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Nichts. "Wir" legen es fest, sind jedoch im allgemeinen der Überzeugung, dass es tatsächlich so ist. "Wir" glauben es absolut und meinen ausreichend Argumente/Beweise dafür zu haben. Es ist eine Art Religion.Zitat:
DarkHaze: was befugt uns zur saloppen Interpretation, es handle sich um zwei Körper?
Es ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Z.B. Astrologie.Zitat:
DarkHaze: Diese Filter und Fesseln sind elementarer Bestandteil der meisten philosophischen Ansichten und aller Religionen. Aber was hätte es für Implikationen, wenn man es wagen würde, diese Fesseln auszublenden?
Willkürlich. Es ist alles willkürlich.Zitat:
DarkHaze: wie ist dann eine Zuordnung von Seele zu Materie, wie auch immer sie geartet sein mag, möglich?
So kann man es auch sehen. Diese Sicht hat weitreichende Konsequenzen bis in den Lebensalltag hinein.Zitat:
DarkHaze: alles in allem besitzt eine allumfassende Seele
Genau.Zitat:
DarkHaze: Doch vielleicht ist diese "Realitätsferne" eine der vielen Annahmen, die grundsätzlich öfter einmal in Frage gestellt werden könnten, um weitere gedankliche Ansätze aufzufinden.
Zitat:
Alle möglichen Definitionen werfen gleiches Problem auf, daher es die Definition der Seele als solche irrelevant.
Deine Gedanken sind nur deshalb "richtig", weil Du schon von vornherein alles als Seele bezeichnest.Zitat:
Bspw. ob eine Seele materiell oder immateriell ist, wirkt sich nicht auf die Problematik aus.
Damit würdest Du eine ganz andere Behauptung als der thread-Ersteller aufstellen. Nicht ALLES hat Seele, sondern nur das Ich, das dann eine Welt konstruiert.Zitat:
Nichts. "Wir" legen es fest, sind jedoch im allgemeinen der Überzeugung, dass es tatsächlich so ist. "Wir" glauben es absolut und meinen ausreichend Argumente/Beweise dafür zu haben
Wozu brauchst Du noch den Seelenbegriff, wenn Du schon das Wort Bewußtsein hast?Zitat:
Es bleibt die Möglichkeit, sich selbst als immaterielles Konstrukt vorzustellen, bspw. indem man das Bewusstsein der Seele zuordnet.
Wieso ergibt sich hier "stärker" das Problem?Zitat:
Doch erstens ergäbe sich hier noch stärker das Problem, dass wir absolut willkürlich definieren, wer ein Bewusstsein ergo eine Seele hat
Da sehe ich einen Widerspruch. Auf der einen Seite behauptest Du, es gäbe ein Problem, dass zwischen Körper und Bewußtsein ein Zusammenhang besteht. Auf der anderen Seite sagst Du, das sei eine ganz "natürliche Weise".Zitat:
viel gravierender, benötigt man in dem Falle eine Zuordnung des eigenen Körpers zum Bewusstsein, die bereits auf ganz natürliche Weise besteht.
Zitat:
Also gibt es auch hier eine indirekte Zuordnung von Körper zu Seele über Körper -> Bewusstsein -> Seele.
Zitat:
Sobald wir eine Seele von einem Gegenstand oder einem Lebewesen oder einer Art dazwischen annehmen, muss es eine Entsprechung oder weniger streng eine Zuordnung geben, die die Seele an den Körper bindet.
Zitat:
Wenn eine Sache ein Problem aufwirft, dann verschwindet das Problem nicht dadurch, dass man es für irrelevant erklärt.
Zitat:
Deine Gedanken sind nur deshalb "richtig", weil Du schon von vornherein alles als Seele bezeichnest. (...) es sind Folgen eines unglücklichen Sprachgebrauchs.
Zitat:
Was ist denn der Unterschied zwischen Seele und Bewußtsein? (...) warum verwirsst Du die Leser, indem Du zwei Begriffe für denselben Sachverhalt benutztst?
Zitat:
Wieso ergibt sich hier "stärker" das Problem? (...) Immerhin ist Bewußtsein etwas, dass Du unmittelbar erleben kannst. Wie kommst Du also auf die Idee, das könnte ein Problem sein. Traust Du Deinem eigenen Erleben nicht?
Zitat:
Welche Problematik?
Zitat:
Willst Du auf jeden Fall behaupten, Gegenstände hätten eine Seele? Muss diese Antwort zwingend rauskommen und Du läßt nichts anderes als Lösung zu? Wozu?
Zitat:
Einfacher ist es doch, nur dann eine Sache als gegeben anzunehmen, wenn Du sie auch nachweisen kannst. Wie kannst Du denn nachweisen, dass Gegenstände ein Bewußtsein oder eine Seele haben?
Zitat:
Mal eine andere Frage: ein Berg besteht aus vielen Steinen, Viele Steine bestehen aus vielen Moleküle. Viele Moleküle bestehen aus vielen Atomen. Wer hat denn nun alles eine "Seele"? Der Berg, die Steine, die Moleküle oder die Atome.
Zitat:
Zweite Frage: Was bringt es Dir, wenn Steine eine Seele haben? Kannst Du dann mit ihnen sprechen? Ist Dein bester Freund dann ein Stein? Kannst Du Dich mit Steinen über einen Kinofilm unterhalten. "Hey Stein, der Hulk-Film war aber klasse."
Zitat:
Mir erschließt sich nicht ganz der Sinn, allem eine Seele zuzusprechen? Haben Kartoffelschalen auch eine Seele? Warum wirfst Du sie dann in den Mülleimer? Geht man so mit Seelen um? :)
Zitat:
Es ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Z.B. Astrologie.
Bevor man etwas zuordnet, muss man erst mal wissen, was man zuordnet. Der Wahrheitsgehalt einer Aussage hängt von seinen Inhalten ab.Zitat:
Ich habe versucht zu erläutern, wie problematisch es ist, Seelen, wie auch immer sie definiert sind (von mir aus bspw. auch nach einer obskuren Vorstellung, dass nur Buddhisten und Kakteen eine Seele haben), einer Materie zuzuordnen,
Zitat:
Daraus ergibt sich der Schluss, dass alles irgendwie eine Seele haben muss, da uns nichts zur Abgrenzung befugt.
