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Zitat:
Original geschrieben von Philon
... warum eine rhythmische Sequenz schön empfunden wird und was ist das, das Musik schön macht, unbeachtet des Geschmackssinns und des Stilgefühls bzw. des Kunstverständnis?
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Original geschrieben von Philon
[B]... allerdings sie beschreiben die Wirkung und nicht die Ursache bzw. den Ursprung, warum Musik schön ist. Dazu kommt die Frage, warum Musik evolutionstechnisch entstanden ist bzw. „überlebt“ hat.
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Die zweite Frage betrifft die Rhythmen und die Töne der Musik also ihre Struktur, denn sie bestimmt, was als schön oder grausam empfunden wird. „Es ist individuell“ könnte jemand behaupten, dennoch ist dies nur eine Folge, denn die Evolution hat gezeigt, dass Schönheit, Ästhetik, etc. einen Anfang hatten.
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Der Beweis liefert die Tatsache, dass jeder Mensch die Sonne, Sternen, einen blauen Himmel oder Naturlandschaften als schön empfindet, da sie mit den Lebensbedingungen und der Umwelt der früheren Menschen verbunden sind.
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Musik muß nicht immer schön sein, ist nicht nur Hörgenuß, sondern dient u. a. als Ausdrucksmittel oder Botschaft oder bei schamanischen Ritualen z. B. als Hilfsmittel zur Reise in die Anderswelt, bei Kriegszügen als Mutmacher, als Ansporn, Musik ist auch Zweck. Letztendlich tut Musik - egal welchem Zweck sie dienen soll - jedoch nur dann ihre Wirkung, wenn Gleichklang mit unserem inneren Wesen besteht, wir uns durch sie angesprochen fühlen.
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Warum Musik evolutionstechnisch entstanden ist? Genausogut könntest Du fragen, warum Sprache evolutionstechnisch entstanden ist . Beides dient der Verständigung und es besteht ja zumeist der Wunsch nach Verständigung, das liegt wohl in der Natur des Menschen. Musik ist eine andere Form von Sprache und doch auch sehr viel mehr. Überlebt hat sie vielleicht deswegen, weil sie ansprechend war und noch immer ist, gehaltvoll ist und berührt.
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Dieser "jemand" bin u. a. ich und stelle in den Raum, daß es sehr individuell ist, ob wir Musik als schön empfinden. Das hat m. E. mit Evolution nichts zu tun, denn die Schönheit von Musik liegt im Ohr des Hörers. Was für den einen den reinsten Ohrenschmaus bedeutet, kann für einen anderen Terror für's Gehör bedeuten. Zudem gibt es auch Menschen, die mit Musik überhaupt garnichts anfangen können. Und nu? Ist an letzteren die Evolution spurlos vorübergegangen?
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Dem widerspreche ich, meine Wenigkeit liebt z. B. Regen, Nebel und wolkenverhangenen Himmel. Manchen Menschen sind auch Naturlandschaften ziemlich egal, sie würden sie lieber betonieren und grün anstreichen. Schön wäre, wenn es so wäre, wie Du es geschrieben hast, denn dann würde es wohl keine Umweltzerstörung geben. Ich sehe in der von Dir geäußerten "Tatsache" somit in keinster Weise einen Beweis ... Beweise sind letztendlich alles nur Vermutungen/Interpretationen, denn was heute als Wahrheit/Beweis gilt, kann morgen längst Schnee von gestern sein.
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Original geschrieben von Philon
Hier ein sehr klares Nein. Warum und wie Sprache entstand, da braucht man einfach nach Sprache und Evolution zu googeln. Bei Musik hat man es nicht so einfach! Der Ursprung der Sprache ist die komplexe Informationsweitergabe. Zur Musik sagt Wikipedia: Manche Wissenschaftler sehen die Ursprünge der Musik daher als eine kommunikative Anpassung an das Leben in größeren sozialen Gruppen. Andere wie Geoffrey F. Miller dagegen vermuten, dass es sich bei der Musikalität des Menschen um ein Merkmal handelt, dass sich hauptsächlich durch Sexuelle Selektion entwickelt hat. Neue Ansätze gehen davon aus, dass beide Faktoren eine Rolle gespielt haben.
