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Stundenglas

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geschrieben von: Caranaldion

Immer noch ist die Welt gefroren. Ich liebe es.
Um 20 nach 10 heute Früh habe ich geforen wie sonst noch was, aber das war und ist es wert.
Eisiges Land, das vorbeigerauscht ist, und dann bin ich angekommen. Ich habe mich umgesehen.
Es hat seine Zeit gedauert, bis ich begann, zu verstehen. Normalerweise bin ich mindestens einen Schritt voraus, ohne dass es mich irgendwelche Anstrenung, oder Mühe kostet. Die Ausnahmen von dieser Regel, sie lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. Sie fallen mir nicht leicht, das macht sie so kostbar.
Ich stand im Herzen der Stadt, sass im Herzen der Stadt, und ich habe mich wohlfefühlt, wirklich wohlgefühlt.
Vielleicht kommt nicht alles so, wie ich es mir wünsche, aber ich hoffe es. Letzteres tat ich bisher jedoch nur dann, wenn es auch wahr wurde.

Vor einiger Zeit habe ich mir (und auch Dir, ohne dass Du es weisst) geschworen, Acht zu geben, und eine Kerze hochzuhalten.
Vielleicht mache ich eine Fackel daraus, eine Fackel, die ich hochhalte, und die leuchtet, einem Leuchtfeuer gleich, dass jede Dunkelheit bannen kann, und die Dinge ins rechte Licht rücken kann.
Kindlicher Optimismus, nicht wahr ? Aber das macht ihn so scharf.


Subway to Sally - Schneekönigin




geschrieben von: Caranaldion

Die Scheinwerfer des Autos beleuchten immer nur wenige Meter dessen, was die Strasse mit sich bringt. Der Mittel- oder Spurstreifen wird zu einer durchgehenden Linie, verlangsamt sich, zerfällt in die Einzelteile, beschleunigt wieder, wird wieder eines.
Von hinten die Frage, ob das die Strasse sei, die wir kürzlich mit der Bahn hinab fuhren. Nein, ist es nicht, diese liegt woanders - stör mich mich bitte jetzt nicht, denke ich mir. Denn, bei allem Respekt, das ist mein Ausblick, und mir bleiben nur wenige Sekunden, vielleicht Minuten, ihn zu betrachten. Der Ausblick verschwindet in der Dunkelheit hinter mir, die Symbolkraft dessen wird mir erst jetzt klar.
Kurz überholt mich meine Geschichte, doch sie nimmt die nächste oder übernächste Autobahnabfahrt. Wir fahren weiter durch die Nacht.

Zur Tageswende erreichen wir die Stadt. Nein, nicht die Stadt - das Paralleluniversum. Ich habe eine Vorfreude im Bauch, die - leise, ganz leicht nur zu merken- zu gross ist für den Anlass. Sie wächst über die froststarre Nacht.
Berlin und ich, wir erwachen fast gleichzeitig, habe ich das Gefühl. Wir nehmen die U-Bahn, und als wir ankommen, und wieder ans Tageslicht steigen, brummt es zufrieden in meinem Bauch. Aber ich mag keine Grossstädte. Doch ist Berlin eine Grossstadt ? Es spielt keine Rolle, denn ich spüle mich selber weiter, wenige Schritte, ankommen - und sich mit dem Tag endlich wieder einer richtigen Herausforderung gegenübersehen.
Nicht die Sorte Herausforderung, die man zwar besteht, aber genauso gut nicht schaffen könnte, weil sie so langweilig ist.Nein, es ist eine richtige Herausforderung.
Sie zu meistern ist grandios, es ist anstrengend, aber grandios. Sie schüttelt mich, und legt so vieles wieder an einen planbaren Platz.
Der Tag verstreicht, und macht mich zufrieden.
Zum Abend wollten wir ein wenig durch die Stadt ziehen, doch kommt es anders, die Stadt zieht durch mich.
Fingerspitzen kribbeln, als ich am nächsten Morgen erwache, Wind weht,es ist kalt. Es tut unglaublich gut. Ein weiteres Mal trägt mich die U-Bahn in die Mitte, und wieder ist es beim 'Auftauchen' so, als würde mich der Puls der Stadt und/oder Zeit mitnehmen. Ein weiterer, sehr guter Tag verstreicht, und es verwundert mich kaum, dass ich an seinem Ende ein wenig Wehmut im Gepäck ins Auto lade.
Wir lassen die Stadt kurz nach Einbruch der Dunkelheit hinter uns. Ich bin nicht sicher, ob ich das jetzt schon möchte, oder überhaupt möchte. Doch erinnere ich mich, dass ich vielleicht etwas mitgenommen habe, mein ganz persönliches Mitbringsel (unangemessenes Wort, aber ich finde gerade kein passenderes).

Erneut simuliert die Bühne der Strasse im Scheinwerferlicht Raum und Zeit.
Wieder erreichen wir den Ausblick. Bevor die Frage kommt, antworte ich auf die ungestellte Frage - dort hinten ist die Strasse, siehst Du ? .

Knappe 1000 KM, etwas mehr als 48 Stunden, und eine Flut an Eindrücken und Kostproben aus anderer Welt. Ich bin sehr dankbar dafür, auch wenn sie das Jetzt nicht leichter machen. Doch müsens sie das auch nicht. 'Try and error', so läuft es nunmal, und 'Error' - das habe ich nun wirklich verstanden.

"You can't always get what you want" wird Manche(r) sagen. Schon möglich - das liegt allerdings auf der Hand, wenn man es nicht versucht ?



geschrieben von: Caranaldion

"And on the count of three I pull back the duvet ..."