Wenn es definitionsunabhängig ist, wie kann es dann sein, dass ich mit einer speziellen Definition von "Seele" Deine ganze Argumentation aushebeln kann?Zitat:
Aber ich habe diesen herkömmlichen "Sonderfall" behandelt, um zu zeigen, dass die Problematik definitionsunabhängig auftritt.
Wie definierst Du Seele?Zitat:
Die Problematik, festzulegen, was eine Seele hat und was nicht.
Inwiefern ist die Seelenproblematik ein Beispiel für wissenschaftliche Denkweise?Zitat:
Das Resultat ergab sich aus der wissenschaftlichen Denkweise und die Reichweite wollte ich hier darstellen und diskutieren. Die Seelenproblematik ist bloß ein Beispiel für diese Denkweise.
Du wendest die wissenschaftliche Denkweise nicht strikt an, sondern Du tust genau das Gegenteil. Du definierst Deine Wörter nicht, Du stellst Behauptungen auf, die nicht beobachtbar sind. Deine Worte und Aussagen haben keine Bedeutung. Genauso gut könnten wir uns anhusten.Zitat:
Wendet man die wissenschaftliche Denkweise (siehe erster Eintrag) strikt an
Zitat:
Bevor man etwas zuordnet, muss man erst mal wissen, was man zuordnet. Der Wahrheitsgehalt einer Aussage hängt von seinen Inhalten ab.
Zitat:
Tatsache ist doch, dass wir abgrenzen KÖNNEN. Wir können Tische von Stühlen unterscheiden. (...) Hältst Du Dich identisch mit einer Kartoffelschale?
Zitat:
Wenn es definitionsunabhängig ist, wie kann es dann sein, dass ich mit einer speziellen Definition von "Seele" Deine ganze Argumentation aushebeln kann?
Zitat:
Damit ist doch bewiesen, dass es definitionsabhängig ist. Je nachdem, wie man Seele definiert, ist ein Satz wahr oder nicht wahr.
Zitat:
Wenn man das Wort Seele als "Kartoffelschale" defniert, dann würde man den Satz "Der Baum hat eine Seele" für falsch erachten. Denn ein Baum hat keine Kartoffelschale.
Zitat:
Wie definierst Du Seele?
Zitat:
Inwiefern ist die Seelenproblematik ein Beispiel für wissenschaftliche Denkweise?
Zitat:
Was verstehst Du unter "wissenschaftlicher Denkweise"?
Zitat:
Du wendest die wissenschaftliche Denkweise nicht strikt an, sondern Du tust genau das Gegenteil. Du definierst Deine Wörter nicht, Du stellst Behauptungen auf, die nicht beobachtbar sind. Deine Worte und Aussagen haben keine Bedeutung. Genauso gut könnten wir uns anhusten.
Dir ist keine Abhängigkeit bekannt? Wie wär's mit Mutter-Kind. Das Kind ist von der Mutter abhängig.Zitat:
Ich schließe diese Unabhängigkeit daraus, dass mir keine Abhängigkeit bekannt ist
Es gibt per se weder Unabhängigkeit noch Abhängigkeit. Denn sowohl für das eine wie für das andere bedarf es mindestens zweier Sachverhalte, die voneinander abhängig oder unabhängig sind.Zitat:
Oder meinst du, es gäbe per se keine Unabhängigkeiten?
Welche Seelendefinition. Was verstehst Du unter Seele?Zitat:
d.h. dass die Problematik sich nicht mehr ergibt in Abhängigkeit der Seelendefinition.
Nö. Erst im Praktizieren der Gedanken kann man feststellen, ob das philosophische Denken wahr ist.Zitat:
Es ist immer ein Unterschied zwischen dem philosophischen Denken und dem Praktizieren dieser Gedanken
Was hat Determinismus mit Depression zu tun?Zitat:
wo würden sonst all die Deterministen oder Nihilisten enden, wenn nicht schnell als Depressive in der Klinik?
Wozu? Wenn man auf die Annahme einer Weltseele verzichtet, läßt sich die Welt genauso gut erklären. Du weißt ja nicht mal, was Seele ist.Zitat:
Alle Sonderfälle, das behaupte ich, brauchen letztendlich eine Zuordnung von Seele zu Materie.
Oder ein Einhorn, ein Kobold, ein Tischbein oder Pizza Margaritha.Zitat:
Ob nun ein Bewusstsein zwischengeschaltet ist, oder ein Ich-Empfinden, oder ein Gott oder ein bestimmtes Gefühl, spielt keine Rolle.
Zitat:
Mir ist es fern, irgendwelche Wörter als irgendetwas zu definieren.
Zitat:
Wie definierst Du Seele?
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Die Frage ist beantwortet, teilweise mit meinem zweiten Post, abrundend mit meinem dritten Post, in dem ich auch konkret angebe, zu welcher Annahme ich eher tendiere.
Deine Aussagen sind doch voreingenommen und bewertend.Zitat:
da gebe ich dir Recht - verstehe ich in diesem Zusammenhang eine unvoreingenommene und nicht-bewertende Herangehensweise
Da Du nicht weißt, was Seele bedeuten soll, gibt es auch keine Seelenproblematik. Was es nicht gibt, kann auch keine Probleme bereiten.Zitat:
die Seelenproblematik aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Zitat:
wie sich diese Herangehensweise auswirkt.
Zitat:
Der Mikrokosmos ist sehr wohl beobachtbar (wenn auch noch nicht in der höchsten Auflösung).
Der Makrokosmos ist uns offensichtlich auch beobachtbar.
Zitat:
Wir wissen, welche Interpretationen des Makrokosmos existieren und wir kennen die Seelenproblematik in diesem Zusammenhang.
Natürlich ist es unwissenschaftlich, weil es eine unvoreingenommene, nichtbewertende Perspektive überhaupt nicht gibt.Zitat:
Mein Vorschlag, gewisse Dinge aus einer unvoreingenommenen, nicht-bewertenden Perspektive mit Sicht auf den Mikrokosmos zu reflektieren, ist nicht unwissenschaftlich.