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Original geschrieben von Philon
Da muss ich dich wieder enttäuschen. Du meinst etwas Anderes. Musik ist die Kategorie bzw. die Klasse. Tier ist ebenfalls eine Klasse. Ob man den Eisbär Knut schön findet und eine Spinne als hässlich bezeichnet, das ändert nichts an der Tatsache, dass Tiere schön sind! Und alle Menschen können mit Tieren was anfangen, genauso wie sie es mit Musik tun können. Ein Musikempfinden ist schon angeboren. Man darf nicht Musikempfinden mit Musikalität verwechseln.
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Original geschrieben von Philon
Definitiv falsch! Ich liebe auch Regen und Wolken, aber ich finde die Sonne dennoch schön und nicht hässlich. Ich schlage dir ein kleines Experiment vor. Stell deinen Freunden und Bekannten die folgende Frage: es gibt zwei Welten, eine wo nur die Sonne scheint und der Himmel Blau ist, und eine wo der Himmel immer bedeckt und grau ist. Für welche würden sie sich entscheiden? Wenn einer sich für die graue Welt entscheidet, dann hat er Depressionen!
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Kleine Anmerkung. Du lässt sich viel zu viel von deiner weiblichen Natur leiten!
Zitat:
Was hat das mit dem Geschlecht zu tun? Also ich kann aus ÂmeNoir(s) Antwort nicht ihr/ sein Geschlecht ableiten, will ich auch nicht, ist auch nicht von Bedeutung.
Zitat:
Original geschrieben von Philon
[B]Aber deshalb ist sie schön. Schön ist der Oberbegriff hier. Egal zu welchem Zweck, die Attraktivität der Musik verrät dass sie schön bzw. gut ist. Wenn ich Musik nicht gut finde, dann nutze ich sie nicht als Ansporn, Motivation, Beruhigung.
Um es zu verdeutlichen gehe ich gern einen Schritt weiter. Medizinisch betrachtet, ist das Belohnungssystem in unserem Gehirn dafür verantwortlich, ob wir etwas als schön (gut, attraktiv, etc.) wahrnehmen, empfinden. Alles was uns anspricht bzw. gefällt, steht mit den „Glückshormonen“ wie z.B. Dopamin in Verbindung und alles was uns nicht gefällt, nicht schmeckt, etc. hat mit den Stresshormonen wie Adrenocorticotropin z.B. zu tun. Ein PET-Scan z.B. kann genau den Unterschied im Gehirn zeigen, wann der Mensch Gefallen oder Nicht-Gefallen empfindet.
Zitat:
Dass wir uns durch die Musik angesprochen fühlen, dass sie als Ansporn, Mutmacher, etc. dienlich ist, das ist immer noch die Wirkung, nicht die Ursache. Übrigens Drogen dienen auch als Hilfsmittel zur Reise in andere Welten, als Mutmacher, Motivator etc. Das Prinzip ist dennoch das Gleiche!
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Hier ein sehr klares Nein. Warum und wie Sprache entstand, da braucht man einfach nach Sprache und Evolution zu googeln. Bei Musik hat man es nicht so einfach! Der Ursprung der Sprache ist die komplexe Informationsweitergabe. Zur Musik sagt Wikipedia: Manche Wissenschaftler sehen die Ursprünge der Musik daher als eine kommunikative Anpassung an das Leben in größeren sozialen Gruppen. Andere wie Geoffrey F. Miller dagegen vermuten, dass es sich bei der Musikalität des Menschen um ein Merkmal handelt, dass sich hauptsächlich durch Sexuelle Selektion entwickelt hat. Neue Ansätze gehen davon aus, dass beide Faktoren eine Rolle gespielt haben.
