[Ethische Theorie der negativen Entspannung] - German Gothic Board

German Gothic Board

sinistre Kultur
Gothic Forum & Gothic Chat
auf dem Portal von Nachtwelten

German Gothic Board Chat Gothic 500 - Topliste by nachtwelten

Nachtwelten | Gothic Board | Gothic Chat | Boardarchive





Seiten:1



Ethische Theorie der negativen Entspannung

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Seperaude

Natürlich ist es subjektiv sehr furchtbar, zu sehen, wie ein Neugeborenes erschossen oder Kinder zum Spaß gefoltert werden, wobei man, wenn man es nicht sieht, sich gemütlich auf dem Sofa ausruhen kann. Aber objektiv ist es immer genauso furchtbar, egal ob du da bist oder nicht, denn Gott sieht alles. Gott, diese abstrakte Idee, deren realer Gegenstand sich in uns allen offenbart, will, dass wir es auch sehen. Er ist verzweifelt und muss geliebt werden ( in dir und in mir, von uns, zu uns) denn sonst reißt er die Welt in Fetzen. Das hat er schon oft getan, bloß diesmal ist es wegen der übermächtigen Waffen, die sein Geist vor ein paar Jahren kreierte, um einiges gefährlicher geworden, mit ihm zu spielen. Wir sollten also ernster durchs Leben schreiten und uns weniger auf dem Sofa ausruhen, wenn gleich im Raum danaben alle, die wir lieben, zu Tode geqüalt werden.

Was meint ihr dazu? Ich finde das halbwegs richtig so, wie ichs gerade geschrieben habe.



geschrieben von: Naraku

Kleine Gegenfrage: Wie kommst du darauf?
Es ist nichts als eine Behauptung für die es in meinen Augen weder Belege noch Indizien gibt. Sie stützt sich, wie viele religiöse Theorien, einfach darauf, dass ihre Existenz so wenig zu beweisen ist wie ihre Nichexistenz.

Daher behaupte ich einmal, dass Gott regelmäßig im Universum Billard spielt. Da er leider nicht allzu talentiert ist, verwendet er als Taschen Schwarze Löcher, da diese die Planeten und Sterne, sobald Gott sie auch nur in die nähe eines gestoßen hat, anziehen und aufsaugen.
Klingt doch schlüssig. :rolleyes:



geschrieben von: Evillight

*lol* Ich wusste schon immer, dass Gott mogelt ! ;-)
Was ist das auch für ne schlappe Nummer im Selbstvertrauen, die sauer wird, wenn sie
nicht hinreichend geliebt wird! Hab mal mit nem Moslem inner WG gewohnt. Der konnte
mir auch nicht erklären, warum sein Meister es nötig hat, dass so'n kleiner Kuhhirte aus
Pakistan für ihn in den heiligen Krieg zieht, wo er doch angeblich allmächtig sei.

Es gibt nur zwei Varianten. Gott gibt’s nicht, oder Gott kann nichts!
Es kommt aufs selbe bei raus und seine Anhänger wedeln nur noch verzweifelt mit einem
Maßnahmenkatalog, der erst post mortem überhaupt zum tragen kommen soll, aber dies
dann ohne jegliche Gnade oder Verjährung! *betend nun voll die Panik gerate*



