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Frankophilie

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geschrieben von: riomar

Da ich so eine kleine frankophile Neigung in mir habe, würde ich mich brennend gern mit Schwarzröcken austauschen, die ähnlich empfinden oder sich in Frankreich auskennen oder vielleicht sogar von dort kommen. Schonmal ein großes Dankeschön an die, die sich melden. Bis bald



geschrieben von: Organdi

hmmm na ja... hatte in der schule französisch, war schon mal in Paris- das war total toll! würde gerne mal nach Südfrankreich fahren, bis jetzt kam es aber noch nicht dazu, wegen zeitmangel. sonst gucke ich seeeehr gerne französische filme- auf französisch selbstverständlich.
vielleicht ist das grund genug für einen austausch. hab noch briefmarken aus dem Louvre :) und mein freund ging auf eine französische schule.



geschrieben von: Cagliostro

Frankophilie...........ist heilbar.

Wer mal ein Überangebot an französischstämmigen Arbeitskollegen hatte,weiss eventuell, was ich meine.



geschrieben von: Schwarzer Prinz

Mon dieu ;)



geschrieben von: riomar

Na gut, ich kann bisher nur mit zwei französischen Arbeitskollegen dienen. Mit dem einen musste ich Englisch reden, weil mein mühsames Französisch ihn zu sehr von der Arbeit abgehalten hätte, und der andere spricht wesentlich besser Deutsch als ich Französisch. Beide waren aber im wesentlichen in Ordnung.

Meine Frankophilie ist durch den Französischunterricht entstanden und wurde durch Filme und Bücher (z. B. "Der Garten Eden" von Ernest Hemingway) bestärkt. Französische Filme haben eine ganz eigene Atmosphäre, eine Art Leichtigkeit. Die Filme von Luc Besson bringen das gut 'rüber.

Das Dumme ist: Ich spreche nicht besonders gut Französisch.



geschrieben von: *persephone22*

Ohh ich liebe Frankreich! Vor allem Paris =)

Oh du mein Paris ^^
Ein ganz besonderes Flair umgibt die Stadt. Ich liebe es einfach.
Leider is da alles sauteuer so dass ich es mir nicht oft leisten kann da hin zu fahren*gg*


Wirklich gut französisch kann ich leider auch nicht. Ich weiß nur dass ich nach meinem letzten Parisurlaub alle mit meinem "Merci" genervt habe. :D
Das einzige Wort mit dem ich mich in Paris so durchgeschlagen habe,. Sag "Merci" und alle gucken freundlich. :D
Oder einfach nur verwundert was das fürn deutscher Idiot da is.



geschrieben von: Cagliostro

Zitat:
Original geschrieben von riomar
...
Das Dumme ist: Ich spreche nicht besonders gut Französisch.



Isch abe keine Auto!

Das Problem beim Französischlernen in Deutschland ist, dass hinter jedem Baum sofort ein (deutscher) Besserwisse auftaucht und meint, einem akademisches Französisch lehren zu müssen.
Das hat mir meine Freude über dieses eigentlich schöne Land schonmal von Anfang an verdorben.

Die Idee des Einheitsstaates, mit Einheitssprache ist mir persönlich Grundfremd. Somit kann ich der oft akademischen Kulturidee Frankreichs nur begrenzt etwas abgewinnen.

In Paris kann man ganz ordentlich zurechtkommen, auch wenn man eher wenig Franz. spricht.
Eine gewisse Emotionalität wird überall verstanden.
Mir geht es so, dass ich mich nach drei, vier Tagen in wichtigen Punkten verständlich machen kann und mir selbsttätig Bustickets oder "Snäcks" kaufen kann.



geschrieben von: habren

Bonjour
Ich kann zwar nicht viel von Paris berichten,da diese Stadt noch immer zu meinen Reisewünschen gehört,doch war ich einmal in Strasbourg. Und dort war es wunderschön,aber auch wie immer sehr teuer. Zudem besitze ich französische Wurzeln, bin aber leider nicht der Sprache mächtig.

