Mich durchrauscht oft eine Leidenschaft, die man kaum beschreiben kann. Nur wenige Personen sehen die Welt mit fremden Augen – mit Augen einer wutentbrannten Seele. So gleichermaßen gierig nach Leben wie nach Tod.
Gehörst auch DU zu jenen verdammten Seelen?
Glaubst auch DU an die Magie einer scheinbar fremden Welt, die dich täglich umgibt und deine Gedanken nie zur Ruhe kommen lässt?
Ich bin für alles und jeden offen, der viel aus seinem Leben erzählen kann und gerne philosophiert.
~ goth-thing ~
geschrieben von: Cagliostro
Würde mich als eine Art Söldner einer unsichtbaren Armee betrachten.
Meine "Kameraden" kenne ich nicht, meine Aufträge erhalte ich quasi aus seltsamen Quellen.
Dennoch bin ich ein Soldat des Kosmos.
geschrieben von: goth-thing
Hmm, Söldner mag ich.
Jeder von ihnen strahlt eine ganz eigene Persönlichkeit aus, die oft geprägt ist durch ihre Erlebnisse. Ich mag sie, weil sie bedingungslos sind und keine Fragen stellen, sie gehorchen und tun alles, wenn der Preis stimmt.
Ja ich mag sie wirklich.
Allein deine Worte vermitteln diese gewisse Art. Du suchst jemand dem du vetrauen und gleichfalls mistrauen kannst. Ein geeignetes Gegenstück. Vielleicht einen Ruhepunkt, wie eine Waage zwischen deinen fanatisch dreinblickenden Augen ...
geschrieben von: Cagliostro
Blut ist ein besonderer Saft, zuviel davon wurde sinnlos vergossen.
Was hast anzubieten gotisches Ding?
geschrieben von: goth-thing
Ihr habt den Sinn meiner Sehnsucht im Grunde erkannt.
ich sah schon keinen Sinn mehr darin, weiter zu suchen, nach jenen Gefährten, die meine Leidenschaft gutheißen, gar teilen. Es wäre fast vergebens gewesen.
Doch ihr seid anders.
Cagliostro, zu viel Blut wurde schon vergossen, sagst du? Nein! Es kann nie genug davon vergossen werden, bis die Menschheit es endlich begreift. Deshalb ist deine Gestalt als Söldner weder demütig noch reuig. Du kannst doch nicht leugnen, dass du du es liebst, andere in ihrem eigenen Saft schmoren zu sehen. Mit und ohne dein Zutun.
Chiaroscuro, in der Tat könnte man meinen, ich wäre paranoid. Doch mein Verstand ist stets klar und absolut konsequent. Viel mehr sehen ich mich nach denen, die du erwähnt hast und dich selbst als einen von ihnen bezeichnet hast. In dir scheint ebenfalls eine tief schwarze Seele innezuwohnen. Womöglich eine, die sucht?
~ goth-thing ~
geschrieben von: Cagliostro
Goth thing ?
Du möchtest Reue und Demut von mir?
Hm, damit habe ich kein generelles Problem, aber worin liegt
der Vorteil?
Der "Bargain", der psychologische Zugewinn für meine Persönlichkeit usw.?
Andernfalls wäre das nur eine fremde Bereicherung auf meine Kosten.
P.S.
ich habe geschrieben sinnlos vergossen.......
ineffektiv. Ohne Sinn und Zweck. Für fremde Interessen usw.
Blut kann im übertragenen Sinne sicher in einem sinnvollen Zusammenhang fliessen.
geschrieben von: goth-thing
Eine fremde Bereicherung sagst du, Cagliostro? Nun, das sehe ich nicht so, doch vielleicht habe ich mich getäuscht und du bist keiner jener dunklen Grafen, von denen Chiarscuro berichtete. Vielleicht irren meine Gedanken weit von deinen entfernt? Vielleicht ...
Es wäre zu schade drum. Du wirktest wie einer der sucht ... nach mehr als nur geistiger Bindung ...
geschrieben von: Cagliostro
Wie wird man denn zu einem dunklen Grafen?
Nun, meine ritterliche, noble Haltung gegenüber ganz bestimmten Menschen war immer schon da.
Das dunkle entsteht, wenn man die Helligkeit verlässt, deshalb hört man nicht auf gewissermassen nobel zu sein.
Ist denn nicht jede Bindung ersteinmal geistig? Ist denn nicht alles etwas, das erstmal im Kopf stattfindet?
Deine Zielvorstellungen wären evtl. besser geeignet, als PN daherzukommen, findest du nicht auch?
geschrieben von: Cagliostro
Mehr so in der Art?
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Naja,ich mag solche Geschichten die sich um geheime Gedanken drehen,
sie zeigen doch auch, wie jemand wirklich denkt (und fühlt).
Verstohlene Blicke, die Vorhänge werden zugezogen....
Die Umgebung wird für eine Zeit draussen gelassen, sie hat keinen Zutritt zu deiner Welt.
Schuldgefühle? Nein warum denn, ist jemand verletzt worden?
Ach woher....durch Gedanken? Aber nein....
Ein Gefühl wie bei einer Nachtfahrt. Alles ist irgendwie still.
