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Egoismus

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geschrieben von: MyDyingDream

Ich will einfach mal folgende These in das Board werfen:

Jede Handlung, die ein Mensch ausführt ist immer von rein Egoistischen Zielen bestimmt.
Egal, welche Handlung man nimmt, man findet immer ein egoistische Motiv.
Auch auf den ersten Blick uneigennützige Handlungen lassen so ein Motiv ausfindig machen. (z.B. der Ehemann der seiner Frau Blumen mit nach Hause bringt, erhofft sich davon einen persönlichen Vorteil ... welcher das auch immer sein mag)
Ja, selbst einer "heiligen" wie Mutter Theresa kann man im Endeffekt puren Egoismus nachhalten, wenn man bedenkt, das der Kampf gegen Hunger für sie ein persönlicher Kampf war.

Im Endeffekt bedeutet das eine Gesellschaft voller Egoismus, in der sich Menschen nur dadurch unterscheiden, in welcher Form sie ihren Egoismus ausüben.

Und nun eure Meinungen :-)



geschrieben von: Absinth

Naja so kann man das auch sehen. Eigentlich wollte ich dir nach dem1. Durchlesen schon zustimmen, aber!
Du läufst durch die Strasse und ein kleines Kind fällt neben dir hin und weint, weil es sich das Knie aufgeschlagen hat. Zufällig kennst du das Kind und gehst hin und tröstest es. Wäre das dann auch Egoismus ? Weil du vielleicht Mitleid zeigen wolltest und dein Ego als Retter in der Not puschen wolltest?
Du hast im Lotto gewonnen und kaufst von dem Geld zuerst für deine Freundin einen schönen ring über den sie sich sehr freut. Wolltest du nur dein Glück teilen oder hattest du den Egoismus schon im Hinterkopf, wenn ich ihr den Ring schenke, dann findet sie mich wieder "attraktiver" (Geld macht sexy) als unseren Nachbarn mit dem Porsche?
Also eigentlich macht nur das Motiv die Tat zur Egoismushandlung! Ich glaube nicht das diese Sorte Mensch (Egoisten) im Leben überwiegen oder ich habe einfach nur einen seltenen Freundeskreis! ;)

Bist du immernoch deiner Meinung??

Absinth



geschrieben von: WaTcHmE

ich denke das ist überinterpretiert............
es gibt VIEL Egoismus, aber gegen diese These wehre ich mich , weil ich nämlich von mir selber weiss, dass ich manchmal durchaus NCIHT aus Egoistischen Motiven handle...



geschrieben von: GreenFairy

ich denke auch, daß es wahren altruismus nicht gibt. einen persönlichen vorteil gibt es in jeder handlung und sei es 'nur' dankbarkeit, aufmerksamkeit, selbstbestätigung... diese prozesse laufen aber meistens im unterbewußtsein ab.

es gibt übrigens ein nettes buch zu dem thema, in dem das ganze aus biologisch / genetischer sicht beleuchtet wird: das egoistische gen von richard dawkins.

dunkelgrüne grüße
green fairy



geschrieben von: Seneca

Demnach müsste der egoismus als dominates Attribut alles andere längst ausgelöscht haben..und wir unterscheiden heute nur noch zwischen Egoismusstufen.
Der weniger egoistischen ist eben der "gute Mensch" aund darum erstens im Nachteil, und zweitens dem Untergang geweiht, weil er sich weniger erfolgreich fortpflanmzen wird.

Das würde auch erklären warum es von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ungemütlicher wird...

gilt das auch für Aggresivität, den ohne diese kommt der Egoismus kaum aus ,den der Egoismus muß auch durchgesetzt werden sonst macht er keinen Sinn.



geschrieben von: MyDyingDream

Sehr interessante Ansätze, aber ich denke das wir uns alle einig sind, aber mehr oder weniger in den Begriffen unterscheiden.

Das die Reaktionen, die letztendlich zu einer Egoistischen Tat führen oft im Unterbewusstsein hervorgerufen werden ist sicherlich der richtige Ansatz. Natürlich wollte ich nicht der gesamten Menschheit oberflächlichen Egoismus unterstellen, aber letztendlich sucht natürlich jeder seinen persönlichen Vorteil ... von einigen Individuen abgesehen, die sich der Selbstdemontage verschrieben haben.

Und Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel ;-)



geschrieben von: Curzon

Vielleicht tut ein "guter" Mensch nur deswegen "gutes", weil er sonst ein schlechtes Gewissen hätte, was ihn selber plagen würde? Damit hätten wir sogar hier wieder ein egoistisches Motiv.

Aber ehrlich, was soll die Frage?
Zu sagen, daß es "ja alles nur egoistische Motive" sind, was bringt das, außer daß es abwertend klingt?

Man soll einfach so handeln, wie man es am besten mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren kann, inwieweit man das dann als egoistisch interpretieren kann oder nicht ist nicht von Belang, außer man will beweisen, daß die Menschen ja eh alle schlecht sind und egoistisch.



geschrieben von: MyDyingDream

Ich hab die Frage nur aufgeworfen weil mich die Frage an sich interessiert .... und "philosophieren" kann man doch darüber ;-)

Das (fast) alle Menschen schlecht und Egoistisch sind finde ich aber wirklich .... ist natürlich keine allgemeingültige Regel



geschrieben von: Curzon

Und ich denke, daß die Menschen im Grunde gut sind :), leider ist das Wort "Egoismus" sehr negativ besetzt, und es stört mich einfach, es in diesem allgemeinen Zusammenhang zu verwenden, selbst wenn es von der reinen neutralen Wortbedeutung richtig sein mag.



geschrieben von: caleb

Hm, dass wir uns aus einer Handlung etwas erhoffen, betrifft etwa 99% aller unser Aktionen.

