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geschrieben von TrashNoir
Ob sich neue Kapazitäten ergäben, wenn sich Menschen als Kollektiv betrachten könnten, in welchem der Einzelne keine wichtigere Rolle spielen will, weil es ihm nicht um seine eigene Hervorhebung, sondern weil es ihm um die Weiterentwicklung der Gruppe "Meschen" geht?
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geschrieben von TrashNoir
Jeder Hinz jeder Kunz kann sich als Wissenschaftler ausgeben und doch nur noch mehr Verwirrung ins bereits vorhandene Chaos gießen. Medien, Internet verhelfen jedem einzelnen, der sich und seine Meinung hervor tun und verkaufen will. Alles steht gleichsam nebeneinander. Ob schlau ob dumm, ob wahr oder unwahr. Ist das Chaos der Unstruktur nun ins Unendliche Gewachsen? Wie Ruhe und Struktur finden? Gibt es einen Weg durch den Dschungel dieser sich wiederholenden, widerlegenden, sinnlosen und sinnvollen Informationsflut?
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geschrieben von TrashNoir
Was machen die Menschen damit? Haben sie je etwas damit gemacht?
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"Erwäge beständig, daß alles, wie es jetzt ist, auch ehemals war, und daß es immer so sein wird. Stelle dir alle die gleichartigen Schauspiele und Auftritte, die du aus deiner eigenen Erfahrung oder aus der Geschichte kennst, vor Augen, zum Beispiel den ganzen Hof Hadrians, den ganzen Hof Antonins, den ganzen Hof Phillips, Alexanders, des Krösus. Überall dasselbe Schauspiel, nur von anderen Personen aufgeführt."
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Vielleicht wirkt die Gedankenhäufung in dieser Welt so chaotisch, weil die meisten einzelnen Menschen mit ihren Gedankenäußerungen auf sich aufmerksam machen wollen.
Es geht ihnen um eine Anerkennung und Hervorhebung ihres eigenen Wertes vor sich selbst.
Zitat:
Jeder Hinz jeder Kunz kann sich als Wissenschaftler ausgeben und doch nur noch mehr Verwirrung ins bereits vorhandene Chaos gießen.
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Was machen die Menschen damit? Haben sie je etwas damit gemacht? Welche Entwicklungen könnte die Menschheit anstreben? Oder ist sie dazu verdammt, sich nur ständig selbst zu reproduzieren, schlimmstenfalls zu verblöden?
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Original geschrieben von Elementarsatz
[B]Da hat der verehrte Marcus Aurelius sich geirrt. Die Welt verändert sich. Das zyklische Weltbild der Antike ist spätestens seit der Neuzeit nicht mehr aufrechtzuerhalten, denn dass sich unsere Lebensverhältnisse und unser Wissen in den letzten Jahrhunderten grundlegend und irreversibel geändert haben, kann niemand bestreiten.
Zitat:
Die Welt verändert sich insofern, alsdass es zu Marc Aurels Zeiten noch keine Autos gab - man könnte darin einen Fortschritt sehen -sofern man bereit ist, ausser acht zu lassen, dass Autos wertvolle Ressourcen weitgehend nutzlos vergeuden und nichts als Müll zumeist auf Kosten der armen Länder produzieren...
Zitat:
Er lag aber - ähnlich wie Oswald Spengler im 20 Jahrhundert - dahingehend richtig, dass es dieses zyklische Schema, die "ewige Wiederkehr des Gleichen" in gewissen Grundaspekten aller menschlichen Kulturen und von Menschen bislang erdachter Sozialsysteme gab und gibt, wie z.B. die Grundeinteilung der Gesellschaft in herrschende und dienende Klassen, bzw. "Herren" und "Sklaven" als überall wiederzuerkennendem Schema, sobald eine Gesellschaft erst einmal aus dem "primitiven" Frühstadium heraustritt in das der "Kultur"..
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Ob sich neue Kapazitäten ergäben, wenn sich Menschen als Kollektiv betrachten könnten, in welchem der Einzelne keine wichtigere Rolle spielen will, weil es ihm nicht um seine eigene Hervorhebung, sondern weil es ihm um die Weiterentwicklung der Gruppe "Meschen" geht?
