Wie der Titel schon sagt, möchte ich hiermit euch mal fragen, welche Bücher euch in letzter Zeit besonders beeindruckt haben oder auch zum nachdenken angeregt.
Natürlich können auch Bücher erwähnt werden, die man vielleicht als Kind oder Jugendlicher gelesen hat und die einem sozusagen die Augen geöffnet haben.
Das letzte Buch das mich ins grübeln brachte, war das von Hape (eigentlich Hans Peter)Kerkeling- Ich bin dann mal weg. In diesem hat er sein Tagebuch veröffentlicht, dass er auf seiner Wanderung auf dem Jakobsweg geführt hat (ohne in dem Moment zu wissen, dass er es veröffentlichen würde.)
Ich finde es immer interessant Tagebücher oder Biographien zu lesen und zu erkennen was für Menschen dahinter stecken.
In diesem Fall habe ich nicht nur über den Autor nachgedacht, sondern auch über die Frage "Gibt es Gott?", denn genau mit dieser Frage ist Hape K. losgezogen und eine direkte Antwort hat auch er nicht gefunden. Nur die, dass jeder selbst sich diese Frage beantworten muss. Seine Erlebnisse haben mich so sehr gefesselt, dass ich mittlerweile selber Lust verspüre den Rucksack zu schnappen...
Hat noch jemand das Buch gelesen? Oder ein anderes beeindruckendes?
EDIT: Ich entschuldige mich für den Tippfehler in der Betreffzeile. Man ist halt auch nur Mensch^^
geschrieben von: Freakshow 666
Ein Buch , welches mich besonders zum Nachdenken angeregt hat ist "Landschaft mit Wölfen" von Matthias Altenburg.
Darin geht es um einen jungen Mann anfang 30 , der in Frankfurt lebt und gerade eine Beziehung beendet hat.Er hat kaum Kontakt zu seiner Familie und auch sein Freundeskreis ist in den letzten Jahren "verkümmert".Sein Berufsleben ist ebenfalls nicht besonders ausgeprägt.So verdient er sich seinen Lebensunterhalt als Stadtführer und mit kleineren Jobs.
Das Buch beschreibt eine Woche in diesem Leben und die Gedanken , die sich die Hauptfigur während dieser Zeit über seine Mitmenschen und verbliebenen Freunde macht.
Ich persönlich fand das Buch spannend , da es das erste Buch ist das ich las , welches in meiner Heimatstadt spielt. Auch die teilweise menschenfeindlichen Gedanken der Hauptfigur fand ich intressant.
Generell finde ich selbstreflektierende Bücher immer sehr anregend was das Denken betrifft.
geschrieben von: athara
"Das Drama eines menschlichen Lebens kann man immer mit der Metapher der Schwere ausdrücken. Man sagt, eine Last ist einem auf die Schultern gefallen. Man vermag sie zu tragen oder auch nicht: man bricht unter ihr zusammen, kämpft gegen sie, verliert oder gewinnt. Was ist Sabina aber wirklich zugestossen? Nichts. Sie hat einen Mann verlassen, weil sie ihn verlassen wollte. Hat er sie verfolgt? Hat er sich gerächt? Nein. Ihr Drama ist nicht das Drama des Schweren, sondern des Leichten. Auf Sabina ist keine Last gefallen, sondern die unerträgliche Leichtigkeit des Seins."
Für mich eins der größten Bücher überhaupt ist der Roman "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera. Ich habs mehrfach gelsen und es fesselt mich immer wieder (wurde auch verfilmt, ist aber ein absolutes "no go").
Eigentlich mag ich keine Liebesromane, oder solche, die in diese Richtung gehen. Aber dieses Buch ist etwas ganz besonderes - wie auch schon der Titel verrät.
Ich hab hier mal in groben Zügen die Handlung (verzeiht, dass ich sie grad nicht selbst schreiben mochte, ich hab sie aus der INetseite "leselust" rauskopiert):
"Das Leichte und das Schwere, hell und dunkel, Liebe und Treue - das ist im Wesentlichen das Grundthema dieses Romans.
Teresa und Tomas haben sich, durch eine Verkettung von Zufällen, kennengelernt - sie hatte ihn in Prag besucht, war krank geworden, und hatte dadurch eine Welle der Zärtlichkeit in ihm ausgelöst, die er nicht für möglich gehalten hätte. Neben ihr schläft er, mit ihr kann er leben - nur treu sein kann er ihr nicht.
Und obwohl Teresa weiß, dass diese Seitensprünge das Wesen ihrer Beziehung nicht belasten, leidet sie trotzdem darunter. Tomas leidet darunter, Teresa unglücklich zu machen - und kann trotzdem nicht davon lassen. Als die beiden nach dem Prager Frühling in die Schweiz emigrieren können, sie eine neue Zukunft aufbauen, er seine alten Freundinnen in Prag zurücklassen musste, schöpft sie Hoffnung. Nur Sabine, seine Lieblingsfreundin, war auch in der Schweiz gelandet. Doch Tomas braucht nicht lange, um sich wieder ein Netz an Verabredungen zu schaffen - und Teresa geht zurück nach Prag. Zurück - in diese politischen Zustände! Ein Wahnsinn - und doch, Tomas kann nicht ohne sie leben, auch er geht zurück, wohlwissend, dass seine Zukunft als Arzt nun eigentlich bereits beendet ist.
Ein früheres politisches Engagement kostet ihn endgültig den Job; er wird zum Fensterputzer, kann seine erotischen Träume dadurch noch exzessiver ausleben. Aber dieser Urlaub, wie er es auch selbst sieht, hat seinen Preis - erst sehr spät, an ihrem Lebensabend, fängt er an, mit Teresa wirklich glücklich zu sein..."
Was mich wirklich gefesselt hat, ist das eigentlich tragische Ende des Buches, was aber zugleich auch irgendwie ein Happyend ist (wozu ich aber jetzt nichts sage, mit Rücksicht auf diejenigen, die das Buch noch lesen wollen.