Ja. Selbst so abstrakte Sachverhalte wie Freiheit oder Gerechtigkeit bekommen ihren Sinn erst anhand von konkreten Beispielen. Es gibt keine Freiheit oder Gerechtigkeit "an sich", sondern sie zeigen sich erst im Zusammenhang von Menschen.Zitat:
Und mal ganz nebenbei: Willst du behaupten, Dinge die nicht unmittelbar beobachtbar sind, haben in einem Philosophieforum keine Bedeutung?!
Zitat:
Dir ist keine Abhängigkeit bekannt? Wie wär's mit Mutter-Kind. Das Kind ist von der Mutter abhängig.
Zitat:
Es gibt per se weder Unabhängigkeit noch Abhängigkeit. Denn sowohl für das eine wie für das andere bedarf es mindestens zweier Sachverhalte, die voneinander abhängig oder unabhängig sind.
Zitat:
Welche Seelendefinition. Was verstehst Du unter Seele?
Zitat:
Nö. Erst im Praktizieren der Gedanken kann man feststellen, ob das philosophische Denken wahr ist.
Zitat:
Philosophie hat nichts mit rumspintisieren zu tun, sondern strebt danach, die Wirklichkeit zu beschreiben. Wenn Schweine nicht fliegen können, ändert auch die Philosophie nichts dran.
Zitat:
Was hat Determinismus mit Depression zu tun?
Zitat:
Wozu? Wenn man auf die Annahme einer Weltseele verzichtet, läßt sich die Welt genauso gut erklären. Du weißt ja nicht mal, was Seele ist.
Zitat:
Oder ein Einhorn, ein Kobold, ein Tischbein oder Pizza Margaritha.
Zitat:
Falsch. Du setzt etwas voraus, von dem Du weder sagen kannst, ob es existiert, noch was es ist. Und von diesem Nichts ziehst Du Folgerungen.
Zitat:
Folgerungen sind nur sinnvoll, wenn es den Ausgangspunkt, von dem man schlußfolgert, gibt. Aus A folgt B.
Zitat:
Wenn jemand sagt "Einhörner sind durstig, deshalb trinken sie Wasser", so beweist die richtige Schlußfolgerung, dass Durst zu trinken verleitet, nicht, dass es Einhörner gibt.
Zitat:
Wenn Du behauptest, wenn jemand ein Glas anfaßt, bilden Glas und Anfassender eine Einheit, dann ist das Deine ganz persönliche Sichtweise und Bewertung.
Zitat:
Da Du nicht weißt, was Seele bedeuten soll, gibt es auch keine Seelenproblematik. Was es nicht gibt, kann auch keine Probleme bereiten.
Zitat:
Welche Herangehensweise?
Zitat:
Dann nenn mir doch mal ein paar Beispiele, was Du beobachtest?
Zitat:
Wer ist "wir"? Bist Du schizophren oder hast Du zwei Köpfe?
Zitat:
Welche "Interpretationen des Makrokosmos" gibt es denn? Nenn doch mal ein Beispiel.
Zitat:
Natürlich ist es unwissenschaftlich, weil es eine unvoreingenommene, nichtbewertende Perspektive überhaupt nicht gibt.
Zitat:
Ja. Selbst so abstrakte Sachverhalte wie Freiheit oder Gerechtigkeit bekommen ihren Sinn erst anhand von konkreten Beispielen. Es gibt keine Freiheit oder Gerechtigkeit "an sich", sondern sie zeigen sich erst im Zusammenhang von Menschen.
Ich schrieb, dass sich neue Möglichkeiten ergeben, z.B. Astrologie. Ich schrieb m.W. nichts von "Wissenschaft hinrichten". Wenn ich von der Astrologie Gebrauch mache, muss ich nicht zugleich Gegner der Wissenschaft sein.Zitat:
DarkHaze: Ich wollte mit der wissenschaftlichen Denkweise gewiss nicht die Wissenschaft hinrichten lassen . :) Astrologie ist genau das gegenteil dessen, es ist nicht die Betrachtung des Mikrokosmos, sondern es ist die Deutung des Makrokosmos.
Zitat:
Du scheinst immer noch recht erstaunt darüber zu sein, DarkHaze, dass so ein einfacher Mensch wie Du, Überzeugungen in den Grundfesten erschüttern und zertrümmern kann, die über den Globus verbreitet sind. Es ist aber so, Du hast ernsthaft nachgedacht und bist der eigentlichen Philosophie ein großes Stück näher gekommen. Das Denken hat sich gelohnt. Nun bist Du gewiss gut motiviert, noch ein wenig weiterzudenken und so lüftet sich Dir nach und nach manches (offene) Geheimnis.
Zitat:
Astrologie hat sowohl mit Mikrokosmos, als auch mit Makrokosmos zu tun. Sie gründet auf dem Satz "Mikrokosmos = Makrokosmos". Du bist, wie mir scheint, auf dem Weg, das zu verstehen. Zumindest hast Du ein entsprechend tiefgründiges, philosophisches Denkvermögen. Noch hältst Du wohl Astrologie für Unsinn. Aber erschienen Dir nicht Deine eigenen Gedanken bis vor kurzem selbst unsinnig?
Zitat:
Da Du mit dieser Problematik, die keine ist, durch bist, möchte ich Dir mal zwei Zusatzfragen stellen: Was bedeutet der Begriff "existieren"? Was bedeutet der Begriff "interagieren"? Bitte selbst tiefgründig nachdenken. Ich bin gespannt, zu welchem Ergebnis Du kommst.
Dein Gedanke ist mir nicht neu. Als ich so zwischen 10 und 14 Jahren alt war, hat er mich sehr beschäftigt. Es ist ein ausgezeichneter Gedanke. In den letzten Jahren hat es hier und auch in anderen Foren zahlreiche Diskussionen gegeben, die dieses und ähnliche Themen behandelten. Montrose wird Dir das bestätigen. Warum, denkst Du, müssen alle auf Deiner Augenhöhe sein? Wirst Du in 10 oder 20 Jahren nicht vermutlich selbst über manche Deiner heutigen Versuche zu philosophieren lächeln? Wäre es nicht traurig, wenn es nicht so wäre? Es ist nicht meine Absicht, Deinen Stolz zu kränken. Auf Deine denkerischen Qualitäten kannst Du mit Recht stolz sein. Vielmehr möchte ich Dich ermutigen, auf diesem Wege weiterzumachen. Es freut mich immer, wenn hier ab und zu jemand auftaucht, der sich ernsthaft Gedanken macht.Zitat:
DarkHaze: Das soll nun nicht (!) feindlich klingen, zumal du es wahrscheinlich nicht einmal so gemeint gewollt hast... Aber da fehlt ja nur noch ein Orden für mich. Wer bist du? Der Lehrer, der dem kleinen Schüler auf die Schulter klopft? Das hier ist ein Philosophieforum. Ich denke, Begegnungen auf Augenhöhe wären angebracht.
