[Zu Befehl mein krankes Hirn] - German Gothic Board

German Gothic Board

sinistre Kultur
Gothic Forum & Gothic Chat
auf dem Portal von Nachtwelten

German Gothic Board Chat Gothic 500 - Topliste by nachtwelten

Nachtwelten | Gothic Board | Gothic Chat | Boardarchive





Seiten:1 2 3 4 5 6



Zu Befehl mein krankes Hirn

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: thanatos03

Ich sehe ein, dass ich einen nicht ganz gesunden Teil in meinem Kopf habe.

Ich erhielt heute einen Anruf:

"Es ist nichts passiert"
Natürlich ist nichts passiert. Ich vertraue dir. Und während ich mir weiter die Geschichte des gestrigen Abends anhöre, beginnt in meinem Oberstübchen der Terror. Aus irgendeiner Ecke meines Kopfes, schleicht sich eine Angst hervor und verstreut unwirkliche Bilder. Sie fängt an Theater zu spielen und schüttet mir wie ein Giftmischer Szenen in meinen Gedankenfluss.

"Ich war so fertig, dass ich in -ihren- Armen eingeschlafen bin"
Meine Hände zittern.

-Ihre- Augen betrachten dich... die ganze Nacht hindurch.
-Ihre- Ohren vernehmen deine gleichmäßigen Atemzüge... verinnerlicht.
-Ihre- Stimme flüstert dir zu... keine Reaktion.
-Ihre- Hände berühren deinen Körper... deine Wärme strömt aus.
-Ihr- Atem streift deine Haare... näher.
-Ihr- Gesicht kommt dir immer näher...

Meine Augen füllen sich mit Tränen.

"Irgendwann gebe ich dir keinen Grund mehr zu Eifersucht"
Ich wünsche es mir so sehr. Doch bist du in der Lage einen Teil von mir zu töten?



geschrieben von: Cagliostro

Nur die Eskalation an der Hand eines kosmischen Helfers kann da herausführen...

Vergraben, verstecken hilft nicht.


Im tibetischen Buddhismus nennt man dies den "tantrischen Weg".

Nur Eskalation in einem sicheren Raum hilft.



geschrieben von: thanatos4life

leider ist das thema ausdiskutiert und ich finde keinen anderen ausweg als es mit mir allein auszumachen. der weg zur inneren ruhe scheint mir versperrt zu sein.



geschrieben von: thanatos4life

heute ein weiterer teil meines verrückten innenlebens.

ich sollte eigentlich in die uni gehen.

gestern abend noch hab ich mit dir darüber gesprochen. dir tatsächlich die bilder genannt die sich abspielen. wir wissen beide nicht weiter. deine stimme hat mich beruhigt und die physischen schmerzen waren verschwunden.

heute morgen ein ganz anderes gefühl. ich sollte jetzt eigentlich in der uni sitzen doch ich konnte mich nicht aufraffen. ich habe das gefühl schachmatt zu sein und dagagen komm ich nicht an. woher kommen diese verlustängste? warum nehmen sie mir derart den boden unter den füßen? und wieder diese leichten schmerzen in verschiedenen teilen meines körpers. ich habe hunger und im selben moment will ich nichts essen.

die zeit verfliegt. 2 stunden vorbei und ich sitze immer noch am selben fleck. ich kann mein jetzt nicht finden. wie soll das weitergehen?
ich fühle mich wirklich wie im nebel...



geschrieben von: thanatos4life

und jetzt sitz ich schon wieder hier und alles was ich von dir bekommen habe war eine einzige sms... au meine antwort... keine reaktion...
was soll ich denn denken?! du kannst mich doch mit dem wissen dass ich seit vorgestern mit mir selbst ringe nicht alleine lassen.



geschrieben von: Cagliostro

Alleinsein ist ein Prüfung.

Alleinsein funktioniert recht gut, solange keine anderen Menschen beteiligt sind, denn dann kann daraus Einsamkeit werden.

Der Mensch ist immer egoistisch. Andere Menschen sind immer Wesen, die etwas von dir haben wollen, ohne möglichst zu geben.
So ist der Deal seit Anbeginn der Zeit.
Lerne mit dir selbst auszukommen oder lasse es bleiben.
Aber wisse, dass andere Menschen dich nicht retten können, niemals!



geschrieben von: thanatos4life

eine suche die nicht endet. doch was werde ich finden? ich kann heute kein gefühl von gestern heraufbeschwören. ich verstehe mich nicht. antworten will ich haben doch so sehr ich auch in mir wühle die türen bleiben verschlossen.

ich erinnere mich an frühe tage meines lebens. ich wuchs behütet auf und trotzdem finde ich den kranken teil meines kopfes wieder. meine mutter verließ die wohnung für kaum fünf minuten. mein hirn spulte szenen des verlassens ab und ich rief meine großmutter an. einmal rannte ich sogar davon. sie gabelten mich auf dem weg zu meiner großmutter auf. auf die frage warum bekam ich keinen satz heraus. so lang ich denken kann habe ich diese ängste. sie bestimmen einen großen teil meines lebens. was kann ich dagegen tun? in mir finde ich keine antwort.

nun fütterst du sie mit worten und wunderst dich wenn sie sofort darauf anspringen. ich kann mich darauf verlassen dass sie uns nicht in ruhe lassen werden. provozierst du sie? du kannst dir den preis in deinen schlimmsten träumen nicht ausmalen so viel steht fest.



geschrieben von: thanatos4life

der eingeholte rat ist eine lebensaufgabe. ich glaube nicht dass ich die ganze kontrolle abgeben kann um dir den wahren zustand zu zeigen. ich weiß nicht einmal wie. in meinem ganzen leben habe ich so etwas noch nicht geschafft. doch sie haben recht: bei wem wenn nicht bei dir? du sagst dass du mich auffängst. warum zweifel ich so sehr?

für mich gibt es genau zwei möglichkeiten:
entweder zeig ich dir wie es in mir aussieht wie sehr ich leide. riskiere damit alles was ich habe für einen einzigen augenblick und die hoffnung dass du erkennst wie ernst die lage tatsächlich ist.
oder es geht mir alle paar wochen so wie gestern: "ich habe von -ihr- einen kuss auf die wange bekommen. allerdings war sie betrunken."

wo steckt das größere risiko? die größere überwindung? der größere schmerz? die größere hoffnung?



geschrieben von: thanatos4life

du kommst mir so gefangen vor. deine fehlende motivation kettet dich an dein bett und ich kann dagegen nicht ankommen. morgen ist es soweit. du wirst diese tür öffnen und für ein paar tage in meinem reich wohnen. ich habe dir gesagt dass wir reden müssen über all das was geschehen ist.

ich hatte gehoft dass du bis dahin die sache auf eine klare und offene basis stellst doch du kannst dich nicht aufraffen zu -ihr- zu gehen und das geheimnis "uns" zu offenbaren. warum eigentlich nicht!? du sagst ich bin dir das wichtigste im leben und diese angelegenheit liegt mir mehr als nur am herzen. sie brennt mir auf der seele. ich will dass es aufhört. ich will dass -sie- damit aufhört.



geschrieben von: thanatos4life

reden war die devise und was ist geschehen?! nichts! wir haben das thema nur angeschnitten... wir?! nein ich habe das thema versucht anzuschneiden... immer und immer wieder! in der ganzen woche haben wir es nicht geschafft dieses debakel in worte zu fassen. umschifft haben wir es... gezielt umgangen! nur ich scheine wieder vor dieser niederschmetternden wahrheit zu sitzen... ich allein!

wie weit sind wir gekommen:

du hattest ein längeres gespräch mit -ihr-
ergebnis: -sie- dachte das thema wäre durch! da ist nichts mehr von -ihrer- seite! daher besteht für dich kein redebedarf mehr. alles geregelt.

ich habe dich gefragt was -sie- weiß.
ergebnis: nichts! alles beim alten.

wir haben uns mit -ihr- getroffen.
ich wollte nichts sagen. ich konnte nichts sagen. ich konnte -sie- nicht ertragen. diese ganze lügerei kann ich nicht mehr ertragen. es frisst mich von innen. warum sagst du -ihr- nicht wie es ist? was soll die schwammige ausrede "-sie- hat doch ständig probleme mit beziehungen. da würde es -sie- wie ein schlag ins gesicht treffen."? ich kann dich nicht verstehen. ich kann dir da nicht folgen.

was willst du von mir? ich habe die ganze situation so satt... explodieren soll ich... du sagst du fängst mich?! na das will ich sehen!



geschrieben von: thanatos4life

an -sie-

warum bist du immer zu mir gekommen wenn du dir einen korb geholt hattest?

warum spielst du uns gegeneinander aus?

warum benimmst du dich manchmal wie der rattenfänger?

warum schaffst du es immer wieder dich durch alkohol oder drogen rauszureden?

