[Verhandlung zwischen Tierheit und Menschheit] - German Gothic Board

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Verhandlung zwischen Tierheit und Menschheit

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Nezach

Eines schönen Tages erscheinen drei Geister – Amodhyr, Ghimodyr und Sabhamyr – und teilen der Menschheit mit, dass sie – stellvertretend für alle Tiere – mit ihr über den Sinn und die Ziele des Zusammenlebens von Mensch und Tier, sowie über Rechte und Pflichten sowohl der Tiere den Menschen gegenüber, als auch der Menschen den Tieren gegenüber zu verhandeln wünschen und die Ergebnisse feierlich in einer Akte festgehalten werden sollen, damit sich Tiere und Menschen in ihrem Tun und Lassen daran orientieren könnten. Auch die Menschheit entsendet für die Verhandlungen drei Vertreter – Aidan, Gorou und Saskia. (Die drei Geister würden sich dazu bereit erklären, die Einhaltung der Beschlüsse zu überwachen und mittels ihrer übermenschlichen Kräfte auch durchzusetzen.)

Wie, glaubt Ihr, würde diese Verhandlung ablaufen? Mit welchen Ergebnissen würden die Verhandlungen vermutlich enden? :rolleyes:



geschrieben von: Elementarsatz

Wäre eine Diskussion über Tierrechte nicht interessanter ohne esoterische Geistergeschichte?



geschrieben von: TheTurningPoint

Eine Diskussion über Tierrechte läuft meist darauf hinaus, dass die Menschen im Namen der Tiere irgendwelche Forderungen aufstellen, von denen sie glauben, sie wären im Interesse der Tiere.

Ich fände es interessanter, wenn man wirklich versuchen würde, mit den Tieren in irgendeiner Weise zu "reden" und sich sozusagen "aus erster Hand" über ihre Befindlichkeiten und Wünsche ein Bild zu machen.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Ich fände es interessanter, wenn man wirklich versuchen würde, mit den Tieren in irgendeiner Weise zu "reden" und sich sozusagen "aus erster Hand" über ihre Befindlichkeiten und Wünsche ein Bild zu machen.

Das scheitert wohl an den sprachlichen Fähigkeiten der Tiere. Überhaupt denke ich, dass das konzeptionelle und abstrakte Denken der Tiere zu primitiv ist, als dass Tiere langfristige Pläne schmieden oder gar Verträge eingehen könnten.



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Ich fände es interessanter, wenn man wirklich versuchen würde, mit den Tieren in irgendeiner Weise zu "reden" und sich sozusagen "aus erster Hand" über ihre Befindlichkeiten und Wünsche ein Bild zu machen.

ersteres muss man nicht. es genügt meines erachtens, mehr über die natürliche lebensweise der tiere in erfahrung zu bringen, um zu erkennen, was sie brauchen, um zu überleben und sich fortzupflanzen (was, denke ich, die primären "wünsche" der tiere sind).
oder, inwieweit der mensch die natürliche lebensweise beeinflusst, zum guten oder schlechten.

Zitat:
... oder gar Verträge eingehen könnten.

das hat man anhand von rabengruppen festgestellt, dass sie allianzen und vereinbarungen eingehen können (und einzelne sogar diese bewusst eingehen, um quasi ein doppelspiel zu treiben). verträge im weitesten sinne gehen auch ameisen mit bestimmten wirtsbäumen ein.



geschrieben von: Seelenreise

Die Frage die sich mir stellt, ist, würden die Mehrheit der Menschen überhaupt mit vermeidlich niederen Wesen diskutieren wollen, könnten sie sprechen? Wären sie bereit den Tieren bestimmte Dinge zu zugestehen, z.B. Lebensraum, die sie sich erkämpft haben und von denen sie denken sie gehörten ihnen? Wären sie bereit ihren Platz an der Spitze der Nahrunskette zuteilen?

