Jetzt hast du deinen neuen Job, und ich ärgere mich. Mir gehts schlecht, aber warum denn überhaupt? Du kriegst einfach alles so toll hin. Dir gehts gut. Das sollte die Hauptsache sein. Ist sie auch. Ich gönne dir ja ein schönes Leben. Ich will, dass du ein schönes Leben hast. Nur schätze ich, dass zumindest momentan nur einer von uns glücklich sein kann. Klar, auf wen diese Wahl fällt. Mein Preis, und ich zahle ihn. Ich bin mit dir zusammen, und ich versuche, zu schweigen, damit es dir besser geht. Innerlich krampfe ich, aber das bist du mir wert. Es sollte zwar nicht so sein, dass ich Schmerzen habe, damit du glücklich bist, aber so ist das eben. Das ist ja nicht deine Schuld. Sondern meine. Mein Fehler. Meine übergroße Fürsorge. Mein dich-vor-der-Welt-beschützen-wollen.
Was nicht möglich ist. Und das kratzt an meiner Seele und an meinen Nerven.
Aber ich kann mich auch nicht immer mit den Tabletten ausschalten.
Die Verzweiflung wächst, und damit auch die Wut. Dieses neue Restaurant. Du lächelst andere Männer an, und sie geben dir etwas mehr Geld, weil sie dich süß finden.
Und das willst du nachher vielleicht noch feiern. Ich möchte nicht feiern. Ich kann mich über deinen neuen Job nicht freuen. Also doch wieder Tabletten, die kleinen bitteren weißen. Kopf aus. Gefühle aus. Leben aus?
Ich hole dich dann um 17 Uhr ab. Ich hasse den Laden. Ich fühle mich leer durch die Tabletten, aber ich merke trotzdem, dass da oben in meinem Kopf ein Krieg tobt. Ich glaube nicht, dass ich das vor dir verbergen kann. Dann wirfst du mir wieder vor, dass ich mich gar nicht freue für dich. Ich freue mich aber, es ist nur so, dass meine Sorge um dich und um uns alles andere überdeckt.
Also, was kann ich tun? Nichts, ausser aushalten. Reflektieren. Arbeiten an meinen Problemen. Zähne zusammenbeissen; Irgendwie Stark sein. Und vernünftig sein. Keinen Frustkauf tätigen beispielsweise.
Ich bin ja so erwachsen. Kann mich um die Erwachsenen-Dinge kümmern. Und Fels in der Brandung sein.
"Sie sagt, sie sei froh, dass sie mich hat, weil sie echte Männer mag!
[...]
Doch ich kann auch schwach sein - zerbrechen wie Porzellan!
[...]
Ich bin nicht immer ein Held, der sie auffangen kann!
[...]
Kuck doch wie ich weinen kann!
[...]
Sie denkt wohl, ich sei aus Metall, das sich niemals biegt!"
Schwefelgelb - Meine Tränen
geschrieben von: SoulReaper696
Sei stark, bau die Mauern auf, halt sie oben - kämpfe, geb nicht auf, sei ein Mann - sei ein Fels, ein Stück Stahl, ein verdammter Eisblock!
Du bist der Mann, du hast Depressionen, du willst dir selbst Schmerzen zufügen, willst Blut sehen - halte es aus oder stirb daran!
geschrieben von: SoulReaper696
Die Mauern sind wieder errichtet. Mein Herz wieder kalt. Oder meine Seele?
Nicht tot, aber verbittert und verzweifelt, dennoch: Wieder fähig, zu "leben".
Du wäscht mich jetzt rein. Ich habe dich darum gebeten. Mich sauberzuwaschen. Meinen ganzen Körper. Ich fühle mich dreckig.
Du hast gesagt, wir schaffen es zusammen....
geschrieben von: SoulReaper696
Es tut mir leid, was passiert ist. Meine Augen tun noch vom Weinen weh. Ich bin auf dem Boden zusammengebrochen eben gerade. Ich habe nichts schlimmes getan an sich, aber da ist halt diese Sache. Dir fehlt das 'Wilde', das Erotische. Ich bin halt eher ein Familienmensch, der das ruhige, gemütliche liebt. Es tut mir leid, ich will dich nicht enttäuschen. Ich will dich nicht verlieren. Ich liebe dich. So sehr. So sehr, dass es mich verzweifelt macht, wenn ich das Gefühl kriege, dass ich dir nicht genüge. Ich will dich keinesfalls verlieren. Ja, ich bin schwer krank. Aber ich kämpfe jeden Tag dagegen an. Vergiss das nicht. Bitte.
...so painful my fight...
diary of dreams - the valley
geschrieben von: SoulReaper696
Heute ist der Geburtstag deines Vaters. Ein schlimmer Tag für dich. Er hat sich, als du elf warst, umgebracht. Du brauchst wohl Zeit für dich. Du hast recht. Ich kann nicht nachempfinden, was du fühlst.
Ich habe Angst um dich. Und um mich. Ich fühle mich ganz und gar nicht wohl. Ich habe so keine Lust mehr auf Sorgen. Ich will nicht mehr. Das kann doch alles nicht wahr sein. Ich will nicht, dass du alleine sein willst. Und ich habe keine Ahnung, ob du mich heute abend bei dir haben willst....unsere Seelen brauchen so unglaublich dringend eine Auszeit...
Wohin führt unser Weg??
geschrieben von: SoulReaper696
Werde ich irgendwann, in ein paar Jahren, diese Texte wiederfinden, und mich wundern, wie ich damals empfunden habe? Werde ich mich wundern, dass ich diese Zeit durchgestanden habe? Werde ich diese Zeit durchstehen?
Ich liebe dich doch. Ich muss dich lieben. Ansonsten würde ich nicht so leiden.
Lege ich mich jetzt ins Bett? Ich bin Hundemüde. Und auch nicht. Ich habe Angst, dass du dich meldest, und ich es überhöre. Oder dass ich nicht sofort auf irgendetwas reagieren kann.
Ich will heute nacht nicht alleine sein. Ich kann jetzt aber auch nicht wach bleiben. Jede Minute fühlt sich an wie eine Stunde. Ich ertrage mich selbst nicht mehr. Wenn ich mich aber hinlege und schlafe - und du mich dann wecken solltest, kriege ich erst einmal wieder Herzrasen. Ich habe Angst vor dem, was du mir sagen könntest. Ich habe Angst davor, dass du mir sagst, du willst heute abend alleine sein. Und ich habe Angst davor, dass du sagst, du willst mich bei dir haben, denn ich weiß nicht, ob ich dich Stützen kann oder ob wir uns gegenseitig hochschaukeln. Ich liebe dich. Ich vermisse dich. Ich habe Angst um dich.
geschrieben von: SoulReaper696
Trimipramin.
Kloß im Hals
Schiller.... Einsamkeit
Leere
Wenn dich alles verlassen hat...
Warum mache ich weiter ... ?
Woher nehme ich meine Kraft ... ?
Wie lange kann ich noch ... ?
Ich kriege kaum noch Luft ... !
geschrieben von: SoulReaper696
Ich taumele richtiggehend zwischen Wahn und Normalität. Dieses Wochenende wird ein Drama. Ich werde komplett unter Medikamenteneinfluss stehen. Heute Nacht gehst du mit einer Freundin auf eine Party, alleine - du willst nicht dass ich dabei bin, weil du mit deinen Freunden alleine sein willst - ist ne Privatparty - Sarah hat Geburtstag. Dein Exfreund wird auch da sein - wahrlich ein beruhigender Gedanke, haha.
Ich weiß, dass du nichts tust, was ich nicht will. Trotzdem habe ich Angst, auf Partys sind mitunter die schlimmsten Dinge meines Lebens passiert, und noch mehr von diesem Schmerz ertrage ich nicht. Heute nacht lässt du mich in deiner Wohnung schlafen. Das ist gut. Das wird mir bestimmt ein bisschen helfen.