Mir ist schon klar, dass das mein Fehler war, als ich am Nachmittag zwei Stunden geschlafen habe. Schliesslich bekomme ich es in der folgenden Nacht fast immer doppelt und dreifach zurück, unabhängig davon, ob ich möglicherweise vorher einen guten Grund zum Schlafen hatte (die Nacht davor oder davor oder meinetwegen auch die davor).
Um mal ganz ehrlich zu sein, prinzipiell ist mir das ja mittlerweile schon fast egal, ich kenn's ja lange genug. Aber dass Du's mir manchmal nochmal extra schwer machst, will mir nicht in den Sinn, mein lieber Sandmann. Ich hab mir eben sogar einen Tee gemacht - 'freiwillig'. Die Bedeutung dessen kannst Du dir an einer Hand abzählen, was selbst bei der Arbeit nicht weiter schwer fallen sollte; zumindest dann nicht , wenn Du sie immer so erledigst wie bei meiner Wenigkeit.

"I'm wide awake in my kitchen, It's dark and I'm lonely"

Ich kann's ja noch nicht mal ganz abstreiten, das ist ja das Schlimme. Wer rächt sich hier eigentlich gerade an wem ?
Ist es am Ende mein eigenes 'Major-Tom-Syndrom' ? Ganz unwahrscheinlich wohl nicht, aber hey, für die Erkenntnis hätte mein Kopf wohl auch noch so gereicht, da brauche ich keine Sandmann-Dienstverweigerer zu.
Das Gegenteil wäre angebracht, wenn ich so offen sein darf.

"I need to get some sleep"
"My mama said to get things done, you better not mess with Major Tom"

Warum eigentlich nicht ? Das habe ich bisher oft so gemacht, und auch wenn es nicht immer einfacher war, war es mir lieber als alle anderen Optionen.
Wenn die Karten am Ende ausgespielt werden, und ich ein gutes Blatt auf der Hand habe, dann brauche ich Dich nicht mehr, Sandmann.
Und weil Du das weisst, rächst Du Dich bereits im Voraus an mir, für etwas, dass Dir noch gar nicht widerfahren ist, und es möglicherweise auch gar nicht tun wird ? Komm' schon, das ist (d)ein Armutszeugnis.
So wichtig bin ich doch wirklich nicht.



geschrieben von: Caranaldion

I. 404 - The Broken

Ein Knopfdruck. Knisternd füllt sich der Bildschirm, Zeichen und Zahlen rasseln von oben nach unten und von links nach rechts.
Kein Modem mehr, kein Pfeifen & Fiepen beim Einwählen mehr. Genau genommen gibt es kein Einwählen mehr. Ein Knopfdruck, und die Welt erscheint auf dem Monitor, macht es den Anschein. Suche wird nicht mehr gestartet. Sie wird lediglich zwischenzeitlich unterbrochen, dieser Tage.

One million pixels in a line
[...]
2000 miles following the passage
Screens in malfunction, lost the key
2000 years waiting for a message
A tired old man, looking at me
[...]
Found myself in the middle of the forest
Off from my hand, the data-glove
Down on my knees, into the forest
And in the sky was written "LOVE"

(Deine Lakaien - Forest)



II. 911 - The Black

void. Mehrzahl 'voids'


III. 70x7 - To forgive is to suffer

"How often shall we forgive?"
Wem ist der springende Punkt. Der eigene kleine Kopf verdient da einen Sonderstatus.
Wie gesagt, es gibt kein Schicksal, es gibt nur Entscheidungen. Ich kann es nicht ändern. Und wohl wird das auch gut so sein, irgendwie.



geschrieben von: Caranaldion

"for truth and delusion"

Wie fast jedesmal sagst Du kurz vorher erneut ab. Und wie jedesmal schmeckt es so verdammt nach einer Ausrede, oder einer Lüge. Solange es lediglich gesprochen ist, kann ich mich mit der Erinnerung an eine eigene, möglicherweise fehlerbehaftete Wahrnehmung trösten, und Zweifel bei Seite wischen. Doch wird es unangenehm, wenn mir Dritte beweisen, dass Du gelogen hast.
Und dann mache ich noch die Probe aufs Exempel. Warum bloss, warum ? Es macht doch überhaupt keinen Unterschied, denn wenn ich ehrlich bin, kenne ich die Wahrheit so oder so. Und obwohl ich genau weiss, dass ich mich danach kein bisschen besser fühlen werden, habe ich keine Ruhe, bis ich mich nicht mit eigenen Augen des Lügens überzeugt habe.
Ist das der Versuch, Dinge zu verstehen, die nicht zu verstehen sind, und von denen ich noch nicht mal weiss, ob ich sie überhaupt verstehen möchte?
Ich weiss, dass wir uns seit Ostern des vergangenen Jahres insgesamt weniger als eine Stunde gesehen habe - nämlich an genau einem Datum. Mir will nicht mehr genau einfallen, ob wir uns auch an Weihnachten sahen, aber ich meine schon. Denn in meiner Erinnerung tanzt die zynische Freude, dass wir es in einem 3/4 Jahr damit immerhin auf 1,5 h sehen gebracht haben.

Bei allem Respekt - so alleine sein, das habe ich nicht gewollt. Und bin es nichtsdestotrotz zu einem gewissen Teil selber schuld, auch in diesem Fall.

"with these heads to shine hurt and curse"



geschrieben von: Caranaldion

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich dazu entschlossen, mein Abo der Serie "Murphys Gesetz" zum nächstmöglichen Termin zu kündigen.

