...Ich leb im Dunkeln, bin am hoffen
Von Worten wäre ich betroffen
Ich bild mir ein, so wär es schon
Denn Lächeln ist mein einzger Lohn
Dann sickert von der Welt was durch
Doch irgendwie ist dies nur Furcht
Womöglich ist die Welt geteilt
Mein Herz auf schwarzer Erde weilt
Vielleicht auch deins, das könnt ja sein
Doch meine Welt erhält mehr Schein
Denn ständig such ich Gutes auf
Im Kreis längst geht mein Dauerlauf
Zu mir ist jeder eingeladen
Doch bitte macht mir keinen Schaden
Will doch nur wissen, was man hält
Von meiner eignen, kleinen Welt...
geschrieben von: unseen spark
Einst, da stand ich in der Meng' -
Als einzges Ich, das Blicke fäng,
Kämpft' ich gegen die Grimassen.
Doch was ist lieben, was heißt hassen?
Läuft's nicht all auf's gleiche raus?
Im Kreis nun geht mein Dauerlauf:
Verlier ich jetzt ist's mein Gewinn
Enttäuscht zu sein macht keinen Sinn
...Doch wollten sie nicht gucken...
geschrieben von: unseen spark
Der Weg zu dir...
Vergangen...
Ist Vergangenheit
Zugegen...
Ist die Gegenwart
Wenn Zukunft nun Vergangen ist
Dann fand ich dich wohl trotzdem nicht
geschrieben von: unseen spark
W einst d u?
W enn du dich so verloren fühlst, wie eine schwarze Wüste im Himmel
D ein Herz versunken in dem Ozean deiner Tränen ist
W enn du auf der Suche nach dem Paradiesvogel bist
D as warme Sommerlicht schließlich deine Tränen erfriert
W enn dir diese Person auf dem gefrorenen Ozean so fremd vorkommt
D ein Schatten schmerzvoll durch Sommerlicht durchtrennt wird
W enn du es nicht fertig bringst, nach dem Licht an dem Horizont zu greifen
D a du versuchst, dein Herz in den kalten Händen zu halten und schützen
W enn deine Seele sich in dem Licht versteckt und dort in Staub zerfällt
D ann hast du verstanden...
?
geschrieben von: unseen spark
Angst vor Freiheit...
Bitte sag mir, was ich tun soll. Hier stehe ich nun, inmitten von Nebelschwaden und ich weiß
nicht ob ich lachen oder weinen soll. Ich sehe mich in diesem dichten Nebel selber nicht. Ich
möchte hier nicht verbleiben, nein. Doch wäre es besser zu bleiben. Oder sollte ich doch
besser losrennen? Das Ende der Nebelschwaden suchen? Womöglich muss ich es ja gar nicht
suchen. Denn womöglich ist das alles hier gar nicht real.
Ich bitte dich: Antworte mir!
Ist dies eine Scheinwelt?
Vielleicht nur ein böser Traum?
Und sag mir:
Bin ich eigentlich gefangen oder bin ich schon frei?
geschrieben von: unseen spark
Verlorener Wille
Was wagst du es, mich so anzugucken? Dieses "Auge in Auge"? Dieses hübsche Lächeln auf
mich gehäftet?
Höre auf damit! SOFORT!
Schau mich nicht mit solch funkelnden Augen an! Weshalb zwinkerst du mir so verschmitzt
zu? Höre auf, oder ich...ich...! Ich, äh...
Ach, lass es einfach, BITTE!
Hörst du nicht? Anscheinend nicht. Du hörst nie. Du machst immer das, was du willst. Gut, ich
habe eigentlich nichts dagegen, wenn du tust was du willst. Doch bitte tu alles, nur DAS nicht!
ICH FLEHE DICH AN!
Ich sehe mich in deinen Augen: Ich stehe einfach nur da, umgeben von einem
wunderschönen blauen Ozean.
Ich schließe meine Augen und immer noch sehe ich dich. Wie du einfach nur lächelnd
dastehst und mir in die Augen schaust. Und wie ich mich wiederspiegele.
Höre auf damit, ja???
