Die Wogen brechen heißt, sie zu entfachen
denn das Morgen greift um sich in Worten
um das Gestern im Wahn zu verlachen
und alle Masken wurden erprobt
Schon schlägt die Maschine in gieriger Wut
und speit mehr Gewänder, das Ich zu entziehn
verbreitet und fesselt gezüchtete Brut
wie verdorbenes Ende in Kakophonien
Perfekte Gebärden im Zeichen des Falls
höhlen die Blase der sinnenden Zeit
Verkörpern nur Puppen in Menschengestalt
in Zwietracht und Kurzsichtigkeit
Der neue Gott aus Fleisch sitzt im Körper seines Feindes.
Zeifel an der Frucht
Sei denn so wie immer das Ende mein Mieder
Braucht's doch einmal wieder die sinnlose Angst
Die mein Gehirn flüstert in sämtliche Glieder
Dass alles in mir um sein Leben noch bangt
Da sterben sofort alle Sucher der Ruhe
Wie Sehner nach neuem, der Welt und Vernunft
Und öffnet sich ständig die härmende Truhe
Der Weisung auf Leiber der niederen Zunft
Wie wahr vermag sich das Gespalt'ne zu mehren?
Steht an Anfang und Ende doch nichts als ein Wort
Welches von trauter Quelle von Anfang gegeben
Doch an zweifelnd erwägend' zerrissenen Ort.
So entfremde ich weiter, fällt Zittern auf mich
Weil mich Gründe erdrücken, wie von überall
Sprechen Bänder dagegen, so glaube ich nicht
Sehne ich mich erneut nach dem gestrigen Fall
Schwarz
Da grelles Leben Blindheit birgt
Zu Unrast bricht, in Wiegen lauernd,
Sei nur, wer schon zur Kindheit stirbt,
Ewigwährend, überdauernd.
Zwar scheint zu fallen, ungenannt,
Wer denn geplagt zu Wunden fließt
Doch Tag sei dem, der abgebrannt,
Weil Samen nur aus Boden sprießt.
Da du in grellem Kleid verbargst
Was Unrast brach, der Wiege fern
Verleugnetest, warum du starbst
Doch Schwarz allein gebiert den Stern
Nahm ich die Farben ab von dir
Dass dich dein Schicksal leben lässt
Denn Schwarz wird nur von Schwarz begehrt
Und dies ist hehrer als der Rest
Nun weise ich die Welt zurück
Und gebe alle Grenzen her
Verdammt sind wir nicht mehr zum Glück
Im Dunkel gilt ein Licht viel mehr!
Nur eine Feder
Auf Straßen hinauf, so sieht man sie rinnen
Jede ein einziger Angstschrei, der hallt.
Sie rufen ins Nichts, denn der Himmel ist leer
Und werfen mit Stimmen zerrüttet umher
Gefrieren aus Hass zu der Eisberge Zinnen:
Verdorbene Tränen in Menschengestalt.
Sie jagen hinauf, vom Abglanz gesandt,
Gefüttert vom wiegenden Maskenballtanzen.
Der Dichter ist still, weil sich nichts mehr bewegt
Der Denker schon längst vom Wissen erlegt
Und die höchste Freiheit, zu der man gelangt
Ist nur eine Feder der ganzen.