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Ist das Chaos der Unstruktur nun ins Unendliche Gewachsen? Wie Ruhe und Struktur finden? Gibt es einen Weg durch den Dschungel dieser sich wiederholenden, widerlegenden, sinnlosen und sinnvollen Informationsflut?
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Oder ist sie dazu verdammt, sich nur ständig selbst zu reproduzieren, schlimmstenfalls zu verblöden?
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Original geschrieben von Elementarsatz
[B]Das sehe ich anders.
Davon abgesehen beschränkt sich der Fortschritt ja nicht auf die Technologie. Auch die wissenschaftlichen Beschreibungen der Welt sind reifer als vor 2000 Jahren. Man müsste einen totalen Wahrheitsrelativismus vertreten, um das zu leugnen.
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Original geschrieben von Xenomorph
Fortschritt in Wissenschaft und Technik lasse ich als Faktum gelten, da das kaum zu widerlegen ist - doch intellektuelle - und erst recht emotionale Reife - um mal einen anderen, geeigneteren Begriff zu wählen - sie hat der Mensch trotz aller Weiterentwicklungen des Denkens auf dem Gebiet der Wissenschaft nicht erlangt...Kriege sind heute noch genauso schmutzig und grausam und von niederen Beweggründen geleitet wie ehedem...die dafür angeführten Gründe sind heute sogar sehr viel verlogener als damals...die Kriege der Makedonier, Spartaner und Römer waren wenigstens noch ehrlich im Vergleich zu den vorgeschobenen, verlogenen Motiven von heute...wie z.B. der "Demokratie", dem "Existenzrecht Israels", dem "Krieg gegen den Terrorismus" und anderem Verblödungsgeschwafel der westlichen Politiker, das dazu dient, genau die gleichen Motive wie zu allen Zeiten zu verbergen: das Streben nach Expansion, Gebietserweiterung, Aneignung von Lebensraum zu Lasten sozial und technnologisch schwächerer Völker...siehe spanische Konquista, Hernando Cortez und Azteken - dasselbe Denken in neuem Gewand - insofern kann durchaus von einem zyklischen Ablauf die Rede sein, da eben gewisse Phänomene wie z.B. Kriege, sich doch zu allen Zeiten und in verschiedenen Kulturen/Kulturepochen sehr stark ähneln, was das dahinterstehende Denken betrifft, wenn auch nicht unbedingt die Mittel und Methoden zu seiner Umsetzung...
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richtig, dass sich die "Moral" der Menschen, wenn auch nur wenig, verbessert hat. Die französische Revolution ist vileicht kein so gutes Beispiel, da dabei der Absolutismuss, nur durch die Jakobiener Schreckensherrschaft ausgestauscht wurde, die ihre eigenen fortschrittlichen Moralvorstellungen gelassen ignoriert haben.
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Das unter den vielen Toten auch Unschuldige dabei waren ist sogar ziemlich sicher so viele Tausende wie sie hingerichtet haben, aber ist das den Preis Wert???
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Und vergleichsweise ist die franz. Revolution eine äusterst verheerende Willkürherrschaft für das Volk gewesen. Die fatalen Zustände vor der Rev. haben sich währenddessen nicht gebessert, sondern sogar eher verschlechtert, dazu kommen noch Krieg und die bereits angesprochene Willkürherrschaft in Frankreich selbst.
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Original geschrieben von Elementarsatz
Wie gesagt: Dass die französische Revolution ab ca 91 verunglückt ist, wird niemand bestreiten.
Trotzdem war ihre Intention gerechtfertigt und ihre langfristigen Folgen waren segensreich. Niemand, dem der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat etwas bedeute, kann sich wünschen, sie hätte besser nicht stattgefunden. Daher trinke ich auch als Nichtfranzose am 14. Juli einen Becher Wein auf die Revolution. :)
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Was machen die Menschen damit? Haben sie je etwas damit gemacht? Welche Entwicklungen könnte die Menschheit anstreben? Oder ist sie dazu verdammt, sich nur ständig selbst zu reproduzieren, schlimmstenfalls zu verblöden?
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Original geschrieben von Seneca
Ich erlaube mir zudem hier anzumerken, dass meiner Meinung nach, der heutige Parlamentarismus eine Erfindung der Engländer aus dem 13 Jhdt. ist. England, nicht Frankreich wurde somit spätestens mit der Gründung des "House of Commons" im 16. Jhdt. zur Wiege von dem was man heute "Demokratie" nennt. Das was in Frankreich im 18. Jdht. begann führte eher ohne große Umwege zum Kommunismus sowjetischer Ausprägung.
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Original geschrieben von Elementarsatz
Man kann sich immer streiten, wo genau eine Bewegung ihren Anfang genommen hat. Und natürlich wurde der freiheitlich-demokratische Gedanke nicht schlagartig mit der französischen Revolution erfunden. Im Gegensatz zu dir würde ich die Ursache allerdings eher in dem Gedankengut der Aufklärer suchen, und weniger in altenglischen Gesetzestexten.
In jedem Fall war die Revolution ein Durchbruch und ein Multiplikator. Ohne sie wäre Europa nie so nachhaltig mit emanzipatorischen Ideen und bürgerlichem Selbstbewusstsein infiziert worden. Die Revolutionen von 48 und alles weitere wäre ohne die große französische nicht denkbar.
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Dein "bürgerlichees Selbstbewusstsein" als Folge der Aufklärung hat geradewegs und ohne große Umschweife zu den beiden Weltkriegen des 20 Jahrhunderts geführt -
Zitat:
Die imperialistische Bourgeosie allerdings hat den Imperialismus mit der schicken neuen Worthülse bemäntelt, unter der er noch heute verschleiert ist, dem der "Demokratie"...jawohl, "Demokratie" im modernen, seit der französischen Aufklärung gebräuchlichen Sinne ist lediglich ein euphemistisches Synonym für das eine: den westlichen IMPERIALISMUS kapitalistischer Ausprägung...
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Original geschrieben von Elementarsatz
Die beiden Weltkriege waren die moderne industrielle Steigerung von Kriegen, wie es sie immer gegeben hat. Gemessen an der Bevölkerung starben im dreißigjährigen Krieg übrigens mehr Menschen als im zweiten Weltkrieg.
Dass es aber heute in Europa erstmals viele Menschen gibt, die Kriege als gewöhnliches Mittel der Außenpolitik ablehnen - das ist eine Frucht der Aufklärung.
Stichwort "Worthülsen" ... ;)
Zitat:
Im 30jährigen starben die meisten Menschen an Entbehrungen oder an Hunger oder an seltsamen Krankheiten, die auftragen wegen des schlechten Ernährungszustandes.
Bedauerlich zwar, aber wenn man so will tolerabel.
Zitat:
1865/Bürgerkrieg in den USA, praktisch der erste mechanisch-industrielle Krieg.
Das Phänomen, dass Menschen planmässig vernichtet werden sollten, tauchte zum ersten Mal auf, bisher ein Menschheitstrauma.
Übrigens stark mit dabei, die europäischen Mächte.
Deutlich wird das dann im I.WK mit dem Gaskrieg.
Der II.WK war eine Art Weltanschauungskrieg, inklusive Holokaust, die endzeitliche Steigerung aller Industrieperversion.
Das Töten von Menschen am Fliessband ist eine Erfindung der neueren Neuzeit, um es mal doof zu formulieren.
Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Glaub mal nicht, dass die antiken Kriege weniger grausam waren als die neuzeitlichen. Es war nur alles ein bisschen mühsamer - auch das Töten.
Die moderne (Waffen)technologie ermöglicht nur eine effektivere Umsetzung der kriegerischen Ambitionen, die es schon immer gegeben hat. Das hat nichts mit dem Gedankengut der Aufklärung zu tun.
Zitat:
Ganz genau - es hat rein gar nichts damit zu tun - weil die Aufklärung alles nur erdenkliche gewesen sein mag - doch eines war sie mit absoluter Sicherheit nicht: Eine Antikriegsbewegung, die im organisierten Massenmord eine Fehlentwicklung erkannte...denn das war mitnichten der Fall, die Aufklärung trat auch in keinster Weise für Gewaltverzicht ein...