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I believe

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geschrieben von: lioba

Gedanken in den Raum geworfen, bevor sie mich erdrücken.



Gestern ein Abend wie er schöner nicht hätte sein können. Trotz allem mit einem bitteren Beigeschmack. W. wird die nächsten Jahre wohl erstmal relativ unerreichbar sein. Norwegen. Für ihn natürlich toll. Berufliche Chancen und so. Ich freue mich auch für ihn, dass er diesen Schritt wagt. Aber bin ich egoistisch, und heimlich für mich bin ich das, dann denke ich nur daran wie furchtbar es sein wird ihn nicht mehr zu treffen.
Ich gehe fort und der, auf den ich mich freue ist er....

Hier fängt der Cursor an, minutenlang an der selben Stelle zu stehen und zu blinken. Gedanken schweifen davon.

Damals:
Er, der mich aus der Unbeweglichkeit holte, mich mit seiner Stärke, inneren Ruhe und seiner festen Überzeugung beeindruckte. Er,der in mein Leben platze, mein Bruder wurde. Dunkle Augen, sanftes lachen und immer ist ihm ein Anflug von Schalk anzusehen. Seine Ernsthaftigkeit, mit der er mir in manchen Momenten alle Antworten auf alle Fragen geben konnte. Er, der mich ins Leben geführt hat.
Ich bewundere ihn. Ich wünschte ich hätte so einen Vater. Er lebt.

Gestern:
Headbangen stundenlang, klatschnassgeschwitzt heimgegangen, gelebt, verabschiedet. Die komplette Palette an Emotionen.
Ich habe mich bei dir rumgedrückt. Den ganzen Abend lang. Weil ich Zeit, die in den letzen Monaten verloren ging nachholen wollte. Seltsam aber es war so... Es gibt so viele Dinge, die ich dich noch fragen wollte, Dinge die ich dir sagen wollte. Aber sie passten nicht. Und nun sitze ich da und vermisse dich schon jetzt. Einfach weil ich weiß, dass eine kleine SMS nicht mehr reicht,damit ich weiß, wir sehen uns abends. Ich war meistens zu stolz diese Angebote anzunehmen. Nun wünschte ich, ich hätte es öfter getan. Ich benehme mich, als wärest du gestorben. Dabei bist du ja gar nicht aus der Welt. Aber mit dir geht das letzte bisschen Stabilität flöten...

Heute:
Still, leise, in mich gekehrt. Ich möchte eigentlich nur vor mich hinleiden. Gedanken kommen und gehen. Trotzdem gehe ich mit ins Kino, was tut man nicht für...Bekannte (Freunde? Nein, davon habe ich nur sehr,sehr wenige. Ich definiere Freunde wohl recht streng...). Der Film war genial, witzig und überhaupt sehr toll zum Kopf abschalten.
Aber trotzdem bleibt ein Gefühl, dass ich am liebsten einfach aufhören würde zu atmen. Ich hasse es zu wissen,dass sie alle gehen. Die einen,weil sie auswandern, die anderen, weil sie sich seelisch entfernen und man nur noch belogen wird. Von Leuten, denen man sein Leben anvertraut hätte.
Aber nein... "Alles oder alles" Aufgabe ist keine Option. Also weiterexistieren. Alles wegschieben, irgendwann wird es schon besser werden.

Und trotzdem: Haltet die Welt kurz an, damit ich aussteigen und ein klein wenig Pause machen kann.Bitte.

I believe it will be better... anytime.



geschrieben von: lioba

"Ganz ehrlich, dein Wochenende interessiert mich aber nicht..."

Der Abschluss unserer großartigen Unterhaltung....

"Du kotzt mich nur noch an..."
"Ach ja? Weißt du, warum ich dich nur noch anmaule, weil ich verdammt nochmal versuche dir bei allem zu helfen und ich würde einfach gerne hören sowas wie...wie war dein wochenende? Selbst wenn es geheuchelt wäre"
Und dann dieser Satz...


Nimm dir doch dein verdammtes Auto, mit deinem verdammten Führerschein, wozu ich dir zu beidem geholfen habe, dich fast dort hin getragen habe, und fahr verdammt nochmal gegen irgendeinen besch******* Baum.
DU bringst mich nicht dorthin, wo DU mich damals rausgezogen hast.
Dann mach doch was du immer vor dich hinheulst. Nimm dein blödes Auto und geh sterben. Dann kann ich auch nichts mehr machen...



Verdammt ist es zu viel verlangt, dass du nach allem wenigstens dich minimal für mich interessierst, statt dich nur nur an diesen blöden PC zu setzten und danach zu pennen???
Ist es zu viel verlangt einen netten Blick zu wollen,dafür, dass ich immer da bin?

Scheiße, dass es dir schlecht geht ist keine Ausrede!
Lass mcih einfach in Ruhe.... Verschwinde aus meinen Gedanken, aus meinem Herzen, aus meiner Seele...

Und wieder ist alles was mich jetzt noch aufrecht hält: "Alles oder alles" Aufgabe ist keine Option. Und daran klammere ich mich. Solange bis es besser wird...
Irgendwann muss es das.



geschrieben von: lioba

Amy Lee ft. Seether - Broken
Über diesen Song bin ich eben gestolpert. Dabei wollte ich etwas ganz anderes hören... Und immernoch könnte ich dieses Lied stundenlang hören und dabei in Erinnerungen ertrinken. Ich habe dein Foto weggeräumt. Du lächelst darauf so stolz, hattest eben die Prüfung gemacht zum Gabelstaplerfahrer. Fiel dir nicht schwer. Aber es war etwas,was DU geschafft hattest. Dieses Lächeln.
So liebe ich dich, so vermisse ich dich. Doch dieser F. ist fort. Ich weiß nicht wohin. Ist er weg, ist er tot... Ich sehe ihn nicht mehr. Aber es zerreißt mich innerlich nicht mehr seine Stimme zu hören.

Eigentlich war es Pantera - I´m broken das ich gesucht hatte. Den ganzen Tag über Häärchen im Innenohr damit zerstört. Mich daran geklammert. Versucht eiskalt, wütend und egoistisch zu werden. Bis zu dem ersten Broken hat das auch wunderbar geklappt... Jetzt 2 Minuten Wehmut und Sehnsucht. Heimweh. Und dann gleich wieder: Cut!
Es geht nicht anders.

Ich schiele dorthin wo dein Foto jetzt liegt. Zu deinem Schwert,das dort in der Ecke steht. Deinem Hemd, das da üben auf dem Sofa liegt. Und du bist überall in meinem Leben. Nur nicht bei mir.

Du hast damals gesagt du wärest beziehungsunfähig. Und doch hast du mir das Leben und den Himmel auf Erden gezeigt. Und warum kannst du alles akzeptieren, aber mich erträgst du nicht?

Warum. Wenn du mir doch einfach diese Fragen beantworten würdest.
________________________________________________

So und nun musst du wieder verschwinden aus meinem Kopf. Sonst kommt die Lähmung zurück, die Unfähigkeit irgendetwas zu tun. Ich werde meine Hände beschäftigen, meine Gedanken auf anderes lenken. Krampfhaft. Aber es muss. Denn sonst ziehst du mich hinab. Oder ich mich. Die Grenzen sind da so fließend...



geschrieben von: lioba

So I'm trying to teach you something
But you turn away
So I'm trying to show you the path
But you'll walk astray
I would cross the seven seas
Just to get to you
I wouldn't sleep a thousand nights
To give what belongs to you


Trust In Me The Way I Trusted You
I Know We Could Have Done This Together
If You Believed In Me Like I Believed In You
My Heart Would Be Forever In Your Hands




Wie gerne würde ich dir das aus tiefstem Herzen sagen können...



geschrieben von: Adore

Ich weiß nicht, ob es von deiner Seite erwünscht ist, dass ich hier schreibe (sollte das nicht der Fall sein, kann diese Meldung einfach gelöscht werden) ...

Auch wenn du wahrscheinlich in einem völlig anderen Umfeld, ja vielleicht sogar einer völlig anderen Welt lebst, so ist es doch faszinierend, dass dieser eine Gedanke nicht nur in deinem Kopf blüht.

Es tut irgendwie gut, zu lesen, dass man nicht der/die Einzige ist, der/die, was auch immer gerade im Leben vor sich geht, einfach versucht weiter zu kämpfen - wogegen und wofür auch immer -, weiter zu leben und zu existieren.

Die Devise, dass es nicht irgendwie gehen wird, sondern muss, bewahrt vor der Resignation, vor der Selbstaufgabe oder gar der Aufgabe all dessen, was noch sein könnte, wenn man nur noch länger durchhält. Vorfreude, oder nein, besser gesagt, die Aussicht auf eventuelle Freude oder Glück, erhalten einen irgendwie am Leben.



geschrieben von: lioba

Oh nein, es macht nichts, dass du geschrieben hast.

Zitat:
Es tut irgendwie gut, zu lesen, dass man nicht der/die Einzige ist, der/die, was auch immer gerade im Leben vor sich geht, einfach versucht weiter zu kämpfen - wogegen und wofür auch immer -, weiter zu leben und zu existieren.


Das trifft es exakt auf den Punkt.
Vielleicht kann man das auf die Erfahrung schieben, was passiert,wenn man aufgibt. Wer weiß. Aber es wird bestimmt irgendwann besser. Einen wirklichen Hoffnungsschimmer sehe ich nicht. Vorfreude gibt es da auch nicht. Eher im Gegenteil. Aber es muss. Denn irgendwann ist auch die längste Nacht zu Ende.

Wie ein Freund mir einmal schrieb: "Das Leben ist wie ein Gebirge. Egal wie tief unten im Tal du bist.Irgendwann geht es wieder nach oben."
Vielleicht ist das gut so. Wäre das Leben sonst nicht zu langweilig?



...allerdings sehne ich mich manchmal nach nichts mehr, als nach ein wenig Langeweile.



geschrieben von: lioba

Stell dir vor dein Leben wäre doch ein Wunschkonzert....


Liebe:
Er ruft mich an.Morgen, übermorgen, überübermorgen. Ich drücke ihn weg oder lasse mein Handy absichtlich daheim,wenn ich weg gehe. Er fährt vorbei, klingelt, hat ein Gänseblümchen oder sowas in der Hand: "Scheiße, ich weiß nciht was ich machen soll. Ich liebe dich, das weiß ich. Mehr als jede andere zuvor... Vielleicht...*dackelblick* Ich möchte nur wieder zu dir gehören." Meine Antwort:"....Arschloch. Du bist ein gottverdammtes Arschloch, weißt du eigenltich wie sehr du mir dauernd weh getan hast???" Und dann ein langer, zärtlicher Kuss und Freudentränen.


Freunde:
Bitte alle zurück zu mir. Nicht jeder weg. Bitte lasst mich hier nicht alle sitzen. Sie sollen alle hier in der Nähe wohnen. In maximal einer Stunde erreichbar sein. Ich möchte ich micha uch mal bei meiner besten Freundin persönlich ausheulen können oder sie drücken können,wenn es ihr nicht gut geht. Mist.



geschrieben von: lioba

Es ist ein soooo schöner Tag....

*leicht hysterisch lach*



geschrieben von: lioba

Erinnerungen,die aufkommen. Du verwirrst mich. Meine Gedanken kreisen schon fast zwanghaft um dich.

Weißt du noch wie wir uns kennen gelernt haben?
Irgendwann Januar 2006, ich auf eine Feier eingeladen,auf die ich so überhaupt keine Lust hatte. Aber T. war da. Er,denn ich fast vergötterte. Und natürlich J. Die Freundin,die mich dort hinschleifte.
J. kannte dich und zog mich hinter sich her zu dir. Warum auch immer war irgendwann deine Vodka Flasche leer. Du warst noch recht nüchtern *lächel*
Irgendwann J. die sich an T. ranschmiss und natürlich, wie es ihr bei jedem Mann gelang, bekam sie ihn rum.
Ich war so sauer und warum auch immer stand ich irgendwann mitten im Raum und küsste dich. Aus Trotz? Ich weiß es nicht mehr. Aber ich weiß noch,dass ichdanach erst recht wütend war und heimging. Wütend auf dich, auf mich, auf sie, auf alle.

