[Ternimator (4) Salvation] - German Gothic Board

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Ternimator (4) Salvation

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geschrieben von: Ardath Bey

Oh mein Gott ist der Film Scheiße! :mad:
Es gehört schon Talent dazu so ein einfaches Setting zu versauen aber Shittywood schafft es immer wieder.

Eine gute Szene im Film, den Rest als Abgedroschen zu bezeichnen wäre die schlimmste Untertreibung dieses Jahrzehnts. Kaum zu fassen das die sich getraut haben so einen Dreck zu produzieren.



geschrieben von: Xenomorph

Schon der dritte Teil war scheiße - einen vierten hätte man sich da eigentlich gleich sparen können...aber die Hollywood-Geldmaschine muss schließlich laufen - und Arnie zieht bei mir schon längst nicht mehr, der hat bei mir ausgeschissen, seitdem er in Kalifornien Todesurteile unterzeichnet hat...seit er für die dortigen Faschisten (Regierung) arbeitet, ist der für mich gestorben - und ich boykottiere jeden Film, in dem er mitspielt...wird höchste Zeit, dass man ihn endlich terminiert: Hasta la vista, Baby...:mad:



geschrieben von: Scharlatan

ich da morgen rein und werde erst dann meinen senf dazu geben.

@ Xenomorph: dir ist schon bewusst, dass arnie mit dem vierten teil nix zu tun hat?



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Scharlatan
ich da morgen rein und werde erst dann meinen senf dazu geben.

@ Xenomorph: dir ist schon bewusst, dass arnie mit dem vierten teil nix zu tun hat?



Na was denn...? Sag bloss... wollten die ihn selbst da nicht mehr haben, weil er ihnen schon zu abgehalftert ist mittlerweile...? Oder hat Hollywood wenigstens soviel Anstand, keine Rollen an Massenmörder zu vergeben...? - was ja immerhin für die US_Filmindustrie sprechen würde, wenn dem so wäre...



geschrieben von: blue79

VORSICHT SPOILER


Ich muss sagen so schlecht war er nicht . Nicht gerade Weltenbewegend aber gut.
Auch wenn der schluss nicht befriedigend war aber logich das Skynet nicht nur eine Zentrale hat aber so viele teile werden die wohl nicht produzieren.
Cristian Bale als Conner war gut.
Aber die Zukunft war im ersten teil noch düsterer dargestellt.
Und wieso waren die so sehr gut ausgerüstet die Menschen für einen nach den Atomkrieg.
Und warum ist Conner nicht der Anführer gewesen von anfang an wie immer gesagt.
Sein Vater hier noch Teenager war gut dargestellt Ich hoffe das man im näcksten teil sieht wie er ihn zurück schickt in die Vergangenheit.vilicht sogar ein gastauftritt mit sarah conner.
Und die Musik hat mit gefehlt :D Das tradizionelle Bum Bum war drin aber dann keine Melodie fand ich blöd.

Arnie tauchte kurz auf allerdings mit Körperdouble mit seinem Kopf aus den 80er.
:cool:



geschrieben von: Scharlatan

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
Na was denn...? Sag bloss... wollten die ihn selbst da nicht mehr haben, weil er ihnen schon zu abgehalftert ist mittlerweile...? Oder hat Hollywood wenigstens soviel Anstand, keine Rollen an Massenmörder zu vergeben...? - was ja immerhin für die US_Filmindustrie sprechen würde, wenn dem so wäre...


nein, soweit ich weiß wollte arnie selber nicht, weil er ja noch voll mit politik beschäftigt ist. soweit ich weiß, darf er für die nächste amtsperiode nicht mehr kandidieren und will dann, wenn er mit der politik fertig ist, wieder filme drehen....

also ich komme gerade aus dem kino. gut storytechnisch hatte der film nicht viel zu bieten und jede menge logikfehler hatte der auch. trotzdem muss ich sagen, dass ich nicht enttäuscht war. die zerstörte welt fand ich super dargestellt, die action hat gestimmt und die beiden hauptdarsteller haben auch überzeugt. ich bin gespannt ob und wie sie die reihe fortsetzen werden.

achtung SPOILER:
und den "auftritt" von arnie fand ich schon irgendwie klasse. konnte mir ein schmunzeln nicht verkneifen ;-)



geschrieben von: Mrs. Spookiness

Werde ihn mir morgen zu Gemüte führen.

Ein wahnsinniger Pluspunkt im Voraus ist das Fehlen von Arnold "Arnie" Schwarzenegger. Die Story hätte immer wieder einen guten Hintergrund für eine apokalyptische Endzeitdramatik gehabt, jedwege Tragik ging jedoch nach dem obligatorischen "Aill bi BÄCK!" gänzlich verloren.

