[Wolfsgeheul und Drachentränen] - German Gothic Board

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Wolfsgeheul und Drachentränen

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geschrieben von: D. letzte Träne

Lebe wohl Tiger.

Es hat nicht sollen sein, der Traum den du träumtest, er konnte so nie wahr werden.
Du wolltest mich besitzen, so hast du es mir zumindest zu verstehen gegeben und konntest dich nicht mit dem zufrieden geben, was ich dir von mir geben konnte.
Du wolltest mehr, du wolltest mich als die Liebe deines Leben, mehr als eine Freundschaft kann ich dir aber nicht geben.

Vielleicht wäre es irgendwann möglich gewesen, vielleicht wäre irgendwann der Funke übergesprungen, doch dieses "irgendwann" war dir nicht schnell genug. Verständlich. Freundschaften? Davon hast du schon zuviele, wenn ich dich richtig verstanden habe. Freundschaften, die willst du nicht.
Du hast gelitten, ich hoffe dass es dir nun besser geht, obwohl ich genau weiß, dass es das nicht tut.
Vielleicht lag es dadran, dass du mich nicht weiter hast in dich reinschauen lassen, stacheliger Tiger. Du hast dich eingeigelt, nicht nur vor mir, sondern vor der Welt und hast gehofft, dass ich der Engel bin, welcher alles ins rechte Loot bringt?
Verzeih mir, dass ich dich enttäuschen muss Tiger, ich bin kein Engel, ich bin nur ein Mensch.
Ein Mensch mit Fehlern, genauso wie du, ein Mensch dem es Leid tut, dass es nun so ist, wie es ist, aber auch ein Mensch, der so langsam glaubt, dass es so kommen musste, auch wenn der Gedanke, sich damit abfinden zu müssen, für ihn nur sehr schwer zu ertragen ist.

Alternativen? Ich seh keine. Schöne traurige Welt.
Bin wie Wasser, bin wie Wind, greif nach mir und ich endschwind.
Du hast nicht verstanden, dass je mehr du mich besitzen wolltes, um so mehr ich vor dir geflohen bin, aus Angst... in einem Käfig zu landen.
Was ist mit dem Geschenk? Soll ich es dir noch zukommen lassen? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Möglicherweise wirfst du es weg, weil du es nicht ertragen kannst. Du brauchst deinen Abstand, unsere Abschied war nicht freundlich, genauso wie er aber auch nicht von Hass begleitet war. Nicht von meiner Seite.

Ich gebe dir alle Wünsche mit die ich habe, hoffe das du keinen Unsinn anstellen wirst, doch wie ich dich kenne wirst... du das, nicht wahr?
Deine "beiläufigen" Bemerkungen, die mehr ungewollt im Frust erwähnt wurden, wahr machen? Ich habe angst um dich Tiger.
Natürlich werde ich dich nun vermissen, was hast du den gedacht?
Fünf Jahre, sind eine lange Zeit, auch wenn man sich nie wirklich gekannt hat.

Bitte verzeih mir, dir einen Traum zerstört zu haben,
bitte verzeih mir, dir nicht mehr geben zu können,
bitte verzeih mir, dir die Hoffnung zu rauben,
bitte verzeih mir, die Tränen, die du so sehr hasst,
bitte verzeih mir, dass ich dich nicht fangen, nicht halten konnte,
bitte, verzeih mir.

Vielleicht sehen wir uns wieder, in diesen oder in einem der folgenden Leben,
vielleicht können wir dann besser einander verstehen,
vielleicht können wir nochmal neu anfangen...

....bis dahin...

Lebe wohl mein stacheliger Tiger, ich gebe dir alle meine guten Wünsche und Hoffnungen mit, all meine guten Gedanken, du hast ein "Happy End" verdient, egal wie kitischig du die findest.

In Liebe (wenn auch nicht die, die du dir gewünscht hast),
eine letzte Träne.



geschrieben von: D. letzte Träne

Oh Tiger

Zum zweiten Mal haben wir uns bereits verabschiedet und immer noch kommen wir nicht so wirklich voneinander los. Du hast mich über ein paar Irrtümer aufgeklärt. Du bist weniger kapput, als ich angenommen hatte oder war diese Aufklärung nur Schauspiel und so falsch lag ich garnicht mit meinen Glauben? Denn das kannst du gut, Schauspielern.

Nun bemühen wir uns, eine Freundschaft aufrecht zu erhalten. Nicht leicht, vorallem nicht für dich. Bin gespannt wie lange das gut gehen wird. Die Zeit in der es gut geht, werde ich zweifelslohne genießen. Dein Geschenk? Ich musste lachen, auch wenn du es sicher ernst gemeint hast, als du sagtest, ich soll es zurück geben oder dir erst schenken, wenn ich mich in dich verliebt habe. Du gibts nicht auf, zumindest nicht ganz. Leider muss ich dir in einer Sache zustimmen, du bist ein Spinner... aber ein Spinner den ich gern habe.

Wir werden sehen was die Zeit bringt.



geschrieben von: D. letzte Träne

Wartezeit

Warten darauf dass meine Mutter nach Hause kommt.
Ich will nicht alleine gehen, kann es nicht.
"Hallo, mein Glastürmchen bricht grade wieder zusammen, ich brauch eine Überweisung."
Nein... und wieder ist es meine Mutter die dafür her halten muss, die selbst doch schon an und mit sich genug zu tun hat. Ich hab es alleine versucht, mir immer wieder die Dinge, die in ein alltägliches Leben gehören vorgenommen, vergebens. Angst, soviel Angst und Hass. Angst vor dem was ist und noch kommt. Hass auf sich, was/wer/wie man ist... und was/wer einen dazu gemacht hat.

Ich schneide mich an den Scherben, die ich versuche aufzuheben, um den Turm erneut aufzubauen. So oft schon versucht und doch vor seiner Vollendung wieder zusammenbrechen sehen. Nichts Neues, wird schon wieder, wie immer... Morgen oder Übermorgen, nach einer, vielleicht auch mehreren, runden Schlaf... Wird schon wieder. Ich bin immer noch zu Stolz um ganz aufgeben zu können, zuviel hängt davon ab, trotz des Wissens, dass auch der nächste Turm vor seiner Vollendung zusammen brechen wird.
Körperliche 20,
Seelische 12,
Geistige selbstgeschätzte 30,
das Wunschalter zwischen 4 und 6 Jahren.

