Ich habe mich mal an ein Frühlingsgedicht gewagt. Ist vielleicht nicht gerade das, womit man sich in diesem Forum so beschäftigt, aber ich hätte trotzdem gern ein Feedback.
Eine vergleichsweise flüssige Metrik. Auch nett, mal was lichtes: Aber ist die Form nicht veraltet? Der Inhalt nicht tausend mal ausgeschöpft? Möchte man nicht fast, wäre man völlig übersättigt, sagen, es wäre kitschig oder verblümt, sich noch so zu beschäftigen? Ich persönliche habe ja nie sone flüssige Metrik gehabt, wenn ich mich früher mal dran wagte, in Versen zu schreiben. Meine Gedanken und Gefühle waren immer zu brutal für diese Form, also mochte ich freien Vers bald allgemein mehr. Aber ich will nichts zartes zerstören, sofern es authentisch ist: Leider kann man aber schwer feststellen, ob sowas authentisch ist: Es könnten gar abgekupferte, eingebildete Empfindungen sein. Was denkst du wirklich über den Frühling? Willst du ihn gern so voll und belebend wahrnehmen oder tust du es schon? Ist das wirklich so wichtig? Ich denke an Camus, der mal ungefähr schrieb: "Mitten im tiefsten Winter bemerkte ich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer herrscht" - zumindest dieser Kerl war nach dem zweiten Weltkrieg, na eigentlich auch schon davor, nicht mehr allzu sentimental im Ausdruck. Aber wie gesagt: Ich will nichts zartes zerstören, sofern es authentisch ist...