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Menschliche Reife

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geschrieben von: Philon

Aufgrund unserer Beobachtungen und Erfahrungen bzw. unseres Weltbilds bilden wir Urteile über andere Menschen. Dies gilt auch für die Reife eines Menschen, wir sagen z.B.: "er ist noch so jung und unreif, er muss noch viel lernen."

Erfahrung ist eine Voraussetzung zur Reife. Andererseits gibt es viele Menschen, die viel Lebenserfahrung gesammelt haben, dennoch sind sie nicht so reif wie andere.

Insofern lautet die Frage, was macht menschliche Reife aus? Was ist das, was dem Menschen hohe Reife zuteilen kann?



geschrieben von: DarkHaze

Klingt erst einmal wenig spannend. Vielleicht gibt es ja dennoch einige spannende Antworten. Meine Antwort ist womöglich ermüdend:

Eine globale Reife gibt es nicht. Reife gibt an, ob jemand die Voraussetzungen hat, gewisse Situationen erwartungsgemäß zu meistern, bspw. die Schulreife. Es ist trivial, dass sich eine Reife entweder endogen, exogen oder interaktionistisch entwickeln kann. Es ist ebenfalls trivial, dass jede Reife ein Teil des gemeinsamen Normsystems ist, weil das erwartungsgemäße Verhalten irgendwie definiert sein muss. Die Vorstellung von Reife kommt wohl einem naiven Entwicklungskonzept gleich, welches die Funktion haben könnte, kulturspezifisch wichtige Meilensteine zu adäquaten Zeitpunkten und in adäquater Ausprägung zu erwerben. Der enge alltägliche und konventionelle Sprachgebrauch von "Alter" und "Reife" zeigt, wie sehr das Konstrukt "Reife" von gemeinsamen Konventionen geprägt ist.

Wie angekündigt. Wenig spannend. Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif für eine spannendere Antwort.



geschrieben von: Philon

Hhm, ich vermute, du bist ein wenig müde, daher verschone ich Heute deine Argumentation, da ich dich gemäß deinen philosophischen Gedanken schätze! (merke:keine Ironie)
Zitat:
Eine globale Reife gibt es nicht. Reife gibt an, ob jemand die Voraussetzungen hat, gewisse Situationen erwartungsgemäß zu meistern, bspw. die Schulreife.

Was meinst du mit globaler Reife? Menschliche Reife ist eindeutig genug, denke ich. Schulreife hat eher mit Wissen zu tun, sie ist insofern eine Wissensreife.
Und warum erwartungsgemäß? Hinsichtlich der Schulreife ja, aber sonst nicht.
Ich meine, wenn ich irgendwann mein Dr. gemacht habe, dem ungeachtet mein ganzes Einkommen im Alkoholgenuss „investiere“, dann handele ich unreif, da ich an erster Stelle meine Gesundheit gefährde - das Geld lassen wir von mir aus unberücksichtigt, da man auch von einer buddhistischen Geisteseinstellung ausgehen kann (Geld macht nicht glücklich z.B).

Das heißt, menschliche Reife betrifft das Handlungsvermögen. Wenn ein Mensch klug, weise, vernünftig, einsichtlich, etc. handelt, dann handelt er auch reif oder auch weise kann man sagen. Letztendlich könnte man in dem Sinne von einer Handlungskompetenz sprechen.
Ein einfaches Beispiel: Ein 50Jähriger und ein 20Jähriger haben das Wissen wie man Auto fährt, aber nicht die gleiche Reife bzw. die Handlungskompetenz wie man richtig (für sich und für alle) fährt . In der Regel sind die Anfängerjungs, die richtig aufs Gaspedal drücken bzw. alkoholisiert fahren und Unfälle verursachen.
Zitat:
Es ist trivial, dass sich eine Reife entweder endogen, exogen oder interaktionistisch entwickeln kann. Es ist ebenfalls trivial, dass jede Reife ein Teil des gemeinsamen Normsystems ist, weil das erwartungsgemäße Verhalten irgendwie definiert sein muss. Die Vorstellung von Reife kommt wohl einem naiven Entwicklungskonzept gleich, welches die Funktion haben könnte, kulturspezifisch wichtige Meilensteine zu adäquaten Zeitpunkten und in adäquater Ausprägung zu erwerben. Der enge alltägliche und konventionelle Sprachgebrauch von "Alter" und "Reife" zeigt, wie sehr das Konstrukt "Reife" von gemeinsamen Konventionen geprägt ist.

Wie angekündigt. Wenig spannend. Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif für eine spannendere Antwort.

Handlungskompetenz heißt es, Ziele zu erfassen und die richtigen Mittel zu wählen. Wenn ein Ziel sittlicher Natur ist bzw. gesellschaftlicher Normen entspricht, dann gebe ich dir Recht. Aber das ist nicht der Fall, nicht nur! Wie gesagt, wenn ich töricht handele und dabei andere draufgehen, dann bin ich definitiv unreif. Diese Handlungskompetenz beruht auf Einsicht in die Kreisläufe des Lebens.



geschrieben von: DarkHaze

Deine offensichtliche und wie ich meine völlig ungerechtfertigte Überheblichkeit spornt nicht gerade dazu an, dir zu antworten. Vermutlich spricht die Tatsache, dass ich dir dennoch antworte, gegen mich. Es macht den Eindruck, du platzt bald aus allen Nähten mit deinem neu gewonnenen Faktenwissen, das du jetzt auf geniale Weise und mit wirklich unbestechlicher Logik zusammenführst... Das war übrigens Ironie... Nichts für ungut... Komm nur mal wieder auf den Teppich.

In wie fern ist menschliche Reife "eindeutig genug"? Wer sagt dir denn, was genau menschliche Reife ist? Im deutschen Wikipedia stehts nicht - hab diesmal nachgeguckt, um deine wissenschaftlich fundierte Antwort zu antizipieren.

Handlungskompetenz. Gut. Ja, der Begriff ist mir auch genehm. Und was genau ist Handlungskompetenz? "Ziele zu erfassen und die richtigen Mittel zu wählen". Und wer beschreibt, was die richtigen Ziele und die richtigen Mittel sind?

Jede der Fragen ist zu beantworten, wenn man die Erwartungen der Gesellschaft berücksichtigt. Diese kulturelle Bedingtheit macht auch lerntheoretisch und aus Entwicklungsperspektive Sinn.



geschrieben von: Philon

nichts für Ungut, das war wirklich nett gemeint, wie als wenn wir uns länger kennen würden. Ich sehe dich vielmehr als Buddy an!

Daher sorry, wollte dir nicht zu nah tretten.



geschrieben von: DarkHaze

Du trittst mir nicht zu nahe. Lies meinen Text noch mal, da steht eigentlich recht genau drin, was ich meine.

Aber das tut eigentlich auch nichts zur Sache. Zur Sache also.



geschrieben von: Philon

Zitat:
Handlungskompetenz. Gut. Ja, der Begriff ist mir auch genehm. Und was genau ist Handlungskompetenz? "Ziele zu erfassen und die richtigen Mittel zu wählen". Und wer beschreibt, was die richtigen Ziele und die richtigen Mittel sind?

Jede der Fragen ist zu beantworten, wenn man die Erwartungen der Gesellschaft berücksichtigt. Diese kulturelle Bedingtheit macht auch lerntheoretisch und aus Entwicklungsperspektive Sinn.

