Seit 5 Jahren, spiele ich eine Rolle die ich nicht mag.
Ich nehme in unserer Beziehung das Ruder in die Hand,erziehe nebenbei noch mein Kind, ich kümmere mich um alles gehe nebenbei ein bisschen arbeiten und...funktioniere...
Eigentlich...ja, eigentlich habe ich immer gedacht, es passt schon so.
Er ist halt so, er liebt mich und das weiß ich, aber er kann mich nicht einmal so in den Arm nehmen, er kann mich nicht auffangen wenn es mir mal nicht gut geht...es ist halt so...
Eine Freundin stirbt, ich bekomme Nachts die Nachricht, ich bin ganz unten...und er dreht sich um und schläft weiter...
Er sagt...das ist halt so, kann mit meinen Tränen nicht umgehen...
Ich reiße mich zusammen..und schlucke alles hinunter...denn.. es ist halt so, er kann es nicht..
Ihm ist die Fähigkeit mit Gefühlen anderer zurecht zu kommen abhanden gegangen.
Dann frage ich mich, wie geht so etwas?
Heute ging es mir nicht gut, er ist unterwegs, rief mich an, und brachte mit einem Satz meine Fassade zum Einsturz, ich fing an zu weinen und ich habe seit Jahren nicht mehr geweint weil ich meinte in seiner Gegenwart es besser zu unterlassen, er bekam es nicht mal mit..
Ich bin schon lange Erwachsen, kein Teenie mehr, ich dachte immer es wird schon werden nur frage ich mich so langsam warum ein Mensch den man lange kennt solche Gefühlskälte zeigt.
Spreche ich ihn drauf an..dann.. na ratet mal... antwortet er..er ist halt so.
Irgendwann ist auch meine Kraft am Ende.
Ich meine immer alle auffangen zu müssen, immer zuzuhören und es allen Recht zu machen, nur auf Dauer funktioniert das nicht.
Was ich hiermit bezwecke weiß ich nicht, vielleicht etwas Klarheit für mich?
Vielleicht Gedankenanstöße von Außen?
Danke fürs zulesen
:rolleyes:
geschrieben von: newhope
...Nebelpfade...sie tuen sich auf und manchmal, sind sie Abends dichter vom Nebel bedrängt als am Morgen..
Wenn ich heute Nacht noch vor einer Wand stand, die zu durchdringen mir nicht möglich war, so denke ich jetzt dass eben nicht alles "halt so ist" wie es ist.
Danke Sol für Denkanstösse, er ist Erwachsen, schon lange, und wird sich auch einmal Emotionen stellen müssen, seinen und den anderer Menschen.
Wir hatten gestern Abend noch ein langes Gespräch, er sagte er kann mir nicht helfen, ich meinte nur sei einfach mental bei mir...er meinte "ach so?!"
Vielleicht ist schweigen nicht das richtige, vielleicht muss er getreten werden auf andere zu achten?
Seine Eltern sind nicht besser, dort gibt es keine Herzlichkeit und Wärme, woher sollte er es lernen?
Und ich habe all die Jahre nur geschluckt und es abgetan, bis gestern, wo einfach das Fass übergelaufen ist.
Mal schauen wohin der Nebelpfad führt..........................................
geschrieben von: Seena
Ich kenne das.
"Ich bin halt so." - ist in meinen Augen eigentlich: "Ich bin nicht bereit mit dir drüber
zu reden, oder gar mich für dich zu ändern."
Ich habe diesen Satz auch schon so oft gehört - aber so funktioniert es eben nicht.
Man kann nicht alles damit rechtfertigen.
In einer Beziehung muss es nunmal funktionieren, dass man sich bis zu einem gewissen
Grad aneinander anpasst. Sonst kann es keine Beziehung geben.
Ich habe gelernt, dass einerseits eine gehörige Portion Diskussion dazugehört,
um hinter das "so" zu kommen, andererseits auch eine große Portion Liebe.
Es ist einfach nicht wahr, wenn jemand sagt: "Ich kann mich nicht ändern." Man KANN
sich immer ändern. Wollen ist das Stichwort. Die Bequemlichkeit ist oft Schuld oder
die Angst, man könnte zuviel von sich hergeben.
Ich wünsche dir alles erdenklich Gute, trotz allem.