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Zitat:
Eine globale Reife gibt es nicht. Reife gibt an, ob jemand die Voraussetzungen hat, gewisse Situationen erwartungsgemäß zu meistern, bspw. die Schulreife.
Zitat:
Es ist trivial, dass sich eine Reife entweder endogen, exogen oder interaktionistisch entwickeln kann. Es ist ebenfalls trivial, dass jede Reife ein Teil des gemeinsamen Normsystems ist, weil das erwartungsgemäße Verhalten irgendwie definiert sein muss. Die Vorstellung von Reife kommt wohl einem naiven Entwicklungskonzept gleich, welches die Funktion haben könnte, kulturspezifisch wichtige Meilensteine zu adäquaten Zeitpunkten und in adäquater Ausprägung zu erwerben. Der enge alltägliche und konventionelle Sprachgebrauch von "Alter" und "Reife" zeigt, wie sehr das Konstrukt "Reife" von gemeinsamen Konventionen geprägt ist.
Wie angekündigt. Wenig spannend. Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif für eine spannendere Antwort.
Zitat:
Handlungskompetenz. Gut. Ja, der Begriff ist mir auch genehm. Und was genau ist Handlungskompetenz? "Ziele zu erfassen und die richtigen Mittel zu wählen". Und wer beschreibt, was die richtigen Ziele und die richtigen Mittel sind?
Jede der Fragen ist zu beantworten, wenn man die Erwartungen der Gesellschaft berücksichtigt. Diese kulturelle Bedingtheit macht auch lerntheoretisch und aus Entwicklungsperspektive Sinn.
Zitat:
In wie fern ist menschliche Reife "eindeutig genug"? Wer sagt dir denn, was genau menschliche Reife ist? Im deutschen Wikipedia stehts nicht - hab diesmal nachgeguckt, um deine wissenschaftlich fundierte Antwort zu antizipieren.
Verstehe ich.Zitat:
Philon: Ein archimedischer Punkt bzw. eine endgültige Gewissheit bezüglich der Wahrheit existiert im philosophischen Sinne nicht, das ist mir klar.
Verstehe ich nicht.Zitat:
Allerdings sehe ich keine autoritäre Notwendigkeit zur Gültigkeit dieses Standpunkts.
Verstehe ich leider auch nicht. Was ist das "logisch-semantische Wahrheitsprinzip"? Was meinst Du mit "breite Abdeckung"?Zitat:
Das heißt genauer, ich kann mit dem logisch-semantischen Wahrheitsprinzip z.B. genauso gut auskommen bzw. verfahren, da es mir eine breite Abdeckung bietet.
Wie ist das möglich?Zitat:
Denn die Bedingung „ist wahr, nur dann wenn“ liefert mir einen immerwährenden greifbaren Punkt.
Ich nehme an, Du meinst "Bedingung" statt "Bedienung". (?) Mit Bedingung meinst Du vermutlich dieses "nur dann wenn". Ist das richtig? Bitte sei so nett und bringe ein Beispiel für das Geschriebene, damit es leichter nachvollziehbar ist. Welchen Wahrheitsanspruch meinst Du? Wer stellt ihn?Zitat:
Denn ob sie Heute eine Wahrheit ist und Morgen nicht mehr, der Wahrheitsanspruch ist da, da die Bedienung sie erfüllt.
Warum siehst Du dazu keine Notwendigkeit?Zitat:
Wenn die endgültige Wahrheit mir immerwährend verborgen bleibt, dann sehe ich keine Notwendigkeit von ihr auszugehen und meine Wahrheit in Frage zu stellen.
Inwiefern wäre welche Bedingung wieder erfüllt? Und was meinst Du mit "gut dabei" sein?Zitat:
Und auch wenn eine endgültige Wahrheit zugänglich wäre, mit viel Phantasie natürlich, wäre ich immer noch gut dabei, da die Bedingung wieder erfüllt wäre.
Zitat:
Original geschrieben von DarkHaze Wie du erwähnt hast, die kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren bzw. Erwartungen sind in vielen Ebenen präsent, dennoch liefern sie nicht die Begründung." Dieser Satz macht einfach null Sinn. Du begründest ihn nicht. Du listest eine Reihe von kopierten Definitionen auf, in denen soziale Einflüsse ein zentrales Element darstellen, und behauptest dann völlig rückhaltlos, dass die sozialen Elemente "nicht die Begründug liefern".
Zitat:
Der enge alltägliche und konventionelle Sprachgebrauch von "Alter" und "Reife" zeigt, wie sehr das Konstrukt "Reife" von gemeinsamen Konventionen geprägt ist.