Moment, nicht so schnell. Wenn es so wäre, dann lassen sich meine zwei obigen Beispiele eliminieren. Aber wie denn? Welche gesellschaftlichen und kulturellen Erwartungen stehen damit in Verbindung?

Ich meine, die Leichtsinnigkeit eines europäischen Teenagers hinsichtlich seines Autofahrens unterscheidet sich nicht, von der Begründung her, von der Leichtsinnigkeit eines Amazonasteenagers bezüglich seines Umgangs mit seinen Giftpfeilen! Reife beinhaltet nicht nur das „gewusst was“ sondern das „gewusst wie“ sowie das „gewusst wozu“. Ein Erwachsener besitzt in der Regel die Fähigkeit trotz seiner eigenen Wünsche nicht mehr nach den Leidenschaften zu handeln sondern nach der Vernunft. Eine Wikipedia Parenthese hier:

Ein Erwachsener bzw. eine Erwachsene ist ein Mensch, der ein bestimmtes Alter überschritten hat und bei dem man deshalb davon ausgeht, dass er die volle körperliche und kognitive Reife besitzt, wenn nicht bestimmte Ausnahmen vorliegen.

Das erwachsene Individuum hat somit jene notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse erworben, die es in hohem Maße befähigen, die für sein Leben und Fortkommen notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Die Entwicklungsaufgabe ist eine Aufgabe im Rahmen der persönlichen Entwicklung und Reifung des Menschen, die mit ihrer Bewältigung zu einer Veränderung führt. Der Begriff bezieht sich auf die Vorstellung, dass in Entsprechung zu den inneren und äußeren Prozessen, die während des Älterwerdens ablaufen, in jedem Alter bestimmte Aufgaben gelöst werden müssen. Wenn das gelingt, wird die Persönlichkeit stabilisiert. Das Ergebnis kann von Person zu Person, aber auch beim Einzelnen von Entwicklungsstufe zu Entwicklungsstufe sehr unterschiedlich ausfallen. Entwicklungsaufgaben stellen sich das ganze Leben hindurch.

Handlungskompetenz wird verstanden als die Fähigkeit des Einzelnen sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht, sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten.

Bei der Interaktion des Individuums mit der (Um)Welt entwickelt sich in jedem Individuum so etwas wie eine persönliche Orientierung, in der die Lernergebnisse und ihre strategische Bedeutung für das Handeln des Individuums grundgelegt sind. So hat jeder Mensch in jeder Situation je unterschiedliche Orientierungen von der Situation und ihrer Bedeutung. Danach und auf der Grundlage dieser Hintergründe interpretiert er die (soziale) Situation. Entsprechend daran orientiert sich das Handeln bzw. die konkreten Handlungssequenzen. Die Orientierung findet jedoch fortwährend und beim gesunden Menschen permanent statt - und damit auch die stetig veränderbare Orientierung. Man könnte das die Dynamik der individuellen Orientierung oder der Handlungsplanungen nennen.


Reife beinhaltet bewusste verantwortungsvolle Autonomie, was bei Teenagern oft nicht der Fall ist:

Adoleszenz / Problematik. Reife im Körper führt zu einem Interesse an der Sexualität und sexueller Betätigung. Dabei besteht die Gefahr, dass es zu einer Jugendschwangerschaft kommt. Dies kann problematisch sein, da Jugendliche möglicherweise (noch) nicht die notwendige Reife besitzen, mit eigenen Kindern umzugehen, und sich außerdem in der Regel in der schulischen oder beruflichen Ausbildung befinden, also auch finanziell nicht selbst für die Bedürfnisse eines Kindes aufkommen können.

In diesem Alter ist die Wahrscheinlichkeit für Drogen- bzw. Alkoholmissbrauchs oder Geistesprobleme wie Schizophrenie, Identitätsdiffusion, Essstörungen und depressive Tiefstände statistisch höher. Die emotionale Instabilität unter einigen Jugendlichen verursacht manchmal auch Jugendkriminalität, oder leichtsinniges Gruppenverhalten bis hin zu Selbstmordgedanken.


Wie du erwähnt hast, die kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren bzw. Erwartungen sind in vielen Ebenen präsent, dennoch liefern sie nicht die Begründung.

Nun zu deiner Frage:
Zitat:
In wie fern ist menschliche Reife "eindeutig genug"? Wer sagt dir denn, was genau menschliche Reife ist? Im deutschen Wikipedia stehts nicht - hab diesmal nachgeguckt, um deine wissenschaftlich fundierte Antwort zu antizipieren.

Wie ich vorhin erläutert habe, Reife beinhaltet nicht nur das „gewusst was“ sondern das „gewusst wie“ sowie das „gewusst wozu“. Insofern ist damit der Geist angesprochen:

Bezogen auf die allgemeinsprachlich "geistig" genannten kognitiven Fähigkeiten des Menschen bezeichnet „Geist“ das Wahrnehmen und Lernen ebenso wie das Erinnern und Vorstellen sowie Phantasieren und sämtliche Formen des Denkens wie Überlegen, Auswählen, Entscheiden, Beabsichtigen und Planen, Strategien verfolgen, Vorher- oder Voraussehen, Einschätzen, Gewichten, Bewerten, Kontrollieren, Beobachten und Überwachen, die dabei nötige Wachsamkeit und Achtsamkeit sowie Konzentration aller Grade bis hin zu hypnotischen und sonstigen tranceartigen Zuständen auf der einen und solchen von Überwachheit und höchstgradiger Geistesgegenwärtigkeit auf der anderen Seite.

Wenn man beide Ausführungen von mir addiert, dann erhält man das Resultat zur Definition der menschlichen Reife. Insofern ist eine Kausalattribuierung möglich, die unabhängig von kulturellen und gesellschaftlichen Erwartungen ist.



geschrieben von: DarkHaze

Es ist wirklich abenteuerlich, wie du willkürlich mit Definitionen umherwirfst. Frag mal einen Entwicklungspsychologen. Der wird dir sagen, dass es für jeden deiner genannten Begriffe unterschiedliche Auffassungen und Definitionen gibt. Und ich sage dir abermals, dass ich Wikipedia auch alleine finde, wenn ich es brauche. Argumentiere doch bitte anstatt einen auf STRG+C zu machen. Aber selbst wenn ich alle deine ( teilweise mal wieder völlig unnötigen ) Informationen für bare Münze nehme, geht deine "Kausalattribuierung" nicht auf:

Auch das "gewusst wie" und das "gewusst wozu" sind gesellschaftlich bedingt. Ob ein Teenager unreif ist, wenn er betrunken Leute mit dem Auto überfährt, liegt nun einmal im Auge derer, die die Reife definieren. Natürlich sind wir uns hier im Westen (fast) alle einig, dass ein solches Verhalten unreif ist, ebenso wie man sich im Dschungel einig darüber sein wird, dass ein fahrlässiger Konsum giftiger oder unbekannter Pflanzen unreif ist. Aber genau diese Tatsache ist eben ein Beleg (!) dafür, dass Reife gesellschaftlich definiert ist. Ohne Konventionen ist Reife nullwertig. Schulreife wird (unter anderem) definiert durch kognitive Kriterien, Geschlechtsreife wird (unter anderem) definiert durch biologische Kriterien, moralische Reife wird (unter anderem) definiert durch kogntive und ethische Kriterien und so weiter und so fort, aber wie diese Kriterien aussehen ist abhängig von der Kultur und hier insbesondere von der individuellen Erfahrung dieser Kultur, in Form von impliziten und/oder expliziten Erwartungen und in Form einer entsprechenden Bewertung hinsichtlich dessen, ob eine Erwartung erfüllt wird oder nicht.

