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Kommunikation?

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geschrieben von: Louveteau

Hallo...
Meine Mutter kam auf diese Idee und ich schreib sie einfach mal auf und möchte wissen, was ihr davon so haltet...:

Wofür unterhalten wir uns?..
Hinter jeder Unterhaltung steckt eine Frage. Wenn man erzählt, was man tolles erlebt hat, die Frage 'war das nicht toll?' ... Oder selbst hier: 'Was haltet ihr davon?'... Manchmal ist diese Frage nichtmal sichtbar, aber antworten tut man generell sowieso nur auf Fragen. Und Unterhaltungen bestehen aus Antworten . . .
Aber dieses Unterhalten (verstecktes Fragen) zeigt ja auch, dass man unsicher ist... Wenn jetzt jmd. 100%ig weiß, dass das Erlebnis toll war, dann braucht er es generell nicht zu erzählen, weil er weiß es ja...
Soo... d.h. aber, dass nur 'unsichere' Menschen sich unterhalten müssen ... demnach Menschen mit wenig Selbstvertrauen... d.h. aber, dass Leute, die für krank (was ich sowieso schon Ansichtssache finde) gehalten werden, weil sie nicht mit anderen reden oder reden wollen, eig. eher stärker sind als andere, die sich unterhalten müssen ....

Also... Bin gespannt auf eure Kommentare ^^



geschrieben von: Seelenreise

Menschen unterhalten sich doch in erster Linie um sich mit zuteilen und um Kontakt zu anderen Menschen (Artgenossen) auf zubauen. Reden ist nicht die einizge Art der Kommunikation, nur eben die von uns am häufigsten genutzte. Führt oft zu vielen Missverständnissen, Lüge usw. gibt uns aber auch die Möglichkeit uns über Belangloses zu unterhalten.
Ich glaube nicht, dass hinter jeder Unterhaltung auch eine Frage steckt. Wo ist die Frage beim Austausch von Kochrezepten?
Reden ist doch ein Mittel jemanden besser kennen zu lernen oder einfach mal etwas los zuwerden, weil es einem dannach besser geht.
Auch finde ich, dass es eher selbstbewusste Menschen sind die viel und gerne reden, weil sie keine Angst vor dem Urteil haben und Worte sind eben das, wonach viel zu oft geurteilt wird. Menschen die wenig reden sind jedoch meist unsicher und haben Angst vor dem was der Andere nun über die denken könne, meinen mitunter ihr Erlebtes war garnicht so toll und was sie von sich geben könnte der andere als kompletten Blödsinn empfinden. Was nicht heissen soll, dass es nicht doch genug Leute gibt die reden, weil sie Bestättigung wollen oder die reden, weil sie nicht wissen wie sie sonst mit der Situation fertig werden sollen.



geschrieben von: Federwolke

Ich finde die Idee, eine Unterhaltung als die Aneinanderreihung von Antworten auf sichtbare und unsichtbare Fragen zu bezeichnen eigentlich gar nicht so schlecht, nur würde ich persönlich nicht daraus folgern, dass die Menschen, die wenig oder gar nicht sprechen Selbstbewusster sind. Meiner Meinung nach ist eher das Gegenteil der Fall. Teilt man seine Gedanken offen mit lässt man sie dadurch gleichzeitig prüfen. Das würden doch wohl eher jene Menschen tun, die sich sicher sind, dass ihre Überlegungen dem Urteil ihrer Mitmenschen standhalten.



geschrieben von: ÂmeNoir

Zitat:
Hinter jeder Unterhaltung steckt eine Frage. Wenn man erzählt, was man tolles erlebt hat, die Frage 'war das nicht toll?' ... Oder selbst hier: 'Was haltet ihr davon?'... Manchmal ist diese Frage nichtmal sichtbar, aber antworten tut man generell sowieso nur auf Fragen. Und Unterhaltungen bestehen aus Antworten . . .

… oder Gegenfragen. Euer beider Ansicht kann ich so nicht teilen. Wenn man beispielsweise erzählt, daß man was Schönes erlebt hat, MUSS keine Frage dahinterstecken, genausogut kann man aus einem reinem Mitteilungsbedürfnis heraus berichten, vielleicht weil es ein außergewöhnliches Erlebnis war und man es unbedingt loswerden möchte.
Zitat:
Aber dieses Unterhalten (verstecktes Fragen) zeigt ja auch, dass man unsicher ist... Wenn jetzt jmd. 100%ig weiß, dass das Erlebnis toll war, dann braucht er es generell nicht zu erzählen, weil er weiß es ja...
Siehe oben. Zudem kann Fragen stellen genauso gut Interesse an der Sichtweise eines anderen bedeuten, das Kennenlernen anderer Meinungen und Einstellungen, Erkenntnisse.
[QUOTE]Soo... d.h. aber, dass nur 'unsichere' Menschen sich unterhalten müssen ... demnach Menschen mit wenig Selbstvertrauen... d.h. aber, dass Leute, die für krank (was ich sowieso schon Ansichtssache finde) gehalten werden, weil sie nicht mit anderen reden oder reden wollen, eig. eher stärker sind als andere, die sich unterhalten müssen ....

Was ist überhaupt "krank"? Alles was nicht der Norm entspricht? Was ist die Norm und wer legt sie fest?
Es gibt redselige Menschen, die einfach gerne ein Pläuschlein halten, die den kommunikativen Austausch lieben, gerne erfahren und gern erzählen, soziales Miteinander verbal pflegen. Genauso wie es Menschen gibt, die auf gut deutsch gesagt "maulfaul", denen man jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen muß, die schlichtweg einfallslos sind und somit einfach nichts zu erzählen haben oder wissen. Genauso gut reden sich manche den Mund fusselig und geben wenig Geistreiches von sich und andere äußern ein paar wenige Worte, die voller Gehalt sind. Wer sich unterhalten MUSS, hat wohl ein extremes Mitteilungsbedürfnis und meint, nicht ohne zu können. Ob das jedoch eine Frage des Selbstvertrauens ist? Hmmm? Na ja, vielleicht hat so jemand ein Problem mit der Einsamkeit, braucht deswegen Unterhaltung, vielleicht auch Selbstbestätigung oder steht gerne im Mittelpunkt.



geschrieben von: Waldemar

Kommunikation ist mehr als Unterhaltung. Kommunikation sorgt für das Überleben und die gesunde psychische Entwicklung des Menschen.

Ohne Zuwendung, sowie die verbale und auch nonverbale Kommunikation, wären wir bereits als Kind seelisch vereinsamt und geschädigt..

Aber die wichtigste Kommunikation ist die Körpersprache. Sie ist die erste Sprache, die ein Mensch lernt. Mit ihrer Hilfe nimmt er Kontakt zur Umwelt auf, äußert Gefühle, Bedürfnisse, Befindlichkeiten. Und er versucht, die Körpersprache anderer Menschen zu entschlüsseln. Ein Lächeln, eine freundliche Stimme, eine zärtliche Berührung lösen Wohlbehagen aus. Zusammengekniffene Lippen, ein unsanftes Wegschieben erzeugen Unsicherheit oder gar Angst...

Gesichtsausdrücke, Bewegungen, Körperhaltungen und den Tonfall einer Stimme einzuschätzen und einzusortieren. Körpersprache ist authentisch und lügt nicht. Ich "höre" ihr gerne zu..


Zitat:
Wer sich unterhalten MUSS, hat wohl ein extremes Mitteilungsbedürfnis und meint, nicht ohne zu können. Ob das jedoch eine Frage des Selbstvertrauens ist? Hmmm? Na ja, vielleicht hat so jemand ein Problem mit der Einsamkeit, braucht deswegen Unterhaltung, vielleicht auch Selbstbestätigung oder steht gerne im Mittelpunkt.


Natürlich eine Frage des Charakters.. Schaut man aber nach z.B. Spanien ist die verbale Kommunikation sehr wichtig. Sie reden ständig und gerne. Zeigen mehr Gefühle verbal und nonverbal. Auch um sich den Stress von der Seele zu reden und ihre soziale Gemeinschaft zu binden. Das mag für uns Inhaltslos erscheinen, aber ist ein adequates Mittel dieser Kultur.



geschrieben von: ÂmeNoir

Zitat:
Original geschrieben von Waldemar
Schaut man aber nach z.B. Spanien ist die verbale Kommunikation sehr wichtig. Sie reden ständig und gerne. Zeigen mehr Gefühle verbal und nonverbal. Auch um sich den Stress von der Seele zu reden und ihre soziale Gemeinschaft zu binden. Das mag für uns Inhaltslos erscheinen, aber ist ein adequates Mittel dieser Kultur.


Ja, andere Länder, andere Sitten. Allgemein sind Südländer wesentlich gesprächiger und aktiver im Austausch, liegt wohl an der Geselligkeit, die dort eine ander Rolle als bei uns spielt. Aber auch deutschlandweit gibt es Unterschiede, den Ruhrpottlern sagt man nach, daß sie kontaktfreudiger sind und man in einer Kneipe als Fremdling nie lange alleine sitzen wird. In der Gegend, in der ich lebe, wird man als jener wohl eher alleine in der Kneipe sitzen bleiben, sofern man nicht selbst aktiv den Austausch sucht. Und selbst dann kann es passieren, daß Einheimische sehr kurz angebunden sind.



geschrieben von: Milten

Zitat:
Wofür unterhalten wir uns?..


Konversation dient mMn eher weniger der eigentlichen Fragestellung, sondern eher anderen intuitieveren Zwecken. Wie das Erzeugen von Gefühlen, je nach dem was man erwartet, erzählt man den passen Text. Das geschiet eher unbewusst. Eine Gefühlslage versetzt den Menschen in einen Zustand der ein bestimmtes Äquivalent fordert, was z.B. durch Konversationen erzeugt werden kann. Ein Beispiel wäre ein Mensch, der von einem Leid geplagt wurde, also geht er zu seinem Konversationspartner mit der Intention die Konversation so zu gestalten, dass das Ergebniss zu seinen Gunsten verläuft. Also an diesem Beispiel z.B. Mitleid oder Linderung.
Dessweiteren können Konversationen dazu dienen hirarchische Positionen zu verdeutlichen oder um impulsive und langzeit Ziele zu erreichen. Das Konversationen gut für die Entwicklung ist, stimmt schon, allerdings ist die Motivation nicht, dass man redet um sich gut zu entwickeln. Daher ist die urmotivation der Menschen Konversationen zu führen, das erreichen bestimmter Ziele, wie am Bsp. schon erkäutert.

Grob gesagt ist Konversation immer eine Manipulation, entweder des Gegenüber, eine Gruppe oder sich selbst. Dabei ist der Impuls bzw. der Auslöser eher oder besser gesagt üblicherweise intuitiv.





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