Aber ich wuerde zwischen 2 Arten von "Egoismus" unterscheiden:

1. Die "gute" Art. Siehe obiges Beispiel: Kind faellt hin, ich helfe ihm, Kind lacht wieder und laeuft weiter.

2. Negativer Egoismus. "Ich mache nur etwas wenn es mir einen Vorteil bringt, den ich messen kann"


Zu 1. Habe ich wirklich aus Egoismus gehandelt. Habe ich nur geholfen, damit ich ein "schoenes Gefuehl" habe? Ich glaube nicht.

Zu 2. Der Typische Mensch der Seine Mutter im Krankenhaus nicht besucht, weil er nur auf das Erbe wartet. Zum k****n.


Auch die 1. Form koennte man als Egoismus bezeichnen. Wuerd´ ich aber nicht tun, da man so Menschen verletzten kann, die so handeln.

greetz
c



geschrieben von: Curzon

@caleb:
Wie wäre es mit einer Unterscheidung zwischen einem "geplanten" Egoismus (dem "bösen") und einem natürlichen, unbewußten Egoismus (der "gute")? :)



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Der weniger egoistischen ist eben der "gute Mensch" und darum erstens im Nachteil, und zweitens dem Untergang geweiht, weil er sich weniger erfolgreich fortpflanzen wird.
Ich denke, das hat nichts mit mehr oder weniger egoistisch zu tun, sondern damit, wie genau man die Folgen seiner Handlungen kennt. Auch eine Handlung, die "gut gemeint" ist, kann letztendlich "böse" Auswirkungen auf andere haben. Folgendes Beispiel habe ich in einem Buch über Kinder gelesen: Ein zweijähriger Junge hat seine Mama sehr verärgert, weil er mit konstanter Boshaftigkeit seine Höschen im Klo versenkt hat. Und dabei wollte er doch der Mama nur beim Wäsche waschen helfen, aber er kannte den Unterschied zwischen Klo und Waschmaschine noch nicht.
Zitat:
Das würde auch erklären warum es von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ungemütlicher wird...
gilt das auch für Aggresivität, den ohne diese kommt der Egoismus kaum aus ,den der Egoismus muß auch durchgesetzt werden sonst macht er keinen Sinn.

Ich denke, der Aggressivität kann man nur entgegenwirken, wenn man alles daransetzt, mehr über die Auswirkungen seiner Handlungen auf andere zu erfahren und das Erfahrene bei der "Erziehung" (Begleitung) der Heranwachsenden weitergibt. Die Kategorien "Gut" und "Böse" sind dabei eher hinderlich.



geschrieben von: caleb

Zitat:
Original geschrieben von Curzon
@caleb:
Wie wäre es mit einer Unterscheidung zwischen einem "geplanten" Egoismus (dem "bösen") und einem natürlichen, unbewußten Egoismus (der "gute")? :)



Jo, genau das wollte ich sagen.

Wie war das nochmal mit dem heissem Brei und herumreden? ;)

greetz
c.



geschrieben von: FallenSisko

Wie schon gesagt. Jede Handlung wird vom Egoismus geleitet. Es gibt aber guten und bösen Egoismus.

Was böser Egoismus ist, brauch ich ja nicht zu erklären.

Guter Egoismus ist wenn ich jemanden helfe. Das ist aber nie selbstlos. Es bewirkt immer das ich ein gutes, anstatt ein schlechtes Gewissen habe. Also helfe ich aus Gründen des guten Egoismuses.

Nun aber einmal eine Frage.

Was bringt einen weiter... guter oder böser Egoismus?



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von FallenSisko
Was bringt einen weiter... guter oder böser Egoismus?
Ob man sich seinen Zielen nähert oder sich von ihnen weiter entfernt, hängt ganz davon ab, welche Ziele man sich gestellt hat.

Ich halte übrigens nichts von der Unterscheidung in "guten" und "bösen" Egoismus (zur Erklärung siehe mein Posting etwas weiter oben).



geschrieben von: Fearo

Ob geplanter oder nicht...Egoismus ist stets vorhanden!
Aber wie sähe es denn aus, wenn Egoismus nicht existent wäre?
Klar, Egoismus...schaut unsere Gesellschaft an, da sieht man deutlich was sie anrichtet...
aber ohne Egoismus gäb es auch keinen urmenschlichen Überlebenstrieb mehr...denn auch dieser resultiert doch (vielleicht irre ich ja auch) aus reinem Eogismus, weiter zu leben...und vielleicht seine Situation verändern zu wollen...
Egoismus...für mich ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens...was wäre es für eine Leben...es wäre kein Leben...es wäre reine Träumerei...wir selber und die Umwelt sind auf den Egoismus angewiesen...jede Kommunikation hat als Ursprung auch den egoistischen Anreiz sich unterhalten zu wollen...jede Handlung hat seinen egoistischen Anreiz...um alle möglichen alltäglichen Dinge geschehen zu lassen! Wenn wir uns selbst nicht mehr wichtig wären...gäbe es uns nicht mehr!