Heute habe ich gegen meine Dämonen... gegen mich verloren. Schlechtes Gewissen, war es wirklich nötig zu gehen? Wo eben noch soviel "Hilfe" schrie, herrschen nun Zweifel. So gerne würde ich es alleine auf die Reihe bekommen, kann doch nicht so schwer sein? Ist es aber, um Hilfe komme ich nicht drum herum. Zweieinhalb Stunden noch bis meine Mutter nach Hause kommt und ich dann zu ihr gehe. Bis dahin ist alles nicht mehr so schlimm und ich werde keinen Bedarf mehr darin sehen mir die Überweisung zu holen. Tun werd' ich es trotzdem.... ich muss.



geschrieben von: D. letzte Träne

Dinge alleine tun

... etwas dass mir unheimlich schwer fällt.
Meine Mutter hat sich vertan gehabt, glaube das am Dienstag der Arzt Nachmittags geöffnet hat, aber laut Anzeigetafel dieser Tag Montags und Donnerstags. Nun bat sie mich heute alleine zum Arzt zu gehen, eine Krankmeldung zu besorgen bis mindestens inklusive Donnerstag und am Donnerstag, also Morgen einen Nachmittagstermin zu vereinbaren, damit sie ihm ihre Geschichte nochmal schildern kann.

Wie zum Kuckuck soll ich dem Arzt etwas glaubhaft erklären, woran ich grade selbst wieder zweifel? Die Notwendigkeit der Krankmeldung, die Begründung dafür verständlich machen? Seit ich wach bin, drehen sich meine Gedanken darum, lege mir im Kopf Worte zurecht und verwerfe sie wieder. Angst vor Fragen die man nicht beantworten kann. Angst nicht verstanden zu werden. Angst dass einem keiner glaubt, schließlich tut man es ja nicht einmal selbst mehr. Seit einer Stunde schiebe ich den 4 Minutenweg zum Arzt nun auf und um 12 macht er zu.

Ich muss, alleine weil ich jetz schon wieder einen Tag fehle, einer von... ich hab sie nicht gezählt, aber definitiv zuvielen. Soviel in mir sträubt sich dagegen da nun hin zu gehen. Ich weiß, die Zeit im Wartezimmer wird mein Kopf damit verbringen Gehirnmüsli zu fabrizieren. Möglichkeiten wie ich es dem Arzt erklären kann zurecht legen und wieder verwerfen und wenn ich an der Reihe bin ohne da stehen. Improvisation ist dann gefragt.
Schrecklich wie ich mich dafür so mal überhaupt nicht leiden mag.... unbeschreiblich.



geschrieben von: D. letzte Träne

Für immer Sonntag

Eine alberne Idee und gewiss keine die auf lange Sicht sinnvoll ist. Irgendwann geht man auch vom "nichts tun" kapput. Doch erwische ich mich dabei, wie ich unterbewusst versuche den Montag aufzuschieben. Zwar beende ich "fesselnde" Aktivitäten, die längere Zeit beanspruchen, mache aber dafür viele kleine Dinge, die man so beiläufig erledigen kann. Wie z.B. sich schnell noch was aus dem Kühlschrank nehmen, den Fernsehr laufen lassen, ohne wirklich den Film zu verfolgen, die Katze streicheln, die Foren nochmal durchsehen... ich weiß dass es keine neuen Beiträge gibt, vor 15 Minuten hab ich die Foren nämlich schonmal durchgesehen... und all solche Kleinigkeiten.

Morgen früh werde ich das selbe machen, jetzt weiß ich wieso ich immer so spät aus dem Haus komme, egal wann ich aufstehe... ich schieb es auf, lenk mich ab, bis zur letzten Minute und komme nur ganz knapp, wenn ich mich beeile, nicht zu spät, jeden Morgen von Montag bis Freitag, wenn ich nicht frei habe.

Sonntag, der Tag für mich, an dem ich mich nicht mit Leuten abgeben muss, mit denen ich mich nicht abgeben möchte. An dem ich keine Angst haben muss, fehlerhaft oder unvorbereitet zu sein. Für immer Sonntag, so albern wie es auch ist, alleine deswegen schon weil auch die Lebensmittelgeschäfte zu haben... so schön ist der Gedanke grade auch.



geschrieben von: D. letzte Träne

Ein nie abgeschickter Brief

Hey Katerchen.
Nein, keine Sorge, dies hier wird kein Liebesbrief, wenn auch etwas ähnliches kitschiges. Ich wollte dir danken, fürs Kopf kraulen und warmhalten. Die 'Nähe', einfach so, unverbindlich. Habe ich nicht oft, zumindest nicht von jenen, von dennen ich es mir wünschen würde. Nicht vergeben, aber auch nicht zu haben, kein Ding. Habe ich verstanden, ist okay so, sollte auch nicht anders sein. Wieso ich deine Aufmerksamkeit bekommen habe, oder womit ich sie verdiente, weiß ich nicht. Wird schon irgendwo seinen Grund haben, lag vielleicht auch ein wenig am Alkohol? Unwichtig, eigentlich.. denn trotz das es eigentlich unwichtig ist, erwähne ich es ja... vielleicht doch nicht so unwichtig, zumindest sollte es unwichtig sein, für mich.

Dein Typ bin ich zu meiner festen Überzeugung von 99% eh nicht. Selbst wenn, Fernbeziehungen sind eines der beschiss****** ... bescheidensten Dinge überhaupt, spreche aus Erfahrung. Würde nicht klappen, verschwende ich keine Gedanken dran.

Ich sollte aufhören Briefe zu schreiben die ich eh nie abschicke. Erstens kommt man sich dabei doof vor, zweitens merkt man wie einem die Worte entweder ausgehen oder sich überschlagen. Jetz klingt der Mist doch noch wie ein Liebesbrief.... verdammt.

Aber verliebt bin ich nicht, ich schwärme nur ein wenig für dich, nicht mehr, nicht minder. Charakter, Aussehen. deine Art eben... wenn ich auch nicht viel von dir bisher kenne, das bisschen immerhin... zu wärst zumindest mein Typ.
Ein Mensch von dem ich mich jederzeit wieder beißen lassen würde. Ja verflucht noch eines... ich steh auf so etwas.

