[Frage zur Moral] - German Gothic Board

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Frage zur Moral

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geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von Hellscream
Womit du einen zweischneidigen Begriff durch zwei ersetzt.


Ja. Mindestens.

Zitat:
Original geschrieben von Hellscream
Wille? Wille zur Unterdrückung oder Wille zur Befreiung? Wille des Schöpfens oder Wille der Zerstörung?


Irgendeiner. Soviel Wille, wie erforderlich ist, einen Furz im Fahrstuhl zu unterdrücken, wenn andere anwesend sind und man gerade daran denkt.



geschrieben von: La noirceur

Zitat:
Original geschrieben von Hellscream
Womit du einen zweischneidigen Begriff durch zwei ersetzt.
Wille? Wille zur Unterdrückung oder Wille zur Befreiung? Wille des Schöpfens oder Wille der Zerstörung? Letztlich kommt es dann doch auf die gängige Moral an ob sie zum eigenen Willen passt oder nicht.

Und Leidenschaft? Leidenschaft geht genau so in viele Richtungen. Wo des einen Leidenschaft beim abfeuern einer Automatikwaffe angefacht wird, geht es dem anderen so mit dem Pflanzen eines Baumes. Die Richtung ist nicht klar.



Ich rede vom ursprünglichsten Willen.Dem Willen zu leben aus dem ergibt sich schließlich jeder andere Wille.

Ist es nicht schon Moralisch verwerflich eine Automatikwaffe abfeuern zu wollen?
Eine Leidenschaft ist eine Obsession die für einen an oberster stelle steht und wenn es zum wichtigsten wird,einen Baum zu pflanzen.Ist das dann nicht auch moralisch verwerflich.



geschrieben von: Hellscream

Zitat:
geschrieben von La noirceur
Ist es nicht schon Moralisch verwerflich eine Automatikwaffe abfeuern zu wollen?


Kann sogar Moralisch geboten sein. Religiöse Krieger auf der ganzen Welt lassen sich von solch einer Moral leiten. Nicht zu Letzt auch jeder Soldaten, wobei mir die Unterschiede hier fließend verlaufen zu scheinen, zum Beispiel beim US Militär.

Zitat:
geschrieben von La noirceur
Eine Leidenschaft ist eine Obsession die für einen an oberster stelle steht und wenn es zum wichtigsten wird,einen Baum zu pflanzen.Ist das dann nicht auch moralisch verwerflich.



Zwischen diesen Begriffen würde ich differenzieren. Nicht jede Leidenschaft erwächst zur Besessenheit. Und auch ob Besessenheit moralisch verwerflich wäre, ist eine kulturell subjektive Übereinkunft. Und vor allem, wo diese Besessenheit aufhört und wo sie endet. So werden bestimmte Formen von Besessenheit in einigen Kreisen sogar zum Moralischen Tugend stilisiert. Ob man dies dann auch so sieht ist meist aber zweifelhaft, was des einen Besessenheit ist des anderen Tugend. Der zwanghaft Ordnung erhaltende Bürokrat ist so ein Beispiel, der Schamane der sich einer Besessenheit gezielt durch Rituale ausliefert, der Priester der vor lauer Besessenheit von seinem Gott sogar seine Sexualität aufgibt, oder der Kapitalist für den sich sein Leben fast nur um sein Kapital dreht. Diese Charaktere und ihre Haltung werden in bestimmten Kreisen nicht als moralisch verwerflich gesehen werden, von anderen wiederum durch aus.

Zitat:
geschrieben von La noirceur
Ich rede vom ursprünglichsten Willen.Dem Willen zu leben aus dem ergibt sich schließlich jeder andere Wille.


Meinst du nicht das es auch so etwas wie den Willen zur Selbstvernichtung gibt? Die Lust an der Zerstörung des eigenen Lebens? Wie viel Wille benötigt es sich selbst das Leben zu nehmen? Nein, ich denke nicht das man von irgend einer Form des Willens als Ursprüngliche Form reden kann. Das Phänomen des Willens sollte man erst einmal getrennt vom Ziel betrachten, dass sind für mich erstmal zwei verschiedene Dinge.





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