[Psychologischer Massenmord] - German Gothic Board

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Psychologischer Massenmord

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Kampfsau

Ich weiß nicht ob es das Thema schon gibt, ehrlich gesagt, ich war nicht in der Lage mit diesem PC hier auf meinem Zivilehrgang die Suche zu benutzen.

Jedenfalls haben wir zum Thema multiple Persönlichkeitsstörung den Film Identität gesehen.Ich erkläre worum es in diesem Film geht.



SPOILER´ANFANG






Der Massenmörder Malcom River leidet an einer MPS und soll hingerichtet werden. Sein Psychologe aber, will diese Hinrichtung verhindern. Er ist der Ansicht, dass nur ein Teil seiner Persönlichkeiten zur Gewalt neigt, was auch stimmt. Der Psychologe also, will diese gefährliche Persönlichkeit eliminieren, indem er für Malcom eine Situation in dessen Verstand kreirt, in der alle seine Persönlichkeiten aufeinander treffen und die bösen Persönlichkeiten vernichtet werden sollen. Es sterben auch alle bis auf eine Persönlichkeit und Malcom wird nicht hingerichtet und in eine Psychiatrie eingewiesen. Auf dem Weg dorthin stellt sich jedoch heraus, dass seine mordende Persönlichkeit überlebt hat und vernichtet darauf hin die letzte , gute Persönlichkeit in ihm,was dem psychopathischen Teil in ihm zur Flucht verhilft

SPOILER ENDE



Was jetzt für mich doe eigentliche Frage ist. Kann man den Psychologen als Massenmörder bezeichnen? Ich meine immerhin sah er die Persönlichkeiten als eigenständige Menschen an, die sich einen Körper teilten. Er hat quasi die anderen Persönlichkeiten eliminieren lassen, auch wenn sie ja eigentlich fiktiv waren, konnten sie doch genauso leid empfinden.

Der Seminarleiter meinte, um eine Persönlichkeit loszuwerden, wird nicht immer getötet. Es wird auch oft verabschiedet oder die Rückkehr verweigert,was aber schwer ist.

Mord ist in der Therapie aber nicht unbedingt ausgeschlossen.
Ich frage mich jetzt, kann man diese Methode als Mord ansehen?

Direkt damit verknüpft ist ja die Frage, inwieweit akzeptiert man eine abgespaltene Persönlichkeit als eigenständige Persönlichkeit?

Ich hoffe das Thema bietet eine gewisse Gesprächsgrundlage und dass auch ich auf neue Denkanstöße gebracht werde



geschrieben von: Cabal

Zitat:
Direkt damit verknüpft ist ja die Frage, inwieweit akzeptiert man eine abgespaltene Persönlichkeit als eigenständige Persönlichkeit?


Interessant ist für mich eher die Frage inwiefern ich einer eigenständigen Persönlichkeit ohne neurologische Komponenten für gefühlten Werte wie Schmerz und damit auch Tod als Mensch behandeln soll. Inwiefern eine erfundene Seite an einem Menschen existieren soll wie der Mensch an sich existiert und ob wir damit nicht vielleicht tagtäglich Mord begehen oder begangen haben, wenn wir Morgens mit einem anderen Gemüt aufwachen als wir Abend zu Bett gegangen sind.

Für mich gibt es darum keinen psychologischen Massenmord. Der im Film dargestellte Mensch ist ein Extremfall der typischen psychologischen Schemas am Menschen, die jeder hat, aber besser kontrollieren kann.

Cheers



geschrieben von: Cagliostro

Es kann nur körperlich gemordet werden.
Da Seelen so nicht zerstörbar sind.
Dabei aber auch nur, wenn die körperliche Erscheinungsform, die physische Entität eine eigenständige Seele hat.
Dies zu entscheiden, respektive zu bewerten steht mir nicht zu.



geschrieben von: DarkHaze

Zitat:
Original geschrieben von Cagliostro
Es kann nur körperlich gemordet werden.
Da Seelen so nicht zerstörbar sind.
Dabei aber auch nur, wenn die körperliche Erscheinungsform, die physische Entität eine eigenständige Seele hat.
Dies zu entscheiden, respektive zu bewerten steht mir nicht zu.