geschrieben von: Seperaude

Naja, das ist so die Quintessenz meines Lebens. Ich finde das ganz einfach. Man darf da nicht so flapsig drüber gehen. Ich habe zwar keine Beweise, außer allem, was man so sieht, wenn man die Augen aufmacht, also quasi garnichts, aber ich kann die Wahrheit dessen, was ich denke, in jedem Augenblick meines Lebens sensorisch und reflexiv verifizieren. Das heißt meine Rhetorik hat zwar keinen aufzeigbaren Logos, aber Pathos und Ethos sind vorhanden, auch wenn letzteres durch die Nichtpreisgabe meiner Identität hier bedeutungslos ist. Gott ist außerdem keine Person, sondern die einheitliche Essenz, von allem, was existiert. Im Mythos des alten Testaments ist sein Herz zerrissen. Das ist unser Herz, nicht das irgendeines mit lächerlichen Theodizeen behafteten Individuums mit grauen Bart, der uns vom Himmel aus foltert, wenn wir ihm nicht die Scheiße vom Haken lecken. Gott gibts, er kann alles, er wills aber nicht, denn wir wollen es nicht ( ich schon, aber die Masse streikt gegen die ihr innewohnende Allgütigkeit und Allmacht und Allwissenheit ) - Ich weiß, das geht euch jetzt sicher tierisch auf dem Sack oder die Eierstöcke, wenn ich so daherlabere, aber ich glaube daran, weil ich es empirisch überprüft habe. Allerdings kann ich den Beweis nicht mal eben so herzaubern, das braucht seine Zeit. Abgesehen davon steht die allgemeine Aporie mit ihren blutigen Fahnen dennoch für ewig über uns Staubgeburten. Abgesehen von all dem sind die heutigen öffentlichen Religionen wohl einer der größten Feinde Gottes.

Gruß



geschrieben von: Cassiopeia999

Zitat:
Original geschrieben von Seperaude
Natürlich ist es subjektiv sehr furchtbar, zu sehen, wie ein Neugeborenes erschossen oder Kinder zum Spaß gefoltert werden, wobei man, wenn man es nicht sieht, sich gemütlich auf dem Sofa ausruhen kann. Aber objektiv ist es immer genauso furchtbar, egal ob du da bist oder nicht, denn Gott sieht alles. Gott, diese abstrakte Idee, deren realer Gegenstand sich in uns allen offenbart, will, dass wir es auch sehen. Er ist verzweifelt und muss geliebt werden ( in dir und in mir, von uns, zu uns) denn sonst reißt er die Welt in Fetzen. Das hat er schon oft getan, bloß diesmal ist es wegen der übermächtigen Waffen, die sein Geist vor ein paar Jahren kreierte, um einiges gefährlicher geworden, mit ihm zu spielen. Wir sollten also ernster durchs Leben schreiten und uns weniger auf dem Sofa ausruhen, wenn gleich im Raum danaben alle, die wir lieben, zu Tode geqüalt werden.

Was meint ihr dazu? Ich finde das halbwegs richtig so, wie ichs gerade geschrieben habe.




Wenn du sagst, Gott reißt die Welt in Fetzen, so übernimmst du keine Verantwortung für das was geschieht!
Oft fragen die Menschen, warum es so "schlimm" ist was passiert in unserer Welt. Einfach deswegen, weil wir es so wollen.
Ja es klingt paradox. Aber eines ist klar wir - wir Menschen - haben einen freien WILLEN. Jederzeit bleibt uns überlassen, wie wir über etwas denken. Physiker wissen es bereits: Gedanken formieren sich zur Materie. Und wir haben uns das so ausgesucht. Wir wollen Erfahrungen machen, denn diese helfen uns unser wahres Selbst / Gott in uns zu erkennen.



geschrieben von: Demon17

Ja wenn die Naturkatastrophen nicht soviele Menschen umbrächten, gäbe es noch mehr Krieg und Unterdrückung. Gott sieht alles und hin und wieder gibt es eine Sintflut, oder eine Eiszeit. Das Problem ist doch, das es nur mit Gewalt möglich wäre, Rechtsstaatlichkeit weltweit einzuführen. Das Teile der Bevölkerung in Entwicklungsländern in Armut gehalten werden damit die Zentralregierung Spenden und andere Hilfen erhält. Jeder Entwicklungshelfer, der große Teile seines Etats für Schmiergelder ausgeben muss, weiß wovon ich spreche. Grundsätzlich gibt es genug materielle Dinge um alle Menschen menschenwürdig leben zu lassen. Es ist nur eine Frage der Verteilung. Allerding würde dies auch nur vorübergehend Besserung bringen, da dann ohne Familienplanung ein enormens Bevölkerungswachstum einsetzen würde. Jetzt frage ich mich, warum ist Gottes Stellvertreter auf Erden gegen Geburtenkontrolle? Wenn Gott allmächtig ist, will er es so, oder er ist zu naiv um allmächtig zu sein.



geschrieben von: Takk...