Morgen dann muss ich um 9 Uhr bei der Arbeit sein. Ich bin jetzt Barkeeper, muss also stress aushalten und Freundlich sein können. Ein sadistischer Witz, dass gerade ich diesen Job habe. Aber so wird es sein. Wenn ich Schluss habe, willst du mich mit deinem besten Freund und seiner neuen Freundin abholen, damit wir dann noch ein bisschen zusammensitzen können oder so und dann willst du wieder auf Party gehen. An sich würde ich lieber mit dir alleine zuhause sein. Ja, ich bin der ruhige Typ. Aber dich alleine auf Party gehen zu lassen, ist für mich schlimmer, als mit dir auf einer Party zu sein, wo ich eigentlich nicht sein will. Also wähle ich das kleinere Übel. Und gehe mit. Werde dann wohl also die Nacht durchmachen, und am Sonntag muss ich wieder Arbeiten, auch von Neun Uhr früh an. Das wird sicherlich nicht leicht. Aber was soll ich tun - mir bleibt keine Wahl. Ich soll Stark sein. Wielange noch, bis ich wahnsinnig werde??
geschrieben von: SoulReaper696
Endlich ist der Dezember da, das ist eine so schöne Zeit. Die Luft ist eiskalt, wenn man nach dem langen ausschlafen vor die Haustüre geht. Heute war zum ersten mal Frost auf den Wiesen. Ist das nicht schön...Die Luft so klar, dass es fast schon ein Reinigendes Gefühl für die Lunge ist, sie zu atmen. Die Weihnachtszeit, endlich! Viele Tage mit einzelnen Geschenken gefolgt von einem Tag mit vielen Geschenken. Das ist auch schön. Ich habe schon so viel für dich ausgesucht und zusammengesammelt. Hat mir Spaß gemacht, den Adventskalender für dich zu machen. 24 Kärtchen mit Stationen unserer Beziehung. Nachher gehe ich zur Elbe, ich will Sand klauen für dein Haupt-Weihnachtsgeschenk.
Da freu ich mich schon drauf!
Der Dezember wird gut,
der Dezember wird gut,
der Dezember wird gut.
geschrieben von: SoulReaper696
"Ich liebe dich :) !"
"Aww *herz freut sich mit* ich liebe dich auch, bebi !!!!"
"Mein Pulli riecht nach dir. Das ist echt schön. Hab wohl den Hauptgewinn abbekommen. Mach dir ne schöne Zeit, bis um 23 Uhr..."
"Schön so nech :) Also so wie es bei uns ist. Mach du dir auch ne feine Zeit. Bis später"
Habe den Sand geholt. jetzt wird er gewaschen...
geschrieben von: SoulReaper696
Es geht mir gut. Ich bin entspannt. Gerade hast du angerufen und gesagt, dass du heute doch nicht arbeiten musst. Du wirst den Abend nicht mit diesem reudigen Strassenköter Jan verbringen. Trotzdem Sehen wir uns nicht jetzt sofort. Du nutzt die Zeit noch ein bisschen um Weihnachtsgeschenke vorzubereiten. Ich bin so froh. Nicht fröhlich, aber zufrieden. Leute wie ich können ja kein richtiges Glück empfinden, aber für mich ist es schon schön, wenn meine Seele ruhig ist und ich kein bisschen verunsichert. So ist das gerade nämlich.
Summer würde sagen, ich schwinge auf einer sehr hohen Frequenz.
geschrieben von: SoulReaper696
It burns within...
"Wäre es ok, wenn wir uns heut abend nicht sehen?"
Ich weiß - höchstwahrscheinlich bist du nur zuhause, spielst zelda, liest buch oder hörst dir nen hörbuch an - willst ein bisschen alleine sein. Für mich bedeutet das aber immer dass du abstand brauchst - was grundsätzlich ja vielleicht sogar gar nicht unbedingt was schlechtes sein muss. Aber bei mir hat mir die erfahrung gezeigt, dass der wunsch nach abstand der anfang grosser Probleme ist.
Also werfe ich 4/4 ein, höre Heaven Shall Burn und hoffe, dass die Chemie schnell genug anschlägt.
geschrieben von: SoulReaper696
Also heute abend sehen wir uns nicht. Morgen abend wahrscheinlich wohl auch nicht - Da gehst du mit steffi feiern und ich darf ja nun doch nicht bei dir warten, weil du findest, dass ich dich immer zu sehr 'kontrolliere' was deinen alkoholkonsum angeht, wenn du heim kommst. Und du willst 'auch mal torkeln dürfen'.
Auch mein plan, mich mich deinem bekannten chris zu treffen, geht nicht - er hätte mich verstanden, ist auch depressiv, morgen abend ist sein letzter abend in hamburg - aber er trifft seine ex.
Ich sollte vielleicht auch abhauen...
Mein anderer notfallplan geht auch nicht. Erst sportstudio, dann zu meinen eltern, pizza und weihnachtsplanung, dann schlafen?
Abgefucked.
Geht auch nicht. Ich hab Rechnung nicht gezahlt im Studio, also ende. Ich wüsste so gern, wie es mit morgen abend ist. Ich mache jetzt schon einen riesen aufriss wegen morgen abend. Muss ich aber auch. Wenn du feiern gehst, zahle ich einen großen Preis dafür.
Auch heute abend leide ich. Ja, ich leide. Wird keiner oder kaum jemand der mitlesenden verstehen, aber es ist so. S., nutz die Zeit. Ich versuche, für dich stark zu sein.
1/4.
Halt. SMS gekriegt.
Vielleicht sehen wir uns erst Sonntag abend wieder.
Hast du gesagt.
Lieber 2/4.
Hab also eben mit dir Telefoniert.
Hast mir wieder ein paar Schläge verpasst.
Früher hast du immer in dem Kiosk eingekauft, das machst du jetzt wieder. Vor ein paar Monaten hast du gesagt dass du es toll findest, dass du jetzt nicht mehr im Kiosk einkaufen würdest, dass du lieber mit mir einkaufen gehen würdest.
Dann hast du noch gesagt dass ihr erst in der GF36 und dann noch im Lunacy wart - du warst um halb neun Morgens zuhause...und du fandest, ihr wart nicht lange weg!! Ich bin während dieser Zeit fast verrückt geworden vor Sorge...
Und dann fandest du noch, dass wir uns 'doch grade erst gesehen haben'.
Abgesehen von gestern Abend kurz zum gemeinsamen einkaufen von Wein und Bier waren wir das letzte mal Mittwoch Nacht zusammen! Ist dir eigentlich bewusst, dass mir das wie eine Ewigkeit lang her vorkommt?
Dir scheinbar nicht. Ich für meinen Teil vermisse dich jedenfalls.
geschrieben von: SoulReaper696
Du weisst gar nicht, wie es mir geht. Das ist gut, weil du wahrscheinlich entsetzt wärst, wenn du es wüsstest. Aber ist es der richtige Weg, dir all das nicht zu sagen? Dir meine Sorgen und Ängste vorzuenthalten? Dir nicht zu sagen, was für Stürme in mir wüten? Also ich für meinen Teil weiß es nicht. Es gibt (wieder mal) tausend Dinge, die mich Verunsichern. Tausend Dinge, die meine Innere Stabilität in frage stellen...ich will nur meine Ruhe.
geschrieben von: SoulReaper696
Meine Texte beginnen immer gleich...
Es geht wieder um dich.
Jetzt willst du dass...
Du arbeitest am Freitag und am Samstag in einer kleinen Bar und Restaurant auf der Reeperbahn...Wahrscheinlich ab jetzt jede Woche...
Wäre noch erträglich für mich, wenn es cool für dich wäre, wenn ich dich danach immer abhole. Aber stattdessen willst du vielleicht danach noch mit Freunden was trinken gehen. Oder auch nicht. Oder so. Das zerreisst mich innerlich dermaßen, dass es mich an den Rand des Wahnsinns treibt. Du verlangst von mir für mich unmögliche Dinge. Du verlangst von mir dass ich dich loslasse. Das es mir egal ist, was du machst, wo du dich rumtreibst, wen du kennenlernst. Ich könnte heulen, kann aber nicht. Ich kann niemals weinen.
Du verzichtest auf nichts! Nicht aufs Arbeiten auf einer der gefährlichsten Strassen Deutschlands (will ich mal behaupten), nicht aufs betrinken mit deinen Freunden, nicht aufs Telefonieren mit deinem Ex.
Ich verzichte auf so vieles - und das, nur weil du dir das von mir wünscht! Du möchtest nicht, dass ich rauche, möchtest nicht, dass ich meine Tabletten nehme, möchtest nicht, dass ich dich abholen komme. Alles, was das Leben für mich leichter machen würde, versagst du mir. Ich fühle mich wie ein Stück Dreck. Nicht ausgenutzt, aber missverstanden. Unverstanden. Als würde für dich nur dein Glück zählen. Denn das, was du tust, verletzt mich. Macht mich Kaputt. Macht meine Seele kaputt.
Dennoch liebe ich dich. So sehr.
geschrieben von: SoulReaper696
Dies soll einer der wenigen positiven Einträge sein. Ich habe dich heute abgeholt von der Arbeit und du hast gesagt es war okay für dich. Vorher habe ich Tequila getrunken und Bier. Ich hab den Alkohol schon doll gemerkt. Aber es war okay. Ich glaube, wir waren heute abend auf einer Linie. Du hast dich nicht unwohl dabei gefühlt, als ich auf dich gewartet habe. Das hast du jedenfalls gesagt und ich glaube dir das auch. Morgen abend hole ich dich auch ab und am sonntag gehts dann zu Avatar, in 3D. Da freuen wir uns schon drauf. Und danach kommt dann Weihnachten, dass wir zusammen mit deiner Familie feiern. Wird bestimmt ganz toll. Ich koche mit deiner Mama zusammen. This will be fun. Dann gibt es Julklapp (oder wie man es nennt), später dann die privaten Geschenke für dich und mich in deiner Wohnung. Ich habe dir das Lifeguard House aus der Serie O.C. California nachgebaut, richtig aus Holz und mit Farbe und alles. Ich hoffe, es wird dir gefallen. Zusätzlich kriegst du, vielleicht auch erst an Silvester, die Schlüssel zu meiner Wohnung. Ich will dir zeigen, wie ich die Beziehung zu dir sehe...
