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Die Argumentation könnte etwa so aussehen:
Es geht um meine persönliche Zukunft, also habe ich in einem demokratischen Land prinzipiell das Recht, über die Experimente mitzureden. Zwar habe ich von der Materie selbst keine Ahnung, aber ich beziehe mich auf Leute, die Ahnung haben. Die meisten Wissenschaftler mögen eine Gefahr bestreiten, aber es gibt eben auch welche, die eine Gefahr erkennen. Ich kann weder die Kompetenz, noch die Gewissenhaftigkeit bzw. Seriosität der einen wie der anderen einordnen, auch dazu fehlt mir das Hintergrundwissen. Solange mir jedoch die Vertrauenswürdigkeit der Kritiker nicht klar widerlegt wird, nehme ich mir heraus, die Experimente abzulehnen.
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Original geschrieben von apnoe
Aber sicher ist, das Nostradamus Prophezeihungen in den meisten Faellen zutrafen. Und dieser hat auch Prophezeit, das die Welt umdie 3000 nach Christus in einem grellen Lichtblitz verschwinden wird.
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Original geschrieben von Jesterhead
Für diese Aussage hätte ich gerne eine zuverlässige Quelle.
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Ich möchte jedenfalls nicht betroffen sein.
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Original geschrieben von Xenomorph
...sollen sie erst einmal mit ihrem eigenen, in ihnen selber wurzelnden, völlig krankhaften Zerstörungstrieb umzugehen lernen, der mir hier das größte Problem zu sein scheint...sollen sie die kommenden Jahrhunderte sinnnvoller darauf verwenden, sich von all den schwachsinnigen Ideologien und falschen Überzeugungen zu befreien und reinzuwaschen, die die Basis auch der heutigen Gesellschaftsformen bilden...
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Original geschrieben von Seneca
Ich weis nicht wie die im CERN arbeiten, aber ich weis aus der Mitarbeit an Projekten im Bereich der Materialwissenschaften an der Uni Kassel das in der Wissenschaft auch heute noch wie anno dazumal in Alchemielabor gearbeitet wird...
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die hatten nämlich ihre Theorien und bastelten nicht einfach wild im Zeug drauflos.
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Im try & error verfahren
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Original geschrieben von LaChatte
Na, hier möchte ich mal eine Lanze für die Alchemisten brechen - die hatten nämlich ihre Theorien und bastelten nicht einfach wild im Zeug drauflos.
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und dann ist es zu spät
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die übrigens sündhaft teuer und für die Klasse der Werktätigen, von deren Geld und somit Arbeitskraft sie parasitär im Dienste des Kapitals leben, völlig nutzlos sind,
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deren Heloten wie Mitprofiteure die Wissenschaftler ja schon immer gewesen sind - siehe z.B. Heisenberg und von Braun, die mit Hitler und den Nazis kollaboriert haben,
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Original geschrieben von Montrose
Ich finde es richtig, dass Pyramiden, Kathedralen und auch völlig zweckfreie Forschung produziert werden, weil dies zur Schönheit des Menschen gehört.
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Original geschrieben von Montrose
Ich finde es richtig, dass Pyramiden, Kathedralen und auch völlig zweckfreie Forschung produziert werden, weil dies zur Schönheit des Menschen gehört.
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Wissenschaft ist harte Arbeit, und die wenigsten Wissenschaftler gründen Firmen. Inwiefern sie da "Mitprofiteure" sind, bleibt mir etwas verschlossen. Sie sind in der Regel Angestellte, selbst als Professoren. Und das Gehalt ist im Vergleich zu Selbständigen nicht unbedingt berauschend.
Als Wissenschaftler wird man weder reich noch mächtig. Und vielleicht ist das auch gut so.
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Ordentliche Wissenschaft geht, wie schon gesagt wurde, im Trial&Error-Verfahren vor.
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Vorurteile und persönliche Neigungen in Ehren; darob sollten aber Tatsachen nicht vergessen werden, wie zum Beispiel jene, dass der Alchemist und Arzt Paracelsus mit Hilfe dieser Konzepte vielen Menschen Gesundheit gebracht und das Leben gerettet hat, und somit praktisch gezeigt hat, dass das was funktioniert.
