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~ Kalenderblätter ~

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geschrieben von: hagzissa13

Ich bitte darum, in diesem Thread nicht zu posten!
Vielen Dank!




Weihnachtszeit. Besinnliche Zeit. Warum eigentlich?

Ja, ich gebe zu, daß mich dieses weihnachtliche Treiben um mich herum beeinflußt. Die vielen Lichter, dieser Duft nach Anis und gebrannten Mandeln...

Diese Enge in der Stadt, dieser Trubel, die vielen Menschen, die vollen Geschäfte, die langen Schlangen, die belegten Parkhäuser - das sind jedoch die Dinge, die ich hasse... nein, da gibt es wirklich schöneres...

Und doch, ich kann mich nicht lossprechen, gewissen Normen und Konventionen zu unterliegen. Ja, ich feiere Weihnachten mit meinen Eltern, meiner Tante und meinem Onkel - der Lebensgefährte steht ja nicht zur Verfügung - und ja, ich freue mich darauf. Irgendwie zumindest....

Als ich heute morgen durch diese volle Stadt ging, bepackt mit Geschenken von Douglas und Saturn - Notgeschenke eben, wenn das Gegenüber alles hat, was es zum Leben braucht -, sah ich einen jungen Mann mit seinem Hund in der Fußgängerzone sitzen. Er schnorrte die Fußgänger um eine Zigarette an. Mich frug er nicht. Man sah ihm an, daß er nicht dachte, bei mir eine Chance haben zu können, denn ich gab die Grand Dame in noir heute morgen: Perlenschmuck, langer, eleganter Mantel, eleganter, großer Hut - mir war danach...
Ich weiß nicht warum, aber ganz gegen meine Natur ging ich in den nächsten Laden, kaufte Hundefutter und eine große Packung Zigaretten, ging zurück zu dem jungen Mann, wünschte ihm frohe Weihnachten und gab ihm das Futter und die Zigaretten.
Er schaute mich überascht und dankend an und frug, ob wir uns kennen würden. Ich sagte nein, lächelte ihn an und ging weiter.

Eigentlich schade, daß ich nicht immer so sein kann...

... ob es an Weihnachten liegt?



geschrieben von: hagzissa13

Was ein Tag... Ich habe Schmerzen ohne Ende. Man sollte nicht meinen, daß ausgerechnet die Bekämpfung selbiger mein Steckenpferd ist. Aber was soll ich tun? Bestimmte Medis habe ich nicht hier, andere vertrage ich nicht, quaddeln kann ich mich am Schultergürtel selbst wohl kaum und der Rest ... hilft nicht recht. Ok, in angemessener Dosierung schon, aber dann würde ich nur noch breit vor dem Rechner sitzen. Das ist nicht wirklich meine Welt.

Aber: Wenn heute Abend wieder nix geht mit Schlafen, dann muß wohl mal ne passende Ladung ran. Hilft ja nix.

Gestern habe ich einen Anruf bekommen auf meine dekadente Wohnungsanzeige hin, in einer recht großen Zeitung. WOW, das hört sich gut an: Maisonette, 4ZKB, ein Zimmer unter dem Dach, geiler Ausblick über das Rheintal, Badewanne, Rollläden, Autostellplatz, Balkon, im preislichen Rahmen dessen, was ich mir gesteckt hatte. Na, hoffentlich klappt das! Wäre ja echt toll!

Und nun sitze ich hier wieder und sollte eigentlich mal ein wenig Chaos bekämpfen, aber irgendwie... ist die Wohnung zu klein! Ich habe keinen Platz mehr für das ganze Zeug (ohne neue Möbel an zu schaffen, und das lohnt JETZT ja nun nicht mehr wirklich...). Ich hasse das...



geschrieben von: hagzissa13

Was tut man nicht alles, um endlich mal in Frieden leben zu können.... Man fährt über 300 km, um endlich in seiner eigenen Wohnung zu sitzen, in der man sich zwar eigentlich nicht wirklich wohl und zu Hause fühlt, aber in der man eben seine Ruhe hat vor allem und jedem, wo man selbst entscheiden kann, wann man was tut, wen man empfängt und wann man ans Telefon geht.
Eine Wohnung, die plötzlich anmutet, wie ein Schutzbunker vor allem, dem man sonst da draußen nicht entfliehen kann und wo man seinen Tagesablauf zelebrieren kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dummen Kommentaren, Blicken oder Fragen ausgesetzt zu sein.

Ja, die letzten Wochen waren hart. (Tränenreicher) Abschied (von allen Seiten) von der alten Arbeitsstelle, das traurigste und bedrückenste Weihnachten ever (nach 2003, was in Härte und Grauen auch kaum zu überbieten ist), besorgte (und teilweise) nervende Eltern, keine Privatsphäre und ein stressiger Beginn auf der neuen Arbeit, wie es besser hätte nicht werden können. Ich habe nur meine Jacke aufgehangen und fing gleich an zu behandeln und gleich am zweiten Tag habe ich bis nach 21 Uhr durchgearbeitet.... Schlafen tue ich dort äußerst schlecht - würde ich an Wasseradern glauben, würde ich die dafür verantwortlich machen.......

Ja, und die privaten Probleme sind auch nicht besser geworden...

Und das beste ist: Das neue Jahr begann buchstäblich mit dem Griff ins Klo - als ich nach Mitternacht selbigen frequentierte, fiel mir mein Weißgold-Tansanit-Ring rein. Beherzt habe ich hinterhergegriffen. Jetzt sollte es mal langsam besser werden, finde ich....



geschrieben von: hagzissa13

... und ja, es scheint wirklich etwas besser zu werden: Ich habe einen Anruf von meiner potentiellen neuen Vermieterin bekommen. Sie wirkt am Telefon sehr sympathisch und wollte mir nur mitteilen, daß sie in Erfahrung gebracht hätte, daß ich auch ein "ok" ihrereits warten würde. Und darum würde sie mir anrufen, um mir mit zu teilen, daß ich die Wohnung bekomme!

Juchhuhhh! 116qm Maisonette nur für mich. Eine Wohnung vom allerfeinsten! Jawoll!

Lebbe geht waida!



geschrieben von: hagzissa13

Ein Tag vergeht, wie der andere:
Aufstehen - waschen - rüber, auf die Arbeit - arbeiten - Pause - arbeiten - Stube - Bett - Albträume - aufstehen ...
4 x die Woche, am 5. Tag heim ins Reich - wo immer das sein mag, ich habe es ja verloren.
So, wie ich meine selbstgewählte Familie verlor, verlor ich mein Zuhause. Ich bin nirgendwo zuhause. Überall nur geduldet, und/oder fremd. Mein neues Zuhause wird noch etwas dauern. 1.4. ist angepeilt. Vielleicht auch etwas früher. Das Ziel ist da, doch langsam verlassen mich die Kräfte.

Diese Woche war ich wieder krank, bin aber tapfer Tag für Tag zur Arbeit gegangen. Nein, das ist nicht heroisch und nein, es ist nicht dumm - es ist notwendig. Ist ja sonst keiner da im Moment.
Mein obligatorischer Begrüßungssatz in die Reihe Wartender vor der Anmeldung diese Woche lautete - begleitet von einem finstren Blick und einer Stimme, die noch geboren werden muß:
"Wer gesünder ist als ich, kann grad' wieder gehen!"

Unverschämt - keiner ging. 70% waren gesünder als ich und "not amused", daß ich sie nicht krank schrieb. Zu ihren Aussagen: "Husten", "Schnupfen", "Halsschmerzen" etc. antwortete ich stets das selbe: "Willkommen im Club!"

Unprofessionell, ich weiß, aber ich war eben wütend, daß einige verlängerten Urlaub wollten. [zyn] Aber egal: Sie können ihren Hausarzt ja nicht wechseln... [/zyn]

Ich glaube, ich bin einfach so unglücklich darüber, daß ich unglücklich bin... naja... phasenweise würde "verbittert" wohl eher zutreffen....



geschrieben von: hagzissa13

Ich fühle mich, wie ein gehetztes Kanickel. Nirgendwo zuhause und ständig "on the road again". Ich habe manchmal das Gefühl, daß ich mehr Zeit mit meinem Auto verbringe, als mit meiner Familie und meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Das ist ein schlechtes Verhältnis...