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Und alle Menschen können mit Tieren was anfangen, genauso wie sie es mit Musik tun können. Ein Musikempfinden ist schon angeboren. Man darf nicht Musikempfinden mit Musikalität verwechseln.
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Definitiv falsch! Ich liebe auch Regen und Wolken, aber ich finde die Sonne dennoch schön und nicht hässlich. Ich schlage dir ein kleines Experiment vor. Stell deinen Freunden und Bekannten die folgende Frage: es gibt zwei Welten, eine wo nur die Sonne scheint und der Himmel Blau ist, und eine wo der Himmel immer bedeckt und grau ist. Für welche würden sie sich entscheiden? Wenn einer sich für die graue Welt entscheidet, dann hat er Depressionen!
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Dass ich etwas als schön, gut, positiv, etc. betrachtet, impliziert keineswegs ein moralisches, ethisches oder wie auch immer Handeln. Ich zerstöre meine Umwelt, nicht weil ich sie schön oder hässlich finde sondern weil ich Profit daraus schlagen will.
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Kleine Anmerkung. Du lässt sich viel zu viel von deiner weiblichen Natur leiten!
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Original geschrieben von Philon
Da Zufälle seltene Ereignisse sind, glaube ich nicht daran, dass dein Auftritt gerade ein Zufall ist. Vielmehr vermute ich dass du ihr nah stehst oder du bist einfach sie, also ÂmeNoir und benutzt gerade einen zweiten Nick. Denn das ist eine rationale Erklärung zu der Tatsache, dass deine Ausführung einen Gegenangriff offenbart, so zu sagen. Nur die große Frage hier ist, warum gerade diese Reaktion ausgelöst wird. Erstens, ich hatte nicht vor, jemanden anzugreifen und zweitens, ich spreche die Sprache der Wissenschaft und suche Antworte die auf empirisches Wissen und Rationalität basieren. Das nennt man kritischen Rationalismus.
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Original geschrieben von Philon
Den Rest deiner Ausführung kann ich bei bestem Willen nicht ernst nehmen, da sie keine wissenschaftliche und rationale Basis hat. Auch einer der wenig Ahnung hat, ist mindestens in der Lage, Informationen aus der Wikipedia zu holen, zwecks Weiterbildung. Da du es anscheinend nicht getan hast und deine Meinung als Wahrheit hinstellen möchtest, das ist einerseits dein gutes Recht, dennoch nehme ich Wikipedia mehr ernst als dich, da sie mir Wissen und keine Meinung liefert.
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Ob man den Eisbär Knut schön findet und eine Spinne als hässlich bezeichnet, das ändert nichts an der Tatsache, dass Tiere schön sind!
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Original geschrieben von Philon
Was ich hier allerdings bemerkenswert finde, ist deine Reaktion zum Geschlecht. Weibliche Intuition, Emotionalität etc. sind keine Defizite, sie sind nur fehl am Platz, wenn es darum geht rational zu argumentieren.
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Was möchtest Du hier lesen? Ich nehme an Bestätigung Deiner eigenen Einstellung/Meinung? Interessiert es Dich denn wirklich, was andere User zum Thema beizutragen haben? Interessieren Dich andere Einstellungen?
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Ist Ursache und Wirkung nicht eines?
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Du beantwortest Dir Deine Fragen doch bereits selbst, warum fragst Du sie eigentlich?
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Es gibt Menschen, die keine Tiere mögen, genauso wie Menschen, die Musik absolut nicht abhaben können. Letzteres hat mit Musikalität m. E. wenig bis nichts zu tun. Wie kommst Du auf ALLE?
Mag sein, daß es Dir falsch erscheint, ist auch Dein gutes Recht. Ich finde jedoch, Du urteilst sehr schnell und scherst alle über einen Kamm. Kennst Du denn ALLE Menschen, deren Einstellungen und Empfindungen? Vielleicht gehst Du zu sehr von Deinen eigenen Empfindungen aus - nehme ich an - und nimmst diese als Maßstab. Die Depressionen sind also Deine logische Schlußfolgerung daraus, daß jemand die Sonne nicht mag? Du wirst es vielleicht nicht glauben aber in meinem Bekanntenkreis gibt es durchaus den ein oder anderen, der die Sonne und blauen Himmel nicht mag, ohne daß derjenige depressiv wäre. Sonne ist für Manchen lediglich ein notwendiges Übel, genauso wie für mich.
