…suchend nach Worten die mein (weibliches) Herz berühren, nach Verständnis und Gedankenaustausch. Nach Freundschaft oder auch mehr…aber immer nach wahrhaft treuem, vertrauensvollen Wortwechsel. Sowohl Fantasien, Träumen und der Melancholie, als auch dem Hier und Jetzt nicht abgeneigt. Einfach alles was in den Sinn kommt, sollte er manchmal auch noch so verwirrt sein. Was auch immer uns leiten mag oder sich im Laufe der Zeit wie ein Netz um uns spinnt, ein respektvoller Umgang bleibt unumgänglich, viel hat diese Welt von alten Werten verloren, leider.
Innerliche Einsamkeit treibt mich auf diesen Weg. Der Hauch des Winters, der meine Haut wie auch mein Herz und meine Seele erzittern lässt, auch wenn mich ein loderndes Feuer wärmt. In der Nacht, bevor der Schlaf sich meiner bemächtigt rinnt oft eine Träne meine Wange hinab, gleichzeitig sucht sich ein Lächeln den Weg über meine Lippen. Man sieht der Hoffnungslosigkeit ins Gesicht und spürt, dass man sich trotzdem des Hoffens nicht entziehen kann. Wie scharfe Krallen, die Wunden in weiche Haut reißen…sanft und liebevoll aber schmerzhaft. Manchmal das Gefühl so grausam, traurig, blutend, das nur noch dies Lächeln davon zeugt das auch ein Funken Schönheit in dieser Trauer liegt. Wehmut bleibt. Und Hoffnung, auch wenn ich mir damit selbst spitze Nadeln in mein schneebedecktes, glühendes Herz steche. Denn…selbst der kühle Mondschein wirft Schatten auf diesem Weg. Doch sind mir auch die Sonnenseiten, die Schönheit und die Leidenschaft des Lebens nicht fremd. Nicht nur Traurigkeit und Schmerz sind meine Wegbegleiter. Welcher Gefährte auch in jener Stund meine Nähe sucht, an mir zerrt, mich umklammert mit fester Hand…Melancholie legt sich wie ein schwarzes, schweres, samtenes Tuch über die Seele, zugleich vermag es zu wärmen und zu schützen. Träume von Vergangenem und von Zukünftigem zehren an mir, liegt doch alles in grauem undurchsichtigem Nebel des Herbstes der nun dem Wintermond weicht, jene Zeit die die Sicht wieder klarer werden lässt, doch auch schwerer werden nun die Schritte. Tiefer Schnee verhindert jedes Vor und jedes Zurück, und legt man sich erschöpft nieder um zu Ruhen, dem Leben und den Gedanken ihren Lauf zu lassen, so erfiert der müde Körper bitterlich. Blutige Tränen, grausam-schön…frieren zu Eis.
Herzzerreißende Stille breitet sich in meinem Kopf aus, lässt ein kalten Schauer auf meiner Haut zurück. Man blickt des nachts zu hellem Mond, stellt sich so mache Frage und spürt die tiefe Sehnsucht und Verbundenheit, die Hoffnung, den Schmerz der eins wird mit dem Sehnen auf einer endlos scheinenden, vergeblichen Suche. Ist es manchmal auch einfach eine besonders kalte und dunkle Nacht, die einen plötzlich dazu treibt ausgetretene Pfade zu verlassen und sich noch einmal auf den Weg zu machen.
Vermögen diese Sätze die meine Finger auf der Tastatur tippen nicht viel über mich zu verraten, doch sind es wohl meine ehrlichen Gefühle, die mir in den Sinn kommen in manch stiller Stund wie dieser.
Oberflächlichkeiten sind nicht das Ziel meiner Suche, und ist es meist einen langen Weg des Kennenlernens. Scheut ihr diesen nicht, einsam wandernder Wolf, der mich vielleicht auf jenem Pfad begleiten möchte? Möchtet ihr Freude und Schmerzen mit mir teilen…einander verbunden mit dunklem Band? Vielleicht mag dies ein Mensch lesen, dessen Blick zum Mond ihn auf wundersame Weise nun auch hier her geführt hat, dessen Worte mich gleich zu berühren vermögen…
Doch auch über die Worte einer „Sie“ würde ich mich sehr freuen, denn überhaupt jemanden zu finden mit dem man über Gefühle und Gedanken reden kann, mag oft fast unüberwindbar schwer sein.
