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hinter dem horizont

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geschrieben von: Zeraphine

aus aktuellem anlass... kennt ihr den film und wie findet ihr ihn?
liebe grüße
zera (die ganze zeit am heulen *g*)



geschrieben von: Zeraphine

stimmt, ich habe eben auch schon nachgesehen... werde ihn mir auf jeden fall aufnehmen...



geschrieben von: Morganaa

ein echt geiler film! gibt wirklich schöne denkanstöße...

aber:

kein film für angehörige von selbstmördern, glaub ich..

Die Mutter meiner besten Freundin hat sich auch das Leben genommen, und ich glaube wenn sie den Film sehen würde... ja ich weiss auch nicht... es ist schon krass wie quasi "Die Hölle für Selbstmörder" dargestellt wird.... die vorstellung, dass es einem menschen, dem es in seinem leben so dermaßen beschissen ging dass er sich das leben genommen hat, auch nach dem tod noch oder halt beim "tot sein" so schlecht geht, ist halt schon krass irgendwie.... *artikulationssektor kaputt....*



geschrieben von: Zeraphine

ja, genau der Gedanke ist mir bei dem Film auch durch den Kopf gegangen. Ich bin auch der Meinung, dass gerade die Menschen, die schon ihr ganzes Leben durch die Hölle gehen müssen, so dass sie keinen Ausweg mehr finden, nach dem Tod etwas Besseres verdient haben...



geschrieben von: Azalee

der Film ist wirklich sehr schön, nur ich fand ihn persönlich ein bisschen zu bunt und etwas kitschig, aber sonst 1a.

graue Grüße, Azalee



geschrieben von: Alyander

freut mich sehr, daß der film hier angesprochen wird...! :)

durch den philosophischen gehalt ist er aber wirklich nicht einfach...

der film basiert auf einem roman von Richard Matheson, "Das Ende ist erst der Anfang", das 1978 geschrieben wurde. aber erst 2001 war die technik so weit, es ansprechend genug umzusetzen.
das buch ist ebenfalls in der ich-perspektive erzählt und um einiges ausführlicher (verständlicherweise).

Matheson glaubte an reinkarnation und hat in dem buch die aktuellen erkenntnisse bzw. bekenntnisse darüber verarbeitet...

was das leid von selbstmördern angeht - hm, es ist nur emotional und verständlich, daß man ihnen wünscht, es möge ihnen nicht so schlecht gehen... schließlich hat man diese menschen geliebt, egal wie sie aus dem leben geschieden sind...

wenn man es aber "sachlich" oder "gesetzmäßig" betrachtet... leben diese menschen quasi in der weitergeführten depression, in dem tunnelblick und der isolation weiter, die sie vor ihrem tod durchlebten und mit ihrem suizid "unterstrichen"... denn so ein akt ist immer auch allein-sein... es wurde im buch wie auch im film betont, daß man hilfe auch ANNEHMEN muss - annie sah vieles nicht, wollte ihren mann nicht erkennen, ähnlich wie chris erst nicht wahr haben wollte, tot zu sein...
zudem ist es in der reinkarnationslehre so daß dein leben etwas ist wie - hm... ein vertrag, dem du vor deiner geburt zugestimmt hast... und etwas, in dem du lernen sollst, aufgaben zu bewältigen hast. wenn du dich dem entziehst, mußt du die konsequenzen tragen.
im buch wurde gesagt, da die frau sich mit schlaftabletten umbrachte, diese medikamente wählte um "davonzulaufen", würde sie im nächsten leben gegen depressionen und tablettensucht zu kämpfen haben. aber es wurde ihr auch ihr mann zur seite gestellt, der psychologe sein würde... der grundsatz dieser denkgebäude ist das einer waage und der einfachen weisheit, daß man in diesem system dinge nicht "aufschieben" kann.