Betrachtet man die Geschichte der Menscheit, wird man immer wieder feststellen müssen, dass die Menschen in früheren Zeiten scheinbar niedere "Lebensformen" (sprich Völker) unterdrückt hat. Selbst heute, wo wir uns als zivilisiert betrachten, zerstören wir vieles, weil wir nicht verstehen wollen oder weil es uns egal ist, sei dahin gestellt. Ich wage zu bezweifeln, dass die gesamte Menschheit wirklich aufwachen würde, wenn ein paar Tiere an die Tür klopfen und ihre Rechte fordern. Schliesslich wissen wir auch alle vom Klimawandel und dem Treibhauseffekt und es gibt tatsächlich immer noch Leute die dergleiches nicht wahr haben wollen. Es reicht nicht wenn nur einige dafür kämpfen, dass auch noch unsere Enkel auf dieser Erde überleben können.
Sicher gäbe es auch viele Menschen die den Tieren sofort alle Rechte zu gestehen würden, aber viele von ihnen tuen das auch so schon.

Wie Creobotra schon gesagt hat, man kann auch heute schon herraus finden was Tiere brauchen. Nur muss man sich im klaren sein, dass Tiere andere Bedürfnisse als Menschen haben und auch andere Grundvorraussetzungen herrschen. Bereit sein für die Tiere Aufwand zu betreiben muss man auch.



geschrieben von: Nageth

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Das scheitert wohl an den sprachlichen Fähigkeiten der Tiere.


Oder an den begrenzten Sprachfähigkeiten der Menschen.

Zitat:
Überhaupt denke ich, dass das konzeptionelle und abstrakte Denken der Tiere zu primitiv ist, als dass Tiere langfristige Pläne schmieden oder gar Verträge eingehen könnten.


Wer sagt denn das wir nicht primitiv denken? Weil Wir uns Fragen stellen können auf die es oftmals keine einheitliche oder gar von jedem unbestrittene Antwort gibt? Bei Tieren ist das schon ein gutes Stück strukturierter, wage ich zu behaupten. Die wissen was die Konsequenzen sind wenn sie in ein feindliches Teritorium eindringen. Fangen keine sinnlosen Kriege an. Ich will das Tier jetzt nicht über den Mensch stellen. Aber ich bezweifle wirklich, das wir etwas gänzlich anderes sind ...



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Oder an den begrenzten Sprachfähigkeiten der Menschen.


Nein, das kann man ausschließen.


Zitat:
Wer sagt denn das wir nicht primitiv denken? Weil Wir uns Fragen stellen können auf die es oftmals keine einheitliche oder gar von jedem unbestrittene Antwort gibt? Bei Tieren ist das schon ein gutes Stück strukturierter, wage ich zu behaupten. Die wissen was die Konsequenzen sind wenn sie in ein feindliches Teritorium eindringen. Fangen keine sinnlosen Kriege an. Ich will das Tier jetzt nicht über den Mensch stellen. Aber ich bezweifle wirklich, das wir etwas gänzlich anderes sind ...

Du schwafelst rum.



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Das scheitert wohl an den sprachlichen Fähigkeiten der Tiere. Überhaupt denke ich, dass das konzeptionelle und abstrakte Denken der Tiere zu primitiv ist, als dass Tiere langfristige Pläne schmieden oder gar Verträge eingehen könnten.


Was du nicht sagst - aber mit dir rede ich doch auch schon die ganze Zeit, oder :D ? ...nun, "Tierrechte", allein das Wort ist schon ausgemachter Bullshit, da wie "Rechte" im allgemeinen anthropomorphistischer Unfug..."Rechte", der Mensch will immer "Rechte", bzw. er gesteht solche nur dem zu, dem er solche "gibt", lächerlich...ich habe immer, und nur dann ein "Recht", wenn ich es mir nehme...auf die Tiere übetragen nimmt sich das in etwa derart aus: wenn im afrikanischen Bush ein Jäger auf einen Löwen trifft - und der Löwe den Mann frisst, so hat der Löwe "Recht"...ist dagegen der Jäger schneller und betätigt rechtzeitig den Abzug seines Gewehrs - nun, Pech für den Löwen - dann hatte er wohl Unrecht...