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Ebenso gibts viele Studien, die nahelegen, dass Homöopathie tatsächlich funktioniert
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auch wenn von der Wirksubstanz chemisch nichts mehr darin vorhanden ist. Es ist eben ein anderes Wirkprinzip, eins, das noch erforscht werden muss:
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Original geschrieben von Terranigma
Völlig zweckfreie Forschung? Das ist jetzt ja die gute Frage, wie weit der Mensch sich eben vorwagen sollte. Forschung als reinen Selbstzweck halte ich jedenfalls für extrem riskant, denn wenn man keine Ahnung hat wohin die Reise eigentlich gehen soll, kann sie schneller als einem lieb ist mit'n bösen Erwachen enden.
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Original geschrieben von Terranigma
Auch Wissenschaft muss sich die Frage gefallen lassen ob's nun moralisch ernsthaft vertretbar ist, gewisse Experimente durchzuführen und wenn die Gefahr stabiler schwarzer Löcher nicht mit großer Sicherheit auszuschließen ist, so sollte man es womöglich doch überdenken.
Das ist zumindest die Sicht von Wissenschaftlern, die sich vorrangig, um nicht zu sagen ausschließlich, mit toten Dingen befassen. Und das ist genau die Krankheit der heutigen Wissenschaft: Dass sie den Gesamtblick verloren hat und einzelne Teile des Wissens für das Gesamtwissen hält.Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Das, was Paracelsus an "wissenschaftlichen Theorien" aufgestellt hat, ist jedenfalls pseudowissenschaftlicher Unfug. Beispielsweise die Lehre, dass jede Krankheit auf einer der folgenden fünf Ursachen beruht:
-Ens Astrorum oder Ens Astrale (die Gestirnseinflüsse),
-Ens Veneni (durch den Körper aufgenommenes „Gift“),
-Ens Naturale (Vorherbestimmung; Konstitution),
-Ens Spirituale (Einfluss der „Geister“),
-Ens Dei (unmittelbarer Einfluss Gottes).
Drei der fünf Ursachen wird kein seriöser Wissenschaftler heute noch ernst nehmen, die übrigen beiden (Gift oder "Konstitution") sind Allgemeinplätze, durch die nichts erklärt wird.
Anders als Kepler und Newton hat Paracelsus versucht, Wissen über lebendige Dinge zu erlangen, ein Wissensgebiet, das viel komplexer ist als das Teilgebiet Physik allein.Zitat:
Man sieht hier, dass Paracelsus eben kein vorsichtiger Empiriker war, sondern ein herumspekulierender Mystiker. Und anders als beispielsweise Kepler oder Newton ... wüsste ich nicht, welche bleibenden wissenschaftlichen Erkenntnisse wir Paracelsus verdanken.
Die Frage ist, welchen Ansatz diese Studien wählen, um die Wirksamkeit zu bewerten. Solange sie ihnen bisher unbekannte (oder einfach nur ignorierte) Einflüsse unberücksichtigt lassen, kann von Wissenschaftlichkeit keine Rede sein. Das ist als wollte man Radioaktivität mit Lackmuspapier oder einem Voltmeter feststellen.Zitat:
Komisch, dass seriöse und groß angelegte Studien und Metastudien immer wieder zu einem negativen Ergebnis kommen.
Mit der gleichen Begründung könnte man alle medizinischen Forschungen als Humbug abtun, die von der Pharmazie oder den Herstellern medizinischer Geräte beauftragt und bezahlt werden.Zitat:
Übrigens, die Internetseite einer Homöopathie-Interessengesellschaft akzeptiere ich freilich nicht als Quelle.
Und darum hat zum Beispiel auch radioaktiv verseuchtes Wasser keinerlei Wirkung, weilZitat:
Wenn kein einziges Molekül des "Wirkstoffes" mehr übrig ist, wenn man dem Patienten also pures Wasser einflößt, dann kann es keinen Wirkmechanismus geben, weil es nichts gibt, wovon eine Wirkung ausgehen könnte. Und jetzt erzähl mir bitte nicht, dass die "Energie des Wirkstoffes" in dem Wasser "gespeichert" wird.
Zitat:
Forschung und Wissenschaft unterscheiden sich vom rein wirtschaftlichen Standpunkt gesehen aus nämlich in keinster Weise von allen übrigen Zweigen der kapitalistischen Produktionsweise, auch hier gelten dieselben Zwänge des Profits und des Marktes wie sonst auch...
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Original geschrieben von Montrose
Klar, schaffen wir Wissenschaft und Technik halt ab. Bin ich voll einverstanden.