"Wie du erwähnt hast, die kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren bzw. Erwartungen sind in vielen Ebenen präsent, dennoch liefern sie nicht die Begründung." Dieser Satz macht einfach null Sinn. Du begründest ihn nicht. Du listest eine Reihe von kopierten Definitionen auf, in denen soziale Einflüsse ein zentrales Element darstellen, und behauptest dann völlig rückhaltlos, dass die sozialen Elemente "nicht die Begründug liefern".

Ich widerhole mich. Ich habe meinen Gedankengang schon einmal geschildert. Aber er kam bei dir offenbar nicht an. Und das erinnert mich prompt an den anderen Thread und den dortigen Dialog mit dir. Offenbar fehlt es dir an Reife, sich auf Kritik einzulassen oder aber du bist gar nicht am Dialog interessiert, sondern erstrangig daran, Informationen vorzugeben und sie großzügig zu verkaufen (eine Art Selbstbeweihräucherung). Beides mündet momentan nicht im philosophischen Dialog, den du doch eigentlich erreichen wolltest, sondern in einer Schlammschlacht mit willkürlichen Definitionen und kaum haltbaren Schlussfolgerungen.



geschrieben von: Philon

Deine Schlussfolgerungen sind sehr amüsant! Ich glaube der Schuss geht nach hinten los. Die große Frage hier ist, verstehst du dich selbst, wenn du etwas schreibst? Oder geht es bei dir in der Richtung Konstruktivismus?

Ich mach es ein bisschen einfacher für dich. Du sagtest, eine globale Reife gibt es nicht.
Ich meine, wenn ich dich fragen würde, was ist Wissen? Würdest du auch sagen, dass Wissen nicht global ist? Mag sein, dass der Bushman in Afrika oder der Aborigin in Australien nicht den gleichen Wissenstand wie ein deutscher Abiturient hat, aber der Stand des Wissens spricht nicht den semantischen Inhalt des Wortes ab. Letztendlich wissen alle drei, es geht um Wissen.

Insofern was ist denn dann mit Wissensreife gemeint? Sprechen wir von einem Wissensreifestand oder wie? Wenn er eine Wissensreife gemäß seiner gegebenen Bedingungen erreicht hat, was ist das dann? Etwas Anderes?

Nun gehen wir ein Stück weiter. Was ist mit sozialer Reife? Natürlich gelten unterschiedliche soziale Bedingungen für die drei Jungs, dennoch wenn jeder eine soziale Reife innerhalb seines Netzwerkes erreicht hat, wie nennt man das, Brot?

Auch die Geschlechtsreife unterscheidet sich je nach dem, wo man geboren und aufgewachsen ist. Hinzu kommt die individuelle Entwicklung, da nicht alle drei Jungs zur gleichen Zeitpunkt die gleiche Geschlechtsreife erreichen werden. Die Aussage „es gibt keine globale Geschlechtsreife“ ist in dem Sinne trivial.

Nun zur menschlichen Reife. Die menschlichen Attribute betreffen in dem Fall den Geist. Insofern reif ist jemand, der in der Lage ist, erworbenes Wissen weise umzusetzen, so zu sagen. Nicht nur das, ich sehe kaum einen Unterschied zwischen Weisheit und menschlicher Reife. Denn Weisheit:

Als Weisheit wird eine transkulturell-zeitlose, universal-menschliche, reale oder ideale, entweder als reifungsbedingt erwerbbar oder aber als göttlich verliehen gedachte exzeptionelle Kompetenz bezeichnet, welche sich durch ungewöhnlich tiefe Einsicht in die Kreisläufe des Lebens, besonderes Wissen, eine herausragende ethisch-moralische Grundhaltung und das damit verbundene Handlungsvermögen auszeichnet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Weisheit


Ob Wikipedia oder nicht, deine Kritik ist hinfällig, denn deine Aussage liefert nichts Einleuchtendes.

Und hier ein Paar Geschenke für dich:
http://probaway.wordpress.com/2008/...human-maturity/

http://www.dartmouth.edu/~news/releases/2006/02/06.html

http://www.open-secrets.com/percept...ego-immaturity/

Bei der Gelegenheit, da du das andere Thema angesprochen hast, da habe ich dir ebenfalls was zu sagen.

Ein archimedischer Punkt bzw. eine endgültige Gewissheit bezüglich der Wahrheit existiert im philosophischen Sinne nicht, das ist mir klar. Allerdings sehe ich keine autoritäre Notwendigkeit zur Gültigkeit dieses Standpunkts.

Das heißt genauer, ich kann mit dem logisch-semantischen Wahrheitsprinzip z.B. genauso gut auskommen bzw. verfahren, da es mir eine breite Abdeckung bietet. Denn die Bedingung „ist wahr, nur dann wenn“ liefert mir einen immerwährenden greifbaren Punkt. Denn ob sie Heute eine Wahrheit ist und Morgen nicht mehr, der Wahrheitsanspruch ist da, da die Bedienung sie erfüllt. Wenn die endgültige Wahrheit mir immerwährend verborgen bleibt, dann sehe ich keine Notwendigkeit von ihr auszugehen und meine Wahrheit in Frage zu stellen. Und auch wenn eine endgültige Wahrheit zugänglich wäre, mit viel Phantasie natürlich, wäre ich immer noch gut dabei, da die Bedingung wieder erfüllt wäre.



geschrieben von: DarkHaze

Es macht keinen Sinn, mit dir zu "philosophieren" (etwas, was du bis jetzt in diesem Thread noch nicht geleistet hast). Du würfelst wild und wie es dir gerade passt irgendwelche Fremdwörter zusammen, leitest deine eigenen Thesen allerdings nie anhand derer her. Wenn man deine Logik genauer betrachtet wird klar: Du hast gar keine. Deine Aussagen stehen für sich alleine, ohne Erklärung und wenn denn mal eine Erklärung angegeben wird, so widersprichst du dir selbst, ohne es aber zu merken (etwa auf die sozialen Elemente hinweisen aber gleichzeitig sozialen Einfluss verneinen). Ferner gehst du, wie erwartet, nicht auf Kritik ein ("Deine Kritik ist nichts einleuchtendes" ist kein Eingehen auf Kritik). Und auch wenn du jetzt neben Wikipedia sogar willkürlich einige englischsprachige Artikel angegeben hast, so zeigt ein kurzer Klick darauf, dass davon nichts wirklich eine Stütze für deine kaum vorhandene Argumentation ist. Wahrscheinlich hast du das meiste nicht einmal gelesen - den Eindruck gewinnt man zumindest.

Ich hätte zwar die Zeit, aber nicht mehr die Lust, dir weiter zu antworten. Wenn es deinem Ego irgendwie gut tut, was ich mal annehme, verbuche meinen Rückzug aus diesem Thread als Sieg deiner superben Logik.



geschrieben von: Philon

Jetzt verstehe ich langsam Bahnhof hier...

MOMENT, MOMENT eine wichtige Frage hier: worüber redest du die ganze Zeit? Argumentierst du über die Reife eines Menschen, also eines Individums, oder über Eine der gesamten Menschheit?