Hier darf man sich ein leises Lachen und einen verzweifelten Versuch von mir vorstellen, wie ich mich versuche das Thema zu wechseln, das eben geschriebene in Vergessenheit geraten zu lassen, die Aussage durch eine Erklärung versuche abzuschwächen oder mich verkrümmel, würde eh alles nicht funktionieren, daher lasse ich es einfach.

Die Erinnerung verblasst, windet sich schleichend aus meinen Gedanken, ich kan die Situation schon nicht mehr nachfühlen. Manchmal ist die Vergänglichkeit von Gefühlen richtig schade, vor allem wenn es sich um das Gefühl handelt, sich fallen lassen zu können und aufgefangen zu werden. Eh ja, das passt für dich bestimmt hier nicht so ganz dazu, anders kann ich dieses Gefühl welches ich gehabt habe aber nicht beschreiben. Unwichtig.

Alles nochmal in Kürze: Du bist ein wundervoller Mensch, ich bin froh dir begegnet zu sein und wollte einfach nur mal "Danke" sagen.



geschrieben von: D. letzte Träne

Wohlfühlmomente

Sonnenschein, eine kühle Briese, meine schnurrende Samtpfote die nach Aufmerksamkeit verlangt und das Gezwitscher der Vögel hinter mir. Ein schöner Tag.

Ein kleiner Austausch mit dem Katerchen, der nicht ganz von der Feier des Vortags verschon geblieben ist. Die Gespräche tun gut, ich kann auftanken. Wie teuer mich der Sprit kommt weiß ich noch nicht, es fühlt sich gut an, mehr ist im Moment nicht wichtig.

Ruhe, keine Musik, nur das gleichmäßige brummen meines PC's und die Geräuschkulisse der Straße dringen neben Vogelgezwitscher und dem gurren einer schnurrenden Katze an mein Ohr.

Ich kann still stehen, während die Erde sich weiter dreht, ich verpasse nichts, muss nichts noch ganz unbedingt und dringend erledigen, alles was ich noch machen könnte und sollte hat jetzt Zeit. Wann habe ich so das letzte mal Gefühlt? Es muss lange her sein.

Ob das Katerchen dafür verantwortlich ist? Ich muss Lächeln, unwichtig. Der Wortwechsel tut zweifellos gut, dafür danke ich ihm, aber Ursachen und Gründe haben grade keine Bedeutung. Im Moment, zählt das Jetzt und das Jetzt möchte einfach nur genossen werden.

Ein schöner Tag heute, der 2. Mai 2009



geschrieben von: D. letzte Träne

Wahnsinnig

Ich bin wahnsinnig, bin alber, lächerlich... ich zittere und laufe wie ein gescheuchtes Huhn durch die Wohnung. Ich weiß wieso ich "es" gemacht habe, fürchte mich jetzt aber vor Folgen und Konsequenzen.

Ich komme mir schrecklich nackt vor. Ein Balanceakt ohne Netz.

Es wird kein Mauseloch geben in welchem ich mich verstecken kann, keine Ecke zum verkriechen, keine Decke zum über den Kopf ziehen, kein Double welches mich ersetzt oder bekannte Leute wo man dich abstellen kann.

Ich habe keine Vorstellungen wie das nächste Wochenende aussehen wird. Dafür habe ich mich mit solchen Gastronomiebetrieben zu selten beschäftigt, um ehrlich zu sein garnicht, weil es nie niemanden in meinem Freundeskreis gab der sich dafür interessiert hat und da ich so gern alleine bin, vorallem unter fremden Menschen, blieb ich dem halt fern.

Angst, Panik! Und wieso das ganze?
Wieso habe ich "es" gemacht?

Ich wollte, nein... möchte dich wiedersehen Katerchen und dies nicht erst in ein paar Monaten. Ich habe dir erlaubt zu kommen...

Ich bin wahnsinnig, kein Zweifel.



geschrieben von: D. letzte Träne

Realität

Nach einem halben Liter O-Saft, zwei Packungen Taschentüchern und meinem üblichen Kummerkastengespräch stehe ich wieder mit beiden Beinen auf dem Boden und kann dich wieder auf meinen Gehirnwindungen verbannen, wenn ich will. “Bist du dir der Konsequenzen dessen hier überhaupt bewusst?” ist meine Frage gewesen, welcher du sehr galant ausgewichen bist. Wie oft an diesem Tage habe ich dich gedanklich als “böse” betitelt, während du mir den Kopf verdreht hast? War nicht einfach die Gewalt über die Türen zu meinem Kopf zurück zu erobern, aber ich habe den Kampf gewonnen. Zwar nur diesen einen und noch lange nicht die Schlacht, aber bis zum nächsten Kampf hab ich zumindest etwas Zeit, welche ich gut nutzen sollte.

Die Abschlussprüfungen stehen an, Bewerbungen wollen geschrieben werden und mit meinem Klempner habe ich morgen einen wunderbar tollen Termin.... direkt nach der Schule. Alles Dinge die mir nun wichtiger sein sollten. Ich muss mich nur noch dazu bringen mich um die Dinge auch wirklich zu kümmern.

Gestern hab ich übrigens angefangen “Gevatter Tod” zu lesen. Du und S. Hatten recht, nette Bücher. Leider lesen sie sich ziemlich schnell durch. Was war nun eigentlich mit dem Mittelaltermarkt, wolltest du dafür wirklich nochmal her kommen? Ich trau mich nicht so recht zu fragen, zumindest nicht seit meiner letzten Frage. Aufgrund der Entfernung zwischen uns fände ich es auch irgendwie anmaßend, dir dies nochmal zuzumuten, trotz dass du es warst, der den Vorschlag machte.

Auf dann Katerchen.



geschrieben von: D. letzte Träne

Ich komm' klar

Als begeisterter Rollenspieler habe ich über die Jahre mehrere Charaktere entwickelt, die alle ein Extrem von mir verkörpern. Mischt man alle diese Charaktere gut durch, gibt ein wenig Wasser dazu und stopft sie in eine Hülle, ergibt das mich.

Seit gestern Nacht, dominiert einer dieser Charaktere, einer der sich sonst immer nur ganz kurz gezeigt hat. Entweder als Spielcharakter oder wenn es darum ging, andren gut zu zu reden.