Demnach steht es dir nicht zu, zu beurteilen, ob, angenommen jemand läuft mit einer Waffe durch die Straßen und schießt jeden ab, dieser Mensch gerade Morde begeht oder nicht?



geschrieben von: TheLongestDay

Nein, es steht ihm nicht zu, bewerten zu können, ob ein Körper eine unsterbliche Seele hat oder der Tod das Ende ist.


Zum Thema: Es gibt einen Moment, von dem an ein Lebewesen mehr ist als die Summe seiner Bestandteile. Wenn es einen Zeitpunkt gibt, an dem eine Persönlichkeit sich zu formen beginnt, dann ist es bereits hier. Ich halte es für nahezu unmöglich, dass zwei Persönlichkeiten, wie man es oft in Sci-Fi sieht, einen Körper teilen können. Und wenn jemand eine Störung wie der Mensch in Identität hat, ist es meiner Meinung nach eher, als würde man einen zerbrochenen Spiegel oder ein Mosaik betrachten. Es würde also, wenn man einzelne Facetten dieser Gesamtpersönlichkeit ausschaltet, eher einer Körperverletzung, Vergewaltigung, aber keinem Mord gleichkommen.

Soweit meine Meinung dazu.



geschrieben von: Heph

Ich bin kein Psychologe aber ich habe ein wenig gelesen aufgrund einiger Persönlicher Erfahrungen und ich denke das sich die Kernpersönlichkeit bei MPS alternativen Handlungsweisen/Verhaltensweisen schafft und diese Personifiziert um mit bestimmten Situationen zurechtzukommen oder als Fluchtreaktion.

Oft erlauben diese alternativen "Persönlichkeiten" einem dinge zu tun die man unter normalen Umständen nie tun würde oder schützen eine Person vor bestimmten Problemen z.B. starke Schuldgefühle was bis hin zu Situationen führen kann das angeblich eine Persönlichkeit eine andere auslöscht.

Hinter diesen Persönlichkeiten steht aber meinem Verständnis nach immer die gleiche Person, der gleiche verstand so das es ein echtes MPS nicht gibt. Vielmehr haben wir jemanden der grandios im schauspielern und selbstbelügen ist und dies aufgrund innerer und äußerer Faktoren nicht mehr kontrollieren kann was vor allem an augenscheinlich sprunghaft wechselnden Persönlichkeiten erkennbar ist.

Um die kurve auf den angesprochenen Film zu bekommen

Dem amerikanischen Gesetz nach, wenn ich richtig informiert bin, dürfen Personen mit Geistigen Krankheiten/Störungen nicht hingerichtet werden wenn diese Störung bereits zum Zeitpunkt der tat bestand.

Der Artzt im Film spielt ein Gefährliches spiel weil er die Krankheit seines Patienten ausnutzt, zugegebenermaßen um der Gesellschaft zu helfen. Das Problem dabei ist das Psychologie keine genaue Wissenschaft ist und die Krankheit besseren Wissens und entgegen dem hippokratischen Eides bestärkt wird.

Der Arzt ist somit kein Mörder hat sich aber eine gewisse schuld auf die Schultern geladen.



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Oft erlauben diese alternativen "Persönlichkeiten" einem dinge zu tun die man unter normalen Umständen nie tun würde oder schützen eine Person vor bestimmten Problemen z.B. starke Schuldgefühle was bis hin zu Situationen führen kann das angeblich eine Persönlichkeit eine andere auslöscht.


Also meinst du, es ist eine Art Rechtfertigung, um die Dinge zu tun, die man wirklich tun möchte-

Zitat:
Hinter diesen Persönlichkeiten steht aber meinem Verständnis nach immer die gleiche Person, der gleiche verstand so das es ein echtes MPS nicht gibt. Vielmehr haben wir jemanden der grandios im schauspielern und selbstbelügen ist und dies aufgrund innerer und äußerer Faktoren nicht mehr kontrollieren kann was vor allem an augenscheinlich sprunghaft wechselnden Persönlichkeiten erkennbar ist.


Nun, ich kenne ja einen Menschen der an so einer Krankheit leidet.Sicher, es könnte ein Trick sein, immerhin erschafft man sich ja Identitäten, die eigentlich nicht existent sein können.

Es kann niemand der Mitte 20 ist,zur gleichen Zeit eine 29 Jährige Prostituierte, ein 40 Jähriger Angestellter und ehemaliger Polizist sein.