Ich öffne meine Augen und du lächelst immer noch. Und ich stehe auch immer noch da:
Inmitten von diesem glitzernden Ozean. Doch diesmal sehe ich mich lächeln. Tu mir den
Gefallen und lächele ebenfalls weiter.
geschrieben von: unseen spark
Ein unscheinbarer Anruf...?!
Tüt-tüt-tüt...
Niemand geht bei dir zu Hause ans Telefon. Und doch lege ich nicht auf, sondern höre dem Freiton zu. Ich wette, du bist fort. Für immer fort... Ich würde alles dafür geben, wenn du mich jetzt sehen könntest. Du würdest dann sicherlich mit mir sprechen wollen. FORT. Bei diesem Wort könnte ich auf Befehl anfangen zu weinen.
Immer noch sitze ich vor dem Telefon und immer noch ist der Hörer an mein Ohr gepresst.
Tüt-tüt-tüt...
Oh, bitte gehe ans Telefon... Oder bist du letztendlich nur jener sadistische Mensch, der vor dem Spiegel steht und denkt... Ja, was? Was denkst du im Moment? Denkst du an mich? Wohl kaum. Ich dachte, du könntest niemals jener Mensch sein. Nicht für mich.
Doch vieles dachte ich früher und vieles war verkehrt. Ich dachte auch früher, ich könnte niemals diese Dinge fühlen, die ich zur Zeit fühle. Ich dachte, ich würde mich so gut kennen.
Allein Gott weiß, was du zur Zeit denkst und tust. Pah, GOTT...
Und ich dachte, wir zwei könnten uns so gut verstecken und... Nun, es ist nicht wichtig, was ich dachte und fühlte. Es ist auch nicht wichtig, was ich DENKE und FÜHLE. Es ist nur wichtig, was du dachtest und fühltest. Und was du denkst und fühlst. Doch niemand Sterbliches kann es einfach so erkennen. Du sahst in mir halt niemanden, der es verdient, geliebt zu werden. Nicht von dir.
Tüt-tüt-tüt...
Meine Hände schwitzen, meine Tränen brennen auf meinem Gesicht. Es ist mir egal, wenn du jener sadistische Mensch bist und du kein größeres Problem hast, als die Entscheidung zwischen einem Bad und einer Dusche. Ich liebe dich. Heb deinen Hörer ab und lass es mich dir erzählen.
Tüt-tüt-tüt...
Wenn du nicht bald ans Telefon gehst, laufe ich einfach zu deinem Haus hin, egal wie lange ich brauchen werde. Ich werde all seine Fenster zertrümmern, wenn es sein muss. Ich werde alle Zimmertüren eintreten, nur um dich schließlich zu finden und dir zu sagen, dass ich dich liebe. Ich werde vor deinen Augen mein Leben lassen, wenn es sein muss. Damit du sehen mögest, wie wichtig du mit bist.
Tüt-tüt-tüt..
Ein Klicken lässt mich aufschrecken, ein leises unscheinbares Klicken. Der Freiton ist unterbrochen.
Ich vernehme deine unantastbar schöne Stimme, deinen Namen sagend. Eine lange Pause entsteht.
Du bist da. Du hast mich nicht verlassen... noch nicht...
Ich möchte es sagen. Sagen, wie viel du mir bedeutest. Sagen, wie viele Tränen ich schon wegen dir vergossen habe. Alles möchte ich dir sagen. All meine Liebe, mein Leid, meine Hoffnung...
Doch ich bringe es einfach nicht fertig. Wie könnte ich dies alles in Worte fassen? Ich möchte
dich nicht warten lassen. Ich möchte nicht meine Chance verlieren...
Erneut erklingt deine Stimme. So fröhlich und sorgenfrei. So liebevoll...So verzweifelt?:
"Hallo? Wer ist denn da?"
Ich kann es nicht ertragen. Ich habe so viel Angst. Ich habe Angst, dir dies alles zu erzählen.
Wie gerne würde ich etwas erfinden. Irgend etwas, was uns einen Grund gäbe, miteinander zu sprechen. Vielleicht sollte ich einfach nur fragen, wie es dir geht, allein um mehr von deiner Stimme kosten zu können...