Egoismus...zu viel und auch zu wenig des guten...daß ist falscher Egoismus...aber welcher Mensch ist schon frei von falschem Egoismus? ...wie schwer ist es doch ein gesundes Mittelmaß zu finden...wenn nicht gar unmöglich...woher soll man auch wissen, welch Egoismus zu welch Situation passend ist? Wer kann da schon mit Überzeugung sagen - DIESER?!

Fearo

WAHRHEIT - eine uns auch nur immer wieder vorgegaukelte Lüge



geschrieben von: FallenSisko

Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Ob man sich seinen Zielen nähert oder sich von ihnen weiter entfernt, hängt ganz davon ab, welche Ziele man sich gestellt hat.

Ich halte übrigens nichts von der Unterscheidung in "guten" und "bösen" Egoismus (zur Erklärung siehe mein Posting etwas weiter oben).



Nun dann formuliere ich es mal anders. Es geht darum wie man Egoismus einsetzt.

Wenn ich jemanden helfe. Dann tue ich es aus egoistischen Gründen um mich gut zu fühlen.

Ich kann diese Person aber auch aus egoistischen Gründen ausnutzen und schaden.

Was ist besser und bringt einen weiter? Mal ganz abgesehen von der Ethik und Moral. Nur auf einen selber bezogen. Was ist nützlicher für jemanden?



geschrieben von: Feuervogel

Wenn ich egoistisch handle, um mich hinterher "gut zu fühlen", ist das dann egoistisches Handeln in einem negativen Sinne? Natürlich kann ich mit diesem Argument alles auf den Egoismus reduzieren. Aber für mich hat das Wort "Egoismus" einen negativen Beiklang. Wenn jemand ein Kind tröstet, weil er sich danach besser fühlt, so kann ich daran nichts Negatives, mithin nichts Egoistisches finden.
Es wurden schon einmal zwei Arten des Egoismus unterschieden, die diesen Gedanken aufgreifen - für mich ist dieser "Positive Egoismus" dann kein Egoismus mehr. Wenn man übrigens zwei Arten des Egoismus unterscheiden möchte, so würde ich diese "persönlichen" und "sozialen Egoismus" nennen:
Der persönliche Egoismus lässt mich zu meinem individuellen Vorteil handeln, und ist - im Übermaß praktiziert - negativ zu sehen (das eine gesunde Menge Egoismus nicht verkehrt ist, kann wahrscheinlich jeder bestätigen).
Der soziale Egoismus lässt mich zum Vorteil meines sozialen Umfeldes handeln, und ist meistens positiv: Ihm entspringt die Hilfsbereitschaft.
Der soziale Egoismus lässt sich auch biologistisch begründen: Der Mensch ist nicht so toll, dass er es alleine geschafft hätte, die Nahrungspyramide so weit hoch zu steigen. Dafür war zu einem großen Teil das (igitt, Neudeutsch) Teamwork zuständig, das somit ein evolutionärer Vorteil war.
Das Problem heute ist, dass die Gesellschaft zu groß geworden ist. Der soziale Egoismus erstreckte sich früher über die Stammesgesellschaft, sprich maximal 60-80 Personen. Der Mensch hat sich noch nicht so weit entwickelt, dass er über diese Anzahl hinaus Beziehungen unterhalten würde (schau mal, wie viele e-mail Adressen/Telefonnummern du hast). Somit wird in einer Gesellschaft, in der viel mehr Individuen leben, der soziale Egoismus seltener praktiziert, was zu der Meinung führen kann, dass es nur noch den (persönlichen) Egoismus gäbe.

Feuervogel



geschrieben von: SEIROMEM

Zitat:
Original geschrieben von Fearo
aber ohne Egoismus gäb es auch keinen urmenschlichen Überlebenstrieb mehr...denn auch dieser resultiert doch (vielleicht irre ich ja auch) aus reinem Eogismus, weiter zu leben...und vielleicht seine Situation verändern zu wollen...



Anstelle des Egoismus würde ich hier den Instinkt setzen, der einen bestimmte Dinge tun oder unterlassen läßt. Ist der Instinkt auch eine Form des Egoismus?

Gruß
SEIROMEM



geschrieben von: MyDyingDream

Der hier angesprochene Instinkt kann durchaus als Selbsterhaltungstrieb betitelt werden, und ist im Endeffekt die Grundlage für jeden Egoismus.
Also folgt der Egoismus aus dem Willen zum überleben. Deshalb kann man nicht sagen das es eine Form des Egoismus gibt.

Gerade deswegen wehre ich mich auch dagegen Egoismus als etwas negatives zu sehen ....



geschrieben von: tenebres

Es ist doch so, dass jeder ein Egoist ist. Der eine zeigt es mehr, der andere weniger, die einen kommen damit klar und die anderen halt nicht. Und es kann mir niemand weiß machen, dass nicht alle Menschen Egoisten sind. Der Sinn des Lebens ist zwar das Nehmen und Geben, doch das Bestreben der meisten geht mehr zum nehmen statt zu geben. Es ist eine Kunst dies im Gleichgewicht zu halten, aber diese Anstrengung lohnt sich fürs Leben. Es lebt sich leichter, weil man viel Ärger damit vermeiden kann. Ich übe mich darin und sehe die Vorteile.

dark greetinx, tenebres



geschrieben von: tenshi_chan

Ich denke auch, dass jeder Mensch, auch wenn er für die Umwelt als noch so freimütig gilt, ein Egoist ist. Man nehme sich mal einen Buddhisten, der nach aussen hin uneigenützigste Mensch der Welt hat als einziges Ziel sein eigenes Leiden zu lindern indem er ins Nirvana kommt...trotzdem gibt es Menschen, die weniger egoistisch sind. Aber ich mine auch, dass man ohne ein kleines bisschen Egoismus in der Welt nicht weiterkommt. Deshalb würde ich sagen, dass die Welt Egoisten schafft!
*Ähem* Ziemlich konfus...