Es ist so schön kalt draussen. Eisig. Trotzdem irgendwie warm. Draussen ist alles Weiß. Es schneit. Es ist nachts so still....Man hört keinen Ton. Kein Auto, keine Stimmen, keine Vögel, nichts. Es bewegt sich auch nichts.
Gibt es wirklich so wenige Menschen, die sowas schön finden? Ich verstehe das nicht. Es ist 04:42 Uhr und ich finde es ist die lohnenswerteste Zeit des Tages, wach zu sein. Wenn man eine Tageszeit heiraten könnte, ich würde die Nacht im Winter heiraten. Wunderschön.
Zusatz: Ich stehe gerade in der Küche, höre Portishead mit 'Only You' und koche Sand. Ja, ich koche Sand. Damit er sauber und frei von allem möglichen Schmutz wird. Ich hab den Exta für dich von der Elbe bis zu meiner Wohnung für dich geschleppt. Ich fand Ziersand irgendwie langweilig, unoriginell und nochmal langweilig.
Du hast doch die Elbe so lieb, und O.C. auch, das passt ganz wunderbar zusammen.
Ich gehe mal wieder umrühren.
Ich befinde mich in einer komischen Schwebe. Ich weiß gar nicht, ob alles okay zwischen uns ist; aber das ist normal.
Übermorgen gibt es Geschenke, du sagst, du hast acht stück für mich. Ich bin so gespannt. Ich geniesse die Vorfreude ziemlich. Die Vorfreude könnte ruhig noch etwas länger anhalten, obwohl ich natürlich wissen will, was du dir für mich ausgedacht hast.
Wenn ich an die folgenden Tage denke, kribbelt es mich richtig. Es gibt Dinge, auf die ich mich freue - beispielsweise den 24. mit deiner Familie und den (oder das) Julklapp. Habe ich noch nie gemacht, aber ich bin gespannt, wer mich gezogen hat und was derjenige denkt, was mir gefallen könnte. Ich hatte Walter - den neuen Freund deiner Schwester - habe ihn noch nie gesehen. Er kriegt, etwas lahm, aber naja: Den Film '8 Blickwinkel' in ner schicken Metallbox.
Wodrauf freue ich mich noch... Natürlich darauf, wenn wir uns beschenken.
Und auf den 'Benni-Tag', kommender Sonntag soll es sein...
Du willst mir Frühstück machen und auch sonst alles, was mir gefällt. Diese Idee hast du mir zu Nikolaus geschenkt.
Da freue ich mich total drauf. Ein Tag, an dem ich mir um nichts Gedanken machen muss. Das klingt so doll nach Himmel, nach Ruhe....habe ich dringend nötig.
Da wären wir bei der anderen Seite. Auf was freue ich mich nicht? Auf den 1. Weihnachtstag, an dem du auf der Reeperbahn arbeitest und ich bei meinen Eltern und meinem Bruder sein werde. Die Chemie wird sehr viel benutzt werden. Schon bei dem Gedanken daran habe ich Lust auf Tequila. War ziemlich bescheuert von meinem Vater. Vorhin am Telefon hat er gesagt dass wenn es mir bei deiner Familie nicht gefällt oder zu viel wird könnte ich auch noch spontan zu denen, also zu meinen Eltern, gehen. Wüsste gern, wie er reagieren würde, dass es, wenn überhaupt, andersrum wäre.
Was finde ich noch schlimm? Nun, ich habe Angst vor Silvester. Ich denke, du hast viele Erwartungen, was diesen Abend angeht. Ich will dich nicht enttäuschen. Will ich ja nie. Ich bin gespannt, was du dir für uns als Tagesplanung ausdenkst.
Nun, ich wünsche mir, dass wir in einer Woche und zwei (einem...) Tag das letzte Jahr, dass jedenfalls für mich persönlich ziemlich viel Schmerz zu bieten hatte, beenden können. Ich wünsche mir, dass wir bald nicht nur ein neues Jahr beginnen können, sondern auch ein neues Leben. Ein verändertes Leben....
Aber der Januar setzt dir sicherlich erstmal einen großen Stein in den Weg. Dein Vater, wir wissen, was damals vor 11 Jahren mit ihm geschah. Ich wünschte, ich könnte was daran ändern. Eine Gänsehaut überläuft mich. Ich weiß nicht, ob ich dich im Januar halten kann. Ich will, aber ich weiß nicht, wie du im Januar bist. Ich befürchte, dass du dich zumindest in diesem Monat in einen anderen Menschen verwandelst, und dass diese andere Persönlichkeit etwas zwischen uns zerstört. Oder mich zerstört, wenn du Abstand suchst.
Manchmal denke ich dass ich wie ein wilder Wolf bin - verdammt zäh, gewohnt, von und mit wenig zu leben. Und manchmal denke ich, dass eine kleine Flamme mich in rennendes Feuer verwandeln kann und mich nichts mehr im Leben hält.
Ich möchte noch einen kleinen (später verfassten) Zusatz schreiben:
Inzwischen ist es mitten in der Nacht, und ich schlafe nicht. Ich denke die ganze Zeit an dich, habe dein Weihnachtsgeschenk weitergemacht. Weisst du, es ist komisch. Ich möchte dir eine SMS schicken und dir sagen, dass ich an dich denke, dass du mir fehlst. Nicht, dass ich nicht damit umgehen kann, dass du jetzt nicht da bist, aber ich fände es schon schöner, wenn ich dich in meiner Nähe wüsste. Ich mag es einfach, von dir umgeben zu sein. Aber ich sage es dir nicht. Weil ich nicht weiß, wie du darauf reagierst. Weil ich denke, dass du dich dann vielleicht, ich nenne es mal 'nicht so gut', fühlst; weil du vielleicht nicht so empfindest, ich dir vielleicht nicht fehle. Natürlich will ich, dass ich dir fehle, und bevor dir vielleicht bewusst wird, dass ich dir nicht fehle, schweige ich lieber....
geschrieben von: SoulReaper696
Dieses Weihnachten läuft auch alles schief. Ich wollte für uns Bratäpfel machen, haben wir nicht. Ein tolles Weihnachtsessen, wird nichts. Zusammen aufwachen am 24. - nicht mal daraus wird etwas. Statt dessen verliere ich meinen Job, bin total pleite, habe Streit mit meinem Bruder, meine Eltern verstehen mich nicht mehr und um dem ganzen noch eins draufzusetzen, bist du krank. Wir sehen uns also auch heute abend nicht. Ich habe dich gebeten, mich anzurufen wenigstens heute abend nochmal aber das scheint dir zu viel zu sein. Du telefonierst vorher ja noch mit deinen Freunden. Ist ja okay, wenn du sie anrufen willst - aber wieso seufzt du dann, wenn ich dich bitte, mich anzurufen, damit ich wenigstens weiß wie es dir geht?
Ich habe superschlechte Laune. Ich liebe Weihnachten, aber so sch*****, wie es dieses Jahr läuft, hätte ich nichts dagegen, all das ganze Debakel abzusagen. Spaß, so wie ich ihn mir wünschen würde, werde ich eh nicht mehr haben. Ich habe das Gefühl, das alles im A**** ist. Das habe ich dir auch gesagt eben am Telefon und du hast was ähnliches erwiedert. Dass nichts so laufen würde wie wir gedacht haben. Oder so.
Okay, nur wie weit reicht dein Gefühl von Destruktivität?
Nur auf die Feiertage?
Oder auch auf uns?
Das weiß ich nicht. Und das ist wirklich schlimm.
geschrieben von: SoulReaper696
Habe dir ne SMS geschrieben, habe versucht, dir zu erklären, wie es mir geht.
Du reagierst nicht. Ich muss schon fast lachen, so absurd ist es, wie schlimm ich mich fühlen kann und trotzdem mir nichts schlimmeres antue.
Dann nehme ich halt wieder Chemie und betreibe Raubbau an mir und meiner Seele.
Innendrin ist schon alles tot. Ich gebe nur deswegen nicht auf, weil ich dich nicht enttäuschen will.
Ist schon extrem krank.
geschrieben von: SoulReaper696
Durch ein gerade geführtes Gespräch kam ich auf den Trichter, dass der Ursprung meines Problems der ist, dass meine Stimmungen abhängig davon sind, wie andere mit mir umgehen, was sie zu mir sagen, wie sie sich verhalten, wie es ihnen geht.