Eine Frage hätte ich aber noch: Kochst Du eigentlich über dem Feuer? Und wenn Du mal schwerwiegender krank sein solltest, gehst Du zum Schamane, weil wir Krankenhäuser als Tempel des Kaptialismus abgeschafft haben?
Und wie ist es mit Computer und Fernseher.... hast Du ja dafür bezahlen müssen, ist Teufelswerk des Kapitalismus. Wäre doch besser, Du würdest in Zukunft auf diese Geräte verzichten. Oder?
Zitat:
Sal, Sulphur und Mercurius verstand Paracelsus nicht als stoffliche Elemente, sondern als Wirkprinzipien.
Zitat:
Kochsalz ist nicht das Prinzip Sal, Schwefel als Substanz nicht das Prinzip Sulphur, und das Quecksilber im Thermometer ist nicht das Prinzip Mercurius.
Zitat:
- physikalische
- chemische
- biologische und
- psychische
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Schulmediziner und "Wunderheiler" gehen von entgegengesetzten Ansätzen aus:
Zitat:
Und dann gerät man womöglich noch an einen pharmahörigen Arzt der nichts besseres zu tun hat,
Diese Zweifel sind schon in früheren Publikationen in Nature oder Science aufgetreten.Zitat:
Und neulich las ich einen Artikel über eine Auswertung von Studien über Mittel gegen Depressionen, die in den meisten Fällen über den Placeboeffekt keine Wirkung zeigen.
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Und das ist das gößte Problem unserer studienhörigen Gesellschaft. Wenn man sich mal wirklich Studien ansieht, sind sie mir viel zu häufig viel zu vage.
Zitat:
Ich finde es wird Zeit, daß das ganze Medizinsystem mal wieder auf den Teppich kommt.
Zitat:
Fakt ist ja, dass es eine Theorie gibt, nach der kleine schwarze Löcher im LHC entstehen können. Gemäß dieser Theorie zerstrahlen sie aber auch schnell wieder. Richtig ist, dass es auch eine Theorie gibt, nach der die Dinger nicht zerstrahlen...aber ihr zufolge entstehen sie auch gar nicht erst.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Das ist unlogisch. Da die Dinger entstehen und zumindest als große schwarze Löcher existieren, kann man nicht behaupten, dass sie nur entstehen, wenn sie gleich danach wieder zerfallen.
Wenn die Dinger mal entstanden sind, dann ziehen sie weitere Teilchen bzw. Energie an. Das zeichnet schwarze Löcher aus. Eine Zerstrahlung ist da nicht zwingend.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Aber wie schon gesagt, 50 Monate sind lange genug um ein Gegenmittel zu finden. Das ist länger als ein übliches Doktorandenstipendium.
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Warum soll sich der Geistesadel nur immer nach den Doofen richten? Warum soll jemand, der viel in der Birne hat, nur soviel tun, was einer mit wenig in der Birne kapiert? Der mit wenig Birne wird eh nie verstehen, wann er gelinkt, indoktriniert oder verarscht wird.
Zitat:
Wenn ich so drüber nachdenke und meinen text nochmals lese, komme ich zu dem Schluß:
JA, ICH WILL DIESEN CERN-VERSUCH!
Das Risiko des Weltuntergangs ist mir immer noch lieber als dieses ewig dumme Rumgeschätz von Leuten, die ganz ohne irgendein Wissen immer bloß einen auf Betroffenheit machen.
Lieber klug sterben als doof leben. :q :q :q
Zitat:
Außerdem glaube ich nicht, dass die Wissenschaftler den 3 Milliarden Euro teuren Teilchenbeschleuniger aus der Privatschatulle bezahlen können, sondern den zahlt der Steuerzahler,
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Sobald eine Karriere oder eine Doktorarbeit am Ergebnis irgendeines Experiments hängt,
Zitat:
Original geschrieben von Montrose:
Wir bräuchten tatsächlich mehr Forscher und vor allem mehr Zeit für jedes einzelne Projekt. Was man schon von Anfang an solide macht, da spart man später schon Zeit, die früheren Irrtümer nicht ausräumen zu müssen. Stattdessen ist da in manchen Bereichen jedoch eher eine "Heuschrecken-Mentalität" eingetreten: ich behaupte mal schnell einen Scheiß, publizier das, und bis die merken, dass es Mist ist, bin ich schon längst ganz oben auf der Karriereleiter und nicht mehr angreifbar. Pseudoforschung wird besser belohnt als seriöse Arbeit.