warum kannst du dir nicht jemanden suchen der zu haben ist?

wir stecken so tief in diesem chaos dass ich bald nicht mehr weiß was richtig und was falsch ist! ich will dass es endet und ich dich nicht mehr anlügen muss. ich will mich nicht mehr verstellen müssen und dir endlich offen und ehrlich in die augen schauen können.



geschrieben von: thanatos4life

"ich glaub ich geh doch zu dem geburtstag damit -sie- nicht den ganzen tag allein ist. allerdings nur wenn -sie- sich abholen lässt. damit du dich net wieder aufregen musst."

und was soll ich damit jetzt anfangen?! du hast -ihr- immer noch nichts gesagt. du schiebst es tag für tag hinaus. nun sorgst du dich plötzlich um meine nerven?!

wir haben -sie- getroffen und ich habe dir gesagt dass ich -sie- nicht sehen kann. ich kann ihr nicht mehr in die augen schauen. du hast mich mitgeschleift... meine nerven waren egal! du läufst durch den park mit mir.. hand in hand... setzt dich auf meinen schoß obwohl tausend andere plätze frei sind... hör auf mit dem theater! sag ihr die wahrheit sonst muss ich es tun!



geschrieben von: thanatos4life

wieder einmal sind die nerven mit mir durch... ich kann diese lügerei nicht mehr ertragen... ich musste mich entschuldigen auch wenn es druck für dich bedeutet. seit wie vielen monaten geht dieses schauspiel schon?! ich weiß es nicht mehr... zu lange! ich kann nicht vor diesem bildschirm sitzen und eine auf gute laune machen wenn ich -ihr- gleichzeitig um den hals und sie erwürgen könnte... ich halte diesen zwiespalt nicht mehr aus. ich weiß nichts mehr. ich will nur keine angst mehr haben müssen dass
-sie- dich wieder anfässt oder küsst. -sie- tritt mich mit füßen doch sie hat keine ahnung. bring das endlich in ordnung!



geschrieben von: thanatos4life

-sie- weiß immer noch nichts. du wolltest dieses unangenehme gespräch führen. doch bisher hat sich nichts getan. verfolgst du noch immer dieselbe taktik? du wartest ab bis all das grüne gras über diese sache gewachsen ist. solange bis du der meinung bist dass mein schmerz verschwunden ist. bis ich die bilder nicht mehr sehe. bis ich wieder mit -ihr- reden kann als wäre nichts gewesen. glaub mir dieser zeitpunkt wird nicht kommen. vergessen ist nicht meine art und ich werde dich erinnern... ich werde dich erinnern... immer und immer wieder...



geschrieben von: thanatos4life

wer hätte gedacht dass es dir plötzlich so leicht fallen würde unser geheimnis einigen individuen dieser welt anzuvertrauen. immer mehr menschen ziehst du mit ins vertrauen und ich erkenne dich teilweise nicht wieder. -sie- weiß es noch nicht persönlich aber es dürfte sich wohl mittlerweile zu -ihr- durchgesprochen haben.
endlich muss ich nicht mehr schweigend zusehen wie sich andere an dich ranmachen und du es nicht wahrhaben willst. endlich gibt es menschen die in solchen situation dabei sind und meine stelle einnehmen können. endlich kann ich einen zaun um mein territorium errichten und jeden eindringlicng in die schranken weisen. endlich kann ich ehrlich mit mir und der welt sein... ich danke dir!



geschrieben von: thanatos4life

Lang lang ists her und vieles hat sich verändert... anderes ist gleich geblieben wenn teils auch unbewusst...

jeden tag quäle ich mich aus meinem bett und der erste gedanke gehört dir in der ferne. jede nacht war bisher schlecht und ich hoffe darauf dass sich dies bald wieder ändert. ich beginne den tag mit der sehnsucht des vorherigen. melde dich - bitte melde dich! der wunsch dich zu hören und mit dir zu sprechen ist zu groß um ihm zu widerstehen. ich lebe mein einfaches leben weiter und trotzdem hab ich momentan kein leben. du bist gegangen und es wurde mir entrissen. viel zu leicht wie ich manchmal finde denn eigentlich hätte ich es festhalten müssen auch wenn es noch so sehr verkehrt ist.

ein tag verläuft ganz gut und der nächste ist wieder abgrundtief schlecht.
am guten tag sehe ich klar und jeder gedankengang erscheint logisch. das ziel ist in sicht und der weg scheint begehbar zu sein. ich versuche mich zu motivieren und habe das gefühl los zu wandern - dem ziel entgegen.
am schlechten tag weiß ich gar nicht wo ich bin. ich vergesse die zeit und alles um mich herum. es fällt mir schwer überhaupt einen gedanken festzuhalten. so dreht sich das gedankenkarussel und ich flehe inständig dass du dich meldest und es für den bruchteil einer sekunde anhältst.

es ist ein altes spiel und ich bin müde ein teil davon zu sein. ich will mich aufraffen und es beenden. ich will es wirklich - für mich und auch für dich. trotzdem schaffe ich heute keinen schritt in richtung ziel. nimm es mir nicht übel denn schließlich befinde ich mich schon mal auf einem weg...



geschrieben von: thanatos4life

du hast dich also tatsächlich dazu durchgerungen mich anzurufen... und mit welch einer beschissenen laune... erzählst mir da von diesem neuen auf der station der aussieht wie dein vater und der dich nur noch nervst...
hast die smsen von gestern und vorgestern noch nicht einmal gelesen... wunderst dich dass es überhaupt welche gibt... jaaa ich hatte dir gesagt dass ich dir jeden tag eine schreibe... und jaaa es interessiert dich einen dreck!
schön dass du heute lust hattest rauszugehen und mich anzurufen... davon sollte ich mir schon mal einen lutscher kaufen. schön dass du so sehr darauf achtest dass es dir nicht schlecht geht. schön dass es dich darüber kein bisschen interessiert wie es mir geht.
ich bin am telefon also anstrengend... aha... weil ich so angespannt bin dass ich bei jeder kleinigkeit obenraus bin... vielen dank für diese lieben worte... warum sollte ich mich denn nicht einfach entspannen... klar kein problem... ich feier hier einfach ne party... tag für tag...
wegen besuch ja was sollst du dazu denn sagen... verlieren tu ich dich doch nicht... wann und wie kannst du mir aus dem kopf heraus aber auch nicht sagen... na klar du willst mich sehen...

weißt du was leck mich am a****
wenn ich könnte wie ich wollte hätt ich nichts mehr worüber ich mich aufregen könnte



geschrieben von: thanatos4life

was für ein tag... gestern...
ich glaube ich habe seit langem nicht mehr so sehr an uns und an dir gezweifelt wie am vergangenen tag... seit halb 3 war ich am ende... ich hab mir zwar vieles von der seele reden können doch die beiden haben recht ich muss mir selber helfen oder besser noch mir helfen lassen denn sie können nichts für mich tun.
aber sie haben mich verstanden. mehr hab ich auch nicht erwarten dürfen.
natürlich hast du dich noch einmal gemeldet. ich hab nicht damit gerechnet und vor allem wollte ich dich gar nicht mehr hören. ich war kurz davor zu sagen "es geht nicht mehr und tschüss" doch das war wohl nur der wunsch aus der welt auszusteigen der da aus mir gesprochen hat.
ich konnte dir gestern nichts mehr glauben - kein einziges wort jemals! ich wollte nur noch schreien dir ins gesicht brüllen wie sehr du mich momentan überforderst mit deinen viele seiten. ich erlebe dich am telefon anders als in deinen briefen und wieder anders in deinen smsen. morgen soll ich dich besuchen und ich hab solche angst davor noch eine seite kennen zu lernen. warum schreibst du anders als du sprichst und warum handelst du ganz anders als du schreibst oder sprichst??? warum????
was soll ich dir denn noch glauben?!
und warum fragst du wie es mir geht... und wunderst dich dann wenn ich sage dass ich zusammengebrochen bin?! warum fragst du dann "aber nicht wegen mir oder?"
du kannst doch nicht ernsthaft glauben dass ich mir hier einen schönen lenz mache während du in der klapse sitzt. wie kannst du sowas auch nur denken? ich schreibe dir doch jeden tag wie es mir geht... ach ja das liest du ja nicht!



geschrieben von: thanatos4life

Ich hab mich tatsächlich dazu durchgerungen dich zu besuchen. Wer hätte es gedacht?! Doch im Nachhinein muss ich sagen dass es eine gute Entscheidung für mich war. So sehr ich auch Angst hatte in Flashbacks zu ertrinken und dich zu verlieren es war gut. Nur so konnte ich meinen Ängsten die Realität zeigen weg von den Horrorvisionen in meinem Kopf die mich seit Wochen so beherrschen. Ich fühle mich stärker wieder aufgetankt.