Ich frage mich nur, stehen solche Menschen immer noch vollständig in der Verantwortung. Ich meine Menschen die besoffen sind, die sind auch schonmal deutlich agressiver, unfreundlicher oder ungehemmter. Im nüchternen Zustand können wir oft kaum glauben, was wir getan haben, weil es unserem normalen Verhalten eigentlich total widerspricht. Einem MPS Patienten fehlen meistens die Erinnerungen des Menschens, der er oder sie sonst ist.

Ich frage mich auch, wieviel man eigentlich über das wirken der Psyche und der Persönlichkeit weiß oder auch wie das Gehirn funktioniert, warum sollten zwei oder mehr Bewusstseinsebenen nicht möglich sein?



geschrieben von: Cagliostro

Zitat:
Original geschrieben von DarkHaze
Demnach steht es dir nicht zu, zu beurteilen, ob, angenommen jemand läuft mit einer Waffe durch die Straßen und schießt jeden ab, dieser Mensch gerade Morde begeht oder nicht?


Selbst so etwas kann im Plan des Kosmos liegen.
Vielleicht können wir Körper davor bewahren 30, 40 Jahre vor der Zeit zu sterben, aber wir können keine Seelen retten.
Schon gar keine solchen, die "markiert" sind.
Wer weiss denn schon, ob das eine oder andere Massaker nicht einem "höheren" Zweck dient?
Und der Attentäter nicht doch eine Art Vollstrecker (quasi Exekutor) ist?
Dies soll sicher nicht Terrorismus aus metaphysischer Sicht rechtfertigen, aber die Dinge sind nicht immer, das wonach sie aussehen.
Gut und Böse sind relativ.



geschrieben von: Skinny Hädie

MPS ist ein schauspiel, da kann keiner getötet werden, es ist eine durch irgendeinen therapeuten mal erfundene pseudokrankhet die dann dem patienten suggeriert wurde.



geschrieben von: BlackInfinity

Auch eine Meinung, skinny, aber damit ist die Sache (leider) noch nicht gegessen.

Sicher hat jeder meherer Persönlichkeiten, oder milder gesagt Facetten, in sich. Aber es gibt immer einen großen Sprung, ab dem es dann eine Krankheit ist.

Ich bin der Meinung, dass der Therapeut nicht unbedingt einen Mord begangen hat, denn den Mord an sich hat ja der Patient begangen, denn nur er ist in seinem Hirn ja wirklich drin. In so fern kann man nicht von Mord sprechen, denn wenn man - wie gesagt milde ausgedrückt - eine Facette von sich löscht, besteht das Individuum dennoch weiter. Verharmlost: wenn ich mir einen neuen Charakterzug antrainiere schaffe ich ja auch keine neue Seele.

Diese Aufspaltung in verschiedene Persönichkeiten ist ein Schutzmechanismus (meines Verständnisses nach), weil man die Realität nicht ertragen kann. Lösche ich eine solche alternative Persönlichkeit aus, löscht man also nur einen Fluchtweg. Der Geist wird sich dann wohl mit der Zeit einen neuen "Menschen" ausdenken. (natürlich nicht bewusst)

Ich denke, diese Seelen benutzen ein Gehirn, sind also durch ein und das gleiche Organ definiert. Je nach Neuronenverschaltung. Wäre dies nicht so, könnten diese Persönlichkeiten sich niemals treffen, da sie ja verschieden Wesen wären. Wenn man 7 Persönlichkeiten hat, hat man ja nicht von allen Gehirnregionen je 7 Stück, sondern alles wird von allen benutzt.

Solche "Tötungen" wie in dem Film sind aber auch sehr heikel. Erst mal muss man rausfinden, was das eigentliche ich ist und dieses sollte am Ende ja eigentlich übrig bleiben. Vielleicht kann eine solche Person ja dann Ruhe finden?