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
wenn im afrikanischen Bush ein Jäger auf einen Löwen trifft - und der Löwe den Mann frisst, so hat der Löwe "Recht"...ist dagegen der Jäger schneller und betätigt rechtzeitig den Abzug seines Gewehrs - nun, Pech für den Löwen - dann hatte er wohl Unrecht...


und das von jemanden, der auf dem kapitalismus rumhackt...
das ist jetzt irgendwie putzig :)



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
und das von jemanden, der auf dem kapitalismus rumhackt...
das ist jetzt irgendwie putzig :)



Löwen sind keine Kapitalisten - sondern "nur" Tiere wohlgemerkt, die sich einfach nur das nehmen, was sie zum überleben benötigen...Kapitalismus basiert hingegen auf moralischer Degeneriertheit des Menschen...der Sklavenmoral, welche bettelt und winselt: "ich will die gleichen Rechte haben wie ihr, wie ihr, die Kapitalisten sie habt " Die "Löwen" unter den Menschen hingegen, das kämpfende Weltproletariat, wenn es das denn noch gäbe, müsste sich nun aber sagen:" Wir scheißen auf sämtliche Rechte, die ihr Kapitalisten und Kapitalistenknechte, eure moralisch degenerierte Klasse uns nur anbieten könnte, wir scheißen auf euch als Klasse insgesamt, denn wir dienen euch nicht länger! - sondern nehmen uns von euch das, was ihr uns nicht geben wollt"...so spricht die Herrenmoral, denn sie bettelt nicht um "Rechte" - sie nimmt sie sich...



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Die "Löwen" unter den Menschen hingegen, das kämpfende Weltproletariat


Kommst du dir wie ein Löwe vor?

Und was für ein kämpferisches Weltproletariat? Ein Proletariat, wie es in den Theorien von Marx und Engels auftaucht, gibt es überhaupt nicht mehr. Es gibt immer weniger Arbeiter und die Prophezeiung der Massenverelendung ist nicht eingetreten.

Zitat:
sondern nehmen uns von euch das, was ihr uns nicht geben wollt

Ja und dann? Wer soll dann führen und organisieren? Oder glaubst du, die Dinge regeln sich von allein?



geschrieben von: Creobotra

sorry, ich war gerade abgelenkt... wie war das im mittelteil?

es geht um kommunikation mit tieren.
die können herzlich wenig mit "klassen" anfangen, entweder ist etwas beute, feind, uninteressant oder artgenosse.



geschrieben von: Kinch

Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
die können herzlich wenig mit "klassen" anfangen, entweder ist etwas beute, feind, uninteressant oder artgenosse.


Soziale Tiere, wie Wölfe, Hunde, Primaten etc und vermutlich auch staatsbildende Insekten, wie Bienen, Ameisen etc sprechen dagegen.



geschrieben von: Creobotra

good point, nur nicht vermutlich in dem sinne, wie xenomorph es meinte.

obwohl, es gibt auch ameisenarten, die andere ameisen "versklaven".



geschrieben von: Amaryllis

Entweder die Menschheit senkt die schädigenden Faktoren ihrer Existenz (z.B. Methanausstoß etc.) oder sie geht an ihrem Verhalten zu Grunde. So lange die Menschen nicht auch den Planeten so verseuchen, dass nichtmal ein Bakterium überleben wird, wird es auch nach den Menschen noch Leben geben. Man muss sich damit abfinden, dass die Küchenschabe wahrscheinlich besser angepasst ist, als der Mensch.
Der Planet ist zweifelsohne besser dran, wenn die (heutige, technisierte und völlig destruktive) Menscheit verschwinden würde (und wir arbeiten ja mit allen Kräften daran, dass es bald soweit sein wird ;) ), aber wenn wir uns doch noch besinnen sollten und endlich nicht mehr so egoistisch leben, dann könnten wir vielleicht ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur und Mensch und Tierreich herstellen.

... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Ende. :D



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Eine Diskussion über Tierrechte läuft meist darauf hinaus, dass die Menschen im Namen der Tiere irgendwelche Forderungen aufstellen, von denen sie glauben, sie wären im Interesse der Tiere..


Wo das doch mit ihren eigenen Interessen schon so gut läuft. *rofl

Wie sagte Mark Twain so treffend: Demokratie ist Verprügeln des Volkes duch das Volk für das Volk. Wenn wir die Tiere auch noch mit einbeziehen, werden wir gar nicht mehr fertig.