Ich denke für uns war es genauso wichtig. Am Telefon hatten wir beide das Gefühl voneinander entfernt zu sein wir fanden keinen gemeinsamen Nenner. Alles war so verworren. Jetzt sehen wir uns beide wieder klar.

Du hast viel gesprochen was mich überrascht hat. Ich kann nur hoffen dass du diese Erkenntnisse auch nutzt. Ich würde mich freuen wenn du den Mut dazu hättest. Denn für mich waren das Worte des Fortschritts und der Motivation.

Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt. Ich komme mir immer noch wie ein Junkie vor. Ich war labil in den letzten beiden Wochen so schlimm wie selten zuvor. Man hat es mir physisch angesehen. Ich war gereizt und konnte jeden Moment explodieren. Im selben Moment hätte ich aber auch in Tränenfluten ausbrechen können. Sehr emotional für einen Steinbock. Doch kaum hatte ich dich ein paar Stunden um mich ging es mir besser. Ich hab mein Zittern wieder im Griff und ich bin nicht mehr gereizt. Von einem Menschen so abhängig zu sein hätte ich nie für möglich gehalten und doch ist es mir passiert. In solchen Momenten wird es mir immer wieder bewusst.



geschrieben von: thanatos4life

Meine Unruhe ist teilweise nicht zu ertragen. Heute konnte ich nahezu keine fünf Minuten abschalten. Ich hab nur an dich gedacht und daran dass du mich vielleicht anrufst. Ich hab es wieder einmal gehofft und gehofft hab minütlich auf die Uhr gestarrt und konnte keinen vernünftigen Gedanken fassen.
Ich hab dir dein Handy aufgeladen und das obwohl ich gesagt hatte dass du keines mitnehmen sollst und obwohl ich weiß dass ich deswegen noch verrückter werde. Eine falsche Entscheidung?

Ich hab also gewartet und gewartet und gewartet... Stundenlang ging es so. Ich hab mich zum Lernen gequält. Wie soll ich es nur überstehen? Irgendwann fiel mir ein dass ich mein Handy auf lautlos hab und darauf standen 2 Anrufe in Abwesenheit und eine Sms von dir. Warum hast du es zweimal auf diesem Telefon probiert anstatt unsere Nummer zu wählen??? Damit hab ich für heute verloren. Ich wollte deine Stimme hören und alles was ich jetzt habe ist der Ärger über meine Unfähigkeit.



geschrieben von: thanatos4life

Die lang angekündigte Visite heute war ja wohl ein Witz. Dieser "Arzt" ist die fachliche Inkompetenz in Person. Ich könnte immer noch an die Decke gehen.
Er hat also deinen Bericht gelesen 4 Seiten in 5 Tagen... Hammer! Und er denkt jetzt also dass er über dich und dein gesamtes Umfeld urteilen kann. Hat dieser ***** schon mal was von Klientifizierung gehört?! Was meint der eigentlich wer er ist?!
Klar ich hab nicht besseres zu tun als dir Alkohol auf die geschlossene Station zu schmuggeln. Ich hab die letzen Jahre damit verbracht dich aus dem Sumpf zu ziehen dir zu helfen und dich zu verstehen um jetzt den Drogenkurier zu spielen.
Abgesehen davon muss er als Oberarzt doch in der Lage sein zu sehen ob du Alkohol getrunken hast. Und wenn er professionell arbeiten würde hätte er einfach einen Test angeordnet und fertig. Ich könnte vor Zorn platzen.

Für einen kleinen Moment habe ich wirklich überlegt zu dir zu fahren - auf der Stelle. Dir dann dort so ein schlechtes Gewissen zu machen und dich dann mit Heim zu nehmen. Ende aus! Denn ich habe nicht jahrelang mit dir gelitten dich immer wieder zur Klinik überredet und leide jetzt wochenlang um dich in eine derartige von fachlicher Inkompetenz nur so strotzenden Institution zu wissen. Das kann ja wohl nicht wahr sein!!!



geschrieben von: thanatos4life

Mein täglicher Kampf gegen meine Hoffnungen und meinen Glauben hat seit ein paar Stunden wieder begonnen. Ich erwachte aus meinen sehr verworrenen Träumen. Seit Tagen beschäftige ich mich mit der Frage wie man seine Hoffnung abschalten kann. Warum halte ich an so vielen Dingen fest und lasse mich jeden Tag aufs Neue enttäuschen und verletzten?
Warum starre ich stundenlang aufs Handy und obwohl es nicht auf lautlos ist vernute ich etwas verpasst zu haben. Ich wünsche es mir zu sehr. Es schmerzt zu sehen wie benommen ich ohne dich bin. Alle paar Stunden habe ich eine nicht in Worte zu fassende Wut in mir. Halte doch bitte mal jemand die Welt an ich will jetzt aussteigen! Ich bin zornig auf die Welt und auf mich. Schließlich muss ich doch irgendwann mal verstehen dass ich zu viel verlange und dass du mir nicht alles erfüllen kannst. Du kannst es einfach nicht weil es unmöglich ist. Warum also warte ich darauf?
Das Hoffen der entführten Prinzessin auf ihren Prinzen im Märchen hab ich doch schon immer für total übertrieben gehalten. Warum also benehm ich mich genauso???



geschrieben von: thanatos4life

Mit deinen halbherzigen zehnminütigen Anrufen voller unwichtiger Informationen und Fragen deren Antworten du kennen solltest hilfst du mir kein bisschen. Ich fühl mich wie auf Heroinentzug und es scheint dir am Arsch vorbei zu gehen. Mach einfach so weiter irgendwann kommt sicherlich ein Ende in Sicht.



geschrieben von: thanatos4life

Heute musste ich dir einfach mal alles entgegen schmettern. Ich weiß nicht mehr wohin mit mir und meinen Gefühlen. Ich konnte nicht einmal mehr Rücksicht auf dich oder deine Mutter nehmen. Es musste raus sonst wäre irgendwas schlimmes passiert. Vielleicht hast du ein bisschen was vom Gesagten verstanden. Ich hoffe es für uns beide!
Es war schön dich mal eine halbe Stunde allein am Telefon zu haben. Es hat mir geholfen dich ganz ernst zu hören. Und so blöd es auch klingen mag es hat gehollfen zu zweit zu weinen. Auch wenn wer weiß wie viele Kilometer zwischen uns lagen. Ich hatte das Gefühl ganz nah bei dir zu sein und das ist es was mir momentan so feht. Diese Distanz zwischen dir und mir zerstört mich von ganz tief innen. Ich kann so vieles nicht verstehen manches nicht einmal nachvollziehen.
Wenn du 10 Minuten am Tag für mich haben würdest in den nächsten paar Tagen das würde mir wirklich helfen. Ich bitte dich nur um Ehrlichkeit. Ich will wissen wie es dir geht was du fühlst und was dir durch den Kopf geht wie ich dir helfen kann und ob du mich vermisst. Nur so kann ich die nächsten paar Wochen ohne Schaden überstehen.
Deine Sms war der Hammer. Ich bin sofort in Tränen ausgebrochen und ich heule noch immer. Doch diesmal seit langem nur weil ich dich schrecklich vermisse. Heute muss ich nicht mehr wütend sein. Ich kann mich hinsetzen und dich nur vermissen weil ich weiß dass du mich liebst.

There is noone left in the world that I can hold on to
There is really noone left at all there is only you
And if you leave me now you leave all that we were undone
Ther is really noone left you are the only one
And still the hardest part for you to put your trust in me
I love you more than I can say
Why don't you just believe?
(by The Cure "Trust")

Du hast Recht... ich werde es versuchen für dich mich und uns beide!



geschrieben von: thanatos4life

Mein Tag war einer der besten der letzten beiden Wochen. Ich bin mit dem Gefühl aufgewacht dich bei mir zu haben. Ich hatte die ganze Nacht von dir geträumt und diesmal hast du mich nicht losgelassen. Du hast mich ganz fest gehalten. Wie schön Träume sein können.
Als ich begann unruhig zu werden hast du dein Versprechen eingelöst und mich angerufen. Wir haben telefoniert als gäbe es diese Klinik und deine Krankheit nicht. Wir haben zusammen gelacht und ich weiß was dir im Kopf herumschwirrt. Es macht mich glücklich manche Gedankengänge mit dir zu teilen.
Es war ein Tag voller Hochs und ganz wenigen Tiefs. Jetzt vermise ich dich fürchterlich. Es scheint mein Fluch zu sein nachts humherzugeistern und dich zu suchen. Ich kann nur hoffen dass ich dich gleich wieder in meinen Träumen finde denn dann könnte ich Kraft für den morgigen Tag tanken.
Ich versuche die Tage unbeschadet zu überstehen. Und ich hab gestern und heute viel eingesehen. Ich werde uns nicht aufgeben und die Chance auf ein gemeinsames Leben ganz egal wie viele Menschen uns das verwehren. Ich lass es mir nicht nehmen!