Zitat:
Ja es klingt paradox. Aber eines ist klar wir - wir Menschen - haben einen freien WILLEN. Jederzeit bleibt uns überlassen, wie wir über etwas denken. Physiker wissen es bereits: Gedanken formieren sich zur Materie. Und wir haben uns das so ausgesucht. Wir wollen Erfahrungen machen, denn diese helfen uns unser wahres Selbst / Gott in uns zu erkennen.


Das Problem liegt daran, dass Kindern schon früh der Glauben indoktriniert wird. Kinder können noch kein Empfinden dafür entwickeln, wie die Welt entstanden ist. Wenn man also den Glauben schon von klein an eintrichtert und nur gelernt hat, alles stillschweigend zu übernehmen, ohne den Glauben zu hinterfragen, können manche nur schwer einen eigenen Willen aufbauen, vor allem, wenn sie sich gegen die Familie oder nahe Angehörige richten müssen. Ängste vor´m Fegefeuer und Angst vor der Hölle sind in manchen Kindesköpfen durchaus präsent und wirken traumatisch auf deren Psyche. Solch Indoktrination ist in hochentwickelten Industrieländern noch heute Gang und Gebe und kommt meiner Meinung nach einer (psychischen) Kindesmisshandlung gleich. Selbst solche Kloster, wo Schläge und Erniedrigungen zum Alltag gehörten, wie im Film "Die umbarmherzigen Schwestern" gezeigt, existierten noch bis 2006 in Großbritannien.

Das Leute aus religiösen Gründen getötet werden, liegt daran, dass Fanatiker und Fundamentalisten ein ganz anderes Wertesystem als die "moralische" Welt besitzen. Sie nehmen die heilige Schrift wortwörtlich und picken sich die negativen Aspekte (Glaubenskrieg, Märtyrertod) heraus, um ihre Taten zu rechtfertigen. Solche Handlungsweisen stehen in der heiligen Schrift schon detailliert und pathosgeschwängert beschrieben, sind für zukünftige Glaubenskrieger also ein Leitfaden zum eigenen Handeln. Auch hier liegt die Ursache in der frühkindlichen Indoktrination, die sie nicht mehr los werden. Einen eigenen Willen haben diese Leute nicht, da sie ihren Glauben nie hinterfragt haben oder es nie gelernt haben, Dinge allgemein zu hinterfragen.



geschrieben von: Demon17

Das wichtigste am christlichen Glauben ist die Schuld. Der Gläubige ist schuldig und muss das bei seinem Gott durch Buße und Unterwerfung ausgleichen und um Gnade flehen. Damit ist Religion natürlich ein ideales Herrschaftsinstrument, das natürlich auch von allen möglichen Extremisten genutzt wird. Für das Versprechen des ewigen Lebens im Himmelreich den eigenen freien Willen (So unfrei er auch ist) aufzugeben und sich der religiösen Doktrin einer Heilslehre zu unterwerfen, die oft höchst weltliche Ziele verfolgt, dafür ist die autoritär-monotheistische Religion das ideale Instrument. Ja Gott sieht alles, er sieht auch die vielen Menschen die in seinem Namen in Unfreiheit gehalten werden, unterdrückt, geschlagen und ausgebeutet mit dem Segen des Herrn. So war es im Christentum bis in das 20. Jahrhundert hinein allgemein üblich und nun, nach der weitgehenden Entmachtung der christlichen Herrschaft über den Geist der Menschen, stellt man sich hin und prangert das Elend der Menschen an, das Jahrhundertelang noch wesentlich größer war, aber vom Gottesgnadentum als Prüfung des Herrn mit seinen unergründlichen Wegen legitimiert wurde, ebenso wie die weltliche Macht der Herrscher von gottes Gnaden, die nichts dagegen taten, sonder dieses Elend durch hohe Steuern mit denen sie Kriege finanzierten noch verschärften. Das war im S i n n e Gottes, damals, warum nicht auch heute?