Ich habe die darin enthaltenen Lehren mittlerweile bis zu einer durchaus ausreichenden Sättigungsgrenze kennengelernt, und verspüre keinen Bedarf einer Erweiterung dieser Grenze, nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass gesättigte Lösungen bei Übersättigung zum Ausfallen neigen.

Insbesondere die Co-Produktion mit dem Sandmann sei hier erwähnt, da dieser anscheinend Drogen nimmt, und daher nur noch selber Sterne zu sehen scheint, anstatt sie anderen Menschen auf die Innenseiten der Augenlider zu pinseln.

Das Übersenden eines Bestätigungsschreibens ihrerseits ist nicht notwendig, da es ja bekanntermassen sowieso nicht ankommen würde.

Danke.




geschrieben von: Caranaldion

Rauschen

Was habe ich in den vergangenen Wochen gelernt, oder was hat sich von einer verschleierten Ahnung zu einer Silhouette im Gegenlicht gerwandelt ?

Ich möchte nich zurückgehen, und ich möchte auch weniger bleiben, später.
In den verbleibenden zwei Jahren möchte ich gucken, und ich werde Orte (be)suchen. Irgendwo wird etwas sein, muss etwas sein.
Alleine sein kann ich überall, warum nicht dort, wo es sich gut anfühlt, das Sein ?

Konsequenz steht am Himmel; sie könnte euch sauer aufstossen. Doch Medizin ist bisweilen bitter.

Doch wessen ?



geschrieben von: Caranaldion

"Somehow, by good or ill
Some have their will
And some care not if they kill
Scorching their spirit
So tales are torn apart and cold
Conscience close their heart"


(Týr - Brother's Bane)



Hinweis, Warnung, Prophezeiung oder Grund?
Wer sich darin wiederfindet, für den-/diejenigen steht es auch. Und dann ist der Schluss auf die Überschrift ein leichter. Man muss allerdings wollen.



geschrieben von: Caranaldion

"Komm', wir nehmen unsere Hände, und hinterlassen einen Abdruck im Staub!"
- "Der Wind wird den Staub über kurz oder lang verwehen."
"Das weiss der Staub aber nicht."




geschrieben von: Caranaldion

" Someday soon the tide will turn, and I'll be free."



geschrieben von: Caranaldion

Heroes del Silencio - Entre dos Tierras

Wollt ihr es wirklich auf die Spitze treiben ? Hoffentlich seid ihr euch wenigstens sicher, was ihr da tut, aber - bei allem Respekt - davon bin ich nicht wirklich überzeugt. Aber das ist euer Problem, wirklich.
Ich kenn's ja durchaus, von Daheim, von früheren Freunden usw usw. . Ich habe nicht unbedingt erwartet euch, und im speziellen Dich, dazu rechnen zu 'dürfen'. War es nicht sogar Dein Mund, der das allgegenwärtige Negative angeprangert hat ?Sich wieder und wieder über die ach so dominante Leere der Menschen echauffiert hat? Und nun schlägst Du in die selbe Kerbe, schon seit geraumer Zeit, und bist für kein noch so sanftes Wort empfänglich.

Es kotzt mich an, ganz einfach. Aber nach Kotzen kommt Gleichgültigkeit. Und ja, das ist mein Trost.
Ich will kein Dompteur mehr sein, kein Puffer, kein wie auch immer Geartetes Bindeglied. Nein.
Der Großteil zwischenmenschlicher Beziehungen scheint ab einer gewissen Bedeutung & Zeitspanne zur verkrampften Zeitverschwendung zu verkommen. Na - wer wird das am Ende schneller verinnerlichen ?!




geschrieben von: Caranaldion

Menschen nehmen sich echt zu wichtig. Ich weiss nicht, warum das so ist. Vielleicht liegt es an der Angst vor der eigenen Unwichtigkeit, am Gedanken an die eigene Ersetzbarkeit, die wie so oft natürlich auch hier eine Frage der Sichtweise sein kann.
Grosse Entscheidungen fordern grosse Denkprozesse. Riesieges Nachdenken mit TamTam drum herum und so. Zeit der Einsamkeit zum Finden usw.
Für das Entdecken der verschiedenen Möglichkeiten mag das wichtig und richtig sein, für das Durchspielen der verschiedenen Optionen usw.

Das eigentliche Entscheiden ist sowas von einfach, und geschicht doch nicht selten, bevor man es selber gemerkt hat. Ohne "Zeit der Ruhe", ohne grosse Momente des Sinnierens und In-sich-Gehens. Bisweilen passiert es einfach. Ohne Vorankündigung, ohne Warnung ist die Entscheidung getroffen.
Wie diesmal - einfach beim Entlanglaufen einer weder besonders schönen noch besonders hässlichen Strasse spät am Abend oder früh in der Nacht, ohne dass ich an diesem Tag auch nur einen (bewussten) Gedanken an diese Entscheigung oder den Gedanken abgegeben hätte.
Hing auf einmal mitten in der Dunkelheit vor mir. Verwundert, wo das auf einmal herkam, das war ich. Von der Klarheit und Endgültigkeit auch ein klein wenig überrascht, aber nicht wirklich unangenehm .
Dann habe ich geschmunzelt, weil ich mich damit wohlfühle, und bin lächelnd durch die Nacht nach Hause gelaufen.