Ich habe so lange gewartet - du hast so lange gewartet. Du könntest in jedem Moment auflegen. Nein, ich könnte es nicht ertragen, dich auflegen zu hören. Nicht dich.
Ich lege auf.
Meine Hand liegt immer noch auf dem Telefon. Angstschweiß steht mir auf der Stirn.
Warum?
Warum habe ich soviel Angst?
Warum habe ich soviel Angst vor dir?
Warum habe ich soviel Angst davor, dir meine Gefühle zu schildern?
Ich bin ja so ein Feigling... Es muss einfach verboten sein, so feige zu sein.
Ruf mich doch einfach an, okay?
geschrieben von: unseen spark
Seelenspiegel
Ich steh vor jenem Spiegel
Doch vor mir nicht mein Ich
Ich sehe Farbenspiele
Und zwischen denen, seh ich dich
Ich heb die Hand und du hebst deine
Du lächelst jedoch und ich weine
Dann hör ich meine Stimme singen
Die Bilder folglich rasch verschwimmen
Nun lache ich die Melodie
Denn schon seit langem kenn ich sie
Doch steh ich noch vor jenem Spiegel
Und vor mir - lächelnd - steht mein Ich
Ich sehe Farbenspiele
Und zwischen denen seh ich mich
Wie gern säh meine Seel' jetzt dich
Denn Leben sind veränderlich
geschrieben von: unseen spark
Egal
Es herrscht tiefe Nacht.
Es fällt mir schwer, etwas zu erkennen. Doch vielleicht sollte ich mich darüber nicht beklagen, denn es ist ohnehin egal. Selbst wenn ich blind wäre, würde ich den Weg zu deinem Haus finden. Ja, selbst dann...
Es regnet sogar ein wenig.
Dies ist jedoch ebenfalls nur unbedeutend.
Eine kalte Brise zerzaust mir nun das Haar.
- Es ist bitterkalt. Doch vielleicht sollte ich mich auch darüber nicht beklagen, denn im Grunde genommen ist dies ebenso egal. Selbst das ungemütlichste Wetter könnte mich nicht davon abhalten, zu deinem Haus zu laufen.
Tränen laufen mir von Kinn hinunter und mischen sich mit den Regen. Das frierende Wasser brennt auf meinem Gesicht wie Feuer. Doch dies ist nicht wichtig.
Es herrscht Stille.
Jene Stille wird nur selten durch mein Schniefen durchtrennt. Niemand wird mich hören, doch ich schäme mich dessen. Warum eigentlich? Selbst wenn man mich hören würde, wäre das nicht egal? Soll man mich doch schniefen lassen! Stört ja schließlich keinen, oder?! Es handelt sich doch nur um nebensächliches Schniefen irgendeines nebensächlichem Mädchens...
Es ist unsinnig.
Weshalb laufe ich zu deinem Haus? Was soll es mir bringen? Ich glaube, ich will einfach sicher sein, dass es in dieser Einsamkeit noch steht. Überall stehen neben den Straßen Häuser. Auch unsere sind von Häusern umgeben.
Trotzdem stehen unsere in Einsamkeit.
Ist dir das zu Hoch? Ich sollte aufhören, über irgendwelche Häuser zu schreiben. Wen interessiert schon irgendwelche unwichtigen Häuser?
Und dort steht es! DEIN Haus!
Zugegeben kann ich es nicht wirklich erkennen, doch ich weiß es ganz sicher.
Tatsächlich.
Ich renne nun zu deiner Haustür.
Nein, klingeln werde ich nicht...
Mit zittrigen Händen streichle ich über ihr Holz.
Wie gerne ich nun in diesem Haus wäre.
Bei dir.
Doch dieser Wunsch ist genauso unwichtig, wie all die anderen Tatsachen.
Warum schreibe ich bloß so etwas? Vielleicht sollte ich noch einmal von vorne beginnen...
Oh nein, das werde ich nicht...!
Denn ist auch alles egal - bin ICH auch egal - findet sich doch die Wichtigkeit zwischen den Zeilen.