Au revoir



geschrieben von: Ms. Marple

Bonsoir riomar,

Deinen Thread finde ich klasse. Obwohl es wohl so scheint, daß kein großes Interesse besteht. Möchte trotzdem einpaar Worte schreiben.
Ich war in den vergangen Jahren öfters in Frankreich gewesen. Hauptsächlich im Elsass, Burgund und in Südfrankreich (Languedoc-Roussillon, Provence-Alpes-Côte d’Azur).
Ich kann Deine beschriebene Leichtigkeit volkommen nachvollziehen. Wobei Du diese hier in Deutschland ebenfalls findest. Du mußt nur ganz genau hinschauen/-fühlen und dich ganz auf Dich selbst konzentrieren. Weniger auf die Hektik um Dich herum achten. Die Schönheit in allem sei es die Natur, ein schönes altes Haus mitten zwischen Neubauten... Das alles haben wir direkt vor unserer Haustüre.
Aber in Frankreich fällt einem das irgendwie leichter. Habe den Eindruck, das gerade in der ländlichen Gegend in Frankreich die Fransozen auch eine ganz andere Auffassung von Natur und allem um sich herum haben.
Und du hast natürlich ein sehr großes Land, in dem aber weniger Einwohner leben als in Deutschland. Vielleicht verstärkt das den Eindruck der Leichtigkeit noch einmal. Weite Landstriche mit kleinen Dörfchen.
Aber es ist schon toll auf einer alten Katharer Brug in 1200 m Höhe den Schatten der Wolken, welche über das Land unter einem ziehen, zu beobachten.
Oder am Meer bei 25 °C in der Ferne Gleschter in den Pyrinäen zu sehen.
Oder das saftige grün der Wiesen im Burgund unter seinen Füßen zu spüren. Hat etwas vom Auenland...
Oder, oder, oder...

Falls Du noch Interesse hast, melden Dich. Kann Dir gerne einige Tipps geben. Zumindest zu dem, was ich schon gesehen habe.

Weiß zwar nicht, wo Du wohnst, aber aus dem Rhein-Main-Gebiet bist Du ganz schnell mal ins Elsass gefahren. Für einen Nachmittag, eine Nacht.

Und das mit dem nicht Französich sprechen können ist auch nicht so schlimm. Habe gemerkt, wenn man sich einen gewissen Grundwortschatz (Guten Tag, Vielen Dank, etc. pp.) angeeinget hat, wird man überall freundlich Empfangen (auch als Deutscher). Und es kann zu wunderbar komischen Szenen führen.
Wobei das eigentlich selbstverständlich für alle Länder gelten sollte, die man bereist.



geschrieben von: riomar

Danke für deine Nachricht, Ms Marple. Ich stand bereits kurz vor der Resignation.

Ich stimme mit dir darin überein, dass man auch hier Leichtigkeit und Schönheit finden kann, vor allem in der Natur. Es reicht schon, auf einer Wiese eine Amsel bei der Futtersuche zu beobachten.

Leider war ich noch nie in Frankreich. Über den Grundwortschatz gehen meine Französischkenntnisse zum Glück hinaus, auch wenn ich weit davon entfernt bin, "Die purpurnen Flüsse" im Original anzusehen. Mag sein, dass ich da ein wenig naiv und romantisch denke, wenn ich die Atmosphäre der Filme auf das Alltagsleben übertrage.

Vielleicht hat das ganze auch mit einem Spruch zu tun, den ich gern mal anbringe: Alles ist besser, wo ich nicht bin. Die Flucht aus der Realität führt mich seltsamerweise meistens nach Frankreich.

Ich habe kürzlich mal wieder den Film "Subway" angesehen. Das ist es, was ich mit dem Besonderen in französischen Filmen meine. Die Präsenz von Isabelle Adjani, Richard Bohringer, Jean-Hugues Anglade und Jean Reno. Das kommt ja auch in vielen anderen Filmen rüber.