Liebe macht reif, denn "reif" sein bedeutet zufrieden sein. Zufrieden ist der Mensch, wenn er kann, was er will, will, was er muss, hat, was er sich wünscht, ist, der er sein will, kurz, wenn die Welt und seine Vorstellung von ihr gut übereinstimmen. Illusionen (falsche Vorstellungen) zu überwinden macht reif.Zitat:
Philon: Die zentrale Frage hier lautet: wie lautet die Formel zur Reife?
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Was ist das, was den Einen zum großen Meister macht, reif und weise, wo andere Individuen in der Hinsicht versagen oder weniger reif sind?
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Vier Geschwister wachsen innerhalb der gleichen Familie auf. Irgendwann sind alle vier 40 Jahre alt.
Bruder1: hat viel Lebenserfahrung gesammelt, dennoch viel Unsinn getrieben.
Bruder2: hat viel Unsinn getrieben, tut er es aber immer noch.
Bruder3: hat nie viel Unsinn getrieben, dennoch nicht so reif geworden
Bruder4: wenig Unsinn getrieben...jetzt viel reifer als der Rest zusammen!!
Die Formel bzw. die Anleitung wird gesucht! Was muss man machen, damit man es sehr weit bezüglich der Reife bringen kann???
Zitat:
Allerdings ist eben nicht die Menge des Erlebten, sondern der Umgang damit denke ich wieder das ausschlaggebende Moment.
Es gibt Leute denen nie was wirklich Schlimmes passiert ist und die trotzdem verantwortungsbewusst und reif handeln können, vielleicht weil sie das Glück hatten in einem Elternhaus aufzuwachsen, in denen sie von Anfang an beigebracht bekamen Konflikte konstruktiv zu lösen o.ä.
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Rationalität bzw. Vernunft beinhaltet all das.
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Ok, da bräuchte ich ein Beispiel von dir, ein Beispiel wo Mitgefühl und Toleranz als Reifefaktoren auftreten.
Zitat:
Gleichgewicht herzustellen… Gefühl und Verstand auszubalancieren… Immer wieder neu zu hinterfragen, zu reflektieren ... nicht auf einer Stelle stehen zu bleiben und Veränderungen zulassen können ... aus Fehlern zu lernen, verstehen zu lernen, offen zu sein, Verantwortungsbewusstsein gehört zur Reife ... Selbstbewußtsein bzw. Selbstwahrnehmung ... Selbstbestimmung, also eigene Entscheidungen bewußt treffen..
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Ich meine, eine Prügelei hat auch ihren Reiz. Ihr immer aus dem Weg zu gehen, wäre nicht immer sinnvoll. Aber genau dort setzt Vernunft an. Eine „saubere“ Prügelei kann z.B. positiv auswirken, gerade eben weil sie sauber war. Saube in der Hinsicht, Streit vorbei, ein bisschen Blut geleckt, das wars, später kann man darüber lachen. Aber wenn mein Gegner ein unbekannter Mafiosi ist, der eventuell einen Messer bei sich hat, das ist alles andere als sauber, insofern gehe ich dem lieber aus dem Weg!
Zitat:
Original geschrieben von ÂmeNoir
Eine Prügelei sauber? Eine Prügelei zeugt meines Erachtens nicht unbedingt von menschlicher Reife und für vernünftiger halte ich es, Differenzen auf zivilisiertere Art und Weise zu lösen, als sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen ... erinnert mich irgendwie an die Epoche, in der die Keulen geschwungen wurden.
Zitat:
Das hab ich auch noch nicht gehört ... eine Prügelei, bei der blaue FLECKEN entstehen ist "sauber" ... solange kein Blut spritzt oder was ?
Zitat:
Wer ist in diesem Fall reifer? ...
Ein 6. Klässler, der nicht auf die Autorität seiner Lehrerin hört und seinen eigenen Interessen nachgeht
oder
ein Hochschulstudent der unhinterfragt den Lehrstoff aufnimmt und sich nach seinem Studium der Autorität seines Arbeitgebers unterwirft?
Herr Professor phil. Philon wie ist ihre Auffassung von Reife zu dem vorliegenden Fall?
Zitat:
Original geschrieben von Philon
Moment, Moment, hier muss ich was ergänzen! Damit sind genau die unreifen Dinge während der Jugend gemeint!
Ich meine, als ich so 14 war, habe mal eine Schokolade vom Nachbarkiosk verschwinden lassen. ...