Nicht nur möchte ich nicht zurückgehen - ich werde es auch nicht .




geschrieben von: Caranaldion

~ Ohne weitere Worte ~

"what if the sun refused to shine?
what if the clouds refused to rain?
what if the wind refused to blow?
what if the seas refused to wave?
what if the world refused to turn?
what if the stars would hesitate?


what if, what is isn't true?
what are you going to do?
what if, what is isn't you?
does that mean you've got to lose?
digging for the feel of something new


what if the silence let you dream?
what if the air could let you breathe?
what if the words would bring you here?
what if this sound could bring you peace?


what if, what is isn't true?
what are you going to do?
digging for the feel of something new
what if, what is isn't you?
does that mean you've got to lose?

it came from your thoughts, your dreams and visions
ripped up from your weaks and indecisions


what if the sun refused to shine?
what if the clouds refused to rain?
what if the world refused to turn?
what if the clocks would hesitate?


what if, what is isn't true?
what are you going to do?
what if, what is isn't you?
does that mean you've got to lose?
digging for the feel of something new

does that mean you've got to choose?
the feel of something new
does that mean you've got to lose?
the thoughts you cannot lose
what are you gonna do?"


The Smashing Pumpkins - Apples + Oranjes



geschrieben von: Caranaldion

I. Welle:Erdball - Die Weltenzahl
http://www.students.uni-marburg.de/~Kemmerli/intrazellularraum/Focus/slides/001.jpg

"Where do you wanna go today?"



geschrieben von: Caranaldion

Would you like ro play a game of chess?

Das Brett ist ein wenig abgenutzt, viele Felder sind staubig, weil lange keine Figur mehr dort gestanden hat. Hier und da Wachsreste, von den heruntergebrannten Kerzen vieler Stunden. Sie stören nicht, denn es sind wirklich nicht mehr viele Felder, auf denen noch eine Spielfigur steht. Ein Turm vielleicht, oder ein Pferd, von links nach rechts bewegt, von einem Feld auf das andere, und wieder zurück. Der König hat selber einen Mantel aus Staub, so lange verharrt er da schon an Ort und Stelle.
Weiß und Schwarz haben beide viele Verluste erlitten, die wenigsten davon in brillianten Manövern, sondern langsam, nach simplen Nachlässigkeiten. Es ist nicht das Spiel der grossen Strategien.
Zurück bleiben auf beiden Seiten zu wenig Figuren zum gewinnen. Festgefahren sind die Züge, wo Weiß dem Schwarz folgt, oder umgekehrt.
Das staubige Ballett müder Schachfiguren.
Abgelöst nur vom Denken, von der Suche, aber zumeist vom Warten.
Der Zeitpunkt, wo die verbliebenen Figuren fortgenommen, und in das Kästchen am Rand gelegt werden, Stück für Stück,um beizeiten eine neue Partie zu beginnen, er ist längst verstrichen.
Schwarz und Weiß warten auf den letzten Zug, der die Partie entscheidet, der vielzitierte brilliante Schachzug muss es sein, virtuos und zielstrebig.
Aber es sind wirklich nur noch wenige Figuren, und mit damit ist dieser Schachzug so gut wie unmöglich.
Also führt Weiß erneut einen einfachen vor-zurück Zug, den Schwarz ebenso beantwortet, oder umgekehrt. Vielleicht kann man ihn so hervorlocken, den brillianten letzen, entscheidenden Schachzug.

Der Morgen ist weit.



geschrieben von: Caranaldion

Wenn ich eines bin, dann sicherlich der Froschkönig . Aber nicht jedes Königtum ist erstrebenswert, oder?



geschrieben von: Caranaldion

Ich habe Dir ein Lied mitgebracht, Du solltest es Dir einmal anhören. Dabei ist es wirklich wichtig, daß Du ZUhörst, und nicht das hörst, was Du hören möchtest.

Ich weiss ehrlich nicht, was ich dazu sagen soll. Dabei hast Du vor nicht all zu langer Zeit noch gesagt, dass Dir dieser Text sehr gefallen würde

"[Fear] Here inside the question burns
Are you sure of your return?
[Me] I am sure I deserve this chance
Now I understand it all
[Fear] It all seems so unreal to you
Can you decide what to do?
[Me] Yes I can, oh I will survive
Look at me...I'm alive
[...]
[Best Friend] There is so much to see, there is so much to live for"
(Ayreon - Day Twenty: Confrontation - The Human Equation)


Ich habe ehrliche, ehrliche Zweifel, dass Du ihn überhaupt nachvollziehen kannst.


Edit: Link Broken - fixed.



geschrieben von: Caranaldion

Fields of the Nephilim - Mourning Sun

Können Worte eigentlich verhungern oder ersticken? Das würde mich wirklich einmal interessieren, denn bisweilen habe ich definitiv den Eindruck, dass das gesprochen oder meinetwegen auch geschriebene Wort, einmal ausgesendet, keine zwei Meter weit kommt und dann mit einem noch nicht mal dumpfen sondern nur leeren Echo zu Boden fällt, dort noch eine Weile vor sich hin zittert und würmt, bis es sich schliesslich dazu entscheidet, dass im Staub auf dem Boden vor sich hinwesen die bessere Alternative ist.
Duden würde sich im Grabe umdrehen.
Sieht von oben betrachtet nicht schön aus. Da kann man es doch gleich mit dem Absatz zertreten, das arme Wort.



geschrieben von: Caranaldion

Memo an mich selber:
"Wenn es wirklich wichtig ist, mach es selber. Verlass' Dich nicht auf Andere, diskutier nicht, frag nicht, denk' nicht drüber nach -

M-A-C-H E-S E-I-N-F-A-C-H !