Cut.
Es ist Ende Februar. Die ganze Zeit hatte ich nichts mehr von dir gehört. Noch ein paar Bemerkungen der Klasse wegen uns"So kennen wir dich ja gar nicht *g*" oder "Was willst du denn mit dem?Der ist doch hässlich."
Ich lachte mit, nahm es nicht wichtig, vergaß dich fast.
Mit J. war inzwischen wieder alles in Ordnung. Nach der Schule wollten wir in die Stadt laufen. Als wir an der Bushaltestelle vorbeigingen warst du dort. J. bemerkte ihn gleich, rannte hin und begrüßte dich. Ich ging hinterher und hoffte, du würdest mich nicht wieder erkennen. Allerdings platze J. kurz darauf natürlich damit raus und ober er sich noch erinnern würde und und und...
Von dir darauf ein kleines verwundertes Lächeln, dass dann zu einem wahnsinnig umwerfenden Grinsen wurde. Ich war wohl so rot, wie noch nie in meinem Leben. Hässlich? Nein,fand ich nicht...

Die nächsten Tage schrieben wir viel miteinander. Ich saß stundenlang vor dem Pc, hoffte,dass du online kommst. Mein Herz raste und überschlug sich bei jedem einzelnen Wort von dir an mich. Kurz darauf unsere beiden Spaziergänge. Stundenlang und nie ging uns der Gesprächsstoff aus.
Ich erinnere mich an eine Situation, als du stehen bliebst, mich in den Arm nahmst und mir einfach in die Augen gesehen hast.
Hast du gemerkt, wie sehr meine Beine zitterten? Wie mein Herz klopfte?
Ein paar Tage darauf. Wir waren Kaffee trinken. Ich habe mich bei dir so wohl gefühlt wie in meinem ganzen Leben bei noch niemandem. Immer hatten wir etwas zu reden, und wenn nicht dann war es ein wunderbares Schweigen. Ich habe jede einzelne Sekunde genossen. Irgendwann,als wir dann eigentlich bald gehen wollten kam eine Freundin mit ihrem Freund zufällig dazu.
"Seid ihr denn jetzt zusammen?"
Von mir kam ein sehr schnelles Nein, von dir ein Ja. Wir sahen uns an, lachten und ein Blick reichte um aus meinem Nein ein Ja zu machen. Als ich dann später heimging und wir uns verabschieden mussten... Ein Handkuss von dir. So zärtlich, so liebevoll.
Ich hoffe du weißt,dass das eine der glücklichsten Sekunden meines Lebens waren...
29. März 2006

Ich weiß ich schreibe wirr. Aber beim Gedanken an dich überschlägt sich mein Gehirn.
Ich liebe dich. Immernoch... Oder?



geschrieben von: lioba

Nun sitzt man wieder da. Das Herz verschlossen,sodass kein gutes Gefühl tief dringt. Lieder,die mir sonst eine Gänsehaut über den Rücken jagten berühren mich nicht mehr.
Nur ab und an abends....

Gestern kam Auf dem Weg nach Cold Mountain.
Wie oft hat mich der Film an dich erinnert. Nicht so sehr die Geschichte. Aber der Ausdruck in den Augen, als er zu ihr zurück wollte. Als er gegen Ende auf seinem Pferd saß, den anderen erschoss, selbst tödlich getroffen wurde...
Zuerst dachte ich das wäre... Trauer in den Augen und es wäre das was mich so sehr an dich denken lässt. Aber es war ein toter, sterbender Ausdruck. Und als ich das begriff, da brach die Mauer.
Du bist meine Achillesferse. Und wie sollte man die aufgeben können, loslassen können. Wo ich dir doch mein Leben verdanke. Mehr als einmal. Du hast mir gezeigt wie man lacht, wie man liebt, wie man genießt. Dass es einen Weg abseits der Disziplin gibt. Mir gezeigt,dass ich mich bei dir einfach fallen lassen kann. Ich wusste immer, du bist da und fängst mich.
Du bist der Grund warum ich hier sitze und schreibe.
Und niemals werde ich das vergessen. Niemals.

Es ist seltsam. Selbst jetzt,da ich eigentlich gut mit dir als "guten Freund" auskomme kann ich mir keinen anderen als dich in meiner fernen Zukunft vorstellen.
Ich, ein wenig anverliebt. Mir dessen nicht sicher,weil mein Herz recht stumm ist in letzer Zeit. Aber trotzdem.
Ich, jetzt. Ich kann mir nur dich denken.
Und ich werde dieses Bild nicht los,dass ich von uns hatte. Das ich geträumt hatte. Vor Ewigkeiten.
Ich sitze vor dem Haus. Ich bin schon alt, es ist Sommer. Ich sitze vor unserem Haus auf der Treppe und habe einen Strohhut auf. Du bist im Haus. Und zu dem kleinen Türchen zum Vorgarten, direkt auf mich zu, kommt meine Tochter. Unsere Tochter.
Sie hat meine blonden Haare, aber deine Locken und deine glänzenden Augen. Meinen Mund. Neben ihr läuft ihr Mann. Ein großer, schlanker, braunhaariger Kerl. Und in den Armen trägt sie meine Enkelin. Blaue Augen, blonde Locken. Ein richtiges Engelchen...

Habe ich dir das jemals erzählt? Ich glaube nicht. Aber es ist tief in meinem Herzen eingeschlossen. Und obwohl ein "wir" ziemlich ausgeschlossen ist fühlt es sich doch richtig an. Warum?
Das wissen die Götter, ich weiß es nicht.


Zitat:
Ich sah noch einmal in Sallys Brunnen.
Doch diesmal war dort nichts mehr,was mir Angst machte.
Nur Wolken,Wolken,Wolken.
Und dann.....Sonne....




geschrieben von: lioba

Nur ganz kurz:




Danke Nachtwelten. Dieses Forum,das mir vertraut wurde. Heimat wurde.
Andere Foren kamen und gingen. Aber hier ist die Konstante.
Und egal wie oft schon totgeredet, gibt es doch immer die Themen und Nieschen hier, wegen denen ich fast jeden Tag wenigstens kurz hier bin. Mehr lesend als schreibend. Aber doch anwesend.
Danke.



geschrieben von: lioba

...und was machst du nun eigentlich in meinem Leben?
Da geht in mir alles drunter und drüber und auf einmal stehst du mittendrin. Kribbeln im Bauch. Ungewollt. Es soll weg. Macht nur aufgeregt,nervös und sprachos.
Warum kribbelt es da eigentlich?O.o Also physisch gefragt. Einbildung?

Macht zu nervös, als dass es Einbildung wäre.
Wass soll ich anziehen,wie mich verhalten, was reden?

Das war genau das, was ich vermeiden wollte. Aber dieses Gefühl lässt sich nicht kaputt machen. Es ist ja nicht so, dass ich mich ähm.. verliebt hätte. Nein nein. Sooo schnell geht das nciht. Aber diese Aufregung ist da.
"Lass einfach alles so geschehen wie es eben kommt."
Netter Rat. Aber schwierig zu befolgen. Am liebsten würde ich absagen. Nein würde ich nicht.
Ach...



geschrieben von: lioba

Dieses Gefühl mich auf den Boden werfen zu wollen. Schreien zu wollen: Es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr.

Aber ich lächle, helfe und bekomme dafür nichts als Gezetere. Wozu mache ich eigntlich noch irgendwas?
Ich möchte einfach hier liegen,schlafen und wenn es möglich wäre möchte ich raus aus meinem Körper. Aber nciht einmal nur ruhig liegen und schlafen kann ich.
In mir ist eine Unruhe, wie ich sie lange nciht mehr gespürt habe. Ich vermisse den Sommer, das Zwitschern der Vögel, die lauen Nächte. Ich vermisse es nachts barfuß umherzulaufen und stundenlang auf einem Feld zu stehen um die Sterne zu betrachten. Ich vermisse das Gefühl von Leben.




Cut



Du, der du gestern einen weiteren meiner Tiefpunkte miterleben durftest. Ich weiß, ich bin furchtbar und es tut mir unendlich Leid, dass ich es mir erlaube dein Angebot mich ein wenig auf dir abzustützen angenommen habe. Es war egoistisch,denn auch dir geht es nicht gut. Aber ich konnte nicht anders.
Dieser Satz von dir:"Von den wenigen Menschen, die alles nur durch ihren Willen ändern können gehörst du zu den ersten fünf."
Du wolltest mir damit helfen, ich weiß. Aber es erschreckt mich und lässt mich flüchten. Du hast eine zu hohe Meinung von mir. Du denkst von mir als wäre ich stark, mutig, ein Stehaufmännchen. Aber das bin ich nicht. Oder ich bin es momentan nicht.
"Natürlich könntest du viel ändern. Aber dein Problem ist: Es würde Kraft kosten und davor hast du Angst" Auch das stimmt und ich finde keine Widerworte.
Wie gut du mich kennst. Wer weiß, früher hätte ich begonnen dir wieder zu vertrauen. Heute möchte ich wegrennen. Habe Angst vor dieser Nähe.

Ich fühle mich getrieben, ich möchte fort und weiß doch nicht wohin.


http://www.sts.tu-harburg.de/projects/WEL/0911/images/Der%20Schrei.jpg



geschrieben von: lioba

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.

Und wenn ich alle meine Habe den Arme gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe nicht, so wäre mir´s nichts nütze.

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.


Sie duldet alles. Früher hätte ich gerufen:"Das ist Blödsinn! Auch die Liebe duldet nicht alles, erträgt nicht alles, glaubt nicht alles."
Auch als ich eben über diese Sätze stolperte dachte ich so. Aber bei genauerem Bedenken....
Ich denke doch, dass Liebe dies alles kann. Doch dazu muss es Liebe sein. Keine Schmetterlinge im Bauch bei jedem Gedanken an den Anderen. Das ist doch eher Verliebtheit.
Aber diese... Vertrautheit. Das "Ich fühle mich wohl bei dir". Das überdauert so viel. Und ich frage mich, wenn diese Liebe tief in mir all das überstanden hat, was sie eben überstanden hat, was sollte dann noch im Stande sein sie zu töten?
Die Zeit?
Das wäre sogar ein berechtigter Einwand. Das muss sich erst noch zeigen. Aber nun ist es schon so lange. Und diese Liebe ist eine der wenigen Konstanten in meinem Leben.
Nicht immer zartrosa, nicht immer angenehm. Manchmal eher zerstörerisch. Aber es ist gut,dass sie da ist.



Manchmal frage ich mich: Weißt du wirklich wie ich von dir denke?



geschrieben von: lioba

Gives you hell

Yeah ein Lied für denjenigen Menschen in seinem Leben,den man hasst.

Für dich du olles Miststück. Ich würde mich gerne ein einziges Mal vor dich stellen und dir sagen was ich von dir denke.
Die ganzen Male, die du mich vor allen Leuten mies gemacht hast. Tage an denen ich dachte ich kann keinen weiteren Schritt mehr tun,weil ich mich wie ein kleines Stück braune Hinterlassenschaft fühlte. Eben so, wie du es mir den ganzen Tag vorgebetet hast.
Warum warst du so bissig? Weil der Chef nach einem Jahr meinte eigentlich könnte ich nun schon meinen Abschluss machen? Weil du dort dein ganzes Leben lang versauert bist und ich manches besser konnte als du? Nach einem Jahr?
Damals hast du es geschafft mich nieder zu machen. Aber du hast mich nie dazu gebracht aufzugeben. Es mag für dich so aussehen, da ich ja nun weg bin und das tue was mir Spaß macht. Aber wäre diese einmalige Chance nicht gewesen: ich hätte dir weiter die Stirn geboten.
Was uns nicht umbringt macht uns nur stärker. In diesem Falle traf der Spruch voll zu.

Ich würde mich gerne vor dich stellen. Vor dich,die jeden Tag das macht,worin sie nur gerade mittelmäßig ist. Vor dich, die nichts von ihren Kindern weiß und total frustriert ist. Und dann würde ich, die das tut was ihr Spaß macht und ihr Leben genießt, mit einem süffisanten Grinsen sagen:
"Neidisch?"
Einfach nur dieses kleine Wort.
Nein, natürlich würde das ncihts daran ändern,dass du mich vor allem und jedem schlecht machst, versuchst mich klein zu machen wann immer du mich triffst. Aber es täte gut.