Denn wenn das der Fall ist, dann reden wir die ganze Zeit einander vorbei!!



geschrieben von: Nezach

Zitat:
Philon: Ein archimedischer Punkt bzw. eine endgültige Gewissheit bezüglich der Wahrheit existiert im philosophischen Sinne nicht, das ist mir klar.
Verstehe ich.


Zitat:
Allerdings sehe ich keine autoritäre Notwendigkeit zur Gültigkeit dieses Standpunkts.
Verstehe ich nicht.


Zitat:
Das heißt genauer, ich kann mit dem logisch-semantischen Wahrheitsprinzip z.B. genauso gut auskommen bzw. verfahren, da es mir eine breite Abdeckung bietet.
Verstehe ich leider auch nicht. Was ist das "logisch-semantische Wahrheitsprinzip"? Was meinst Du mit "breite Abdeckung"?


Zitat:
Denn die Bedingung „ist wahr, nur dann wenn“ liefert mir einen immerwährenden greifbaren Punkt.
Wie ist das möglich?


Zitat:
Denn ob sie Heute eine Wahrheit ist und Morgen nicht mehr, der Wahrheitsanspruch ist da, da die Bedienung sie erfüllt.
Ich nehme an, Du meinst "Bedingung" statt "Bedienung". (?) Mit Bedingung meinst Du vermutlich dieses "nur dann wenn". Ist das richtig? Bitte sei so nett und bringe ein Beispiel für das Geschriebene, damit es leichter nachvollziehbar ist. Welchen Wahrheitsanspruch meinst Du? Wer stellt ihn?


Zitat:
Wenn die endgültige Wahrheit mir immerwährend verborgen bleibt, dann sehe ich keine Notwendigkeit von ihr auszugehen und meine Wahrheit in Frage zu stellen.
Warum siehst Du dazu keine Notwendigkeit?


Zitat:
Und auch wenn eine endgültige Wahrheit zugänglich wäre, mit viel Phantasie natürlich, wäre ich immer noch gut dabei, da die Bedingung wieder erfüllt wäre.
Inwiefern wäre welche Bedingung wieder erfüllt? Und was meinst Du mit "gut dabei" sein?


Nun noch ein paar Worte zur gestellten Frage: "Was macht menschliche Reife aus?" Ich denke, es ist die Art, mit der ein Mensch mit seiner Umwelt umgeht. Reife zeigt sich z.B. in Toleranz anderen Menschen und ihren Ansichten gegenüber. Ein reifer Mensch ist gerecht und wertschätzt andere(s). Wer seine Emotionen (z.B. Hass und Ängste) überwunden hat, ist reif. Wer keine Probleme [mit dem eigenen Leben und Tod] mehr hat, ist reif. Reife Früchte sind süß. Auch ein reifer Mensch "schmeckt süß", d.h. wird von den meisten angenehm erfahren, lebt vorbildlich.



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von DarkHaze Wie du erwähnt hast, die kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren bzw. Erwartungen sind in vielen Ebenen präsent, dennoch liefern sie nicht die Begründung." Dieser Satz macht einfach null Sinn. Du begründest ihn nicht. Du listest eine Reihe von kopierten Definitionen auf, in denen soziale Einflüsse ein zentrales Element darstellen, und behauptest dann völlig rückhaltlos, dass die sozialen Elemente "nicht die Begründug liefern".

Nein, wir reden nicht einander vorbei in der Hinsicht…ich denke, wir reden einander vorbei, aber in einer anderen Hinsicht!!

Diese Mal bin ich extra vorsichtig und versuche das Ganze ohne Gemütsbewegungen zu analysieren.
Zitat:
Der enge alltägliche und konventionelle Sprachgebrauch von "Alter" und "Reife" zeigt, wie sehr das Konstrukt "Reife" von gemeinsamen Konventionen geprägt ist.

Dark Haze, eine wichtige Frage hier: Wenn der Vater in Kongo, USA, Guatemala, etc. zu ihren jungen Söhnen sagen, sie wären unreif für die Gründung einer eigenen Familie, dann sprechen sie von der Reife, bzw. von der Unreife, die von den jeweils hiesigen Konventionen geprägt ist bzw. bestimmt wurde. Die Konventionen hinsichtlich einer Familiengründung sind in dem Fall unterschiedlich, da wir unterschiedliche Gesellschaften und Kulturen haben, Ist das Ganze hier korrekt??



geschrieben von: Philon

So, dann wollen wir das Thema ein bisschen auffrischen. Menschliche Reife. Damit ist nicht die globale Menschheitsreife gemeint. Zweitens, um Missverständnisse zu beseitigen, für mich war niemals die Rede von einer globalen Reife, was Dark Haze in der Hinsicht aufgegriffen hat.
Dass Konventionen existieren und sie den Reifungsprozess definieren, das ist mir schon klar und gilt als selbstverständlich, eine Debatte in der Richtung erachte ich als nicht relevant. Dass der Kreis rund ist, ist jedem klar und dass Reife ohne Konventionen Nullwertig bleibt, ist ebenso klar.

Dennoch der Reifenmechanismus ist überall auf dem Planeten gleich. Der Mensch ist in der Lage Dinge zu lernen und zu erfahren. Reife und Weisheit ist genau das Endresultat, also das WIE ich mit Dingen umgehe und verfahre und welche Entscheidungen als korrekt und richtig angesehen werden.

Die zentrale Frage hier lautet: wie lautet die Formel zur Reife? Erfahrung ist ein wichtiger Bestandteil, dennoch bestimmt Erfahrung allein nicht einen hohen Reifengrad. Was ist das, was den Einen zum großen Meister macht, reif und weise, wo andere Individuen in der Hinsicht versagen oder weniger reif sind?



geschrieben von: Nezach

Zitat:
Philon: Die zentrale Frage hier lautet: wie lautet die Formel zur Reife?
Liebe macht reif, denn "reif" sein bedeutet zufrieden sein. Zufrieden ist der Mensch, wenn er kann, was er will, will, was er muss, hat, was er sich wünscht, ist, der er sein will, kurz, wenn die Welt und seine Vorstellung von ihr gut übereinstimmen. Illusionen (falsche Vorstellungen) zu überwinden macht reif.



geschrieben von: TheTurningPoint

@ Nezach:
Das deckt sich ziemlich genau mit meiner Auffassung von Reife.



geschrieben von: Philon

Alles schön und gut, dennoch die Frage ist immer noch da, denn das Thema lautet nicht was Reife ist sondern was Reife ausmacht!



geschrieben von: ÂmeNoir

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Was ist das, was den Einen zum großen Meister macht, reif und weise, wo andere Individuen in der Hinsicht versagen oder weniger reif sind?


Zum großen Meister macht einen - da möchte ich mich meinen Vorschreibern anschließen - in erster Linie bedingungslose Liebe. Dort angekommen ist man reif und weise. Auf dem Weg dorthin ist es m. E. notwendig, sich intensiv mit allem was einem begegnet - und sei es noch so schmerzhaft und schlimm - BEWUSST auseinanderzusetzen, sich Herausforderungen zu stellen, sie dankbar anzunehmen und als Chance zur Reifung zu sehen. Sich in Toleranz, Mitgefühl, Akzeptanz, Respekt zu üben, zudem die Bereitschaft zur Öffnung zu entwickeln, Öffnung allem gegenüber, vorurteilsfrei zu werden. Zudem das kleine, sehr eingeschränkte, in erster Linie auf sich selbst bedachte "ICH" zu überwinden. Ein Meister hat Bewußtsein, Bewußtseinserweiterung verhilft zur Reife und Weisheit.



geschrieben von: Philon

Inwiefern soll Liebe ein Faktor zur Reife sein? Wenn ich zu jemandem nett bin, indem ich ihm z.B. Geld leihe, und er mich reinlegt, dann handele ich unreif, denn ich füge mir Schaden zu, da ich naiv handle und die falschen Menschen vertraue. Stell dir mal vor, du vertraust bzw. liebst jemanden, der deine Leben komplett kaputt macht, dich oder deine Familie vernichtet… weshalb macht Liebe reifer?

