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Zitat:
von fluchtraum: Was wärest du dann anders als ein Sklave der eigenen Launen und Sehnsüchten, Begierden und Stimmungen?
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von Lysander: Ich glaube es liegt im Wesen des Menschen, einfach immer nach mehr zu streben, niemals mit dem Erreichten zufrieden zu sein.
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von dergolem: Freiheit ist vollkomme Ausgeglichheit, wenn man vor sich selbst aufhören kann Dinge in Schwarz und Weiss, Gut und Böse zu bewerten
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Original geschrieben von fluchtraum
Verzeihung, Tobe, aber da bringt uns gar nicht weiter.
Der Satz mit dem Vogel klingt schön aber sagt überhaupt nichts sinnvolles aus.
Wenn du sagst, das Freiheit Unabhängigkeit ist, ersetzt du ein Wort durch ein anderes, ohne irgendetwas neues zu sagen.
Die Frage ist: Was machst du mit der Unabhängigkeit, was steuert dich in deinen Entscheidungen, was du mit der Unabhängigkeit anfängst? Ist das nicht auch wieder eine Unfreiheit?
Gruß, der fluchtraum
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Original geschrieben von boatman
Eine Freiheit, die wollen beinhaltet, ist ohne Konsequenzen für das eigene Handeln gar nicht sinnvoll. Freiheit mit Konsequenzen hieße dann, sich aller Konsequenzen seines Handelns bewußt zu sein, und frei und stark genug zu sein, sie alle zu tragen. Wäre eine art "verantwortungsvolle Freiheit"
Zitat:
Ich stelle jetzt aber mal eine Gegenfrage: Ist der Wille nicht etwas Sekundäres? Sind es nicht unsere Glücksgefühle, die uns determinieren, weil wir keine Macht darüber haben, was uns glücklich macht und was nicht?
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[lecker Streuselkuchen]
Aber weshalb sollten wir das im Normalfall tun? Selbst der höchste Gott mit dem freiesten Willen würde sich in dieser Situation nicht dazu entscheiden - weil es UNSINNIG ist.
Zitat:
Das Problem liegt doch eben eher darin, daß wir keine rechte Macht haben zu bestimmen, was uns glücklich macht und was uns unglücklich macht.
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Original geschrieben von boatman
Die These des Buddhismus, um sie in der Diskussion zu halten, wäre hingegen, das der Wille nur sich selbst will, weil er, sobald ein Ziel erreicht ist, sich ein anderes sucht, und somit nie wirklich befriedigt werden kann. (Bzw. "... denn alle Lust will Ewigkeit - will tiefe, tiefe Ewigkeit.") Hat auch was.
Zitat:
Freiheit bedeutet Ich sein. Ich sein bedeutet meinen Willen frei auszuleben.
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Original geschrieben von fluchtraum
Aber andererseits: Was wärest du dann anders als ein Sklave der eigenen Launen und Sehnsüchten, Begierden und Stimmungen?
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Original geschrieben von Menedemos
Ist denn der "Meta-Wille" wirklich etwas QUALITATIV anderes als der "normale" Wille? Ist es nicht einfach nur eine etwas abstraktere Form des Willens?
(Daß der Mensch zu einem gewissen Grad selbst bestimmen kann, was er sein will, da gebe ich dir vollkommen recht. Der Mensch ist auf diese Weise nicht determiniert. Nur eben den QUALITATIVEN Unterschied zwischen Wille und Meta-Wille kann ich nicht klar sehen.)
Zitat:
Wie FallenSisko schon schrieb, ist es doch gerade der Wille, der die Persönlichkeit und das "Ich" des Menschen ausmacht. Ohne Wille ist der Mensch tot oder so gut wie tot (genau dahin strebt ja der Buddhismus, deshalb hat z.B. Nietzsche diese Religion auch so unbarmherzig kritisiert).
Zitat:
Also ich habe mit meinem Willen zumindest kein Problem. Ist eure Frage nach dem Determinismus des Willens rein theoretisch oder tatsächlich von praktischem Belang?
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Ich meine, kann man darunter LEIDEN, daß der eigene Wille nicht ganz frei ist? Oder leidet man gelegentlich unter dem eigenen Willen selbst? (Vielleicht leide ich ja auch darunter und es ist mir gar nicht bewußt...)
Zitat:
Original geschrieben von fluchtraum
Wäre man also erst frei, wenn man dies alles abgelegt hätte?
Aber - was bliebe dann noch übrig, was dich vorwärts treibt und dich motiviert, überhaupt irgendwas zu tun?
Zitat:
Original geschrieben von FallenSisko
Nach irgendwas muß der Mensch streben... es liegt in seiner Natur. Selbst das kleinste Lebewesen strebt nach etwas. Und wenns nur die Paarung ist. Es ist ganz einfach ein festes Naturgesetz das nicht ausgehebelt werden kann. [/B]