Bist du es, den ich da sehe?
Ich schau genauer hin…
Ich erkenne dich nicht
Zeig dich doch bitte
Ja, komm näher zu mir
Zeig mir dein Gesicht
Warte, ich strecke dir meine Hand entgegen…
Worauf wartest du?
Nimmst du meine Hand nicht?
Was ist denn los?
Nun komm schon, nimm meine Hilfe an…
Ich warte auf dich
Nein!
Kehre mir nicht den Rücken zu!
Du kannst mich doch nicht alleine lassen!
Bitte tu mir das nicht an!
Lass mich nicht alleine!
Ich brauche dich doch!
Ich bin doch fremd hier!
Ohne dich bin ich doch verloren!
Siehst du nicht meine Tränen?
Hilf mir doch!
Ich wollte doch nur für dich da sein!
Ich fühle mich ohne dich verloren!
Bitte geh nicht!
Warum tust du das?
Komm zurück!
Wie kann ich dir helfen?
Sag es mir doch bitte!
Was soll ich tun?
Hast du kein Vertrauen mehr zu mir?
Ich bin doch bei dir!
Dir kann nichts geschehen…
Ich helfe dir!
Versprochen!
Ich lasse dich nicht alleine!
Bitte komm wieder zurück!
Dreh dich doch wenigstens um!
Sieh meine Tränen!
Meine Verzweiflung!
Meine Liebe!
Ich flehe dich an!
Komm zurück!
Bitte…
-
Ich wache auf
Du liegst neben mir
Ich schaue dich an
-
Bist du es?
geschrieben von: DarkLightning
Du sagtest/Schmerz
Du sagtest
Du sagtest, ich sollte gehen
Du sagtest, ich sollte dich in Ruhe lassen
Du sagtest, dass du mich nicht mehr brauchst
Du sagtest, dass du alleine sein willst
Du sagtest, dass du mich nicht mehr liebst
Du sagtest, dass ich dich verletzt habe
Du sagtest, ich sei nicht mehr genug für dich
Du sagtest, ich wäre nicht die Richtige
Du sagtest, ich sei hässlich
Du sagtest, ich bin nicht verständnisvoll
Du hast so viele Dinge gesagt, dass du meine Schreie nicht gehört hast.
Schmerz
Der Schmerz, der durch meinen Körper rinnt
Betört mich, verführt mich,
Ich liege da und genieße
Das Blut fließt nun langsam durch meine Venen
Mein Herz zerspringt
Für jedes Wort, was du zu mir gesagt hast,
Stirbt ein Teil von mir
Es ist mir egal
Egal, ob du mich vermissen wirst
Egal, ob du mich je geliebt hast
Ich genieße den Schmerz, der durch meinen Körper rinnt
Es befreit mich von Gedanken
Von den Sorgen um mich herum
Nun liege ich hier
Und lache
Lache über alles
Mein Leben
Meine Taten
Ich lache über die Sinnlosigkeit meiner selbst
Die Endgültigkeit des Todes naht
Ich schließe die Augen
Ich genieße den Augenblick der Freiheit
Endlich
Der süße Geruch des Todes betört mich
Ich bin befreit von dir…
geschrieben von: DarkLightning
Der Zwang zu Weinen
Da ist es wieder, das Gefühl vom Inneren meines Bauches.
Die kleine, versteckte, gemeine Ratte, die sich langsam ihren Weg durch meinen Körper in meinen Kopf bahnt.
Gierig nach dem Gefühl des Bisses, der Macht.
Ich merke, wie es mich unruhig macht, mich nicht mehr ruhen lässt.
Schon den ganzen Tag.
Alles nervt, alles um mich ist für mich wie Hektik, so unklar, trüb, langweilig.
Es kotzt mich an.
Eine innere Unruhe durchströmt meinen Körper, ich will ausbrechen, doch meine kleine Ratte ist ja noch nicht am Ziel...
Sie läuft weiter, jetzt noch ist sie in den Beinen.
Lässt mich nicht ruhig sitzen, will irgendwas machen um mich abzulenken.
Irgendwas, sei es mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, um endlich Ruhe zu haben, Beschäftigung, egal ob es Bewusstlosigkeit ist, denn es ist auch eine Beschäftigung ohnmächtig zu sein.
Vielleicht kann man diese Unruhe damit ohnmächtig machen.
Wer weiß.
Doch ich entschließe das lieber nicht zu machen.
Ich mag solche Art Schmerzen nicht, obwohl ich weiß, dass sie mir vielleicht ganz gut tun würden.
Da, die Ratte kriecht hoch in meinen Bauch und gibt mir das Gefühl, dass ich nichts wert bin.
Toll, noch ein weiteres Gefühl: Wertlosigkeit zum Gefühl der Unruhe und des Nervens.
Der Magen kribbelt und schmerzt.
Zieht sich zusammen und entspannt sich, oder wie man das nennt.
Ich weiß es nicht. Alles geht mir gegen den Strich.
Alles nervt mich.
Ich ziehe mich an, gehe raus, ein wenig spazieren.
Ablenkung eben.
Doch nach 15 Minuten habe ich keine Lust mehr, es nervt mich auch.
Und auch diese traurige Wut nervt mich.
Ich gehe zurück.
Ich sitze einfach nur da.
Wirre Gedanken schwirren herum, traurig sind sie.
Die Ratte hat mittlerweile meinen Kopf erreicht und bereitet sich für den Biss vor.
Sie bäumt sich auf, ich spüre es.
Sie hält mit ihren kleinen Pfoten mein Gehirn fest.
Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Ich schließe die Augen, ich warte auf den Biss.
Schmerzhaft ist er.
Sehr sogar.
Es kommt alles hoch, ich weine.
Einfach so. Ich kenne den Grund nicht.
Das macht mir Angst.
Ich will aufhören, doch ich kann nicht.
Es bricht alles aus mich heraus.
Mir kommt es so vor, als ob meine Seele sich auskotzt.
Die Ratte hat es gemacht!
Sie hat meine Seele gebissen und nun weint sie, weil alles ihr weh tut.
Meine Seele hat schon so viele Rattenbisse hinter sich, doch jedes Mal ist es ein neuer Schmerz, der dazu kommt.
Diesen Schmerz kennt meine Seele noch nicht.
Den erzwungenen Schmerz.