Bye, Tenshi-chan



geschrieben von: epona666

sicherlich ist jeder mensch irgendwo ein egoist, aber ich glaube es gibt auch handlungen die nicht auf reinem egoismus beruhen (allerdings ist das wohl die minderheit).
würde man nicht egoistisch sein bedeutete das ja, dass man das wohl anderer vor sein eigenes stellt...aber jeder mensch hat doch einen selbsterhaltungstrieb und würde doch niemand andrem etwas gutes tun wenn er sich selbst dabei schadet.



geschrieben von: Rigu

irgendwie traurig das hier alles zu lesen... ich glaub einigen fehlt noch ein wenig lebenserfahrung (oder vielleicht auch einfach nur mir) um das thema richtig zu behandeln

ich möchte nicht abstreiten das jeder mensch zumindest ein paar handlungen aus egoismus betreibt, sei es nun der von euch angepriesene "gute egoismus" (für mich gibt es keinen guten, guter egoismus= kein egoismus) oder schlechter egoismus ( der eigentliche egoismus)
dennoch bin ich mir ziemlich sicher das menschen auch handlungen ausführen die weder vom sogenannten "guten" (wie das klingt tz tz *ggg*) oder bösen vorangetrieben werden
beispielsweise wenn ich durch irgendeine tür gehe und ich sehe hinter mir noch jemanden kommen halte ich diese wenn ich gut gelaunt bin beispielsweise für die person auf und dabei ist es mir vollkommen egal ob der mensch nun dadurch von mir ne positivere meinung oder sonstwas bekommt, die menschen an sich sind mir egal aber genauso kann es auch passieren das ich sie einfach zufallen lasse wenn ich schlecht gelaunt bin, ich sehe da irgendwie absolut keinen egoismus weder guten noch schlechten, in dem moment sind mir ja die menschen gleichgültig, ich will nix von denen und ich will auch nich das die dann ne bessere meinung von mir haben auch wenn sie die dann manchmal trotzdem haben ka wie gesagt mich interessieren die menschen da nich.
naja ist ein wenig kompliziert aber ich hoffe ich konnte an dem beispiel zeigen das es auch handlungen gibt die ohne jeglichen egoismus ablaufen

aber um nochmal klar zu machen aus meiner sicht gibt es nur negativen egoismus, guter egoismus = kein egoismus, für guten egoismus kann man auch das wort "höflichkeit" gebrauchen, irgendwie muss man das ja auchmal verwenden sonst wurde es ganz um sonst in die sprache aufgenommen ;)



geschrieben von: Sanithyrius

Zitat:
Original geschrieben von Rigu
irgendwie traurig das hier alles zu lesen... ich glaub einigen fehlt noch ein wenig lebenserfahrung (oder vielleicht auch einfach nur mir) um das thema richtig zu behandeln

...
aber um nochmal klar zu machen aus meiner sicht gibt es nur negativen egoismus, guter egoismus = kein egoismus, für guten egoismus kann man auch das wort "höflichkeit" gebrauchen, irgendwie muss man das ja auchmal verwenden sonst wurde es ganz um sonst in die sprache aufgenommen ;)



Ich finde auch, dass hier ein völlig falsches Bild von Egoismus und egoistischen Menschen entstanden ist. Nachdem, was hier steht ist ein sehr egoistischer Mensch = ein "böser" Mensch und ein höflicher, fast uneigennützig handelnder Mensch automatisch "gut".

Da wirft sich schon das erste Problem für mich auf. Z.B. Leute, die auf die schiefe Bahn geraten sind und stehlen für jemanden und nicht in die eigene Tasche sind nicht immer egoistisch, sie streben höchstens danach die Befehle ihres "Bosses" auszuführen um ihren eigenen "Arsch" über Wasser zu halten.
Womit die Aussage, nicht egoistisch = "gut" schon mal in Frage gestellt würde!

Meine Auffassung von Egoismus ist sehr ähnlich derer im obigen Zitat, besser hätte man das fast nicht schreiben können.

Vielleicht sollte es auch nicht Ziel dieser Diskussion sein, jedem ein einheitliches Bild von Egoismus zu vermitteln, wie es in manchen Postings zum Ausdruck kam (keine Ahnung ob gewollt oder ungewollt), denn das wäre ja wiederum auch egoistisch...

Lacrimosa haben sich auch mit diesem Thema auseinandergesetzt in ihrem Album "Fassade"

Wer es kennt, wird meine Auffassung vielleicht verstehen und mit einem Schmunzeln hinnehmen...

(Gibt es wirklich soviel Egoismus in der Welt, gibt es wirklich soviel Selbstsucht, dass die Liebe nicht mehr zählt? Reicht es nicht, dass jeder sich der nächste ist und nicht versteht, dass die Mauern des Alleinseins, die des Egoismus sind!)

