Ich, lerne Dir (mir) zu zuhören und fange an zu Leben
Das alles ganz intim
In tiefer Verzweiflung stand er da und fragte einen Passanten. "Wo ist die andere Seite? " Als dieser naturgemäß auf die gegenüberliegende Straßenseite verwies, verneinte er energisch. Dort habe man ihn auf die Frage nach der anderen Seite hierher geschickt, wo er jetzt stehe. Je mehr er sich der anderen Seite nähern will, desto weiter entfernt er sich von ihr.
Ein mittelgroßer, von schlanker Gestalt und außergewöhnlich gut aussehender man, stand da, in mitten des Waldes von Laternen und kalt auf ihn hinabblickenden menschlichen Behausungen. Inzwischen war es Nacht geworden. Plötzlich fing er an zu weinen und nach einer Weile schien ihm, das vor ihm liegende Gewässer nur aus seinen Tränen zu bestehen. Er weinte und hätte sich am liebsten hier an Ort und Stelle umgezogen; Fein hätte er aussehen mögen und nicht wie jetzt, mit zu weitem Hemd und zerschlissener Hose und unrasiert. Zuhaus war sein Schrank voll mit allerfeinstem Zeug. Aber er stand da und weinte, wie so oft in letzter Zeit. Zuhause, das wohlige Gefühl des Dahingehörens, an einen Ort an den man gern zurückkommt, hier wo er so viele Stunden des Lichtes verbracht hatte und an den Tag an dem er krank danieder lag. All das war von einem auf den anderen Tag weit weg.