DU musst morgen wieder dort hin. DU musst mit deiner unterkühlten Familie leben. DU siehst keine Farben in deinem Leben.

ICH LEBE
Ich gehe dorthin,wo es mir gefällt. Ich tue das was mir Spaß macht und ich habe Menschen in meinem Leben,die wichtig sind und tief gehen. Mein Leben ist knallbunt und vielschichtig.
Und keine Sorge. Die kleinen grauen Flecken bekomme ich auch noch weg.



geschrieben von: lioba

Achtung: Dieser Eintrag wird wirr, nicht gut ausformuliert und überhaupt sollte jeder, der Wert auf sein "Ich bin Gothic/Schwarz/sonstiges" legt nicht weiterlesen.








Das ist einfach... *nach Worten such*
Das ist etwas,was mich immer weider begeistert. Dieser Zusammenhalt. Dann die Musik, die Leute. Aber vorallem: Ein Rollstuhlfahrer kommt. Alles macht ihm Platz, damit er nach vorne kann und jeder feiert mit ihm. Jemand,der hinfällt. Alle bleiben stehen, helfen ihm hoch und schauen erstmal, ob alles in Ordnung ist. Jemand, der außen angemault wird und sofort stehen einfach 10 Leute hinter ihm, obwohl sie ihn gar nicht kennen. Das alles ist immer wie heimkommen.

Ich gehe auf ein Reggae Festival. Jeder ist gut drauf aber eher für sich alleine. Ich gehe in eine normale Disko, jeder ist Egoist. Ich gehe zu einer Techno Veranstaltung: purer Egoismus. Ich gehe in eine schwarze Disse, Distanz und Eleganz um jeden Preis.
Ich gehe dort hin und kann ich sein, wenn ich wollte hätte ich nach 10 Minuten jemanden,der mir bei allen Problemen helfen will.

Da war eine Dame da, sehr hübsch. Schlank, Korsett, Rock, hohe Stiefel. Und so eine Art... Tüll um den Kopf. Sehr elegant, sehr chic. Aber was bringt mir das. Sie konnte den ganzen Abend nur dastehen und hübsch aussehen.
Der Rest der Leute kam in alten TShirts und Bandpullis, bequeme Sachen, feste Schuhe. Nicht elegant und graziös, aber gut um einfach zu leben und sich selbst einfach machen zu lassen...

Diese eine... Frau von F. war da. Also die mit der er dauernd zusammenhängt, die sich *knutscher* schreiben. Und meine Laune war soo (entschuldigt die Wortwahl) im Arsch -.-
Aber dann kam ein wahnsinnig tolles Lied. Eines, dass leben lässt. Und der Kopf ging einfach aus und das Herz an. Nur noch Rhythmus fühlen und sich selbst machen lassen.

Ich liebe es nach Hause zu kommen.



geschrieben von: lioba

Hier bin ich nun wieder. Bald 48 Stunden wach und immernoch nicht müde. Ich kann nciht schlafen, bin zu unruhig.
Nicht diese Unruhe, die einen umhertreibt, nicht stillsitzen lässt. Eine viel umfassendere Unruhe. Unterschwellig und aus der Seele kommend. Noch drängt sie sich nicht auf. Aber ich bemerke sie, so wie die Tiere ein Erdbeben vorraussehen.


Das Leben schreit mir immer das gleiche ins Gesicht. Und man mag mich für verrückt halten, aber nachdem nun schon die ganze letzte Zeit ein und die selbe Botschaft auf mich einhämmert glaube ich nun auch an das, was mir die Karten sagen.
Was soll ich nur tun mit mir. Ich weiß nicht vor und nicht zurück. Ich stehe im Nebel und weiß nicht wohin. Und gleichzeitig kenne ich meinen Weg doch zu genau.

Ich sehne mich nach einem spießigen Leben. Ich sehne mich nach einem festen Job, einer Beziehung die das Herz erhellt und nach einer gleichbleibenden psychischen Verfassung.
Oder nein. Eigentlich sehne ich mich nach einem Zuhause.
"Home is where my heart is."
Aber wo mein Herz ist, das weiß ich nicht. Es hängt an allem und doch an nichts. Ich weiß gar nicht mehr ob es überhaupt noch lebt, denn ich fühle nur noch mit dem Kopf.



Wie lebt man?



geschrieben von: lioba

Ich habe eben bei meiner Mutter angesprochen,dass sich Blacky gar nicht mehr bewegen will und es ihm wohl gar nicht gut geht und ob wir mal zum Tierarzt sollten. In letzter Konsequenz würde das heißen: einschläfern.
Es ist ein bisschen grausam auf einmal der nackten, unumstößlichen Wahrheit gegenüber zu stehen.
Sicher, es geht ihm nicht gut. Aber ich hatte noch nie einen alten Hund daheim. Was macht man da? Soll ich ihn aufscheuchen,damit er nicht nur rumliegt? Soll ich ihn lassen, denn er wird schon selbst wissen was besser für ihn ist?
Natürlich, ich weiß leider, wenn seine Schmerzen zu schlimm werden, dann hilft wohl seine ganze Lebensfreude nicht mehr und es wäre egoistisch ihn um jeden Preis bei sich halten zu wollen.

Aber dann gehe ich zu ihm, schmuse mit ihm, er gibt mir ein Bussi und sieht mich aus seinen wunderschönen, ehrlichen braunen Augen an. Und dann weiß ich: Ich könnte das nicht tun. Ich kann nicht darüber bestimmen. Lieber kaufe ich ihm einen Rollstuhl und er bekommt wöchentlich Spritzen gegen die Schmerzen.
Ich wusste schon damals, als wir ihn aus dem Tierheim holten, dass er nicht ewig bei uns bleiben würde. Aber es war eben gegenseitige Liebe auf den ersten Blick...

http://img.2concert.de/org_bilder/user/295282.jpg

Ich liebe dich mein Stinker. Du bist mein Grund hier zu sein.



geschrieben von: lioba

Es heult der Wolf des Nachts im Wald
Vor Hunger kann er nicht schlafen
Und seine Höhl‘ ist bitterkalt
er giert nach fetten Schafen.

Du Wolf, du Wolf, komm nicht hierher
Mein Kind bekommst du nimmer mehr

Es heult der Wolf des nachts im Wald
er heult vor Hunger und Klagen
aber ich geb ihm `nen Schweineschwanz
der passt in des Wolfens Magen

Es heult der Wolf des nachts im Wald
Und findet nicht zu beissen.
Aber ich geb ihm nen Hahnenkamm
Der soll ihm den Hals zerreissen.

Schlaf, mein Kind, in Mutters Bett
Laß nachts den Wolf ruhig heulen
denn wenn sie kein andrer vor mir nahm
geb ich ihn noch Hähnchenkeulen

Hmmm...
…mein Kind bekommst du nimmer mehr.


Oh ich vermisse den Frühling, den Sommer. Laue Abende, Zelte, ein Lagerfeuer, liebe Menschen und eine Gitarre. Ich vermisse es am knackenden Feuer zu singen, Met zu trinken und die Sterne zu beobachten.
Ich vermisse es so sehr, dass es körperlich weh tut.

Zitat:"Langhaarige, minderbemittelte, tatoowierte, drogenabhängige Assis."
Ich könnte so lachen,wenn ich an diese Aussage denke und die von Personen kam, die niemals über ihren Tellerrand geblickt haben.
Ich hätte jetzt am liebsten alle meine Assis um mich versammelt. Für mich ist das mein Lebenselixier.




geschrieben von: lioba

http://www.youtube.com/watch?v=EvdULoOvbHk&feature=related

Was um aller Welt hast du mit mir gemacht? Was? Wie kann es sein, dass ich nciht von dir loskomme?
Ich versuche zu leben, zu lachen, neue Menschen kennen zu lernen, versuche mein Herz abzulenken von dir und alles macht es nur noch schlimmer.
Du sagst:"Du solltest doch langsam verstehen,dass es am Ende unserer Beziehung nicht mehr ging"
Natürlich das weiß ich. Ich war daran nicht unschuldig. Doch du nimmst dieses Argument ohne zu sehen,dass ein Jahr vergangen ist. Wir haben uns beide verändert. Wir sind beide wieder ein wenig wir geworden. Wir wissen wieder was wir wollen. Bitte.... Ich weiß ich bin nicht die wunderschönste, schlankeste oder exotischste. Auch habe ich nicht überall Piercings und Tattoos und finde Schweißerbrillen und Plüschstulpen albern. Ich kann einfach nur ich sein. Aber das besondere ist, dass ich dich liebe. Nach wie vor. Egal wie du dich verhältst. Egal wie wenig tiefgründig und wie wenig emotional du sein möchtest. Ich liebe nicht deine Haare, nicht deine Zähne, deine Klamotten oder deinen Körper. Ich liebe dich. Dich als Person. Ich liebe es wie du lachst. Ich liebe den Ausdruck in deinen Augen. Deine Art dich zu bewegen. Deinen Drang nach Freiheit. Dein ewiges Suchen. Ich liebe deine Stimme und wie du atmest. Ich liebe es wenn du mich nervst, wenn ich dich hasse, wenn du mich tröstest, wenn ich dich vermisse, wenn mich alles an dich erinnert.
Und es gibt nichts auf dieser Welt, was das ändern könnte.
Du sagst ich solle erwachsen werden, es sei langsam Zeit. Aber weißt du: Ich bin so erwachsen wie ich nur sein kann. Ich möchte auch nicht zu erwachsen sein.
Ich möchte dass du mich siehst. Und ich habe Angst davor zu bemerken, dass du durch mich hindurchsiehst. Ich habe Angst davor, dass du eine andere so ansiehst wie du mich angesehen hast.

Es ist eine erbärmliche Tatsache: Ich kann nciht ohne dich.



geschrieben von: lioba

Es ist interessant wie schwer es mir fällt in Gedanken unser Telefonat zu sortieren. 1 Stunde und 10 Minuten auf Handy. Und endlich ein Gespräch wie ich es seit Monaten ersehne. Du, der du mich so gut kennst und so viel schon erlebt hast.

"Du musst lernen locker zu lassen."
"Leb dein Leben doch einfach mal. Nach deiner Ausbildung wirst du nie wieder dazu kommen. Geh raus und hab einfach Spaß, mach Party."
"Es wird verdammt schwer für irgendjemanden je an dich ran zu kommen. Verdammt schwer."
"Hör auf Dinge für andere zu tun. Tu da was du tun willst für ich. Sonst bringt es dir nichts."
"Und wenn es so wäre? Ja hatten wir..."
"Ich hatte Angst um dich"

Die wichtigsten Sätze, die mir nun im Kopf hängen. Eine Woche sehen wir uns nun nicht. Das klingt wenig. Zu wenig. Und gleichzeitig viel zu viel. Ich soll aufhören an dich zu denken. Ich vesuche es.
Ich habe dir gestern Dinge erzählt über die nicht einmal ichmir wirklich im klaren war.
...
Ich sollte aufhören zu schreiben. Bevor die Gedanken wieder beginnen zu kreisen. Um dich, um sie, um die Vorstellung...


unfähiges ich. wer bist du nur.



geschrieben von: lioba

Momentaufnahme:

Leise schleiche ich ich durch den Flur, ich will sie nicht wecken. Sie hat einen leichten Schlaf. Ganz leise die Haustür öffnen. Ich setze mich auf die Treppe vor dem Haus, die warme, weiche Decke um mich gelegt. Ich stelle überrascht fest,dass es gar nicht so kalt ist. Nur schnell eine rauchen...