Gruß

Sanithyrius



geschrieben von: ~°*Nosferate*°~

Ein Mensch ist von Geburt auf Egoistischem Handeln zugewiesen!

Aber halte ich Egoismus dadurch in betracht wenn Menschen "nur" für seine Sicht handelt oder wenn er auch andere Berücksichtigt........



geschrieben von: Thorn

Zitat:
Original geschrieben von MyDyingDream
Ich will einfach mal folgende These in das Board werfen:

Jede Handlung, die ein Mensch ausführt ist immer von rein Egoistischen Zielen bestimmt.
Egal, welche Handlung man nimmt, man findet immer ein egoistische Motiv.



Das halte ich für sehr mutig in den Raum gestellt. Es sind nciht alle Menschen so. Ok, wenn wir uns umschauen, sehen wir viele Menschen, die so sind, aber es gibt auch welche, die nciht so sind. Ich rede hier von einer sehr lieben alten Frau, die nicht daran denkt, oh, welch Vorteile hab ich davon, nein, das hat sie nie getan, sie hat sich immer aufgeopfert für die anderen, und die anderen haben sie dann mit Füßen getreten. Und nun fühlt sie sich hilflos und schwach, wo ihr Mann gestorben ist. *seufz* Sie ist immer ein guter Mensch gewesen, und ich kenne sie mein ganzes Leben, und ich habe noch nicht einmal gemerkt, dass sie irgendetwas egoistisches machte.



geschrieben von: Dark_FN

hmm, viele interessante beiträge bis jetzt, aber hier noch ein paar Gedanken von mir:

@ Rigu: Wenn ich jemandem die Tür aufhalte, dann tue ich das, so denke ich, in der Regel weder aus Egoismus noch aus altruistischen Motiven, sondern eher aus "Höflichkeit, bzw. gesellschaftlicher Konvention für angemessenes Verhalten.

@ everyone: Ich denke, dass in der Diskussion der Aspekt der Konvention bisher etas zu kurz gekommen ist, denn handeln nach gesellschaftlichen Regeln ist zumindest ein weiteres, vom Egoismus in erster Instanz losgelöstes, Handlungsmotiv. Das sollte man durchaus berücksichtigen. Wobei man in zweiter Instanz natürlich argumentieren kann, dass Konformität mit den gesellschaftlichen Regeln nur aus Egoismus passiert (Ich fühle mich besser und kann mehr erreichen, wenn ich kein Aussenseiter bin).


@MyDyingDream & Thorn

"Jede Handlung, die ein Mensch ausführt ist immer von rein Egoistischen Zielen bestimmt.
Egal, welche Handlung man nimmt, man findet immer ein egoistische Motiv. "

ich würde der zweitens Hälfte definitiv zustimmen. Für JEDE handlung lässt sich ein egoistisches Motiv finden. Allerdings bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob die Tatsache, dass sich in jedem faqll ein solches Motiv finden lässt auch beeutet, dass es da in JEDEM Fall einen kausalen Zusammenhang gibt... Dau würden mich auch noch ein paar andere Meiningen interessieren.



geschrieben von: Morgendämmer

also ich unterstütze den grundgedanken das der egoismuss bewusst oder unbewusst all unser handeln bestimmt. ich finde richard dawkins hat mit seinem buch "das egoistische gen" völlig recht und empfehle es zu lesen. dennoch denke ich das es zu altruismus kommen kann. es ist ein genetischer fehler und wird sicherlich durch die natürliche auslese fallen wenn es keinen vorteil für das lebewesen bringt.
es gibt keinen guten oder bösen egoismus. beide, unbewusster und bewusster werden letztendlich durch die erbinformationen verursacht. ich finde aber das ein gleichgewicht des egoismus erstrebenswert ist.



geschrieben von: Rosenfeuer

eigentlich ein trauriges armutszeugnis für die welt die du da ausführst, my dying dream.
doch was bedeuted denn egoismus?
ist es von grund auf schlecht?
heißt es denn nicht einfach, dass man auch an sich denkt und für sich selbst klärt ob man eine handlung ausführen möchte oder nicht.
natürlich gibt es denn puren egoismus etwas hinter einer handlung zu erwarten.
doch bevor ich das weinende kind trösten würde, würde ich doch überlegen, ob ich mich dem annehmen kann. dies bedeuted doch auch egoismus und ist einfach notwendig um entscheidungen zu treffen.
schließlich und endlich kann man nicht aus seiner haut und kann / sollte keine werke vollführen die gegen das eigene behagen gehen.



geschrieben von: Lilas

ich stimme dem grundgedanken zu.

und wenn wir ein kleines kind auf der straße weinen sehen und hingehen um es zu trösten, könnte es im unterbewusstsein auch nur der drang danach sein, sein gewissen zu beruhigen in sofern, dass man eben einfach hinterher kein schlechtes gewissen haben wird, weil man ebem dem kind geholfen hat und es nicht einfach auf dem boden hat liegen lassen und einfach dranvorbeigegangen ist. und außerdem denke ich, dass man viele dinge eigentlich weder aus purem egoismus noch aus altruismus oder mitgefühl tut, sondern, dass bestimmte verhaltensmuster, die "nett" zu scheinen sein, uns einfach seit der kindheit antrainiert worden sind und die an sich absolut nichts schlechtes beinhalten und wir sie von daher nicht ändern.