Wenn ein Danebengehen kein Beinbruch ist, können Andere gern mitspielen, ABER VERDAMMT NOCHMAL NICHT WENN ES WICHTIG IST !!!
Merk' Dir das - Ein für alle Mal, du Trottel!!"



geschrieben von: Caranaldion

Zwei Spiegelstriche, getrennt voneinander zu sehen. Sie haben weder einen zeitlichen noch einen inhaltlichen Bezug zueinander, und sind emotional komplett gegensätzlich belegt. Ich mag nur nicht zwei Postings direkt hintereinander setzen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

1. Nachtrauch
Das war eine wunderbare Party, es hat wirklich Spass gemacht, und ich habe mich pudelwohl gefühlt. Am meisten gefreut hat mich jedoch der DJ bzw. seine Freude: Er hat ein klasse Set gespielt, und als letztes Stück wohl ein eigenes, Neues aufgelegt. Dann ist er runter in die tanzende Menge und hat mitgetanzt, wobei er sichtlich Freude daran hatte, als er sah, wie sehr den Leuten das Lied gefällt. Ich hatte den Eindruck, dass er richtig zufrieden war in dem Moment, und diese Zufriedenheit hat mich in dieser surrealen Atmossphäre richtig berührt - das fand ich toll .


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2. Qualifiziert sowas nicht schon fast als Sekte ? Das ist ja ekelhaft. Aber es sollte nicht wirklich verwundern. Trotzdem ist es widerlich. Dass ein einzelner Mensch so abartig manipulativ sein kann, erstaunt mich immer wieder.




geschrieben von: Caranaldion

Darum, Kinder, gebt fein Acht, ich hab' euch etwas mitgebracht:
Die Geschichte eines Puppenspielers,
der zieht und zerrt und Fäden hält,
scheinbar planlos, schicksalsgleich,
doch wahrlich voll von üblem Geist.
Giftschwanger in kranker Welt
er solang' an dem Menschlein reisst,
bis dieses schliesslich gramvoll bricht,
und gezeichnet auf den Brettern liegt.
Auf Brettern, die nur seine Welt bedeuten,
doch wird er stets auch dieses leugnen.
Beteuern Unschuld durch und durch,
sei er selbst doch voller Furcht,
Marionette seines eignen Seins zu sein.




Es wird die Zeit kommen, da jemand mit einer Schere , dir jeden Faden durschneidet. Erleichtert seufzen werden Deine Puppen, doch auch vor Deinen eigenen Fäden wird nicht halt gemacht. Und wenn es Dir so geht, wie Deinen Menschlein-Puppen, Du schreckgeweiteten Auges endlich begreifst, dass es nicht immer gut geht, und Dein erbärmliches manipulatives Wesen entscheidend an Bosheit verliert, weil nichts mehr da ist, auf das Du sie ausspielen kannst,wenn Du endlich gezwungen bist zu sehen und zu verstehen, dass Du die Wurzel Deines Übels und viel mehr noch jenes Anderer bist - sodann finde ich vielleicht etwas Ruhe mit Dir und der schmerzhaften Lehre, die ich Dir bis heute nicht vergessen habe.
Jedes Marionettentheater hat sein Ende,verlass Dich drauf. Und vielleicht wendet es sich auch für Dich und Dein Sein zum Besseren. Nicht, dass ich es Dir gönnen oder gar wünschen würde - doch ist es der Respekt, dem ich jedem Menschen von Natur aus entgegenbringe, welcher mich dazu zwingt, dies zu erwähnen.

Höre den Puppenspieler von Subay to Sally. Es ist nur eine Frage der Zeit. Ich habe mehr Zeit als Du, ich kann warten. Du kannst das nicht. Das ist mein Trumpf, vielleicht sogar meine Schere.



geschrieben von: Caranaldion

"Wir denken nach..."

I.
600 Km. Zweitausendzweihundervierundzwanzig Meter über dem Meer. Freiheit.
frei-Heit.
Wettersturz.
[STRG+R] zwei Tage später. Himmel, war das toll. Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, nur eben andersherum. Das Gefühl der Hand an den Sternen, fast zumindest, und nein, Fels ist nicht kalt, war er auch nie, das hatte ich nur vergessen. Erinnern hat bei Zeiten sein Gutes.
Ich habe zu danken.

"So gehen wir zurück zu unserem Start..."

II.
06.21h. Reise, reise. Jeden Tag. Einmal Blick hinunter, ja, ich gebe es zu, mit ein wenig Wehmut und ihren Begleitern. Es ist doch wirklich zu komisch, welche Fäden das Schicksal manchmal spinnt, und miteinander verwebt.
Was ist Gleichzeitigkeit?
Ränder und Grenzen kann man überschreiten.
"Wer nicht so weit geht, wie sein Gefühl ihn treibt und sein Verstand ihm erlaubt, ist eine Memme, wer weiter geht, ist ein Dummkopf." (Zitat Cuba Libre, hier )
Ein wunderbares Wort, wunderbar wahr - wunderwahr, gewissermassen.

[STRG+X]
Tanzende Holzbeinpiraten und fliegende Plastikwale.
An einem Seil durch die nächtliche Stadt.
Losfisch. Festfisch. Losfisch. Festfisch.
Mit verbundenen Augen auf das Wasser.
Kalte Hand aus (?) dem Nachtfluss.
Vollmond hinter windgeblähten Segeln, die sich nicht selber, wohl aber die Fantasie bewegen.
Wer am Ende an Land schwankt, hat auf See alles richtig gemacht,
Losfisch. Festfisch.Losfisch. Festfisch.