Zitat:
Original geschrieben von Ark
Zuersteinmal bin ich genausowenig "Wissenschaftler" wie du, zudem ist dies kein "wissenschaftliches" Forum, in dem sich nur Professoren, Doktoren, Nerds etc. rumtreiben. Zudem bin ich bestrebt, mich meines eigenen Verstandes zu bedienen, eigene Gedanken/ Theorien zu entwickeln und nicht irgendwelchen pseudowissenschaftlichen Kram aus der Wikipedia zu zitieren. Ab wann sind denn Gedanken/ Philosophien (oder wie man es auch immer nennen mag) eigentlich wissenschaftlich?
Zitat:
So etwas bestimmt nicht (und mancher Rest deines Beitrags ebenfalls nicht):
Zudem hätte ich mich gefreut, wenn du auf meinen Beitrag eingegangen wärst (inhaltlich), meine Fragen beantwortet hättest oder meine Kritik an deinem Beitrag klargestellt hättest. Wenn du meinen Beitrag inhaltlich scheiße findest, dann widerlege doch meine Gedanken/ Annahmen und bringe Gegenargumente und nicht ein: "Den Rest deiner Ausführung kann ich bei bestem Willen nicht ernst nehmen, da sie keine wissenschaftliche und rationale Basis hat" <-- Das ist nämlich sehr schwach.
[/B]
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Wissen wird nicht von Meinungen begründet sondern durch Empirie, Logik und Rationalität. Musik ist kein mystisches bzw. metaphysisches Phänomen, daher kommt nur Wissenschaft bzw. Wissen in Frage. Daher verstehe ich deine Auffassung nicht. Wissen ist Wissen und keine Bemühung zur Rechthaberei.
Zitat:
Tja, da ich in der Hinsicht keine Meinung haben möchte, nehme ich das, was man Wissen nennt: http://de.wikipedia.org/wiki/Kausalit%C3%A4t
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Dann empfehle ich dir, dich mit der Evolutionstheorie zu befassen. Denn sie erklärt auch warum solche Dinge z.B. entstanden sind: http://de.wikipedia.org/wiki/Max_L%...cher-Testfarben
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Musik ist kein mystisches bzw. metaphysisches Phänomen, daher kommt nur Wissenschaft bzw. Wissen in Frage
Zitat:
Original geschrieben von ÂmeNoir
Wissen und Wissenschaft wird dann zur Rechthaberei, wenn nebenher nichts anderes Gültigkeit haben darf. Nur weil Du meine Auffassung nicht verstehst, bedeutet das ja noch lange nicht, daß sie "Humbug" ist :).
Empirie, Logik und Rationalität sind also Deiner Ansicht nach keine Meinungen? Empirie, Logik und Rationalität wird sich ja auch irgendwann mal aus irgendwas gebildet haben, aus dem was geMEINT bzw. geglaubt wurde oder nicht?! Wissenschaft besteht - wie alles andere auch - aus Meinungen/Interpretationen/Glauben, aus Bewußtseinsphänomenen, aus dem was wahrgenommen wurde und wird. Doch Wahrnehmungen können völlig unterschiedlich sein. Für den einen mag etwas als bewiesen gelten, weil er von dem was er wahrnimmt felsenfest überzeugt ist, für einen anderen muß das noch lange nicht als Wahrheit gelten, genauso verhält es sich mit der Logik, was für Dich logisch erscheint, muß für andere noch lange nicht logisch sein.
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Mein Nachbar nimmt auch jeden Tag LSD zu sich. Er verweilt jeden Tag in anderen Sphären, Welten und Dimensionen. Und er behauptet, alles ist real. Und übrigens, er stimmt dem zu!!