geschrieben von: thanatos4life

Ein weiterer Besuch und damit verbunden erneute Verwunderung. Wenn ich dich in dieser Klinik erlebe weiß ich nie woran ich wirklich bin. Dein Arzt hat mich doch als Drogenkurier abgestempelt und trotzdem sagt er dass du mit mir in den Stadtausgang sollst wenn es mit deiner Mutter nicht so gut geklappt hat. Naja mir soll es Recht sein. Ich bin froh wenn ich dich sehe denn du fehlst mir. Es kommt mir vor als wäre mir der liebste Teil verloren gegangen und mit ihm so viel Liebe. Wenn ich dich treffe hoffe ich darauf dass du mich wieder vervollständigst wenigstens für ein paar Stunden. Für meine Seele ist das Urlaub und den hat sie nach diesen anstrengenden Wochen bitter nötig. Trotzdem höre ich so viele neue Töne von dir und weiß nich wie ich sie einordnen soll. Du sprichst von einer Zukunft... nein du sprichst tatsächlich von UNSERER Zukunft. Davon dass du hierher ziehst und arbeitest für ein jahr um dann an die Schule zu gehen. Dass du vielleicht in ein betreutes Wohnen ziehst und versuchst dann eine eigene Wohnung zu bekommen. Und ich wäre endlich in einer Stadt mit dir. Keine räumliche Trennung mehr und keine Sehnsucht bis Ultissimo. Ich könnte dich jeden Tag sehen. Jede Nacht bei dir bleiben und müsste dich nie wieder hergeben. Das sind Pläne wie Musik in meinen Ohren. Und plötzlich hab ich Angst davor mir zu große Hoffnungen zu machen. Aber Träumen... Träumen kann doch nicht verkehrt sein... Ich träume von dir und mir in der Zukunft... und so wie du sprichst ist diese Zukunft nur noch 6 Monate von mir entfernt...



geschrieben von: thanatos4life

Meine Verlustangst scheint verloren zu haben. Endlich kann ich aufatmen und meine verkrampften Muskeln strecken. Der Blick auf den ersten Endspurt beflügelt mich. Meine Laune ist viel besser ich kann wieder lachen und alles geht mir leichter von der Hand. Meine Klausuren morgen werd ich sicherlich bestehen. Ich weiß es einfach.
Dein Gesicht hängt an allen Wänden dieses Raumes und es kommt mir kein bisschen übertrieben vor. Für heute fehlt mir nur noch deine Stimme um glücklich zu sein. Ich ahne zwar dass ich sie heute nicht hören werde aber aufgeben will ich diese Hoffnung nicht. Es muss sich wirklich liebeskrank anhören. Ich weiß dass ich mich teils benehme wie eine Drogenabhängige. Diese Frau hat mir mein Herz und meinen Verstand geraubt... nein ich hab ihr beides geschenkt.



geschrieben von: thanatos4life

Die Klausuren sind vorbei die Uni für die nächsten Monate auch. Endlich kann ich mich voll und ganz meinen Gedanken über dich widmen. Du scheinst in jedem Winkel meines Gehirns zu sitzen denn ich kann keinen Atemzug tun ohne an dich zu denken. Jede Sekunde habe ich ein Bild von dir vor Augen und ich vermisse dich. Ich frage mich wie lange ich dieses Countdownfeeling noch ertragen kann. Morgen geht es in den verdienten Urlaub und ich hoffe wirklich dass es mir hilft wenigstens ein paar Stunden mit was anderem als dir zu verbringen. Ich suche nach Ablenkung. Dein Bild in meinen Gedanken hat so viel ambivalentes an sich. Du fehlst mir und das wird mir nahezu sekündlich bewusst. Mein Körper verzehrt sich nach deiner Nähe. Mein ganzes Wesen erwartet dich. Und trotzdem birgt so viel Trost in diesen Sekunden. Ich habe dich bei mir und keiner kann dich entreißen denn du steckst in jeder Faser meines Seins. Du bist in mir eingebrannt und daran wird sich nie was ändern.



geschrieben von: thanatos4life

Hätte ich mir denken müssen dass du gar nicht mehr aus der Klinik willst weil du vor allem und jedem Angst hast?
Es heute aus deinem eigenen Mund zu hören hat mich schon geschockt. Obwohl ich es mir schon lange gedacht hab. Ich hatte mich schon darauf gefreut dich wenigstens ein paar Tage zwischen diesem Aufenthalt und dem nächsten bei mir zu haben. Aber du scheinst unseren gemeinsamen Plan schon wieder vergessen zu haben. Jedenfalls hast du beschlossen in der Klinik zu bleiben und nicht mit mir gemeinsam Urlaub zu machen. Eigentlich hätte ich es mir schon denken müssen als wir es abgemacht haben. Oder hab ich es mir gedacht und ih wollte es nur nicht wahr haben?
Jetzt sitz ich mal wieder da mit meinem Talent und muss dir gut zureden damit du für dich entscheidest. Du musst ja schließlich wissen was gut für dich ist. Nicht ich! Ich will dich bei mir haben und das besser heute noch als morgen! Aber nein ich muss mich zurückhalten und sagen dass ich dich zwar vermisse aber du an deine Gesundheit denken musst. Anscheinend hat es dir die Klinik angetan. Zuerst muss man dich geradzu hinein zwingen und dann willst du nicht mehr raus. Ich hasse es wenn du drin bist!



geschrieben von: thanatos4life

Heute frage ich mich mal wieder welcher Teil von mir so dermaßen an dir hängt. Ist es der beste oder der schlechteste Teil von mir??? Eine Antwort habe ich noch nicht gefunden. Wenn es nach diesem gehen würde könntest du keine 5cm von mir weg. Er rebelliert in mir schreit geradezu in die Welt hinaus. Ab und zu überkommt mich dieses Leiden und die Tränen beginnen zu laufen. Dazu reicht meistens eine klitzekleine Erinnerung oder auch nur ein Gedankenstreif der ganz entfernt mit dir zu tun hat. Ich weiß nicht was ich dagegen machen soll. Ich bin mir nicht einmal sicher ob es nicht gerade dieser Teil von mir ist der mein Leben bedeutet. Was ist schon Uni und was sind Freunde oder Familie ganz ohne dich?! Muss ich diesen Teil loswerden um eigenständig leben zu können? Oder ist es gerade dieser Teil der mich am Leben hält?
Ich weiß es nicht... Gedankenchaos!



geschrieben von: thanatos4life

An so manchen Tagen trifft mich die Erkenntnis wie ein Schlag. Wenn die dich wirklich ab nächster Woche für 3 Monate 280km weit von mir weg einweisen dann kann ihc mir hier genauso gut die Kugel geben. Es ist traurig aber ich verliere den Kampf gegen mich selbst immer und immer wieder. Wie schnell diese Angst in die Gedanken kriecht ist morbide. Ich könnte mir jeden Tag selbst Leid tun und darin immer tiefer versinken. Wer weiß wie weit ich in diesen Sog noch gerissen werde. Momentan hab ich ja ab und zu noch lichte Momente aber wie sieht das in 4 Wochen aus? Ich hab solche Angst davor. Ich kann es nicht einmal in Worte fassen. Ich fühle mich so allein und hilflos. Was soll ich nur tun? Vor allem frage ich mich wie ich nach diesen Monaten der Qual aussehe. Ich meine du kommst als anderer Mensch wieder und wenn ich Glück hab dann liebst du mich noch. Aber kannst du dann eigentlich mich lieben? Welchen Menschen wirst du dann vor dir haben? Wahrscheinlich einen gebrochenen... und das wird wohl das Letzte sein was du dir von deinem Neustart erhoffst. Ich weiß mal wieder nicht was ich machen soll...



geschrieben von: thanatos4life

Du hast mich gestern tatsächlich nach dieser Zugfahrt gefragt. 4 Std vom Urlaub zurück in mein Leben. Diese 5 Tage Auszeit hab ich wirklich gebraucht. Ich konnte wenigstens ein paar Stunden abschalten weil niemand was von mir erwartet hat. Ich konnte in den Tag hinein leben und war nur ein paar Stunden am Tag allein. Ich hatte gehofft dass dies Balsam für meine Seele sein würde und wenigstens ein wenig anhalten würde. Doch Zuhause ist alles viel intensiver. Unzählige Erinnerungen hängen in jedem Raum und ich kann nur in Selbstmitleid verfallen.
Auf dieser Zugfahrt hab ich dies mit jedem Meter näher an der Heimat gespürt. Meine Unruhe stieg unaufhaltsam. Im letzten Umstiegsbahnhof konnte ich es dann nicht mehr ertragen. Schließlich waren wir dort um einzukaufen... wir beide... zusammen... Du fehlst mir und ich frage mich ob dieses Loch jemals wieder geschlossen werden kann.