geschrieben von: VerlorenerJunge

ich werf mal den spruch hier rein:

behandle andere wie du behandelt werden willst!

somit hat selbst das mit dem kind ein egoistisches motiv: du willst auch das man dir hilft wenn du leidest ...


das leben ist ein geben und ein nehmen kann man sagen - somit ist zum beispiel das mit dem blumenstrauß für die freundin nicht egoistisch sonder ein handel ... du gibst ihr was sie dir ...

ich denke man kann es aus verschiedenen perspektiven betrachten - und solang der egoismus nicht überhand nimmt, find ich ist es okay ...



geschrieben von: Thorn

Das ist der kategorische Imperativ von Immanuel Kant: Handle stets so, dass die Maxime deines Handeln jederzeit Gesetz werden kann.



geschrieben von: DarkHaze

der gedanke dieser theorie ist richtig. ich sehe ein kind das verletzt ist und ich fühle mich schlecht wenn ich es nur sehe. ich will dem kind helfen,denn wenn ich dem kind helfe, gibt es mir ein gefühl der nähe und der freundlichkeit. richtig, der begriff des egoismus ist zu (un)schwammig definiert.

@verl.junge
das leben ist kein geben und nehmen - es ist denke ich mehr ein geben und bekommen. ich zünde kerzen an und bestelle pizza für mich und meine freundin, damit sie freude zeigt und diese freude mich aktiv erfreut. ich würde aber nicht auf den gedanken kommen "So, jetzt hast du dich zu freuen! Los, ich will deine Freude haben, sonst sehe ich es nicht ein, dir eine Freude zu machen."... Die Selbstlosigkeit (abhängig vom Grad des Egoismus und der Definition) bleibt beim "Geben/Nehmen-Modell" vollkommen außer Acht.



geschrieben von: magus666

also weil es schon so schön zum thema passt wollte ich mal sagen daz ich in meiner kleinen welt den Egoismus zur wurzel allen bösen gemacht habe ... es war einmal vor einiger zeit da tat ich nur böses ... hatte einfach eine schlechte zeit und hab wirklich viel sch**** gebaut ... dabei bin ich doch eigentlich ein ziemlich lieber typ ... ich hab nachgedacht und nachgedacht und hab gemerkt daz all mein handeln auf egoismus zurückzuführen war ... seit dieser zeit denke ich immer wenn ich etwas schlechtes sehe daran worin wohl der ursprung dessen sei ... und was glaubt ihr? ich komm immer auf egoismus ... kann mir mal einer erklären welches böse nicht auf egoismus zurückzuführen ist???



geschrieben von: Name

Egoismus, im guten oder schlechten, bringt eines, Macht.
Ob ich nun Schwächere verprügele, oder mich für Sünden anderer ans Kreutz nageln lasse; immer habe ich Einfluss und Gewalt über (eine) andere Person/en, man hat sich als Stärker hingestellt, und das weiß das Gegenüber.

Wenn man nach Nietzsche geht, ist alles was gut ist dass, was aus der Stärke kommt.

Ist es demnach nicht gut, den Egoismus zu leben?

Ist der Egoismus dann auch schlecht, wenn es darum geht Macht zu haben, wenn man es über unradikale Methoden verrichtet wird?
Eine Selbstlose Tat ohne das Ego wäre doch erst eine Selbst-lose Tat.

...Das Motiv kann ruhig egoistisch sein, solange es keiner merkt...

Und nicht jede Tat führt zum Stärken des Egos bei, sonst dürfte es doch gar nicht das Wort "Sinnlos" geben.



geschrieben von: javid

sry, ich hab mir jetz nich all die antworten angeschaut. aber mal unhabhängig vom hinfallenden kind meine persönliche einstellung dazu:
ich denke der egoismus ist die wurzel allem 'bösen' (wenn sich gut und böse überhaupt definieren lassen). alle menschen sind von grund auf egoistisch. das lässt den schluss zu, dass alle menschen auch gleichzeitig böse sind. das denke ich nicht, nur dann, wenn sie den egoismus in eine destruktive oder kontraproduktive bahn leiten.
jeder mensch ist egoistisch. jeder mensch handelt nur aus egoismus.
wenn du deinem kumpel ne kippe anbietest oder ihm hilfst. warum? weil du so ein guter freund bist? mit nichten. viel eher, weil es dich zufrieden macht geholfen zu haben oder ihm etwas gutes zu tun. (gehen wir mal von einer wahren freunschaft aus)
ich wüsste wirklich nicht, welche handlung nich egoistisch wäre. selbst der aufenthalt in diesem forum ist purer egoismus: ich für meinen teil will lernen. andere sich darstellen. wieder andere suchen ablenkung...



geschrieben von: schopismann

Der Egoismus ist grenzenlos. Er kann nur zeitweise aufgehoben werden durch das Mitleid. Handelt jemand aus Mitleid, so handelt er moralisch. Den Willen zu überwinden, hiesse den Egoismus zu überwinden, dies hiesse wiederum die Welt zu überwinden.

Nur eine Meinung.



geschrieben von: Rabenflug

Hallo zusammen *verbeug*.

Interessantes Thema, das ihr hier anreißt. Von der Antike bis in die Moderne haben Philosophen untersucht, was den Menschen antreibt.

