[Zimmer 1408] - German Gothic Board

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Zimmer 1408

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geschrieben von: Trauerwesen

Die neue King-Verfilmung läuft seit Freitag in den Kinos, und nach vielen Enttäuschungen und dem drohenden Untergang des Horrorgenres durch geistigen Dünschiss à la Hostel und anderen Filmen, die nur noch ekeln können, ist mit Zimmer 1408 mal wieder ein wirklich gruseliger Film mit unglaublicher Atmosphaere erschienen.
Nicht nur die sehr grotesken und kafkaesken Zustände machen den Film sehenswert, auch John Cusack zeigt einmal mehr, was in ihm steckt, denn er verkörpert seinen Charakter, der an der Grenze zum Wahnsinn steht, sehr glaubwürdig. Der Zynismus, der in seinem Mike Enslin steckt, überlebt auch die grössten Turbulenzen in dem Zimmer, so dass auch einige Lacher auf Seiten des Zuschauers sind - aber nicht im negativen Sinne.
Schreckmomente gibt es auch, aber eher vereinzelt und nicht übertrieben, denn hier wird wirklich auf Atmosphaere gesetzt, und das meiner Meinung nach gelungen.
Die Kameraarbeit, die Effekte und der Schnitt tragen ebenso dazu bei, dass die wirklich sehr groteske Atmosphaere funktioniert.
Zudem gibt es inhaltlich einige Überraschungen und es macht wirklich Spass, Enslin dabei zuzusehen, wie er seine Nacht im ominösen Zimmer 1408 verbringt.
Einige Ungreimtheiten weist der Film zwar auf, aber die mag man gerne übersehen, dafür gibt es auch manch makabre Stelle, die aber einfach nur zum Schreien komisch ist, ohne irgendwie lächerlich zu wirken.

Und die Balance war durchaus gut, man gruselte sich zwar, quälte sich aber nicht zu sehr, da man auch zwischendurch gut durchatmen durfte, ohne aber das Interesse am Film zu verlieren.
Von daher fand ich es wirklich positiv, mal wieder solch einen Film im Kino sehen zu dürfen.



geschrieben von: Demon Love

Es tut mir ja Leid Trauerwesen da enttäuschen zu müssen, aber ich kann nur sagen dass ich den Film absolut langweilig fand.

Die Story war vorauszuahnen, die Effekte haben nicht gezogen und ich finde John Cusack (und bevor ich es hier schreibe möchte ich erwähnen, dass ich ihn als Schauspieler großartig finde) hat seine Rolle mehr als lustlos heruntergeleiert.
Einzige positive Sache des Films was Samuel L. Jackson der seine Rolle wie gewohnt souverän dargestellt hat.

Alles in allem muss ich leider sagen, dass ich doch deutlich mehr erwartet hatte und wieder mal von einer Stephen-King-Verfilmung enttäuscht wurde.

Demon



geschrieben von: Trauerwesen

Demon Love:

Kein Problem, die Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden ;).

Ich hatte grossen Spass.



geschrieben von: Scharlatan

ich fand den film gut.



aber als absoluter john cusack fan kann ja auch nix anderes sagen :D

s.l.jackson war auch wieder mal großartig. allerdings glaube ich, dass der film ohne diese beiden größen der absolute mist gewesen wäre...



geschrieben von: Trauerwesen

Zitat:
Original geschrieben von Scharlatan

s.l.jackson war auch wieder mal großartig. allerdings glaube ich, dass der film ohne diese beiden größen der absolute mist gewesen wäre...



Das weiss ich nicht, trotzdem bin ich der Überzeugung, dass Cusack einiges dazu beigetragen hat, eben weil man ihn ja hauptsächlich sieht als jemanden, der kurzweilig glaubt, seinen Verstand zu verlieren. Dann dieser Sarkasmus... er musste den Film ja tragen. Hätte er es vermurkst, wäre der Film auch Murks gewesen, denn dann hätte er nicht so wirken können (auch wenn halt wie gesagt alles andere ebenfalls zur Atmosphäre beitrug).



geschrieben von: Ghadrien

Schon die Vorschau des Films ließ angenehmen Grusel erwarten.... und in der Tat wurde man nicht enttäuscht. Eine runde Sache, fernab des derzeitigen "Blood'n'Guts"-Trends, pardon, ich meinte natürlich, jenseits der momentan so beliebten Tatsache, jeden Film mit möglichst viel Blut und fliegenden Fetzen auszuschmücken.
Von der Optik her sicherlich ein Hingucker - und nicht zuletzt dank Cusacks Darstellung sehr gelungen.
Die entsprechende Kurzgeschichte von King hat mich allerdings mehr gegruselt, aber das mag am Kopfkino liegen. Dennoch waren viele der in den Film eingebrachten Einfälle nett anzusehen und alles in allem stimmig.

Was mich aber gewundert hat - in der Fernsehvorschau spricht das kleine Mädchen, als sie fragt, "Daddy, hast du mich nicht mehr lieb?" mit fies-verzerrter Stimme, im Film selbst kam das aber nicht vor, oder hab ich das verschlafen? Ich meine, da hat sie immer mit normaler Stimme gesprochen, auch obigen Satz. Und ich hab schon die ganze Zeit darauf gewartet, dass das Kind im Film sein wahres Wesen offenbart (welches ich aufgrund der Vorschau als böse und zum Zimmer gehörend erwartet hatte) und mich an dieser Stelle ganz umsonst gegruselt.... :rolleyes:



geschrieben von: Wasserlilie

Ich fand den Film (natürlich auch dank Cusack und Jackson) sehr cool und ich (die ich eigentlich recht hartgesotten bin) habe mich teilweise schwer gegruselt.
Ich konnte mich auch super mit den Dialogen und Aussprüchen identifizieren.
"Es ist einfach ein verdammt mieses Zimmer"

Eben mal etwas ganz anderes als Saw, Hostel, Resident Evil und Co.
Wer allerdings fliegende Fetzen erwartet, wird hier in der Tat eher enttäuscht sein.



geschrieben von: BrokenWings

Der war sehr lustig. Besonders die Szene wo er den Kühlschrank angeschrien hat.:)



geschrieben von: Mighty Nighty

Den Film empfand ich als sehr unterhaltsam und recht kurzweilig, da die Atmosphäre langsam aber kontinuierlich gesteigert wurde.
Endlich mal wieder ein Horrostreifen der nicht in den ersten Minuten mit Schockeffekten aufwartet um dann langatmig vor sich sich hin zu dümpeln.

Als kleines Schmankerl hatte ich die Nacht nachdem ich den Film gesehen hatte Dienst im Hotel.
Da war dann fröhliches Kopfkino angesagt und eine wohlige Gänsehaut stieg in mir auf als ich des Nächtens durch die vereinsamten Flure huschte und an den Film zurück dachte. :D



geschrieben von: Odessa

Habe mir gestern nacht den Film wie immer auf DVD angeschaut und war angenehm überrascht. Natürlich war es vorhersehbar auf was es rausläuft aber wie Du schon schriebst: unglaublich gruselig-spannend auf sehr subtile Art. Mich schocken und interessieren keine Blut-Spritz-Gemetzel-Orgien, aber mit seelischen Qualen, mit Aufarbeitungs-Traumata, mit all den "Kreisen der (eigenen) Höllen" die Mensch sich so schafft, kriegt man mich filmisch immer, und dieser Film - wie bezeichnend, daß er in einem Zimmer (Kopf, Hirn, Gedankenkreisen in einem geschlossenen System) spielt, und wie großartig die Leistung von John Cusack. Kafkaesk trifft es sehr gut, und ich hätte mir allenfalls noch einen Ralph Fiennes in dieser Rolle glaubwürdig vorstellen können, aber mit Cusack war sie sehr gut besetzt.

Ich habe mich ein paar Mal dabei ertappt wie ich vor Spannung und Schreck zusammenzuckte und wie es mir wirklich eisig - auch vor Rührung, in einem seltsamen Gefühlsmix - den Rücken runterlief (die Szenen mit der toten Tochter im Arm und dem dann vereisten Zimmer).

Sehr guter Film in dem Genre, handwerklich auch gut gemacht, solide Produktion, schlüssige wenngleich wie gesagt natürlich nicht "das Rad neu erfunden" habende Handlung (die ich aber auch nie erwarten würde) und ein sehr überzeugender, mitreißender Cusack sowie ein wie üblich souverän agierender Jackson. Danke für den Tipp, auch mit einem Jahr Verspätung :).

(Insider-Nachtrag für T.: 1408 = 1 + 4 + 8 = 13 = quer 4. Klar, hat mich allein deswegen schon zum Ausleihen gereizt *g*)





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