Doch dann bemerke ich dieses beruhigende Geräusch des Regens. Wie lange habe ich das nicht mehr bewusst gehört? Wie lange nicht mehr diesen feinen Nieselregen auf meiner Haut gespürt? Und so sitze ich dort. Die Minuten vergehen, Zigarette schon lange aus. Ich höre das leise rascheln der Blätter, die Katze die dort im Gebüsch läuft. Das Leben steht auf einmal vor mir und ich bin überrascht über die Erkenntnis wie lange ich das alles nicht beachtet habe. Vielleicht ist es das,was mir in meinem Leben gefehlt hat. Vielleicht ist das ein Teil von mir, den ich gerne wieder bei mir hätte. Ich kenne mich nicht mehr und schwimme haltlos durch die Tage. Doch hier habe ich etwas was mich hält, was beständig ist und mir Ruhe schenkt.
Hallo Leben, ich würde gerne zurück kommen. Würdest du mich wieder in deine Arme schließen?




geschrieben von: lioba

Ich habe eben etwas in Adores Nebelpfad gelesen, was alles auf den Punkt bringt.
Zitat:
Scheiße, es ist nicht so, dass ich dich liebe, weil ich dich brauche, nein, ich bringe mein Leben auch alleine gut genug voran. Ich liebe dich. Punkt. Das ist alles.




geschrieben von: lioba

nevermind me
Zitat:
Lass dich nicht von mir stören, lass dich nicht von mir stören
Ich werde nur Schatten an deine Wand werfen
Lass dich nicht von mir stören, lass dich nicht von mir stören
Mein Gott ich fühl mich so klein

Nevermind me. Und doch bin ich hier.
Verzeih, ich weiß nicht, ob ich weichen möchte. Ich versuche das zu sein. Ein Schatten an deiner Wand. Nur ob ich das schaffen werde? Ich habe Angst vor unserem Treffen. Ich weiß, es wird mir schlecht gehen danach. Nicht,weil ich dich nicht treffen möchte, sondern weil dann die Sehnsucht wieder in voller Blütenpracht erwacht. Die Sehnsucht, die mich nicht schlafen lässt. Ich habe mich inzwischen wieder auf ca 4 Stunden Schlaf hochgearbeitet. Ich habe Angst, wieder komplett zurückzufallen. Und doch... Du meldest dich nicht. Bist nicht da, wenn ich dich am dringensten brauche. Eigentlich sollte ich dir das nicht zum Vorwurf machen. Ich wollte ja, dass du dich nicht meldest und woher hättest du wissen sollen, dass es mir so schlecht ging.Es geht um eine Woche. Eine einzige verdammte Woche. Aber... etwas in mir drin fühlt sich verraten und im Stich gelassen. Ich hätte doch nur eine Schulter gebraucht. Deine Stimme, deinen Geruch. Weißt du denn überhaupt was jeder einzelne deiner Blicke für mich bedeutet? Sie gehen tief. Bis in mein Innerstes. Und ich habe keine Möglichkeit mich davor zu schützen. Die Wunderwaffe gegen dich habe ich schon vor langer Zeit verloren.

"Ich habe dich sagen hören, dass du niemals mehr jemanden lieben würdest.
Also warum kämpfe ich immernoch um dich?
Auch wenn es sinnlos erscheint, ich bin an deiner Seite."
Ich sollte mich innerlich von dir lösen. Das wäre gut. Locker lassen. Aber das ist noch ein Level zu hoch für mich. Ich versuche erst einmal äußerlich locker zu lassen. Mein neues Mantra: Es interessiert mich nicht,was er mit ihr hat.

"Es war ja auch eine verdammt geile Zeit..." Sei dir sicher, ich weiß wieviel ich kaputt gemacht habe. Ich werde es wieder gut machen. Irgendwie. Irgendwann. Vergiss mich nur nicht. Bitte.




geschrieben von: lioba

Willkommen zurück, großer. Habe dich schon ein wenig vermisst. Warst ja auch lange genug weg. Mein Magen überschlägt sich vor stiller Freude, ich glaube du weißt das.

http://www.formatplus.ch/store/images/TI-007_Seite_1.jpg



geschrieben von: lioba

Ich brauche Nähe - Ich brauche Raum.
Ich brauche Gefühl - Ich brauche emotionale Eiszeit.
Ich brauche Ruhe - Ich brauche Chaos.
Ich brauche Geborgenheit - Ich brauche Schmerz.
Ich brauche jemanden, der mich lässt - Ich brauche jemanden, der mich drängt.
Ich brauche jemanden,der mich kennt - Ich brauche es, dass mich niemand kennt.
Ich brauche Beständigkeit - Ich brauche Veränderung.
Ich brauche Kraft - Ich brauche Mut zur Schwäche.
Ich brauche Licht - Ich brauche Dunkelheit.
Ich brauche Liebe - Ich brauche Hass.
Ich brauche Herausforderungen - Ich brauche langweiligen Alltag.

Das alles ist es was ich brauche, was mich retten könnte. Und doch wird es nie geschehen, denn wie sollte all das nebeneinander existieren?




geschrieben von: lioba

Selbst nach all dieser Zeit bin ich im Grunde meines Wesens noch Optimist. Erstaunlich.

Das ist eine Erkenntnis, die mich eben mit voller Wucht traf. Eigentlich finde ich es nicht schlecht. Ich weiß nicht, ob ich wie du sagtest "die Menschen immernoch liebe". Das möchte ich ungerne verallgemeinern. Aber im Grunde bin ich Optimist. Ich glaube, dass irgendwann auch mal alles in normalen Bahnen läuft. Ich hoffe immernoch auf das schöne Leben mit Mann und Haus und Baum und Kind und Schaukel am Baum. Etwas in mir weiß, dass das kommen wird.
Ich weiß gar nicht, warum ich immer so eine Panik hab, dass ich das nicht mehr bekomme. Ich bin nun gerade einmal 19,5 Jahre alt. Das ist eigentlich nicht viel.
Gut, das Erlebte liese sich auch gut und gerne auf 3 Leute aufteilen. Aber das ist okay, anderen geht es schlimmer, andere haben ihr Leben schlimmer erlebt. Denn egal wie gut oder schlecht ein Leben rational betrachtet ist: auf das subjective Empfinden kommt es doch an. Und meines war... Ja, es geht wirklich schlechter.
Nun, das lässt mich an meinen Lehrer denken. Etwas loben. Oder gleich Abzüge zu machen. Also: Hey, es war nur ein wenig bescheidener als der Durchschnitt. Nein auch wieder falsch. Es gab durchaus richtig gute Passagen. ò.ó
Na, ich lasse das mal so stehen.

Auf jedenfall bin ich in der Lage kleine Dinge zu lieben. Der Wind, der mir eben übers Gesicht wehte. Die Sonnenstrahlen heute Mittag. Der Vogel, der auf dem Baum vor meinem Fenster sitzt. Diese meine Fähigkeit mir eine eigene Meinung bilden zu können.
Letzteres ist ja nichteinmal mehr so selbstverständlich. Leider.
Werte, du weißt?

Ja doch. Insbesondere momentan: die Welt ist schön, mein Leben läuft perfekt. Ich tue das, was ich will. Ich tue es so wie ich es will.
Ich habe mehr Freiheiten als die meisten. Das ist geil.




...wären da nicht ab und an diese fiesen Stiche. Dieses dumpfe Gefühl. Dieses Grau.



geschrieben von: lioba

...alleine dieser dunkle Hintergrund. Das tut gut. Virtuelle Heimat in die man sich verkriechen kann.

Was um alles in der Welt läuft in mir schief? Es war so ein genialer Tag. Ausschlafen, toller und interessanter Unterricht, Sonne tanken, gute Musik, nette Leute... Warum schaffe ich es nicht einen einzigen verdammten Tag glücklich zu sein? Warum kommen mir trotzdem diese Gedanken? Warum ist es für mich erleichternd zu wissen ich könnte jetzt gehen? Wieso gefällt mir dieser Gedanke sogar heute? Im Zwiegespräch mit mir und die letzte Antwort: "Es wäre nicht schlecht mit einem schönen Tag aufzuhören."
Lachen, das bis tief drin geht. Warum nicht? Warum nur das Lachen, was nach ein paar Sekunden wieder Vergangenheit ist ohne ein gutes Gefühl zu hinterlassen? Fragen über Fragen.
Es wäre so einfach. Ein paar Tage bei niemandem melden. Niemand von denen die mir wirklich wichtig sind würde es mitbekommen. Und meine Familie... Mein Vater würde eh wieder nur.. Naja das gehört nciht hier hin. Meine Mutter. Tja die würde daran kaputt gehen. Aber das wäre dann nicht mehr mein Problem. Und meine Schwester... Ach die ist stark.
Mein Hund. Tja der... Ob Tiere das so mitbekommen? Er wahrscheinlich schon. Blöde Sache. Aber trotzdem: Würde mir jemand anbieten jetzt zu gehen, die Antwort wäre ein "Ja".

Warum ist schönes nur so anstrengend?

"I believe"? Naja.. langsam ist es mir egal. Mag sein, dass es besser wird, mag sein auch nicht. Leben, du kannst mich mal sonstwo.



geschrieben von: lioba

Ich hätte es nciht tun sollen. Ich weiß es ganz genau. Es sind diese Texte und Bilder die alles wieder nach oben bringen. Alle Gefühle, Gerüche, Gedanken.
Und doch kann ich nicht wegsehen, lasse mich in den Strudel reißen. Wie dumm.

Kinder müssen geschützt werden. Ihre Seelen zerbrechen so leicht.




geschrieben von: lioba

Es sind diese kleinen wunderschönen Momente, die mir momentan bewusst machen was ich habe...

Zusammen dort auf dem Parkplatz sitzen. Aus S. wunderschönem Manta kommt leise gute Musik, wir sitzen auf Decken, wir trinken Kaffee, rauchen zu viele Zigarretten und hören einfach der Nacht zu. Niemand braucht sich zu verstellen, denn jeder nimmt den anderen wie er ist und findet es gut so. Es ist nichteinmal die größte, längste Freundschaft zwischen uns. Aber es ist passt und ist gut. In diesen Momenten gibt es keine Sorgen. In diesen Momenten ist einfach alles gut. S. erzählt davon, dass er schon wieder seinen Corsa in den Graben gesetzt hat. Sowieso weiß niemand,wie es dieses Auto so lange geschafft hat zu überleben. Lachen. Kein gezwungenes, einfach nur Freude über diese Geschichten die er so wunderbar erzählen kann. Er, dieser völlig Prototypische Mantafahrer. Heute wieder in Cowboystiefeln ("Die Sainson hat ja begonnen").

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Ich fahre nach Hause, ich habe es ja nicht weit. Auf direktem Wege wären es 5 Minuten. Aber ich fahre einen Umweg. Weil ich diesen Moment liebe. Die kurze Zeit, die Heimfahrt nach so einem Abend, der nicht besonders, aber eben schön war. Die Musik, der Fahrtwind der durch die Haare weht, die letzte Zigarrette für heute. Und auf einmal möchte ich einfach die Augen schließen und diesen Moment genießen. Die Ruhe in mir, die ich so lange Jahre nicht gespürt hatte. Ein eins-sein mit allem um mich.
Das ist meine Freiheit. Das ist meine Definition von Freiheit. Und das ist es, was mir mein Leben lebenswert macht. Nachts um viertel nach zwölf fahren zu können, in diesem Moment tun und lassen zu können was ich will.
Vergangenheit, egal. Zukunft, egal. Gegenwart, genießen.

http://www.agenturmogul.de/traktor/img/hermit.gif



geschrieben von: lioba

"I believe"
..nun, nachdem anscheinend doch immer wieder Wunder geschehen könnte ich damit sogar wieder beginnen. Glauben. Glauben daran, dass es weiter geht. Irgendwie.