Ich hoffe, daß sich das die nächsten Monate ändern wird und daß ich dann auch endlich mal wieder "HEIM"fahren kann und Dinge sagen kann, wie: "Das habe ich zuhause liegen", oder: "Ich muß nach Hause." Ein Ort, wo ich mich "ZUHAUSE" fühle. Wo ich die Türe hinter mir zumachen kann, wo ich mich wohl und geborgen fühle à la "my home is my castle". Zur Zeit fühle ich mich nirgens wohl. Fühle mich immer, wie in einem Hotel und von Hotel zu Hotel gehetzt - auf der Flucht.

Hinzu kommt, daß ich häufig nicht weiß, wo ich bin, wenn ich aufwache - Eifel? - Koblenz? - Kassel? - Freundin? - Lehrgangsgebäude? - Dienstgebäude? Noch weiß ich, wo ich was habe: Suche ich irgendetwas, ergeben sich drei Möglichkeiten des Aufenthaltes und brauche ich etwas bestimmtes, liegt es garantiert mindestens 80 KM entfernt. Es nervt nur noch. Ständig lebe ich aus Koffern und Reisetaschen und schleppe mich halb tot bei dem Versuch, wenigstens das nötigste meines Hausstandes ständig präsent zu haben. Ich mag nicht mehr....



geschrieben von: hagzissa13

Wenn ich mein Leben betrachte, so sieht es doch gar nicht soo übel aus: Schöner Job (Einschränkungen siehe unten), nicht schlecht bezahlt, ab 1.4. eine schicke Wohnung, die wirklich keine Wünsche offen läßt, Bekannte für gemeinsame Aktivitäten (sofern mir überhaupt danach ist zur Zeit) und Freunde, die da sind, wenn man sie braucht.

... und trotzdem fühle ich mich sehr, sehr leer... Ohne Liebe ist dies alles nur schnikes Beiwerk (obwohl ich sehr wohl weiß, daß auch der falsche Job ein Horror ist, selbst wenn man die Liebe seines Lebens an der Seite hat - doch sie läßt es erträglicher machen!). Was hilft mir das alles, wenn das, was mir fehlt Geborgenheit ist? Nichts! Materielle Dinge gestalten es angenehmer, aber sie füllen keine Lücke.



geschrieben von: hagzissa13

... und wieder krank ... ich könnte kotzen und kann langsam echt nicht mehr. Wieder Antibiotika, wieder Kotzerei, wieder zu weite Hosen. Ich kann nicht mehr, ich mag nicht mehr, ich will nicht mehr.

Und dazu diese scheiß Situation zum einen auf der Arbeit - Zickenalarm, der mich zwar nicht persönlich betrifft, aber die komplette Stimmung auf der Arbeit vergiftet - und der noch immer anhaltende Liebeskummer. Aber das ist eine andere Baustelle und sollte nicht hier besprochen werden.

Mit der Wohnung, das wird langsam ernst. Ich freue mich diebisch, auch wenn es sehr, sehr teuer wird. Doch ich gönne es mir einfach. Ich habe es mir verdient. Scheiß auf die Kohle!

Aber ich fühle mich so unendlich einsam. Eine Einsamkeit, aus der mich selbst Freunde nicht befreien können - vielleicht, weil ich mich einfach nicht befreien lassen will - unbewußt. Nein, ich will nicht leiden, aber ich brauche zur Zeit Zeit für mich, obwohl ich merke, daß ich zu weit gehe. Mir fehlt ein wenig die Lebensfreude.



geschrieben von: hagzissa13

Ja, nun, da entwickelt sich sogar das Ummelden des Telefons zu einer Pharse:

T-Punkt, heute morgen. Ich habe einen laufenden Vertrag, der noch ca. 1 Jahr läuft - DSL + Telefonflat - und da sagen die mir, die "Ports" seien alle belegt für die Gegend, wo ich hinziehe, ich müßte mir ein Modem zulegen! Lebe ich im 20.Jhd, oder was geht ab? Wofür soll ich jeden Monat einen Haufen Kohle bezahlen, wenn ich kein DSL bekomme. Antwort: Tut uns sehr leid, die Technik ist noch nicht soweit. Und siehe da, nachdem ich voll den Terz in dem Laden abhielt (lautstark - das Publikum grinste und nickte zustimmend) und meinte, wenn die Telekom nur einen Bruchteil ihrer Riesengewinne für ihre Kunden investieren würde, wäre DSL in höchster Qualität selbst auf dem Land (wo ich bei Leibe nicht hinziehe!!!) überhaupt kein Problem, fand man plötzlich doch noch eine Lösung - wenn auch nur mit DSL 2000. Aber besser als nix, würde ich sagen.

Und die Telefonnummer, die ich mir unter 30 raussuchen durfte, ist trotzdem nicht gut zu merken, das Ummelden kostet 60 € und meine Nummer ist 7(!!!)-stellig - und nein, ich ziehe nicht nach Berlin - unsere Kleinstadt hat gerade mal 20000 Einwohner. Was geht hier eigentlich ab?

Dann im Baumarkt stehe ich mit meiner selbst gemischten Farbe an der Kasse - in Deutschland gäbe es Probleme mit den Datenübertragungen beim bargeldlosem Verkehr - kann ich die Farbe stehenlassen und auf die Suche nach einem EC-Automaten gehen - in einem Gewerbegebiet! Na, Danke fürs Gespräch! Nach einer halben Stunde und unzähligen Beinaheunfällen (heute war die Hölle los in Deutschlands Städten), konnte ich endlich meine Farbe mein eigen nennen, auch wenn ich 5 € Gebühr für einen Fremdautomaten investieren mußte. Scheiß drauf.

Ich sollte vielleicht doch noch eine Runde schießen gehen... :rolleyes:



geschrieben von: hagzissa13

Ich fühle mich echt fertig. Dies ist mein erster Urlaub, seit ca. einem Jahr, ohne daß er dieses Namens würdig wäre.
Mit der Wohnung geht es nicht voran, da mir starke, helfende Hände fehlen und die Küche nicht aufgebaut werden kann, weil die Jungs vor nächster Woche keine Zeit haben und erst übernächste Woche meine Mutter da ist, die in dem Chaos neben mir den Überblick hat. Ich bekomme natürlich für nächste Woche keinen Urlaub...
Das bedeutet noch eineinhalb Wochen im Chaos sitzen, da die vielen Küchenmöbel das Wohn-und Eßzimmer blockieren und da das Schlafzimmer noch immer einem ungemütlichen Tanzsaal ähnelt...

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe keinen Bock mehr, besonders deshalb, da ich jetzt, wo ich durch die Zwangspausen etwas zur Ruhe komme, eigentlich merke, wie kraftlos und urlaubsreif ich eigentlich bin...
Ich bin kaum zu motivieren, irgendwas zu tun. Ich hänge nur ab und hin und wieder raffe ich mich auf, mal ein paar Blumen oder sonstigen Schnickschnack in die neue Wohnung zu fahren.

Es fühlt sich an, wie ein Loch, in dem ich hänge.
Mein Ex bat um ein aktuelles Foto von mir, worauf die Aussage kam, ich sähe aus, wie ein Werbeplakat für die Welthungerhilfe, ich möge doch bitte wieder etwas auf die Rippen bekommen.
Ja, Danke fürs Gespräch! Dreimal darfst Du raten, was mich so zerfrißt! ... im wahrsten Sinne des Wortes.... :(



geschrieben von: hagzissa13

Nun habe ich meinen nächsten Urlaub um und er war herrlich. Doch seit gestern beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Doch kann ich es im Moment noch nicht genau in Worte fassen...

Heute abend geht es zurück in den Olivenhain. Das Wort finde ich göttlich - den Ort eher weniger. Vor meinem Urlaub habe ich Dinge von dort erfahren, von denen ich denke, ich hätte sie besser nicht erfahren. Doch nun ist es zu spät und vielleicht hat es auch sein gutes: Ich bin auf der Hut, bestimmte Leute betreffend.