geschrieben von: thanatos4life

8 Std Autofahrt.... davon 4 Std Händchenhalten und 3 Std dir in die leicht angsterfüllten und doch wunderschönen gelb/grünen Augen schauen. Gestern hat mein Siegeszug begonnen. Ich hab diese 4 Wochen überstanden und ich hoffe doch sehr dass es ohne Schaden abgelaufen ist. Ich hab mich allerdings noch nicht getraut mein Herz danach zu fragen. Jedenfalls hat das Schreien in mir aufgehört. Meine Sehnsucht ist wieder zu dem kleinen süßen Plüschtier geworden das sie ohne meine Tränen ist. Sie scheint tatsächlich ein Gremlin zu sein.
Die neue Klinik ist ein Volltreffer. Allerdings sind die Auflagen beinahe unmöglich. Ich bin gespannt wie du dich entscheidest. Ich hab gesagt dass ich dich begleite ganz egal wofür du dich entscheidest. Sicher werde ich dabei nicht ganz ohne Knacks herauskommen aber das ist mir herzlich egal wenn unsere Zukunft doch schon mal greifbar wird.
In Bt wurde mir dann bewusst wie sehr du mich kennst. Es lief dieses neue Lied von Silbermond im Radio und ich hatte mich endlich mal wieder von dir abgewandt um nach vorne auf die Straße zu sehen. Der Song lief und diese Bitte nach Sicherheit sprach mir direkt aus dem Herzen. In meinem Kopf begannen sich Bilder zu drehen und ich musste aufpassen nicht vor dir und deiner Mutter zu weinen. Doch genau in diesem Moment hast du deine Hand auf meine Schulter gelegt. Die ganze Fahrt über bist du nicht aktiv geworden doch in diesem Augenblick schon. Das hat mir so viel Kraft gegeben und du hast es gemerkt. Du bist der einzige Mensch der weiß was in mir vorgeht und das ist auch eine Tatsache die ich so an dir liebe.



geschrieben von: thanatos4life

Kaum hab ich dich wieder scheint alles vergessen zu sein. So als hätte es diese 4 Wochen gar nicht gegeben. Alles sehr fragwürdig... ich fühl mich sehr fragwürdig



geschrieben von: thanatos4life

Wie soll es denn weitergehen? Und warum sollte ich euch diese Frage überhaupt beantworten? Geht es euch denn überhaupt was an wie es weitergeht?
Meine ehrliche Antwort heißt: Wie immer! Wie auch sonst?!
Aber ich glaube es wird langsam Zeit auf den Tisch zu hauen und euch mal wach zu rütteln. Natürlich habe ich den sagenumwobenen Weitblick und ich werde diese Zeit später vermissen denn ich bin glücklich... zwischen dem ganzen Wirrwarr bin ich glücklich! Aber ihr scheint das gar nicht zu bemerken. Warum also sollte ich euch mitteilen wie es in meinem Leben weitergeht. Ich liebe diese Frau und das wisst ihr eigentlich. Oder ihr wollt es nicht wissen. Aber ist das meine Angelegenheit?! Ich meine wenn ich mich hinstelle und euer ach so großes Rätsel für euch lüfte bekomme ich doch noch mehr Unverständnis entgegen. Was soll ich denn dann damit?! Ihr seid nun mal die letzen Menschen auf dieser Erde denen ich mein Leben mitteile. Es hat euch sonst auch nicht interessiert und ich bin es Leid mich ständig rechtfertigen zu müssen.
Ich werde wohl auf den Tisch hauen müssen und euch begreiflich machen dass mein Lebensstil anders ist als der eure dass ich mein Leben im Griff hab ich mein Studium erfolgreich beende mir eine Wohnung ein Auto einen Job besorge dass ich eure Altersvorsorge übernehme und für euch da sein werde weil ihr es die ganzen Jahre ermöglicht habt dass ich lebe aber (!) ich werde mich keinesfalls für irgendwas entschuldigen dass nicht in euer Bild passt! Meine Beziehung geht euch nichts an!



geschrieben von: thanatos4life

Seitdem du auf der Welt bist machst du mir mein Leben schwer.

Ich wünschte dieser Satz würde nicht stimmen und doch trägt er so viel Wahres in sich. Wir sind so verschieden wie Tag und Nacht und das obwohl wir von den gleichen Menschen abstammen. Manchmal frage ich mich was du so sehr an mir hasst. Du konntest mich als Kind nicht ausstehen und jetzt verbringst du deine Zeit damit ein falsches Spiel nach dem nächsten mit mir zu spielen. Warum verschwendest du so viel Energie damit?
Wir beide hatten es schon immer sehr schwer miteinander und ich gebe zu dass ich mich in vielen Situationen nicht richtig verhalten habe. Doch aus diesen Ereignissen bin ich mit der Erkenntnis herausgegangen dass es keine Lösung ist unsere Streitpunkte mit einer Schlägerei aus der Welt zu schaffen. Verrat mir doch mal was du aus diesen Minuten gelernt hast in denen wir blind vor Zorn aufeinander eingetreten haben.
Für mich ist deine Lösung des Problems eine bei weitem perfidere. Du antwortest auf mich mit Psychoterror und so sehr ich mich auch dagegen wehre du schaffst es doch immer wieder mich einzufangen und an die Wand zu stellen.
Wer hat dir die Welt so verdorben? Macht dir sowas auch noch Spaß?
Es klingt so bescheuert doch trotz des jahrzehntelangen Kampfes stehe ich noch immer an deiner Seite wenn ich dir helfen kann. Ich war immer dort gestanden. Trotzdem behandelst du mich schlecht. Warum nur?



geschrieben von: thanatos4life

Wie kann ich dir dein Leiden erleichtern? Irgendwie muss es doch möglich sein dass du 3 Monate durchhältst. Ich kann dich doch schlecht 4 Wochen ans Bett ketten und zusehen wie du dich vor psychischen Schmerzen windest. Ich kann dir auch schlecht alle Werkzeuge wegnehmen denn du findest in allen Ecken eine Alternative. Wir hängen in der Luft und mir macht es um einiges weniger aus als dir. Du hattest doch so sehr auf diese Klinik gehofft und das alles in einem Aufwasch funktioniert. Jetzt sitzen wir wieder Wochen aufeinander und ich verschließe mit jedem Tag meine Augen ein kleines bisschen mehr. Und du hilfst mir dabei indem du deine Gedankengänge vor mir verheimlichst. Wo sind wir nur gelandet? Früher haben wir uns doch mehr gesagt oder? Jetzt schreiben wir beide in Foren anstatt miteinander zu sprechen. Ich hab dich schon versucht zu erreichen doch du gehst nicht ans Telefon. Also hab ich nachgelesen wie du dich fühlst. Ich komme mir dabei nicht gerade aufrichtig vor doch ich muss wissen wie es dir geht. Ich will dir helfen - Beistand leisten auch wenn ich einige Kilometer von dir entfernt bin. Diesen Tag musst du doch irgendwie durchstehen können. Morgen bin ich wieder persönlich für dich da und wenn du willst nehme ich allen Stress Zuhause auf mich und weiche dir nicht mehr von der Seite. Damit du 3 Monate durchstehen kannst und dann in die alte Klinik um fortzusetzen was 3 Jahre lang unterbrochen ward.

Hör auf dich zu beschimpfen dich zu strafen und dich zu hassen!!! Bitte!!! Ich liebe dich!!!



geschrieben von: thanatos4life

Es wird also wieder von vorne beginnen. Du weißt es zwar noch nicht genau aber du hast dich mit dem Gedanken schon befasst wieder in diese Klinik zu gehen. Dort hinein wo du erst vor ein paar Wochen heraus gekommen bist. Du sagst ich soll mich darüber nicht aufregen aber verrat mir doch auch bitte wie ich das anstellen soll. Es beginnt schon wieder!!! Hatte ich dir nicht deutlich gesagt dass es das allerletzte Mal war?! Ich will dich nicht schon wieder dort besuchen ich will da nicht schon wieder hin und ich will dich nicht schon wieder dort zurücklassen müssen und dann mit meinen Ängsten und schrägen Phanatsien allein Zuhause sitzen. Ich will nicht schon wieder Tag für Tag sterben. Ich dachte du hättest es für dich verstanden. Diese Umgebung hilft dir auf deinem Weg nicht mal einen Millimeter. Du hattest doch gesagt dass du mehr brauchst - mehr Gespräche - mehr Therapie - mehr Anspruch. Und jetzt willst du dich also mit der Allgemeinen abfinden dich dort hineinsetzen und warten bis dir ein Licht aufgeht das du in der Gesprächsrunde mal einfließen lassen kannst?!
Ich will so viel mehr für uns. Ich will dich bei mir haben und dich unabhängig von Zuhause wissen. Ich will dich arbeiten sehen und Geld verdienen Geld ausgeben. Ich will dich für unser Leben kämpfen sehen.
Ich will... und ich will nicht... vielleicht solltest du dir da auch mal Gedanken darüber machen. Was willst du denn?



geschrieben von: thanatos4life

Ich musste heute irgendwann darüber nachdenken ob ich überhaupt gut für dich bin.
Es gibt so Tage an denen man grübelt und wenn man es endlich geschafft hat dem Gedankensog zu entkommen holt einen das Thema plötzlich wieder ein.

