Ich suche nach wissenschaftlichen Büchern, die sich mit dem Vorurteil die Anhänger der Gothic- Szene seien Satanisten beschäftigen, vorallem wären hier Interviews mit Szeneangehörigen für mich von Interesse. Wenn irgendjemand von Euch diesbezüglich einen guten Hinweis für mich hat, ich freue mich sehr über Antworten!
Vielen Dank und viele Grüße
lilith2310
geschrieben von: Kronos
So, also erstmal eine kleine Verbesserung (sorry muss sein..., kann so was als Germanist gar nich ertragen ;-)... ): Das muss "Bücher zuR Vorurteilsproblematik gegenüber der Gothic- Szene ( speziell: Satanismus)" heißen! :-)
So jetzt was Produktives. Hab mal kurz bei mir in der Uni-Bib recherchiert und folgendes gefunden:
- Brill, Dunja: Subversion or Stereotype? The Gothic Subculture as a Case Study of Gendered Identities and Representations, Geißen 2006.
- Nawab, Susanne ¬el: Skinheads - Gothics - Rockabillies: Gewalt, Tod & Rock'n'Roll, Berlin 2005.
- Spooner, Catherine: Contemporary Gothic, London 2006.
Alle drei Bücher befassen sich mit Gothic als "Subkultur". Dabei werden natürlich auch die typischen Klischees untersucht. Wie weit der Aspekt Gothic-Satanismus behandelt wird, kann ich dir aber leider nich sagen. Müsstest du halt mal schauen.
MfG Kronos
geschrieben von: evilgenivel
Auf deutsch kenn ich noch wenigstens ein weiteres empfehlenswertes Buch, nämlich
Geht, wie die vorhergenannten Bücher um die Subkultur an sich & damit auch um die Vorurteilsproblematik als Teilaspekt davon.
Was für dich besonders interessant sein dürfte, ist der Ansatz Gothic als Religion zu verstehen, wobei allerdings die Definition von Religion wesentlich weiter gefasst ist, als man das sonst im Alltag tut.
Wie gesagt, ich kanns empfehlen, habs selbst hier & gelesen. ;)
geschrieben von: lilith2310
Hallo Ihr Lieben!
Vielen Dank für Eure Anregungen. Das Buch von Neumann- Braun/Schmidt habe ich schon im Hinblick auf die Beantwortung dieser Fragestellung durchgelesen, habe aber leider diesbezüglich nichts Ergiebiges gefunden. ( Ich hoffe, dies war nun auch für die Germanisten/Germanistinnen unter Euch eine aus germanistischer Sicht akzeptable Formulierung... ;-) Danke auch für die Kritik, aber manchmal ist man ja heutzutage- auch wenn man selbst Germanist ist-derart in Eile, dass man auch mal einen Buchstaben vergißt.
Wenn es noch weitere Anregungen gibt, ich suche also für meine Hausarbeit- insbesondere wissenschaftliche- Publikationen, die sich mit dem Vorurteil gegenüber der Jugend- Subkultur der "Gothics" befassen, gemäß dem die Anhänger derselben Satanisten seien ( insbesondere sind hier Interviews mit den Betroffenen von Relevanz, anhand derer deutlich wird, dass es dieses Vorurteil gibt und wie sich dieses dann entsprechend äußert).
Alles Gute und herzlichen Dank für Eure Hilfsbereitschaft.
Viele Grüße
lilith2310
- Als Gott den Mann erschuf, übte er nur...
geschrieben von: evilgenivel
Also unwissenschaftliche Literatur mit Interviews wüsste ich dazu, nämlich die bekannte Gothic!-Reihe von Peter Matzke, Tobias Seeliger.
Wobei ich davon ausgehe, dass du die schon gesichtet hast?
geschrieben von: lilith2310
Ja, lieben Dank nochmals. Hatte ich auch schon durchgelesen bzw. durchgeschaut- aber leider geht es da ja nicht speziell um die Vorurteilsproblematik gegenüber der Szene, und es handelt sich auch nicht um Intervies mit den sog. "Szenegängern".
Aber vielen Dank trotzdem und viele Grüße
lilith2310
geschrieben von: autumnnight
hast du hier schon einmal bei dem einen oder anderen nachgeschaut?
geschrieben von: evilgenivel
@lilith2310: bei mir führt dein Link nirgendswo hin. oO
geschrieben von: Ardath Bey
Ich werde hier das Gefühl nicht los das alle das von der falschen Seite anpacken. Es geht ja nicht um eine Betrachtung DER Szene sondern darüber was andere denken.
Dazu empfele ich die Bildzeitung und andere Schmierblätter, das schliest Spiegel, Stern ect. mit ein.
Besonders fündig dürftest du werden wenn du den Zeitraum rund um das bekloppte Mörderpaar absuchst die sich als Satanisten ausgegeben haben.
Ebenso ergiebig dürfte der Fall der Jugendlichen sein die ihren Klassenkammeaden erwürgt haben wenn ich das richtig erinner. Darüber hinaus könnte man noch prüfen was für Stimmen es hinsichtlich der Kirchenverbrennung in Finnland oder wo das war gegeben hat.
Ich kann das nicht mehr richtig erinnern glaube aber das es in Chicago war wo ein Goth/Fetish Club von der Behörde geschlossen wurde weil man auf der Bühne ein Kreuz aufgestellt (ob Andreas- (auspeitsch) oder Kirchenkreuz weis ich nicht mehr) hatte und die Behörde eben meinte das sein blasphemisch.
Da hast du Stimmen aus dem normalen Volk das nicht daran interessiert ist wie sich die Dinge wirklich verhalten sondern nur, wie üblich in der zivilisierten Welt, nach Sünden(Satans)böcken sucht.
geschrieben von: evilgenivel
@Ardath Bey: du hast leider eins übersehen: es wird nach wissenschaftlicher Lektüre gesucht, also was von Wissenschaftlern (idr Soziologen) zusammengetragen wurde über Vorurteile gegenüber der Schwarzen Szene. Und da greift man als Soziologie am besten in einer Veröffentlichung über die Schwarze Szene auf.
Bildzeitung etc. eignet sich da aber nicht besonders, gerade da es erstmal nur vermeindlich die Meinung des Redakteurs widergibt. ;)
geschrieben von: Ardath Bey
@ evilgenivel
Ich seh was du meinst had es aber nicht übersehen sondern zweifle hart das es derartige Literatur überhaupt gibt.
Welcher Wissenschaftler macht sich die Mühe die popligen Vorurteile des gemeinen Volkes über eine politisch als auch soziologisch genauso belanglose (nicht böse gemeint) Subkultur zu erarbeiten wenn dieser nicht selbst gruffel ist.
Keine Uni ect. wird sich dafür interessieren. Vielleicht gibts da was als Doktor Arbeit aber ein ganzes Buch?
Da hab ich doch gigantische Zweifel.
Ebenso unbrauchbar wie Bildzeitung sind einschlägige Bücher über die Szene da auch diese nur wiedergeben was man so denkt aber wissenschaftlich fundiert ist da nix.
Ich habe also nur versucht überhaupt irgendein Material anzubieten.
geschrieben von: evilgenivel
es gibt keine Forschungen rein zu den Vorurteilen gegenüber schwarzen. Aber sie werden in der einschläg. Literatur am rande oft mitbehalten. ;)