Darum: Freie Meinungsäußerung für das Pantoffeltierchen! :D



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Das scheitert wohl an den sprachlichen Fähigkeiten der Tiere. Überhaupt denke ich, dass das konzeptionelle und abstrakte Denken der Tiere zu primitiv ist, als dass Tiere langfristige Pläne schmieden oder gar Verträge eingehen könnten.


Genau. Oder demonstrieren...



geschrieben von: SchlafenderMond

Das einzige Entgegenkommen des Menschen für die Tierwelt, besteht darin, ihnen den Raum zu überlassen, den sie für sich in Anspruch nähmen, gäbe es die Einschrenkung des Menschen nicht.
Da es leider niemand wagen wird, die Menschenrasse von der Erdoberfläche zu fegen, müsste die, für jedes Tier benötigte Gebietsweite wissenschaftlich ermittelt und ihm zugesprochen werden.
Der Rest, diese vermeintliche Forderung des Tieres, sollte danach keine Angelegenheit des Menschen mehr sein.



geschrieben von: Seneca

Das kann man so nicht stehen lassen. Ich habe z.B. ein paar bestehende Verträge mit dem Hund, welche da lauten: Wenn Du mir mir nicht täglich ins Geländen gehst, demoliere ich Deine Möbel...und wenn ich nicht pünklich gefüttert werde fresse ich Deine Socken.

Bisher konnte ich mich zu 100% darauf verlassen das mein Hund die Konventionalstrafen bei Vertragsbruch meinerseit sofort ausführt.

Man muss den Tieren auch mal zuhören, dann merkt man recht schnell das selbst Kaninchen versuchen sich uns mitzuteilen, wenn sie an Menschen gewöhnt sind.

Ich glaube an mögliche Partnerschaften zwischen den Spezies, auch wenn sich die Kommunikation mit den Wildschweine bisher als schwierig herausgestellt hat...aber auch hier gibt es schon Anfangserfolge.



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Ich glaube an mögliche Partnerschaften zwischen den Spezies, auch wenn sich die Kommunikation mit den Wildschweine bisher als schwierig herausgestellt hat...aber auch hier gibt es schon Anfangserfolge.

ja, eine bache mit frischlingen kann ziemlich deutlich werden. da gibts keine verständigungsschwierigkeiten (oder einen häßlichen fleck im wald) ;)



geschrieben von: Seneca

Ja so eine Begegnung hatte ich mal...süße Frischlinge kreuzten meine Weg, zum Entzücken meiner Begleitung. Die konnte garnicht verstehen warum ich plötzlich mit der Vektor im Anschlag langsam den Rückwärtsgang einlegte.

Ein anderes mal waren es ein paar männliche Überläufer die an ihre Sule herantrippelten...an der schon wartete...außer ein bißchen gegenseitigem Beäugen bliebt die Lage aber eskalationsfrei. So ein Wildschwein ist in aller Regel friedlicher als ein Rottweiler auf dem Spielplatz.



geschrieben von: Gezeichneter

Alle Jäger sind Mörder. *Heul*

:)



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Ja so eine Begegnung hatte ich mal...süße Frischlinge kreuzten meine Weg, zum Entzücken meiner Begleitung. Die konnte garnicht verstehen warum ich plötzlich mit der Vektor im Anschlag langsam den Rückwärtsgang einlegte.

siehste, du hast die sprache der tiere verstanden, lederstrumpf. deine begleiterin und die bache hätten glatt aneinander vorbeigeredet und dann wärs zickig geworden. lassen wir diese geschichte mal auf uns wirken...

:D



das mit der vektor und waldspaziergang in weiblicher begleitung macht mich ein klitzekleinwenig neugierig



geschrieben von: LJohnson

Nch mall zu ,,Tiere seien primitiv". Welche Spezies rottet den hier alle anderen Spezie aus? Welche Spezies vernichtet den Lebensraum anderer Spezien? Welche Spezies vernichtet einen ganzen Planeten von innen? Die Tiere sicher nicht!



geschrieben von: Nix

Und welche Spezies hat schon Vertreter, die sich ihrer eigenen Primitivität nicht etwa schämen, sondern sich an der Primitivität ihrer eigenen Speziesgenossen am primitiven Computer im primitiven Forum vier Monate nach dem letzten Post auch noch aufgeilen?
- Tiere ganz sicher nicht.

