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Zitat:
Original geschrieben von Eremitin
Die Menschen verstellen sich also immer,nur wieso?
Haben sie Angst ihr wahres Gesicht zu zeigen oder denken sie: wenn ich nicht lustig bin,will keiner mehr etwas mit mir zu tun haben?
Zitat:
Original geschrieben von Trauerwesen
Das Problem ist doch auch, dass es keiner hören will, wenn es dir schlecht geht. Man beantworte die Frage "hi, wie geht es dir?" mal mit einem "beschissen" und eigentlich müsste nachgehakt werden, aber das passiert nur in den seltensten Fällen (gute Freunde, Familie etc). Mit dem persönlichen Elend will halt niemand etwas zu tun haben. Wobei ich aber auch sagen muss, beantwortet man die Frage mit einem "prima" (und denkt sich "ich schmeisse mich gleich vor einen Zug") aber auch, weil man vielleicht selber keinen Bock darauf hat, alles nochmal auszudiskutieren, man geht der Konfrontation damit eher aus dem Weg. Und bevor man andere mit runterzieht tut man eben so, als würde einem die Sonne aus dem Hintern scheinen. Ist auch ne Art der Rücksicht oder das Ausweichen von (weiteren) Konflikten.
Ebenso glaube ich, macht man diese gute Miene oft um zu verdrängen. "Alles Kacke, aber ich denke mal nicht dran", dazu gehört eben auch, so zu tun als wäre nichts und eben nicht drüber zu sprechen.
Zitat:
"Wie isset?"
"Muss. Und selbs?"
"Muss."
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Original geschrieben von HeiligerGeist
Man spührt in sich selbstverständlich Gefühle, aber die scheinen nicht klar zu sein und nicht vernünftig definierbar wenn man die lange genug verdrängt hat. Es geht mir darum, wie der Mensch quasi diese Art Sackgasse vermeiden kann.
lg
Zitat:
Original geschrieben von fxsend
Das soll jetzt auch kein "wie schlecht ist die Welt Post" sein. Ich lebe hier im Ruhrgebiet und da sind solche Dinge häufig einfacher:
"Wie isset?"
"Muss. Und selbs?"
"Muss."
Zitat:
Unter Freunden halte ich diese Maskerade für überflüssig.
Zitat:
Original geschrieben von HeiligerGeist
Wir haben uns hauptsächlich deshalb über dieses Thema unterhalten (weshalb es jetzt im Forum steht), weil wir jene "Maskerade" auch unter Freunden machen um dem anderen nicht auf die Nerven zu fallen. Siehe mein 1. Beispiel, wo uns theoretisch kein Zacken aus der Krone gebrochen wäre, wenn der Fahrer gegen die nächste Wand wäre. Es ging einfach darum, dass wir das Gefühl haben, dass unser Leben im Gewissen Sinne jene Maskerade erfordert.
Zitat:
Jeder wünscht sich Offenheit und Ehrlichkeit aber die Wenigsten sind bereit, ihren Beitrag zu leisten.
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Original geschrieben von Ronin76
Das ist schon allein wegen der Verallgemeinerung falsch. Ich bin überzeugt davon, daß sich viele Menschen gerne anlügen lassen, dh auch in Form von Gestik und Mimik. Wer will schon hören, unbeliebt, hässlich oder doof zu sein ? Die Eitelkeit ist nicht zu unterschätzen.
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Original geschrieben von Ronin76
..Eigentlich sollte das Thema des Fadens lauten:
"Was ist Wahrheit?"
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Mir ist es z. B. ziemlich egal, wie Du über meinen Beitrag urteilst, es steht Dir frei, ihn doof oder gut zu finden, denn ich gehör' nicht zu denjenigen, die sich von einer Beurteilung abhängig machen.
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Der Preis für gewünschte Beliebtheit und Anerkennung durch andere ist die Verleugnung des wahren Ichs.
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Original geschrieben von Ronin76
Anhand dieser Reaktion bin ich der Meinung, daß du es eben nicht verstanden hast, genau das ist ja das Problem mit der Wahrnehmung. Das war ein Beispiel und keine Beleidigung, aber offenbar hast du es als solche aufgefasst und willst es nun nicht zugeben !
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Wir sind in der Kommunikation eindeutig nicht kompatibel.
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Innerliche Unabhängigkeit gibt es wie jede Form von Unabhängigkeit nicht, da der Mensch nur schwer alleine überleben kann. Diese innere Unabhängigkeit wäre nichts anderes als Asozialität.
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Was ist denn das wahre Ich ? Es gibt auch gemeinsame Interessen, und wenn es dort zu einer Übereinstimmung kommt, existiert keine Verleugnung.
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Original geschrieben von HeiligerGeist
Wieso überhaupt verstellen? [...] Um zu überleben.
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Original geschrieben von Pyracanth
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Original geschrieben von HeiligerGeist
Wieso überhaupt verstellen? [...] Um zu überleben.
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Original geschrieben von Pyracanth
Kurz: Nein.
Mein Leben definiert sich schließlich nicht dadurch, wieviel ich anderen preisgebe, wie stark ich mich öffne. Solange ich zu mir selbst offen und ehrlich bin. Die Beziehung zu sich selbst ist imho die Wichtigste.
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Original geschrieben von Seelenreise
Ist es wirklich der einzige Weg um zu überleben? Selbst vor seinen Freunden und dem Partner (wie im Erstbeitrag beschrieben) seine Gefühle zu verbergen, führt doch zu einer unzufriedenen und innerlich getriebenen Existenz. Wenn der Zwang den Schein zu wahren überhand gewinnt, sich in eine "Rolle" fügt, ist man dann nicht irgendwann fremd bestimmt? Gefühle brauchen doch auch einen Weg nach aussen, sonst zerfressen sie einen oder machen einen mitunter sogar "kalt". Ehrlichkeit gegen sich selbst ist sehr löblich, aber nciht alle Menschen benutzen die Gefühle anderer als Waffe gegen selbige. Ich will doch nicht die Hülle sehen, spreche ich mit einem Menschen, ich will den Menschen sehn und sei es ein noch so kleiner Teil, sei es nur ein ehrliches "Ich möchte nicht über mich reden."