Verstehe. Tatsächlich meinen einige, Gestirne hätten eine besondere, geheimnisvolle Wirkung auf unser Leben und gestalten dies in seiner ganzen Komplexität und Vielfalt. Ich persönlich ziehe es vor, nicht von "Wirkung" bzw. "Beeinflussung" in diesem Zusammenhang zu sprechen. Lieber nenne ich es Synchronizität oder Entsprechung. Dieser Zusammenhang ist ebenso wenig bewiesen wie der kausale Zusammenhang zwischen verschiedenen Erscheinungen im All. Er bedarf jedoch auch keines Beweises. Ich denke, dies verhält sich so wie mit der Festlegung von Körper- bzw. Lebensformgrenzen. Sie ist willkürlich. Menschen, deren Denken stark materialistisch geprägt ist, erscheint dies unglaubwürdig, da sie davon ausgehen, das All sei beschaffen, wie es beschaffen ist und das "menschliche" Denken würde daran im wesentlichen nichts ändern. Was nützen mir wissenschaftliche Nachweise? Allein was ich selbst erlebt habe, weiß ich sicher. Und ich habe oft erlebt, dass es einen Zusammenhang zwischen Gestirnkonstellation und Menschenleben gibt. Hast Du selbst Dich mal ernsthaft mit Astrologie beschäftigt? Oder glaubst Du einfach alles, was man Dir z.B. über Astrologie erzählt? Das nur nebenbei, da Astrologie hier nicht zur Diskussion steht.Zitat:
DarkHaze: … dass die Astrologie eine Einwirkung der Konstellation von Gestirnen auf das Geschehen auf der Erde annimmt - und das nach wie vor ohne konsistente wissenschaftliche Nachweise und somit empirisch nicht bestätigt. Für mich ist es da allenfalls eine Wissensverneinung, diese obskuren Vorhersagen der Astrologie dennoch für bare Münze zu nehmen. Und eine Wissensverneinung kommt dem Hinrichten einer Wissenschaft recht nahe, indem sie ihre Früchte nicht anerkennt, gar ausblendet. Die Tatasche, dass die Astrologie davon ausgeht, dass alle Dinge miteinander verbunden sind, macht diese Unwissenschaftlichkeit nicht besser.
Bedeutet also "existieren" svw. [was auch immer] beschreiben? Was unterscheidet "existieren" von "nicht existieren"?Zitat:
DarkHaze:
Existenz:
Eine Zustandsbeschreibung, um Unterteilungen zu ermöglichen. (Warum: Wenn man intuitiv annehmen würde, das alles eine Einheit sei, wäre dessen Existenz trivial und nicht keiner Beschreibung nötig.)
Bedeutet "interagieren" ebenfalls svw. [was auch immer] beschreiben? Was unterscheidet "interagieren" von "nicht interagieren"?Zitat:
DarkHaze:
Interaktion:
Eine Prozessbeschreibung, um die Gemeinsamkeit von Unterteiltem deutlich zu machen.
(Warum: Wenn man intuitiv annimmt, dass nicht alles eine Einheit ist, benötigen wir Hilfsbeschreibungen, die die manchmal offensichtliche Einheit mehrerer Dinge ausdrücken)
Es gäbe nur eine Prozessbeschreibung, jedoch keine Zustandsbeschreibung? Woran liegt das? Würdest Du das bitte näher erläutern?Zitat:
DarkHaze: Unter der Annahme, dass alles eine Einheit ist, gäbe es demnach nur Interaktion, keine Existenz.
Zitat:
Warum, denkst Du, müssen alle auf Deiner Augenhöhe sein? Wirst Du in 10 oder 20 Jahren nicht vermutlich selbst über manche Deiner heutigen Versuche zu philosophieren lächeln? Wäre es nicht traurig, wenn es nicht so wäre?
Zitat:
Lieber nenne ich es Synchronizität oder Entsprechung.
Zitat:
Er bedarf jedoch auch keines Beweises.
Zitat:
Und ich habe oft erlebt, dass es einen Zusammenhang zwischen Gestirnkonstellation und Menschenleben gibt.
Zitat:
Was unterscheidet "existieren" von "nicht existieren"?
Zitat:
Was unterscheidet "interagieren" von "nicht interagieren"?
Zitat:
Es gäbe nur eine Prozessbeschreibung, jedoch keine Zustandsbeschreibung? Woran liegt das? Würdest Du das bitte näher erläutern?
Woraus schließt Du das?Zitat:
DarkHaze: Bei einer Synchronizität müsste der innere Zustand, das menschliche Erleben, jedoch vor der Bildung der Sternbilder existieren.
Inwiefern entspricht das einer angenommenen Kausalität?Zitat:
DarkHaze: Die Astrologie nimmt hingegen an, dass die Sternbilder den inneren Zustand vorhersagen können, was einer angenommenen Kausalität entspricht.
Was bedeutet "kausal nachweisen"?Zitat:
DarkHaze: Und kausal ist der Astronomie bislang kein Nachweis gelungen.
Gibt es Beweise?Zitat:
DarkHaze: Die Astrologie prophezeit falsche Vorhersagen (was Kausalität impliziert: Aus A folgt B, aus Sternbild folgt Geschehen) und soll dann nicht beweispflichtig sein?
Was verstehst Du unter dem Ausdruck "Esoterik-Kram"?Zitat:
DarkHaze: Das macht sie in meinen Augen endgültig zu Esoterik-Kram.