Dass viele Menschen sich eine Welt wünschen, wo alle Menschen nett und liebevoll zu einander sind, ist ein angenehmer Gedanke, dennoch bleibt dies ein Wunschdenken.

Auch die Evolution war der große Lehrer in der Hinsicht, denn alle Lebewesen zeigen kein blindes Vertrauen zu einander. Somit sind sie in der Lage ihr Überleben zu sichern, indem sie die Feinde von den Vertrauten trennen. Und das gilt genauso für die Entwicklung der Menschen.



geschrieben von: Philon

Ich sags noch mal...was Reife bedeutet bzw. welche Facetten Reife beinhaltet, das ist nicht Gegenstand der Diskussion.

Und was die Tante Edith meint, ist nur eine Facette der Reife und nicht die Reife. Mathematisch ausgedrückt: Selbsterkenntnis ungleich Reife. Und wie gesagt, was ein reifer Meister hat oder ist, das steht nicht zur Debatte sondern das wie man zum Meister wird. Einfach ausgedrückt, zwei oder mehrere Menschen wachsen innerhalb der selben Familie auf, dennoch wenn; dann wird nur einer der reife Meister sein und nicht alle.

Insofern lautet die Frage, was macht menschliche Reife aus? Was ist das, was dem Menschen hohe Reife zuteilen kann?



geschrieben von: Philon

Vier Geschwister wachsen innerhalb der gleichen Familie auf. Irgendwann sind alle vier 40 Jahre alt.
Bruder1: hat viel Lebenserfahrung gesammelt, dennoch viel Unsinn getrieben.
Bruder2: hat viel Unsinn getrieben, tut er es aber immer noch.
Bruder3: hat nie viel Unsinn getrieben, dennoch nicht so reif geworden
Bruder4: wenig Unsinn getrieben...jetzt viel reifer als der Rest zusammen!!

Die Formel bzw. die Anleitung wird gesucht! Was muss man machen, damit man es sehr weit bezüglich der Reife bringen kann???



geschrieben von: Philon

Nicht zu erklären? Na dann habe ich wieder was gelernt!!



geschrieben von: ÂmeNoir

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Vier Geschwister wachsen innerhalb der gleichen Familie auf. Irgendwann sind alle vier 40 Jahre alt.
Bruder1: hat viel Lebenserfahrung gesammelt, dennoch viel Unsinn getrieben.
Bruder2: hat viel Unsinn getrieben, tut er es aber immer noch.
Bruder3: hat nie viel Unsinn getrieben, dennoch nicht so reif geworden
Bruder4: wenig Unsinn getrieben...jetzt viel reifer als der Rest zusammen!!

Die Formel bzw. die Anleitung wird gesucht! Was muss man machen, damit man es sehr weit bezüglich der Reife bringen kann???



Wie ich schon schrieb, Bewußtsein entwickeln, sich intensiv mit allen Lebenslagen auseinandersetzen, hinterfragen, an sich arbeiten (wollen). Dabei spielt wohl auch eine entscheidende Rolle, welche Grundeinstellung jemand hat und auch welche tiefgreifenden Erlebnisse jemand durch hat und zwar nicht nur irgendwie durch hat, sondern auch intensiv daran gearbeitet hat, um sie zu meistern. Je schmerzlicher die Erlebnisse, um so größer ist die Chance, daß jemand reift. Eine allgemeingültige Formel wird es wohl nicht geben ... zumindest weiß ich keine.



geschrieben von: Philon

sehr interessanter Beitrag und der Punkt mit den Schmerzen ebenfalls. Das wäre ein guter Anfang zur tiefgehenden Diskussion.



geschrieben von: Aurely Autumn

Ich denke menschliche Reife hat vor allem was mit der persönlichen Fähigkeit zur Selbstreflektion zu tun - Selbstreflektion zu entwickeln allerdings setzt auch bereits eine gewisse menschliche Reife voraus. Idealerweise entwickelt jemand die Fähigkeit, sich selbst realistisch in seinen Stärken und Schwächen im zwischenmenschlichen Kontext zu sehen und entsprechend verantwortungsbewusst gegenüber sich selbst und anderen zu verhalten.
Einschneidende und schmerzliche Erlebnisse verändern einen Menschen und können einen komplexen inneren Reifungsprozess auslösen, da stimme ich ÂmeNoir soweit zu. Viele Dinge kann man auch erst beurteilen, wenn man sie selbst mal erlebt bzw. durchlitten hat. Allerdings ist eben nicht die Menge des Erlebten, sondern der Umgang damit denke ich wieder das ausschlaggebende Moment.
Es gibt Leute denen nie was wirklich Schlimmes passiert ist und die trotzdem verantwortungsbewusst und reif handeln können, vielleicht weil sie das Glück hatten in einem Elternhaus aufzuwachsen, in denen sie von Anfang an beigebracht bekamen Konflikte konstruktiv zu lösen o.ä.
Uns es gibt Leute die durch schmerzliche Erlebnisse erst richtig ungerecht, grausam und egozentrisch werden, einfach weil sie nicht die nötigen menschlichen Ressourcen mitbringen, um an solchen Erlebnissen zu wachsen.



geschrieben von: Philon

Ebenfalls sehr interessanter Beitrag!! Eigentlich stehen wir zur Lösung sehr nah! Denn die Aussage...
Zitat:
Allerdings ist eben nicht die Menge des Erlebten, sondern der Umgang damit denke ich wieder das ausschlaggebende Moment.
Es gibt Leute denen nie was wirklich Schlimmes passiert ist und die trotzdem verantwortungsbewusst und reif handeln können, vielleicht weil sie das Glück hatten in einem Elternhaus aufzuwachsen, in denen sie von Anfang an beigebracht bekamen Konflikte konstruktiv zu lösen o.ä.

...kann man in einem Wort zusammenfassen und damit erklären, nämlich Rationalität.

Rationalität ist der Weg zur Reife!!



geschrieben von: Desoto

ich würde Reife für mich so definieren als Eigenschaft erlebtes so auszuwerten, es bei der nächsten Gelegenheit besser zu machen, unabhängig von den Umständen, alles was es braucht ist Zeit, Erfahrung und den nötigen Willen sich weiterzuentwickeln.