"und fangen nochmal von Vorne an"

III.
Womöglich ist es am Ende das Wesen der Sehnsucht, dass sie immer das ersehnt, was nicht da ist. Weil wir den unerfüllten Möglichkeiten, die zerfallen, sobald wir uns für eine entschieden haben, hinterherwinken. Weil wir insgeheim auf allen Hochzeiten tanzen wollen, und der einen nicht so ganz über den Weg trauen.
Dann kommt man der Sehnsucht weitaus weniger einfach aus als gedacht.
So richtig habe ich das noch nicht verstanden.

unbekannt, weil Zukunft
"Wir werden schaffen" . Stich für Stich.



geschrieben von: Caranaldion

Zitat:
Original geschrieben von Caranaldion
unbekannt, weil Zukunft
"Wir werden schaffen".Stich für Stich.


17. September 2010
Verrückt, ja das stimmt. Bis zum Schluss war ich mir nicht wirklich sicher, ob ich es machen soll. Zweifel ausgeräumt, und auf die Zähne gebissen. Das war gut so, sogar sehr gut so.
Ich bin hochzufrieden damit, und mit mir bin ich auch zufrieden.


Klangwerk, Reihenfolge irrelevant:
I. Children of Bodom - We're not gonna fall
II. Kekal - Against
III. Schiller & Heppner - I feel you





geschrieben von: Caranaldion

Wie würde sich wohl eine Mischung aus "Hammerfall - I believe" und ASP's "Und wir tanzten" anhören?

"Was die Sache so sexy macht, ist, dass es so primitiv ist."
Mein Guter, lass es Dir gesagt sein, von Zeit zu Zeit unterschätzt Du Dich masslos in Deiner Fähigkeit, Dinge aber so was von genau auf den Punkt zu bringen. Denn Du hast vollkommen Recht, und darum wird das Ganze zünden. Etwas, dass soviel Potential beinhaltet, gleichzeitig aber so -fast schon lächerlich- einfach ist, kann nur schwer wirklich schiefgehen.
Danke, mein Freund. Danke.


Wieder eine der Nächte, in denen es meine Stadt ist, Wind und Regen und Treppen und Winkel und Stufen und Gassen. Doch lässt die Ruhe die doch sonst immer über kurz oder lang um die Ecke schwebt, zu wünschen übrig. Sie ist nicht ganz wie sie sein sollte.Mit einem Mal fühle ich mich so einsam wie seit Langem nicht mehr. Und das ist doch wirklich grober Unfug.Glaube ich.


Es läuft richtig gut. Ich meine,wirklich gut. Besser geht immer, aber man muss ja nicht gleich gierig werden, das will ich auch nicht.
Warum, warum um alles in der Welt fühle ich mich dann so besch....eiden!?
Nächstes Lied der automatischen Playlist: "Depeche Mode - Only when I loose myself"... ... ... oh Mann, irgendwer oder irgendwas hat echt einen zynischen, bisweilen fast schon makabren Sinn für Humor...




geschrieben von: Caranaldion

"Let it freeze, let it burn. Someday soon it is your turn to fall down where others fell. As they wept, you will as well" (Madder Mortem)


Von der eigenen Signatur eingeholt, oder kurz davor.
Ein unbekanntes, und nicht angenehmes Gefühl.
Was mach' ich denn jetzt? Nein, das war nicht absehbar. Allerdings hätte man es auf der Rechnung haben sollen, zumindest jener, der behauptet, immer alles zu erwarten. Ich taufe Dich Arroganz.
Ich war der Böse, bin es noch, werde es auch sicher noch eine Weile sein. Nach Berechtigung wird nicht gefragt, aber das macht auch keinen Unterschied.
Aber wenigstens - bitte - möchte ich mich nicht auch noch betrogen fühlen. Müssen(?).


"Where dream and day collide" - gibt das ein Geräusch?




geschrieben von: Caranaldion

Machine Head - All in your Head

Als ich das Lied zum ersten Male hörte, habe ich nicht im Traum erwartet, dass es mich so lange und immer und immer wieder begleiten würde.
Ich möchte nicht mehr für Fehler bezahlen, die ich nicht zu verantworten habe, die generell noch nicht mal begangen sind !! NEIN.


"
It's all in your head
It's in your head
Sad but it's true
It's inside you
Keep wallowing in your misery
It's all in your head

You can't see the things that make
Your happiness go away, well I can
[...]

Because it's all in your head
It's in your head
Sad but it's true
It's inside you
Someday you'll see why you're unhappy
Someday you'll see that it's not me
It's all in your head

It's just inside of you"
It's just inside of you It's just inside of you It's just inside of you
It's just inside of you It's just inside of you It's just inside of you
It's just inside of you It's just inside of you It's just inside of you
It's just inside of you It's just inside of you





geschrieben von: Caranaldion

Zitat:
Aber wenigstens - bitte - möchte ich mich nicht auch noch betrogen fühlen. Müssen(?).


Es macht keinen Sinn, um etwas herum zu Reden, wenn es so ist, wie es ist.
Grandiose Einsicht. Möglicherweise sah es nach einem vorübergehenden Zwischentief aus, ein Wellental, welches durchschritten werden muss. Doch das ist es nicht mehr, es ist permanent geworden.
Das Feuer, der Elan, der Antrieb, die Erfüllung der ungekannten und heißbegehrten Sensucht nah - volle Kraft voraus, und die Memmen unter Deck.

