin beschlossen mir jedes mal eine Unterschrift geben zu lassen wenn ich da war. Beim nächsten mal bin ich auch dann nach der Veranstaltung vor gegangen und hab gefragt ob ich so eine Bestätigung meiner Anwesenheit haben könnte...

Antwort: "Sowas machen wir net!"

Ich glaube in dem Moment fing mein Augenlid gefährlich an zu zucken, so dass die Kollegin schnell raus rannte und nach ner Minute mit nem Vordruck zurückkam auf dem beide unterschrieben. Komisch...anscheinend machen sies doch.

Nee...ich geh da net mehr hin...nie wieder...zumindest den Erfolg hatten sie, nie wieder ins Haus das Verrückte macht.



geschrieben von: Saphira

Also ich kann eigentlich nur bestätigen, was ich hier überwiegend gelesen habe. Ich bin zur Zeit in einer Ausbildung, d. h. seit August 2005 und bin im April diesen Jahres in Erziehungsurlaub gegangen für ein halbes Jahr, das heißt also, dass ich für April bis September ALG II beantragen musste. Ich hatte schon totale Schwierigkeiten mit dem Amt, als ich damals angefangen habe mit der Ausbildung, weil die etwa zwei Monate gebraucht haben um erstmal die Berechnung für meine Ausbildungsbeihilfe auszurechnen und mir zu sagen, was meine Eltern an Unterhalt für mich zahlen müssen. Als ich im April dann in Erziehungsurlaub gegangen bin, war das ein heilloses Durcheinander. Man glaubt gar nicht, wie schnell die sind im umändern von Daten, wenn es darum geht, dass sie nicht mehr zahlen müssen, in der Hinsicht auf das BAb, aber andererseits kommen die nicht aus dem A...llerwertesten, wenn es um das ALG II geht. Ich meine, der Witz an der Sache ist, dass ich geschlagene vier Monate von einem halben Jahr auf mein Geld gewartet habe, Schulden hatte, mir Geld leien musste, schon quasi auf dem AA gewohnt habe, weil ich jeden Tag dort einen Affenaufstand gemacht habe und im Endeffekt wurde auch noch falsch berechnet, das heißt, die wollten mir doch ernsthaft nur 100€ im MOnat mit Kind, Haushalt und eigener Wohnung bezahlen...dass ich nicht lache....ich hatte im August dann meinen vollen Anteil ALG II und musste dann Anfang August schon wieder mein BAb neu beantragen, weil ja am 01. Sept. meine ARbeit wieder los ging....Dass sich das so lange hingezogen hat, so das AA, liegt daran, dass ich ja die Unterlagen nicht rechtzeitig eingereicht hätte, obwohl ich Nachweise darüber hatte, dass ich teilweise die Sachen sogar dreimal eingereicht hatte. Als ich dann mit einer Klage und einer Dienstaufsichtsbeschwerde beim Senat drohte ging dann alles ein bisschen schneller. Und der Hammer war ja, dass ich denen noch sagen musste, welche Paragraphen des BGB auf mich zutreffen und das meine Eltern hinsichtlich des Erziehungsurlaubes in dieser Zeit keinen Unterhalt zahlen müssen. Das haben die mir erst geglaubt, als ich denen das aus dem Net ausgedruckt habe und mit Quellenangabe vorgelegt habe. Tja, soviel zum Erziehungs"urlaub" und Deutschland solle doch mehr Kinder bekommen. Als ich denen gesagt habe, dass ich eine kleine Tochter habe, dass ich drauf und dran bin meine Wohnung zu verlieren, wenn mein Vermieter nicht so super nett gewesen wäre und mir noch eine Woche Karrenzzeit gegeben hat, bevor er die fristlose Kündigung rausschickt, hat die blonde (blöde) Sachbearbeitungstante mich nur (höhnisch) angegrinst und mir gesagt, das sei ja nicht ihr Problem und sie könne mir da auch nicht sagen, was ich machen solle. Außerdem sei das ja nicht ihr Kind, da müsse sie sich schließlich nicht drum kümmern.
Ich werde, egal was es ist, irgendeine Arbeit machen und sei es, dass ich den MOnd pollieren muss, aber zum Arbeitsamt bekommen mich keine zehn Pferde mehr.
Das ist das bekloppteste Amt, was es gibt. Und wusstet ihr schon, dass nachdem die Telekom so rapiede die Stellen gekürzt hat, viele von der Telekom beim AA angefangen haben? Tja, ist ja kein Wunder, wenn die von Paragraphen keine Ahnung haben.....



geschrieben von: Schwarzer Prinz

Bitte obigen Beitrg mit Absätzen formatieren, danke :)



geschrieben von: Feuerschatten

"den Mond polieren" hihi, zu lustig...