Nach Eröffnung des Themas habe ich auch festgestellt, dass mir selbst schnell die Luft ausging. Plötzlich fielen mir keine Fragen mehr ein. Ich hatte auf mehr Resonanz und damit Inspiration gehofft. Ich lese gern mehr von deinen Erfahrungen. Hast du dort auch über eine längere Zeit gelebt? Nach der Lektüre der Marseille-Trilogie von Jean-Claude Izzo hatte ich den Wunsch, mal eine Weile in Marseille zu leben. Irgendwann sollte ich das wirklich mal versuchen. Oder wenigstens mal das Fort besuchen, in dem Alain Delon in dem Film "Die Abenteurer" (mit Lino Ventura) stirbt. Vom Radfahren auf Tour-de-France-Strecken ganz zu schweigen.



geschrieben von: Ms. Marple

Riomar,

den Spruch, den Du angeführt hast, kann ich gut nachvollziehen.
In meinen Gedanken streife ich meistens auch lieber woanders rum, als in dem Jetzt, wo ich lebe. Was aber nicht heißt, daß ich vor mir fliehe. Es ist nur schon seinen Gedanken, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen.

Nein, in Frankreich war ich noch nicht für längere Zeit. Nur im Urlaub. Mittlerweile schon öfters für zwei Wochen in Südranfreich, mal einpaar Tage im Burgund. Aber auch nur für eine Nacht in Stassbourg.
In Marseille war ich bis jetzt noch nie. Aber ich weiß auch nicht, ob es mir dort gefallen würde.

Ich war mehr so in der Gegend bei Perpignan, Carcassonne, Beziers, Narbonne, Nimes in Südfrankreich. Bzw. das Gebit zwischen Perpignan-Carcassonne in Richtung spanische Grenze.
Oder im burgund im Umkreis von Cluny.

Da ich als alter Lateiner leider kein frnazösich kann, interessiere ich mich hauptsächlich für die Landschaft und die ganzen historischen Bauwerken. Und die Kunst nicht zu vergessen. Neben dem Lebensgefühl, was man so mitbekommt.
Gerade in Südfrankreich kannst Du jeden Tag andere Kirche, Klöster mit unbeschreiblich schönen Kreuzgängen, Brugen, Festungen, römische Zeugnisse und vieles mehr sehen. Teils in menschen überlaufenen Stäsdten, teils nach einer Stunde Autofahrt in den Pyrinäen.

Abger ich würde auch mit dem Fahrrad auf Tour de France-Strecken fahren. Zumindest würde ich es probieren.
Und wenn das nichts wird, miete ich mir ein Hausboot und tuckere gemütlich auf einem der vielen Kanälen vor mir hin.
Das ist zwar jetzt noch reine Phantasie, aber irgendwann werde ich es bestimmt machen...

Manchmal denke ich mir, ich habe den falschen Beruf gewählt. Wäre doch besser Steinmetz geworden und würde jetzt auf einem der Türme von der Kathedrale in Narbonne die Arbeit meine Berufsvorfahren erhalten. Und morgens geht die Sonne über der noch stillen und verschlafenen Stadt auf und taucht alles in ein wunderschönes goldenes Licht. Kannst Du die Vögeln hören, die Stadt reichen?
(Ich weiß, hat etwas von den Säulen der Erde, aber darauf bin ich irengdwie hängen geblieben.:) )

Wo wohnst Du denn? Kann man von da aus nicht mal schnell nach Frankreich fahren?



geschrieben von: Ms. Marple

Und, gerade in Frankreich unterwegs?



geschrieben von: riomar

Nee, ich bin nicht in Frankreich unterwegs, so bald wird das wohl nichts. Jetzt habe ich erstmal einen alten Französischsprachkurs herausgekramt, der einen anderen Lernansatz als die meisten verfolgt und behauptet, damit würde ich garantiert die Sprache gut lernen können. Klingt auch nicht ganz unlogisch, weil großes Gewicht auf das Verstehen gelegt wird und das ist eins der Hauptprobleme für mich. Außerdem muss ich erst noch ein paar private Sachen in Ordnung bringen.

Meine Mutter fährt beinahe jedes Jahr in die Ecke, die Du erwähnt hast. Sie macht mit ihrem Mann im Wohnmobil Urlaub in Argelès, oder wie das heißt. Ist ja nicht ganz so weit entfernt von Perpignan - Carcassonne, wenn ich mich nicht irre. Komischerweise haben die mich noch nie eingeladen, mal mitzufahren. Ob das an mir liegt?