Und was ist, wenn es Enten regnet?Zitat:
DarkHaze: Ebenso kann ich die "Himmelssphärologie" begründen … und "Himmelsbilder" deuten und daraufhin behaupten "Wenn zum Zeitpunkt meiner Geburt keine Wolken am Himmel sind und wenn momentan drei Wolken am Himmel sind, dann regnet es bald Enten" und obwohl es keine Enten regnet, werde ich sagen "Na, und? Himmelssphärologie braucht nicht bewiesen zu werden".
Nehme ich ja auch nicht. Synchronizität ist ein andersartiger (akausaler) Zusammenhang.Zitat:
Aymynt Candan: Und ich habe oft erlebt, dass es einen Zusammenhang zwischen Gestirnkonstellation und Menschenleben gibt.
DarkHaze: Also doch ein Zusammenhang? Und ich dachte, du nimmst hier keine Kausalität an?
Du bezeichnest etwas anderes als "Astrologie" als ich.Zitat:
DarkHaze: Natürlich gibt es diese "Zusammenhänge", die ich eher als "Scheinkausalitäten" bezeichnen würde, die ganz einfach darauf gründen könnten: …
Gut.Zitat:
DarkHaze: Ich mache die Astrologie übrigens gerne zu einem Thema dieser Diskussion, da sie in gewisser Weise zentral ist…
"existieren" bedeutet also "nicht nicht existieren"? Dann bedeutet "nicht existieren" wahrscheinlich "nicht existieren", richtig?Zitat:
Aymynt Candan: Was unterscheidet "existieren" von "nicht existieren"? … Was unterscheidet "interagieren" von "nicht interagieren"?
DarkHaze: … "Existieren" beschreibt lediglich die "Nicht-Nicht-Existenz". … Gegenteil … es sind beides Zustände, die einander ausschließen. Die Beschreibung, etwas existiere, schließt die Nichtexistenz aus und umgekehrt.
Nicht a und auch nicht b. Der Grund ist der:Zitat:
DarkHaze: Du umgehst ganze Textpassagen, gibst keine Stellungnahmen sondern konterst mit Fragen. Das lässt vermuten, dass du a) keine Zeit/keine Lust hattest, dich mit meinem Beitrag auseinander zu setzen oder dass b) ich Punkte getroffen habe, die du nur dadurch zu beantworten weißt, indem du sie umgehst.
Die Einstellung, man müsse seine Position verteidigen, geht i.d.R. Hand in Hand mit einer Verschlossenheit anderen Ansichten gegenüber. Man versteht nicht, weil man nicht hinschaut und man schaut nicht hin, weil man (in dem Glauben, die Wahrheit zu kennen) vorverurteilt. Die Erfahrung lehrt, dass solche gegenseitigen "Verteidigungen" lange fortgesetzt werden können. Ich gehe also davon aus, dass Du (noch) nicht bereit bist, Dir eine andere Ansicht mit der notwendigen Unvoreingenommenheit anzuschauen. Dies ist auch der Grund, weshalb ich durch bestimmte Fragen (z.B. "Gibt es Beweise?") eine Öffnung erleichtern möchte. Ich habe Antworten geschrieben, sie jedoch (noch) nicht eingestellt. Ich bin auf Aussagen von Dir nicht eingegangen, die ich nachvollziehen kann. Einige Aussagen konnte ich nicht verstehen, weshalb ich Fragen gestellt habe.Zitat:
DarkHaze: … Position ordentlich zu verteidigen.
Worauf Du Dich verlassen kannst. Mir geht es allerdings weder um Offensive, noch um Defensive, sondern darum, dass wir uns gegenseitig besser verstehen.Zitat:
DarkHaze: Ich fordere eine halbwegs ordentliche Auseinandersetzung mit den Inhalten meines Beitrages.
Es ist ein Mich-einstellen auf meinen Austauschpartner, auf Dich. Ich habe einige Aussagen von Dir nicht verstehen können. Und ich befürchte, dass es Dir allein um Deinen Standpunkt geht.Zitat:
DarkHaze: Dein letzter Beitrag besteht nur aus Gegenfragen - er ist eine einzige Abwimmelei ohne ein Eingehen auf jedweden relevanten Inhalt meines vorstehenden Beitrages.
Das verstehe ich. Du bekommst schon noch Antworten. Es wäre jedoch nett, wenn Du mir zumindest die ersten drei, sowie die letzte Frage beantwortest, weil ich sonst meine Antwort nicht passend formulieren kann.Zitat:
DarkHaze: Sollte da keine angemessene Antwort folgen, bin ich berechtigter weise nicht motiviert, diese Diskussion fortzuführen.
Zitat:
Die Einstellung, man müsse seine Position verteidigen, geht i.d.R. Hand in Hand mit einer Verschlossenheit anderen Ansichten gegenüber.
Zitat:
Ich gehe also davon aus, dass Du (noch) nicht bereit bist, Dir eine andere Ansicht mit der notwendigen Unvoreingenommenheit anzuschauen.
Zitat:
Und ich befürchte, dass es Dir allein um Deinen Standpunkt geht.
Zitat:
Es wäre jedoch nett, wenn Du mir zumindest die ersten drei, sowie die letzte Frage beantwortest
Zitat:
Woraus schließt Du das?
Zitat:
Inwiefern entspricht das einer angenommenen Kausalität?
Zitat:
Was bedeutet "kausal nachweisen"?
Zitat:
Wessen Zustand kann "existiert nicht" sein?
Ich behaupte nicht, dass die Gestirne auf das Leben der Menschen einwirken, sondern u.a., dass sich der Charakter eines Menschen und sein Geburtshoroskop entsprechen. Ich habe nicht Gerüchten über Astrologie blind vertraut, sondern mich selbst mit Astrologie befasst. So bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass man dem Horoskop Aussagen entnehmen kann, die dem Erleben eines Menschen entsprechen.Zitat:
DarkHaze: … Astrologie … Einwirkung … nicht bestätigt.
Zitat:
Der Zusammenhang zwischen Gestirnen und Menschen, von dem ich rede, ist akausaler Natur.
Zitat:
Wie man sieht, kann man problemlos alles zu Ursachen erklären.
Zitat:
Tod: Der Zusammenhang zwischen Gestirnen und Menschen, von dem ich rede, ist akausaler Natur.