Wie das reifen an sich dann aussieht ist allerdings wieder subjektiv, ich würde sagen Reife ist; Souveränität, über den Dingen stehen, fünfe grade sein lassen, dabei aber niemals gleichgültig sein. Überlegenheit durch Geduld und Ideen zur Verbesserung und diese im geeigneten Rahmen einbringen, anstatt sie unangenemessen um jeden Preis durchdrücken zu müssen.



geschrieben von: Philon

Rationalität bzw. Vernunft beinhaltet all das.



geschrieben von: Aurely Autumn

@Philon: Da kann ich dir nur bedingt zustimmen. Fähigkeiten wie Mitgefühl und Toleranz haben finde ich nicht immer zwangsläufig was mit Rationalität zu tun, weil man sie einfach nicht rein rational-pragmatisch sehen kann, gehören aber für mich auch zur menschlichen Reife.



geschrieben von: Philon

Ok, da bräuchte ich ein Beispiel von dir, ein Beispiel wo Mitgefühl und Toleranz als Reifefaktoren auftreten.



geschrieben von: ÂmeNoir

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Rationalität bzw. Vernunft beinhaltet all das.


Möchte mich Aurely Autumn anschließen. Auch mein letzter Beitrag

... Bewußtsein entwickeln, sich intensiv mit allen Lebenslagen auseinandersetzen, hinterfragen, an sich arbeiten (wollen). Dabei spielt wohl auch eine entscheidende Rolle, welche Grundeinstellung jemand hat und auch welche tiefgreifenden Erlebnisse jemand durch hat und zwar nicht nur irgendwie durch hat, sondern auch intensiv daran gearbeitet hat, um sie zu meistern. Je schmerzlicher die Erlebnisse, um so größer ist die Chance, daß jemand reift ...

war nicht im Sinne von reiner Rationalität gedacht. Unter "Bewußtseinsentwicklung" und unter "sich mit allen Lebenslagen auseinanderzusetzen" verstehe ich, alles mit einzubeziehen und dazu gehören vor allem auch Gefühle. Den Weg zur Reife halte ich - absolut - für einen ganzheitlichen Weg, auf dem nichts ausgeschlossen bzw. verdrängt werden sollte, ein Weg, der allumfassendes ERLEBEN bedeutet und zu erleben heißt auch zu erfühlen. Wie kann jemand sein Bewußtsein erweitern bzw. Erkenntnisse gewinnen, der scheinbar Unangenehmes scheut, wie der Teufel das Weihwasser und z. B. mit dem Verstand Angst abblockt?! Meiner Erfahrung nach birgt gerade die Auseinandersetzung mit Unangenehmem Kostbarkeiten und ermöglicht vor allem auch, tiefes Fühlen zu lernen, darum ist ein ZULASSEN notwendig, ein SICH HINEINBEGEBEN, ein ANNEHMEN, dem steht der Verstand jedoch gerne eher hinderlich im Wege.



geschrieben von: Philon

Bist du dir sicher, dass wir nicht das gleiche meinen?
Eine Person verhält sich z.B. sehr aggressiv mir gegenüber. Wenn ich einen Streit vermeiden möchte, dann ist der bessere Weg, dass ich mich ruhig verhalte und versuche die Spannung abzubauen. In dem Fall verhalte ich mich weiser als in dem Fall wo ich mich auf eine Prügelei einlassen würde.
Aber genau das offenbart, dass mein Handeln und Denken rational und vernünftig ist.

Wir dürfen nicht vergessen, was alles Rationalität beinhaltet. Man darf nicht Rationalität und Vernunft mit dem reinen logischen Denken, also so einer Art Mr. Spock-Denken wo Gefühle und Emotionen außer vor bleiben. Wir sind Menschen, und wir haben die Wahl Entscheidungen zu treffen.

Es dreht sich darum, sich keinen Schaden einzurichten. Ich kann mein Leben dennoch genießen, Verrückten Dingen anstellen, mit Leib und Seele dabei sein; das was mich aber von einer unreifen Person unterscheidet, ist dass ich mich wenig von meinen Gefühlen leiten lasse, sobald die Konsequenzen hart für mich sein können.

Und das ist genau der Grund, warum manche Menschen viel reifer als andere sind, obwohl sie vom Alter her viel jünger sind.

Das Gute daran ist, dass man dadurch in der Lage ist, das Leben bewusster zu genießen. Denn dadurch dass man die Dinge und die Risiken richtig analysiert hat, entwickelt man eine Selbstsicherheit bezüglich seiner Entscheidungen. Man kann kindlich und gleichzeitig rational durchs Leben gehen!!

Gruß!

PS: wie du sagtest, es ist ebenfalls reizvoll gewisse Situationen nicht mit Angst zu begegnen, da gebe ich dir Recht. Aber das ist relativ. Ich meine, eine Prügelei hat auch ihren Reiz. Ihr immer aus dem Weg zu gehen, wäre nicht immer sinnvoll. Aber genau dort setzt Vernunft an. Eine „saubere“ Prügelei kann z.B. positiv auswirken, gerade eben weil sie sauber war. Saube in der Hinsicht, Streit vorbei, ein bisschen Blut geleckt, das wars, später kann man darüber lachen. Aber wenn mein Gegner ein unbekannter Mafiosi ist, der eventuell einen Messer bei sich hat, das ist alles andere als sauber, insofern gehe ich dem lieber aus dem Weg!

Wenn ich im Auto laute Musik höre, dann bekomme ich oft die Lust, richtig schnell zu fahren, ich tue das dann auch. Ich habe aber einen anderen Limit, der mir gleichzeitig Genuss schenkt und mir den Vorteil bisher geliefert hat, eine unfallfreie "Autokariere" genießen zu dürfen.



geschrieben von: Aurely Autumn

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Ok, da bräuchte ich ein Beispiel von dir, ein Beispiel wo Mitgefühl und Toleranz als Reifefaktoren auftreten.


Okay, Beispiel: Jeder Mensch hat Macken, die nichts mit Rationalität zu tun haben.
Menschliche Reife heißt für mich z.B. auch evtl. etwas nervige, irrationale Macken an anderen großzügig zu tolerieren, solange diese einem nicht direkt schaden.

Jeder Mensch tut auch mal was Dummes, was nichts mit Rationalität zu tun hat, z.B. aus Liebe. Mitgefühl tritt finde ich dort als Zeichen menschlicher Reife auf, wo man Dinge emotional nachempfinden und verstehen kann, auch wenn sie aus rationaler Sicht vllt. etwas dämlich erscheinen.
Deshalb kann menschliche Reife nicht nur rational begründet sein - sie beeinhaltet auch stets ein bestimmtes Maß an Empathie.



geschrieben von: Philon

Aber somit bestätigst du, dass Rationalität die zentrale Stelle ist. Ich behaupte nicht, dass Rationalität, der einziger Faktor ist, dennoch ist der der Wichtigste überhaupt! Bei der Reife dreht es sich einfach darum, dass ich die Dinge besser im Griff habe, dass ich Fehler vermeide, mich von Schaden schütze und vieles in der Zukunft besser machen kann. Reife beinhaltet nicht nur das einfache Lernen, wie ich etwas machen kann sondern wie ich es besser machen kann.

Ich meine, wenn ich jemanden kenne, der diverse Macken hat und ihn als Freund mit all seinen Macken akzeptiere, das hat nicht unbedingt mit Reife zu tun. Reife kommt dann ins Spiel, wenn die Handlungen meines Freundes meine eigenen Handlungen beeinflussen. Wenn mein Kumpel jeden Tag seine Gesundheit gefährdet, indem er jeden Tag Drogen konsumiert; solange meine Gesundheit nicht gefährdet wird, dann ist alles in Ordnung. Ich kann mit ihm durch die Gegend ziehen und meine Reife erlaubt mir, seine Gegenwart zu genießen, aber mit der Sicherheit, dass ich keine Drogen zu mir nehmen werde. Ich darf alle Ganoven der Welt tolerieren und als Freunde haben, dennoch das was ich mir und für mich zulasse, das ist das Ergebnis meiner Vernunft.