So weit, so gut - die Lösung für dieses Problem ist dann wohl, dass ich weniger auf andere achte, was sie tun, und mehr auf mich. Anders gesagt, dass es mir wichtiger ist, was mit mir ist, als mit anderen. Nochmal anders: Dass mir andere egal werden.
Wie soll ich es anstellen, dass mir die Frau, die ich liebe, egal ist ?
geschrieben von: SoulReaper696
Ich kann gerade nicht schlafen, da dachte ich, mache ich einen kleinen winterlichen Spaziergang. Gute Idee an sich. Ist ganz schön kalt draussen. Also so richtig kalt. Die Schneeflocken sind ganz klein, eher wie Hagel, aber nicht so hart. Irgendwie schön. Meine Wangen sind noch ganz kühl. Ich koche mir grade 'Wintertee', Wildapfel & Zimt-Geschmack. Als ich draussen war, habe ich bewusst den iPod zuhause gelassen, ich wollte auf den Wind achten. Ich konnte sogar ein paar Vögel hören, merkwürdig. Jetzt höre ich Silke Bischoff. Ich finde, das passt sehr gut zum Winter.
Mein Spaziergang hat mich zu deiner Wohnung gebracht. Du bist krank und hast Fieber, ich dachte, ich schau einfach mal, ob kein Krankenwagen vor deiner Tür steht - vielleicht ist das auch einfach nur eine Ausrede dafür, dass ich ein bisschen mehr in deiner Nähe sein wollte, denn du fehlst mir schon ziemlich doll. Zu meiner Verwunderung brannte bei dir Licht. Eigenartig....ich hätte zu gern gewusst, was du da gemacht hast. Ich vertraue dir, ich glaube nicht, dass du Besuch hast von irgendwem. Das wäre zu gemein. Du lügst mich ja nicht an. Ich mache mir grade viel mehr darum Sorgen, dass es dir gut geht. Klar, könnte sein, dass du nur auf Toilette bist oder dass du vergessen hast das Licht auszumachen als du dich hingelegt hast, aber irgendwie ist das alles komisch. Du wirst doch wohl nicht etwa aufgestanden sein, um meine Geschenke weiterzumachen? Das fände ich irgendwie auch nicht gut. Du sollst dich doch nicht quälen. Ungewissheit nervt. Um 12 Uhr, hatten wir verabredet, sollte ich dich wecken. Das Wecken wird wohl nicht mehr nötig sein, aber ich ruf dich trotzdem an. Ich werd aber nichts davon sagen, dass ich gesehen hab, dass du wach warst/bist. Könntest du nur falsch verstehen. Aber ich bin gespannt, was du erzählst, wie es dir geht.
Du fehlst mir....
Silke Bischoff - The Letter
geschrieben von: SoulReaper696
Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll.
Es ist Weihnachten.
Ich erzähle mal meinen Mitlesern (denen ich sehr dankbar an Ihrem stillen Interesse bin), wie mein 'Heiligabend' ablief.
Also meine Freundin, Sandra, ist ja krank. Deswegen wollte sie die Nacht vom 23. auf den 24. alleine sein, um sich auszukurieren. Habe ich so akzeptiert und auch verstehen können. Dann bin ich also heute mittag zu ihr hin, um sie zu wecken. Sie lag im Wohnzimmer auf dem Sofa (weil ihr ihr Bett immer so leer vorkommt, wenn ich nicht da bin) und hat total gepennt. Habe sie dann mühselig aufgeweckt. Haben ihre Temperatur gemessen; 37,4 oder so. Dann haben wir uns fertig gemacht und sind zu ihrer Mutter und ihren Schwestern zum Weihnachtsessen mit Julklapp gegangen. Ich gebe zu, ich hatte schlechte Laune, über die ich auch mit ihr gesprochen habe. Mein Dezember ist scheiße! Ich habe meinen Job verloren, ohne dass ich damit gerechnet habe - das bedeutet, dass ich auch keine Rücklagen bilden konnte. Bin also Pleite. Ich hatte mich so auf Weihnachten gefreut. Das ganze Jahr, jedes Jahr, werde ich von Depressionen geplagt. Da dachte ich, jetzt, wo ich an Weihnachten nicht alleine bin (habe ja Sandra), können wir das ein wenig zelebrieren, mir ein paar ruhige Tage schenken.
Sie ist also jedenfalls krank, konnte nicht verstehen dass ich ihr keine Ruhe gebe...dabei wollte ich mich nur wenigstens an diesen paar Tagen etwas besser als normal fühlen. Wir sind dann also hin zur Familie, haben gegessen, danach die Geschenke.
Danach sind wir zurück zu ihr und ich habe ihr mein Geschenk gegeben, sie mir ihre. Sie hat mir alle vier Lost-Staffeln geschenkt, dazu einen Korb voll Süßigkeiten und eine Duftschale, eine Flasche voll mit einem Cocktail den ich selbst mal erfunden hatte und eine Original-CD von Silke Bischoff. Habe mich tierisch gefreut und die Flasche gleich leer getrunken. Sind dann vor'm Fernseher bei Herr der Ringe eingeschlafen. Irgendwann sind wir rüber, ins Schlafzimmer. Herr der Ringe Zwei und auch recht bald weitergeschlafen. Irgendwann bin ich aufgewacht, weil mir tierisch schlecht wurde. Von Den Cocktails wohl. Oder von der Allgemeinsituation. Ich habe gemerkt, dass sie Abstand von mir nahm in den letzten Tagen und Wochen. Das habe ich angesprochen. Sie hat auch gesagt, dass sie sich mit mir nicht mehr so wohl fühlt, dass es ihr nicht gut geht, wenn sie jeden Tag sieht, wie schlecht es mir geht. Dass sie das nicht mehr ertragen kann, dass ihre Geduld nachlässt, sie immer wieder eine Mischung aus Trauer und Genervt-Sein empfindet, wenn es mir mal wieder schlecht geht.
Ich kann das verstehen. Jemanden, den man mag, leiden zu sehen, ist furchtbar. Sie sagte, dass es wohl besser wäre, wenn wir uns soetwas wie eine Auszeit gönnen, ein paar Tage, in denen wir nichts von einander hören, und sie (mit ihren Freunden im Gespräch) herausfinden will, ob wir eine Zukunft haben. Ich weiß dass ich sie liebe und dass ich mit ihr zusammen sein will. Sie weiß das scheinbar nicht.
Ich habe dann meine Sachen, die ich brauchen könnte zur Ablenkung in den nächsten Tagen, zusammengepackt. Sie hat stumm im Bett gelegen, mit dem Gesicht unter der Decke. Ich habe sie gefragt, wie es ihr geht. Vielleicht eine blöde Frage, aber ich wollte nicht, dass es ihr schlecht geht - scheinbar konnte ich trotzdem nichts für sie tun. Zuerst wollte sie mich nicht verabschieden, weil es ihr zu weh tun würde, aber ich habe darauf bestanden. Ich habe ihr noch vieles gesagt, als sie in meinem Arm lag. Sie hat nichts gesagt. Ausser dass ich gehen soll, weil es ihr so weh tut. Sie ist zurück ins Bett. Da brach bei mir alles los, wenn ich weine, dann richtig.
Ich bin nach Hause, habe mich wieder eingekriegt, bin zum Bahnhof, habe Zigaretten und ein Croissant gekauft, was ich vor meinem Haus wieder erbrochen habe. Jetzt rauche ich. Ich weiß nicht, wieviele Rückschläge ich noch ertragen kann, ...
Bitte keine Reaktionen ala' "du bist so arm dran" oder "es gibt auch noch andere" ...
Das war mein Weihnachten.
geschrieben von: SoulReaper696
Habe gerade lange zuerst mit meiner Oma und dann mit meiner Mutter telefoniert....
War irgendwie gut. Trotzdem gehts mir ... kann ich nicht beschreiben.
Heute abend gehe ich wohl auf eine Hardcore Party (extremer Techno...) und morgen dann in eine Psychatrische Klinik...
Ich bin zu gefährlich für mich selbst. Ich ertrage mich selbst nicht mehr.
Ich bin jenseits von allem.
geschrieben von: SoulReaper696
Die Party ist vorbei, und nun fängt die schwere Zeit an. Keine Ablenkung mehr. Nichts, worauf ich mich noch freuen könnte. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, schon wenn ich den Gedanken auch nur ankratze, wird mir schlecht.
Wie soll ich bloß schlafen können?
geschrieben von: SoulReaper696
Oh man alles aus Versehen gelöscht...also nochmal...
Ich habe heute den ganzen Tag verschlafen. Das war extrem entspannt. Ich sage immer, wer schläft, der denkt nicht nach.