Es ist viertel vor sechs. Und ich möchte einen Moment lang innehalten.
All die großen Visionen, die Wünsche und Herausforderungen, sie sind zusammgeschmolzen. Es geht nicht mehr um die mich seinerzeit wirklich etwas ängstigende Frage, was passiert, wenn Du wirklich Recht hast, mit dem woran Du glaubst, und was Du willst.
Du hast was, was Du willst, doch Du behälst nicht recht, es sieht nicht danach aus. Das tut mir leid. Es bedeutet dies jedoch nicht, dass ich Recht habe. Aber der Horizont sieht anders aus.
Ich bin weiter von jeder Ruhe entfernt als ich es vorher war. Das ist nicht nur unschön, sondern es ist in höchstem Maße brechreizerregend. Doch ist es nicht Deine Schuld, Du kannst nichts dafür. Ich mache Dir keinen Vorwurf.
Die Zeit ist zusammgeschrumpft, es geht nur noch um Wochen, manchmal um Tage. Tage ohne Hiobsbotschaften, ohne Zweifel, ohne Tränen, ohne das Auftreten eines neuen Problemes. Im Moment läuft es gut. Fast zwei Wochen hab wir nun schon geschafft, zumindest grösstenteils. Das macht mich glücklich. Aber ich frage bewusst nicht danach, was das über meinen Anspruch aussagt.
Alles hat sich rasend schnell entwickelt. Und es war recht so, das denke ich immer noch . "We pay a price for all our choices made" . Ich habe es wirklich nicht kommen sehen. Ich wollte nicht schon wieder kämpfen müssen, nicht wieder gegen die gleichen Geister mit dem ähnlichen Hintergrund. Oder am Ende doch wenigstens nicht so früh. Dennoch bleibt mir nichts Anderes übrig. Denn es muss (s)einen Sinn haben.
Fühle ich mich betrogen ? - Ja.
Von Dir, auch wenn Dich kein Vorsatz im Sinne von Schuld trifft.
Von mir selber auch.

Du hast mir etwas gezeigt, dessen Existenz ich verdrängt hatte.
Du hast mir gezeigt, welche Bedeutung es für mich hat.
Du hast mir gezeigt, dass Du möglicherweise mit mir gemeinsam auf diesem Weg gehen kannst, und dass er uns dann leichter fällt.
Du hast mich/uns nun in genau die entgegengesetzte Richtung geführt, ungewollt, aber dennoch.
Ich kämpfe gegen die Dämonen der Unruhe,Deine wie Meine, und wenn wir bei gemeinsam bestehen, wäre das wunderbar.Perfekt. Es wäre am Ende alles wert gewesen.
Doch ich werde nicht ewig alleine kämpfen.
Insbeondere dann nicht, wenn Du die Fronten wechselst, und sei es auch noch so ungewollt.
Denn ich kämpfe auch für meine Ruhe, meine Stille.
Das bin ich mir schuldig,wo nichts anderes geblieben ist.




geschrieben von: Caranaldion

Zitat:
Original geschrieben von Caranaldion
"It's all in your head
It's in your head
Sad but it's true
It's inside you
Keep wallowing in your misery
It's all in your head

You can't see the things that make
Your happiness go away, well I can
[...]

Because it's all in your head
It's in your head
Sad but it's true
It's inside you
Someday you'll see why you're unhappy
Someday you'll see that it's not me
It's all in your head




Hoffnung, meine Verehrten, - Hoffnung ist nicht evidenzbasiert.

Merken.
Beherzigen.
Könnte Einiges einfach macher.



geschrieben von: Caranaldion

Zitat:
Original geschrieben von Caranaldion

Losfisch. Festfisch.Losfisch. Festfisch.
[...]
Womöglich ist es am Ende das Wesen der Sehnsucht, dass sie immer das ersehnt, was nicht da ist. Weil wir den unerfüllten Möglichkeiten, die zerfallen, sobald wir uns für eine entschieden haben, hinterherwinken. Weil wir insgeheim auf allen Hochzeiten tanzen wollen, und der einen nicht so ganz über den Weg trauen.
Dann kommt man der Sehnsucht weitaus weniger einfach aus als gedacht.
So richtig habe ich das noch nicht verstanden.


Etwas weniger als ein Jahr ist es her, dass ich das geschrieben habe. In der Frage bin ich nur bedingt weitergekommen seither, wäre mir da nicht am Montag oder Mittwoch Abend ein Gedanke in den Sinn gekommen.
Sehnsucht, Wünsche, Gier, Verlangen - beschreibt inhaltlich Ähnliches, ist jedoch stellenweise gänzlich gegenteilig besetzt.
Wo ist die Grenze, sind die Grenzen?
Wie lange ist ein Wunsch ein Wunsch, wann wird er zur Sehnsucht? Und wann wird die Grenze zur Gier überschritten?

Am Ende doch zuviel gewollt? Eine simple Erklärung, die gerade deswegen zu abwegig erscheint? Gerade erst, wo ich hier schreibe, merke ich wie sehr es auf uns Beide zutrifft, oder zumindest zutreffen könnte.


Zitat:
Original geschrieben von Caranaldion

Ich kämpfe gegen die Dämonen der Unruhe,Deine wie Meine, und wenn wir bei gemeinsam bestehen, wäre das wunderbar.Perfekt. Es wäre am Ende alles wert gewesen.
Doch ich werde nicht ewig alleine kämpfen.
Insbeondere dann nicht, wenn Du die Fronten wechselst, und sei es auch noch so ungewollt.
Denn ich kämpfe auch für meine Ruhe, meine Stille.
Das bin ich mir schuldig,wo nichts anderes geblieben ist.


Showdown im Oktober, das weiss ich wohl.
Doch diesmal, dieses mal, war ich es nicht.




geschrieben von: Caranaldion

Ganz kurz nur heute, vielleicht weil ich gern hätte, dass es 'nur' ein Sturm im Wasserglas ist.