Aber gestern war ich wieder beim Affenamt und habe meine restlichen Nachweise abgegeben und es schien alles in Ordnung zu laufen. Mal schaun wie lange es dauert, bis mein Sachbearbeiter die Sache bearbeitet hat.
Nur hatte er irgendwie Schwierigkeiten das Prinzip einer Wohngemeinschaft zu verstehen, in der ich halt nunmal wohne. Denn ich sollte aus dieser Wohnung mit 80qm ausziehen, weil sie für mich zu groß und zu teuer wäre. Es hat echt gut 10 Minuten gebraucht um ihm klar zu machen, dass ich von diesen 80qm jediglich 16 effektiv bewohne und auch nur ein Drittel der achso teuren Miete dafür bezahle. Und 16qm sind doch auch für eine arbeitslose nicht zu viel? Oder sind da meine Ansprüche zu hoch?
Doch an die Decke bin ich ja beinahe gegangen als er damit anfing, ob nicht meine beiden Mitbewohner unterhaltspflichtig für mich wären?! Der hat echt mit allen Mitteln versucht nichts für mich ausgeben zu müssen.



geschrieben von: Waldemar

Ich war ja lange guter Kunde beim hmm.. "Arbeitsamt". So hieß das seit anbeginn der Zeit, seitdem es Arbeitsämter gibt. Aber nachdem sich das Arbeitsamt für teuer Geld, so 13 Millionen Euro, in "Agentur für Arbeit" umbenannt hat, brauchten sie ja auch ein neues Logo. Das ist verständlich. Schließlich wird durch ein neues Logo die Situation auf dem Arbeitsmarkt gleich viel besser.

Böse Zungen behaupten, dass das neue Logo aussieht wie das alte, nur dass die Farben vertauscht seien. Aber für die Kleinigkeit von 100.000 Euro kann man auch nicht mehr verlangen. Als Folge daraus entstanden natürlich enorme Kosten. Alle Drucksachen mussten geändert werden, neue Schilder gemacht werden usw. Wir hams doch... Unser Arbeitsamt...ähh unsere Arge tut was für ihr Image... Das musste natürlich eine Werbeargentur übernehmen, das kostet auch noch paar Millionen.. Wir hams immer noch

Und komischerweise, sagen viele immer noch Arbeitsamt.. komisch selbst von Angstellten habe ich das noch gehört, hat sich also gelohnt..

Lieber Argentur, für solche Glanzleistungen hätte man nicht verlangen können, dass ihr mal nachdenken könnt. In den Jahren wo ich euer Kunde war, habe ich das auch nie festellen können..



geschrieben von: Owl

Hallo… Ein Thema, welches mich als Agenturmitarbeiter natürlich anspricht.
Unfreundliche Mitarbeiter gibt es in der ganzen Agentur, ja sogar in jedem Betrieb und einen schlechten Tag erwischt jeder einmal. Das muss ich mir auch ganz klar selbst ankreiden. Ist nicht schön aber man ist eben nur ein Mensch.
Aber was sich auch bei uns im Hause, gerade in den ARGEn abspielt, ist nicht mehr haltbar. Mir ist klar, dass das Klientel durchaus ein Schwieriges sein kann. Aber man muss bei solch einem Job eine gehörige Portion Sozialkompetenz besitzen, die es einem erlaubt, die Dinge sachlich zu regeln ohne dem Menschen zu signalisieren, dass er minderwertiger Abschaum ist und vor Allem ohne persönliche Fehden anzuzetteln.