Man hört keinen Mucks.
Man würde sich durch Geräusche ja verraten.
Jeder würde vll.wissen, was man tut, oder glauben zu wissen.
Weiss wirklich jeder, was in einem vorgeht?
Manche haben keinen Sinn dafür, manche sehen nur die Oberfläche.
Geheime Welten, nicht sichtbar für andere. Ein Imperium für einen selbst.
Voller Berge, Täler und Seen.
Landschaften, die Geheimnisse in sich bergen.
Grenzen? Muss es die denn geben? Zumindest geistige.
Haben geistige Grenzen denn nicht eine Wirkung wie Denkverbote?
Sind die Gedanken denn nicht frei?
Nicht zurück blicken für diesen Moment, das Zauberland liegt weiter vorne...
Manchmal erwartet einen eine Palastwache in bunten Gewändern, eine Kutsche mit
weissen Pferden holen einen ab, manchmal ist es anders, man muss sich durch Buschwerk
durchkämpfen, auf Knien rutschen um das gelobte Land zu finden.
Mit tiefem Vertrauen, von ganzem Herzen wäre es schön jetzt einen loyalen Freund zu haben,
der diese Gedanken teilt, sie nicht verrät.
Der einem hilft zum Zauberland sich durchzuschlagen.
Der nicht lacht, wie ein unwissender Narr,
der aber genau weiss, welche Autobahnen zwischen
den Hirnsynapsen und anderswo benutzt werden wollen.
Der einem folgt, auf dieser Reise. Der Schweigen kann und auch geniessen.
Der einen festhält, wenn die Fahrt holprig wird.
Der einen tröstet, wenn die Reise gefährlich erscheint (aber hinterher betrachtet gar nicht ist).
Der einen Moment der Gemeinsamkeit schafft, den man nie vergisst, weil er das Tor zu einer
anderen Welt aufstösst. Der einem hilft, zum Licht zu gelangen.
Der aus tiefer Freundschaft handelt und nicht aus Egoismus.
Der auch ein bisschen was aushalten kann, vielleicht ein wenig einstecken.
Der in deinem Kopf ist wenn du aufstehst, der in deinem Kopf ist, wenn du einschläfst.
Der Teile von dir kennt, die andere nicht kennen.
Nur geträumt.........Licht wieder an.
geschrieben von: goth-thing
Lieber Cagliostro,
du erstaunst mich doch immer wieder aufs Neue.
Was du da geschrieben hast, trifft fast exakt den Punkt, doch wieso wirkt das so verstohlen anders? Ich begreife es nicht. Ich begreife Dich nicht lieber Cagliostro!
Manchmal kommst du meinen Gedanken so nahe, und dann bist du wieder kilometerweit entfernt davon ...
Eine Fügung des Schicksals, die es verhindert, dass wir uns verstehen?
~ goth-thing ~
geschrieben von: Cagliostro
Zu naiv auf jemand einzugehen bedeutet ihm quasi einen Vorteil zu verschaffen.
Energieräubern zu gestatten auf den eigenen Nerven rumzutrampeln.
Zuviel Vertrauen haben, heisst ein Ungleichgewicht herzustellen.
Sorry, aber ich viel zu intelligent, als nur einfach Befehle entgegenzunehmen.
Und wäre ich leicht zu verstehen, müsste ich annehmen ein Idiot zu sein.
geschrieben von: Siamorpha
Es ist stets schwer sich an einen Menschen so heranzutasten, auf dass er zu dem werden kann, was Cagliostro beschrieb. Vertrauen wächst und will stets mit Zeit umhegt werden, manchmal braucht es mehr, manchmal weniger- stets kommt es auf den Grund der Gemeinsamkeiten und, ja, des Verständnisses an, auf dem es Wurzeln fassen will. Ich denke es ist unheimlich schwer, gerade auf virtullem Weg zu dem zu finden, wohin einen die Sehnsucht immer wieder zu treiben scheint, setzt man sich erneut mit ihr im Nacken an die Tastatur. Aber man tut es wohl immer wieder. Ich habe interessíert eure Kontaktaufnahme verfolgt... was ist daraus geworden?
geschrieben von: Cagliostro
Naja, eine gewisse Dramatik hab ich durchaus gerne in Brieffreundschaften.
Emotionales auf und ab sind kein Hinderungsgrund für mich.
Da kam/komme ich immer wieder mal auf "meine Kosten"...
Und der/die Briefpartner/In (hoffe ich) auch.
Das ist das beste, das beide etwas von einer Brief/Freundschaft haben, so schräg das ganze sich entwickeln mag, ich lasse mich doch gerne in andere Welten entführen, sie müssen nicht zwangsläufig schöner oder besser sein, als meine....
geschrieben von: Siamorpha
Naja, eben das "sich entführen lassen" stellt heutzutage eine immer größere Herausforderung dar.
Ob etwas schöner oder besser ist, ist wohl auch stets eine sehr subjektive angelegenheit.
Aber es ist schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich auf diese art und weise an brieffreundschaften und ähnliches herangehen.
Man kann nie erzwingen sich in etwas verlieren zu können, aber wenn man die schritte nicht erst geht, weiß man nie ob es sich vielleicht doch lohnt. :)