(das ist jetzt meine bescheide Meinung, die ich noch mit keinem Betroffenen in Kontakt gekommen bin)



geschrieben von: yas

Meine Meinung ist, dass für jeden Körper eine Seele vorgesehen ist. Sprich es ist auch nur für eine Platz. MPS ist eine aufteilung dieser Seele, wie der zerbrochene Spiegel von dem TheLongestDay gesprochen hat. Jedes einzelne Stück ist eine oder mehrere Charaktereigenschaften dieser Seele. Sprich der Patient hat sich zu seinem eigenen Schutz zum Beispiel den Teil, der den Mut hat abgespatlen, um Taten zu verrichten, die die Seele mit ihren anderen Facetten, sprich zum Beispiel dem Gewissen oder der Angst, nicht vollbringen könnte. So kann er in diesen Situationen andere 'Persönlichkeiten' hervorholen und sich selbst schützen, da er es ja nicht 'selber' miterlebt.
Eine agbeschwächte Form davon kann man ja auch bei 'gesunden' Menschen beobachten. Zum Beispiel, wenn man versucht jemandem seine Liebe zu gestehen und den Mut nicht hat. So wird 'der Mut zusammengerauft', also die mutige Persönlichkeit hervorgeholt und die Angst verdrängt. Das gleiche Prinzip, nur im Falle des Patienten extremer.
Somit denke ich nicht, dass der Mann im Film 'Mord' begangen hat, jedoch denke ich, dass er die Krankheit verschlimmert hat, statt zu helfen. Seine Therapie hat zur 'Vernichtung' der anderen Facetten dieses Menschen geführt, sprich seine Seele ist jetzt nicht mehr 'ganz'. Was kann aus einem Menschen werden, der seinen ganzen Mut vernichtet, oder seine ganzen Schuldgefühle, etc.
Deshalb ist die Therapie, die angeschlagen werden muss, das 'wiedereinführen' der anderen 'Personen'. Man muss sich damit auseinander setzen, wieso man sich diese Fluchtwege gemacht hat und wie man damit umgehen kann ohne sie zu verdrängen.



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau

Ich frage mich jetzt, kann man diese Methode als Mord ansehen?



Mord ist - zumindest nach deutschem Strafrecht - die vorsätzliche Tötung eines (anderen) Menschen bei Hinzutreten bestimmter Tatausführungs- oder Tätermerkmale. Die Tötung einer Persönlichkeit ist ebensowenig Mord wie die Schaffung einer Persönlichkeit eine Geburt darstellt.
Man kann die Methode daher nicht als Mord qualifizieren.



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Cagliostro
Selbst so etwas kann im Plan des Kosmos liegen.



Wäre hilfreich, wenn Du den Plan darlegen könntest.



geschrieben von: wannadie

Auch ich würde das hier nicht als Mord bezeichnen, ich muss nur bezweifeln, dass der Arzt dem Patienten wirklich geholfen hat...

Ich pack das mal in ein Beispiel: Wenn ich jeden Tag Kopfschmerzen habe, dann gibt es 2 Möglichkeiten:
1.ich nehme jeden Tag Kopfschmerztabletten und steigere die Dosis vllt noch, wenn der Körper beginnt sich daran zu gewöhnen.
2.ich suche nach der ursach für den Kopfschmerz, einer Allergie, Sehschwäche etc...


So ist das also auch mit MPS - meine Meinung - wenn wir mal davon ausgehen, dass MPS wirklich eine ernstzunehmende Krankheit ist, im Gegensatz zu dem, was hier einige Member geäußert haben...
Also hat der Arzt zwar die Symptome beseitigt, nicht aber die Ursache!!!
So, der Arzt löscht nun alle diese Persönlichkeiten aus, aber therapiert nicht das Schockereignis, dass alles hervorgerufen hat.

Jetzt sagt mir mal ganz ehrlich, irgendwann bedrängen diese schlimmen Erinnerungen den Patienten wieder, was wird wohl passieren???

Ich denke, das ist dann, wie wenn man die Kopfschmerztabletten absetzt... Plötzlich sind die Symptome(also die verschiedenen Schutzpersönlichkeiten) wieder da...

Ich denke nicht, dass der Arzt damit seinem Eid gefolgt ist, der besagt, dass er den Menschen nach bestem Wissen und Gewissen helfen soll...(Wenn sich der Film also auf einen realen Fall bezieht, dann hat der Arzt echt alle Register gezogen um sich zu profilieren...)

So viel dazu... und dann bleibt noch die Frage: woher will der Arzt denn wissen, welche Persönlichkeiten er auslöschen muss??