Bei der Person ist alles immer "in Ordnung". Ihr geht es im Regelfall "gut", sie ist ruhig, gelassen, geduldig, vernünftig, ausgeglichen.
Probleme gibt es für nicht wirklich, sie kommt mit allem klar, macht weiter, funktioniert tadellos.
Schwirig diesen Zustand auf Papier zu bringen.
Ich komme mir grade sehr Fremd vor. Gestern am Vor- und Nachmittag sah dies alles noch ganz anders aus. Verängstigt, panisch, genervt, zerstreut.

Der Wandel irritiert, ebenso die länge mit der dieser Charakterteil grade dominiert. Er passt nicht zu dem, wie ich mich sonst für gewöhnlich erlebe.
Nun, vielleicht gibt es ja doch ein Wesen höherer Macht, welches es gut mit mir gemeint hat und der Meinung war, mit Tränen, Angst, Kummer und Sorgen soll erst einmal Schluss sein.

Ich bin mir nur noch nicht ganze sicher, ob ich ihm dafür danken soll. Es fehlt etwas, etwas von dem ich noch nicht weiß was es ist und ich habe das Gefühl, das es irgendwie wichtig war.



geschrieben von: D. letzte Träne

Wächtertreffen 2009

Ich hab es überwunden, dachte ich oder hatte ich nur zuviel mit anderen Dingen zu tun die wichtiger waren? Anscheinend. Ich konnte es nicht lassen, ich musste etwas sagen. Kurz drauf Schmerz, mehr schlecht wie recht unterdrückte Tränen, eine Schulter an der ich mich anlehnen darf, aber es nicht will. Ich tat es trotzdem, suchte irgendwo halt. Ich kenne die Antwort, ich kenne sie schon so lange, wusste es von Anfang an.

Trotzdem ließ ich mich drauf ein. Hörte auf andere, verdrängte nicht, erlaubte mir zu hoffen. Spiel auf Risiko, sch**ß Psychodoctor, ich wusste es doch. Es ist nicht mehr das Selbe, war es 'hier' die ganze Zeit schon nicht. Stündliches ankämpfen gegen die Tränen, keiner soll sie sehen, sie gehören da nicht her - es sollen schöne Erinnerungen sein - werden also versteckt unter leichter agressivität, schweigendes teilnahmsloses in der Ecke sitzen und übertriebener Kindischkeit. Kleine Extreme, gelegentliche akzeptanz, ich habe es doch gewusst.

Ich steh mir wieder selbst im Weg. Flüchtige Verabschiedung, es fehlt ihr an etwas, wirkt mehr wie eine Pflicht, als gewollt. "März ist er eh auf See." Autsch, ein Tritt in die offene Wunde. Ich wünsche ihm Morgen viel Glück bei seinem Sehtest und taumle weiter... ich komm' klar... irgendwie.

Ich glaube nicht, das ich die Formulierung hören will, die ihm noch fehlt, um mehr als mit Schweigen zu antworten, auf eine Darlegung von mir, aus welcher er eine indirekte Frage erlesen hat.
Katerchen.



geschrieben von: D. letzte Träne

Sonnenschein


Auf und Ab. Eine Berg und Talfahrt leider mit nur selten schöner Aussicht, aber jetzt geht es eine schöne Strecke nach oben. Ich fühl mich gut.

Gestern Abend, ein unbedeutendes kleines Gespräch, Balsam für die Seele. Ich glaube nicht dass mein Gesprächspartner wusste, wie gut mir dieser kleine Austausch von Nichtigkeiten tat. Nur mit mühe konnte ich es mir verkneifen, mich zu bedanken. Verstanden hätte er es wohl ohnehin nicht und es zu erklären, das hätte es irgendwie kaputt gemacht.

Viel blieb liegen in den letzten Wochen. Nichts ist fertig und nur wenig angefangen. Heute kann ich aufstehen, ohne mich dazu zwingen zu müssen, heute kann ich, als ob es das normalste der Welt wäre, die normalsten Dinge im Haushalt erledigen, die man halt so zu erledigen hat. Kein Zwang, kein dran rumkrotzen, ganz normal, in aller Ruhe, ohne das mein Kopf sich quer stellt und gleichzeitig zehn andere Dinge machen will, einfach so.

Ich freu mich auf den Nachmittag. Stadtbummel mit meiner Mutter, sogar das Wetter ist heute hübsch. Immer noch sind Dutzend von Wolken am Himmel, aber die Sonne kommt durch und auch der blaue Himmel zeigt sich.

Die Welt ist in Ordnung, das Leben ist schön.



geschrieben von: D. letzte Träne

Endgültigkeit, Einsamkeit und Träume

Nun ist es endgültig, unmöglich das er nochmal nach Hause kommen wird. Nein, wird er nicht. Naja, nicht ganz. Er ist ja eigentlich zuhause, aber eben nicht hier, nicht in dem zuhause Wohnung, sondern in dem zuhause Bremen. Spätestens jetzt ist es klar, kein böser Traum, kein schlechter Scherz. Vor der Haustür zusammengebrochen, im Krankenwagen gestorben, während ich oben in der Wohnung irgendwelchen Blödsinn geträumt habe, nachdem ich mich nochmal rumgedreht habe als der Wecker geklingelt hat... als Aschehaufen in eine Urne gekehrt, diese im Familiegrab, das sein Vater schon bezogen hat versenkt, mit Blümchen beworfen und mit Erde abgedeckt. Es war schön, die Familie nochmal zu sehen, auch wenn der Anlass alles andere als toll war. Er fehlte, fehlt uns allen.

Ich sitze nun alleine in dieser Wohnung mit einer Katze, zwei Wellensittichen, einer handvoll Fruchtfliegen und einem Dutzend kleiner mini Spinnchen, die ich einfach nicht umbringen will. Seine Sachen sind alle noch in seinem Zimmer nur der Papierkram, der ist umgezogen. Meine Mutter hilft mir bei den Dingen die jetzt anfallen. Abmeldungen, Rennerein was hat alles so nötig ist. Es fühlt sich seltsam an, gelegentlich schmerzt es. Die Autos, das wird schwer, sehr schwer, aber eine Wahl habe ich nicht. Schauen was wird, nach vorne blicken... nicht einfach.

Wie sehr fehlen mir grade die Leute, die ich im laufe meiner aktiven WoW-Zeit kennen gelernt habe. Wieso zudem grade jetzt? Einfach mal so in den Arm genommen werden, von mir aus auch weggetragen wenn ich ihm weg sitze, was zusammen trinken, herumalbern, lachen, ihnen zuhören, Atmosphäre leechen, genießen und sich dann, wenn es spät wird einfach sich irgendwo zusammen rollen und mit ihren Stimmen im Ohr einschlafen, am Besten, wenn sich einer von ihnen als Kopfkissen bereit stellt.

Nicht das mich hier niemand in den Arm nehmen würde, mir niemand zuhört oder ich das hier mit niemandem machen könnte. Aber es ist nicht das selbe, wenn das Mutter oder Schwester tun. Auch meine beiden Freundinnen nicht, die hier in der Nähe wohnen, zudem fehlt ihnen eh die Zeit. Die Ausbildung nimmt beide Mädels sehr in beschlag, genauso ihre Hobbys. Wir sehen uns nicht so oft, zudem sind sie einfach eben... anders, es wäre nicht das selbe. Ja.

Wenn ich mir meinen Text jetzt anschaue, irgendwie wollte ich wohl nur mal wieder jammern. Wenn ich zumindest eines gut kann, ist es jammern, meckern und mich selbst bemitleiden. Nichts worauf man wirklich stolz sein könnte. Stolz sein... ich möchte das er stolz auf mich sein kann, dahin werden meine Pläne nun gehen. In meinen Träumen sind meine Zukunft bereits schön aus und ist es wert, stolz darauf zu sein. Jetzt muss ich diese Träume nur noch verwirklichen.



geschrieben von: D. letzte Träne

Zwischenstation

Die Welt dreht sich, die Zeit schreitet voran und vorbei an dieser Wohnung in dessen inneren ich mich befinde. Ohne Kalender, ohne Uhren, ohne meine Mutter die des öfteren anruft oder vorbei kommt, ohne meine Schwester die seit dem Tod unseres Vaters so unglaublich anhänglich geworden ist, würde ich wohl weder Wissen welcher Tag heute ist, noch ein richtiges Tagesgefühl entwickeln. So früh wird es bereits dunkel am Abend.

Kerzen brennen. Die kleine Flamme lässt träumen, spendet warmes, weiches Licht ohne die bereits schlafenden Federbällchen zu stören und ich kann trotzdem genug sehen um zu lesen, zu schreiben, ja, sogar um zu kochen und Wäsche auf dem Balkon aufzuhängen. Elektrisches Licht, wer braucht das schon? Ich wahrscheinlich, sobald mir meine Kerzen ausgegangen sind.

Zwei schöne Geburtstage von Freundinnen sind vorbei gegangen. Lachen, neuen netten Menschen begegnen, sich rund futtern und von geschmiedeten Zukunftsplänen erzählen. Die beiden Mädchen sollten öfters Geburtstag haben. Vor allem Rhaps, die sich sehr rare macht in letzter Zeit. Nicht einmal auf Kai’s SMS-Nachricht hat sie reagiert. Kai macht sich sorgen, ich vertröste sie damit, dass Rhaps Schwester, die sich öfter in einigen Foren blicken läst, bestimmt schon Bescheid gegeben hätte, wenn etwas schlimmes mit Rhaps passiert wäre.

Ich fürchte weniger das unserer Freundin etwas passiert ist, als dass der Zahn der Zeit zugeschlagen hat und unsere Freundschaft begonnen hat zu bröckeln. Wäre nicht die erste Freundschaft, welche nach der Schulzeit sich lediglich in nur eine schöne Erinnerung verwandelt.

Mich beschleicht ein Gefühl, irgendetwas wichtig vergessen zu haben. Irgendetwas was ich hätte tun müssen oder etwas das ich tun sollte. Mir mag es aber nicht einfallen und Unruhe macht sich breit. Es ist nicht der Lebensmittel- und Getränkeeinkauf, welchen ich schon um mindestens eine Woche verschoben habe, es ist auch kein unbeantworteter Brief und auch keine Lauferei, zu Ämtern und dergleichen. Vielleicht fällt es mir die Tage ja wieder ein. Ich hoffe, dass es dann nicht schon zu spät ist, sich darum zu kümmern.



geschrieben von: D. letzte Träne

Rückfälle

Die Wohnung sollte fertig sein. Ganz fertig und jetzt sind nicht einmal alle Tapeten an der Küchewand dran. Diesen Monat muss unbedingt das Wohnzimmer fertig werden denn, im Februar kommt Besuch.

Irgendwie hat sich der Besuch eingemogelt. Wollte er doch erst nur von mir gerettet werden, um dem langweiligen Urlaub zu entfliehen, nimmt er sich nun extra Urlaub um mich zu Besuchen. Toll oder? Na immerhin habe ich ihm die ganze Woche abschwatzen können und die Zeit auf 4 Tage inklusive hin und Rückfahrt verkürzt. Begeistert bin ich trotzdem nicht. Ich hab gar keine Ahnung womit ich dem Besuch beschäftigen soll, außer mit dem Bau eines neuen Vogelkäfigs.

Apropo, Vogelkäfig. Ich verfluche diese Überzüchtung bei Wellensittichen. Jetzt hab ich nicht nur einen Vogel mit zu kleiner Leber sondern noch einen zweiten Vogel mit dem ich diesen Monat zum vogelkundigen Tierarzt darf, weil er immer noch so aussieht wie an dem Tag als ich ihn gekauft hatte. Dünn! Und wenn er dann noch anfängt zwischen den angelegten Flügeln am Rücken die Federn zu sträuben stimmt irgendwas mit ihm nicht.

Ich hab jetzt schon Panik vor der Autofahrt. Von der Autofahrt mit dem Auto meines Vaters zum Wertschätzer ganz zu schweigen.

Seit zwei Tagen aus der Lethargie erwacht und seit zwei Tagen unter Strom, nichts kann schnell genug gehen und der Tag hat für alles zu wenig Stunden. Es geht mir nur wenig besser, ich sehe es passiert was, aber das passiert alles nicht schnell genug. Stressig, schlimm.

Immerhin. Morgen kauf ich ein eigenes Handy und kann dann zumindest ein paar Bewerbungen schreiben, einen Termin bei meinem Laberarzt vereinbaren und daraufhin noch einen beim Tierarzt machen.

Und wenn es hart auf hart kommt, kommt noch eine Mutter daher die Anfängt darüber zu reden zurück ans andere Ende Deutschlands ziehen zu wollen. Ich meine ich freue mich für sie, wenn ihr das gut tut, aber sie wird so oder so früher oder später meine Schwester wohl nach sich ziehen, welche dort immer noch ihre Wurzeln sieht.

Und ich? Ich Riesenangsthase mag hier einfach nicht alleine bleiben, ebenso wenig wie ich hier aber im Moment verschwinden will, wo ich es grade versuche mir gemütlich zu machen. Ich will die fliederfarbende Tapete nicht umsonst gekauft haben für die Küche! Zudem würde ich noch weiter weg sein von meinen Lieblingsbekanntschaften als jetzt schon, was ich auch nicht pickelnd finde.

Ja gut, meine Freundinnen hier, die könnte ich eh nie anrufen wenn ich mal Hilfe bei irgendwas bräuchte oder mir spontan einfach mal zum weggehen ist. Wobei ich es ehrlich auch noch nie ausprobiert habe. In Anbetracht der Tatsache allerdings, dass jedesmal, seit wir die Schule verlassen und man sich darauf einigt: “Hey, treffen wir uns doch mal wieder.”, da irgendwie ein Treffen draus wird bei dem 3-5 Leute dabei sind die nicht zu meinen Freundes und Bekanntenkreis gehören, finde ich diese Treffen immer weniger toll. Nicht gegen neue Bekanntschaften, aber ich will mich doch mit meinen Freundinnen treffen und nicht mit den Freunden meiner Freundinnen! Und wenn man dann noch erfährt das diese Freunde quasi auf einer Animefanseite zusammengetrommelt wurden, fühlt man sich wie nur eine von vielen und ich bin nicht gerne nur eine von vielen.

Umkleidekabinenspiegel gehören übrigens verboten. Da schaut man bei sich zuhause in den Spiegel bevor man das Haus verlässt, findet sich einigermassen akzeptabel, landet dann in so einer schrecklich grell beleuchteten Kabine mit einem Spiegel wo man auch wirklich alles sieht was einem an einen selbst mal so überhaupt nicht passt. Dieses Phänomen ist mit schon öfter aufgefallen und nein es liegt nicht daran das ich meinen Spiegel zuhause so selten putze. Sowas kann einem echt die ganze Woche vermiesen.

Na ja, weiter machen, abwarten und hoffen das sich alles zum guten wendet. Notausgang steht ja immer offen.



geschrieben von: D. letzte Träne

Sachen die stinken

Kann man Leuten die man hasst nicht einfach aus dem Weg gehen oder sie ignorieren? Wenn die Menschen mal so viel Energie in sinnvolle Tätigkeiten setzen würden, anstelle über andere Leute her zu ziehen, die mal wirklich gar nix verbrochen haben, sondern einfach wegen ihrer “Art” nicht gefallen, dann wäre diese Welt doch schon zu 75% ein Paradies.

Irgendwie muss es ja echt toll sein Menschen grundlos anzugehen nur weil einem ihre Nase nicht gefällt oder wie sie “Guten Tag” zu der alten Frau auf der anderen Straßenseite gesagt haben, vielleicht auch weil sie ihren Schlüssel in der linken, anstelle in der rechten Hosentasche haben.

Grade in Foren scheint dies immer beliebter zu werden. Ich meine gut, es immer noch besser als auf der Straße, aber nicht weniger bescheuert. Natürlich könnte ich, anstelle mich nun darüber zu ärgern, dass ganze ignorieren, tja, wenn es dabei um mich gehen würde, wäre das alles gar kein Problem, es geht aber nicht um mich und da Kallen mir die Sicherungen nun einmal durch. Geht es dabei vielleicht noch um Freunde und Familienmitglieder ist es noch schlimmer. Trifft diesmal zum Glück nicht zu und trotzdem möchte ich grade in ein paar gewisse Personen ordentlich reinhauen und reintreten, weil ich es nicht sehen kann, wenn man versucht jemanden fertig zu machen.

Brr... bin ich geladen.

Apropos Foren...

Diese netten Themenänderungen sind auch immer wieder toll.
Einer möchte über Insekten für fleischfressende Pflanzen reden und auf mal bringt wer das Gespräch auf Blumendünger und nicht eine Sau mehr beantwortet die Frage des Themenerstellers zu den Insekten. Wenn ich über Blumendünger schreiben will dann schreib ich dass doch nicht da wo einer was von Insekten wissen will? Genauso wie der Themenersteller bestimmt keine drei Links haben möchte, die gleich als erstes aufploppen wenn man die Frage in eine Suchmaschine eingibt.

Ich zweifle gar nicht daran dass das mit den Blumendünger interessant ist und die Links sehr informativ, aber es bringt den Themenersteller eben nicht weiter. Manchmal glaube ich, nein bin sogar davon überzeugt, dass es gewisse Forennutzer gibt, die nur in Foren sind um anderen Leuten dort unter die Nase zu reiben was sie alles schönes wissen oder wie toll sie Suchmaschinen benutzen können.

Brr...

Vorsichtshalber erwähne ich eben noch dass es sich dabei nicht um dieses Forum handelt.

Zu guter letzt, was auch stinkt und sogar mal mit mir zu tun hat.

Ich kann es überhaupt nicht leiden versetzt zu werden, egal in welcher Form.
Sei es betreffend eines Anrufes der nicht kommt, einer Person die nicht erscheint oder ein Brief der nicht im Briefkasten auftaucht.

Natürlich gehe ich immer davon aus, dass die Person die anrufen, auftauchen oder den Brief schreiben wollte einen Grund hat dass sie es nicht getan hat, einen guten Grund der zu verzeihen ist. Wenn ich dann aber über andere Wege erreichbar bin und die Person sich nach zwei Wochen immer noch nicht gemeldet hat.....

Ein guter Grund ist für mich auch ein “Ich habe es vergessen.” oder ein “Kein Interesse mehr.” Ja, da bin ich sehr anspruchslos. Nur sich gar nicht zu melden, dass ist einfach.... verdammt ich reiße niemanden den Kopf ab und ich bin auch nicht sauer, zumindest nicht wenn man sich denn hinterher mal meldet. Jetzt bin ich eigentlich auch nicht wirklich sauer, sondern nur wahnsinnig enttäuscht. Bin ich noch nicht einmal eine verspätete Absage wert? Danke für den imaginären Schlag in den Magen - ich hab mich auch lieb.



geschrieben von: D. letzte Träne

Telefon

tock.....tock.....tock......tock.....tock

Ich lass mich ja sssoooo gerne anrufen nur um an Pflichten erinnert zu werden.

tock....tock....tock....tock

Was geht sie meine Post an? Hat sie einen Kullerkeks zu interessieren ob die sich endlich gemeldet haben oder nicht. Ich bin immer froh wenn ich keine Post von ihnen habe.

tock...tock...tock...tock...tock...tock...tock...tock

Und mir erzählen wie, wo, was mit dem Auto meines Vaters ist, was ich da nun endlich doch tun sollte und woran es liegt, dass es nicht anspringt. Sie hat noch weniger Ahnung von Autos als ich und ich hab schon gar keine!

*tock..tock..tock..tock*

Sie muss sich nicht wie ein verängstigtes Kaninchen vor der Schlange alleine da hinein setzen und irgendwo damit hinfahren wo es “hübsch” ist. Sie muss nicht am Auto rumfummeln und macht sich dabei Gedanken ob dass was sie da macht alles so richtig ist, ob sie nichts kaputt macht. Sie traut es sich auch nicht zu den Führerschein zu machen, sie wird sich also nie über so etwas Gedanken machen müssen!

tock.tock.tock.tock.tock.tock.tock

Nur das Telefonat beenden, weil ich böser Mensch ja nicht jenes mache was ich sollte und ich ihr wiederspreche, dass das Auto eben nicht wegen den miesen Wetterverhältnissen streikt, sowas kann sie. “Ich will mich nicht mit dir streiten” Ich mich auch nicht, aber da du auch keine Hilfe anbietest, was soll dabei sonst heraus kommen?

tock.tock.tock

Fühl ich mich vielleicht besch***en!
Ich sollte mich daran erinnern, ihr zu sagen dass sie mich für sowas nicht wieder anzurufen hat, erst recht nicht um so eine Uhrzeit!
Sonst bin ich die Person, welche das Gespräch beendet.

TOCK



geschrieben von: D. letzte Träne

Es ist Zeit

So lange vegetierst du schon vor dich hin. Jeden Tag sehe ich dich mehr sterben, sehe dich leiden und bin fest davon überzeugt das keine Medikamente mehr helfen können. Doch obwohl du jeden Tag ein Stück mehr stirbst, stirbst du nie ganz, denn du willst, wie alles Lebendige hier auf diesem Planeten, leben.

Ich beobachte dich schon so lange dabei, wie du dich verzweifelst versucht auf den Beinen zu halten, wie du versuchst zu sagen, dass mit dir alles in Ordnung ist, aber ich kenne dich zu gut, ich weiß was sich hinter der lachenden Maske verbirgt und was man dort sehen kann, ist nicht schön. Ungewollt drehst du dich im Kreis, kommst da einfach nicht mehr raus und brauchst unbedingt Hilfe.

Es ist schon so lange Zeit für dich, endlich gehen zu können. Es ist Zeit, dass dir jemand endlich deinen Frieden gibt und dich erlöst. Sicher, wirst du dich wehren, wirst dich winden mir versuchen weiß zu machen, das du wieder gesund wirst, schließlich willst du leben, nicht wahr? Ja, auch wenn du dir insgeheim bestimmt schon dutzende male gewünscht hast nicht mehr zu erwachen, einfach in den gemütlich weichen Kissen dich heimlich davon zu stehlen, kannst du deinen Überlebensinstinkt nicht einfach abschalten.

Es wird schwer, schwer für uns beide. Ich habe so etwas noch nie in der Dimension gemacht, du wirst dich nicht einfach wie eine Fliege oder ein Käfer zerquetschen lassen, ebenso wenig wie du innerhalb von ein paar Minuten durch Insektenspray den Geist aufgibst. Wir werden beide kämpfen, aber wir wissen, es ist Zeit. Es ist schon lange Zeit gewesen und jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr schieben wir das Unvermeidliche nur heraus, verlängern dein Leiden.

Du kannst nicht mehr und ich kann dich nicht mehr so sehen. Ich kann dir nicht versprechen, dass ich es schaffen werde, aber ich verspreche dir, ich werde mein Möglichstes tun. Sicher wird es nicht schnell gehen, sicher wird es nicht leicht werden, aber wir müssen diesen Schritt gehen, immerhin gehen wir ihn zusammen, ein kleiner, wenn auch nur schwacher Trost.

Bitte hasse mich nicht dafür, bitte lass mich dir helfen, garantiert werde ich dich auch nie vergessen. Wie könnte ich dies denn? Ich werde mich immer an dich erinnern, immer. Warst du doch 12 Jahre alles was ich hatte, alles was ich war und alles was ich grade noch bin.

Es wird Zeit.... die Zukunft ruft mich und ich kann dich leider nicht mitnehmen... fangen wir an.



geschrieben von: D. letzte Träne

Im Nichts

Gestern. Nach reden und so... ging. War nicht toll, aber ging...
Heute? Es ist schon seltsam mit dem Gedanken: “Ich fühl mich wie ein Zombie auf Urlaub.” zu erwachen. Doc. Termin... Tagesklinik anrufen, nachfragen wie es mit dem Platz aussieht... oh fein 2.6. das Wochende darauf wollte ich oder auch nicht, wegfahren, Leben tanken... Katerchen anhimmeln. Ich war mir nicht sicher und dann hat jemand anderes sich für mich entschieden. Fein.

Nein, gar nicht fein. Ich hätte gerne... würde gerne... verfluchte Ängste.

Dann... Schuhe anziehen, Doc wartet ja nicht.... komisches Geräusch aus dem Vogelkäfig, in dem sich nach dem aufstehen zwei Wellensittiche ihrer Stimme laut bedient hatten. Jetzt ist es nur noch einer.... Ursache? Unbekannt.

Von der Stange gefallen, einfach so.

Doc abgesagt. Sich um das verbleibende Mädel gekümmert. Verflucht still ist es hier geworden.
Gespräch mit meinem Kummerkasten.
Nicht nur des Vogels wegen.
Meine Augen sind nun leer, keine Tränen mehr da, der Kopf... dumpf... leer. Schwebe.

Alles irgendwie im Eimer... Schwebe nutzen, Haushalt... Ordnung schaffen auch im Kopf. Abwägen... und vielleicht sich irgendwie mal ein Herz fassen und auf Teufel komm raus das tun, was ich will... sobald ich weiß... was ich will... oder zumindest etwas tun... was mich dem was ich will näher bringen könnte... anstelle zu warten... und darauf zu hoffen das andere für mich entscheiden um am Ende damit doch nur unzufrieden zu sein.

Darüber wollte ich eh mit dem Doc reden. Irgendwie .... tja.
Zeitsprung zurück, noch einmal aufwachen... Tag neu beginnen... hätte was für sich.



geschrieben von: D. letzte Träne

Wochenendpläne

Pfui was brummt mir der Schädel und ist mir schlecht.

Kurz vor knapp wird alles nochmal an Plänen umgeworfen. Zuwenig schlaf, zu wechselhaftes Wetter, zu viele unbekannte Leute, zu viel geweint, zu viel gestresst mir platzt die Birne. Hoffentlich ist das Morgen weg. Mit Kopfschmerzen Zug fahren ist für den Eimer, aber ich freue mich, in der Hoffnung meinen Schlafplatz nicht mit Personen teilen zu müssen, mit denen ich ihn nicht teilen will, weil ihre Organisation, was dies angeht, ungefähr so aussieht: “Ach da findet sich schon was, wenn nicht penn ich bei dir.” Mhpf!

Das Wetter soll gut werden, ist doch schon einmal ein Anfang. Ich darf ja das Kuscheltier nicht vergessen. Ein überfälliges Geschenk für meinen Lieblingszweibeiner, mein Lieblingsmenschlein, noch.... so langsam ebbt es wieder ab oder ich werde schneller was “verdrängen” angeht. Mal sehen, vielleicht erscheint er auch gar nicht.

Bisschen Ordnung für den Haustiersitter muss noch geschaffen werden und morgen noch das Schlafzug abgeholt. Mit dem ganzen Gepäck wirds interessant.... wahrscheinlich alles wieder überfüllt im Zug. Lohnt sich das für den Preis? Hrm. Die Fahrt alleine nicht... aber für die Menschen die ich sehen werde, ja, doch, ich bin fest davon überzeugt, zu genau.... 65%. Die anderen % sind grade aufgrund von: “Aua! Aua! Aua!” nicht funktionsfähig.

Wird schon gut gehen... wird schon laufen.... oh hoffentlich sind die Kopfschmerzen morgen fort.



geschrieben von: D. letzte Träne

Wie war es....

gleich noch? Vor kurzem, die Erkenntnis, dass ich dich überhaupt nicht brauche, nicht um glücklich zu sein, nicht um spaß zu haben, für... ja.... eigentlich gar nichts. Das du mir so gesehen auch nichts geben kannst. Ich hatte lachen müssen, fühlte mich gut, befreit und wusste, dass diese Erkenntnis vielleicht nur so lange bestand hat, wie du nicht vor mir stehst.

Die Zeit rückt näher, ein Wiedersehen. Fremde werden dabei sein und ich, ich halte bereits ausschau nach dem nächsten Mäuseloch. Es mögen die Medikamente sein, die ich regelmäßiger nehmen sollte, dass ich mich so sonderbar fühle, aber dann würde sich nicht so vieles in meinem Kopf wieder um dich drehen.

Wird es sein, wie das letzte mal? Wird es distanzierter sein? Wird überhaupt irgendwas sein? Wo ist meine Vorfreude geblieben? Was ist mit meinem ach so genialen “Plan” passiert, dir grinsend zum Abschied das Buch in die Hand zu drücken, dich mit einem fröhlichen “Ich danke dir!” zu umarmen und mich dann wieder, diesmal für immer, in mein Leben zurück zu begeben. Wo ist das alles hin?

Mein Spiegelbild, grade diese Woche, alles andere als das was ich präsentieren wollte. Am liebsten würde ich Absagen, trotz das ich seit Septemberbeginn darauf gewartet habe. Sobald mein Wohnzimmer fertig ist, wird meine Schwester eingespannt um auf eine Wande einen Teufel zu malen. Abwarten, vielleicht sind es wirklich nur die Medikamente... vielleicht.....



geschrieben von: D. letzte Träne

Zerstoert

Kein "Ende Gut - Alles Gut". Meine letzten Stunden vorm schlafen und der Abreise. Ich geb auf. Endgültig, die Zeichen sind eindeutig, unfehlbar, unumstößlich. Es tut mir leid. viellleicht verstehst du irgendwann. Vielleicht verzeihst du irgendwann und wenn nicht, so ist diesem eben so.

Es ist nicht so, als hätte ich es nicht gewusst, es... sind die Träume einer wahnsinnigen, zerbrochenen Seele. Verzeih...

Lebe wohl, finde dein Glück und viel Erfolg in deinem weiteren Leben. Mögest du alt, grau und tatterig werden. ;)

Pass auf dich auf.



geschrieben von: D. letzte Träne

Ende und Licht

Alles hat einmal ein Ende und nach reichlicher Überlegung auch dieser Pfad. Ein Pfad den ich beschritten habe und hinter mir lassen möchte, ich nehme eine Abzweigung auf einen anderen Weg. Mehr Tränen als euphorisches Wolfsheulen haben mich hier begleitet, mehr Gedanken um andere Personen, als um mich selbst. Das möchte ich nicht mehr, ebenso wie diesen Nicknamen... er passt nicht.

Zeit vergeht, Menschen werden älter, reifer und ich glaube, auch ich habe nun auch etwas davon erhalten, von Reife und Lebenserfahrung. Beides, möchte ich für meine Zukunft nutzen.

Zukunft, das große Unbekannte. Unbekannte Dinge förderten schon immer die Neugierde aber auch Ängste der Menschen, aber wo wäre unsere Spezies, wenn sie sich immer nur von ihrer Angst hat leiten und lähmen lassen? Möglicherweise vielleicht nicht einmal mehr existent.

Es ist wie mit der Angst vor der Dunkelheit, man fürchtet sich nicht vor dem Dunklen, sondern dem was sich im Dunklen verbergen könnte. Man kann die dunklen Orte meiden und immer angst vor ihnen haben oder hingehen und für Licht sorgen. Sicher, eventuell erblickt man etwas, das man nicht sehen wollte, aber eventuell, befindet sich da gar nichts oder... vielleicht sogar etwas gutes. Egal was dort ist, am Ende weiß man zumindest “was” sich dort im Dunklen befindet. Danach kann man ja immer noch angst haben, die läuft einem nicht weg.

Ich will Lichter entzünden!



geschrieben von: Julya

Auf Wunsch geschlossen.





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