geschrieben von: Cassiopeia999

Zitat:
Original geschrieben von Takk...
Das Leute aus religiösen Gründen getötet werden, liegt daran, dass Fanatiker und Fundamentalisten ein ganz anderes Wertesystem als die "moralische" Welt besitzen. Sie nehmen die heilige Schrift wortwörtlich und picken sich die negativen Aspekte (Glaubenskrieg, Märtyrertod) heraus, um ihre Taten zu rechtfertigen. Solche Handlungsweisen stehen in der heiligen Schrift schon detailliert und pathosgeschwängert beschrieben, sind für zukünftige Glaubenskrieger also ein Leitfaden zum eigenen Handeln. Auch hier liegt die Ursache in der frühkindlichen Indoktrination, die sie nicht mehr los werden. Einen eigenen Willen haben diese Leute nicht, da sie ihren Glauben nie hinterfragt haben oder es nie gelernt haben, Dinge allgemein zu hinterfragen.


Es gibt viele Dinge, die einem genommen werden können - so denkt man - aber vieles kann hat man gar nicht, glaubt es nur zu haben bzw. ein anrecht darauf zu haben.
Aber eines der Dinge, die einem gehören, ist der eigene Wille.
In dem Fall, den du schilderst, spielt der Umgang eine große Rolle. Und den kann man auch wählen.



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Aber eines der Dinge, die einem gehören, ist der eigene Wille.
In dem Fall, den du schilderst, spielt der Umgang eine große Rolle. Und den kann man auch wählen.


Sag das mal einem Palästinenser im Gazastreifen oder einem Mobbingopfer in der Schule.



geschrieben von: Cassiopeia999

Warum soll ich das ihnen sagen? Sie haben sich so entschieden! Und können sich jederzeit einen anderen WEg wählen und aus ihren Gewohnheiten/Umgang ausbrechen. WEnn es sowas wie freien Willen nicht gäbe, was ist mit den Menschen, die sich aus solchen und ähnlichen Situationen befreien können? Diese Ausnahmen bestätigen doch die Regel.
Selbst wenn man an Karma glaubt - gibt es eine Lösung.
Ich verweise nochmal auf meinen Beitrag weiter oben: Gedanken formieren sich zur Materie.



geschrieben von: Cthugha

Zitat:
Original geschrieben von Cassiopeia999
Warum soll ich das ihnen sagen? Sie haben sich so entschieden! Und können sich jederzeit einen anderen WEg wählen und aus ihren Gewohnheiten/Umgang ausbrechen.



Wie jetzt? Der Palästinenser hat sich frei entschieden, wo er geboren wird? Wohl kaum.

Zitat:
Original geschrieben von Cassiopeia999

Ich verweise nochmal auf meinen Beitrag weiter oben: Gedanken formieren sich zur Materie.
[...]
Physiker wissen es bereits: Gedanken formieren sich zur Materie.



Ähm, nein. Das wissen (und sagen) die Physiker mit ziemlicher Sicherheit nicht.



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Cassiopeia999

Aber eines der Dinge, die einem gehören, ist der eigene Wille.



Wenn man glaubt, dass ein solcher überhaupt existiert.