natürlich ist das ein hart erscheinendes modell. aber ich finde es gut, daß der film das nicht geleugnet und völlig umgeschrieben hat. wie schon angemerkt, ist er bereits in einigen sequenzen kitschig genug *lächelt*

ich hoffe es führt jetzt nicht zu weit vom film selber fort - wen das thema interessiert oder bestimmte standpunkte diskutieren will, kann ja einen thread im D&L eröffnen oder im philo-forum... aber ich wollte das gerne klarstellen bzw. ein paar erläuterungen geben...

gruß
alyander



geschrieben von: anima nata lacrimans

Ich hab mir den film jetzt auch angeschaut und er hat mir gut gefallen, ich hatte eigentlich weniger erwartet, als ich mir den inhalt durchgelesen habe...

Nachdenklich kann er schon machen...so hätte ich mir das leben nach dem tod nie vorgestellt, irgendwie finde ich die vorstellung beängstigend, dass man erst loslassen muss, alles hinter sich lassen muss, um seinen frieden finden zu können...

Auch, dass Selbstmord in gewisser weise "bestraft" wird...

Naja, ob es jetzt an manchen stellen kitschig war oder nicht, mir hat die Idee mit dem bild und dem anfänglichen farbhimmel so gefallen...

Also, solche filme brauch ich manchmal:)



geschrieben von: Schattenwesen

Ich stelle mir das Leben nach dem Tod ungefähr genau so vor wie in dem Film dargestellt...



geschrieben von: lacrimatenebris

ich fand die idee hinter dem film, die ja alyander schon sehr schön ausgeführt hat, einfach faszinierend und auch gut im film umgesetzt. teilweise ist es wirklich etwas kitschig, aber ich denke mir, dass diese übertreibung dazu dienen sollte das ganze etwas realistischer erscheinen zu lassen. die meisten menschen, die an den himmel glauben, stellen sich zwar vor, dass es da großartig sein muss ( man hat ja sein leben lang drauf hin arbeiten müssen um da rein zu kommen) aber was genau wissen sie nicht... und wenn ich das richtig verstanden hab, hat er sich ja auch einmal in dem bild seiner frau befunden, was vielleicht anstoß daran nehmen sollte, dass der himmel für jeden das paradies ist, weil jeder sich SEINEN himmel selbst ausmalen kann...
ich denke auch dass ohne diese übertreibungen und das pompöse drumherum der film zumindest von den bildern her weniger eindrucksvoll gewesen wäre, denn dadurch sind die gegensätze zwischen himmel und hölle erst rihctig hervorgehoben worden...
ansonsten kann ich nur sagen, dass der film es echt wert is ihn öfter mal vorzukramen um ihn sich anzuschaun!!!!



geschrieben von: cruel_intention

Es ist jetzt zwar schon wieder etwas länger her, dass ich den Film gesehen hab, aber er gehört absolut zu meinen Lieblingsfilmen.

Mir haben schon viele gesagt, dass sie ihn zu kitschig finden. Ich fand das gar nicht! Wahrscheinlich hat mir grade das so gut an dem Film so gut gefallen (Bin halt selber so kitschig *g*)!

Die Idee mit den Meisterwerken als Himmel fand ich so genial und die Umsetzung auch.

Das Tolle ist auch, dass der Film einen zum Weinen bringt, Denkanstöße gibt und einem letztendlich weiterhilft. Also ich persönlich hab mich besser gefühlt als der Film zu Ende war!


cruel_intention



geschrieben von: Fallin_Angel

Da kann ich mich den anderen nur anschliessen, der Film gehört mit zu meinen absoluten Lieblingsfilmen - selten habe ich eine derart interessante Darstellung vom Tod in einem Film verarbeitet gesehen wie in diesem.
Der Film hat dermassen viele Aspekte, soviel Sachen zum Nachdenken - und ist technisch und von den Requisiten her ebenfalls top, genauso bei den Schauspielern, die nicht besser ausgewählt werden konnten.
Ja, ich mag diesen Film :)



geschrieben von: trostlos

den habe ich zusammen mit meinem exfreund gesehen.
und wir haben beiden nur noch geheult. nur noch.





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