Das ist für alle "mit wenig Birne" noch ein Grund mehr, misstrauisch zu sein und lieber einmal mehr "Nein" zu sagen.Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Warum soll sich der Geistesadel nur immer nach den Doofen richten? Warum soll jemand, der viel in der Birne hat, nur soviel tun, was einer mit wenig in der Birne kapiert? Der mit wenig Birne wird eh nie verstehen, wann er gelinkt, indoktriniert oder verarscht wird.
Und mich packt der Hass, wenn diese Minderheit von Leuten der Mehrheit nicht mal das Brot ohne Butter gönnt, wenn diesen Leuten völlig egal ist, ob die Mehrheit verhungert oder an irgendwelchen neuen Erfindungen krepiert.Zitat:
Und da, muss ich gestehen, packt mich der blanke Hass, wenn da jemand diesen Leuten die Butter nicht auf dem Brot gönnt.
Ich als Fußball-Hasser würde ohne zu zögern mein Geld lieber in Projekte stecken, wo sich die (kleinen und großen) Kinder mal richtig austoben können, statt es für Pillen gegen "Hyper-Aktivität" zu verpulvern.Zitat:
Wenn die Leute nichts daran finden, dass die Kommunen in jedem Kuhkaff für teures Geld Fußballplätze errichten, also für eine völlig erkenntnislose Tätigkeit, dann dürfte es ja wohl auch gerechtfertigt sein, dass auch höhere geistige Leistungen als hirnverbrannt einem Lederball hinterherzurennen von der Gemeinschaft bezahlt werden.
Spitzenleistungen sind in meinen Augen diejenigen, die vor allem "den Allgemeindoofen auf der Straße" eine Verbesserung der Lebensqualität bringen, und sei es auch erst in einem größeren Zeitrahmen. Wer von der Mehrheit Leistungen (zum Beispiel Geld) verlangt, der soll ihr gefälligst auch erklären, wofür. Mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen lassen sich auch sehr komplizierte Dinge den "Allgemeindoofen" erklären (ich habe mehrere Jahre lang Computer-Lehrgänge für schwer vermittelbare Arbeitslose gehalten).Zitat:
Wenn die Gemeinschaft nur das fördert, was die Mehrheit nachvollziehen kann, dann gibt es keine Theater, Museen, Zirkusse, keinen Jazz, dann gibt es sehr viele Dinge nicht mehr. Und dem möchte ich entgegensetzen, dass es Aufgabe einer Zivilisation ist, auch solche Spitzenleistungen zu fördern, die für den Allgemeindoofen auf der Straße halt nicht nachvollziehbar sind.
Umgekehrt liegt das Problem gerade darin, dass Kultur nicht demokratisch (im Sinne des Wortes) ist, sondern einem Großteil der Menschen (nämlich denen, die nicht genug Geld haben) vorenthalten wird.Zitat:
Kultur kann nicht demokratisiert werden, weil sonst geht Kultur unter. Dann gibt es halt nur noch Bushido statt Mozart. Dann gibt es halt nur noch "wie weit kann man mit einer Spatzenschleuder schießen" statt echte Physik.
Wirkliche Spitzenleistungen sind einfach in ihrer Genialität. So sind die meisten klassischen Werke (im Unterschied zu Bushido und ähnlichem Mist) durchaus auch für Kinder nachvollziehbar.Zitat:
Spitzenleistungen in Wissenschaft, Musik und Sport sind dermaßen weit weg von dem, was ein Normalo nachvollziehen kann, dass ein Normalo dadrüber schlichtweg nicht befinden kann. Punkt.
Nicht wenigen Menschen wird die Nutzung von Elektrizität, Autos und Computern verweigert, allein aus dem Grund, weil sie nicht genug Geld haben.Zitat:
Sofern bei Experimenten etwas praktisch verwertbares rauskommt, hat der Steuerzahler ja auch keine Probleme damit, die Ergebnisse zu nutzen. Oder hätte jemals einer aus der Masse Volk gesagt: ich benutze keine Elektrizität, keine Autos und keine Computer, weil das ein anderer und nicht ich entdeckt hat?
Und was der so alles geboten bekommt ... :mad:Zitat:
Der Steuerzahler bekommt in Deutschland durchaus einiges geboten für sein Geld.