Ich hab dir schon sooft gesagt dass du allein an dich denken sollst wenn du wichtige Entscheidungen treffen musst. Und wie du heute schon so treffend formuliert hast scheinen alle in unserer Umgebung der Meinung zu sein ich würde dich bei allem beeinflussen. Natürlich kann ich einen gewissen Einfluss nicht abstreiten denn wir beide lieben uns und wir versuchen unsere Entscheidungen so zu treffen dass es die Andere nicht zu sehr verletzt. Dabei fallen zwangsläufig einige Möglichkeiten weg.

Jedenfalls soll ich doch zu unserer Beratungsstelle. Noch vor ein paar Wochen war ich mir so sicher dass es nötig ist dorthin zu gehen. Doch als ich sie heute getroffen habe und dann gehört hab was sie so zu dir gesagt hat ist mir der Mut komplett in die Hose gerutscht. Ja ich werde Sozialpädagogin wie sie und wir könnten ein schön fachliches Gespräch miteinander führen mit dem Thema "Wie nützlich sind psychiatrische Anstalten". Mein eigentliches Thema sollte aber sein "was soll ich nur in den Wochen tun in denen du nicht bei mir bist" oder "was tun bei emotionaler Abhängigkeit von einem Borderliner aufgrund von unerklärbaren anscheinend angeborenen Verlustängsten". Ich werde nicht hingehen bis ich diese Frage geklärt habe. Sie meinte dass ich sprechen könne worüber ich möchte doch der Blick von heute hat mir zu viel gesagt. Die letzten Wochen waren der Horror und ich würde sie gerne abhaken doch ich zweifle daran dass mir das gelingt wenn ich sie nicht irgendwem erzähle. Allerdings befürchte ich auch dass sie die richtige dafür ist. Sie kennt uns beide...

Da haben sich zwei Spezialisten gefunden...



geschrieben von: thanatos4life

"Und wenn wir zu den Sternen schauen, können wir die gleichen sehen" (Mantus)

Nachts scheint uns immer ein böser Diskussionsteufel zu beißen. Plötzlich schwenkt das ruhige Telefonat in eine anstrengende nicht enden wollende Richtung um die für uns beide sehr kraftraubend ist. Trotzdem will keine zugeben dass es ihr zu viel wird und wir diskutieren uns in ein großes schwarzes Loch aus dem wir schon seit Jahren keinen Ausweg finden. Ich rede auf dich ein du versuchst dich zu erklären - Teufelskreis. Irgendwann tritt großes Schweigen ein.
Gestern habe ich nebenbei in dein Forum geschaut um wenigstens ein paar deiner Gedanken verstehen zu können. Dazu hab ich dann Mantus gehört und schon war mein Unbefinden perfekt.

Du fühlst dich widerlich verachtest dich und möchtest dich ständig dafür bestrafen. Du glaubst gar nich wie schwer es für mich ist damit zu leben. Ich liebe dich und ganz egal wie sehr ich das tue du hasst dich noch mehr. Ich komme einfach nicht dagegen an. Wenn du in diese weiterführende Klinik möchtest dann solltest du 3 Monate ohne SVV schaffen. Doch wie soll das funktionieren wenn du nach 2 Wochen immer wieder einbrichst ganz egal wie viel Zeit ich mit dir verbringe wie oft ich versuche dir aufzuhelfen dich abzulenken dich zu tragen - vollkommen egal. Doch das schlimmste ist dass ich gedanklich immer bei dir bin und dir versuche nahe zu sein während du gerade ausrastest und ein weiteres Blutbad anrichtest wovon du mir natürlich nichts erzählst es aber wohl ins Forum schreibst. Dort kann ich es dann nachlesen und mich wie einen Schlag treffen lassen dass du schon seit 2 Tagen "rückfällig" bist.
Ich weiß dass ich vor vielen Dingen die Augen verschließe. In manchen Angelegenheiten wäre es besser ich könnte genauer hinsehen doch ich habe Angst dass ich zusammenbreche wenn ich das tu.

Du fragst mich wie oft ich dich aufgegeben habe in der ganzen Zeit wie oft ich diese Beziehung beenden wollte weil wir nicht dasselbe wahrnehmen spüren oder fühlen. Dich habe ich in der ganzen Zeit niemals aufgegeben. Ich war zornig und oft sehr verzweifelt doch dich aufgeben konnte ich nicht. Über das Ende dieser Beziehung habe ich durchaus schon öfter nachgedacht. Gezählt habe ich diese Momente allerdings nicht. Vor allem weil sie eng mit den Augenblicken verbunden sind in denen ich mich aufgeben wollte. Vieles zehrt an mir und schmerzt Tag für Tag. Das meiste davon sind wohl Hoffnungen die ich tief in mir trage und die fern von jeglicher Realität sind.

Gestern war ich tatsächlich soweit dass ich mich in ein Märchen hinein gedacht hab:
Dort käme meine gute Fee angerauscht und würde mir einen Wunsch zur freien Verfügung anbieten. In diesen Minuten voller Tränen hätte er wohl folgendermaßen gelautet:
Ich wünsche mir dass deine Liebe für mich mit dem Hass auf dich Plätze tauscht sodass du dich so magst wie du mich jetzt liebst und mich so sehr hasst wie du im Augenblick dich verachtest.

Damit könnte ich wohl besser leben als mit dem jetzigen Zustand.



geschrieben von: thanatos4life

Da sich dieser Teufelskreis in den nächsten Wochen schon wieder wiederholen wird starte ich jetzt eine Bilanz:

Lebenszeit: 22 Jahre 2 Monate und 27 Tage 22 Stunden und 2 Minuten
Erinnerung ca. ab dem 14. Lebensjahr (leicht lückenhaft)
Öffnung der schwarzen Seele für die Außenwelt mit 16 Jahren
Endzeitgedanken und SVV mit 16 Jahren
Kennenlernen vor 5 Jahren
Seitdem mehrere Wochen voller Depression ca. ein Dutzend Totalabstürze und 4 Klinikaufenthalte auf deinem Konto
2 Jahre psychologische Beratungsstelle auf meinem Konto
1 Jahr zwischen Freundschaft und mehr darin enthalten mehrere Schläge ins Gesicht daraufhin über 2 Jahre geheime Beziehung
Unzählige Diskussionen
2 Tage Funkstille

Je mehr ich in meine Bilanz schreibe umso erbärmlicher kommt sie mir vor. Trotzdem ist das mein Leben. Es ist der gewichtigste Teil dessen was ich unter meinem Leben verstehe. Daneben stehen dann noch schulische bzw. berufliche Laufbahn und Familienbiographie & Freundeskreis. Wenn ich heute in die Zukunft blicke dann sehe ich mich nicht nach der Uni in meinem Beruf. Ich sehe mich nicht als Familienmutter. Wenn ich jetzt in diesem Augenblick an den Begriff "Zukunft" denke dann überkommt mich Panik denn ich werde in den nächsten Tagen ein weiteres Kapitel aufschlagen. Ich kann einen weiteren Klinikaufenthalt notieren und alles was damit verbunden ist. Ich sehe mich knieend um Entlassung flehen doch du wirst mich nicht hören und ich werde keine Möglichkeit sehen den Schmerz zu betäuben und elendig leiden.



geschrieben von: thanatos4life

Warum um alles in der Welt tu ich mir das überhaupt alles an?!

Ihr seid meine Freunde und ich bin stolz darauf dies behaupten zu können und ich danke euch für jede Sekunde eures Lebens die ihr damit verbringt an mich zu denken und mit mir nach Lösungen zu suchen. Ich verstehe eure Fragen und ich wünsche mir manchmal sie beantworten zu können.

Ich bürde mir viel auf. Vielleicht hat es mein Wesen nach all der Zeit wirklich verändert. Und trotzdem will ich nahezu keine Sekunde dieser Zeit missen.

So viele Szenen haben sich in meinen Kopf gebrannt die ich wahrscheinlich nie wieder los werde und die ich über alles hasse denn sie machen mir bewusst wie sehr ich mir Veränderung wünsche wie sehr ich es leid bin solche Zustände eines Menschen mit ansehen zu müssen und nichts dagegen tun zu können.
Doch in all dieser Verzweiflung sind sie auch der Ausdruck einer Liebe die über das normale Klischee weit hinaus geht eine Liebe die Grenzen überwindet eine Liebe die eigentlich unmöglich ist und genau das macht sie so besonders.