Ich halte jede menschliche Handlung, Überlegung oder Motivation für egoistisch. Konventionen, Mitleid, Scham, Liebe und ähnliche oft als "archetypisches Verhalten" angesehene Motivationen sind bei genauerer Betrachtung auch nicht anderes als Egoismus. Ein Beispiel :

A geht ein Straße entlang und sieht, wie die B von einer Gruppe Dritter zusammengeschlagen wird. A weiß genau, daß er auf den Hut bekommt, wenn er sich einmischt - tut es aber dennoch.

Abwandlung :
Sachverhalt wie eben, allerdings greift A diesmal nicht ein, sondert kümmert sich nach dem Angriff um die verletzte B.

2. Abwandlung :
Sachverhalt wie eben, allerdings rennt A gleich weg und bringt sich in Sicherheit.

Die Motivationen habe ich mit Absicht weggelassen. Im ersten Fall kann A sich selbst oder irgend jemandem etwas beweisen wollen, dann ist unproblematisch Egoismus gegeben. Vielleicht hat er aber auch "Mitleid" mit B. Das bedeutet aber lediglich, daß er selbst nicht so behandelt werden will, die Situation also fiktiv auf sich selbst überträgt und egoistisch sich selbst verteidigt, indem er B hilft. Vielleicht folgt er aber auch einer Ideologie, die ihn "verpflichtet" einzugreifen. Dann ist die Einhaltung der Ideologie aber ein Akt des Egoismus. Der Märtyrer handelt ja nicht altruistisch, sondern zur Verteidigung oder Förderung seiner eigenen Idee. Wenn ich das weiterdenke, komme ich zu keinem Ergebnis, das nicht auf Egoismus beruhen würde.

In der 1. Abwandlung hat sich A gegen ein Eingreifen entschieden. Die Motivation liegt auf der Hand - egoistischer Selbstschutz. Das Kümmern um B im Nachhinein ist wieder die Übertragung der Situation auf sich selbst. Aus egoistischen Gründen hat A also von Hilfe abgesehen - weil er die Situation aber als negativ (gegenüber sich selbst) sieht, tut er zumindest hinterher etwas. Dieses Verhalten ist logisch. Es liegen 2 widerstreitende Egoismen vor, zwischen denen abgewogen wurde.

In der 2. Abwandlung liegt wieder unproblematisch Egoismus vor. Gefahr für sich selbst - Entschärfung der Gefahr durch Flucht.

Auch einem kleinen Kind aufzuhelfen, wenn es hingefallen ist (kam vorher irgendwo im Thread vor), ist die Übertragung der Situation auf sich selbst, eine Ideologie, die verteidigt wird oder sonst etwas.

Was gelegentlich schwierig werden kann ist die Einbeziehung von verschiedenen Motivationen. Beispiel :

Dem A wurde von seinem Arzt gesagt, daß er bald sterben wird. Kurz darauf lernt er ein Mädchen kennen, in das er sich über alles verliebt. Er fängt eine Beziehung an, die er nach kurzer Zeit abrupt abbricht.

Ohne jetzt darauf einzugehen, was Liebe eigentlich sein soll, kann man (wenn man nicht gerade Erich Fromm folgt) davon ausgehen, daß Liebe ein egoistisches Bedürfnis ist : Besitz, Zärtlichkeit, das Übertragen der Bedürfnisse auf den Partner, woraus sich dann ein Selbstläufer ergibt usw.. Angefangen hat er die Beziehung, weil er eben die geschilderten Bedürfnisse hatte, die er erfüllen wollte. In gleichem Maß hat er aber kurz darauf die Situation der Freundin auf sich selbst übertragen und entschieden, daß er diese schlecht finden würde, wenn er in der Rolle der Freundin stecken würde. Fiktiv in der Rolle der Freundin hat er daraufhin die Beziehung beendet. Es liegt in beiden Fällen Egoismus vor. Die Abwägung hat er allerdings erst später durchgeführt. Ist ja logisch. Er ist kein Computer sonder reagiert auf die Situation nicht in einer Gesamtschau, sondern nach dem, was er gerade jetzt will.

Ganz besonders egoistisch finde ich Leute, die sich selbst beweinen und das nicht mal, um Mitleid zu ernten. Wenn man viele negative Eindrücke hatte, kann man seie Ideologie zurechtbiegen und völlig unsinnige Dinge zu seinen Leitmotiven machen. Also z.B. jemand, der ständig rumjammert und sich in die Situation reinsteigert. Seine Maßstäbe haben sich seiner Situation angepaßt. Seine Weltanschauung wird, denke ich, immer so angepaßt, daß man einen Vorteil daraus ziehen kann. Wenn sich also sonst nichts bietet, wendet man sich aus purem Egoismus eigentlich unsinnigen Zielen zu. Aber indem man das macht, kann der menschliche Egoismus wieder genau das tun, was er gut kann : Ziele anvisieren und Mängel auszugleichen. Ich rechne in die Kategorie ehrlichgesagt auch Borderliner und Magersüchtige ... bitte nicht auf den Schlips getreten fühlen.

Soo .. genug philosophiert .. ihr seid erlöst *zwinker*

Flattervieh



geschrieben von: Duion

man kann sagen, dass alles was jmd tut auf den egoismus zurückzuverfolgen ist, ganz einfach



geschrieben von: Pluna_X

Das stimmt das jedes handeln auf egoismus zurückzuführen ist.
bei manchen ist es größer bei andren kleiner.