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Seperaude
Natürlich ist es subjektiv sehr furchtbar, zu sehen, wie ein Neugeborenes erschossen oder Kinder zum Spaß gefoltert werden, wobei man, wenn man es nicht sieht, sich gemütlich auf dem Sofa ausruhen kann. Aber objektiv ist es immer genauso furchtbar, egal ob du da bist oder nicht, denn Gott sieht alles. Gott, diese abstrakte Idee, deren realer Gegenstand sich in uns allen offenbart, will, dass wir es auch sehen. Er ist verzweifelt und muss geliebt werden ( in dir und in mir, von uns, zu uns) denn sonst reißt er die Welt in Fetzen. Das hat er schon oft getan, bloß diesmal ist es wegen der übermächtigen Waffen, die sein Geist vor ein paar Jahren kreierte, um einiges gefährlicher geworden, mit ihm zu spielen. Wir sollten also ernster durchs Leben schreiten und uns weniger auf dem Sofa ausruhen, wenn gleich im Raum danaben alle, die wir lieben, zu Tode geqüalt werden.

Was meint ihr dazu? Ich finde das halbwegs richtig so, wie ichs gerade geschrieben habe.



Ich finde es keineswegs halbwegs richtig.

Folter und Erschießungen, von denen ich nicht weiß, sind für mich nicht furchtbar, sie existieren gar nicht, bis ich von ihnen weiß und mich mit ihnen auseinandersetzen kann.

Gott exististiert für mich so wenig wie der Osterhase oder Mary Poppins und wenigstens in mir offenbart sich kein Gegenstand von etwas Nichtexistentem, weil es hiervon keinen Gegenstand geben kann.

Ob etwas, das für mich nicht existent ist, verzweifelt sein kann... nun ja.

Ob dies außerdem geliebt werden "muss", die "Welt in Fetzen" reißen kann oder öfter popelt - mir persönlich sehr egal.

Mit Sicherheit weiß ich aber, dass die Waffen, mit denen Neugeborene erschossen oder die Art und Weisen, mit denen Menschen gefoltert werden, von Menschen ersonnen wurden.

Sich lieber damit auseinanderzusetzen, hielte ich für halbwegs richtig.



geschrieben von: Seperaude

Das Missverständnis war vorprogrammiert. Ich entschuldige mich dafür. Ich glaube auch in keinsterweise an den Osterhasen ebensowenig wie an einen persönlichen Gott. Sagen wir, mir ging es eher um diejenige Laune der Menschen, die den Zorn ihres gemeinsamen Innersten gegen ein kaputtes oder falsches Leben widerspiegelt. Ich habe keine Philosophie hierfür, deshalb kann ich schlecht diskutieren. Ich glaube, mein Instinkt wollte damals diesen Thread aufmachen, nur aus reiner Neugier, was damit so passiert.

Ebenso instinktiv kommt es mir richtig vor, hier mal Will B. zu zitieren, weil er das Missverständnis, was hier im Gottesbegriff minimal zutrage tritt, einigermaßen begriffen hat:

"Die alten Dichter belebten alle Sinnesobjekte mit Göttern oder Genien, benannten sie mit den Namen und schmückten sie mit den Eigenschaften von Wäldern, Flüssen, Bergen, Seen, Städten, Völkern und was immer ihre erweiterten und vielfältigen Sinne wahrnehmen konnten.
Und vor allem erforschten sie den Genius jeder Stadt und jedes Landes und unterstellten diese ihrer geistigen Gottheit.
Bis ein System entstanden war, das einige zu ihrem Vorteil nutzten und das Volk dadurch unterjochten, dass sie versuchten, den geistigen Gottheiten reale Gestalt zu geben oder sie von ihren Objekten zu abstrahieren: Damit begann das Priestertum.
Es entlehnte seine Kultformen aus dichterischen Werken und verkündigte schließlich, die Götter hätten dieses befohlen.
So vergaßen die Leute, dass alle Gottheiten in der menschlichen Brust wohnen."