Eure Bedenken dass nach all der Zeit der Alltag doch ein wesentlich bindenderes Glied zwischen ihr und mir ist dazu noch meine angebliche Angst sie würde eine Trennung nicht überstehen mögen wohl durchdacht sein allerdings spiegeln sie mein Innerstes in keinster Weise wieder. Mit einem Borderliner hat man keinen Alltag im herkömmlichen Sinne. Der Alltag besteht darin nicht zu wissen was der Tag bringen wird. Er ist die Launenhaftigkeit pur. Er kann mich nicht an sie ketten denn er ist nichts beständiges oder eingefahrenes. Und zum Thema Angst muss ich leider zugeben dass ich im Falle einer Trennung wohl gefährdeter wäre als sie denn sie hat ihre psychologische Unterstützung ein Netz das sie dann auffangen würde.

Ich tu es mir an weil ich sie liebe! Und glaubt mir es gibt eine Reihe von Tagen in denen ich mir persönlich wünsche diese Liebe entspräche nicht der Realität. Ich habe versucht sie mir auszureden ich habe versucht sie mir schlecht zu machen und jeder dieser Versuche hat mich noch mehr an sie gebunden.



geschrieben von: thanatos4life

"Ja ich bin ein Arschloch! Dann mach doch endlich Schluss verdammt!"

Sind wir wirklich schon so weit dass wir uns gegenseitig ins Gesicht brüllen dass es ein Ende haben muss? Sind wir wirklich schon an diesem Abgrund angekommen?

Diese Beziehung ist Himmel und Hölle gleichzeitig. Wir halten uns gleichzeitig fest und versuchen uns wegzustoßen. Wir kämpfen miteinander füreinander und gegeneinander in derselben Sekunde unseres Lebens. Wir sehen uns in die Augen und sind genauso glücklich wie betrübt darüber. Es ist alles so ambivalent so zweischneidig so kompliziert.
Wir geben uns alles und haben uns doch schon so viel genommen.
Welches Ende wird auf uns zukommen? Wendest du dich ab weil du dich veränderst oder weil du es nicht mehr ertragen kannst oder gebe ich all meine Hoffnungen auf weil ich keine Kraft mehr habe uns beide au demselben Weg zu halten?



geschrieben von: thanatos4life

Wieso bin ich eigentlich ständig gezwungen mich vor anderen Menschen zu erklären? Warum ist jedes Individuum in dieser Gesellschaft ständig mit dieser erzwungenen Konformität konfrontiert? Wir leben doch in den Zeiten der Globalisierung in denen jede Person danach trachtet sich selbst zu verwirklichen. Es sind doch die Zeiten der Pluralität mit ihrer ganzen Schönheit der Verschiedenheit. Warum also muss man sich für seinen Lebensentwurf ständig rechtfertigen?

Ich habe keine Lust darauf mich ständig für die dubiose Mehrheit zu erklären. Es ist doch meine freie Entscheidung ob ich zur Mehr- oder Minderheit gehören möchte. Oder gehen wir noch weiter eigentlich gibt es keine Minderheit wenn es keine Mehrheit gibt. Ich lebe mein Leben und ich denke dass ich dafür keine Rechtfertigungen abgeben muss. Mir wurde das Leben geschenkt und ich mache daraus was ich möchte. Trotzdem nerven mich diese Stimmen im Kopf beispielsweise die meiner Eltern. Sie wollen ständig wissen wie es weitergeht. Ich würde es ja verstehen wenn sie sich um mich sorgen würden aber das was sie damit bezwecken ist doch pure Kontrolle. AUs diesem ALter bin ich aber raus. Sie müssen sich nicht mehr um alle Inhalte meines Lebens kümmern und ich bin auch nicht verpflichtet ihnen all diese mitzuteilen. Ich bin hier niemandem Rechenschaft schuldig solange ich regelkonform lebe. Ich halte mich an die Gesetze unseres Rechtstaates und damit habe ich das Mindestsoll erfüllt. Ich bin also nicht bereit mich in die Schublade mit dem Namen "Minderheit" stecken zu lassen um dann jederzeit die Hosen meines Lebens runterzulassen sobald die Schublade "Mehrheit" danach fragt.

Ich bitte euch darum zum letzten Mal im Guten mich in Ruhe zu lassen denn mein Lebensentwurf ist regelkonform und mehr muss er für euch nicht sein.



geschrieben von: thanatos4life

Manchmal sagt ein geschriebenes Wort mehr als tausend ausgesprochene.

Vielleicht telefonieren wir einfach zu viel sodass wir uns nicht viel zu sagen haben. Ich freue mich immer darauf dich zu hören aber wenn du dann mal am Apparat bist fühlt es sich wie eine Nebensache an. In diesem Moment könnte ich all jene Dinge tun die ich sonst zur Ablenkung verrichte. Genau dann kommen sie mir unheimlich wichtig vor.
Wenn wir beide unsere Launen haben dann kommt es immer wieder vor dass wir aneinander vorbei reden und irgendwann platzt eine von uns beiden mit Dingen heraus die sie schlichtweg gar nicht so meint. Meistens vergreifen wir uns im Ton und schaukeln uns so noch hoch bis zum absoluten Höhepunkt des Gespräches unseres altbewährten Schweigens. Es fühlt sich zwar nicht richtig an aber diese Sekunden oder Minuten der Stille nutzen wir um über die vergangenen paar Sätze nachzudenken und um daraufhin festzustellen dass man sich falsch ausgedrückt oder die Andere missverstanden hat und ganz grundlos explodiert ist. Eine ganze Reihe von Entschuldigungen auf beiden Seiten brechen herein und man verträgt sich wieder.

Wenn wir nach einem gescheiterten Gespräch den schriftlichen Kontakt suchen und das geht meiste sehr schnell weil wir keine Minute ohneeinander oder im Streit leben können flutschen die Buchstaben ganz von alleine aneinander und wir schreiben Dinge die wir wohl niemals ausgesprochen hätten. Dir fällt es allgemein viel leichter schwerverdauliche Themen niederzuschreiben. Mir gibt dies die Gelegenheit jedes deiner Worte wiederholt zu lesen bis ich den Sinn dahinter wirklich begriffen habe. Das nennt man dann wohl hermeneutische Spirale bis ich der Meinung bin dass ich dein Botschaft verstanden habe.
Heute hast du Sachen geschrieben die ich tief im Innersten weiß und die du mir nach gescheiterten Telefonaten öfter mitteilst und sie machen mir immer wieder Angst. Das verrückte dabei ist doch dass in diesen elendslangen Romanen viel öfter "Ich liebe dich" vorkommt als wir im alltäglichen Umgang miteinander gebrauchen. Trotzdem machen sie mir Angst - Angst dich zu verlieren Angst davor dass die zweite Liebe in dir doch irgendwann den Sieg davon trägt und du mich für immer und ewig verlässt. Ich möchte dich bei mir haben. Vor allem aber möchte ich von dir respektiert werden. Ich treffe meine Entscheidungen selbst. Du hast also nicht das Recht meine Situation für mich zu beurteilen auch wenn du noch so sehr der Ansicht bist dass du mir schadest mich kaputt machst mich zu einem Psycho machst wie du einer bist. Es ist und bleibt meine persönliche Angelegenheit und ich verlange von dir dass du mir solche Entscheidungen allein überlässt. Ich entscheide was gut für mich ist und was mir schadet!



geschrieben von: thanatos4life

Du und diese Termine in Bt... na hoffentlich lassen sie dich gar nich ehr raus damit ich meinen Anfall gleich bekomme und dan hinter mir habe... Hör dann bloß noch auf davon zu reden dass du noch zu mir kommst denn wenn du ehrlich bist tust du das ja doch nicht und wir reden hier nur von irgendwelchen Eventualitäten. Realistisch betrachtet bist du ab nächster Woche wieder weg und ich bin allein... so einfach ist das!

Und wenn du mich am Telefon schon anblaffst dann wunder dich nicht wenn ich daraufhin keinen Bock mehr hab was zu sagen denn wie wir heute ja schon festgestellt haben kann ich nicht mal vom Frühlingserwachen sprechen ohne dass du auf deiner Palme bist und irgendein unüberdachtes gemeines Kommentar abgibst das mir jede gute Laune im Keim erstickt. Da kannst du dich auch hundertmal entschuldigen meine Laune kommt davon nicht zurück in diesem Augenblick ist es nämlich schon Vergangenheit.