Das ist nicht nur in der Forscherszene so, sondern in allen Lebensbereichen: Es wird so getan, als ob irgendetwas getan wird, aber in Wirklichkeit wird nur Geld hin und her geschoben. Der Begriff "geistiges Eigentum" ist bezeichnend für diesen Handel mit dem Nichts.Zitat:
Die Forscherszene überhitzt zunehmend. Ein Kongreß jagt den anderen, immer mit der Erwartung einer großen Sensation. Das verlangt der Chef. Die Folge ist - und so erlebe ich das in meinem Umfeld - dass sehr viel Zeit draufgeht, mit Powerpoint mit minimalen Daten irgendwas zurechtzubescheißen.
Der Gesellschaft kann man das schon klarmachen, nur eben den "Geldgebern" nicht.Zitat:
Aber wie will man das einem Geldgeber oder der Gesellschaft klarmachen. Ehrlicherweise müßte man sagen "Was ich heute anfange, trägt in 20 Jahren Früchte, und nicht mal das kann ich garantieren, weil sich nach 20 Jahren herausstellen könnte, dass wir auf dem Holzweg waren."
Da bin ich ganz deiner Meinung. Die Ostblock-Länder wurden dafür verlacht und verspottet, dass sie das versucht haben, und darum dem Westen um einige Jahre hinterherhinkten.Zitat:
Wir bräuchten tatsächlich mehr Forscher und vor allem mehr Zeit für jedes einzelne Projekt. Was man schon von Anfang an solide macht, da spart man später schon Zeit, die früheren Irrtümer nicht ausräumen zu müssen.
Weil es eben nicht um Arbeit mit brauchbaren Ergebnissen geht, sondern nur um Zahlen (insbesondere Geschäftszahlen).Zitat:
Pseudoforschung wird besser belohnt als seriöse Arbeit.
Nein. Noch viel mehr Power versackt in den Versuchen, über Patente, "Kopierschutz" und ähnliches das Wissens- und damit Macht-Gefälle weiter aufrecht zu erhalten.Zitat:
Original geschrieben von Seneca
...und Pseudoinnovation ist profitabler als eine radikale Neuentwicklung. Auf diese Weise fährt z.B. die Autoindustrie schon seit 60 Jahren sehr gut. ... In den Entwicklungsabteilungen versackt die meiste "Brainpower" schon heute in der Umgehung von bestehenden Patenten, anstatt in der Schaffung wirklich neuer Alternativen.
Bei der Rüstung zeigt sich der Zusammenhang zwischen Wissens- und Macht-Gefälle eben am deutlichsten ...Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
Dass die Rüstungsindustrie dabei die Finger im Spiel hat, ist ja völlig logisch, denn die Militärs sind ja immer diejenigen, die als erstes vor Ort sind, wenn sich ein wirklicher Durchbruch in der Forschung auch nur andeutet...
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Original geschrieben von x-xcva
Es war zu meiner Zeit bei den Skeptikern oftmals Thema, dass genau hier die Crux zu finden ist, nämlich in dem Leistungsdruck der auf den Forschern lastet und daraus resultierend dem extremen 'Aufpumpgebaren', um die Tatsache zu übertünchen, dass wirklich seriöse Ergebnisse, sehr wenig Prestige für den Forscher bringen, bzw. erst zu 'ihrer Zeit'. Kein Schwein ist bereit das zu finanzieren, alles wird einer Art 'Fast-Food-Mentalität' unterworfen.... und was sich nicht freiwillig unterwirft, dem drehen wir den Geldhahn zu. Anders bei CERN - finanziert von der Rüstungsindustrie.... noch Fragen?
Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Umgekehrt liegt das Problem gerade darin, dass Kultur nicht demokratisch (im Sinne des Wortes) ist, sondern einem Großteil der Menschen (nämlich denen, die nicht genug Geld haben) vorenthalten wird.
Zitat:
Was in der Teilchenphysik tatsächlich an kommerziell nutzbaren Dingen hervorgebracht hat, sind eher die Nebenerfindungen, also Verfahren für das Grid-Computing und irgendsowas, was mit Kommunikation und PCs zu tun hatte. Wie hieß das noch. Ach ja, Internet.
Ich meinte mit Kultur vor allem die aktive Teilnahme daran (Theater, Konzerte, Internet, Musik- und Kunstkurse). In dieser Hinsicht sind öffentlich rechtliche wie private Fernsehsender nur Einweg-Berieselung. Wobei die Privaten mit Telefonspielen und ähnlichem den Ausgegrenzten wenigstens noch die Illusion geben, sie wären aktiv beteiligt. Von daher kann ich deren Vorzug sogar irgendwie nachvollziehen.Zitat:
Original geschrieben von Cthugha
Und deshalb haben die öffentlich rechtlichen Sender und speziell 3Sat und Arte auch so viel mehr zuschauer als Talkshows und Eichtersendungen...