Mit stillem, hoffnungsvollem Gruß, gleich sanft wie der der Schein des Mondes der die Nacht durchdringt.
BlackVelvetCat
geschrieben von: Mondfeuerelfe
>> Seid mit sanft berührender Tatzenpfote gegrüßt, nachtsamtene Katze !!<<
Wie ein rotglühend aufflackerndes Feuer
in einer stilldunklen Nacht,
wie eine lang vergessene Melodie
in einer taubstummen Welt,
wie ein verloren geglaubtes Ebenbild
in einem altverstaubten Spiegel - so erstrahlen
Eure emphatischen Worte durch diese altehrwürdigen Hallen .....
Die dunkelumwobene Schönheit Eurer Sehnsucht
und die blutrauschtränende Vertrautheit Eures Schmerzes
läßt tief in mir die silbern schimmernde Hoffnung
auf eine artverwandte Seele nebelgleich emporsteigen.
Katzenwesen erkennen einander.
Jedoch befürchte ich, Euch mit meiner Person ein wenig
enttäuschen zu müssen - denn ich bin .... eine Wildkatze.
Kein einsam wandelnder Wolf,
welcher Euch mit seiner männlichen Stärke
geleiten und beschützen könnte
auf Eurem mondbeschienenen Pfad,
kein heldenhaft ehrbarer Ritter,
welcher Euch mit wortgewandtem Charme
bezaubern und verführen könnte
in behutsam stilvoller Umwerbung,
denn ich bin .... nur eine Wildkatze.
Und ich weiß um das Janusgesicht von Krallen und Samt.
Aber gebt nicht auf, katzenhaft anmutige Nachtgestalt,
denn ich bin mir gewiß, daß in diesen Weltenhallen sehr wohl
noch die Alten Wolfsritter zu finden sind, mit den Alten Werten,
welche einer längst vergangenen und vergessenen Zeit angehören,
noch wandeln sie verborgen durch diese halbverlassenen Schatten,
wenn auch leider nur noch sehr selten sie sich zu erkennen geben.
Aber sie sind da. Mögen sie der wegweisenden Glut Eurer Worte folgen.
Doch wenn Euer weibliches Herz,
sich nach gleichgesinntem Austausch von nachtdunklen Gedanken,
aufrichtig empfundenen Gefühlen und geheimen Träumen sehnend,
diese auch mit einer weiblichen Zwillingsseele zu teilen vermag,
dann würde ich gern jene von Eurem Antlitz herabrinnende Träne
mit katzensamtiger Pfote auffangen und still in meiner Seele bewahren,
ein herabgefallener Stern, behütet von der warmumhüllenden Melancholie.
Möge das Licht der Mondin
Euer gestaltwandlerisches Wesen an meiner Statt
durch diese sternenstaubsilberne Winternacht begleiten,
Mondfeuerelfe.
geschrieben von: Stonehenge
Schön, sehr schön zu lesen wenn auch wehmütig Euer Text, BlackVelvetCat.
Hätte ich nicht das Glück schon einen (weiblichen) Gefährten gefunden zu haben mit dem ich viel solche Dinge teilen kann nach denen Eure Sehnsucht durchscheint, ich würde nicht zögern Euch einen geflügelten Brief zukommen zu lassen.
Es tut gut zu wissen daß es noch Seelen gibt die sich nach Ähnlichem sehnen, vielleicht gibt es Euch Hoffnung und Kraft daß es auch vorkommt daß sich nach langem, schmerzvollem Warten tiefe innere Wünsche erfüllen können. Wünsche Euch auf jeden Fall daß sich Eure Sehnsucht eines Tages erfüllen wird und wäre sehr erfreut wenn Ihr mit froher Kunde davon berichten würdet.
P.S.: Falls Ihr auch an "schwächeren" Dingen wie Gedankenaustausch/Brieffreundschaft interessiert seit (Eure ersten Zeilen deuten dies ja schon an), laßt mir gern eine Nachricht zukommen. Ich denke es sind nicht allzuviele die so fühlen wie Ihr es mir Euren Zeilen nach scheint, für einen wertvollen Gedankenaustausch den ich mir sehr gut vorstellen könnte bin ich auf jeden Fall offen.
Ebenfalls einen Gruß vom Gebirgsrande ins tiefer gelegene Sachsenland @Mondfeuerelfe
Sich verneigend in den Schatten entschwindend,
Stonehenge