Ich habe die Zeit der Ruhe genutzt. Habe viel über bestimmte Dinge nachgedacht und kam zu Entschlüssen, die Weichenstellungen gleichen.

Leider werde ich auch weiterhin keine grundlegenden Dinge in meinem Leben ändern können - ich werde mich nicht perfektionieren können. Auch diese Erkenntnis wird mir heute Mittag mehr als zuvor bewußt. Ich werde auch weiterhin Brief- und Quittungs- und Gehaltsabrechnungs- und Rechnungstürme bauen. Nicht, daß ich es versäumen würde, Rechnungen zu begleichen, nein, aber Schreibkram schiebe ich vor mir her, wie ein Schneepflug den Schnee.

Wie gesagt, grundsätzliche Mängel meiner Person werde ich nicht beheben können. Wir alle haben unsere Fehler - ich auch.
Aber Weichenstellungen für gewisse Dinge sind durchaus drin...

... z.B., indem ich meine 2. Nebelpfade habe schließen lassen - vielen lieben Dank dafür! - da dieses Kapitel nun schlußendlich abgehakt ist.
Auch ein Verdienst der letzen zwei Wochen, wenn auch nicht mein alleiniger...

Die nächsten Wochen werden turbolent - nett formuliert.
Noch eine Woche im Olivenhain (dabei morgen Abend nochmal schnell nach koblenz zum Ärztekonzert gedüst und dann wieder nachts zurück in die Eifel... + Dienstag 24h-Dienst...), dann drei Wochen München, von dort aus ab ins Krankenhaus - Mini-Op ubiquitär am Körper - noch ein oder zwei Tage arbeiten, dann eventuell 8 oder 9 Tage nach Sardinien (beruflich), Donnerstagabend Rückflug, Freitagmorgen arbeiten, Freitagnachmittag NWT - und schwupps, ist der Sommer fast um!

Ich werde euch hier alle vermissen, denn in dieser Zeit werde ich ws kaum ins Netz kommen (unter der Woche habe ich keinen Zugang und die WEs sind alle verplant). Und auch meine Wohnung wird verwaisen. Vielleicht fällt es mir deshalb auch so schwer, mich endlich aufzuraffen, um meine Taschen zu packen - es würde mir deutlich machen, daß ich bald fort muß aus meinem Nest, an das ich mich so schnell so sehr gewöhnt habe...

Aber die kommenden Wochen werden auch sehr schöne Dinge bringen:
Drei Wochen München mit meiner besten Freundin auf einem Lehrgang! Und wir werden liebe Freunde treffen unter der Woche und die Stadt besichtigen und Sport machen - ok, SIE will, ich mache aus Solidarität mit... ;)

Und ich freue mich auf den Besuch bei Ilo! Seit einem Jahr freue ich mich darauf, seitdem ich wußte, daß ich auch dieses Jahr wieder in München sein werde! Und ich freue mich aufs Ärztekonzert morgen und auf das NWT und vielleicht auch auf Sardinien! Und ich freue mich über die Weichenstellung in meinem Leben.........................



geschrieben von: hagzissa13

Rückblick auf eine Woche Odysee - mit open end, wenn man ehrlich ist...


Donnerstag, 24.Juli:
Im Laufe meiner Arbeit meldet sich mein Chef bei mir, um mir mitzuteilen, daß ich höchstws Anfang September ins Ausland gehe. Für vier Monate. Aha! Ist ja klasse.... mir fehlen mindestens 4-5 Wochen Vorausbildung - schon mal auf den Kalender geguckt?

Freitag, 25. Juli:
Die Telefone glühen: 17.5kg-Weste geht garnicht - die geht mir bis zu den Knien und inklusive persönlicher Ausrüstung schleppe ich die Hälfte meines Körpergewichtes mit mir rum...

Wochenende: Ziemlich verplant versuche ich mein Leben zu organisieren. Jede Nacht träume ich davon, was ich alles mitnehmen muß, Schlaf gleich maximal 50%.

Montag, 28. Juli, 7.30h:
Anruf vom Leitverband Berlin: Wir laden sie herzlich zur Vorausbildung ein - ab kommenden Sonntag um 16-18h!
Hallo? Wie bitte? gehts noch? Frage: Bei welchem Comic-Verein bin ich denn hier gelandet? Antwort: Das meinen sie jetzt nicht ernst, oder? Oh doch, und dazu stehe ich!
Diese Bemerkung am Telefon kam wohl nicht so gut, interessiert mich aber nicht. ich glaub, es hackt.
Was muß ich mitbringen?
Nicht viel! Liste kommt per Fax. Sie kam per Fax und ich überlegte mir allenernstes, wo ich so schnell ne Anhängerkupplung für meinen Micra mitbekomme....

15min später: Gespräch mit Chef. Der weiß von nix, ist ernsthaft (!) (?) überrascht. Bittet mich um Geduld, er prüfe und kläre.

Dienstag, 29. Juli:
Anruf Chef: Zu 70% gehen Sie nicht. Aha! und nun? Er fahre nochmal ins Kommando und melde sich dann nochmal. Ok.
1Stunde und14Minuten später:
Anruf Kommando: Es wird schwierig... Heißt das jetzt, daß ich gehe? Wir haben niemanden außer ihnen. Aha!

Mittwoch, 30 Juli:
Fax: Ausplanung. Gespräch mit Chef: Sie sind raus! Aha!

Freitag, 1. August:
Anruf Kommando: Sie sind raus. Ich weiß. Können sie doch garnicht. Doch, habe ja das Fax. Das hat nix zu sagen, die Entscheidung fiel erst gestern Abend. Ich glaube das erst, daß ich nicht gehe, wenn mein Nachfolger im Flugzeug sitzt. Welcher Nachfolger? Den gibts nicht.Aha!

Alles klar?



geschrieben von: hagzissa13

Wirbelwind...


alles geht so schnell um mich herum...

... Spätestens zum 15.1. verlege ich. Es kann auch sein, daß früher.
Kann ich nun meinen (genehmigten (!) Ulaub planen? Buchen? Oder doch wieder "Y-Reisen - WIR buchen, SIE fluchen!" ?

Keine Ahnung. Niemand scheint da irgendwie Ahnung zu haben...
Vorausbildunegn? Ja, unbedingt! Wann? Wir prüfen!
Wir prüfen... und wenn sie nicht gestorben sind, dann prüfen sie noch am 15.1. ...

Pendeln - hin und her - kaum zu Hause. maximal am WE ür ein paar Stunden, lebe ich aus dem Koffer - naja, aus der olivfarbenen Tasche und dem passenden Rucksack. Allein mein großes Schlafkissen erinnert mich an MEIN ZUHAUSE, was ich bald wieder für lange Zeit nicht sehen werde...

Z U H A U S E... hört sich toll an! Wo ist das?
Jede Minute genieße ich hier, gehe nicht ans Telefon, gehe von Zimmer und Zimmer und sage mir stets - wie bei in diesem Film mit dem Bullen und dem Hund: "Dies ist nicht Dein Zimmer!" DOCH! Es ist mein Zimmer! Schau es Dir genau an, denn es ist DEINS!
Ich flüchte in materielles, um die Unzufriedenheit über mein stetes Reisen von A nach B zu kompensieren. Ich liebe es, viel auf Achse zu sein, aber im Moment ist es einfach ZU viel - und mit dem Gedanken an 4 Monate "Container-sharing" wird mir ganz anders... :(



geschrieben von: hagzissa13

Dieser Wirbelwind um mich - ich vergesse, auf mich zu hören. Ich brauche Ruhe und habe dieses Bedürfnis zu lange ignoriert - gehetzt von einem Termin zum nächsten, tagsüber gearbeitet, nachts raus, abends bis in die Puppen auf dem Flugplatz, die Wochenenden Wochen im Voraus verplant. Jetzt habe ich (mal wieder) die Rechnung: Grippaler Infekt. Tournusmäßig. Was ich meinem Körper nicht gönne, nimmt er sich einfach, wenn auch mit Gewalt. Ich bin es selbst Schuld. mal wieder ein Schuß vor den Bug, auf meine Bedürfnisse zu hören und mein Inneres nicht zu ignorieren. Zeit für mich in meiner Burg - das Geheimnis. Nur für mich. Niemanden fragen, niemandem Rechenschaft ablegen. Tun, was man gerade will ohne Absprache: Badewanne, essen, schlafen und wieder Badewanne, wenns dann sein muß.