Ganz toll ist übrigens auch dass du mir alles nimmst. DU blaffst mich an entschuldigst dich im nächsten Moment ich darf dann aber nicht geknickt sein ohne dass du schon wieder suaer auf dich bist und wenn ich dann tatsächlich mal sage dass mich deine Laune ankotzt die du zur Zeit an den Tag legst dann kommst du auf die Idee dass du mich verlassen musst weil du ja so schädlich für mich bist und mir nur weh tust. Das Ende vom Lied ist doch dass du mich anblaffst ich dann nix mehr sage und du dann solange nachfragst bis ich so tue als wär alles wieder ok und meine Meinung zu deinen Launen behalt ich einfach für mich denn ich weiß ja dass du mir im Zweifelsfall wieder einen deiner toll verfassten Texte zukommen lässt in denen du mir sagst dass du mich liebst aber zugeben musst dass du drüber nachdenkst dich von mir zu trennen.

Ist doch ein perfides Spiel...



geschrieben von: thanatos4life

Vielleicht krieg ich doch irgendwann Übung darin dich für Klinikaufenthalte loszulassen. heute hat es mir nicht den ganzen Boden unter den Füßen weggerissen als du Montag sagtest. MIr wurde zwar trotzdem schlagartig mau in der Magengegend aber das werd ich wohl niemals los. Die Pizza vor mir am Teller hab ich sogar auch noch ein bisschen gegessen und übel ist mir auch nicht geworden. Alles spricht dafür dass es diesmal nicht so schlimm wie beim letzten Mal wird. Naja der Rum steht zwar schon wieder am Tisch neben der Cola aber das heißt ja noch lange nicht dass ich heute abend schon heulend am Fenster hänge.
Zu M. hab ich gestern noch gesagt dass es mir egal ist. Die sollen dich doch gleich drin behalten. SIe hat es mir nicht geglaubt aber dieses Gefühl des "Egal" ist heute noch ein wenig vorhanden und es wird mir durch den Tag helfen davon bin ich überzeugt. Du kannst mich heute auch noch 4 Mal anrufen und mir sagen dass du überlegst über das WE zu mir zu kommen. Ich sag mir dass es nicht klappt denn realistisch ist es nicht und ich fühl mich gut dabei. Diesmal hab ich mich vorsorglich von dir verabschiedet und ich habe Recht behalten. Mal sehen was am Montag passiert...

Ich verspreche mir einfach dass ich es nicht so weit kommen lasse wie vor ein paar Wochen!



geschrieben von: thanatos4life

Sind wir doch ehrlich zu uns selbst... ich werde wieder daran sterben.... so lange hat die dünne eisschicht unter meinen füßen nicht gehalten und prompt bin ich ins tränenmehr gestürzt... dabei hab ich dir das leben wieder schwer gemacht und du hast mir die meinung gegeigt... was für ein tag!
naja ich werde am samstag zu dir fahren und ich werde den tag mit dir verbringen wie als würde nicht geschehen und am montag werde ich mich dafür verteufeln dass ich mich nicht an dich gekettet hab.
montag ohja darauf kann ich mich sowieso schon freuen denn mein chef hat mich nicht in diesen plan eingetragen d.h. ich werde bei meinen eltern sein wenn ich zusammenbreche. das ist natürlich der beste ort auf dieser erde für meine beschissene laune. ich werde mir wieder jeden tag das blöde gesicht meiner schwester ansehen und ich werde für alles was ich versuche um aus diesem loch zu kommen zu hören bekommen dass ich das ja jetzt nur unternehmen will weil du nicht da bist. ich werde es jede minute hineingedrückt bekommen und werde wieder lange diskussionen mit meiner mutter darüber führen wie sinnvoll dieser aufenthalt für dich ist. und dabei bin ich doch selbst dagegen. ich werd wieder partei ergreifen müssen und versuchen sie auszubremsen denn bei allem respekt hat sie doch keine ahnung wovon sie da spricht. irgendwann wird dann mein vater ankommen und so tun als würde ihn mein leben interessieren. er wird mich in bescheuerte gespräche verwickeln die dann damit enden dass ich dich endlich loslassen muss denn ganz egal wie eng eine emotionale bindung ist man muss wissen wann man gehen muss denn die zeit die man jetzt verpasst kann man später niemals mehr aufholen. oh ja ich freue mich darauf in mein beschissenes leben geworfen zu werden... und ich werde daran zerbrechen wie jedes mal zuvor...



geschrieben von: thanatos4life

Der Startschuss ist also gefallen und ich bin wenigstens für den Moment so stark geblieben dass ich dich nicht mit dorthin begleite um dich abzuliefern. Ich hab es meinetwillen nicht getan und darauf kann ich stolz sein. Danke fürs Festhalten. Danke für diese vielen Gedanken um mich. Es war das erste Mal.

Es ist verrückt wie viele Ideen du hattest für diese ganze Zeit. Du hast dir so viel einfallen lassen und auch heute hast du nicht aufgehört. Dabei hab ich doch schon lange aufgegeben. Ich hab doch schon seit Tagen die weiße Flagge gehisst und warte darauf dass mich die Erkenntnis und die Sehnsucht auf der vollen Breitseite trifft mich hinabreißt in den Sog des Selbstmitleids und mich von innen her auffrisst - Stück für Stück bis nichts mehr von mir übrig bleibt was du lieben kannst und ich endlich befreit bin von all diesen Bindungen endlich hinausschwimmen kann ins offene Meer und hinabtauchen in die dunklen Tiefen aus denen es mich nicht mehr herausgibt. Wie gesagt ich warte darauf. Denn auf irgendeine sonderbare Art und Weise habe ich mich mit diesem Gedanken anfreunden können. Es ist der einzige Weg um meinen Schmerz meinen Verlust ja eigentlich meine Niederlage auf ganzer Linie zu anzunehmen. Ich will sie akzeptieren. Dann kannst du dein Leben in den Griff kriegen oder auch nicht ganz wie du möchtest und ich hab damit nichts mehr zu tun ich muss nicht mehr daneben sitzen und hoffen dass es sich auch für mich zum besseren wendet. Ich werde dann nicht mehr daneben sitzen ich werde dann frei sein endlich Steinbock sein wie es sich für mich gehört. Ich werde über meinen Gefühlen stehen die Vernunft walten lassen und der Rest der Welt liegt ganz tief unter mir.



geschrieben von: thanatos4life

Die Nacht bricht herein und ich sehne mich dem Dunkel entgegen. Der Tag war mühvoll und voller Anstrengungen. Ich habe ihn überstanden und ich musste nicht einmal viel darüber nachdenken. Einfacher kann man es mir wohl momentan nicht machen. Ich hatte mir doch geschworen mich nicht zu melden nicht an dieses Telefon zu gehen und keine einzige Sms zu versenden. Ich wollte versuchen zumindest 2 Wochen mein Leben ohne das deine zu ergründen. Ich wollte meine Atemzüge wieder alleine machen und stolz darauf sein sie zu tun.
Doch es kam alles anders....

In unserer Mittagspause beschloss ich doch auf das Handy zu schauen. Ich wollte nur wissen ob sich dort unbeantwortete Anrufe ansammelten. Der Beweis dass du an mich denkst und ich stark genug bin um mit dieser Erkenntnis allein zu leben. Ohne ein Wort von dir. Ich wollte mich in diesem Knoten wiederfinden. Wie ein Sammler hatte ich gestern die Anrufe angeblinzelt und ich war zufrieden. Ich hab mich davon abgehalten dir eine Sms zu schreiben. Doch heute in diesem winzigen Moment in dem ich die Mitteilungen löschen wollte (natürlich nachdem ich die Anzahl genau studiert hatte und zeitlich abgeglichen hatte) klingelte dieses Handy! Just in diesem Moment hast du versucht mich zu erreichen und für den Bruchteil einer Sekunde wusste ich nicht ob ich den Anruf abweisen sollte. Ich hatte es mir doch so fest vorgenommen und es hatte doch über 24 Std funktioniert. Der Drang dich zu hören verbündete sich plötzlich mit dem Gedanken dass du verrückt werden würdest wenn ich mich so lange Zeit nicht bei dir meldete und ich drückte auf den grünen Hörer.
Mir ist es ein Rätsel wie du solche scheinbar unmöglichen Kleinigkeiten zustande bringst. Ich hoffe einfach dass es an unserer Verbindung liegt oder dass es einfach nur ein Zufall war und nichts weiter... Ich habe dir alles erzählt damit du dir keine Sorgen machst. Ich habe geduldig zugehört und meinen Arm betrachtet wie er vor Zittern erbebte. Du hast mir bereitwillig von deinen ersten Stunden in der Klinik berichtet und danach auch noch gefragt wie es mir geht. Anscheinend hast du mir tatsächlich zugehört und du bemühst dich. Diesmal hast du mich auf der Station auch nicht verleugnet. Was kann ich mir also mehr wünschen?!

Ganz ehrlich? Ich will dich und zwar sofort und dann auch noch für immer!!!





vBulletin Copyright ©2000 - 2003, Jelsoft Enterprises Limited.
vB Easy Archive Final








eXTReMe Tracker