Aber was ist so falch daran?

Der mench ist nur durch Egoismus zu denn geworden was er jetzt ist. Und nur in den man an sich denkt kommt man weiter.

Und in meinen augen ist es nicht schlim...



geschrieben von: Nekro

Egoismus...

Nunja...
Also....eine gewisse Portion Egoismus ist lebensnotwendig ..nciht wegzudenken ...und ein gesunde Portion ist nicht schlimm.

ISt es Egoismus ...´wenn jemand, dem es eigentlich immer schlecht geht...mit dir redet ....und weil es dir selbst so schlecht geht, dass du momentan nicht fähig bist ihm zuzuhören ...für ihn stark zu sein und Tips zu geben? Dich mit runterziehen lässt?
Und du sagst dann ..es geht jetzt nicht.
Wenn wir nicht ab und zu mal an uns selbst denken...gehen wir ein.....spätestens wenn der Körper uns dann einen Strich durch die Rechnung macht.
Das andere ist....wie willst du demjenigen helfen, wenn du selbst keine Kraft hast? Damit habe ich lange gekämpft ...bis ich einsehen musste, dass ich wirklich nicht helfen kann, wenn es mir selbst schlecht geht. Da hilft bestes Verdrängen nichts...irgendwann hat man halt mal keine Kraft mehr.
Versucht man trotzdem zu helfen .....kommt sowieso nichts dabei raus ....das sind meine Erfahrungen ...weil ich dann eher Schaden anrichte, als dass ich wirklich helfe.

Gut ...das andre ist ... mich regt dieser Gedanke auf .... dass wir Menschen mal wieder alle scheisse sind und einfach nur noch zu Sterben verdammt sein sollten. Wir sind ja alle so schlecht und so böse.
Man kann sich das Leben auch echt selbst total vermiesen. Ich sehe das zwar oft genauso ....ich hege großen Hass gegen die Rasse Mensch... Aber ich bin selbst davon einer... und ´wer hat mir erlaubt darüber zu urteilen, was böse ist .....dass alles was mir machen ...vor allem die anderen ... egoistische Hintergründe hat.
Das ist wirklich Ansichtssache und man kann sich da auch etwas zu sehr reinsteigern...
Egoismus....ist vielleicht das richtige Wort ... aber es ist einfach nur abwertend ...und wirft uns alle mal wieder in dieselbe Schublade.

Ich bin selbst oft sehr egoistisch ....mir sagt man immer ...wenn das sage ....das ich doch spinne ...ich sei einer der liebsten menschen und würde nie etwas böses machen oder denken oder lästern ...bla bla ..... Ich selbst weiß , dass das ja nicht stimmt.
Und ich finde ...die Einsicht...dass man eben egoistisch handelt ..sehr oft sogar ...ist für mich schon mal der ersgte Schritt zur Besserung.
Ich bin nicht auf der Welt um alles schlechte zu sehen und zu erkennen ....ich will es besser machen ....(mal ganz abgesehen davon, ob es gelingt oder nicht... ;) )
Das ist mein Leben.... Wenn mich Sachen stören .... muss ich bei mir selbst anfangen ... denke ich jedenfalls.

Wollte auch nicht irgendjemand hier persönlich angfreifen, falls mein Beitrag einen kleinen agressiven Ton vorweisen sollte ...
Ich bin da etwas zerissen .... einerseits glaube ich an die Unschuld der Menschen durch bloße Unwissenheit (wenn man das mal so ausdrücken kann) ..andererseits hasse ich die Faulheit der Menschen nach zu denken....

Grüße



geschrieben von: Penumbra

Wie schon vorher mehrmals erwähnt denke ich auch das der Egoismus zur menschlichen Natur gehört.
Ansonsten hätten wir nicht überlebt.

Ein gesundes Maß an Egoismus sollte man jedem zugestehen.
Dabei sollte man grausames und zerstörerisches Verhalten ausklammern.

Wo wären wir heute wenn wir nicht an uns selbst denken würden?
Ich verdamme den Egoismus auch nicht als etwas schlechtes,
obwohl das Wort in unserer Gesellschaft diesen schlechten Beigeschmack bekomen hat.

@Rabenflug
Ich fand deinen Aspekt der sich auf das Selbstmitleid bezieht sehr gut,da ich selber eine Person kenne die sich Tagtäglich selbst so schwer bemitleidet das sie meiner Meinung da von alleine gar nicht mehr herauskommt.
Die Person denkt nur noch über sich nach,
hat die Ausbildung abgebrochen und steckt in einem Kreislauf von Ich kann nicht,es bringt alles nichts und wofür soll ich denn was ändern?
Ich denke das ist mal eine andere Ansicht von Egoismus.
Auch diese Person schadet Leuten in ihrer Umgebung.

Es grüßt Penumbra



geschrieben von: deathly_silence

Zum Thread:

Das ist ja schon fast logisch, denn würde man nur an andere denken, ohne einen persönlichen Hintergrund, so würde man sich selbst zerstören. Mal abgesehen, von der Tatsache, dass das nicht möglich ist. Man tut alles aus einem eigennützigen Grund. Um nicht egoistisch zu sein, müsste man nicht existieren, denn jede Handlung ist bestimmend.





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