Ein Abend wie heute gehört zu der Kategorie "Magisch".
Momentaufnahme: Es ist heiß, dunkel und stickig. Die vielen Leute heizen kräftig auf und es gibt keine Fenster. Die Menge ist kurz davor auszuraste ob der guten Musik. Das beste Lied, wie so oft zum Schluss. Man hat nicht sonderlich viel Platz, aber wird auch nicht eingeengt. Ich habe Kopfweh ohne Ende, aber es macht nichts. Der Bass vibriert. Alles vibriert. Der Boden, meine Füße, meine Hände, ja sogar mein Gesicht. Die Musik ist laut, schnell, hart. Ich habe sein Bier in der Hand, seinen ihm so wertvollen Pulli über den Schultern. Du bist ein paar Meter vor mir, im "Bauerngeschubbse". Du hast sichtlich Spaß. Ab und zu blickst du zu mir. Kommst zu mir, erzählst mir etwas, lachst, trinkst von deinem Bier und gehst wieder. Nicht ohne vorher zu sagen: "Ich bin ein assozialer Arsch, ich weiß." Du lachst und umarmst mcih als ich sage, dass das nicht stimmt.
Und ich stehe da fühle die Musik und die Energie um mich herum. Ich sehe meine Schäfchen, all die Leute die ich seelisch adoptiert habe. Ich sehe dich. Ich spüre die Haare des Herren hinter mir an meinem Rücken. Und ich fühle mich zuhause. Alles ist perfekt in diesem Moment. Bis auf das Kopfweh, aber das ist so klitzeklein, es stört den Moment nicht.

Nun hast du es also anscheinend geschafft mich aus meiner selbstgebauten Festung zu locken... Ich hoffe du bist es wert. Ich hoffe du bist das Risiko wert.

Ja... Ab und an, wenn man kurz davor ist wieder einmal hinzufallen und zu beschließen nicht mehr aufzustehen, kommt eben doch ein Grund daher wieder zu glauben.

http://farm4.static.flickr.com/3336/3413132492_3c85fc356b.jpg
Zoltán Farkas - Ektomorf



geschrieben von: lioba

.Gone.

Wirre Gedanken, Gedankenbrieffetzen...

Ich weiß nicht was ich von dir halten soll. Bist du jemand, der zuviele Freunde und deswegen zu wenig Zeit für jemanden wie mich hat? Nerve ich dich, obwohl du das Gegenteil gesagt hast? Bist du so, weil es dir diese Woche alles andere als gut ging? Bist du so wie du zu mir warst zu jedem? Ich kann mir das nicht vorstellen, aber geben soll es ja alles.
Ich sollte gar nicht soviel darüber nachdenken. Einfach das Leben so laufen lassen. Aber es wurmt mich. Ein klitzekleines bisschen Bitterkeit macht sich in mir breit.

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"Ach denk nicht daran, mein Date war auch nicht so toll. Hake es ab."
Lieb gemeint, falsch gedacht. Leider fandest du die kleine viel zu kindlich. Sie ging dir zu wenig unter die Oberfläche und du konntest nicht gut mit ihr reden. Da ist das okay. Aber du vergisst: ich finde ihn toll. Er ist ein sehr lieber Mensch, er hat ohne viel zu tun genau das getan, was ich... als gut empfand. Dabei hat er doch nicht viel getan. Himmel... Wie lange ist es her, dass mir jemand so schnell so sehr den Kopf verdreht hat? Ich weiß es nicht mehr. Lange.

Trotz dem bisschen Bitterkeit kommt mir ein kleiner Gedanke. Vielleicht sollte es nicht sein. Vielleicht hatte unsere Begegnung nur den Sinn mir zu zeigen, dass es eben nicht sinnlos ist, und es nicht der richtige Weg ist die Hoffnung aufzugeben. Vielleicht sollte es mir einfach zeigen, dass es noch Geborgenheit und Zuneigung gibt und auch ich diese fühlen kann.
Und ja, an einen "Sinn" dahinter glaube ich. Es war einfach zu... erschütternd. Ich ging nachts als ich dort war nach Hause. Ich setzte mich in mein Auto und ärgerte mich erst einmal, dass der MP3 Player noch lief, weil ich vergessen hatte ihn auszumachen. Aber egal. Ich drückte auf Play und was für ein Lied kam? Dieses . Man glaubt kaum wie tief das in diesem Moment ging. Das Lied war zuende und ich fuhr tiefgerührt durch die Nacht. Möchte jemand raten was als nächstes kam? Nein? Gut, ich verrate es. Das hier.
_______
Kann man so etwas noch Zufall nennen?


Mein Kopf ist so voll. Die Gedanken rasen hin und her. Ohne Unterlass. Sie drehen sich im Kreis und im Kreis und im Kreis und trotz hunderfacher Überlegung wie ich das, was ich denke in Worte fassen soll... trotzdem bekomme ich keinen normalen Satz aus mir. Gebt mir Musik. Laute Musik...



geschrieben von: lioba

...und endlich das ersehnte Lebenszeichen. Heute Abend. Eine halbe Stunde, bevor ich weg gewesen wäre.Und dann: Ob ich mitwollen würde. Von euch könne aber keiner mehr fahren. Ich war natürlich hellaufbegeistert. Innerlich, versteht sich.
Ein paar Minuten später warst du wieder relativ sauer. Deine Kumpels wollten nun doch nicht und überhaupt müsse ich nicht fahrem, dass passt schon, du könntest auch zuhause bleiben.
Schließlich warst du doch recht schnell davon zu überzeugen,dass es mir nichts ausmacht.
Oh wenn du wüsstest, wie wenig mir das ausmacht dich abzuholen..

Der ganze Abend war toll. Es war schön zu sehen, wie sich deine Laune bessert. Es war schön mit dir zu reden. Es war schön, dass du dich immer neben mich gesetzt hast. Es war schön dich so begeistert zu sehen darüber, dass da die Lieder gespielt wurden mit denen du aufgewachsen bist. Ach was soll ich groß drum herum reden. Möchtegernepoetische Worte entfleuchen mir um diese Uhrzeit nicht mehr.
Ich fühle mich wohl bei dir. Es ist nichts gezwungen, nichts anstrengend.
...am liebsten hätte ich dich umarmt und nie wieder losgelassen.

Dein Erstaunen darüber, dass es mir nichts ausmacht noch etwas essen zu gehen bevor wir heimfahren. Dieser erstaunte Seitenblick:"Sag mal, warum bist du eigentlich so lieb? Ich verstehe das überhaupt nicht. Warum bist du so lieb zu mir?" Und dein Kopfschütteln, als ich völlig perplex fragte was du meinst und wie du darauf kommst.
...ich möchte ja nur, dass du lächelst und es dir gut geht.

Die Heimfahrt... Oh Himmel. Wie du da neben mir gesessen hast. Eingeschlafen. Und das Schweigen vorher. Miteinander schweigen. Angenehmes Schweigen.
Deine Anwesenheit, dein Geruch macht mich wahnsinnig.



geschrieben von: ArrogantNick

Jetzt, wo ich Deinen letzten Eintrag lese, da ist mir etwas in den Kopf geschossen. Etwas, das eigentlich so simpel und offensichtlich ist, dass das klassische 'Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen', es eigentlich am Besten trifft. Okay, also ich erinnerte mich an die Zeiten, als ich selbst nicht viel von mir hielt, im Grunde genommen gar nichts und dass ich mir zu jenen Zeiten auch nie erklären oder vorstellen konnte, was irgendwer an/in mir finden könnte. Komplimente waren mir hochnotpeinlich und ich schwankte immer zwischen zaghafter Freude über ein solches und etwas, dass sich wie Angst (davor gerade verarscht zu werden) anfühlte. Und ja, ich habe mich vermutlich aufgeführt und angehört, wie Du es gerade beschreibst, bezüglich Deines Bekannten/Freundes.

Wenn wir jetzt noch davon ausgehen, dass sich nicht selten gleich gelagerte Energien/Wesenseigenschaften/menschliche Entwicklungsprozesse anziehen, dann würde das vielleicht Eure Startschwierigkeiten erklären. Weder Du noch er, wagen an das zu glauben, was sie sich eigentlich wünschen, wenn sie es eigentlich schon haben. ;-)

Liebe Grüße aus einem sonnendurchfluteten Kiel
Mischa



geschrieben von: lioba

... also mit diesem Beitrag hast du mich völlig aus den Socken gehauen gehabt. So herum hätte ich nie über die Sache gedacht.
Du hast Recht, es klingt im Grunde ziemlich offensichtlich.

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...ich wollte jetzt schreiben wie dieses Wochenende war. Von dem Auf und Ab mit dir. Von dem einen Satz der soviel kaputt machen kann
Aber so wie ich das wollte bekomme ich das nicht hin. Nicht jetzt, nicht heute, nicht morgen. Oder doch... Ich weiß es nicht.
Ich bin so erschöpft. Diese Gefühlssachen schaffen mich immer ein bisschen und dieses Wochenende war gleich eine zehnfache Dosis.
Der Abend gestern war einfach klasse. Witzig, locker ungezwungen. Aber dann.
Nein, die Worte stecken in mir fest. Ich halte diese Erinnerung tief in mir und weiß noch nicht was ich von all dem halten soll. Auf der einen Seite nimmst du im Auto meine Hand und hältst sie fest. Auf der anderen kommt so ein... dämlicher Satz von dir. Und ich weiß einfach nicht wie ich ihn auffassen soll. Es könnte sein, dass du mir damit etwas tollpatschig gezeigt hast, dass du der Übermann schlechthin bist. Oder du hast ihn so gemeint wie ich es zuerst aufgefasst hatte. In dem Fall: Schau dasd abhausd.
Als ich dann schließlich beschließe eben letzteres anzunehmen,weil die andere Möglichkeit einfach.. unglaublich wäre kommst du daher und schmeißt meine Theorie wieder über den Haufen. Alle meine finsteren und verbitterten Gedanken. Nein, nicht verbittert. Ich fühlte mich nur bestätigt.
Ich kann dich nicht deuten. Das macht mich völlig irre.
Wie dein Freund gestern über dich sagte:"Der ist der Wahnsinn der Typ. So einen hab ich noch nie kennen gelernt."
Ich kann dem nur zustimmen. Ob ich das für mich allerdings positiv oder negativ empfinde... Nun, da bin ich mir noch nicht ganz so sicher.


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Es bleibt eh auf dieser Freundschaftsstufe hängen...
Blödsinn. So verhält man sich nicht, wenn es nur um Freundschaft geht.
Ach sicher? Vielleicht ist das bei dir so, aber wer sagt denn, dass der Rest der Welt genauso denkt? Schonmal daran gedacht, dass du nur ziemlich naiv bist?
Natürlich habe ich daran gedacht. Oft genug sogar. Aber sieh mal, jemanden der so zu einer guten Freundin ist, der wäre doch eh nichts für mich. Das würde mich wahnsinnig machen.
Aha, du gestehst dir also wenigstens ein, dass es so sein könnte. Du weißt ja, pass auf dich auf, häng dich nicht zu sehr rein. Ein gutes Ende nimmt das ja so oder so nicht.
...selbst wenn es das nicht nimmt. Ich nehme die Zweifel in Kauf und nehme es wie es kommt. Denn das was kommt ist gut.
Das hast du jetzt nicht gesagt oder? Alles was kommt ist gut? Darf ich dich mal daran erinnern wie sauer du über diesen blöden Kommentar zum Beispiel warst?.
Ach nun sei doch still! Wer will schon Perfektion...Glaube es doch einfach. Menschen finden sich. Und auch wenn du dir dessen oftmals nicht mehr so sicher bist: auch du gehörst da mit dazu. Ob du nun willst oder nicht. Du träumst nicht. Versteh das endlich..



geschrieben von: ArrogantNick

Er wird sich einfach ähnlich ungeschickt in emotionalen Dingen anstellen, wie Du es auch tust.
Schließlich seid Ihr beide ungeübt. ;-)


....



geschrieben von: lioba

...damit bist du der dritte Mensch,der das so sieht. Eventuell sollte ich auf die Mehrheit hören.



geschrieben von: ArrogantNick

Du solltest auf DICH hören. Aber wenn DU auf die Mehrheit hören willst, so geht das auch in Ordnung, denke ich.

Schlaf gut.
Du machst das schon, da bin ich zuversichtlich - ein Bisschen für Dich mit. :-)



....



geschrieben von: lioba

Es fehlt die Tiefe!
In meinem Leben fehlt die Tiefe. Das schoss mir nun eben wieder einmal in den Sinn, während ich hier liege, zum Fenster hinaussehe und lächle, weil mein Baum die ersten schönen grünen Blätter bekommt. Der blaue Himmel mit den weißen Wolken dahinter lässt das alles wirken wie ein wunderschönes Gemälde. Ich sehe hinaus und spüre schon fast den Wind über mein Gesicht streifen und es trifft mich wie ein Schlag.
Was ist eigenltich aus meinem Leben geworden? Wo ist die Ruhe? Die Nachmittage mitten in der Natur. Mein Lachen darüber wie schön die Vögel singen, wann war ich zuletzt Blumen pflücken und wann habe ich zuletzt sanft mit den Handen über hohes Gras gestrichen? Wann zum letzten Mal nachts auf einem großen Feld gestanden, die Luft und die Freiheit genossen und das Sternenlicht in mich aufgesogen? Wann bin ich zum letzten Mal an dem kleinen Bach entlang gelaufen und habe minutenlang die glitzernde Sonne darin betrachtet?
...
Es scheint mir wie aus einem anderen Leben, von dem ich nicht weiß wo es hin ist. Sicher, ich habe ein... nettes Leben. Ich stehe auf, gehe in eine Schule in der ich die Ausbildung mache die mir gefällt, ich fahre nach Hause und lerne ein wenig. Danach mache ich den PC an und wenn ich Lust dazu habe auch den Fernseher. Ich lese hier und da und schreibe einer wunderbaren Freundin. Ich esse etwas oder auch nicht. Ich gehe nochmal online. Ich fahre zu Freunden, komme wieder heim. Unterhalte mich via Internet oder Telefon und gehe irgendwann schlafen. Meine Wochenenden sind auch nicht übel. Ich gehe fort, treffe Menschen, trinke vielleicht etwas.
Ja wirklich. Es ist nicht schlecht. Aber es ist genau das wovor ich doch so sehr mich gefürchtet hatte. Es ist Routine. Alltag. Grau. Langeweile.
Es ist nur Mittelmaß. Es ist wie ein technisch gut gemaltes Bild, das aber nichts besonderes aussagt.
Aber ich will kein mittelmäßiges Bild. Ich möchte eines mit Glitzer. Eine Collage. Und ich möchte kein Grau, sondern alle Farben dieser Welt in allen erdenklichen Schattierungen. Ich möchte brennen, auskosten, genießen und ich will... Tiefe.
Aber es ist ähnlich wie mein Wunsch perfekt zeichnen zu können. Ich weiß nicht, wie ich es bewerkstelligen soll, wie den Anfang machen.
Ich könnte sagen, dass ich keine Zeit habe meinem Leben wieder das zu geben was fehlt. Aber das stimmt natürlich nicht und wäre nur eine Ausrede. Es wäre ein leichtes nun den PC herunterzufahren und raus zu gehen. Wege zu laufen, die ich lange nicht mehr gelaufen bin.
Das Problem ist nur...

Ich weiß nicht genau wo das Problem liegt. Ich schätze ein Teil von mir sieht das durch die Wiesen laufen als sinnlos an, weiß nichts mehr damit anzufangen. Aber der andere Teil starrt sehnsüchtig aus dem Fenster.
Dieser eine Teil hat Angst vor der Nacht, vor der Dunkelheit. Er weiß nicht genau woher das kommt, aber er hat Angst. Wiederum ist es der andere, der nachts sehnsüchtig auf der Terasse sitzt und die Sterne für einen Moment betrachtet.
Vielleicht habe ich Angst vor der Stille. Angst davor mit mir alleine zu sein und meine Gedanken schweifen zu lassen.
Wiederum könnte ich mich nun fragen woher das kommt, wo ich die Stille früher doch so sehr geliebt habe. Aber ich habe keine Lust. Ich müsste mich mit mir selbst konfrontieren und Gedankengängen folgen, die ich gerne nie wieder betreten würde. Ich habe keine Kraft mehr weiter an mir zu arbeiten. Ich habe keine Kraft mehr mich kerzengerade aufrecht zu halten. Es ist genug um nicht umzufallen. Es ist genug um zu versuchen nicht alles schlecht zu denken. Es ist genug um... Nein ist es nicht. Heute ist mal wieder so ein Tag an dem ich spüre, dass ich über meine Verhältnisse lebe. Nicht im finanziellen Sinne. Aber in dem, was mir emotional möglich ist. Ich fühle mich immer ausgebrannter, müder. Ich fühle mich wie ein Kind, dass traurig und völlig geschafft ist und sich nur in die Arme einer liebevollen Mutter flüchten möchte um wenigstens für einen Moment lang sich geborgen und sicher zu fühlen.
Mein Kopf gleicht einem wildgewordenen Bienennest.
Ich hasse mich nichteinmal mehr. Vielmehr bin ich mir völlig egal. Oder auch nicht. Ich mache mir so meine Gedanken darüber. Aber etwas dagegen tun? Nun... wie gesagt. Nichts in mir hat Lust oder Kraft dazu. Ich bin mir egal. Zumindest mein Körper. Ob von dem Rest noch etwas zu retten ist... Ich weiß es nicht. Und ob ich das nun gut oder schlecht finden soll, auch das weiß ich nicht.
Allgemein bin ich sehr unentschlossen

Ein Blick aus dem Fenster.

Ich fürchte dich Natur. Denn ich fürchte mich vor mir selbst.
Oh was würde ich nur alles für einen Sturm geben, der mir den Atem raubt und mich fast umwirft. Einen Sturm in mir, einen Sturm ausserhalb.
Ich brauche... etwas.

http://www.bundesligamannschaften.de/wp-content/uploads/2008/02/sturm-uber-deutschland-drawings-of-light.jpg



geschrieben von: lioba

Zitat:
Wir laufen zu oft vor unseren Träumen davon, weil wir Angst haben zu versagen. Oder schlimmer: Angst davor sie zu verwirklichen..




geschrieben von: lioba

Heute: unvollendete Gedankenspringereien


Mutieren
Danke für dieses Lied gestern. Du hast es mir schon so oft angeboten, schon oft die Hand gereicht. Aber noch geht das nicht. Ich schaffe es nun endlich ein klein wenig Ruhe in mein Leben zu bringen. Sicher, da ist noch viel was mich stört und es gibt so einige Sachen, die mich sehr leicht aus der Bahn werfen können. Aber zum Großteil ist es ruhig. Das hatte ich lange nicht mehr.
Ich bin dabei das zu tun, was ich möchte. Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben. Ich bin dabei oft wie ein kleines Kind, das gerade erst lernt zu laufen und dadurch manchmal anstrengend.
Gebt mir Zeit.

*

Ich sehe mir ein Foto von dir an. Sehe dich online kommen. Ich denke an deine Stimme und an diesen einen völlig bescheuerten Satz. Ich glaube ich habe keine Lust mehr mir Gedanken darüber zu machen. Solange ich nichts von dir höre kann ich da sehr ruhig darüber nachdenken. Und ich weiß, von dir kommt so oder so nichts. Who cares? Andere Mütter blablabla.
Liebe. Den ganzen Tag schon stolpere ich über Texte zum Thema Liebe. Über die Liebe, die völlig zerstören kann aber auch über die Liebe die aufrecht hält. Ich kannte sie einmal sehr gut, diese Liebe. Aber inzwischen habe ich nicht mehr viel mit ihr zu tun.
Zack, du bist wieder in meinem Kopf. Solltest du nicht verschwinden? Ich habe dich so gerne kennen gelernt. Und wirklich, ich fand dich so unglaublich super. Bis zu diesem einen vermaledeiten Satz. Und leider kann ich die positive Deutung dieses Satzes einfach nicht glauben. Denn dann wärest du der absolute Übermann. Und jemand, der sich nicht meldet ist das nicht. Obwohl... Doch, du hattest dich ja gestern gemeldet. Erwarte ich wirklich, dass du das jeden Tag tust?
Ja, ich glaube schon. Denn so wie es momentan läuft sehe ich nicht, dass dir das alles auch nur ansatzweise wichtig wäre. Ich höre also mit diesen Zeile auf mir etwas vorzumachen. Das ist sehr schade. Aber ich habe ja noch Zeit das zu finden wonach ich mich so sehr sehne. Ein Jahr oder ein paar Monate mehr oder weniger werden auch noch zu verkraften sein.

*

Zufälle. Sie beschäftigen mich momentan sehr. Inzwischen bin ich mir sicher, dass vieles nicht einfach purer Zufall ist. Um das zu erklären muss ich erläutern, was heute geschah.
Als ich heute morgen meine Augen aufschlug hatte ich das Gefüh eine Horde grässlicher kleiner Zwerge würde auf mich zustürmen und in völliger Exstase auf meinem Kopf herumhämmern. Also kroch ich ziemlich schnell zurück ins Bett um mich vor Sonne und Lärm zu verstecken. Der Tag heute wäre sowieso länger gewesen und (das ist wichtig für die weitere Erläuterung) ich wäre erst so gegen fünf Uhr an dem Dorf XY vorbeigefahren. Und als ich dann heute Nachmittag gegen halb sechs wieder aufwachte und den Radio anmachte lief gerade eine Meldung, dass genau dort um kurz nach fünf Uhr ein schwerer Unfall passiert ist. Ein Autofahrer fuhr direkt in einen LKW. Es gab einen Brand und mindestens zwei Tote.
Ich bin dankbar für meine Migräne. Denn ich wäre mit einer großen Wahrscheinlichkeit genau da hinein geraten. Der Brand muss nicht ohne gewesen sein..

*

Lieber Lieblingsmensch. Ich weiß, dass du das hier bald lesen wirst. Ich möchte die ganze Welt mit diesem einen Spruch bemalen:
"Ich mache mir Sorgen um dich."
Nicht diese Sorgen, die ein klein wenig zwicken. Nein, richtig schlimme drückende Sorgen. Ich würde mir so sehr Flügel wünschen mit denen ich so schnell wie möglich zu dir kommen kann um dir einfach die Hand hinzuhalten. Ich möchte dich stützen und dir helfen. Ich möchte dir zuhören, wenn deine Gedanken dich so laut anschreien, dass du nichts mehr verstehst.
Ich möchte, dass du weißt, dass ich da bin.
Ich will dich nicht verlieren, weißt du? Ich höre so gerne von dir und ich kenne wenige Menschen die so gut verstehen. Wir denken ähnlich und manchmal kennst du mich fast schon besser als ich mich selbst. Was wäre ich nur ohne mich mit dir austauschen zu können. Ich wäre nur ein kleines erbärmlicher Haufen Elend. Du bist es, die mir schon so oft gezeigt hat, dass meine Gedanken mich zerstören. Du hast so oft zugehört und Ratschläge gegeben. So unendlich geduldig.
Und nun möchte ich dir all das zurückgeben. Und ich bin versucht zu sagen: "Ich verbiete dir mich alleine zu lassen." Das hört sich egoistisch an, einengend. Aber ich hoffe du weißt, wie ich es meine.



http://www.schilderwerk-kommunikation.de/bilder/img_right_vertrauen.jpg



geschrieben von: lioba

Das war ein grässlicher Tag. Ein durch und durch grässlicher Tag, an dem ich keine Minute lang meine Gedanken dort lassen konnte wo sie doch eigentlich sein sollten. Ich konnte einfach weder an Syntax oder Morphologie noch an einen zu schmalen Oberkiefer denken. Es ging nicht. Dafür schwirrte mir unendlich viel anderes im Kopf herum.

Ich sah mich um und erinnerte mich an ein Gespräch in der Klasse. Jeder erzählte von seinen Zukunftsplänen und alle hatten eine sehr genaue Vorstellung. Die eine wollte mit spätestens 25 Jahren heiraten. Sie wusste wie ihr Brautkleid aussehen würde und was für Musik gespielt werden würde. Die nächste hatte ähnliche Gedanken. Alle gemein hatten sie einen ziemlich strukturierten Plan, wie ihr Leben verlaufen sollte. Natürlich seien kleine Abweichungen zu akzeptieren, aber im großen und ganzen sollte es genau so laufen.
Ich glaube ich bin die einzige, die das nciht hat. Ich weiß, dass ich diese Ausbildung erstmal fertig machen möchte. Ich weiß, dass ich danach erstmal arbeiten möchte. Aber wo ich das möchte, wie mein Partner sein sollte, wann ich Kinder haben oder heiraten möchte... das alles weiß ich nicht. Ich lebe so vor mich hin und nehme die Dinge wie sie kommen. Ich habe keinen wirklich genauen Plan davon, wie mein Leben verlaufen soll. Sicherlich möchte ich irgendwann Kinder und einen lieben Mann, einen tollen Job. Aber das möchte ja so ziemlich jeder. Ob das gut ist so wie ich es mache? Ich bin mir nicht sicher. Ich bin dadurch zwar nicht gebunden, habe aber gleichzeitig keine festen Ziele vor Augen. Ich hatte einmal Pläne. Aber die gingen dann recht zügig den Bach hinunter. Wahrscheinlich braucht es Zeit neue Wünsche und genaue Ziele zu finden.

Ziele und Wünsche. Hier sprangen meine Gedanken weiter. Ich sah aus dem Fenster und beobachtete die hellgrünen, zarten Blätter im Wind. Ich spüre aus heiterem Himmel ein furchtbares Bauchkribbeln in mir. Ein Kribbeln, das sich anfühlte wie Verliebtheit. Aber woher? Warum? Ich sitze hier und höre mit halbem Ohr zu was für Missbildungen es im Mund- und Rachenraum gibt. Es gibt keinen wirklichen Grund für dieses Gefühl.
Man hat mir einmal erzählt, wenn es ohne Grund so sehr kribbelt, dann denkt derjenige an dich, der dir zuerst in den Sinn kommt. Das wäre er. Allerdings würde er dann oft an mich denken, denn es kribbelt schon wieder. Ob das wohl stimmt? Ob es so eine Verbindung zwischen Menschen gibt? Ob man das wirklich spürt, wenn intensiv an die eigene Person gedacht wird?
Aber jetzt für den Moment: Hau ab, nerv mich nicht, ich habe keinen Kopf für dich. Ich sollte mich konzentrieren, das hier ist wichtig.

Schließlich die ersehnte Mittagspause. Ich hätte es kaum länger ausgehalten auf diesem Stuhl zu sitzen und einen rießigen Schwall aus Tönen, Gestik und Mimik zu ertragen. Es war alles nur noch ein rießen großes Geräusch. Mehr nicht. Also schnell nach außen, Gedanken loswerden, nassregnen lassen, Lunge teeren.
Verdammt was ist nur mit mir los? Ich höre nciht,wenn man mich anspricht, ich sehe nicht wo ich hintrete und ich bin unglaublich gereizt. Ich wünschte mir, es würde mich jemand anmeckern, damit ich meinen ganzen Frust und meine schlechte Laune in einem großen Wutanfall tobend und schnaubend loswerden kann. Ich möchte jemanden, den ich an die Wand diskutieren kann, ich brauche einen Gegner.
Natürlich gibt es so jemanden nicht in Reichweite. War auch klar.
Und schon neigt sich die Mittagspause dem Ende zu.

Man weiß nicht wie ich zu diesem Gedankengang kam. Auf jedenfall verfiel ich in eine stille Wut darüber, wie dämlich Anarchie doch wäre. Diese Kinder die sich die Hosen zerfetzen und nach dieser Anarchie krähen ohne überhaupt zu wissen WAS genau sie da fordern und welche Konsequenzen das hätte. Eine Gesellschaft ohne ein gewisses Maß an Regeln kann einfach nicht funktionieren. Sicherlich könnte man hier und da ein paar sinnlose abschaffen, aber völlige Anarchie ist unmöglich. Alles würde vor die Hunde gehen.
Zitat Wikipedia:
"Im Mittelpunkt stehen Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Selbstverwirklichung der Individuen und kollektive Selbstverwaltung."
...was in meinen Ohren erstmal nicht wirklich übel klingt. Aber wer glaubt denn bitte noch an das Märchen der Großteil der Menschen könnte es schaffen selbstbestimmt zu leben? Eigenverantwortlich? Verantwortung für andere übernehmen, Zivilcourage zeigen... Nein, das halte ich für ein Ammenmärchen.

Oh Moment, der Unterricht scheint doch einen Moment lang interessant zu sein, aber von was redet die? Von Quallen? Wie zur Hölle kommt die nun von der Knochenleitung zu Quallen? Na auch egal eigenltich. Es wird schon im Skript stehen. Uh...Quallen. Ich mag diese Tiere überhaupt nicht. Ich möchte auch gar nicht wissen wie sich die anfühlen. Bestimmt total glitschig, schleimig, kalt. Nein, also ich kann diese Lebewesen wirklich nicht ausstehen und ich finde sie auch nicht im Geringsten hübsch oder anmutig. Für mich stehen sie auf einer Stufe mit Stechmücken. Was für unnütze und grässliche... Dinger das sind. Ich bin dafür, dass man sie ausrottet. Ja, wirklich. Man kann alles ausrotten. Viren, Bakterien, Pilze... Warum nicht Quallen und Stechmücken? Der Mensch macht doch sonst alles platt. Man könnte das endlich einmal nützlich anwenden und zumindest die Stechmücken von der Erde wegfegen. Das hätte noch einen entscheidenden, wunderbaren Vorteil: Spinnen wären überflüssig.
Große persönliche Probleme wären aus der Welt geschaffen.
Wenn es nicht möglich sein sollte sie loszuwerden -> Baut euch verdammt nochmal eigene Häuser!!

Noch eine halbe Stunde... durchhalten. Das geht auch vorbei. Jeder Tag geht irgendwie vorbei.

Wie könnte ich nur mein Zimmer umstellen.....?

http://images.easyart.com/i/prints/rw/lg/2/5/Salvador-Dali-La-persistance-de-la-m-moire-25227.jpg
...die Zeit fließt und fließt und fließt.




geschrieben von: lioba

..der Himmel kann warten.

Er kann warten. Ja, endlich kann er warten. Ich bin hier und ich glaube ich möchte hier bleiben. Ich fühle mich stärker. Jeden Tag. Ich betreibe intensive Selbsttherapie, ich setzte mich mit mir auseinander und tue das was ich längst hätte tun sollen: Ich finde mich und gebe mir die Kraft ich zu sein.
Die Vergangenheit ist eine Erfahrung. Nicht mehr. Vielleicht sollte man ihr nicht zu viel Bedeutung zumessen und ihr dadurch an Schrecken nehmen. Ich lerne mich wertzuschätzen, mir Bedeutung beizumessen.

Verdammt ich bin hier. Ich möchte die sein die überlebt hat. Ich möchte die sein, die stark ist und anderen aufhilft.
Ich habe es geschafft hier zu stehen und ich beginne mich zu öffnen. Das hat mir zu Beginn sehr große Angst gemacht und ich war mir absolut nicht sicher ob ich das sein will. Ob ich die sein will, der es gut geht. Seltsamerweise beginnt man seine Qualen irgendwann als Freund anzusehen. Aber ich glaube ich habe mich entschieden.
Ich fühle mich ruhig und stark... Gelassen. Das ist gut.

Wiedereinmal kommt erstens alles anders und zweitens als man denkt...



geschrieben von: lioba

gewagt...

Böhse Onkelz - Narben

Es ist unglaublich wie manche Lieder in ihrer innersten Bedeutung wechseln können. Ich habe dieses Lied vor ein paar Tagen das erste Mal gehört. Und ich kann seitdem nichts anderes mehr hören. Ich kann nichts anderes mehr ertragen. Es hatte mir Kraft gegeben und mich innerlich dazu gebracht kämpfen zu wollen. Leben zu wollen. "Ich kenne meine Wege und ich weiß, dass ich sie nicht mehr gehen will." Ich konnte aus tiefster Seele mitsingen und ja, ich war mir sicher, so unglaublich sicher, dass ich sie nicht mehr gehen will.
"Hand aufs Herz, fühlst du den Schmerz?" Und wie ich ihn fühle. Immernoch und immer wieder. Aber es brannte nicht mehr so sehr. Es war nicht mehr allgegenwärtig und ich hatte das Gefühl eine neue innere Stärke in mir langsam zu entdecken. Dieses Lied sprach mir aus der Seele. Es half mir Mut zu haben die zu werden (zumindest damit zu beginnen), die ich sein will. Ich möchte stark sein. Ich möchte die sein, die da ist und an die sich andere anlehnen können. Wie ein Fels in der Brandung.

Doch vor ein paar Stunden... Ich weiß nicht einmal genau, was passiert ist. Ich schätze es waren zu viele Menschen um mich herum. Zuviele, die mit mir reden und lachen. Ich ertrage das bisweilen nicht. Ich schätze ich brauche es wie die Luft zum atmen eine bestimmte Zeit lang mit mir alleine zu sein, niemand anderen zu sehen oder zu hören. Doch eben dazu kam ich nicht und es fühlte sich an, als würde plötzlich die Luft fehlen, als würde ich ersticken. Und so rette ich mich mit schlechten Ausreden und sehe zu,dass ich Land gewinne.
Konkret heute Abend. Ich hatte Freunde um mich herum. Objectiv war alles gut. Aber es wurde immer unerträglicher. Also ging ich irgendwann nach Hause. Und auf dem Weg dorthin hörte ich wieder dieses Lied.
Ich hätte schreien und weinen können. Es löste eine tiefe Verzweiflung aus und ich begann schon damit zu überlegen wo der nächstbeste Baum steht. Und wieder kam diese Stelle:"Ich kenne meine Wege und ich weiß, dass ich sie nicht mehr gehen will."
Doch diesmal sang ich nicht. Ich schrie. Ja, ich kenne meine Wege. Ich weiß was hinter mir liegt. Ich sehe die Narben auf meinem Körper. Ja, ich weiß, dass ich dorthin nicht mehr zurück möchte. Ich weiß, dass ich gerne glücklich bin. Ich weiß es!

....aber es ist so unendlich schwer. Von Zeit zu Zeit ist das eine Aufgabe, die ich mir selbst gestellt habe, die zu schwer ist für mich. Es erdrückt mich, nimmt mir die Sicht. Alleine schon den Alltag zu bewältigen ist so anstrengend für mich. Ich habe diesen Alltag selbst gewählt und er ist gut. Aber es ist so anstrengend morgens auch nur die Augen zu öffnen. Ja, das liegt an der Müdigkeit. Aber nicht an der physischen.
Es ist anstrengend zu duschen, Klamotten zu suchen, mich mit der Klasse zu unterhalten, in der Mittagspause zu lachen... Das alles ist so unglaublich anstrengend, aber ich weiß, dass ich mir nicht noch mehr Fehltage erlauben darf. Das setzt mich unter Druck es schaffen zu müssen. Und all das fühlt sich an, als hätte ich alles Gewicht dieses Universums auf meinen Schultern und lässt ein tiefes Gefühl von Hoffnungslosigkeit aufkommen.
Ich tue es. Ich stehe auf, ich gehe in die Schule, ich lache und kommuniziere, ich erledige die Dinge, die zu tun sind. Ich tue es, aber ich fühle doch, wie in mir die Kraftreserven zu Ende gehen.

Ich habe mich stark und unangreifbar gefühlt. Mir ging es gut. Aber inzwischen gehe ich auf dem Zahnfleisch, denn es wird zu viel und ich habe keine Möglichkeit es zu stoppen um wieder Reserven aufzuladen.


Aber ich wüsste momentan auch gar nicht,wie ich sie wieder aufladen sollte. Es bringt alles keinen Frieden,keine innere Ruhe..

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Sisyphus



geschrieben von: lioba

Kurze Gedanken, die ich für mich einfach eben mal abladen möchte:





Lieber...Vater.