Ich warte auf den Opa aus der "Werther's Echte" Werbung. Wenn er da ist, wird er mich auf den Schoß nehmen, mir über den Kopf streichen und mir sagen, dass ich natürlich Fehler gemacht habe. Aber am Ende wird dennoch alles gut, wird er sagen.
Aber er kommt nicht. Und ich bin auch zu alt, als dass es so einfach funktionieren würde.
Aber vielleicht ja doch. Irgendwann.


Es heisst immer, es helfe, über Dinge zu reden oder zu schreiben.
Bisweilen ist das einfach nur gelogen.




geschrieben von: Caranaldion

Einige Nachrichten und Gedanken haben mich erreicht, für Dich ich sehr dankbar bin.
Doch mache sich bitte niemand zu sehr Gedanken, denn das ist es nicht wert.



Im Grunde jammere ich auf hohem Niveau. Meine goldenen Pantoffeln drücken hier und da, und ich habe keine Perlen mehr, die ich zum Abendessen in Essig auflösen könnte.

Siehe Gier.
Siehe Sehnsucht.
Und wieder, siehe Gier.



Nichtsdestotrotz - hilft all dieses nicht, wenn ich nachts aufwache, und an das Fenster trete, um auf die Stadt zu gucken. Dann merke ich dennoch, dass morgen wieder ein Tag sein wird, an dem ich Warten werde.




geschrieben von: Caranaldion

Gedankenfragmente. Kopffragmente. Mosaikpuzzles, oder umgekehrt.
Der Eintritt ist frei meine Herrschaften, Kommen Sie, treten Sie näher. Oder auch nicht, das bleibt Ihnen überlassen.


Klangkatalyse:
I. Bullet for my Valentine - Alone
II. Kekal - Beyond numeric reasons

"Die Welt ist nicht rosa, und sie glitzert auch nicht". Herrlich wirklich herrlich, hat mir den Tag gerettet. Gut gut, Du hast noch gestörter aus der Wäsche geguckt als ich mich gefühlt habe, aber das spielt ja keine Rolle.

Keiner ist hier, um so zu sein, wie andere ihn gerne hätten. Ich nehme das ab sofort auch wieder für mich zutreffend in Anspruch, nur damit keine Missverständnisse entstehen. Es ist langsam wirklich an der Zeit, dem Schabernack ein Ende zu bereiten (<<echo>>*BLA*<</echo>>).

Hört auf zu quataschen. Macht was. (mich eingeschlossen) .




geschrieben von: Caranaldion

Deine Lakaien - The old man is dead

Es ist ein interessantes Lied, mit Klanghandlung im Hintergrund, und ganz am Schluss - mit dem Geräusch von Schritten im Schnee.
Und es sind die Klaviertöne direkt zu Beginn, die fesseln.

Eine mittlerweile nur noch lauwarme Tasse Kakao auf dem Schreibtisch. Ich habe wirklich das Gefühl, dass sie zu den positiven Dingen gehört, die mir dieser Tage passieren. Eine einfache Tasse Kakao, selbst zusammengeschüttet und mikrowellenrotiert. Dennoch - sie ist und bleibt eines der guten Dinge dieser Tage.
Das kann zweierlei bedeuten:
Zum einen mag es freundlich, aufmerksam erscheinen, wenn sich ein Mensch noch über triviale Kleinigkeiten wie eine einfacheTasse Kakao freuen kann.
Zum anderen mag es erschreckend sein, wenn eine einfache Tasse Kakao so auffallend aus dem Rest der Dinge heraussticht.

Solche Gegensätze tragen einem die Lakaien bisweilen an Ohr und Herz. Ein Lied über warmen Kakao haben sie noch nicht geschrieben, glaube ich.
Doch was an manch verschneitem Wintertag für Manchen das Geräusch von Schrittten im Schnee ist, ist für Andere am herbstlosen Herbstabend eine warme Tasse Kakao.




geschrieben von: Caranaldion

Es war längst überfällig, das Stundenglas. Das Bild hat mir nie wirklich gefallen, zu dunkel, zu kontrastarm, zu genau muss hingesehen werden.
Doch ist es das einzige Bild. Heute fiel es mir wieder ein, zu gegebenem Anlass. Und ich muss mich berichtigen. Es ist ein schönes Bild.
Es muss genau hingesehen werden. Nicht zuletzt dessen soll es gemahnen, mehr noch, es soll auch das Ende eines wunderbaren Tages bezeichnen, um den ich sehr dankbar bin.


http://img401.imageshack.us/img401/238/sqwedcl.jpg

Nach(t)klang:


I. Tyr - Gandkvaedi Trondar
II. Kekal - Romantika Destruksi
III.D-Age - Remember (Je t'aime, taverne noire)



geschrieben von: Caranaldion

An manchen Tagen braucht selbst ein verf**kter Bastard wie ich ein Zeichen von Hoffnung. Nur ein ganz kleines, ein ganz kleines Licht nur, um die ärgsten Schatten zu bannen . Bisweilen bleibt jedoch selbst dieser Wunsch verwehrt. Und doch wünsch ichs so sehr, nur damit die Tränen nicht so brennen.

Gute Nacht, Nachtwelten




geschrieben von: Caranaldion

Kausalität hat etwas tröstliches weil verlässliches: Sie schert sich nicht um aktuelle Befindlichkeiten und Subjektivitäten, sondern gibt stoisch eine Richtung vor, an der sich eines orientieren kann.
So folgt auf jede Nacht ein Sonnenaufgang, und dies mag zuweilen tröstlich sein, obschon selbstverständlich.






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