Meine beste Freundin bezieht ALG II und wenn sie mich als „Insider“ nicht hätte, würde sie heute unter der Brücke nächtigen (oder bei mir natürlich, was ja aber auch nicht Sinn der Sache ist).
Vier Schreiben, in denen zum dritten Mal irgendwelche Unterlagen angefordert wurden, die sie schon längst abgegeben hat (die ICH in meinem Bereich für sie kopiert und ihr in die Hand gedrückt habe bevor sie einen Termin hatte) sind nicht mehr zu entschuldigen. Gerade dann, wenn es um die nackte Existenz eines Menschen geht.
Ich habe ihr immer gesagt, dass sie schön brav alles abgeben soll was von ihr verlangt wird und dass sie dann auch schnell zu ihrem Geld kommt. Aber da habe ich mich geirrt. Da habe ich mich doch tatsächlich geirrt. Und gerade das ist das Traurige.
Als sie dann zum vierten Mal vor der Theke stand und einfach keine klare Auskunft über die noch benötigten Unterlagen bekam, und ihr dann auch noch verweigert wurde mit der Sachbearbeiterin zu sprechen, die ihr diesen Bullshit zum dritten Mal zugeschickt hat, ist mir die Hutschnur leicht angerissen und ich musste mich der Dame doch einmal vorstellen. Die Mitarbeiter sind zu Namensschildträgern aus dem eigenen Hause immer ganz besonders zuvorkommend. Alleine dafür hätte ich der Dame am Liebsten ins Gesicht gefasst.
Innerhalb von einer Woche hatte meine Freundin ihr Geld.
Mir tun die Leute leid, die völlig ohne Beistand gegen solch eine Wand anlaufen müssen.

Sicher muss auch erwähnt werden, dass viele Anträge recht zügig und auch richtig bewilligt werden, dass es auch kompetente Mitarbeiter/ innen gibt und dass viele Kunden auch wirklich mit der Arbeitsleistung der Agenturen zufrieden sind.
Aber diese negativen Fälle stellen meiner Ansicht nach einen noch immer zu großen Anteil. natürlich gibt es dafür vielfältige Gründe, die nicht nur in der "Unfähigkeit der Agentur" liegen. Aber jeden Grund anzuführen würde bedeuten, für jeden dieser Gründe ein eigenes Thema eröffnen zu müssen.

So...
Das nur kurz und ganz oberflächlich zu "Spass mit meinem Arbeitgeber". Natürlich sollte man nie pauschalisieren aber manchmal muss man einfach schreien...

Zitat:
Aber gestern war ich wieder beim Affenamt und habe meine restlichen Nachweise abgegeben und es schien alles in Ordnung zu laufen. Mal schaun wie lange es dauert, bis mein Sachbearbeiter die Sache bearbeitet hat.


Haha, ja das ist so eine Sache. Im ersten Moment ist immer alles in Ordnung. Man möchte den Kunden ja schnell wieder loswerden. Die wirkliche Reaktion erfolgt dann, wenn der Sachbearbeiter einen Blick riskiert hat. ;-)



geschrieben von: Apex

Also eine Sache muss ich noch zugunsten des Amtes (damals noch Amt) loswerden. Denn eine Sache ging sowas von schnell und unbürokratisch...das war sowas von toll...

Ich bin damals zum Amt gegangen, hab mich an der Theke ordnungsgemäß vorgestellt und dann wurde ich nach meinem Anliegen gefragt. Die Dame war schon sehr unhöflich als ich mich vorstellte, ich war also mal wieder auf alles gefasst, nur auf eins nicht. Ich fing meinen Satz an "Ich würde mich gerne bei Ihnen abmel..." "Unterschreiben!".

Ich hab erstmal ne halbe Minute gebraucht um das zu kapieren...ich hatte unterschrieben, nen Wisch bekommen und war fertig, einfach so...ohne jedes Problem, ohne was ausfüllen oder erklären zu müssen. Ich war einfach frei. Ich bin an dem Tag zum ersten und einzigen mal wirklich mit einem verdammt guten Gefühl raus gegangen.

Naja...so toll wars doch net. Denn 2 Monate später rief ein Sachbearbeiter vom Amt an und fragte, warum ich denn nicht mehr kommen würde. Ich würde doch noch Leistungen bekommen...(bekam ich natürlich nicht mehr).



geschrieben von: Feuerschatten

Großes Lob an das AA! Den Bescheid über einer echt ansehnlichen Summe habe ich schon nach 4 Tagen zugeschickt bekommen. Aber nun kommt DIE große Herausforderung: Eine Kontoänderung! Mal schaun auf welches Konto das erste Geld eingehen wird, ich bin gespannt. Die Stadtwerke für Strom haben es nach 2 Monaten, einer schriftlichen Benachrichtigung und einem Telefonat nicht auf die Reihe bekommen.



geschrieben von: Masomär

Und wieder hängt der Damokles-Schwert über mein Studium.
Denn für das Studium braucht ein 13-wöchiges gottverdammtes studiumvorbereitendes Praktikum. Und dies wird im Optimalfall erst im Dezember losgehen. Bis dahin muss ich MAE-mäßig in einer Cafe-Küche aushelfen, was mir allerdings Spaß macht, und vom Geld her gibt es es da auch nicht sooo viel zu meckern.
Ein Kollege erzählte mir aber, er wäre nicht so wie ich in einer MAE-Maßnahme, sondern er mache RBM - Regionale Beschäftigungsmaßnahme oder sowas, auf jeden Fall bekommt er 850E im Monat, muss allerdings die Miete und co selber zahlen. Sowas hat zwar den Status eines brutto-netto-sozialversicherungspflichtigen Jobs, wird aber tatsächlich ebenfalls vom Job-Center gefördert.
Und da habe ich mir überlegt, auf so eine Maßnahme umzusteigen, und bei einem Freund oder in irgendeiner Bruchbude zu nächtigen. Somit würde ich bei der Miete sparen, und würde für diese zwei Monate recht gut absahnen. Sowas Ähnliches habe ich schon letzten Winter gemacht.
Also ging ich zum AA und äußerte den Wunsch auf RMB umzusatteln. Erstens ging das nicht, die ganzen Klausel will ich jetzt nicht ausführen. Zweitens hat die Arbeitsvermittlerin gemeint, sie hätte mir einen Brief mit einem Arbeitsangebot zugeschickt, da ein Bau-Unternehmer auf mein Profil aufmerksam geworden ist. Ich war baff, ich habe außer meinem Abi keinerlei Profil, schon gar nicht eine Bauhelferrelevanz - und das wurde mir jetzt als Angebot zugewiesen! Der Brief ist jetzt bei mir zuhause angekommen, und ich muss mich da umgehend bewerben. Außerdem habe ich eine Wiedereingliedrungsvereinbarung unterschreiben müssen, quasi die Pflicht auf sich genommen monatlich 15 Bewerbungen zu schreiben. Am Anfang dachte ich die Arb.Vermittlerin will mich veraschen. Ich kam wegen einer völlig anderen Sache, und bekomme auf einmal von einer völlig neuen Bearb.in, die mich und meine Situation nicht kennt, diese
Bewerbungspflicht aufgetischt. Dies kam mir vor allem wegen dieser Bauhelfer-Sache sehr dubios vor, und ich habe schon ansatzweise angefangen Theater zu machen, wollte den Chef sprechen, und bekam ihn von der Frau selber vermittelt bekommen, ist ja mein gutes Recht, wie sie selber sagte. Dann hat mich der Teamleiter überzeugen können. Ich meinte, dass ich endlich studieren will, dass dafür dieses Praktikum erforderlich ist, und dass ich deswegen nicht arbeiten kann. Er meinte, sowie die Kollegin davor, mein Abi liegt schon drei Jahre zurück und ich müsse endlich vom job-center weg. Ich sagte, ich habe eine schlechten Schnitt gehabt und brauche deswegen min. 5 Wartesemester.
Er meinte, dass ich mich dennoch rumbewerben muss, und dass diese Vereinbarung mir sowieso bald per Post zugeschickt wäre.

Naja, recht komplex, das alles. Ich habe dann diese Bewerbungsdings unterschrieben und mich auch bei der Arb.Vermittlerin entschuldigt, es war ihrerseits alles schon gesetzeskonform verlaufen. Sie wünschte mir am Ende alles Gute.

Naja, also in diesem Fall gab ich mich schon etwas übertrieben, da ich mein Studium gefährdet sah, die Bearbeiter haben aber gut reagiert, ohne Stress zu veranstalten. In dem Sinne ist es ein Pluspunkt für sie - in diesem Fall.

Dennoch muss ich jetzt diese Scheißbewerbungen schreiben und dafür beten, abgewiesen zu werden. Weil es mir an dieser MAE-Stelle verhältnismäßig gut geht, und ein 1,50-Job aus finanzieller Sicht gar nicht sooo schlimm ist. Und weil ich mich nicht wieder auf eine neue Stelle umstellen will. Und weil ich in einem Wohnheim wohne, dessen Miete der Staat zahlt, und die recht hoch ist. Ich werde ohne Ausbildung keinen gut bezahlten Job kriegen, mit dem ich die Miete zahlen kann. Und ich will eh im Winter endlich diese Praktikum machen.

Klar, der Staat braucht auch Steuern für die Sozialabgaben, aber ich habe in dem Fall keine Wahl. Und ich hätte schon früher studiert, wenn mir nicht Steine in den Weg gelegt worden wären.
shit happens



geschrieben von: Vampire Lady

Dann will ich auch mal von meinen schlechten Erfahrungen berichten:

Ich war gerade ca 2 Monate arbeitslos, als ich einen Kurzzeit-Job als Krankheitsvertretung bekam - alles schön und gut bis dahin.

Also rief ich pflichtgemäß beim Amt an unter der Zentrale. Der Dame dort sagte ich, dass ich ALG UND ALG ll bekomme und was ich jetzt durch den Job alles verschicken muss etc.

Die Dame sagte mir, sie würde mir ALLE erforderlichen Unterlagen zukommen lassen und es in den PC eintragen. Die Unterlagen hab ich dann auch brav ausfüllen lassen und zurückgeschickt.

3 Monate später kommt auf einmal ein Schreiben, ich hätte 150 € zuviel ALG erhalten (ich bekam trotz Job noch ALG ll zur Aufstockung) da ich mich nicht abgemeldet hätte - :eek: wie jetzt, warum wurde denn dann bitte mein ALG ll neu berechnet? Zumal die Damen und Herren doch eigentlich gegenseitig im PC sehen, was ich beziehe und was nicht?

Nun gut, ich habe es bezahlt (auch hier haben sich div. Schreiben überschnitten zum Thema zurückzahlen, ich bekam welche vom Amt direkt und welche von einem reg. "Überamt")

Natürlich kam was kommen musste, ich sollte mich zu dem Fall äußern, es lief grob auf Betrugsversuch hinaus. Ich habe denen dann geschrieben, dass ich sehr wohl angerufen hätte und gesagt habe, dass ich beides beziehe usw. und ich außerdem blöd wäre wenn ich betrügen wollte und meinen Job beim ALG ll anmelde und beim ALG nicht. Nun gut, ich wurde verwarnt, da ich schließlich hätte wissen müssen, dass ich zwei Stellen anrufen muss (was mir die Dame ruhig hätte sagen können). Damit war die Sache für MICH erledigt.

Nach ein paar Wochen die nächste Böse Überraschung - ein Brief von der Zollbehörde, Anhörung wegen Verdacht auf SCHWARZARBEIT!!!! Wie jetzt, sind die völlig plemplem? Wieso leiten die sowas weiter? Mit welcher Begründung? Also hab ich denen das Gleiche geschrieben - mit dem Ergebnis, dass ich entweder 100 € an ein Tierheim zahlen muss oder ein Verfahren gegen mich eröffnet wird. Und das alles, weil die Dame am Telefon nicht zuhört oder keine Lust hatte mir zu sagen, dass ich doch bitte noch wo anders anrufen soll!

Was ich jetzt von denen halte ist ja wohl klar oder?



geschrieben von: Waldemar

Gleiche Thema bei mir grade. Bin seit September in Arbeit, bekam dann ein Schreiben, dass ich für September Geld zurückzahlen solle, obwohl natürlich alles gemeldet und nachgewiesen wurde. Verdacht der Schwarzarbeit. Vollkommen klar, weil ich jetzt in Arbeit bin, liegt der Verdacht der Schwarzarbeit natürlich sehr nahe.

hm sehr gut ARGE, eigentlich bin ich ja Stolz auf euch.. denn eure Dämlichkeit überrascht mich manchmal sogar doch noch...



geschrieben von: Mengkong

ich habe vor nicht allzu langer zeit nen hübschen brief bekommen, der mich gradewegs ins koma verfrachtet hat. da wollten die ne nachzahlung von satten 3500 euro. erwacht bin ich dann wieder als ich mir den brief genauer durchlas und feststellte das die zu bezahlenden leistungen zu einen zeitpunkt bezogen wurde, in den ich noch in der 9. klasse war,also vor 4 jahren, als ich noch bei papa hauste...
hab grad ganz schön rennerei deswegen



geschrieben von: Seikon

die mitarbeiter im greifswalder arbeitsamt sind sowieso ein bisschen...besser ich werde jetzt nicht beleidigend :D

einer alten freundin sagen sie mal das sie mit ihrem zeugnis höchstens im kuhstall arbeiten könne. und was wurde aus ihr? sie machte eine lehre zur köchin in münchen. arbeitete kurz in finland und jetzt in einem 5 sterne hotel in frankreich.
was lernen wir daraus? wenn nötig geld abholen und den rest bloß selber machen!



geschrieben von: Cathy-CAJL

Also ich habe gute und schlechte Erfahrungen mit der AA,
Die schlechten kosteten mich immer meine eigentliche Rentenreserven. Und die Guten belaufen sich darin das alles relativ schnell klapt.
Wobei ich sagen muss macht man mit ihnen was schriftlich besteht die chance von 75% das es nicht klappt, wenn man hingeht klappt es zu 100%.

Die coolste Erfahrung bisher war allerdings das man mich im system nicht finden konnte weil ja dummerweise ein Mitarbeiter vergessen hatte mein Rufnamen oder auch ersten Vornamen hinzuschreiben.
Was mir natürlich klar war irgendwie waren ja alle Schreiben die ich kriegt auf meinen zweiten Vornamen ausgestellt.

Heute gehe ich zu einem Termin dort.
Für eine Umschulung mal sehen ob ich endlich eine kriege oder ob man mich noch ein 4 Jahr auf der Straße rumsitzen lassen will.

Alledings würde ich da eher ein 1,50 € Job machen um wenigstens jeden monat 30,- € mehr zu haben den die restliechen 120,- € gehen dann ja für öffentlich Verkehrsmittel usw schon drauf. So wie beim letzten mal.

Was das Aufzeichenen von Gesprächen betrifft. Ja ich bin unterdessen die Stasi und mache das nur fällt das nie jemanden auf. Ob Gestzlich oder Ungesetzlich wenn es mal vor gericht gehen müsste. Würde ich gerne meine Unschuld beweisen ob legal oder ilegal.
Bezweifle das ein Richter einen Menschen für schuldig erklärt nur weil er ein ilegalen erworbenen beweis seiner Unschuld nicht zulässt.



geschrieben von: Jensemann

Eigentlich einer der Threads die ich nur lese, dennoch mal meine 2 Cents:

Immer wenn ich an die Agentur-fuer-Arbeit denke, denke ich daran das ich wenn ich mal keine Arbeit habe sollte eine Stelle habe, die mir Geld gibt um ueberlebenswichtige Dinge zu besorgen und manchmal auch ein wenig mehr. Ich denke daran, dass ich anstatt mein Hab und Gut zu verscheuern oder zu Betteln mit einem Minimum an Geld ausgestattet werde um eine Durststrecke zu ueberbruecken. Zudem denke ich daran, dass es genau die Menge ist, die mich einserseits unterstuetzt aber andererseits nicht verwoehnt, so dass ich nicht verlerne Selbstverantwortung schaetzen zu wissen. Einer der letzten gedanken ist, das die Mitarbeiter dieser Einrichtung behaarlich einem Massnahmenkatalog befolgen (inkl. benoetigter Unterlegen, Meldungen, Terminrealisierung), damit s.g. Sozialschmarotzer erschwert das soziale Netz ausnutzen koennen.

Aber, ein kleiner aber optimistischer Gedanke ist auch, das jedes System nicht perfekt ist und es immer etwas zu verbessern gibt. Wir leben in einem Sozialstaat der sich hauptsaechlich durch Abgaben seiner Bewohner finanziert. Dank ihm haben wir Infrastruktur, eine Gesundheitssystem das im intl. Vergleich sehr gut ist, exekutive als auch legislative Gewalt und eben auch ein Sozialsystem das sich im Regelfall den Schwachen annimmt.

Venezuelaner oder Indonesier schaut mit Neid auf uns.



geschrieben von: Ceryni

Meine Sache mit dem AA - japp damals war's noch das ArbeitsAmt! - ist schon einige Jahre her, doch nicht weniger nervenaufreibend.
Ich wurde gekündigt, und ging am gleichen Tag noch zum Amt, allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt krankheitsbedingt in einer Klinik und hab mir das erstmal schriftlich bestätigen lassen. Beim AA hab ich alles mögliche ausgefüllt, was auszufüllen war und sogleich abgegeben. Da bei mir dann kurz darauf noch ein Umzug in ein anderes Bundesland anstand, gabs besonders Probleme. Mein Arbeitgeber hat mich auch nicht mehr bezahlt und ich saß auf dem Trockenen. Die vom AA haben insgesamt 6 Monate gebraucht, um mir mein ALG zu bezahlen, derweil war ich schon wieder im Arbeitsdienst.
Insgesamt mußte ich 8 Monate überbrücken, die ersten 3 durch Ersparnisse und bei den letzten 5 ging ich zum Sozialamt - das gab es damals noch -. Die machten Probleme, weil ich noch 160 € auf meinem Sparkonto hatte, doch wovon sollte ich meine Miete iHv 300 € bezahlen??? Also bekam ich ein zinsloses Darlehen, das sofort mit dem rückständigen ALG wieder ausgeglichen wurde, sprich ich mußte mein ALG abtreten, um überhaupt was zu bekommen :rolleyes:
Ständiges Anrufen beim AA ergab nichts, außer das meine Daten im Auszahlungssystem in Nürnberg seien und die dafür zuständig waren. Eine Telefonnummer von dort gab es nicht, die haben "ja soviel zu tun" :q
Ich hab mich regelmäßig gemeldet und erst der SB in Ba-Wü war einigermaßen kompetent. Er sagte mir auch, dass ich mich mit meinen Fähigkeiten auf keinen Fall bei einer Zeitarbeitsfirma einstellen lassen, sondern alleine Bewerbungen schreiben soll. Da ich länger als 3 Monate - es waren genau 3 Monate und 3 Wochen! - arbeitslos war, mußte ich einen sogenannten Office- und Bewerbungs-Kurs absolvieren, der "wahnsinnig" viel gebracht hat. Teilweise hab ich den "Sachbearbeitern" dort gezeigt, wie's geht *kopfschüttel*

Mir haben diese 3 Monate und 3 Wochen Arbeitslosigkeit gezeigt, dass es - egal wie nett die sein "können" - dort einfach nur schlampig zugeht. Sorry, ich hab auch im öffentlichen Dienst gearbeitet und würde das nie wieder machen! Ich wurde auch am Telefon beschimpft und bedroht, doch ich hab die "Kunden" nicht im Dunkeln gelassen

Letztes Jahr hab ich ne Freundin immer wieder zur Agentur begleitet, damit sie einen Zeugen hat. Anfangs wollte die SB mich gar nicht mit reinlassen :eek: Da ging sovieles schief, sie ging zu jedem Termin - fragt mich mal, immer um 8 Uhr morgens - hat fleißig Bewerbungen geschrieben und war trotzdem über 3 Jahre arbeitslos mit ALG II. Arbeitsangebote bekam sie kaum von der Agentur und wenn dann 400 € Jobs, wo sie ja noch vom ALG II was abgegeben muß und letztendlich weniger Geld zur Verfügung gehabt hätte. Bei Zusatzleistungen gab es immer ein "Nein". Dann ging es daran, dass sie in eine günstigere Wohnung umziehen wollte, allerdings nicht im gleichen Ort, da man da sowas nicht wirklich bekommt. Es wurde ihr verboten :eek: und angedroht, ihr das ALG II zu streichen, wenn sie wirklich umzieht. Die Konsequenz war einfach, sie zog um, arbeitet jetzt über eine Zeitarbeitsfirma - ist wohl das Einzigste, was man heutzutage noch bekommt *seufz* - und hat mehr zum Leben als vorher. Die Zeit war allerdings stressig, den Umzug, Arbeitsbeginn und Stress mit der Agentur fanden gleichzeitig statt...


Ja, es gibt kompetente SBs, doch die kann man an einer Hand abzählen. Die SB meiner Freundin ist z.B. (hat sie uns erzählt) selber Sozialpädagogin - lange arbeitslos - gewesen, bevor sie sich bei der Agentur beworb. Nach einem 1monatigem Kurs wurde sie voll eingesetzt. Das sie nicht wirklich Ahnung hat, das überlass ich dem jeweiligem Betrachter :rolleyes:



geschrieben von: Schwarzer Prinz

Wo keine (vernüftig bezahlte) Arbeit vorhanden ist, können die von der Arge die auch net herzaubern....:( Sind ja keine Hexer dort..

Die "zaubern" aber viele aus der Statistik mit 1€ Jobs und irgendwelchen "Bildungsmaßnahmen"...will gar net wissen wieviele das alleine in meiner Satdt sind, die zwar arbeitslos sind aber net als solche in der Statistik auftauchen. 1€ Jobber gibt es hier jedenfalls zuhauf..



geschrieben von: hagzissa13

Zitat:
Original geschrieben von Schwarzer Prinz
Die "zaubern" aber viele aus der Statistik mit 1€ Jobs und irgendwelchen "Bildungsmaßnahmen"...will gar net wissen wieviele das alleine in meiner Satdt sind, die zwar arbeitslos sind aber net als solche in der Statistik auftauchen. 1€ Jobber gibt es hier jedenfalls zuhauf..


Ja, und dann wird jeder Arbeitslose zum Physiotherapeuten oder Rettungsassistenten ausgebildet (das schönt die Zahlen, denn dann tauchen die Leute in der Statistik nicht mehr auf), wohl wissend, daß man mit den oben genannten Berufen die Straße pflastern kann und wohl wissend, daß die Leute dann anschließend auf der Straße stehen.... :rolleyes:



geschrieben von: Lacerta

Ach ihr Nörgler, wer etwas vom Arbeitsamt möchte der bekommt es auch! Das ist doch "nur" eine verwaltungstechnische Formalität. :D
http://www.youtube.com/watch?v=-lnfwdUeH78



geschrieben von: Nachtschicht79

Zitat:
Original geschrieben von hagzissa13
Ja, und dann wird jeder Arbeitslose zum Physiotherapeuten oder Rettungsassistenten ausgebildet...


RA's halten nur 10 jahre! stand in der letzten rettungsdienst drinne.....:D



geschrieben von: Schwarzer Prinz

Grade gefunden:

"2007 wurden rund 650.000 Arbeitsplätze geschaffen, 580.000 davon sozialversicherungspflichtig.

Die Zahl der Arbeitslosen sank 2007 sogar um über 700.000. Allerdings ist der Statistik nur noch bedingt aussagekräftig. Immer mehr faktisch Arbeitslose werden nämlich nicht mehr als arbeitslos gezählt: geringfügig Beschäftigte, ALG II-Aufstocker, Rentner über 58 Jahre, Ein-Euro-Jobber und Menschen in Weiterbildungswarteschleifen, und auch diese die in Arbeit standen aber aufgrund eines zu hochen Verdienstes des Ehepartners, Lebensgefärten kein ALG II erhalten.

Viele verdienen so wenig, dass trotz Arbeit ihr Einkommen nicht zum Leben ausreicht. Eigentlich bräuchten sie mehr Arbeit und vernünftig bezahlte Arbeitsplätze. Als arbeitslos werden sie dennoch nicht gezählt. Viele Arbeitslose tauchen in der offiziellen Statistik gar nicht mehr auf! Hinzu kommt, dass trotz Aufschwung insgesamt Vollzeitstellen abgebaut wurden. Es boomen vor allem alle möglichen Formen von Minimaljobs."

Quelle und weiter:

http://forum.ahfd.org/showthread.php?t=19805



geschrieben von: Commodore64

heute hätte ich besagtes amt klatschen können weil sie wieder mal papierkram ohne ende auf einen werfen nur weil sie wieder einen zettel verschlampt haben und ich muss es ausbaden und wieder alles raussuchen damit ich weiterhin mein geld bekomme oder schnellst möglich ne arbeit damit ich von solchen heinis nicht mehr abhängig gemacht werde



geschrieben von: |Dunkelschön|

Ich fands lustig wie ich im AA eine "verwaltungstechnische Angelegenheit" wollte, dann ging bei dem Berater was am PC nciht - hm druckt nicht - "Gucken Sie mal ob Papier um Drucker ist"und so weiter ... ganz genauso wie Asterix da oben :cool:





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