Gestern konnte ich zum ersten Mal seit einer Ewigkeit mit dir auf einer Ebene kommunizieren. Dich zum ersten Mal seit langem als ebenbürtig oder zumindest nicht als verachtenswert ansehen. Wenn man darüber nachdenkt ist es schade, dass das nur deshalb geschehen ist, weil ich sicher gehen wollte, dass ich im Akustikunterricht alles richtig verstanden hatte. Und du als Hörgeräteakustikermeister schienst mir da richtig zu sein. Ich hatte gar nicht erwartet wirklich mit dir reden zu können. Aber es ging. Und es ging erstaunlich gut. Ich konnte so richtig nett zu dir sein, einfach so, weil ich es wollte. Ich konnte dich ansehen ohne zu überlegen, wie jämmerlich du doch bist.
Ich habe dich nicht als Vater gesehen, aber doch zumindest als einen interessanten Gesprächspartner. Und das ist sehr viel und ein größerer Sprung, als du wohl auch nur ansatzweise ahnen kannst.
Nachts fuhr ich auf dem Heimweg wieder einen kleinen Umweg. Ich wollte die Nacht genießen, den Wind die Freiheit. Und ich dachte an dich und stellte fest, dass in mir keine Bitterkeit auftaucht. Vielleicht ist es das, was man erwachsen werden nennt. Ich beginne dir zu verzeihen Ja. Ich glaube langsam kann ich dir verzeihen.
Du hast unendlich viel kaputt gemacht. Und rational gesehen verstehe ich dich schon lange. Trotzdem habe ich dich für deine Schwäche verachtet. Ich, dein Kind, bin zu stark für dich. Schon immer gewesen.
Und nun... Ich werde dich wohl nie als "Papa" sehen können. Aber "Vater" das könnte sein. Vielleicht kommen wir dort noch irgendwann einmal hin. Ich bemühe mich. Ich hoffe du wirst das auch irgendwann tun.
Ich erwarte von dir, dass du mich leben lässt wie ich eben will und bin. Ich werde versuchen dir das selbe zuzugestehen.



geschrieben von: lioba

"Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten.
In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis."

Woody Allen amerikanischer Filmregisseur und Schauspieler (geb.1935)



Mein Kopf und mein Herz. Das ist so eine Sache. Ich weiß nicht wie oft die zwei sich schon bis aufs Blut stritten. Beide sind sehr starke Charaktere. Und stur sind sie. Schon immer gewesen.
Mein Herz, dieses zarte Ding. Vielleicht hätte es sich leichter leben lassen,wenn ich ihm öfter mein Gehör geschenkt hätte, ihm öfter seinen Willen gelassen hätte. Im Nachhinein denke ich manchmal, ich hätte es einfach machen lassen sollen.
Aber da macht mir eben immer mein Kopf einen Strich durch die Rechnung. Kühl, zurückhaltend,alles abwägend. Er denkt und denkt und spinnt alle Gedanken weiter. Er sorgt dafür, dass nichts unüberlegt getan wird. Ich nicht zu sehr ausflippe (im positiven und negativen Sinne).

Einen Punkt gab es allerdings, an dem sich beide einig waren. Mein Herz wollte zerbersten, aufhören zu schlagen. Es war am Ende und hatte schier unerträgliche Schmerzen. Mein Kopf sah sich das eine Weile lang nüchtern an und stimmte meinem Herzen schließlich zu.

Vielleicht ist das der Unterschied zu den Menschen,die ihr Leben lieben. Bei ihnen sind sich Kopf und Herz dann einig, wenn es darum geht ein schönes Leben zu wollen. Überhaupt "Leben" auskosten zu wollen. Und bei mir sind sie sich eher bei gegenteiligem einig.
Auch heute noch manchmal. Sie sind sich nicht mehr so einig wie damals. Aber einer von beiden hängt noch sehr oft an diesem Punkt fest. Entweder sehnt sich mein Herz nach meinem Ende und mein Kopf erklärt dies für völligen Schwachsinn. Oder aber mein Kopf erkennt rational, dass es intelligenter wäre zu gehen. Dann aber schreit mein Herz auf!
Sie sind seltsam. Und ich möchte erst gar nicht damit beginnen zu überlegen wer von beiden "Ich" ist.



geschrieben von: ArrogantNick

In aller Regel ist es Angst, die die Einigkeit verhindert, so zumindest meine Erfahrung. Vielleicht wäre es hilfreich, sich die Frage zu stellen, wovor man die größte Angst hat und darin dann einen Weg zur Kommunikation zu suchen, zwischen Herz (dem was man will) und Kopf (dem Werkzeug um es zu erreichen).

Lieben Gruß
Mischa



geschrieben von: lioba

Die Reise ins Ich

...lange stand sie schon dort an der UBahnhaltestelle. Eine Bahn nach der anderen fuhr vorbei und sie stand nur dort und sah ihnen nach. Kühl war es und dreckig. Keine besonders schöne Gegend. Und die Menschen die dort rumlungerten sahen auch sehr zwielicht aus. Die rumgelungert hatten. Inzwischen war es spät und sie stand alleine dort in der Einsamkeit. Die Rolltreppen standen still, ab und zu wehte der Wind von oben hinein und wirbelte leere Papiertüten vom Boden auf. Sie stand nur dort und starrte die Wand an. Gedankenverloren. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sobald sie aufschreckte und daran dachte wo ihre Gedanken eben waren konnte sie es schon nicht mehr sagen. Wieder kam eine Bahn und endlich löste sie sich aus ihrer Starre und stieg ein. Das Abteil war leer. Sie überlegte noch ob sie sich hinsetzen, stehen bleiben oder doch wieder aussteigen sollte, da schlossen sich schon die Türen hinter ihr. Mit einem Gefühl irgendwo zwischen Resignation und der Panik davor eingeschlossen zu sein drehte sie sich nach links und setze sich auf den ersten Sitz. Natürlich ans Fenster. Warum eigentlich? Man konnte doch sowieso nichts sehen. Aber eigentlich war das egal. Es hätte draußen die schönste Landschaft vorbeiziehen können, sie sah eh nichts. Sie starrte vor sich hin.Saß stumm und allein auf ihrem Platz. Man roch noch den Schweiß der Menschen, die den ganzen Tag über hier mitgefahren waren. Aber das war wohl Stunden her. Kein normaler Mensch fuhr um diese Uhrzeit in der Gegend herum.
Im Tunnel wurde es dunkel, hell,dunkel... Kleine Lichter hingen dort, zogen vorbei.
Wo fuhr sie eigentlich hin? Sie war auf dem Weg zu sich. In ihr tiefstes Inneres, nach ganz unten. Was genau sie dort wollte wusste sie noch nicht genau, aber sie fühlte, dass es Zeit war sich auf den Weg zu machen.
Die erste Haltestelle war erreicht. Sie blieb sitzen. Stumm und in sich gekehrt. Die zweite Haltestelle, die dritte,vierte...
Auf einmal hielt die Bahn mit einem Ruck an. Verwirrt blickte sie nach oben, sah sich um und wunderte sich was nun los sei.
"Endstation!" hieß es aus den Lautsprechern. "Wegen Baustellen kann nicht weitergefahren werden."
Verwundert stand sie auf, leicht schwankend lief sie zur Tür um auszusteigen. Dort stand sie nun und blickte sich nach der Bahn um. Die Türen fielen eben wieder zu und die Bahn fuhr davon. Dorthin zurück wo sie herkam. Sie stolperte zwei Schritte zurück und blickte ihr hinterher. Minutenlang.
Endlich drehte sie sich um um zu sehen wo sie nun gelandet war. Sie wusste,dass sie sich schon sehr nahe war. Aber das letzte Stück blieb ihr nun doch wieder verwehrt.
Als sie den Kopf hob wurden ihre Augen groß. Sie war oberhalb. Sie konnte Sonne spüren. Diese Haltestelle hatte nichts mehr mit der zu tun an der sie so lange stand und die ihr dort nicht wirklich schlecht erschien. Gegen diese hier allerdings war sie schäbig, denn hier war alles schön, freundlich und einladend. Ein paar Glasscherben lagen hier und da. Aber sonst war alles wunderschön und sie fühlte sich, als hätte sie noch nie in ihrem Leben wirklich sehen können. Nicht mit so vielen Farben, nicht mit solcher Intensität und Tiefe. Sie roch frische Luft. Es würde wohl bald regnen. Regen,der den Staub davonspült. Wie wiederbelebt fühlte sie sich. Sie straffte die Schultern, hob den Kopf und ging vorsichtig, aber immer sicherer werdend los.

Wer weiß wohin sie ihr Weg nun führt?



geschrieben von: lioba

Nur ein kleines Lebenszeichen und ein minimales Gedankenabladen..


20 Tage
Zwanzig Tage. Neunzehn Tage und 12 Stunden. Ungefähr zwei oder drei Uhr Nachts.
Du spukst durch meinen Kopf. Die letzten Tage schon. Warum? Jahrelang habe ich nicht mehr an dich gedacht. Ich hatte schon fast deinen Nachnamen vergessen, den Klang deiner Stimme. Und nun, da du fast fünf Jahre tot bist denke ich wieder an dich.
Ich war in all der Zeit kein einziges Mal auf dem Friedhof. Nie. Ich bin bis jetzt einmal dort vorbeigefahren,wo du deinen Unfall hattest. Nachher werde ich noch einmal dort hinfahren. Ich weiß nicht, was mir das bringen würde. Aber es zieht mich dort hin.
"Die Toten sind nur wirklich tot, wenn sie vergessen sind."
Du wirst noch lange, lange Zeit von vielen Leuten nciht vergessen werden...


Equilibrium - Unbesiegt
Es gibt Lieder, die halten mich aufrecht. Die geben ein klein wenig Stärke ab. Un dieses Lied ist mein Lied.

Viele sah ich nieder gehn,
Zuviele um je zu verstehen.
Doch habe ich nicht einen Tag auf diesem Pfad bereut.
Solln sie auf mich runtersehen,
Es schert mich nicht, ich bleibe stehen!
Auch du, mein Freund,ich bin dein Zeug,
sei blutend, aber ungebeugt!




geschrieben von: lioba

"Ich halte mich für ein intelligentes, menschliches Individuum, mit der Seele eines Clowns, welche mich immer wieder dazu zwingt in den wichtigsten Momenten alles zu zerstören!"

Dieser Spruch passt wohl wie die Faust aufs Auge zu mir. Ich bin auf dem Weg zu dem, was ich mir seit Wochen eigentlich ersehnt hatte. Aber es ist mir erschreckend unwichtig. Auf einmal. Wie immer, wenn ich kurz davor bin anzukommen taucht etwas in mir auf, das einfach wegrennen möchte. Etwas, dass das fast erreichte unglaublich gerne wieder vernichten möchte.
Und es macht mir nicht einmal etwas aus. Beziehungsweise, es hat mir nichts aus gemacht. Ich werde heute versuchen einen Schritt weiter zu gehen. Ich werde versuchen es nicht kaputt zu machen, sondern weiter zu machen.
Vor einiger Zeit tauchte ja hier die Frage auf, wovor ich am meisten Angst hätte. Ich habe glaube ich keinen Ton darüber verloren. Darüber nachgedacht habe ich aber sehr wohl. Ich habe Angst vor Einsamkeit. Das begründet alle anderen Ängste. Ich habe Angst davor irgendwann einsam zu sein. Nicht alleine, nein. Alleine sein ist schön. Meistens. Aber Einsamkeit ist fürchterlich. Der Gedanke daran ist wie ein schwarzes Loch.Es zieht alle Freude von mir weg.
Und das paradoxe ist nun eben,dass ich immer wieder genau so handle, wie ich es eben nicht sollte. Ich handle so, wie man einsam wird.
Leider geht es oft nicht anders. Nun kommen die Hobbytherapeuten an und sagen: Man muss sich aber überwinden. So schwer ist das alles nicht, stell dich nicht so an.
Pustekuchen! Es IST so schwer. Es gibt Momente, da geht es eben nicht. Man kann einfach nicht anders handeln, auch wenn man nur all zu gerne möchte.
Ich finde mich ätzend. Ich bin zu gerne unauffällig, denn ich hasse es mich zu zeigen. Ich bin still, denn ich hasse meine Stimme.
Und genau das soll geändert werden und...

Huch! Wo die Gedanken so landen können. Ich weiß kaum noch, was ich zu Beginn geschrieben habe und noch weniger weiß ich,wie ich nun hierher kam. Seltsame Wege, die mein Kopf geht. Wege, die ich nicht immer gut finde. Aber vielleicht schaffen wir es ja doch noch uns aneinander zu gewöhnen. Dazu würde es mir helfen das jetzt begonnene nicht wieder zu verwerfen. Ich werde es versuchen. Versprechen kann ich mir leider nichts. Oder will ich nicht.

...eigentlich könnte ich doch stolz darauf sein, wer ich inzwischen bin. Nein. Stolz darauf,dass ich lebe. Und das sogar relativ gerne. Meistens.





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