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Ich glaube Du solltest auch Drogen konsumieren, oder die Dosis erhöhen, vielleicht fühlst Du dann mal die Musik durch deine Seele fluten.. und mußt sie Dir nicht wissenschaftlich erklären. Denn das kannst Du nicht..
Zitat:
Aber um zum Thema zu kommen. Aus Sicht der Evolution. Musik lieferte für die frühen Menschen ein Vorteil beim Kampf ums Überleben, und damit einer der Faktoren, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind.
Zitat:
Wie wichtig Musik für die Menschheit ist, zeigt schon die Tatsache, dass es sie überhaupt gibt. Denn was keinen Nutzen bringt, wird im Laufe der Evolution gnadenlos ausgemerzt.
Zitat:
Doch was ist es, was die Menschen schon in der Jungsteinzeit dazu brachte, auf Knochenflöten harmonische Töne zu erzeugen und - wahrscheinlich sogar noch früher - ihren Stimmbändern Melodien zu entlocken? Denn singen konnten die Vorfahren von Homo sapiens nach Ansicht vieler Forscher schon, bevor sie sprechen konnten. Sonst ließe sich nicht erklären, dass die menschliche Stimme viel mehr kann, als sie beim Sprechen benötigt.
So ist sie in der Lage, Töne zu erzeugen, die drei Oktaven abdecken - obwohl für die Sprache lediglich eine Quinte, also etwas mehr als die Hälfte einer Oktave, ausreichen würde. Auch die Fähigkeit, Töne lange zu halten, ist beim Sprechen nicht gefragt.
Die Wahrnehmung von Musik scheint ebenfalls biologisch vorgesehen zu sein. So müssen kleine Kinder beispielsweise nicht erst lernen, welche Klänge harmonisch sind und welche nicht, sie wissen es instinktiv. Auch dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärungen.
Außerdem erfassen sie die musikalischen Anteile von Sprache früher als ihre Bedeutung. Was die Mutter oder der Vater sagt, nehmen Babys zunächst als melodischen Lautstrom wahr. Das spiegelt sich auch im Gehirn wider, denn dort werden Sprache und Musik von den gleichen Hirnregionen bearbeitet.
Zitat:
Welchen Vorteil die Musik den frühen Menschen, genauer gesagt den Männern, brachte, kann man heute noch erahnen.. Imponieren, dass lässt sich auch im Tierreich sehen.
Zitat:
Original geschrieben von ÂmeNoir
Es gibt Menschen, die keine Tiere mögen, genauso wie Menschen, die Musik absolut nicht abhaben können. Letzteres hat mit Musikalität m. E. wenig bis nichts zu tun. Wie kommst Du auf ALLE?
Zitat:
Original geschrieben von DarkHaze
Die Aussage "Musik wird als schön empfunden" halte ich für nicht haltbar. Hier müsste abgegrenzt werden, was denn alles als Musik bezeichnet werden soll und was nicht. Ob eine "rhythmische Sequenz" für Musik hinreichend oder überhaupt notwendig ist, sei mal in Frage gestellt.
"schön" ist ein Wort für eine bestimmte Art von Genuss. Genuss setzt Genussfähigkeit voraus, die auf Erlebnisfähigkeit (z.B. Hören, Sehen, Tasten) basiert, denn wenn der Mensch etwas genießt, so ist es etwas, das er erlebt. "schön" ist eine menschliche Bewertung, wie "gut". Daraus folgt, dass Musik an sich nicht das Attribut "schön" zukommt. Nicht Musik ist schön, sondern Menschen finden Musik schön. Musik, die einem nicht auf Anhieb gefällt, kann man sich schönhören.Zitat:
Philon: Erstmal muss die Frage gestellt werden, was man unter „schön“ versteht.
Zitat:
warum eine rhythmische Sequenz schön empfunden wird und was ist das, das Musik schön macht, unbeachtet des Geschmackssinns und des Stilgefühls bzw. des Kunstverständnis?