Nachdem ich so lange geschlafen hatte, habe ich mich zu meinen Eltern begeben, die was 'leckeres' für mich zu essen hatten. Nur leider schmeckt mir momentan gar nichts wirklich. Trotzdem bin ich froh, überhaupt was bei mir halten zu können. Wir haben zusammen eine Art Notfallplan erarbeitet, der mir gewissen Halt gibt. In dieser kranken Zeit.
Heute Abend werde ich so lange wach bleiben, bis ich so müde bin, bis ich es nicht mehr aushalte, wach zu sein. Wird hoffentlich nicht so lange dauern, bei den Mengen Beruhigungstee, möglichst entspannter Musik, möglichst vielen Gesprächen und natürlich mit den Tabletten.
Dann werde ich hoffentlich morgen wieder den ganzen Tag verschlafen. Ich sollte darauf achten, so wenig wie möglich nachzudenken. Jeder Gedanke ist, als würde mein Herz verbrennen, als hätte ich ein Messer im Magen und schlimmer noch.
Wie ich den morgigen Abend verbringen werde, weiß ich nicht. Meine Eltern verreisen morgen, fliegen für eine Woche nach Rom. Sie haben mir für diese Zeit einen Wohnungsschlüssel gegeben. Also werde ich wohl morgen abend zu denen gehen und dort auf dem Laptop einen Film schauen und dabei was essen, Nudeln mit Tomatensoße und Oliven vielleicht. Ich hätte zwar lieber Bandnudeln mit so einer Thunfisch-Chreme-Soße, aber ich befürchte, dass die so ölig ist, dass ich die nicht bei mir behalten kann. Das ist zuviel für meinen Magen. Ich kann nicht mal Bier trinken, ohne dass ich brechen muss. Nur Tee geht. Und Kakao, warmer.
Am Montag muss ich dann in die Klinik. Ich will mich krankschreiben lassen, und ich brauche dringend neue Tabletten. Ich habe noch Acht-Einhalb. Das reicht bis Montag gerade noch.
So. Und dann kommt der unkalkulierbare Faktor. Wann meldet Sandra sich, um zu sagen, wie es mit uns weitergeht? Ich rechne mit dem Anruf anfang kommende Woche. Jedenfalls kriege ich am Montag Nachmittag Besuch von einer Freundin, scheinbar gibt es doch ein oder Zwei Menschen, die für mich da sein wollen, wenn sie es können...
Ich mach mal Schreibpause.
geschrieben von: SoulReaper696
Irgendwie weiß ich gar nicht so richtig, was ich schreiben soll, wobei das nicht bedeutet, dass ich nichts zu sagen habe. Ich weiß nur irgendwie nicht, wie ich mich grade ausdrücken soll.
Morgen früh gehe ich in die Klinik. Irgendwie ein komischer Schritt; unangenehm, schwierig.
Ach, irgendwie weiß ich grade nicht so recht, was ich schreiben soll. Und da ich nix erzwingen will, lass ichs grad einfach mal...
geschrieben von: SoulReaper696
So langsam fehlst du mir.
Oder will ich nur endlich, nach drei Tagen, eine Entscheidung? Ich will wissen, woran ich bin, will wissen, wie es dir geht. Was machst du? Mit wem sprichst du über deine Gefühle? Ich würde gern hören, was du deinen Freunden erzählst. Es geht um uns, und ich will wissen, wie du fühlst. Endlich. Ich merke, dass ich immer mehr Kraft aufwenden muss, dich nicht anzurufen; nicht zu deiner Wohnung zu gehen, die nur 5 Minuten von mir entfernt liegt, und wenigstens zu wissen, ob du gerade wach bist oder schläfst. Wo du schläfst. Im Wohnzimmer, weil dir dein Bett zu leer erscheint?
Aber was, wenn ich sehen würde, dass du wach bist? Ich würde klingeln wollen. Würde wissen wollen, ob du mit jemandem redest, am Telefon oder ob du jemanden in deiner Nähe hast - und wen. Gordon? Annika? Jessi?
Momentan verschlafe ich die Tage total. Nachts werde ich wach, schlafe aber auch ein bisschen. Heute bin ich um 19 Uhr aufgestanden, habe Filme geschaut und Tee getrunken, geraucht. Später am Abend war ich einkaufen, neue Zigaretten und einen sündhaft teuren Simpsons-Comic. Nach dem Essen in der leeren Wohnung meiner Eltern bin ich zurück nach Hause. Ohne kleinen Umweg zu deiner Wohnung. Seufz...
Bei mir gab es dann noch einen Film, Blade Trinity.
Dann habe ich mich gegen 0 Uhr hingelegt und ungefär um halb drei bin ich wieder aufgestanden. Habe Butterfly Effect gesehen. Irgendwie ein schwerer Film, nicht er richtige in meiner momentanen Verfassung. Ich habe mir überlegt, dass ich das mit der Klinik auf Dienstag verschiebe. Weil ich heute, am Montag ja Besuch bekomme und am Dienstag dann früh aufstehe. Gefällt mir besser so. Tabletten habe ich auch noch genug für heute. Jetzt schaue ich Equilibrium. Ein interessanter Film über eine Welt ohne Empfindungen.
Draussen vor dem Fenster höre ich die ersten Autos und Busse fahren. Keine Ahnung, ob es hell wird. Ich habe die Fenster und Türen mit Decken verhängt. Kein Sonnenlicht. Keine Kälte.
Gedankensprung...
Ich würd ja gern wegziehen. Ich sehne mich irgendwie nach dem Land. Ich war schon damals im Internat auf dem Land, und das war irgendwie schön. Damals war ich zwar noch viel Jünger, aber da war die Welt noch heile und ich war bestandteil einer kleinen Freundes-Gruppe, und wir waren für einander da. Sind füreinander eingestanden; das war toll. Im Nachhinein betrachtet habe ich das nicht genug wertgeschätzt. Aber wie sagt man? Man weiß erst, was man verloren hat, wenn es weg ist. Oder so.
Was habe ich noch zu sagen? Ich bin gespannt, wie es mir morgen mit meinem Besuch gehen wird. Da wird sicherlich mehr Konfrontation mit der Situation aufkommen als jetzt.
Und, ich will nicht mehr auf deine Mail oder Anruf warten, Sandra!
Melde dich bitte.
Ach ja: Es wäre mir lieber, wenn du mir eine Nachricht schickst. Dann kann ich dabei sehr laut Musik hören und rauchen. Ich denke schon, dass mir das helfen würde. Und ich könnte kompromisslos ausrasten, zumindest für eine Weile, ohne dass du es mitbekommst. Wäre schon gut.
geschrieben von: SoulReaper696
Nun ist die Trennung eine beschlossene Sache...sie hat mir eine SMS geschrieben, dass sie sich entschieden hat und ob wir uns morgen (also Dienstag) nicht "draussen irgendwo" treffen wollen. Haben dann hin und her geschrieben und danach auch kurz telefoniert und sie hat mir auch schon gesagt dass sie sich trennen wird.
Dann sehen wir uns morgen und sie wird mir irgendwas sagen oder so.
Tja für den Moment fällt mir grade ein, dass hier noch viel Interessantes zu lesen sein wird.
Ich will hier wegziehen. Ich werde hier wegziehen. Odyssee.
geschrieben von: SoulReaper696
Inzwischen habe ich einige Sachen von ihr, die sie mir geschenkt hat, zusammengepackt in eine Kiste.
Cd's
ihre Weihnachtsgeschenke
zwei Schlüsselanhänger
ich merke gerade, dass ich mich extrem anstengen muss, um mich zu erinnern, was in der Kiste ist. Ich schätze, das ist gut. Nicht, dass mir ihre Sachen egal sind oder waren, aber irgendwie ist das so weit weg.
Ich habe auch alle SMS und all die Bilder und Videos gelöscht. Um so schneller ich die Trennungsphase hinter mich bringe, um so besser ist es. Nicht unbedingt, um was neues anfangen zu können, aber um frei zu sein. Frei von Sorgen und Ängsten, zumindest was Beziehungskisten angeht. Ich kann mir nicht vorstellen, in der nächsten Zeit jemandem körperlich nah zu sein. Oder viel für jemanden zu empfinden. Will ich irgendwie auch gar nicht. Es bringt ja auch irgendwie nichts. Jetzt muss es mir egal werden, wie es Sandra geht. Schwierig, aber machbar...ich habe das Gefühl dass mit jeder Stunde sie mehr in die Vergangenheit rückt. Eigentlich ist es traurig, aber ich habe das Gefühl, nicht stehen bleiben zu dürfen. Es muss definitiv weitergehen; klingt bitter - aber momentan glaube ich, dass es mir ohne Beziehung besser geht.
Nun will ich wirklich einen Neustart wagen. Morgen gehe ich definitiv in die Klinik. Ich will neue Tabletten. Und eine Krankschreibung für mindestens zwei Monate. Ob das mit der Krankschreibung klappt, weiß ich nicht, aber wenn die Klinik mir da nicht helfen kann, gehe ich zurück zu meiner letzten Therapeutin, die hilft mir da sicherlich weiter. Dann will ich irgendwie meinen Führerschein zu Ende machen. Ich brauche nur noch ein paar Fahrstunden und muss dann nur noch für die Prüfungen lernen. Das versuche ich schon lange, aber dieses mal soll es klappen. Währenddessen versuche ich, mit meinen Verwandten (Onkel, Tante, Großmutter) irgendwie eine Wohnsituation zu vereinbaren, unten bei denen in NRW. Dieses Auszugsthema kam hier schonmal vor, aber nicht in diesem Topic, glaube ich. Jedenfalls wäre es mir am liebsten, wenn ich mit in das Haus meiner Großmutter ziehen könnte, weil ich dort einige Verpflichtungen auf mich nehmen würde (die ich auch haben will), um einen geregelten und gleichmässigen Tagesablauf zu haben. Morgens früh mit ihr aufstehen, Kaffee kochen, mit ihr frühstücken, mit dem Auto Einkäufe erledigen, mich um sie kümmern. Arbeit würde ich sicherlich irgendwo dort auch finden. Auf der anderen Strassenseite ist eine Tankstelle, da würe ich sogar gern arbeiten, ich stelle mir das entspannt vor. Ich habe schonmal in einer Tankstelle gearbeitet, ist zwar kein Traumjob, geht aber klar. Geld ist Geld. Und das kleine Dorf, in dem die Wohnen, kommt mir gerade wie der Himmel vor im Vergleich zu Hamburg, dieser vor Gift triefenden Stadt. Irgendwie greift mich alles hier in Hamburg seelisch an.
Und wenn das in der Tankstelle nicht werden sollte, könnte ich auch in einer der nahegelegenen Städte Arbeit finden. NRW, genauergesagt der Ruhrpott, ist ja eigentlich eine riesige Stadt.
Allerdings halte ich es für unwahrscheinlich, dass meine Großmutter mich bei ihr aufnimmt. Alte Leute wollen ja nicht mehr so viel Veränderungen. Wenn ich dran denke, wie es wohl auf sie wirken könnte, wenn mein Vater und ich meine Möbel durch ihr Haus hoch auf den Dachboden tragen, glaube ich nicht, dass sie sich dabei wohlfühlt. Und ich würde ja sicherlich auch so einiges vom Dachboden weghaben wollen. Nicht, dass sie den Dachboden nutzen würde - da geht sie vielleicht ein mal im Monat herauf. Ist ein ausgebauter Dachstuhl, wie man sagt, also durchaus zum wohnen geeignet, aber da ist halt nichts, was für sie von nutzen sein könnte. Ein paar alte Sofas, Bierkrüge aus Porzellan mit Metalldeckel, eine Hexe aus Reisig hängt unter der Decke. Ein alter Fernseher und ein noch älteres Telefon. Ein Kleiderschrank mit alten Mänteln darin. Unnützer Kram. Nur, kennt einer von euch eine alte Frau, die sich freiwillig von ihrem Besitz trennt? Sicherlich hängen da Erinnerungen drin. Klar, sie könnte ihren Enkel um sich haben. Sie ist immer so froh, wenn ich sie anrufe. Es könnte ihr aber auch zu viel sein, wenn ich jeden Tag um sie bin.Ich glaube, dass ihr das zuviel Veränderung sein könnte. Auch die Tatsache, dass ich einen Internet-Anschluss bräuchte, definitiv bräuchte ich den, um dies hier weiterzuführen. Also ich halte es für unrealistisch, dass sie mich bei ihr aufnimmt. Die Alternative ist natürlich, dass ich mir in der Umgebung eine eigene Wohnung suche, aber diese Möglichkeit ist weitaus weniger reizvoll. Eine eigene Wohnung, in der ich mich wieder Verkriechen, zurückziehen und abkapseln kann? Keine gute Idee.
Andererseits, was wäre, wenn ich bei Großmutter wohne und mal weggehen will? Auf eine Party in einer der umliegenden Städte? Da würde sie wahrscheinlich krank werden vor Sorge. Könnte ich nachvollziehen. Ich war immer schon eher das Problemkind, nicht dass ich ständig in Prügeleien verstrickt bin, aber eher unberechenbar, zumindest was meine Stimmungen angeht, bin ich definitiv. Wobei ich, nur weil ich wegziehen will, ja noch lange nicht mit Therapie aufhören darf. Mit anderen Worten, wenn ich tatsächlich nach NRW ziehen sollte, würde ich mir dort einen neuen Therapieplatz suchen.
Wie also kriege ich mich in dieses Haus hinein...
Ich werde am Donnerstag Vormittag die alle besuchen fahren. Flüchten vor Hamburg. Irgendwie werde ich versuchen, den richtigen Zeitpunkt zu finden, wo ich dieses Thema mal anschneiden soll. Ätzender Zeitpunkt, meine Tante ist Krebskrank (diagnose seit kurzem) und bekommt grad Chemo. Ihr Mann, mein Onkel, ist wohl auch ziemlich angestrengt wegen der ganzen Situation, logisch. Ich will denen nicht noch ein Problem verschaffen, wobei ich das ja auch gar nicht so meine. Ich würde mir wünschen, dass ich für deren Leben eine Bereicherung sein könnte. Eine unterstützende Kraft und etwas mehr Halt, etwas mehr Familie. Wenn ich das vermittelt bekomme, wäre das perfekt. Ich sollte nicht mit leeren Händen dort aufkreuzen...am besten mit einer Jobzusage. Jetzt schon zu suchen, wäre zu früh, aber ich habe total Lust darauf.
Es gibt ja auch jede Menge Kneipen dort, in denen ich sehr gerne als Barkeeper arbeiten würde. Habe ich hier in Hamburg auch schon gemacht, und das hat Spaß gemacht. Ich habe zwar meine Tattoos und alles, aber vielleicht sind die ja aufgeschlossen. Ich würde sogar wieder in die Küche gehen, und das will was heissen. Eigentlich hasse ich das Kochen, aber als Mittel zum Zweck geht das schon.
So siehts momentan aus. Das war ein langer Beitrag...
geschrieben von: SoulReaper696
Die Trennung ist "vollbracht".
Ich höre jetzt noch ein bisschen viel zu laut Musik, rauche an die gefühlte dreihundert Zigaretten, dann gehe ich zum Kiosk und besorge mir ein paar Weizen. Dann gehe ich duschen, denn meine Schultermuskulatur ist steinhart.
Danach räume ich die Sachen, die noch in ihrer Wohnung waren und nun verteilt auf dem Bett liegen weiß der Teufel wohin, und dann trink ich Weizen und zieh mir den Rest der Nacht schlechte Actionfilme an.
Später kommt dann natürlich mehr.
geschrieben von: SoulReaper696
Silvester.
Leck mich fett.
Am liebsten würd ich mich schlafen legen und erst morgen früh wieder aufwachen. Nichts mitkriegen von der ganzen Scheiße.
Wenn ich dran denk, was Sandra heute macht, kriege ich ...
Mehr als einen Nervenzusammenbruch.
Ab in die Welt der Chemie und des Alkohols.
Glück auf für alle, denen es besser geht. Ihr solltet euer Glück schätzen.
geschrieben von: SoulReaper696
Ich bin über Silvester heim geblieben. War mir irgendwie eine angenehmere Vorstellung, hier sein zu können, Filme anschauen zu können und alles. Ging mir dann auch vergleichsweise gut, habe den ganzen Freitag allerdings verschlafen und bin erst um Halb Elf Freitagnacht aufgewacht.
Gestern oder heute hat Sandra ihren Abschiedsbrief von mir gekriegt.
Sieben Seiten bedauern, sieben Seiten Geständnisse, sieben Seiten Liebe. Dazu eine CD mit wichtigen Liedern und ein Foto meines Arms, auf dem zwei Sterne sind, die ich für sie und mich als Symbol gestochen habe. Dass ich sie nie vergessen werde und dass sie mir fehlt, habe ich auch gesagt. Ich habe mir eine Kopie des Briefes gemacht, damit ich ihn, wenn ich will, immer und immer wieder lesen kann. Irgendwie hoffe ich darauf, dass sie sich bei mir meldet. Am liebsten so schnell wie möglich. Ich liebe sie noch. Mir liegt noch was an ihr.
Trotzdem wünsche ich mir was neues, was frisches, was problemfreies. Wobei ich damit weniger eine neue weibliche Person in meinem Leben wünsche sondern Veränderungen. Eine Lebensumstellung. Eine neue Umgebung. Eine andere Wohnung. Ein neuer Haarschnitt. Neue Tattoos. Und ich wünsche mir den Sommer her, zwitschernde Vögel, den Geruch von warmer Luft.
Ein geregeltes Leben. Mir ist das alles zu anstrengend...mein Leben ist mir zu anstrengend.
geschrieben von: SoulReaper696
Mhz...
Am Rande der Existenz!
Ich hab zwar noch Vorräte einkaufen können von meinem letzten Geld, trotzdem nervt es mich an, dass ich kein Geld mehr habe. Und nun bin ich davon abhängig, wielange und ob ich überhaupt krankgeschrieben werde, dass ich mal nen bisschen Krankengeld einstreichen kann. Arbeiten? Wofür? Damit ich gleich wieder rausgeworfen werde?
Ach, leckt mich doch...
Ich vegetiere so vor mich hin in meiner kleinen Wohnung, spiele Playstation, ziehe mir Filme rein und chatte auf recht niedrigem Niveau. Ätzend, aber zu mehr bin ich irgendwie nicht fähig... Gestern beispielsweise hatte ich sogar richtig Bock drauf, für den Führerschein zu lernen, habe es aber trotzdem nicht gemacht. Habe bis 12 mittags gepennt, danach n paar Stunden Egoshooter, danach ein Film und Essen, nochmal schlafen bis halb zwölf und dann Filme & Dumpf-Nuss-Chat bis drei Uhr nachts.
Das Highlight gestern war allerdings eine SMS meiner Ex, die mir ein paar Sachen von mir geben wollte, die sie noch bei sich gefunden hatte. Gefragt, wie es mir geht oder so, hat sie nicht. Tolles Gefühl.
Willkommen in meiner Welt...jeder schafft sich seine eigene Hölle.
geschrieben von: SoulReaper696
Es ist mir schonwieder alles so unglaublich zuviel...
Nu habe ich mich dazu durchgerungen, wohl tatsächlich in eine Klinik zu gehen. So richtig mit da schlafen und alles, wenn es sein muss. Aber nichtmal das ist problemlos zu regeln. Erstmal brauche ich eine begründete Überweisung der behandelnden Ärztin, nicht nur son Wisch auf den üblichen Zetteln. Schonmal gar nicht so leicht. Jeder will, denk ich mal, in ne Klinik. Da gibts die beste medizinische Versorgung. Und dann muss die Krankenkasse den ganzen Sch*** noch bewilligen. Die Kosten, die da entstehen, sind ja beträchtlich. Ob das klappt, ist dahingestellt. Und wieder bin ich von dem Wohlwollen anderer Leute abhängig. Mein innerer Kampf ist so unglaublich anstrengend, das kann ich gar nicht beschreiben.
Dann hab ich eben mit meiner Mutter telefoniert, und sie will mit mir Schuhe einkaufen gehen. In nem Einkaufscenter hier in der Gegend. An sich okay, aber ich habe Angst, auf Sandra zu treffen. Danach sollen wir nach Hause gehen, und mein Vater soll dann was für uns kochen. Ein Gericht, dass ich auch mal für Sandra gekocht habe. Erinnert mich dann auch wieder an sie. Aber das pack ich nicht, ich werd sagen, er soll was anderes kochen. Ist mir alles zu viel. Am liebsten würde ich die nächsten drei Jahre durchschlafen. Oh mein Gott. Den gibts nicht. Wie kann man so sadistisch sein?!
Es ist, als würde ich auf ner Bergspitze stehen und jeder Windhauch kann mich runterschmeißen, gegen die scharfkantigen Seiten des Berges treiben. Und wenn ich unten angekommen bin, klettere ich wieder hinauf, denn ich habe noch nicht aufgegeben. Im Endeffekt aber auch nur, um mich wieder hinunter werfen zu lassen...
geschrieben von: Odessa
(Du weißt ja, sollte es stören - kurze pn reicht und es verschwindet) In Ergänzung zum privaten "Gespräch".... Es gibt da diese meine Lieblingsserie, LOST. In einer der alten Staffeln spielt sich Folgendes ab, sinngemäß gebe ich es wieder:
John Lock im Gespräch mit dem völlig verzweifelten Charlie, der auf Entzug ist und nach seinem Heroin giert. Beide stehen vor einem Strauch, auf dem eine Schmetterlingslarve ist. Lock deutet darauf und sagt zu Charlie: "Der Nachtfalter muß sich mühsam durch diese harte Schale beißen. Es dauert Tage, bis er das schafft, und es kostet ihn seine ganze Kraft und Energie. Ich könnte ihm jetzt helfen, indem ich einfach mit meinem Messer diese Hülle von außen anritze und ihn so sofort befreie. Aber weißt Du was passieren würde? Er würde nicht eine Nacht überleben. Denn er wäre noch viel zu schwach für das Leben hier draußen. Erst wenn er sich nach Tagen selbst aus der Hülle freigebissen hat, wird er stark genug sein, draußen überleben zu können..."
Trauerarbeit ist nicht sehr viel anders. Du beißt Dich durch, durch die Wände und Mauern und Hüllen, und es kostet Dich Deine letzte Energie und manchmal möchtest Du nur noch aufgeben.. aber irgendwann bist Du draußen, aus all den Mauern und Hüllen, den dunklen Erinnerungen und dem Schmerz. Und bist stärker als zuvor.
Ich wünsche es Dir von Herzen, und auch viel Erfolg bei dem Bürokratiekampf die nächsten Tage...
geschrieben von: SoulReaper696
ich werde wirklich noch wahnsinnig ich gerate an die grenze des ihr könnts euch selber denken wenigstens habe ich mich nochmal zusammengerissen und solange mit nem hammer auf den kleiderschrank eingedroschen bis der hammer-griff zerbrach aber es wird langsam zu viel zu ertragen
geschrieben von: SoulReaper696
Nun ist es wohl irgendwie entgültig...
Ich habe für mich im Kopf festgestellt und beschlossen, in ne Klinik zu gehen...
Anfang nächste Woche.
Mein Nacken ist so steinhart verspannt...
geschrieben von: SoulReaper696
Das ist abgefahren ...
Ich ...
Ich weiß gar nicht, wie ich das sagen soll.
Ich weiß nicht, was mit mir passiert.
Ich ...
Felicitas ...
Das ist heftig.
Extrem.
Unerwartet.
Du bist so weit weg.
Wir haben uns noch nie gesehen.
Trotz Sandra, trotz der enormen Entfernung ...
Du fehlst mir.
Ich vermisse dich.
Ich sehne mich richtig nach dir.
Ich will bei dir sein.
Ich will deine Haut berühren können.
Ich will dir in die Augen sehen können.
Ich denke nur noch an dich. Naja, fast.
Ich bin ...
Ich ... du ... bist sechs Jahre Jünger.
Ich denke an dich.
Bald wollen wir uns sehen.
Bald werden wir uns sehen.
Ich fühle mich wie in einem Sturm.
Es ist beängstigend.
Ich habe Angst.
Ich weiß nicht, was mit mir passiert.
Es ist nicht nur schön.
Es ist auch gefährlich.
Kann ich vertrauen?
Mich fallen lassen?
Vergessen, was war?
Ich will vergessen, das steht fest.
Ich will ein neues Leben, ich will gesund sein.
Frei.
Und trotzdem eingebunden.
Kannst du mir geben, was ich brauche?
Und mich halten, in meiner Krankheit?
Manche sagen, man wird nie geheilt.
Wenn ... ich mich ein grosses Stück weit in deine Arme legen soll, muss ich dir vertrauen, dass du mich halten kannst.
Du musst dir vertrauen.
Du musst wissen, was ich bin.
Dass ich schwierig bin.
Dass ich sehr kompliziert bin.
Ich meine, SEHR kompliziert.
Denke nach.
Überlege es dir gut.
Willst du mich?
Liebst du mich?
geschrieben von: SoulReaper696
Tausend Flüche auf meine Schlafstörung. Ich bin übelst genervt. Durchlafen wäre schon sowas wie mein persönlicher Himmel. Als ob ich nicht auch sonst auf genug Sachen verzichten müsste.
Da bin ich eingeschlafen, krieg ne SMS...und das wars dann. Ich habs so unglaublich satt.
*in tischkante beisst*
Wie weit noch?
geschrieben von: SoulReaper696
Alle gehen irgendwohin, mit Freunden ins Kino oder auf Partys.
Andere, die ich übers Internet kenne, gehen abends mit ihren Familien Bowling spielen und zusammen essen...
Ich bleibe alleine zuhause, kenne niemanden...
Ich würd ja auch allein ins Kino gehen, aber selbst dazu fehlt mir das Geld...
geschrieben von: SoulReaper696
Ich kann gar nichts tun...
Entweder, ich halte aus, verbeisse mich in meiner Seele, in meinem Schmerz, in meiner Verzweiflung...versuche, meine Angst und meine Wut auszuhalten, zu ertragen...
Dagegen tun kann ich leider gar nichts...die Tabletten lassen meine Seele ohnmächtig werden, lassen mich für den Moment vergessen, aber sie heilen nicht...
Sie machen taub, blind, dämpfen mein Leben...
Oder ich gebe auf, lasse los, sterbe...
Ich hasse diese Schwarzmalerei. Ich hasse alles, was ich sehe. Ich begegne allem, was ich sehe, mit Ablehnung...
Verliere jeden Tag den Kampf...bin bereit, aufzugeben...
Ich soll in die Notaufnahme?
Es gibt keine Lösung...
geschrieben von: SoulReaper696
Ich weiß, was mir heute bevorsteht.
Ich werde hier rumhocken, warten bis die Simpsons zuende sind. Zu meinen Eltern gehen, denen meine unbezahlten Rechnungen präsentieren und 5 € für Zigaretten bekommen; Zigaretten kaufen und nach Hause gehen. Rauchen, Musik hören und einen Film ohne Ton sehen. Mich unterhalten, zuviele Tabletten nehmen und mich schlafen legen.
Ist dieses Leben lebenswert....
geschrieben von: SoulReaper696
"Heut ist ein schöner Tag,
ich schaufle mir mein eignes Grab;
ein Eichensarg kommt dort hinein
und ich werde der Inhalt sein
werde betten mein müdes Haupt
auf ein Kissen aus rotem Samt
heute Nacht werd ich unten sein
dort bei den Würmern so ganz allein
während all die schönen Blumen blühn
der Rasen so zart und grün
wartet auf den ersten Spatenstich
nichts kann meine Laune mir verderben
heute ist der schönste Tag zum Sterben
mein Herz wird nicht mehr weiter schlagen
dies sei die Antwort auf all meine Fragen"
Eisregen - Mein Eichensarg
geschrieben von: SoulReaper696
Ich weiß, das war etwas sehr melodramatisch. Ich fühle mich jetzt auch schon etwas besser, habe mich etwas beruhigt...höre jetzt Goethes Erben.
Ich lasse den Text trotzdem stehen, denn vorhin habe ich mich so gefühlt und das zu 'verwischen', ist falsch.
geschrieben von: SoulReaper696
Ein Anruf.
Welcher Name steht da?
Sandra
Schönen Dank auch. Was kommt jetzt? Was will sie?
"Ja?"
"Hey. Hast du meine Empire Karte noch? Kann ich die abholen?"
"Wieso?"
"Ich will nen Film ausleihen."
"Komm vorbei."
"Okay."
*klingeling*
(Tür auf)
"Hallo!"
(Sie lächelt mich an. Ein es-tut-mir-leid-Lächeln war das nicht)
(Ich gebe ihr die Karte, sie dreht sich zur Treppe)
(Ich schmeisse die Türe zu)
Sie erwähnt nicht mal meinen Brief, den ich ihr zum Geburtstag geschickt habe...Gar nichts.
Das hat erst mal wieder gereicht. Ich hab mal wieder genug; bis ich das verarbeitet hab, wird es dauern.
Schönen Dank, Sandra.
Eisregen - Frischtot
geschrieben von: SoulReaper696
Ich bin allein.
Allein mit meinen Tabletten, der Chemie...
Zigaretten sind hier, drei Flaschen Bier noch und Musik, Zeraphine - Wenn du gehst
Irgendwie ist es schön - ein schmerzhafter Traum.
geschrieben von: SoulReaper696
Ich bin grade angekommen, bin grade vielleicht 5 Minuten mit dir und der Kleinen in deiner Wohnung; und ich habe schon so unendlich viele Eindrücke sammeln, erleben können. Ich bin dir so doll dankbar dafür, dass du mich an deinem Leben teilhaben lässt...an eurem Leben!
Wir waren zusammen einkaufen, mit dem Kinderwagen....es mag abgefahren sein, ungewohnt, neu...besonders....aber im Zuge meiner kompromisslosen Ehrlichkeit: Ich habe sogar ein kleines bisschen das Gefühl gehabt, Teil einer Familie zu sein. Das ist, was ich mir immer gewünscht habe.
Ich weiß, dass ich schwerwiegende Probleme habe, ich will das weder vor dir, noch vor mir vertuschen oder runterspielen.
Gerade habe ich deine Wohnuing erst kennengelernt, aber es gefällt mir einfach so gut hier, ich fühle mich so wohl - es fühlt sich einfach richtig an. Am liebsten würde ich für immer hier bleiben. Es ist einfach schön. Es fühlt sich richtig an. Das ist es doch, was zählt.
Dennoch weiß ich, ich muss, bevor ich mir dir komplett 'hingebe', in die Klinik. Es ist schmerzhaft, es macht mich traurig, es ist sehr schwer - aber ich weiß, dass es definitiv notwendig ist und ich, wenn ich ein 'Wir' erbauen will, was auch seine Zeit braucht, den Klinikaufenthalt trotzdem brauche. Ich will für euch einfach nur gut sein, richtig sein, das fehlende Puzzleteil sein, das du vermisst.
Die Kleine spielt im Hintergrund mit dir. Du hast gesagt, wenn sie mir was schenkt, dann bedeutet das, dass sie mich mag. Das hat sie auch getan. Einen gelben Bauklotz und eine Stoffmaus mit einem Stück Käse in der Hand hat sie mir geschenkt.. Du hast zu mir gesagt, das siehst du. Reicht dir das, als Beweis dass sie dich mag? Ich habe geantwortet, dass es mir auch jeden Fall viel bedeutet, aber dass ich auch finde, dass es wichtig ist, ob es dir reicht. Ich glaube, hoffe, das tut es.
geschrieben von: SoulReaper696
Es ist schon irgendwie...nee, anders.
Grade hat die kleine bestimmt 25 Minuten auf meinem Schoß gesessen und gespielt. Mit einer kleinen Metallbüchse, einem Schlüsselbund, einer Packung Taschentücher, einer Dose Deo und meinem Rasierapparat. Du hast immer gekichert, wenn ich ihn eingeschaltet hab.
Ich habe grade irgendwie gar nicht viel zu sagen. Es ist einfach toll mit dir.
Gestern waren wir ja in der Stadt, ein neues Bett kaufen. Ich habe den Kinderbuggy geschoben. Ich weiß noch, immer wenn ein anderes Paar an uns vorbei gegangen ist, dass ich gedacht hab, dass die mich voll beneiden müssen. Ich war jedenfalls Stolz wie ein Löwe.
geschrieben von: SoulReaper696
Ich weiß gar nicht so richtig, was ich schreiben soll. Die letzten anderthalb Wochen waren irgendwie furchtbar. Es war sehr anstrengend. Alles ist drunter und drüber gegangen. Ich habe die Mama kennengelernt, wir sind uns sehr schnell näher gekommen, und so schnell wie es begann, so schnell endete es wieder. Nicht ganz ohne mein Verschulden. Trotzdem war es schön mit ihr. Der Einblick in ein Familienleben, den sie mir gewährt hat, war sehr wertvoll. Dennoch hat es nicht gepasst mit uns. Wie wir auseinander gegangen sind, war unschön, aber Trennungen sind nie schön, glaube ich.
Was ich aus dem ganzen gelernt habe, weiß ich gar nicht so genau. Auf jeden Fall sollte ich Beziehungen, Körperlichkeiten und 'seelische Nähe' nicht mehr so vorschnell eingehen.
Ich habe auch gar nicht mehr so recht Lust auf eine Beziehung. Selbstverständlich fehlt mir die Nähe zu anderen Menschen, aber wenn man alles immer nur überstürzt, glaube ich, ist das ganze eh zum Scheitern verurteilt.
Ich freue mich, wenn mich jemand lieb hat und ich das auch erwiedern kann, aber ich schätze momentan meine Zurückgezogenheit und mein Allein-Leben sehr, auf seine Art, irgendwie.
In den letzten Jahren gab es einfach zu viel Schmerz. Zu viel Trauer, zuviele Tränen. Zu viel Verzweiflung. Zu viel Wahn und zu viele zerstörte Hoffnungen.
Dies soll ein Ende haben. Kein Leid mehr. Nur noch ich. Einzelgänger. Einzelkämpfer, der ich im Herzen immer war.
Ich freue mich, wenn einige, die dies lesen (die ich direkt auf meinen Pfad hingewiesen habe), mir zur Seite stehen, mental. Mit mir sprechen, mir zuhören & mir von sich erzählen. Sorgen und Freude teilen. Aber mehr nicht. Ich will niemanden mehr verletzen. Und will nicht mehr verletzt werden. Wenn das innerhalb einer Beziehung nicht geht, gut. Ich habe meinen Entschluss gefasst. Ich bleibe Partnerlos.