Siehst Du.

Und überhaupt.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von LJohnson
Nch mall zu ,,Tiere seien primitiv". Welche Spezies rottet den hier alle anderen Spezie aus? Welche Spezies vernichtet den Lebensraum anderer Spezien? Welche Spezies vernichtet einen ganzen Planeten von innen? Die Tiere sicher nicht!


Richtig. Weil sie zu primitiv dafür sind.



geschrieben von: Cagliostro

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Richtig. Weil sie zu primitiv dafür sind.


Ein von der Wissenschaftsmafia und der Axiomenindustrie betrunkener Rationalist wie du hat - meiner Meinung nach - in einem philosophischen Thread eher wenig zu suchen.
Die Teilnahme an, für dich ungeeigneten Foren kann ich dir natürlich nicht verbieten, aber mehr Demut und Selbstbescheidenheit würde dir manchmal durchaus ganz gut tun.

Woher weisst du, dass sie zu primitiv dazu sind?



geschrieben von: StandAloneKmplx

Ich hab das hier mal gelesen und vorerst zwei Dinge dazu zu sagen.

1. Es gibt eine Gorilladame, names Koko, die 2000 englische Wortbegriffe und mehr als tausend Bedeutungen der amerikanisch Gebaerdensprache beherrscht...

2. Es gibt ein schoenes chinesiches Sprichwort oder besser eine kurze Geschichte, die ich sinngemaess wiedergeben will:

Die beiden Chinesen stehen auf einer kleine Bruecke un dschauen den Goldfischen zu, wie sie im Wasser umherschwimmen. Da sagt der eine: " So gluecklich moechte ich gerne mal sein. Sieh wie froh die Fische sind!" Darauf der Andere: " Du bist kein Fisch, wie kannst du wissen, dass er sich freut?" " Und du bist nicht ich! Wie kannst du wissen, dass ich es nicht weiss?"

Demnach duerfte es muessig sein, ohne ein Tier gefragt zu haben ueber seinen Willen, oder Unwillen zu diskutieren. Oder? Es ist ja nicht so, als sei dies neu. Es wird seit fast einem Jahrhundert ueber das fuer und wider einer Art Menschenwuerde fuer Affen geredet. Bisher im Uebrigen ohne Erfolg, weil staendig gestritten wird, wo diese Wuerde denn beginnt und nach welchem Kriterium man sie zuweisen darf.
Ein utilitaristisches Tierrecht duerfte selbst unter ausgeschriebenen Tierschuetzern zu einem Problem werden, denn es wuerde legitimieren, dass ein Tier zum ueberleben einen Menschen reisst. Eine Relation in der Richtbarkeit der Tiere zum Menschen ist somit offensichtlich nicht gegeben.
Das Warum dazu ist sicherlich ein anderes Thema...



geschrieben von: Cash

Ich denke "Verhandlungen" zwischen Tieren und Menschen kann es nie auf einem so hohen Niveau geben, auf welchem Macht und geistige Überlegenheit sich nicht negativ auf das Tier auswirken.
Ich meine, hier reden teilweise Leute von den tollen Fähigkeiten spezieller Tiere. Irgendeine Gorilladame namens Koko die 2000 Wörter kann.. öhm, schön. Kluges Tier. Aber darum geht's ja nicht.
Wahrscheinlich findet man den Hauptgrund für das "Problem" schlichterweise im unterschiedlichen moralischen Denken/Handeln der beiden Lebewesen. Der geistig überlegene (keineswegs moralisch überlegene!) Mensch steht in Beziehungen zu Tieren, welche doch meistens auf Begriffen wie Kontrolle, Unterhaltung oder Nutzen basieren. Tiere hingegen nehmen (zwangsläufig) die ihnen von den Menschen gegebenen Rollen an und sind nicht in der Lage den Spieß umzudrehen, weil ihre (vllt sogar moralische) Denkstruktur diese Option nicht beinhaltet. (Okay, eventuell bringt jemand jetzt Beispiele, wo es doch mal vorkommt, dass ein Tier einen Menschen irgendwie unterjocht oder so... aber das sind Einzelfälle)
Ich denke, die moralische Unreinheit der Menschen, welche übrigens in meinen Augen keine normale Gegebenheit im Sinne einer höheren Handlungsebene aufgrund höherer geistiger Fähigkeit ist, ist einfach nicht mit der moralischen Reinheit eines Tieres (jaja, der meisten Tiere) vereinbar.



geschrieben von: Scheol

Ich glaube nicht das Tiere mit uns verhandeln würden weil der Mensch zu blöde ist die Tragweite dieser Verhandlungen zu verstehen. Das schafft er ja nichtmal unter Artgenossen.



geschrieben von: Cash

Zitat:
Ich glaube nicht das Tiere mit uns verhandeln würden weil der Mensch zu blöde ist die Tragweite dieser Verhandlungen zu verstehen. Das schafft er ja nichtmal unter Artgenossen.


:confused: ...Möchtest du das noch irgendwie erklären? Wenigstens ansatzweise...



geschrieben von: Scheol

@Cash

Schau dir die Weltpolitik an und sage mir wieviele "Verträge" eingehalten werden wenn's drauf ankommt. Nur zur Info:

Der Iran hat vom Westen zugesichert bekommen das er Uran anreichern darf für Atomenergie. Und das ist Vertraglich geregelt worden. Nur leider interessiert es keinen mehr weil die Interessen sich gewendet haben.

Wenn Tiere mit uns verhandeln könnten würden sie dabei ehrlich sein. Kennst du ein Tier das lügt? Wenn mein Hund sich "einschleimen" kommt ist jede Sekunde klar das er was zum futtern will :D

Die Angelegenheit ist klar. Der Mensch jedoch "scheint" mehr als das er glänzt. Und ich glaube, das Tiere das wissen würden.

Ansonsten gibt es soviele Arten, die müssten nicht mit uns verhandeln. Wenn man sich allgemein verständigen könnte würde der Mensch nicht einmal gefragt werden. Genau aus dem Grund, sie wüssten einfach das der Mensch nicht in der Lage ist Verträge einzuhalten da die Gier zu groß ist.

Und ein Vertragsbruch mit Tieren könnte schlimme Folgen haben. Die kennen keine Wirtschaftssanktionen ;)

Nur ist der Mensch bereit jedes Risiko einzugehen weil er permanent Angst hat zu kurz zukommen. Die meisten kriege entstehen doch durch das allbekannte "MEINS".



geschrieben von: Ark

Hei,
Es stellt sich doch nicht die Frage, welches Lebewesen nun die qualitativ besseren kognitiven Fähigkeiten besitzt, sondern ob sie leiden können ("seelisch", als auch körperlich).
Ein Stück Holz kann kein Schmerz empfinden, da es kein Nervensystem besitzt. Demnach kann das Stück Holz auch kein Interesse daran haben, nicht mit einer Axt zerhackt zu werden. Schweine, Rinder, Hühner etc. haben sehr wohl ein Interesse daran, nicht gequält zu werden. Der Mensch hat ebenfalls ein Interesse daran, nicht gequält zu werden. Der Punkt ist: Der vom Menschen empfundene Schmerz ist genauso Schlimm, wie der Schmerz den Schweine, Rinder etc. empfinden.
Manche schwerstbehinderte Menschen sind auf dem selben "kognitiven Level" wie manche Tiere. Verlieren sie dadurch etwa das "Lebensrecht" oder mindert dies ihr "Lebenswert". Dem menschlichen Verhalten nach zu Urteilen könnten schwerstbehinderte Menschen genauso abgeschlachtet werden wie die Tiere. Hierbei wird deutlich, dass die kognitiven Fähigkeiten bei der Bewertung von Leben ja wohl kaum eine Rolle spielen.
Vielmehr spielt die "Rassenzugehörigkeit" eine Rolle. Menschen töten in der Regel keine Menschen, weil sie Artgenossen sind, die selbe Sprache sprechen (also auch miteinander kommunizieren können) und sich "vertraut sind". Ebenso töten die meisten Tierarten ihre Artgenossen nicht (außer in Konfliktsituationen, Krieg etc., aber dass ist beim Menschen je nicht anders). Es ist noch nicht lange her, als Menschen noch (oder immernoch) aufgrund rassischer Unterschiede andere Menschen versklavt und getötet haben (Bsp: Sklaverei in Amerika, Nationalsozialismus ...). Auch Rassismus genannt.
Tiere werden ebenso aufgrund rassischer Unterschiede gequält und getötet. Der heutige Umgang mit Tieren ist purer Rassismus, nichts anderes. Gestern waren es die Juden an denen rumexperimentiert wurde, die willkürlich vergast wurden, heute sind es die Tiere. Innerhalb von 6 Jahren wurden ca. 6 Mio Juden, Homosexuelle etc. getötet. Jährlich werden mehr als 50 Milliarden Tiere geschlachtet (http://www.upc-online.org/slaughter/92704stats.htm)(es stinkt nach Doppelmoral: Die meisten Menschen heutzutage "bekämpfen/ sind gegen" Rassismus, praktizieren ihn jedoch selbst).
Fleisch ist für ein gesundes und langes leben nicht notwendig! Das Endprodukt Fleisch hat nur etwa 10% des Nährwertes der ursprünglich an die Tiere verfütterten Nahrung. Fleisch ist für den Menschen also weder notwendig, noch effizient in der Nahrungsproduktion. Zudem verursacht die Massentierhaltung rund 18% der Treibhausgas-Emissionen weltweit, ist deshalb auch noch extrem Umweltschädlich. Fleisch ist also ein reiner Luxusartikel, der Milliarden tote Lebewesen fordert, auch Menschen.
Viele Menschen argumentieren, es sei evolutionsbedingt natürlich als Mensch Fleisch zu konsumieren. Dies würde zutreffen, wenn der Mensch Fleisch aus Überlebensgründen konsumieren würde. Die Massentierhaltung von heute und das Fleisch als Luxusgut hat damit aber nichts mehr zu tun.
Alle Argumente hin oder her, es wird sich sowieso nichts ändern. Manchen Menschen schmeckt Fleisch einfach "zu gut", als das sie bereit wären darauf zu verzichten. Und so geht der Holocaust eben weiter...



geschrieben von: Mrs. Spookiness

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Das scheitert wohl an den sprachlichen Fähigkeiten der Tiere. Überhaupt denke ich, dass das konzeptionelle und abstrakte Denken der Tiere zu primitiv ist, als dass Tiere langfristige Pläne schmieden oder gar Verträge eingehen könnten.


Tatsache, aber niemals ein Fixpunkt, an dem man festmachen darf.

Dass Tiere diese Fähigkeiten und Abstraktionsmöglichkeiten nicht im Ausmaße eines Menschen besitzen ist umfassend bewiesen und geklärt.

Wichtig ist: man darf es im Bezug zu einer "Rechteklärung" mit der Tierwelt nicht zulassen, dass eine Person sich darauf bezieht und davon einen Grundumriss gültig macht. Im Vordergrund muss stehen, dass Tiere Lebewesen sind wie wir, die ebenso wie wir ein Recht haben zu leben und zwar in einem ihnen entsprechenden Umfeld, unter ihnen entsprechenden Umständen.

In einer Welt mit vielen verschiedenen Gattungen und Lebewesen erscheint es logisch, Kompromisse einzugehen. Das Problem ist, dass der Mensch an seiner Gier erstickt (Mensch in dem Bezug v.a. die 1. Welt Bevölkerung = wir) und ohne Unterlass die Tiere/die Natur Kompromisse eingehen MUSS, damit homo sapiens seinen Willen durchsetzen kann.

Ergo: die Verhandlung würde damit enden, dass ständige Forderungen und Weigerungen seitens der Menschenfraktion die Tiergeister in Bedrängnis bringen würden, ihnen würden beispielhafte Ansprüche ihrerseits in den Mund gesteckt, die nichts mehr mit der Realität zu tun haben und nach der Verhandlung würden die Geister gefangen und in einem Zoo ausgestellt werden.



geschrieben von: Mrs. Spookiness

Btw: scheol hat Recht; eine Verhandlung mit Menschen wäre den Tieren zu primitiv.





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