Und wenn alles so ist, wie es vorher hier gesagt wurde, dass eine Persönlichkeit beispielsweise den gesamten Mut oder zumindest den Großteil des Mutes einer Person in sich bündelt, bleibt nach deren auslöschung dann ein psychisches Wrack ohne jeden Mut zurück???



geschrieben von: Töggelie

Hm...interessante Frage...ich würde mir das so erklären:


Wie schon des Öfteren erwähnt, ist MPS eine Schutzreaktion des Körpers, die auf verschiedene Stufen verteilt werden muss.
Man muss sich das in einer leichten und meist gängigen Form so vorstellen (kommt übrigens in der Form sehr oft vor):

Jemand leidet darunter, dass er von jemand Anderem täglich extrem unter Druck gesetzt wird. Das ganze Tun richtet sich nur noch nach dem, was diese Person einem abverlangt. An Schlafen, Essen, etc. ist natürlich nicht mehr zu denken und der Druck lässt sich kaum bis gar nicht mehr aushalten. Gut, was macht der Körper? Er entwickelt eine Seite, man kann sagen, einen kompletten Charakterzug, den die schwache Seite, die ja vollkommen überfordert ist, vor diesem ganzen Einfluss schützen soll.
Das läuft dann in Zukunft so ab: Der Betroffene ist wie immer, fühlt er sich allerdings bedroht, wird besagte "Persönlichkeit" an den Tag treten, um die schwache Seite zu schützen.
Folglich kann man sagen, die Person zieht einfach einen Mantel über, denn sie ist noch ganz klar sie selbst, spürt aber keinen unerträglichen Schmerz mehr und ist dazu bereit sich vehement selbst zu schützen.
Anstelle von einer MPS zu sprechen, würde ich sagen: Vielmehr werden harte Charaktereigenschaften an den Tag gelegt und Gefühle verdrängt, was bis zur Perfektion getrieben werden kann.
Okay, soweit die anerkannten Fakten.


Weiter könnte man es so erklären:
Da der Mensch in der Lage ist, sich in drastischen Situation quasi von seinem Körper...ich würde mal sagen "loszusagen" (wegdriften, sich einreden "das ist nicht mein Körper, das bin nicht ich -> Disosation), könnte man noch einen Schritt weitergehen, indem der Betroffene eben nicht nur wegdriftet.
Ist der Körper der Meinung, er müsste sich so stark schützen, dass zu dieser Zeit sein eigentlicher Charakter gänzlich abgeschirmt werden soll, so wird eine andere Facette erschaffen, die die Person nicht unbedingt wahrnehmen muss, da sie ja quasi unter einer Art Schock steht.


Daher halte ich (aufpassen MEINE Meinung) das "Töten" von solchen "Persönlichkeiten" nicht wirklich für Mord.
Vielmehr könnte das eine Art...freischälen der eigentlichen Eigenschaften sein.
Gut, der Betroffene könnte das jetzt als Körperverletzung wahrnehmen, da für ihn relevante und persönliche Vacetten ruiniert werden.



Allerdings las ich schon von Leuten, die sich mit ihrem "Inneren Kind" und ihren Persönlichkeiten anfreundeten. Aber wie weit das mit Reinsteigerung zu tun hat...?



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Bushyasta
Von "Mord" kann hier nicht gesprochen werden. Mord beinhaltet immer eine gewissen Form der Heimtücke und der "niederen Beweggründe".


Falsch.
Heimtücke ist nur eines von mehreren möglichen Mordmerkmalen.
Falsch ist auch die "gewisse Form". Heimtücke liegt entweder vor oder nicht. Und zwar nach herrschender Ansicht dann, wenn das Opfer arg- und deswegen auch wehrlos ist und der Täter dies für seine Zwecke ausnutzt.

§ 211 StGB
(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
(2) Mörder ist, wer
aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet.




geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Bushyasta
Die "gewisse Form" ist nicht wirklich falsch. Es gibt nämlich formale Kriterien, nach denen die Mordmerkmale zu bewerten sind.



Eben auf die Frage hin, ob sie vorliegen oder nicht. Und nicht in welcher Form. Daher ist "in gewisser Form" falsch.
Man ist auch nicht schwanger oder tot "in gewisser Form".

Aber Du hast recht. Lassen wir die Beckmesserei.

:D





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