Da gibt es einen netten, kleinen deutschen Film, "Ins Blaue" mit Barbara Rudnik und dem ehemaligen RAFler Christof Wackernagel. Der fängt die Atmosphäre in Südfrankreich ganz gut ein. Mit 'nem alten VW-Bully nach Frankreich. Ist doch auch was. Kann man auch die Räder 'reinpacken.



geschrieben von: clarimonde

Viele Grüsse aus Strassburg ;)



geschrieben von: riomar

Vielen Dank, Gruß zurück nach Strasbourg. Wie sieht's dort aus?



geschrieben von: The Dark Rose

Hallo riomar,

ich habe micht total über Deinen thread gefreut. Ich bin gerade für ein Jahr in Frankreich, weil ich hier eine gute Arbeitsstelle gefunden habe. Ich habe mein Französisch schon ordentlich aufpoliert und bin SEHR glücklich hier. Meine neue Wahlheimat heißt Angers, es ist eine mittelgrpße Stadt, die im wunderschönen Loire-Tal liegt und einen supertollen mittelalterlichen Stadtkern hat.
Ich kann Deine Frankophilie verstehen, muss aber auch sagen, dass hier vielen komplizierter ist als in Deutschland. Alles ist mit viel mehr Papierkrieg verbunden und ohne einen RIB (réleve d'identité bancaire, also ein Dokument, das die Kontodaten beinhaltet) geht hier GAR NICHTS. Ich wusste bis jetzt noch gar nicht, dass von so einem kleinen Stück ausgedrucktem Papier so viel abhängen kann :)
Ansonsten kann ich nur ein Aufenthalt in Frankreich empfehen, die Leute, der Käse, der Wein und das "savoir vivre" (die Kunst zu Leben) sind hier einzigartig und wunderbar.

LG, The Dark Rose



geschrieben von: Mondstille

Bonjour!
Ich finde Frankreich und Französisch auch wunderschön. Ich war mal in Paris, total toll. Mein Französisch lässt leider zu wünschen übrig...:rolleyes:



geschrieben von: riomar

Irgendwann, irgendwann... werde ich Frankreich sicherlich mal heimsuchen. Vielleicht mal zur TDF.



geschrieben von: clarimonde

Ich hoffe es für dich, Riomar ;)

Wo kommt denn diese seltsame Liebe zu Frankreich her?



geschrieben von: Soego

Hi, ich bin auch ein wenig frankophil, allerdings ist mein Französisch auf Grundkurs A1 beschränkt. :rolleyes: Mit anderen Worten, ich kann noch nicht allzuviel. Ich würde mich freuen, wenn das nicht so schlimm ist und jemand Interesse am Schreiben hat. Mail, PN oder gar Briefe in fanzösischer Sprache würde mich sehr freuen, also meldet euch! :)



geschrieben von: Atemnot

Hallo,

und schönen Abend Allerseits.

Komme ursprünglich aus Stuttgart und lebe jetzt schon seit 95 im schönen Süden Frankreichs, nahe Toulouse. Habe aber auch zwei Jahre im Grossraum Paris verbracht.
Gehe auch noch ab und an mal in die dortige Szene, kenne auch ein paar nette Leute (Musiker) hier, hauptsächlich aus dem Indus Bereich.

Sollte also jemand Interesse am Diskutieren haben, dann einfach mal PN schicken und wir können dann ja entweder MSN oder Skype Nick tauschen.

Bis dann.

@



geschrieben von: riomar

Alte französische Krimis mit Jean Gabin, Alain Delon, Serge Reggiani, Lino Ventura, Michel Constantin, Jean-Louis Trintignant...

Auf arte lief eine alte Verfilmung von Alexandre Dumas' "Der Graf von Monte Christo" mit Jean Marais. Spielte teilweise in Marseille. Da war's wieder. Alte Seefahrerstadt.

@ Atemnot: Mit MSN und Skype kann ich nicht dienen.

@Soego: Möchte meine Sprach"künste" nicht so hoch hängen. Bin noch weit davon entfernt, einen Film auf Französisch ansehen und dann auch noch verstehen zu können. Zumindest verhungern würde ich in Frankreich nicht, denke ich.





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