Naja, der Beitrag ist eigentlich überflüssig. Genau wie der ganze Thread.



geschrieben von: Ronin76

Mal wieder so ein "gibt es Gott oder nicht" Thread. Wie ich diese Diskussionen leid bin. Man kann mit einem Fanatiker/Gläubigen nicht diskutieren ! Ich habe leider zwei Omas die so idiotisch drauf sind und ständig meinen mich von ihren dümmlichen und absolut pathetischen Dogmen überzeugen zu müssen ! Aber ich habe Erfolge verzeichnet, denn die Eine redet seit einem Jahr nicht mehr mit mir.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von Seperaude
Natürlich ist es subjektiv sehr furchtbar, zu sehen, wie ein Neugeborenes erschossen oder Kinder zum Spaß gefoltert werden, wobei man, wenn man es nicht sieht, sich gemütlich auf dem Sofa ausruhen kann. Aber objektiv ist es immer genauso furchtbar, egal ob du da bist oder nicht, denn Gott sieht alles. Gott, diese abstrakte Idee, deren realer Gegenstand sich in uns allen offenbart, will, dass wir es auch sehen. Er ist verzweifelt und muss geliebt werden ( in dir und in mir, von uns, zu uns) denn sonst reißt er die Welt in Fetzen. Das hat er schon oft getan, bloß diesmal ist es wegen der übermächtigen Waffen, die sein Geist vor ein paar Jahren kreierte, um einiges gefährlicher geworden, mit ihm zu spielen. Wir sollten also ernster durchs Leben schreiten und uns weniger auf dem Sofa ausruhen, wenn gleich im Raum danaben alle, die wir lieben, zu Tode geqüalt werden.

Was meint ihr dazu? Ich finde das halbwegs richtig so, wie ichs gerade geschrieben habe.



Das ist keine Philosophie, sondern geistloses Geschwafel.

Tut mir leid, aber manchmal glaube ich, dass man in der Bauanleitung eines Ikea-Regals mehr Philosophie findet als in diesem Forum.



geschrieben von: Philon

"Widerstand ist zwecklos" würden die Borgs sagen. Es gibt kaum ein Forum im Internet, das ein bisschen Klasse hat. Die Klasse liegt in der Regel unter der 1%-Marke. Der Rest sind Themen bzw. Beiträge wie dieser.

Mich wundert es immer wieder, wie fleisig die Leute sind, nach dem Motto: "Masse ist Klasse"!



geschrieben von: Nezach

Zitat:
Philon: Es gibt kaum ein Forum im Internet, das ein bisschen Klasse hat.
Doch, dieses, wenn wir hier Klasse machen.


Zitat:
Seperaude: Wir sollten also ernster durchs Leben schreiten und uns weniger auf dem Sofa ausruhen…
Ich denke, Ernst kann zumindest eine Begleiterscheinung von Verantwortungsbewusstsein sein und dies ist es wohl, das Seperaude in seinem Eröffnungsbeitrag anspricht. Der Ausdruck "auf dem Sofa ausruhen" steht – berücksichtige ich den Kontext, in welchem er steht – wenn ich mich nicht irre – für Gleichgültigkeit und Egoismus.

Seperaude weist auf die schlimmsten Greueltaten hin, die in der Welt verübt werden und setzt diese in einen deutlichen Kontrast zu unserem – im allgemeinen eher angenehmen oder leicht erträglichen Leben. Verschließen wir zu sehr die Augen vor dem Leiden in der Welt? Sollten wir mehr für andere Menschen tun, auch wenn sie weit weg, in anderen Länder leben? Machen wir es uns zu bequem und laufen Gefahr, eines Tages eine böse Überraschung zu überleben, wenn wir selbst – durch unvorhergesehene Ereignisse – in Not und Elend geraten? Doch was können wir tun? Und warum sollten wir evtl. etwas (mehr) tun?





vBulletin Copyright ©2000 - 2003, Jelsoft Enterprises Limited.
vB Easy Archive Final








eXTReMe Tracker