Rationalität bezüglich des Reifungsprozesses ist kein Binärsystem, also 0 oder 1, schwarz oder weiß. Als ich mit 16 richtig verliebt war, sah die Welt für mich anderes aus. Dennoch Vernunft zeigte mir, dass ich mir einige kleine Dummheiten erlauben dürfte. Heute natürlich lache ich darüber und das ist gut so. Wenn eine versehentliche Schwangerschaft im Spiel wäre, dann würde es mir mit dem darüber Lachen schwer fallen. Meine Vernunft war der Grund, weshalb ich solch einen Fehler nicht gemacht habe!



geschrieben von: Aurely Autumn

@Philon: Ich habe ja auch nie behauptet, dass Rationalität keine Rolle spielt. Aber es gibt eben auch sowas wie emotionale und soziale Intelligenz, dieziemlich wichtig ist, aber mit rationalem Nachdenken sicher nicht komplett abgedeckt werden kann. Oftmals ist dabei vllt. eher sowas wie Intuition, Bauchgefühl im Spiel.



geschrieben von: Philon

Das Problem hierbei ist, du äußerst nichts Handfestes...nenn mir bitte etwas Konkretes zur Reife.

Was ist mit dieser sozialen Intelligenz? Ich meine, ok, ich bin ein Mensch, bin sozial, habe Gefühle, Emotionen, empfinde ich Liebe, etc. Und jetzt? Was und wie trägt etwas davon zur Reife?



geschrieben von: Philon

hhhmm, wenn ich mir noch mehr Gedanken darüber mache, dann stelle ich immer wieder fest, dass Vernunft doch die einzige Basis ist.:rolleyes: :D



geschrieben von: Nezach

Reife kann evtl. auch als die Fähigkeit, durch sein Verhalten wenig Leid und viel Wohl in die Welt zu bringen, aufgefasst werden. Alle Fähigkeiten und Eigenschaften des Menschen, die im Einzelfall dazu beitragen, machen Reife aus. Das können sein: Duldsamkeit, Unvoreingenommenheit, Vertrauen, Selbstbeherrschung, Gerechtigkeit, Milde, Mut, Tapferkeit, Klugheit, Barmherzigkeit, Genügsamkeit, Güte, Fleiß, Zuversicht, Achtsamkeit.



geschrieben von: Philon

Shadowflower,

du schriebst:
Zitat:
Gleichgewicht herzustellen… Gefühl und Verstand auszubalancieren… Immer wieder neu zu hinterfragen, zu reflektieren ... nicht auf einer Stelle stehen zu bleiben und Veränderungen zulassen können ... aus Fehlern zu lernen, verstehen zu lernen, offen zu sein, Verantwortungsbewusstsein gehört zur Reife ... Selbstbewußtsein bzw. Selbstwahrnehmung ... Selbstbestimmung, also eigene Entscheidungen bewußt treffen..

Jetzt möchte ich dir die Frage stellen, wie machst du das alles??? Ich meine wie heißt dieses Denkvermögen bzw. diese geistige Fähigkeit, die dir erlaubt das alles zu managen???

Denk darüber nach und du wirst sehen, dass diese Fähigkeit Vernunft heißt!


http://www.philolex.de/vernunft.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Vernunft
http://www.textlog.de/5358.html



geschrieben von: Lamydia

Die Reife eines Menschen entsteht durch seine Erfahrungen,die er im Leben macht. Aber auch durch Weisheit und Wissen. Weisheit muss nicht unbedingt mit alter zutun haben. Dies bedeutet nur das ein gutes wissen, gute erfahrung in einem Thema hat und das könneen ganz einfache dinge sein.



geschrieben von: Philon

Hi Shadow,

Ok, hier müssen wir was unterscheiden. Vernunft wird oft als Synonym zum Verstand oder Alltagsvernunft, dennoch Vernunft ist etwas Anderes. Vernunft ist das Vermögen wie du deinen Verstand einsetzt. Denn deinen Verstand bzw. dein Denken setzt du auch bei unvernünftigen Dingen ein. Ein Beispiel: jemand könnte dir sagen, du wärst nicht so reif für einen Banküberfall, denn Reife beinhaltet nicht nur das Wissen, wie man eine Bank überfällt sondern wie dein Einsatz aussieht.

Ein anderes Beispiel, Hochschulreife. Du hast nicht nur ein Wissenstand erreicht sondern du besitzt die Reife, mit den Lernprozessen eines Hochschulstudiums umgehen zu können, was für einen Schüler der 6ten Klasse unmöglich wäre.

Natürlich bestimmen wir, also die Gesellschaf, was reif ist und was nicht. Und das nicht nur in der Hinsicht vernünftiges Handeln, sondern auch allgemein wie in dem Beispiel der Hochschulreife.

Wenn ich mich Heute in einer Frau verliebe und ihr mein ganzes Vermögen überschreibe, dann handele ich unreif und das weil die Praxis in unserer Gesellschaft gezeigt hat, dass solch ein Handeln zu 99% in die Hose geht. Dass man fremde Menschen so schnell großes Vertrauen schenkt, das funktioniert in der Regel nicht, deshalb sind wir uns einig, dass dies unreif ist. Reif wäre solch ein Verfahren nur dann, wenn ich mir der Konsequenzen meiner Handlungen voll bewusst bin. Also wenn ich gewollt altruistisch handeln möchte. Denn in dem Fall würde mich die Gesellschaft eventuell für bekloppt halten aber nicht für unreif. Denn unreif bedeutet, ich bin mir der Konsequenzen meiner Handlungen nicht so bewusst. Ich bin eher naiv und besitze nicht die Erfahrungen mit Dingen umzugehen, die für Reife Menschen leicht zu handhaben sind.



geschrieben von: ÂmeNoir

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Ich meine, eine Prügelei hat auch ihren Reiz. Ihr immer aus dem Weg zu gehen, wäre nicht immer sinnvoll. Aber genau dort setzt Vernunft an. Eine „saubere“ Prügelei kann z.B. positiv auswirken, gerade eben weil sie sauber war. Saube in der Hinsicht, Streit vorbei, ein bisschen Blut geleckt, das wars, später kann man darüber lachen. Aber wenn mein Gegner ein unbekannter Mafiosi ist, der eventuell einen Messer bei sich hat, das ist alles andere als sauber, insofern gehe ich dem lieber aus dem Weg!


Eine Prügelei sauber? Eine Prügelei zeugt meines Erachtens nicht unbedingt von menschlicher Reife und für vernünftiger halte ich es, Differenzen auf zivilisiertere Art und Weise zu lösen, als sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen ... erinnert mich irgendwie an die Epoche, in der die Keulen geschwungen wurden.



geschrieben von: Goat93

Die prügelnden ziehen sich bestimmt Aids Handschuhe mit
Plüschummantelung an oder sowas :D

Über gebrochene Knochen lacht man immer, besonders
auf den Weg ins Krankenhaus, sollte jeder mal ausprobieren.
:rolleyes:
Und mafiosis lassen sich lieber mit hubschraubern aus
knästen fliegen, wie sich mit einem messer zu prügeln :D



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von ÂmeNoir
Eine Prügelei sauber? Eine Prügelei zeugt meines Erachtens nicht unbedingt von menschlicher Reife und für vernünftiger halte ich es, Differenzen auf zivilisiertere Art und Weise zu lösen, als sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen ... erinnert mich irgendwie an die Epoche, in der die Keulen geschwungen wurden.

Ehhm ja, hier habe ich was vergessen! Gerade diese naiven Zeiten, als man jung war, gesoffen hat, ein paar Prügeleien angefangen hat....die sind immer amüsant, wenn man zurückblickt....und das weil sie sauber waren...keinem ist was passiert, ein paar blaue Flecken, sonst nichts.

Das natürlich ist eine Sache, die eher von den männlichen Kandidaten amüsant gefunden wird!



geschrieben von: Philon

Zitat:
Das hab ich auch noch nicht gehört ... eine Prügelei, bei der blaue FLECKEN entstehen ist "sauber" ... solange kein Blut spritzt oder was ?

Moment, Moment, hier muss ich was ergänzen! Damit sind genau die unreifen Dinge während der Jugend gemeint!
Ich meine, als ich so 14 war, habe mal eine Schokolade vom Nachbarkiosk verschwinden lassen. Mmhh, ich kann immer noch den Supergeschmack dieser Schokolade nachempfinden! Genauso gut kann ich mich an den Tag erinnern, als der Kioskbesitzer mich dabei erwischt hat, als ich den gleichen Versuch startete!! Und das gleiche gilt für Hänseleien und Kleinprügeleien während der Schulpausen. Im Nachhinein kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich sehr froh darüber bin, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen. Ohne sie wäre ich kein normaler Junge, glaube ich. Ich wäre zu reif für mein Alter, also so einer Art reife biologische Maschine!
Zitat:
Wer ist in diesem Fall reifer? ...

Ein 6. Klässler, der nicht auf die Autorität seiner Lehrerin hört und seinen eigenen Interessen nachgeht

oder

ein Hochschulstudent der unhinterfragt den Lehrstoff aufnimmt und sich nach seinem Studium der Autorität seines Arbeitgebers unterwirft?

Herr Professor phil. Philon wie ist ihre Auffassung von Reife zu dem vorliegenden Fall?

Wenn dann richtig, also Professor Dr. Dr. phil.!!

Nein, Spaß bei Seite, dein Vergleich ist schon unvollständig. Unreif ist der Junge, wenn er aufgrund seiner Handlungen nichts lernt und entsprechend nicht die Schule schafft. Insofern ist so eine Handlung in der Regel unreif.

Bezüglich deines zweiten Beispiels mit dem Studenten da sehe ich keine Relevanz drin. Was sollte reif bzw. unreif daran, wenn man sich dem Arbeitgeber unterwirft??
Der Eine ist Karieregierig und geht über Leichen, der Andere nicht, das hat mit der persönlichen Einstellung zu tun und nicht mit der Reife. Insofern habe ich keine Antwort zu deinem Vergleich.



geschrieben von: Cagliostro

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Moment, Moment, hier muss ich was ergänzen! Damit sind genau die unreifen Dinge während der Jugend gemeint!
Ich meine, als ich so 14 war, habe mal eine Schokolade vom Nachbarkiosk verschwinden lassen. ...



Also quasi letzte Woche...

Der Kosmos bewegt sich eliptisch.
Das Dasein ist generell nicht linear.
Das was man also als Vernunft bezeichnet ist nur die Spiesservariante für die Uninspirierten.
Werdet glücklich, lebt euer Buchwissen.

Für alle anderen gilt, dass man seine Intuition nutzen kann und darf.



geschrieben von: Philon

eliptisch...linear. Diametral hast du vergessen!

Siehst du? Mit Intuition hättest du nicht die Möglichkeit, sowas zu schreiben...also mach weiter...damit du auch groß und stark wirst!!



geschrieben von: Cagliostro

Das bedeutet also, dass du einen Schreibautomaten bedienst oder ein Schreibautomat dich benutzt.
Dacht ich mir eigentlich schon.

Ansonsten wäre es nett, wenn du deine Gedanken mal entwickeln würdest, statt durch Bevormundung anderer user über deine Schwächen hinwegtäuschen zu wollen.



geschrieben von: Captain Cute

Meine Güte ist die Angelegenheit herrlich absurd und wunderbar sinnfrei. Ich habe mir den Thread bis hierhin durchgelesen und habe folgende Zusammenfassung erhalten:

Reife entsteht durch gesellschaftliche Einflüsse und deren Verarbeitung. Der Reifebegriff ist hierbei von den jeweiligen Konventionen der Gesellschaft abhängig.

Ok, soweit wären wir schon mal und das ganze kann auch jeder nachvollziehen, nur wieso man hier den eigentlich auf diffuse Weise absurden Begriff der Menschlichkeit hier einbeziehen muss ist mir schleierhaft und nicht näher zu benennen, denn menschlich benennt moralische Werte die auf die gesamte Menschheit zutreffen sollen, was allerdings schlichtweg falsch ist, da es keine rassenspezifische Moral gibt.

Konvention wird das was durch Zufall und Entwicklung funktioniert und sich etabliert, da auch Kultur nur durch einen evolutionären Prozess entsteht. Nun stehen wir allerdings vor dem Dilemma, dass nicht alles was funktioniert "menschlich" ist. Sich damit zu befassen überlasse ich dem nach mir schreibenden. ^^



geschrieben von: Mela

Menschliche Reife ist für mich etwas was sich aus vielen einzelnen Dingen zusammen setzt.
Die Menschliche Reife hat nichts mit dem biologischen Alter zu tun.

Oft kommt es vor das ich mich bei einigen meiner Mitmenschen frage ob sie nun in einer Glaskapsel gelebt haben bis sie mir begegnet sind oder ob ich nur das Gefühl habe das ich zu alt für mein biologlisches alter bin.... :rolleyes:

Ein einfaches Beispiel: Ich setze vorraus das jemand über 20 eine einfache Landkarte lesen und bedienen kann, das jemand in diese Alter in der Lage ist sich selbst etwas zu essen zu machen usw. (ja ich weiß das es da auch Ausnahmen gibt, welche körperlich oder geistig nicht dazu in der Lage sind aber die mein ich hier nicht!)
Wenn ich mit gleichaltrigen am Tisch sitze frage ich mich manchmal erschreckt wo diese Phase meines Lebens geblieben ist.
Dieses unbekümmerte heute war ich da shoppen, Mama hat mir das Auto gekauft, bezahlt mir alles ich weiß nicht wie mal nen Teller abwäscht.

Entschuldigt ist etwas überspitzt vielleicht, aber solche Dinge regen mich auf (ja vielleicht ist es auch ein wenig Eifersucht).

Reife zeugt aus Erfahrungen die man selbst gemacht hat.
Reife die man erlangt hat hat für mich viel mit dem Umfeld zu tun in dem man lebt und den Erfahrungen die man im Leben gemacht hat.
Nur weil ich geschwollen reden kann und weiß wie ich mich auszudrücken habe heißt das nicht das ich besonders Reif bin.
Besonders Reif bin ich wenn ich weiß wie ich mit bestimmten Situationen umzugehen habe und wie ich wann und wo auf etwas reagiere.
Wie ich selbst eigenständig handle.
Eigenständig handeln kann ich nur durch gemachte Erfahrungen der eine hat mehr der andere Weniger.





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