Das innere Lot wiederfinden. Mit sich selbst im Reinen sein. Nachdenken. Seele baumeln lassen. Seele fordern. Ruhe. Geborgenheit im eigenen Körper.



geschrieben von: hagzissa13

Glitzernd liegen die Städte rund herum im Dunkeln vor mir. Ein herrlicher Anblick, all die tausend Lichter in weiß und orange und rot.
Über die Autobahn in der Ferne schlängelt sich eine weiße Kolonne den Berg hinab, die rote hinauf, mein Blickfeld verlassend.
Ein kleines Feuerwerk im Süden, Blaulichter im Norden.
Stille. Fast.

Der Himmel wolkenverhangen. Ein lauer Wind weht. Die Straßkugeln meines Windlichtes klingen im Takt.

Das leise Rauschen der Welt da draußen dringt an mein Ohr, fast übertönt von den Grillen ringsum.
Die roten Lichter der Sendetürme ringsum erleuchten im immer gleichförmigen Rhythmus. Die Uhr der Sparkasse, mindestens 15 km entfernt, dreht sich gleichförmig, wieder und wieder.

Ein Moment der inneren Stille, schweigend diese Schönheit genießend, traurig zu wissen, daß dieser Moment nicht für immer verharrt und die Nacht kommen wird, wo dieser Blick nicht mehr mein sein wird. So versuche ich dieses Bild in meinem Herzen festzuhalten, damit ich auch dann noch davon zehren kann....



geschrieben von: hagzissa13

Ein Anruf von mehreren tausend Kilometern entfernt bringt meinem Arbeitstag eine ganz neue Wende.

"Mein Gott, gehts Dir gut? Ist Dir etwas passiert? Gut Deine Stimme zu hören!"
"Mir ist nichts passiert."
"Du klingst nicht gut..."
"Ja.... ich weiß nun, wie es aussieht, wenn 200 Meter vor Dir im Konvoi "Wölfe" fliegen..."

Ich bin geschockt. Trauer steigt in mir auf. Ich würde Dich gerne in den Arm nehmen, aber wie gesagt - einige tausend Kilometer dazwischen, obwohl die Leitung so gut ist, als stündest du im Nebenraum und nicht irgendwo in einer verdammten Wüste mitten im Chaos.
Es trifft uns alle in diesem Augenblick - denn es kann morgen auch uns be-treffen...



geschrieben von: hagzissa13

Schlaflosigkeit.
Wie ein Backstein liegt dieses Gefühl im Magen.
Plötzlich wird mir klar, daß sich ein Schlachtfeld auftut, an einem Ort, an dem ich es nicht erwartet hätte.
Strategien werden besprochen. Ratschläge prasseln auf mich ein.

Ich habe meinen Teil der Abmachung gehalten. Jetzt sind "die" dran. Doch daran wird gerüttelt. Oder Könnte gerüttelt werden.
Die normal genutzten Strategien der "anderen Seite" werden beleuchtet und aufgezählt, Gegenmaßnahmen erörtert.

Man könnte wirklich denken, es geht um eine echte Schlacht. dabei geht es "nur" um eine Papiertigerschlacht, eine Schlacht in schwarz auf weiß, aber vor dem Hintergrund einer realen Schlacht, einem Krieg der tobt in einer Institution, die für die Schlacht lebt.

Ich fühle mich ein bißchen, wie David gegen Goliath. Aber hey, hatte David nicht damals den Sieg davongetragen?

Ich sage mir immer und immer wieder, daß es Nacht ist. Die Nacht ist ein Angstverstärker.
Ich weiß, daß ich recht habe und ich werde darum kämpfen!



geschrieben von: hagzissa13

"Ist es ok, wenn wir vorbeikommen, um von Deinem Balkon aus das Feuerwerk zu sehen?"

Klar ist es ok. Ihr seid meine Familie.

Da stehen wir nun, aufgereiht, wie die Hühner auf - nein - an der Stange. Meine Eltern, meine Tante, mein Onkel und ich. Assoziationen zu den einzelnen Leuchtkörpern. Jeder steuert etwas bei:

"Pusteblume"
"Eisregen"
"Palme"
"Smarties"
"Sonne"
"Schamhaare"

Schamhaare? :eek: Großes Gejohle. Aber mein Beruf versaut mich. Prägt mich. Leitet mich. Ich kann ihn nicht ablegen, nur weil ich Freizeit habe. Nein, das ist nichts, worauf ich stolz bin. Freizeit sollte Freizeit sein.

In der Regel bin ich ein Mensch, der Türen schließt, wenn die Arbeit vorbei ist. In der Regel funktioniert es gut. In der Regel. Hätte ich z.B. einen Job am Fließband, wäre es vermutlich gar kein Problem. Kummer und Leid anderer nehme ich nicht mit nach Hause. Nur, wenn Dinge mich als Person betreffen, dann muß ich es verarbeiten. Und das kommt häufig vor. Dieser Beruf bedeutet Interaktion. Nicht selten halten mir Patienten unbewußt den Spiegel vor. Und nicht zuletzt Dinge, die mit dem Beruf an sich nichts zu tun haben, nehme ich mit heim, so, wie ich auch Dinge von einem schönen Ausflug mit nach Hause nehme oder Dinge, die von nicht so schönen privaten Begegnungen mit durch meine Haustüre schlüpfen.

Doch manchmal nimmt man auch rein berufliche Dinge mit heim. Dinge, die berühren, weil sie Saiten in mir anschlagen... So, wie gestern.

Nachdem mein Besuch wieder weg war, habe ich mir einen meiner Lieblingsfilme angeschaut: Bringing out the dead.
Natürlich überzeichnet der Film die Thematik an bestimmten Ecken. Ich habe noch nie so chaotische Zustände in einer Notaufnahme gesehen. Ich habe noch nie so überdrehte Retter gesehen. Im wahren Leben sieht es gemäßigter aus. Nichts desto trotz trifft der Film den wunden Punkt.

Die Erwartungshaltung der Hilfebedürftigen und deren Anverwandten ist groß. Vollbringst Du ein Wunder, trägt Dich das durch viele dunkle Zeiten. Schaffst Du es nicht, nagt die Schuld und das Versagen am Ego und schlägt tiefe Furchen. Der Schutzmantel aus Zynismus legt ein dickes Band um das eigene Empfinden, jedenfalls für eine gewisse Zeit, bis Du ausgebrandt bist - und noch eine Strecke länger.
Und irgendwann kommt die Frage, was Du da eigentlich tust, wenn Du das vermeintlich richtige tust. Ist es wirklich im Sinne des Betroffenen? Oder nur im Sinne der Verwandten und im eigenen, damit man nachts ruhig schlafen kann?

Irgendwann rufen die Geister nach Dir. Sie fragen Dich, warum es nötig war, sie wiederhzuholen gegen ihren Willen, den sie heute, aufgrund des apallischen Syndroms nicht mehr äußern können. Oder sie fragen, warum Du versagt hast. Warum sie am realen Leben nicht mehr teilhaben dürfen.
Diese Stimmen zu verdrängen versuchen viele. Sie fliehen. Der Streß tut sein übriges. Auseinandersetzung mit den Stimmen bedeutet Auseinandersetzung mit sich selbst. Mit den eigenen Fehlern, der eigenen Ethik, der eigenen Moral. Wo sollte Reanimation beendet werden? Kann man in der jeweiligen Notsituation diese Frage überhaupt im eigenen Kopf erörtern, wo man doch gerade mit allem möglichen beschäftigt ist - Beatmung, Zugänge, Medikamente, Monitoring, Defibrillation, HDM, sonstiger Diagnostik? Natürlich gibt es Richtlinien, die einem helfen sollen, aber kann man sich in die Augen schauen? Kann man den Verwandten in die Augen schauen? Kann man dem Patienten und seinem Geist in die Augen schauen? Alle schauen auf Dich, doch Du möchtest eigentlich niemanden sehen...

Ich sitze auf dem Balkon. Betrachte mein Spiegelbild im Glas der Türe. Die Haare stränig, dunkle Ringe unter den Augen, müde.
Ich weiß, daß "man" mit meinen Leistungen zufrieden ist. Die Frage bleibt nur, ob ich es bin? Ob es die Geister sind?

Menschen entwickeln sich in diesem Beruf. Die einen zu arroganten Arschlöchern, die alles tun, damit sie sich nachts auf die Schulter klopfen können, weil sie den Patienten nicht haben sterben lassen, egal um welchen Preis. Die anderen werden nachdenklich, hören die Geister, das eigene Gewissen. An manchen Tagen ist es ok, diese Stimmen zu hören. An manchen Tagen eben nicht. Das ist eben der Preis für ein Gewissen. Manchmal wünschte ich mir, ich wäre ein arrogantes Arschloch. Das Leben wäre definitiv leichter. Doch das wäre nur die Pflege einer eigenen Profilneurose und nichts weiter. Arschlöcher entwickeln sich in der Regel nicht weiter. Sie kümmern sich nur um eigene Belange und pflegen den Schwanzvergleich. Und genau das ist es, was ich für meine Person niemals wollte und niemals will... Ich möchte mich auch weiter in der Glasscheibe meiner Balkontüre betrachten können, zwar müde und grübelnd, aber wissend, daß ich nicht nur für mich mein Bestes gebe.



geschrieben von: hagzissa13

Vollmond, ein Flugzeug kreuzt den Mond. In der Ferne, Richtung Rhein-Main-Gebiet dichte Wolken - Wetterleuchten. Ein Gewitter im Taunus oder doch nur ein großes Feuerwerk, dessen Lichtschein von den Wolken gebrochen wird. Wen juckts? Mich nicht. Mich juckt im Moment irgendwie recht wenig. Der Herbst kommt. Die Dunkelheit kommt. Die Blätter werden fallen. Die Nächte werden kalt. Und ich mittendrin. Immer im gleichen Trott. Montags morgens die Strecke an den Arsch der Welt und Freitags zurück. Mittendrin Chaosbewältigung, zu der ich eigentlich gar keine Lust habe im Moment. Es ist mir zuwider. Ich brauche dringend Urlaub. Doch der ist fern. Kleinigkeiten bringen mich auf die Palme und doch fühle ich mich niedergeschlagen... Klimakterium?



geschrieben von: hagzissa13

Wenn das Fieber kommt, verschwimmt die Realität. Dinge, die bedeutungslos anmuteten, werden plötzlich zum Mittelpunkt des Gedankenflusses. Dinge, die den Geist beherrschten, werden in den Hintergrund gedrängt.
Gedankenfluß - Gedankenkreisen. Angst - Freude. Nachdenklichkeit - Phantasie. Traum - Wirklichkeit.
Halluzinationen. Dort sitzt sie.... so lange habe ich sie nicht gesehen. Sie gibt mir Antworten, die ich mir hätte selbst nicht geben können. Temperatur > 39°C. Das Paracetamol fängt an zu wirken, ich komme zurück in die Realität....



geschrieben von: hagzissa13

Schlaflos wälze ich mich hin und her, um nach über einer Stunde Mühe doch wieder das Licht anzuknipsen.

Schlaflos in RLP.

Ich bin müde, sehr müde. Und doch kreisen die Gedanken in meinem Kopf so laut, daß ich nicht zu schlafen vermag.
Wie eine Kreissäge dröhnen sie in meinem Kopf, drehen Runde um Runde, Stunde um Stunde. Kontakt zur Außenwelt und sinnfreie Berieselung lenken mich ab. Das Fernsehen, das Radio, die Playstation, das Internet. Alles, nur nicht den Gedanken zu viel Raum schenken. Reichst Du ihnen den kleinen Finger, reißen sie Dir den ganzen Arm aus - dabei tut doch schon der Finger so unendlich weh.

Nein, ich kann nicht den Raum in meinem Kopf meinen Gedanken überlassen, sie würden mich auffressen, ver-rückt machen.

Die Sinne betäuben, mit allem, was da ist - das ist verlockend. Doch außer den medialen Reizen erlaube ich mir nichts. Gar nichts.

Dabei würde es mir ws gut tun, einfach mal den Gedanken freien Lauf zu lassen, sich dem Experiment hin zu geben, zu schauen, wo ich ankomme. Aber nein, es erscheint mir zu gefährlich...

Immer weiter und weiter und weiter, wie Nicolas Cage in "bringing out the dead" - bloß nicht stehen bleiben, bloß nicht verweilen, um die Gesichter der Toten nicht sehen zu müssen...
Ich ziehe, wie immer, den Schwanz ein und schreibe und schreibe und schreibe, um nicht schlafen zu müssen, um nicht träumen zu müssen, um nicht denken zu müssen...



geschrieben von: hagzissa13

Spieglein, Spieglein...

Dort sitze ich in der Runde, erzähle von dieser Zerissenheit zwischen C., M., der Mannschaft und mir. Jeder hängt an mir dran, klagt sein Leid. Warum spiele ich das Spiel mit? Lasse mich in die Rolle des heimlichen Chefs drängen? Warum sitze ich als Filter zwischen allen Stühlen? Warum übernehme ich die Filterfunktion? Damit es nicht zum Eklat kommt? Irgendwie schon - und irgendwie nicht....
Ich will Ruhe n dem Laden, erst im Februar mußte ich ausbaden, was durch C.'s Intervention ins Rollen kam und was sie nicht mitbekam, da nicht vor Ort. Darauf habe ich keine Lust....

Die Reflektionen der anderen sind sehr interessant... Dinge, die mich wie ein Hammer treffen - aber stimmen. Ich habe es immer geahnt, auch irgendwie gewußt, aber mir nie eingestanden. Aber man kennt mich halt, schaut assoziierend in meinen Kopf. Bums.

Was mache ich daraus? Ich weiß es nicht... Ich sollte darüber nachdenken, also genau das, was mir im Moment so weh tut, so schwer fällt....



geschrieben von: hagzissa13

Tja... und wieder mal bereite ich mich vor auf eine Reise an einen Ort, wo mein Alter Ego der roleplayer ist. Ich bereite mich vor auf ein anderes Leben, andere Gedanken, andere Umgebung, andere Aufgaben, anderes ich, andere Fassade, andere Kleidung, andere Leute, andere Anforderungen, eine vollkommen andere Welt....
Ich tauche ein auf dem Weg dorthin, während an meinem Fenster die Landschaft dahingleitet, gleite ich in ein anderes Leben.
Bestimmt, grundsätzlich gesehen, kein schlechtes Leben, aber anders, manchmal fremd, manchmal hart, manchmal traurig, manchmal nervig, manchmal aufreibend, manchmal zum kotzen, manchmal zum weinen, manchmal zum lachen, manchmal zum freuen, manchmal zum mitfühlen, manchmal zum schmunzeln....

insgesamt ok, anders als all das, was meine Kollegen hier erleben. Eine Episode, aus der ich sehr viel mitnehmen werden fürs Leben, denn bald ist dieser Abschnitt zu Ende und etwas neues beginnt....



geschrieben von: hagzissa13

Zitat:
Original geschrieben von hagzissa13
manchmal hart, manchmal traurig, manchmal nervig, manchmal aufreibend, manchmal zum kotzen, manchmal zum weinen


Clark Level IV - malignes Melanom in fortgeschrittenem Stadium. Wenn der Pathologe anruft, und man den Patienten selbst kennt, ein doppelter Schock. Für mich nur der einfache Schock - ich kenne ihn nicht. Doch da der Operateur die Praxis geschlossen hat und dem Pathologe keine Überweisung vorliegt, ruft er halt irgendwo in der Nähe des Heimatortes des Patienten an.
Ich frage rum, X. kennt ihn, persönlich - Mitte 30, 2 kleine Kinder....

tick - tack - tick - tack

Der "meist gehaßteste" Mitarbeiter in der Firma - Aussage von vielen - ich kann es hier auf meiner Arche nicht beurteilen. Ich habe (bisher) keine Probleme mit ihm. Der Chef macht sich für ihn stark, holt mich ins Boot. Ich rudere mit. Der Patient braucht eine Auszeit, die will ich ihm gewähren, schreibe ihn krank. Frage Sport? Natürlich: Leistungssportler, er braucht das. Moderat!
Anruf Chef: Eine Stellungnahme wird gefordert - der Patienten hat an einem harten Wettkampf teilgenommen während der Krankschreibung.... Ich bin sauer, wütend, enttäuscht, bestelle den Patienten ein, erkläre ihm, daß er mich in eine beschissene Situation bringt. Urteile ich für ihn, bringe ich die komplette Firma gegen mich auf (nicht ganz zu unrecht), urteile ich gegen ihn, verpasse ich ihm den beruflichen Todesstoß...
Er sieht sich nur als Opfer, sah diesen Wettkampf als "moderaten Sport". Ich bitte ihn, mit dem Chef zu sprechen und dies genau so mit diesem zu besprechen, um de Kuh vom Eis zu holen... keine Reaktion, eher Wut gegen mich... Na, danke fürs Gespräch..... Ein solches Verhalten habe ich von ihm nicht erwartet. Es enttäuscht und macht wütend.

tick - tack - tick - tack

Einstellungen - fast 40. Chaos. Zusatzdienstplan bis 21h. Positive Drogentests, breites Grinsen, leuchtende Augen: "Werde ich jetzt rausgeschmissen?" "Nein!" - Enttäuschung auf der einen, "*grmpf*" auf meiner Seite....

tick - tack - tick - tack

Hilferuf. Patient hat schlimme Probleme. Das Verhalten sei seltsam geworden.
Ich bestelle den Patienten ein, inmitten der Einstellungen - fahrig, nervös, Gedankensprünge, Logorrhoe, unkonzentriert, scheint gar nicht wirklich anwesend. Gespräch: Zweimal 1h. Alles wird um- und abbestellt für diesen Patienten. Krisenintervention. Ich reiße mir wirklich ein Bein aus. Facharzttermine, Klinikplätze. Frage: Drogen? Nein! Niemals! - das würde nämlich eine andere Strategie bezüglich der Therapieplatzwahl bedeuten. Verdacht ausräumen: Schnelltest - nun doch positiv. Weitere Tests auf Menge: Anruf Labor: Ober(st)e Nachweisgrenze - MEHR kann das Gerät nicht anzeigen - Probe wird in ein Speziallabor verschickt. Jetzt wird mir klar, warum der Patient die Haaranalyse ablehnte mit dem Vermerk, daß sei ihm zu teuer.... Wieder Enttäuschung, Wut... viele Stunden Arbeit - - neben der Krisenintervention - für den Arsch

tick - tack - tick - tack

Da ich krank war, bat ich um Abbestellung der Montagpatienten, da klar war, daß ich mit den Neukranken genug beschäftigt sein werde und nur auf die Arbeit ging, da mein Chef nicht da sein sollte.... Montagmorgen: Kein einziger Patient abgesagt, fast 20 Neukranke, bis nachmittags über 50 Patienten... und: Chef doch da - Mißverständnis, hat aber anderes zu tun....

tick - tack - tick - tack

Ich friere, ich glühe.... Temp. 37.9°C - Ich fahre heim. Die Woche war zuviel....

tick - tack - tick - tack

Ich könnte spazieren gehen
Ich könnte ins Schwimmbad fahren
Ich könnte Freunde besuchen
Ich könnte malen
Ich könnte aufräumen
Ich könnte meinen Balkon winterfest machen
Ich könnte einen Wellnesstag einlegen
Ich könnte so viel - und sitze nur da, totmüde, da mal wieder kaum geschlafen, wütend, enttäuscht, kraftlos, lustlos, antriebslos ... irgendwie leblos....

tick - tack - tick - tack



geschrieben von: hagzissa13

✬ per aspera ad astra ✬



.... und gerade dort angekommen. Wenigstens temporär.
Traumhotel, zwar nicht im Traumland, aber trotzdem dort, wo ich noch nicht war. 14 Tage Wellness bei 30°C Luft- und 26°C Wassertemperatur. 4-stellig, aber trotz allem Schnäppchen.
Ich bin eben wie im Traum durch die Wohnung getanzt, so sehr habe ich mich gefreut. Meinen Geburtstag unter der Sonne: Herrlich!

Danach reichte der Elan, um die komplette Bude aufzuräumen - immerhin knapp 120qm - und endlich mal ein paar Dinge zu tun, die schon längst hätten gemacht werden müssen und sollen.


DANKE, meine liebe O.! Du bist die beste! Hast Dir soooo viel Mühe gemacht....
Du hast tiefe Ringe unter den Augen, denn Du warst tagelang in den Netzwelten für uns unterwegs und Du hast viereckige Augen von den vielen, vielen Stunden "Sonnenklar-TV"-glotzen....! Ich bin Dir so unendlich dankbar, was Du für mich tust!!!




geschrieben von: hagzissa13



❦ ❦ ❦ ❦

Glaube und Liebe und Hoffnung
sollen nie aus meinem Herzen weichen,
dann gehe ich, wohin es soll
und werde gewiß am Ende sagen
ICH HABE GELEBT!
Und wenn es kein Stolz
und keine Täuschung ist,
so darf ich wohl sagen,
daß ich in jenen Stunden
nach und nach,
durch die Prüfung meines Lebens,
fester und sicherer geworden bin.

❦ ❦ ❦ ❦




∼ Friedrich Hölderlin ∼




Die Sonne scheint, ein schöner Spaziergang über die Rheinpromenade, am deutschen Eck vorbei, die Herbstluft um den Kopf, vorbei an all den alten Gemäuern finde ich eine Bank, blicke auf die Festung Ehrenbreitstein und denke nach....

Ein schöner Tag...!
Ich fühle mich den Umständen entsprechend gut. Laufe durch die Stadt, schaue mal hier und dort in die Schaufenster, bis mir der Trubel zu viel wird. Mittagszeit - die Stadt füllt sich.
Zurück nach Hause, bei meinen Mutter vorbei, die sittet gerade die zwei Zwerge meiner besten Freundin. Ich spiele mit ihnen und habe ein gute Zeit, liege mit ihnen auf dem Boden und baue Legohäuser und gehe mit nach nebenan auf den Spielplatz und komme dreckiger zurück, als die Zwerge.
ja, ein wirklich schöner Tag...!



geschrieben von: hagzissa13

Ich glaube, ich werde alt...

... dachte ich mir, als ich gestern Nacht im Städtchen unterwegs war, im einzigen "schwarzen" Etablissement weit und breit. Da bekommt die Bezeichnung "Gruft" eine ganz neue Bedeutung in Anbetracht der jungen, schwitzenden Leiber um mich herum!

Als alte Säckin wie ich, setzt man sich auf einen schönen Platz mit viel Übersicht und betreibt Szene-sightseeing. Musik, die sich von meinen besten Raverzeiten Mitte/Ende der 90er nicht wirklich viel unterscheidet (hätte nur noch Marushas "over the Rainbow" gefehlt... :rolleyes: ) und viele schwarze Gestalten, die irgendwie aus dem Klischeekatalog entsprungen schienen:

Kriegsbemalte Vampire in Samt und Rüschen und Sonnenbrille (weil es so hell mitten in der Nacht in einem Gruft-Dissen-Kellergewölbe ist...), Neonschild bestickte Cybergothics mit obligatorischer Schweißerbrille, nackte Haut, Lack und Latex, wie auf der SM-Fete um die Ecke, Altmetallsammlungen am ganzen Körper, Mädels mit Röcken so kurz, daß man bei jeder Bewegung die Arschkimme sieht und Stiefeln, auf die jede Domina neidisch geworden wäre. Dazu ein Problemzonenbewußtsein wie am Ballermann: Größe 40/42 wird ins Korsett geschnürt, bis das Essen von vorgestern die Bulbi aus den Augenhöhlen quetscht und was verdrängt wird, bahnt sich den Weg unterhalb der Korsage und oberhalb der Hüft-Hotpants Größe 36 in Form eines wunderschönen, 10cm-Durchmesser-Fettringes rund um die 100er-Hüftzone, der so sehr hervorquillt, daß er buchstäblich den Bund der Hose verdeckt. Ein natürliches Accessoire, so zu sagen....

Doch natürlich quillt die Verdrängungsmasse nicht nur unten, sondern auch oben raus und weil es ein Problem zu sein scheint, Klamotten in der passenden Größe zu akzeptieren, entblößte sich die Brust der Dame bei ihrem wilden Reigen auf der Tanzfläche gleich mehrmals. Sie bahnte sich so zu sagen den Weg des geringsten Widerstandes - nach oben raus aus der einengenden Korsage - und folgte dann ihrem natürlichem Trieb der Schwerkraft gehorchend dem Boden entgegen.

Wenn mal Rammstein oder Depeche mode liefen, zuckte es auch durch meine alten Knochen und ich folgte der inneren Stimme, die mich anstachelte, mal meine alten Tanzbeine zu schwingen. Ansonsten habe ich einfach mal geguckt, was heut zu Tage so los ist im schwarzen Tanztempel der Nacht.

Ich muß feststellen, daß dieses Forum verdammt alt und unmodern ist und wißt ihr was? Es gefällt mir somit um so besser! Wie ein Refugium "übrig gebliebener" aus alter Zeit in einer wabernden Masse, die mir fremd ist und doch - musiktechnisch betrachtet - wie ein alter Hut anmutet.

Resumee: Ich bin alt. Es war grotesk. Es war aber auch irgendwie schön, weil anders, als der Durchschnitt. Die Leute waren freundlich. Keine Massenabfertigung. Ich muß wohl einfach warten, bis auch die jungen Leute merken, daß Techno überholt ist und sie dabei älter geworden sind...



geschrieben von: hagzissa13

Schon gesehen? Die Sonne scheint!

Schnell mal die grauen Gedanken zur Seite geschoben, wie die Wolken am Himmel - Wut, Ärger, Enttäuschung: Weg damit!

Ich schaue aus dem Fenster, schaue in die Eifel und lasse meine dort verbrachte Woche revue passieren.

Es gibt Tage, da gibt man mehr, als man bekommt. Aber es gibt auch Tage, da bekommt man mehr, als man gibt. In dieser Woche, hielt es sich ziemlich die Waage - eine gute Woche!

Ein Abend mit den anderen in Luxembourg - über 70 Euro nur für Kaffee, Elefantenschokolade und Wasser.
Ein Abend eine Einladung aus dem Sektor zum "Oktoberfest" - ich habe lange schon nicht mehr so gelacht!
Ein Abend Pizza mit netten Leuten.
Ein Abend mit nettem Anruf vom Tegernsee.
Und die Tage - Geben und nehmen. Viele gute Dinge auf den Weg gebracht. Menschen mit viel Lametter auf nette Art meine Meinung gesagt - das tut gut. Mit meinem alten Chef telefoniert. Fein. Hoffnung für ein temporäres Wiedersehen im November vor meinem Urlaub. Ich hoffe.

Wieder zurück. Die Sonne scheint. Eine für mich gute Woche liegt hinter - und ein tolles WE vor mir.



geschrieben von: hagzissa13

wo bist Du...?



geschrieben von: hagzissa13

Manche Dinge müssen einfach gesagt werden, ausgesprochen werden. Manchmal hat man plötzlich diesen Drang, der sonst so gut beiseite geschoben wurde und gibt ihm nach. Plötzlich.
Es mußte gesagt werden. Ich weiß nicht, wie Du darauf reagieren wirst, aber es mußte gesagt werden.
Ich fühle mich erleichtert, auch wenn ich nicht weiß, wie sich diese Schleusenöffnung entwickeln wird.


break


Ein langes Telefonat mit Dir. Ich verstehe Deine Beweggründe, uns zu verlassen. Ich verstehe Deine Beweggründe, auf die meisten sauer zu sein. Ich verstehe Deine Beweggründe, lieber in Afghanistan zu sitzen, als Dir dieses (in Deinen Augen) Mobbing anzutun. Ich verstehe Deine Verbitterung. All die guten Vorsätze. All der Elan. Gebrochen.
Ich verstehe, daß Du einen Neuanfang möchtest, weit weg von hier.


break


Ich bin froh, daß Du da bist und mir hilfst, in diesem Dschungel. Ohne Dich, hätte das sehr böse enden können diese Woche. Ich hätte nie gedacht, daß mir jemand wie Du so ähnlich sein kann im Herzen. Ich danke Dir für Deine Motivation. Ich danke Dir für Deine Begleitung. Ich danke Dir für Deine Unterstützung. Ich danke Dir für die Partizipierung an Deinem Wissen. Und ich danke Dir dafür, daß Du Du bist.


break


Was denkst Du Dir eigentlich, mich so zu verarschen?
Was denkst Du Dir eigentlich, mich in eine derartige Zwickmühle zu bringen?
Was denkst Du Dir eigentlich, mir danach mit einen Anwalt zu drohen?
Ich weiß, daß alles korrekt lief. Alles zu Papier und zu Protokoll gebracht. Bis Mitten in der Nacht.
Vor (D)einem Anwalt habe ich keine Angst. Aber vor Dir. Du bist unberechenbar. Zwischen Zorn und Wut hin zu kindlichem Weinen und bitterlichem Schluchzen. Zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde.


break


Danke für die Nachricht. Ich freue mich sehr. Ich bin gespannt. Ich liebe es, überrascht zu werden. Wir sehen uns viel zu selten, dabei wäre es so einfach... Und ich finde es toll, mit Dir ein Zimmer zu teilen. Das paßt so gut und die Gelegenheiten sind eigentlich viel zu rar.... Vorfreude ist die schönste Freude, aber ich bin mir sicher, daß auch der Rest wunderschön wird!
Tröpje for Tröpje! Auf die Liebe! Daaach!


break


Ein paar nette Zeilen auf meinem Kopfkissen, die mir den Nachmittag so sehr versüßten. Niemals hätte ich damit gerechnet... Hoffentlich sehen wir uns bald wieder. Es ist zwar zynisch, aber gerade bei Dir möchte ich sagen: "So jung sehen wir uns nicht wieder...!"


break


Und jetzt, jetzt gibts Zunder. Ich habe die Faxen dicke.
Und danach...? Der Tag ist noch lang.... ;)



geschrieben von: hagzissa13

Regen, Regen, Regen.... ich brauche mehr....



geschrieben von: hagzissa13

bitte, nein, nicht das auch noch... ich hasse es, den Schlüssel rum zu drehen....
lauf, lauf, lauf...
weit weg
weg von ALLEM
Tage des Schweigens
Tage des Schwalls
Tage der Finsternis
Nächte des Lichts
lauf, lauf, lauf...
nichts hören
nichts sehen
nichts fühlen
nicht sprechen
lauf, lauf, lauf...
Kälte - zittern -
den einen Wunsch
lauf, lauf, lauf...
ver-rückt
im Kreis
und wieder von vorn
Hatz
lauf, lauf, lauf...



geschrieben von: hagzissa13

... und es regnet weiter und weiter ...
Bitte laß die Wolken weiterziehen.... BITTE...!




geschrieben von: hagzissa13

fünf Kalendereintragungen an einem Tag...
zu viel - zu wenig, um alles zu sagen...
Es gäbe noch so viel zu sagen, aber die Worte stocken in den Fingern, finden den Weg nicht raus. Nur die Oberfläche wird angekratzt. Ganz obendrauf. Ganz, ganz weit oben....
... Schlaf gut, Seele. Schlaf gut...



geschrieben von: hagzissa13

... und wieder regnet es und regnet und regnet und regnet....
.... den blauen Himmel sieht man nicht, selbst wenn der Himmel aufreißt - es ist finster.....




geschrieben von: hagzissa13

Zyklen - manche Dinge kehren immer wieder, manche vergehen nie....




I'm on my way - searching for my destiny
I'm on my way - looking for myself
Just found an illusion - like fog in the night


PRAY! If you hope, he shows you your destiny
PRAY! If you hope, he shows you the way to yourself
I don't wanna pray! I don't wanna believe!
I just fight for salvation of my soul...
I just fight for my own peace of mind...


Obstacles in the night - injuring my fucking flesh
Licking my bleeding wounds - hating my hurting soul
I'm still on my way through the night
I'm still on my way to myself


PRAY! If you hope, he shows you your destiny
PRAY! If you hope, he shows you the way to yourself
I don't wanna pray! I don't wanna believe!
I just fight for salvation of my soul...
I just fight for my own peace of mind...


I don't wanna follow mysterious prophecies
I don't wanna follow the flock of sheeps
I just wanna gain my own experience
I just wanna reach my own defined destinations
I just wanna go my own way - feeling my life with all my senses


PRAY! If you hope, he shows you your destiny
PRAY! If you hope, he shows you the way to yourself
I don't wanna pray! I don't wanna believe!
I just fight for salvation of my soul...
I just fight for my own peace of mind...


Marburg, den 22.02.2004



geschrieben von: hagzissa13

... und wieder ziehen Wolken auf. BITTE, laß es nicht regnen.....



geschrieben von: hagzissa13

... wieder und wieder lese ich die Zeilen, die Du mir auf meinem Kopfkissen hinterlassen hast. Sie tun so gut. Viel zu lange habe ich Dich vermißt. Jahrelang nur spontanen Besuch. Hoffentlich gelingt es uns, unsere Vorhaben in die Tat um zu setzen. Ich habe Dir schon immer vertraut......



geschrieben von: hagzissa13

Der Regen hat kurzfristig aufgehört. Aber ich spüre die Schwere der Wolken....



geschrieben von: hagzissa13

Die Regenwolken haben sich kurzfristig verzogen. Wie lang, weiß niemand....



geschrieben von: hagzissa13

Eine Woche Arbeitsurlaub, nicht in der Diaspora, sondern etwas näher vor der Türe. Nicht schlecht. Ich freue mich. Nur ca 1/4 der potentiellen Patienten = 1/4 der sonstigen Termine pro Tag? Ws! Darum auch Arbeitsurlaub. Abends im eigenen Bettchen, sofern ich das will und tagsüber weniger Hektik, sofern sich meine Hochrechnungen bestätigen....

Ein Vorgeschmack. Ein schöner.....



geschrieben von: hagzissa13

Die Wolken haben sich verzogen und den Regen wenigstens temporär mitgenommen. Der Himmel ist blau, doch die Sonne brennt. Sie verbrennt alles, doch dies ist zur Zeit besser, als all der Regen. Vielleicht wird das Klima bald angenehmer...



geschrieben von: hagzissa13

Ja, was ist denn das? Das ist ja echt schön! Ich dachte, sowas gäbe es eigentlich gar nicht mehr... Danke dafür......



geschrieben von: hagzissa13

Es regnet wieder... hoffentlich ist es nur ein kleines Tief, das schnell vorbeizieht....



geschrieben von: hagzissa13

...auch, wenn es gerade regnet - schön, daß Du mich gefunden hast. Unter Deinem Schirm stört es weniger. Es fühlt sch trocken an.
Wo kommst Du her? Du warst stets in meiner Näher, doch den Schirm sah ich nie. Dich auch nicht. Ist schwarz eine Farbe, die sich von der Masse nicht abhebt?




geschrieben von: hagzissa13

Die letzten Tage in der Diaspora. Irgendwie teilen sich Freude, Wehmut und ein unbehagliches Gefühl von Angst die Rezeptoren meiner Chemiefabrik.

"Ich lasse mich versetzen. Ohne Dich mag ich hier nicht arbeiten...."
"Schade, daß Du gehst. Es war so schön mit Dir...."
"Du hinterläßt eine Lücke. Deine Patienten fühlten sich gut aufgehoben bei Dir...."
"Wollen sie nicht noch ein wenig bleiben? Wir werden sie so vermissen...."

... wer würde da mit frohem Herzen gehen?
Natürlich freue ich mich auf neues.
Natürlich bin ich froh, nicht mehr ständig für Gerechtigkeit kämpfen zu müssen.
Natürlich bin ich froh, nicht mehr Ziel von Druck zu sein.

Aber ich bin trotzdem traurig, weil es insgesamt eine sehr schöne, abwechslungsreiche, spannende und lehrreiche Zeit war. Ich werde viel mitnehmen für meinen Beruf und mein Leben. Und wer weiß, wenn sich gewisse Dinge ändern, vielleicht komme ich wieder...?



geschrieben von: hagzissa13

ich ärgere mir gerade eine Zecke an den Bauch.... ich ärgere mich mal wieder über mich selber. Wieso bekomme ich nicht hin, was ich will? Ich bin doch nicht doof und ich bin doch nicht feige? Oder vielleicht doch?




Es war ein schöner Abend. 1500 Leute in schönem Ambiente. Leider völlig fehlkalkuliert von den Durchführenden. Zu eng. Während man früher eingezäunte Areale benötigte, um den Wurfgeschossen der Demonstranten auszuweichen, kann man heute tolle Locations wie Burgruinen und ähnliches wählen und die Besucherzahlen wachsen stetig - zu schnell für die Organisatoren. Diskussionen mit den Leitern und meine dominanten Seiten aus dem Hut gezaubert, um mich durchzusetzen, sowie meine mütterlichen Seiten rausgekehrt, für mein eigenes Personal. Die Mannschaft war sehr zufrieden, die Veranstalter haben sich entschuldigt - ich hätte mit einem guten Gefühl nach Hause fahren können... hätte... aber da war ja noch die Zecke am Bauch... auch, wenn sie nichts mit dem heutigen Abend zu tun hat....



geschrieben von: hagzissa13

Umbruch - an allen Ecken und Enden. Beruflich. Privat.
Noch 2 Tage in der Diaspora und ein lachendes und ein weinendes Auge. Ich weiß nicht, ob das, was mich erwartet schön oder eben nicht schön sein wird und ich weiß nicht, ob ich Unterstützung so erfahre, wie ich sie mir vorstelle. Ich weiß nicht, ob Du bereit bist, diesen Schritt mit mir zu gehen. Es wird nicht leicht mit mir die nächsten Monate. Wirst Du auch noch hinter mir stehen, wenn ich verlängere?

Auf der anderen Seite geht es auch weiter. Doch ich bin mir sicher, daß es einen bösen Ausgang geben wird. Das kann nicht gut gehen, auch wenn ich mir im klaren bin, nicht neutral zu sein. Ein seltsames Gefühl... aber trotzdem: So wird das nichts... Ganz sicher nicht.... Ich sehe mich an Deinem Grab stehen.... Ich bin mir sicher, Du hast Dir das für Dich zur Zeit beste rausgesucht, jemand, der Dich in Deiner Sucht unterstützt - coabhängig oder auch abhängig - ich weiß es nicht...



geschrieben von: hagzissa13

Es regnet wieder.... in Strömen...
mein Unterbewußtsein ist wohl doch aktiver, als ich dachte.
Wann scheint die Sonne wieder? Wann....?




geschrieben von: hagzissa13

Mich anzupissen macht es auch nicht besser, mein Lieber! Ich kenne Deine Intension, aber so schnell wirst Du es nicht schaffen, daß ich meine Meinung für mich behalte. Ich bleibe dabei: Das ist der Anfang vom Ende. Ich glaube, ich weiß, wer es ist und sie wird Dich nicht retten. Wie? Du weißt das? Was soll das dann werden? Willst Du sie da mit reinziehen, damit sie weinend vor Deinem Grab steht? Damit sie schon am Anfang ihres Lebens zur Witwe wird? Oder will sie mit Dir gehen? Ist sie genauso suizidal? Genauso drauf? Ich bin wie gelähmt bei der Vorstellung, daß Du auf dem Weg bist...

Das letzte Mal aus meinem Zimmer gegangen. Das letzte mal in die Einlegekarte geschrieben. Die letzte Staffelzigarette geraucht (die 4. oder 5. dieses Jahr). Das letzte mal durchs Tor gefahren. Das letzte mal auf die AB. Gehen sie nicht über LOS, ziehen sie keine 4000DM ein....
Ein seltsames Gefühl. Alles wird anders. Die alten Dämonen kehren zurück. Werde ich sie vertreiben können?





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