Zitat:
Original geschrieben von Ronin76
Musik ist meiner Ansicht nach eine psychologische Angelegenheit, daher ist Geschmackssinn und Stilgefühl absolut ausschlaggebend. Dies kommt bei unterschiedlichen Stimmungen zum Ausdruck. Wenn die Musik in Harmonie mit der mentalen Stimmung ist, wird sie als schön empfunden. Eine rhytmische Sequenz alleine ist nicht schön sondern langweilig. Daher kann die Komplexität einer aufgeführten Musikkomposition einen gewissen Rückschluß auf den Hörer geben.
Zitat:
Kann einer von euch sein Leben ohne Musik vorstellen? Ich jedenfalls nicht, und das ist sehr bemerkenswert, was für einen Einfluss!
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Ich hatte nichts übersehen, es ist nur so daß Musik wie so Vieles eine subjektive Impression und Expression ist. Sicherlich kann man nun die Entwicklung aus Büchern und anderen Quellen rezitieren, wie du es machst, das ändert jedoch auch nichts daran.
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Man könnte vermuten daß der Mensch an bestimmten Musikstücken Hand angelegt hat, aber wissen tut man es nur wenn man Zeuge war oder selbst komponiert hat, daher steht dies im Widerspruch zu deiner Aussage daß man es direkt erkennen kann. Nehmen wir zB einen Singvogel wie die Amsel welcher ein Lied trällert. Hier hat der Mensch keinen direkten Einfluss, hat also keine Hand angelegt. Also bitte etwas weniger Dogmatismus und Spekulationen.
Zitat:
Ja das kann ich mir vorstellen es wäre jedoch äußerst unerwünscht und wahrscheinlich unangenehm. Wenn man jedoch nie Musik kennengelernt hätte wäre es irrelevant oder es würde Musik an einem bestimmten Punkt mehr oder weniger zufällig entstehen. Hinzu kommt natürlich was man als Musik deuten möchte. Für den einen ist Sprache Musik, für einen Anderen ist es das Rauschen des Windes in den Blättern eines Waldes. Musik entsteht also aus vielen Faktoren wie einem kulturellen Kontext und subjektivem Empfinden.
Zitat:
Er würde feststellen, dass Menschen die einzige Spezies ist, die in der Lage ist, sein Kommunikationssystem zu erweitern. Und das gleiche gilt für Musik. Bei den Tieren und Vögeln würde er das nicht feststellen können, denn im Laufe der Zeit hat sich kaum was geändert.
Zitat:
Ich finde, Musik ist nicht schön, sondern eine Erzieherische
Begleitung der Gesellschaft. Mit Musik kann man Kommuni-
zieren, man kann stimulieren, harmonie aufbauen und so
weiter, man kann also den menschen beeinflußen.
Das "schöne" ist allerdings relativ und je nach Umfeld
anders interpretiert. Das bedeutet, die Musik vor 1.000
Jahren muß heute nicht als schön gelten und die Musik heute
gilt für die Menschen vor Tausend Jahren definitiv als Schrecklicher
Lärm.
Wir hören viel Musik, die sogar sehr "häßlich" ist, da sie unsere
Emotionen stimulieren soll. Noise ist nicht gerade beruhigend
oder Techno ebensowenig...
Es ist aber definitiv eine Zeitgeistliche Sache, was gerade als
schön und hörbar und was als unhörbar und schlecht
eingestuft wird...
Zitat:
Original geschrieben von Goat93
Wo versagt Musik als Kommunikationsmittel und wo als Erzieher-
ische Maßnahme?
Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
also ich hab mal von jemandem gehört, wegen dem Rhythmus des Herzschlages, welchen der Embryo schon wahrnimmt ... vielleicht hat das ja auch Bezug auf den Trommelrhythmus, gerade auch in früheren Kulturen ...
vielleicht ist Rhythmus ein Urbedürfnis nach diesem frühen Rhythmus ... welcher dann in verschiedene Rhythmusarten mehr und mehr abgewandelt wurde ...