Dadurch, dass Menschen und Gestirne nur scheinbar unterschiedlich sind. Aus astrologischer Sicht ist das All bewusstes Sein = Bewusstsein. Das All ist Er-innerung. Was aus seinem Inneren kommt, entspringt einem selbst, ist man. Alles ist (im) Punkt. Alles ist über Zeit und Raum hinweg miteinander verbunden. Seine Um-welt ist man selbst. Darum auch nimmt man den Menschen (die Erde) als Zentrum für die Erstellung des Geburtshoroskops eines Menschen (geozentrische Sicht).Zitat:
Elementarsatz: Und wie kommt er dann zustande?
Einem Astrologen ist die Entsprechung von Mikrokosmos und Makrokosmos ebenso selbstverständlich wie dem Naturwissenschaftler die Kausalität. Nur wer ausschließlich auf Wissenschaftlichkeit ausgerichtet ist, dem müssen synchrone Zusammenhänge unglaubwürdig erscheinen.Zitat:
Elementarsatz: Du wirst in der Natur kaum eine komplexe Korrelation finden, die nicht letztlich auf kausalen Mechanismen beruht. Eine langfristige und präzise Korrelation zwischen menschlichen Begebenheiten und Sternenkonstellationen, die nicht kausal zustande kommt, gehört daher zu dem unglaubwürdigsten, was man sich einfallen lassen kann.
Ich stehe dem gar nicht ablehnend gegenüber, wie Du denken magst. Dabei ist mir bewusst, dass Dir soetwas absurd erscheint. Man könnte dem "kausalen Mechanismus" genauso skeptisch gegenübertreten. Als Astrologe ist man nicht weniger überzeugt von Synchronizität als der Naturwissenschaftler von Kausalität. Man erlebt immer wieder, dass die Aussagen, die man einem Horoskop entnimmt, mit der Realität übereinstimmen.Zitat:
Elementarsatz: Stell dir vor, ich würde behaupten, dass die Anzahl der Nießer, die ich zwischen Weihnachten und Silvester 2008 erleiden werde, der Anzahl der Jahre entspricht, die du noch zu leben hast. Wärst du bereit so etwas zu glauben? Vermutlich nicht. Vermutlich sogar unter gar keinen Umständen. Und warum? Weil es keinen kausalen Mechanismus gibt, der für eine Korrelation zwischen meinen Nießern und deinen Lebensjahren sorgen könnte.
Aus dem Grundsatz Mikrokosmos = Makrokosmos folgt, dass Deine Um-welt so intelligent und geistvoll ist, wie Du glaubst. Es hängt von Dir ab, auf welchem Niveau Du mit Deiner Um-welt kommunizierst. Die Um-welt ist durchaus in der Lage, Dir auf so kurios erscheinende Weise Fragen zu beantworten.Zitat:
Elementarsatz: Natürlich könnte ich aus purem Zufall genauso oft nießen wie du noch den Sommer begrüßen wirst - aber das wäre dann auch nur ein Glückstreffer. Hingegen die Vorstellung, dass es eine nicht nur zufällige Korrelation zwischen meinen Nießern und deinen zukünftigen Lebensjahren gibt, die zugleich nicht auf irgendeinem kausalen Zusammenhang beruht, ist einfach absurd.
Als astrologisch gebildeter Mensch kann man das ernst nehmen. Ich akzeptiere jedoch, dass Du es nicht kannst. Nicht jedem ist es möglich, seine Vorurteile unverzüglich abzulegen. Wen es aber interessiert, der braucht sich nur mal unvoreingenommen mit der Sache befassen und wird Erstaunliches entdecken. Was ich geschafft habe, können andere auch.Zitat:
Elementarsatz: Und nicht weniger absurd ist der Glaube, dass die Stellung weit entfernter Gas- und Gesteinsbälle mit menschlichen Charakterzügen, Depressionen und Liebeleien korreliert wäre. Kein wissenschaftlich denkender Mensch kann so etwas heute noch ernst nehmen.
Zitat:
Tod: Wie man sieht, kann man problemlos alles zu Ursachen erklären.
Bringe bitte ein Beispiel.Zitat:
Elementarsatz: Nein, man kann lediglich eine kausale Kette beliebig weit zurückverfolgen. Das führt aber nicht den Begriff der Kausalität ad absurdum.
Zitat:
Dadurch, dass Menschen und Gestirne nur scheinbar unterschiedlich sind. Aus astrologischer Sicht ist das All bewusstes Sein = Bewusstsein. Das All ist Er-innerung. Was aus seinem Inneren kommt, entspringt einem selbst, ist man. Alles ist (im) Punkt.
Zitat:
Einem Astrologen ist die Entsprechung von Mikrokosmos und Makrokosmos ebenso selbstverständlich wie dem Naturwissenschaftler die Kausalität.
Zitat:
Dabei ist mir bewusst, dass Dir soetwas absurd erscheint. Man könnte dem "kausalen Mechanismus" genauso skeptisch gegenübertreten.
Zitat:
Man erlebt immer wieder, dass die Aussagen, die man einem Horoskop entnimmt, mit der Realität übereinstimmen.
Zitat:
Original geschrieben von Tod:
So bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass man dem Horoskop Aussagen entnehmen kann, die dem Erleben eines Menschen entsprechen.
Zitat:
Darkhaze:
1) Die Astrologie prophezeit nicht, dass es Enten regnen wird, sondern sie sagt Ereignisse vorher, die im Menschlichen Dasein vorkommen. Dass hierbei viele Zufallstreffer gelandet werden, die sich mit steigerter Subjektivität (die eine wichtige Rolle spielt) überzufällig häufig wirken, ist verständlich.
2) Die Astrologie sagt vorher. Wenn man diesen Vorhersagen glauben schenkt, werden sie schnell zur selbsterfüllenden Prophezeihung, die darin begründet ist, dass es vorhergesagt worden ist. Demnach ist die Basis von Vorhersagen jedoch irrelevant und es bestünde kein Bezug zur Sternkonstellation.
3) Ich denke, dass beispielsweise Sternzeichen einen real existierenden Unterschied machen. Dieser ist jedoch kausal erklärbar und hat nichts mit den "Sternzeichen" als solchen zu tun: Je nachdem, in welchem Monat, also auch zu welcher Jahreszeit, ein Kind geboren wird, wird es seine ersten kritischen Entwicklungstage, -wochen und -monate jahresturnusmäßig spezifisch für die Geburtszeit erleben. Ich vermute schon, dass es einen Unterschied macht, ob man im Januar oder im August geboren ist, aber dieser gründet womöglich ganz einfach darauf, dass der im Januar geborene Mensch in den ersten Winter direkt hineingeboren wird, der im August geborene in seinen ersten Sommer, was jeweils nicht nur klimatische Auswirkungen, sondern auch große soziale Auswirkungen mit sich zieht bezüglich der üblichen Aktivitäten und Stimmungen der Eltern und der Umgebung in Abhängigkeit von der Jahreszeit. Hier lassen sich noch viele weitere Faktoren mit Wechselwirkungen höherer Ordnung vermuten, die eine korrekte Sternzeichen-Charakteristik entzaubern könnten.
Zitat:
Original geschrieben von Tod:
Er [Der Zusammenhang zwischen Gestirnen und Menschen] äußert sich u.a. in der Gleichzeitigkeit sich entsprechender Ereignisse
Zitat:
Original geschrieben von Tod:
Selbstverständlich möchte man, soll man von Astrologie einmal überzeugt sein, erleben, dass zwischen Gestirnen und Menschen tatsächlich ein akausaler Zusammenhang (Synchronizität) besteht.
Zitat:
Original geschrieben von Tod:
... sondern dabei wird auch der Geburtsort der jeweiligen Person berücksichtigt. Dadurch hat idealerweise jeder Mensch ein einmaliges und unverwechselbares Horoskop.
Zitat:
Original geschrieben von Tod:
Wir interpretieren: Die Bewegung des Messers hat den Endzustand "zwei Apfelhälften" verursacht.
Zitat:
Original geschrieben von Tod:
Dieser war jedoch zur Zeit des Ereignisses nur da, weil ihn seine Eltern einmal erzeugt hatten. Dies wäre ohne die Existenz der Sonne nicht möglich gewesen. Wie man sieht [...]
Zitat:
Original geschrieben von Tod:
Alles ist über Zeit und Raum hinweg miteinander verbunden.
Zitat:
Original geschrieben von Tod:
Nicht jedem ist es möglich, seine Vorurteile unverzüglich abzulegen. Wen es aber interessiert, der braucht sich nur mal unvoreingenommen mit der Sache befassen und wird Erstaunliches entdecken. Was ich geschafft habe, können andere auch.
Zitat:
Tod: … Überzeugung … dass man dem Horoskop Aussagen entnehmen kann, die dem Erleben eines Menschen entsprechen.
Mit Astrologie sagt man normalerweise keine Ereignisse vorher. Wenn etwas vorhergesagt wird, dann Zeitqualität. Und man beschreibt diese oft mit entsprechenden (nicht selten wahrscheinlichen) Ereignissen. Es gibt Zufallstreffer, wo Prognose und Ereignis gut übereinstimmen. Eine so hochgradige (konkrete) Übereinstimmung ist jedoch nicht Maßstab für die Qualität einer Prognose. Ein Horoskop besteht schließlich aus einer Anzahl Symbolen. Wie soll man diesen bitte schön konkrete Aussagen entnehmen?! Es liegt auf der Hand, dass dies unmöglich ist. Wer das aber erwartet, hat eine verkehrte Vorstellung von Astrologie. Vorhersagen müssen nicht zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Der, den die Prognose betrifft, muss gar nichts von ihr erfahren. Mit Astrologie ist man in der Lage, die markanten Unterschiede zwischen Menschen herauszuarbeiten, die etwa nur eine halbe Stunde auseinander geboren sind. Alle drei Kritikpunkte tangieren echte Astrologie nicht. Wenn es so wäre, wie Du schreibst, hätte ich die Astrologie schon längst aufgegeben.Zitat:
DarkHaze: … Natürlich gibt es diese "Zusammenhänge", die ich eher als "Scheinkausalitäten" bezeichnen würde, die ganz einfach darauf gründen könnten: …
1) … sagt Ereignisse vorher, die im Menschlichen Dasein vorkommen. … viele Zufallstreffer …
2) … Vorhersagen … werden … zur selbsterfüllenden Prophezeihung…
3) … Unterschied … ob man im Januar oder im August geboren ist…
… wie offensichtlich und unverholen du an all dieser Kritik vorbeischreibst. Eine Philosophie, die keiner Kritik stand hält, sondern ihr ausweichen muss, ist äußerst fragwürdig.
Zitat:
Tod: Er [Der Zusammenhang zwischen Gestirnen und Menschen] äußert sich u.a. in der Gleichzeitigkeit sich entsprechender Ereignisse … Selbstverständlich möchte man, soll man von Astrologie einmal überzeugt sein, erleben, dass zwischen Gestirnen und Menschen tatsächlich ein akausaler Zusammenhang (Synchronizität) besteht.
Da ist im Horoskop eines Menschen in einem halben Jahr z.B. eine Unfallkonstellation aktiviert, und dieser Mensch erlebt zu dieser Zeit tatsächlich einen Unfall. Die Prognose würde lauten: in ca. 6 Monaten Zeitqualität "Unfall". Die Aktivierung der Unfallkonstellation im Horoskop findet zur gleichen Zeit statt wie der Unfall des Horoskopeigners. Dass solche Vorhersagen mit der Astrologie möglich sind, kann man erfahren, wenn man sich praktisch mit Astrologie befasst. Das der Astrologie zugrunde liegende Weltbild läßt Vorhersagen bzw. akausale Zusammenhänge (Synchronizitäten) als etwas durchaus Machbares bzw. Normales erscheinen.Zitat:
DarkHaze: Ich sehe absolut rein gar keinen Grund, warum eine Vorhersage einer Gleichzeitigkeit entsprechen sollte. Das ist eine einzige opportunistische Verdrehung von Fakten, Annahmen und Vorstellungen.
Zitat:
Tod: ... sondern dabei wird auch der Geburtsort der jeweiligen Person berücksichtigt. Dadurch hat idealerweise jeder Mensch ein einmaliges und unverwechselbares Horoskop.
Von mir aus kannst Du diesbezüglich glauben, was Dir beliebt.Zitat:
DarkHaze: Soll das nun bedeuten, dass ich das Schicksal meines Kindes … bestimmen kann, wenn ich dafür Sorge trate, dass es zu einem gewissen Zeitpunkt und an einem ganz bestimmten Ort geboren wird? … Aber was spräche dagegen?
Zitat:
Tod: Wir interpretieren: Die Bewegung des Messers hat den Endzustand "zwei Apfelhälften" verursacht.
Von mir aus auch das.Zitat:
DarkHaze: Nein. Physikalisch gesehen ist es egal, ob das Messer sich relativ zum Apfel oder der Apfel sich relativ zum Messer bewegt hat.
Zitat:
Tod: Dieser war jedoch zur Zeit des Ereignisses nur da, weil ihn seine Eltern einmal erzeugt hatten. Dies wäre ohne die Existenz der Sonne nicht möglich gewesen. Wie man sieht [...]
Ich zeige in dem Beispiel, wie etwas zur Kausalität interpretiert wird und dass man Kausalität kaputtzweifeln kann. Die Bewegung eines Messers relativ zu einem Apfel (oder umgekehrt) verursacht nämlich keineswegs zwingend den Endzustand "zwei Apfelhälften". Es ist z.B. denkbar, dass sich der Spalt unmittelbar hinter dem Messer wieder schließt. Du könntest einwenden, dass es sich dann nicht um einen Apfel handelt, worauf die Frage beantwortet werden müsste, was ein Apfel genau ist. Irgendwann wirst Du bemerken, dass Kausalität lediglich eine Behauptung ist, die durch die Behauptung von Kausalität scheinbewiesen ist. Damit es mit der Kausalität im Messer-Apfel-Beispiel zuverlässig funktioniert, müsstest Du die Verursachung des Endzustandes "zwei Apfelhälften" schon in die Definitionen von "Messer" und "Apfel" aufnehmen. Ansonsten ließe sich stets denken, dass der Endzustand "zwei Apfelhälften" nicht (wie behauptet) entsteht.Zitat:
DarkHaze: … nimmst du in dieser Ausführung … Kausalität an, keine Akausalität, was wieder deinen Opportunismus unterstreicht. … hat, auch kausal, die Existenz der Sonne nicht den logischen Schluss, dass "seine Eltern da waren".
Zitat:
Tod: Alles ist über Zeit und Raum hinweg miteinander verbunden.
Ich meinte damit z.B., dass zwei Körper sich so verhalten können, als ob jeder vom andern – ohne Zeitverzögerung – wüßte. Das wäre Synchronizität. Dass ein Körper auf einen anderen einwirkt, ist lediglich eine Behauptung, die mit gleichem Recht angezweifelt und geglaubt werden kann. Man kann mit gleichem Recht auch Synchronizität annehmen.Zitat:
DarkHaze: Das ist nichts, was die Physik nicht ebenso annimmt. Es ist klar, dass im Gesamtbild alles eins ist.
Dazu müsstest Du erst mal erklären, was Du unter "Enten regnen" exakt verstehst. In der Astrologie behauptet man nicht einfach etwas, was vorher nicht erlebt wurde. Man untersucht, was bei bestimmten Konstellationen passiert ist. Daraus leitet man die Bedeutung von Konstellationen ab.Zitat:
DarkHaze: An dieser Stelle hätte ich gerne noch eine hiebfeste Erklärung, warum es keine Himmelsphärologie geben sollte, die ebenso gleiche Annahmen wie die Astrologie macht, und den Menschen vorhersagt, dass es bald Enten regnet.
Bitte konkretisiere das!Zitat:
DarkHaze: Wieder und wieder, bei jeder Gelegenheit, wird ersichtlich, dass Kritik hier auf taube Ohren stößt, oder, wenn denn aufgenommen, nur in so begrenztem Umfang verwendet wird, dass man ihr Widerstand leisten kann. Eine Philosophie die solche Mittel zu Rate zieht, kann man nicht ernst nehmen.
Nicht die Synchronizität macht zeitliche Vorhersagen, sondern der Astrologe. Den Gestirnen bzw. aus ihnen gebildeten Formationen ist Synchronizität nicht anzusehen, Kausalität jedoch ebenso wenig. Ich verstehe nicht, welchen Widerspruch Du siehst.Zitat:
DarkHaze: Vor allem deine Synchronizität ist keine, da sie zeitliche Vorhersagen macht. Man sieht schließlich nicht in den Himmel und erfährt währenddessen einen Zustand und denkt sich "Oh, eine Synchronizität!", sondern man fertigt Horoskope an, die Vorhersagequalität haben, das ist absolut wider dem Gedanken einer Synchronizität.
Zitat:
Tod: Nicht jedem ist es möglich, seine Vorurteile unverzüglich abzulegen. Wen es aber interessiert, der braucht sich nur mal unvoreingenommen mit der Sache befassen und wird Erstaunliches entdecken. Was ich geschafft habe, können andere auch.
Ich habe nicht behauptet, "eine höhere Ebene näher der Transzendenz erlangt" zu haben.Zitat:
DarkHaze: Du denkst, du hast eine höhere Ebene näher der Transzendenz erlangt? Wenn du schon so ganzheitlich denkst, dann bedenke auch deine Einschränkungen und die Subjektivität deines Erlebens. Jeder Naturwissenschaftler könnte sich ebenso über dich stellen und behaupten, er sei dem großen ganzen näher gekommen, und hätte ebenso Recht.
Ich habe nicht geschrieben, dass man Astrologie STATT Wissenschaft betreiben MUSS, sondern nur, dass man AUCH Astrologie betreiben KANN.Zitat:
DarkHaze: Deine Weitwinkelperspektive, die bloß das Gesamte berücksichtigt, vernachlässigt die Einzelteile und die Schlüsse, die wir aus ihnen ziehen können. Sicherlich vernachlässigen strikte Naturwissenschaftler auch die Gesamtperspektive und sehen oftmals nur die Fragmente, aber nicht das Bild. Es ist eine geschickte Mischung aus beiden Weltvorstellungen, die einem zum aufgeschlossenen Akrobaten macht, der zwischen und auf Mikro- und Makrokosmos Halt findet.