Das kommt darauf an, WIE man das Geld umverteilt. Das eigentlich Problematische ist, dass Geld überhaupt einen zu hohen Stellenwert hat im Vergleich zu Lebensqualität und Sicherung der Lebensgrundlagen überhaupt (Wasser, Nahrungsmittel, Umwelt, kultureller Austausch usw.).Zitat:
so einfach kann man sich das auch nicht machen. Nicht jeder möchte sich mit Kultur auseinandersetzen, das kann man auch mit einer Umverteilung des Geldes nicht ändern.
Zitat:
Original geschrieben von Cthugha:
Das CERN von der Rüstungsindustrie finanziert? Zu goldig, dass diese Fehlinformation immer noch durch das Internet geistert. Vom angewandten Standpunkt her sind die Ergebnisse, die am Cern so erzielt werden spannend wie Tennis im Radio. Industriell zu gebrauchen ist das alles nicht im Geringsten.
[....]
Zitat:
Original geschrieben von LaChatte:
Internet? Du meinst nicht zufällig jenes Dingens, das aus dem 1969 dem US-Verteidigungsministerium angeschlossenen ARPA entstanden ist, also eine klar militärische Herkunft hat?;)
Zitat:
Spitzenleistungen sind in meinen Augen diejenigen, die vor allem "den Allgemeindoofen auf der Straße" eine Verbesserung der Lebensqualität bringen,
Das ist kein Problem, sondern das ist die Lösung. Wenn die Leute individuell sein wollen, kommt das doch ihrem Bedürfnis entgegen, dass es Räume gibt, wo nicht jeder reinkommt. ;)Zitat:
Umgekehrt liegt das Problem gerade darin, dass Kultur nicht demokratisch ist
In Deutschland nicht. Wenn heute ein Hauptschüler sich mit einem Schlüsseldienst selbständig macht verdient er unter Umständen mehr als ein Ingeneur.Zitat:
Nicht wenigen Menschen wird die Nutzung von Elektrizität, Autos und Computern verweigert, allein aus dem Grund, weil sie nicht genug Geld haben.
Ist es nicht ungerecht, wenn einer für Wissen und Innovation tausende von Stunden investiert, und dann benutzt ein anderer das einfach, ohne tausende von Stunden investiert zu haben?Zitat:
Noch viel mehr Power versackt in den Versuchen, über Patente, "Kopierschutz" und ähnliches das Wissens- und damit Macht-Gefälle weiter aufrecht zu erhalten.
Das glaube ich gerne. Viele große Erkenntnisse sind ja recht simpel, es muß halt nur einer mal dahintergekommen sein.Zitat:
Mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen lassen sich auch sehr komplizierte Dinge den "Allgemeindoofen" erklären
Zitat:
Original geschrieben von Montrose:
Das Problem ist weniger das Wissen als die Motivation des Wissens. Dass das auch hier im thread bewußt ist, zeigt sich in dem Mythos: die Rüstungsindustrie oder die "Mächtigen" benutzten Forschung.
Zitat:
Original geschrieben von Demon17:
Es geht halt darum schnell genug zu lernen, um die hervogerufenen Umseltschäden kompensieren zu können. Es ist ein Wettlauf. Ein asiatisches Sprichwort lautet: "Wer einmal auf dem Tiger reitet, der kann nicht mehr abspringen." In dieser Situation befindet sich die Menschheit. Ein Stillstand der technologischen Entwicklung, führt mit Sicherheit zu sozialen Katastrophen. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Menschheit einer Hungerkatastrophe durch die Erfindung des sogennannten Kunstdüngers entgangen. Vielleicht tragen die Erkenntnisse aus Cern dazu bei, irgendwann die Raumfahrt zu weit entfernten Planeten zu ermöglichen. Meines Erachtens die einzige Möglichkeit, das Überleben der Menschheit dauerhaft zu sichern.
Zitat:
DAS ist mE der einzige wirkliche Hemmschuh, diese lamentierende Hysterie,
Zitat:
Original geschrieben von Montrose
Ich glaube, Menedemos hat doch Unrecht. :D