Musik oder Töne die harmonisch Klingen übertragen diesen harmonischen Schall als harmonisches Muster auf eine Materie z.B. ein harmonischer Klang bildet ein "harmonisches" Muster auf einer Metallplatte mit Sand, wenn man diese mit einem Geigenbogen in Schwingung versetzt. Da gibt es noch mehrere Beispiele z.B. mit Wasser. Die Harmonie überträgt sich und bildet schöne bzw. ästhetische Muster.
Zitat:
Kunst ist vom Ursprung her eine kultische Erscheinung, die sich zeitgleich oder im Zusammenhang mit vorzeitlichen Kulten oder Religionen entwickelte. Sowohl Malerei und Skulptur, als auch Musik und Tanz treten bereits in der Altsteinzeit in Erscheinung. Zu den frühesten Zeugnissen von Kunst gehören die knapp 40.000 Jahre alten Elfenbeinfiguren aus dem Lonetal, die Flöten aus dem Geißenklösterle oder die Höhlenmalereien aus der Grotte Chauvet. Historisch entwickelten sich die Künste aus ihrem Beitrag zur materiellen Organisation von Kulten und Ritualen. In der Frühzeit menschlicher Entwicklung ist das Auftreten von Kunst einer von mehreren Indikatoren für die Bildung von Bewusstsein und menschlichem Denken. Kunst meint in diesem Zusammenhang Verrichtungen oder Darstellungen (z. B. Musizieren, Bemalung), die keinen unmittelbaren Nutzen zur Lebenserhaltung erkennen lassen.
Bei heutigen Naturvölkern lässt sich die frühe Kultfunktion von künstlerischen Ausdrucksformen ebenso studieren wie eine anthropologische Konstante: das Bedürfnis (sich) zu schmücken, das sich im Ornament zuerst herausgebildet hat. Diskutiert werden außerdem soziologische Funktionen von künstlerisch bzw. ornamental gestalteten Artefakten wie Spangen, Fibeln, Waffen etc. in den Clangesellschaften der Ur- und Frühgeschichte. Damit fungiert Kunst seit frühester Zeit auch als Distinktionsmerkmal, wie es von der jüngeren Kunsttheorie und -soziologie diskutiert wird. Da die Vorgeschichte per definitionem eine schriftlose Epoche ist, gibt es keinerlei Überlieferungen eines zeitgenössischen Kunstbegriffs.
Zitat:
Die frühesten bekannten eigens zum Musizieren hergestellten Instrumente sind die Knochenflöten von Geißenklösterle auf der Schwäbischen Alb. Sie sind rund 35000 Jahre alt. Die meisten Anthropologen und Evolutionspsychologen sind sich jedoch darüber einig, dass die Musik schon lange vorher zum Alltag des Menschen und seiner Vorfahren gehörte. Warum der Mensch im Verlauf seiner Evolution musikalische Fähigkeiten erlangt hat, ist unklar. Die anatomischen Voraussetzungen für einen differenzierten Gesang haben sich vermutlich vor rund zwei Millionen Jahren entwickelt, als sich mit Homo ergaster der aufrechte Gang durchsetzte. Infolgedessen sank der Kehlkopf. Gleichzeitig bildete sich durch die Umstellung der Nahrung hin zu mehr fleischlicher Kost der Kauapparat zurück, die Mundhöhle wurde größer und konnte ein größeres Spektrum an Lauten produzieren. Manche Wissenschaftler sehen die Ursprünge der Musik daher als eine kommunikative Anpassung an das Leben in größeren sozialen Gruppen. Andere wie Geoffrey F. Miller dagegen vermuten, dass es sich bei der Musikalität des Menschen um ein Merkmal handelt, dass sich hauptsächlich durch Sexuelle Selektion entwickelt hat. Neue Ansätze gehen davon aus, dass beide Faktoren eine Rolle gespielt haben
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Hmm, ich denke, der Grund liegt wo anderes. diese zwei Wikipediazitate entüllen einige Gemeinsamkeiten und Hintergründe: