[Durch Trauer oder Kummer kreativer] - German Gothic Board

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Durch Trauer oder Kummer kreativer

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Gothic-Fan

Hi

Geht es euch auch so?
Wenn ich irgentwelchen Kummer oder wie zur Zeit in Trauer bin,werkel ich die schönsten Bilder
ich packe mein ganzen Seelenschmerz in mein Kunstwerk

Und wenns mir gut geht,will mir einfach nichts gescheites einfallen,besser gesagt,ich komme dann schon mal in ein Kreatives Loch


Liebe Grüsse Gothic Fan



geschrieben von: Astarte

Ja, leider scheint es Fakt zu sein, dass gerade oder fast ausschließlich Schmerz die emotionalen, kreativen, seelischen Quellen anzapft... Du könntest es aber auch andersherum sehen, dass die Kreativität ein optimales Ventil ist, um den Schmerz zu verarbeiten oder eben in eine andere Richtung zu leiten, näher an Dich heran und ein Stück der Selbsterkenntnis entgegen ...

Zwar kann ich auch in "Hochzeiten" werkeln und fantasieren, wird von meinem Selbst dann aber leider oft als "Kitsch" angesehen, ob es dies nun ist oder nicht, sei dahin gestellt.

Pein ist ein guter Auftraggeber, auch auch Entspannung und neugierige Lebensfreude kann sein, wenn man es nur zulässt ...



geschrieben von: Gothic-Fan

Ja da hast du wohl recht,Pain ist echt ein guter Auftrag Geber

Bekomme sonst die Ausdrücke nicht so hin
Aber auch irgentwie erschreckend wenn andere dann aus deinen Bildern lesen können,wie man sich gerade fühlt

Bemerke es dann auch an den Farben die ich wähle,nicht geplant,die werden dann einfach dunkler oder heller

Geht mir auch als so,das ich einige Werke dann als Kitsch ansehe,aber andere finden es dann gar nicht



Liebe Grüsse Gothic Fan



geschrieben von: Agarwaen Crán

Das kenne auch ich nur zu gut...

Ich zeichne zwar eher selten, schreibe dafür mehr doch ich kenne das auch, dass man viel bessere Dinge schafft, wenn man depressiv oder (bei mir zumindest) aggressiv ist.

Aber auch ich vertrete die Ansicht, dass man gerade diese "Eingebung" nutzen sollte um die schlechten Gefühle loszuwerden, sie praktisch in das Werk, das man schafft einzuschließen.



geschrieben von: DarkHeart

In meiner Wut kann ich am besten Gedichte in Reimform bringen,
sonst fast nur reimfrei

Fuer malen, dekorieren, creiren muss ich gut drauf sein.



geschrieben von: Secret Empress

Wenn ich gut drauf bin genieß ich das einfach (hält leider meistens nicht lange an...)
Aber wenn ich schlecht drauf bin will ich das natürlich ändern (na gut, es sei denn es handelt sich um eine meiner selbstmitleidsphasen) und mich ablenken. Dann schreib ich m liebsten etwas. Danach befinden sich diese gedanken am papier und nicht mer in meinem kopf.
praktisch...
Das hab ich zum beispiel gemacht als meine beste freundin der schule wegen nach wien gegangen ist und ich, als wir uns wieder mal gesehen haben, erfahren musste, dass es ihr vor einer woche total schlecht ging, weil sie in der neuen klasse nicht akzeptiert wurde und niemanden zum reden hatte.
Als ich das gehört hab was ich echt traurig (warum hat sie nicht mit MIR geredet??)
Hab eine geschichte daraus gebastelt und danach gings mir besser.

Grüße
SE



geschrieben von: Rahja_Noire

Als ich nich viel gemalt und gezeichnet habe, konnte ich dieses auch am besten in Phasen, in denen es mir nicht gut ging. Ich hab dann zeitweise an einem Wochenende fünf bis sechs Bilder fertiggestellt, weil ich ohne Pause gemalt habe.

Leider komme ich in letzter Zeit kaum noch zum Malen... Abererseits geht es mir auch recht gut, so dass vielleicht der Ansporn fehlt...

Grüße

Rahja Noire



geschrieben von: hagzissa13

Zitat:
Original geschrieben von Astarte
Du könntest es aber auch andersherum sehen, dass die Kreativität ein optimales Ventil ist, um den Schmerz zu verarbeiten oder eben in eine andere Richtung zu leiten...



Diesen Teil kann ich nur unterschreiben.

Wenns mir "normal gut" geht, wie z.B. im Moment, ist bei mir nix zu holen. Was nicht heißt, daß die Dinge, die ich mache, wenn es mir nicht so gut geht, "gut" sind. Aber darum gehts m.E. auch nicht. Fakt ist, daß ich einfach kreativer bin, in solchen Momenten.
Es ist tatsächlich so, daß ich mir dann die Zeit nehme, um die Gefühle in Fotos, Geschreibsel oder what ever zu packen.



geschrieben von: Ars Moriendi

Das "Schmerzventil" macht sich bei mir vor allem bei Bildern bemerkbar, da ich beim Malen und Zeichnen regelrecht in den Bildern versinke und es für diese Momente nichts anderes mehr in meinem Kopf gibt. Das Bild ist dann wie ein Teil von mir, Gefühle auf Papier oder Leinwand geworfen. Es sind für mich die schönsten Erinnerungen, weil man, wenn man sich mal Zeit nimmt und sich später mit dem Bild beschäftigt, sieht, wie man sich zu dem Zeitpunkt gefühlt hat, warum man gemalt hat, was ursprünglich den kreativen Funken gegeben hat und so weiter...
Bei Gedichten und Geschichten ist es ähnlich, aber egal in welcher Form man emotionalen Druck ablässt, ist das Ergebnis viel interessanter als etwas, das ohne große Hintergründe entstanden ist. (Wobei ich hier mit emotionalem Druck nicht unbedingt Schmerz meine, sondern allgemein große Gefühle.)



geschrieben von: Schlangengift

Ja, das kenne ich auch!
Ich Zeichne sehr gern und viel und so sind meine Bilder meine "Ventile" sag ich mal.
Obwohl ich komischerweise wenn ich traurig oder betrübt bin besser fröhliche Bilder zeichnen kann, wenn ich aber in Superstimmung und fröhlich bin, bring ich fast nur schmerz und leidvolle bis teilweise ein bisschen blasphemische oder "brutale" Bilder zustande Oo
Umgekehrte Psychologie?

PS: gibts hier irgendwo nen Thread, wo man auch seine Zeichnungen reinstellen kann? ^^



geschrieben von: one

also, wenn ich deprimiert bin oder irgendwie anders down, dann bring ich eh nix zu stande und das frustriert dann noch mehr...

sry wenn ich hier einige desillusioniere, aber wenn ich ehrlich bin habe ich meine besten bilder halb betrunken und meist mit ziemlich kranker musik auf den ohren gezeichnet...


das mit der 'umgekehrten emotion' kann ich allerdings irgendwie bestätigen - mit ruhiger musik zeichne ich meist recht brutale szenen und wenn ich ein süsses püppchen portraitiere, dann gibts immer derbe musik die dann auch schmerzhaft laut sein darf.... auch komisch irgendwie ;)

EDIT @Schlangengift: schau mal oben in den header, da ist ein link namens I'Bild-Datenbank'I . da musst du dich dann nochmals registrieren und schon kanns losgehen



geschrieben von: Organdi

und ich kenn das auch :)

wo ich noch unter unglücklichen liebe gelitten habe, war ich produktiv wie nie! ich habe echt viele gute stücke komponiert und tolle songs für meine damalige band geschrieben.
nun bin ich seit 3 jahren in einer stabilen, glücklichen beziehung und in den 3 langen jahren hab ich nur 2 stücke komponiert und 0 lieder. was die kreativität angeht, so fehlt mir der seelenschmerz definitiv.



geschrieben von: SoulReaper696

Ein interessantes Thema.

Ich bin momentan auch recht abgefucked, aber meine Kamera und ich ergeben momentan auch kein besseres oder schlechteres Team als sonst....

Leider!



geschrieben von: Zizzy

Das kenn ich sehr gut.

Ich liebe es einfach zu zeichnen, es war für mich immer eine art fliehen aus der realen welt und ich lasse meine ganzen emotionen in meine bilder fließen.

Daher sind sie auch schöner und viel ausdrucksstärker wenn ich zum beispiel traurig bin (was nicht selten der fall ist).



geschrieben von: Federwolke

Es gibt ein echt gutes Buch von Joey Goebel das sich mit dem Thema beschäftigt. Im Original heißt es 'Torture the artist' und erzählt die Geschichte eines sehr sensiblen Künstlers, dessen Leben von außen in recht düstere Bahnen gelenkt wird, weil man davon ausgeht, dass nur wirklich großes Leid wirklich große Kunst hervorbringen kann-Nur um es mal erwähnt zu haben
:rolleyes:

Bei mir persönlich ist das was ihr beschrieben habt auch der Fall. Nicht nur, dass ich meine Aggressionen, Entäuschungen und Leiden zeichnend am besten verarbeiten kann (wenn ich nicht-zeichnend etwas verarbeiten möchte ist das Ergebnis meist eher destruktiv und zerstörerisch und hinterlässt ein Gefühl der Leere), es ist auch so das meine Bilder einfach besser sind. Sie haben mehr Ausdruck, mehr Emotion, mehr Inhalt, mehr Energie.
Ich denke das das am Vorgang des Zeichnens liegt. Bin ich traurig oder wütend flüchte ich mich geradezu in meine künstlerischen Arbeiten, gehe während ich mich mit ihnen beschäftige voll und ganz in ihnen auf, vergesse alles andere um mich herum (auch meine Probleme und Sorgen). Es ist eine Art Trancezustand.
Meistens bemerke ich erst wenn ich fertig bin, wieviel Balast ich mir gerade von der Seele gekritzelt habe und wieviel freier mich das gemacht hat.



geschrieben von: Nebelwolf

Hallo zusammen,
also muss sagen ich kenne...besser gesagt kannte diesen Zustand selber.
Man kann einfach die ganze Energie, die einen ansonsten herunterreissen würde und nur ein leeren Krater - ähnlich eines Meteoreinschlag´s hinterlassen würde, in produktive Energie umwandeln.

So war es zu mindest noch vor zwei Jahren bei mir so, ich hab aber anstelle zu Zeichnen Gedichte & Kurzgeschichten geschrieben, doch irgendwie ist nun seit zwei Jahren es still geworden und das nicht etwa weil es mir jetzt glänzend geht...keine Ahnung wieso aber seit zwei Jahren ist die Kreativität hinüber, die Muse singt nicht mehr - selbst bei Trauer oder Wut nicht mehr.

Aber das ganze Gefühl, oder besser den Umstand des "kreativer seins" bei Trauer oder Stress kenn ich sehr wohl.

Mir hats einfach geholfen so mich selbst zu reflektieren und Gefühle oder Gedanken so aufs Papier zu bannen - es war einfach besser um mit Dingen fertig zu werden - jedenfalls besser als sie in sich reinzufressen oder nur endlos drüber nachzudenken.

Leider funktioniert das bei mir zumindest nicht mehr :(



geschrieben von: Miezekotze

:



geschrieben von: Demon17

Ja da ist was dran, ich schreibe fast ausschließlich wenn ich in einer düsteren Stimmung bin. Mit dem Kopf geht es nicht so gut, viel Technik und wenig Gefühl.



geschrieben von: TheImmortals <3

Ja ich glaube auch das das stimmt.
Bei mir ist es genauso. Immer wenn ich Kummer haben bin ich viel kreativer und mir fällt viel mehr ein das ich zeichnen könnte :)



geschrieben von: Kralle

Trauer und Hass ist immer gut um seine Gefühle künsterlich freien Lauf zu lassen, Stress wiederum tötet jede Muse. :(



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Gothic-Fan

Wenn ich irgentwelchen Kummer oder wie zur Zeit in Trauer bin,werkel ich die schönsten Bilder



Zeigst Du uns ein paar davon?



geschrieben von: Averin

War bei mir mal der Fall
in der zeit hatte die Mutter meiner besten freundin Krebs im recht hohen stadium
ich bin damals heimgekommen
meine mutter wollte sie besuchen gehen
und ich frag nur noch so: und wann geht ihr jetzt ich würde gern mitkommen
sie sagte dann nur: das geht jetzt nicht mehr sie ist letzte nacht gestorben
meine erste reaktion war, dass ich allein sein wollte und hab mich hingesetzt und meine gefühle in ein bild gepackt, welches ich danach auch der familie geschenkt hab.
von daher ist es wirklich so, zumindest bei mir, das trauer und anderer schmerz die größte kreativität in mir auslösen.



geschrieben von: dieVenus

Zitat:
Original geschrieben von Gothic-Fan
Hi

Geht es euch auch so?
Wenn ich irgentwelchen Kummer oder wie zur Zeit in Trauer bin,werkel ich die schönsten Bilder
ich packe mein ganzen Seelenschmerz in mein Kunstwerk

Und wenns mir gut geht,will mir einfach nichts gescheites einfallen,besser gesagt,ich komme dann schon mal in ein Kreatives Loch


Liebe Grüsse Gothic Fan



JA, definitiv...Leiden macht einfach kreativ, geht mir immer wieder so...bei Liebeskummer z.B. sprudeln meine Gedanken über und dann kann auch schonmal was sinnvolles bei rum kommen ;)





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