Doch auch der 4. Teil soll nicht das Gelbe vom Ei sein... werde ihn mir trotzdem anschauen.
Allein wegen Christian Bale.
Geile Sau :D



geschrieben von: Black Scarlett

Nett war er, wenn ne Vierer-Box rauskommt hol ich mir die auch aber nochmal im Kino, neee....von den Effekten sehr fein, fand die Terminatoren fieser als sonst und Arnie als animierter Nackedei war auch ein Schmunzler wert aber naja, hätte man mehr draus machen können...



geschrieben von: coma_black

Nach dem etwas mauen dritten Teil ist das wenigstens wieder ein echter "Terminator"-Film. Laut und grobschlächtig und im Vergleich zu anderen vierten Teilen (Rambo, Indy) eigentlich ganz ordentlich, vor allem technisch kann man dem Regisseur McG nichts vorwerfen.

Und den Leuten, die sich ständig über Logiklöcher oder Ungereimtheiten beschweren kann ich nur sagen, dann lest halt ein wissenschaftliches Fachbuch!
Mir ist jedenfalls nicht bekannt, daß ein Spielfilm dazu verpflichtet wäre, nur die Realität zu dokumentieren bzw. sich streng an Physik usw. zu halten. Vielmehr hat der Spielfilm doch seine ganz eigenen Konventionen dessen entwickelt, was innerhalb des auf der Leinwand stattfindenden Kontinuums als Realität gilt. Viele Szenen, die eigentlich Standard sind und in fast jedem Film vorkommen, sind in der Realität nicht durchführbar, und der Soundtrack fehlt im wirklichen Leben ja auch.



geschrieben von: Ardath Bey

@ coma_black
Kleine Logik Fehler sind mir tatsächlich egal aber das Storytelling des Films ist schlicht Müll, ganz unabhängig von unserer Realität.
Aber wenn du schon von Filmeigenen Realitäten sprichst dann sind alle Teile auser dem ersten inakzeptabel da man der Hausgemachten Storyline wiederspricht. Ist jedoch nicht der Punkt den ich meinte.
Das Storytelling von T.Salvation ist einfach Müll, wie auch bei Blade 1 + 3 und Underworld 1 + 2.

Ich mein, vergleichen wir doch mal Filme mit Büchern. Das sind zwei Medien mit unterschiedlichen Möglichkeiten die für die gleiche Sache genutzt werden, nämlich um Geschichten zu erzählen.
Wenn ihr jetzt ein Buch lest in dem euch der Autor eigentlich nur zeigt was für abgefahrene Satzkonstrukte er basteln kann aber die Story scheiße ist werdet ihr auch nicht sagen das ist ein guter Autor oder ein gutes Buch.
Aber dieser Anspruch scheit heutzutage jedem abhanden gekommen zu sein wenn es um Spielfilme geht. Hauptsache Party. Irgendwie scheint es als wenn die meisten Filme mit Disco verwechseln.
Ja, auch Spielfilme handeln von Geschichten und sind kein Vehikel für dollen Sound oder Millionenteure Effekte.
Scheiße erzählte Geschichte = Scheiß Film. Ganz einfache Gleichung.



geschrieben von: coma_black

@ Ardath Bey:

Falsch!

Film hat mit Geschichtenerzählen absolut überhaupt nichts zu tun, das ist lediglich eine Meinung, die sich durch das klassische Hollywoodkino und das spielbergianische Blockbustersystem in den Köpfen verfestigt hat. Die "Geschichte", die ein Film erzählt oder nicht erzählt, entsteht lediglich durch suggestiven Schnitt in der Vorstellung des Zuschauers.
Leider neigen selbst namhafte Filmkritiker, die es eigentlich besser wissen sollten, dazu, Filme deswegen als unlogisch usw. abzutun.

Der Vergleich zur Literatur hinkt ebenfalls, wenn man sich die bedeutenden Werke der Weltliteratur einmal genauer ansieht, kann man ohne weiteres feststellen, daß es dort, selbst wenn es sich vordergründig um Erzähltexte handelt, gerade nicht um den Inhalt geht, sondern um die Form.
"Effie Briest" ist beispielsweise von der Story her gesehen lediglich trivialer Dünnpfiff um eine frustrierte Ehefrau aus den besseren Kreisen - aber die Sprache bewegt sich auf höchstem Niveau und zwischen den Zeilen sagt das Buch eine Menge über Fontane und seine Zeit aus.
Von Christian Morgenstern und den ganzen modernen Lyrikern fange ich mal gar nicht erst an. (Obwohl, doch, "Fisches Nachtgesang" sollte jeder mal gelesen haben, bitteschön: http://www.textlog.de/17387.html )

Natürlich ist es dein gutes Recht, zu sagen, "wenn es kein Erzählkino ist, bzw. die Story nur schlampig ausgearbeitet wurde, mag ich es nicht!", aber im Falle der heutigen Sommerblockbuster sieht es eben nunmal so aus, daß multimedialer Overkill, doller Sound und teure Effekte im Vordergrund stehen. Ich finde es teilweise auch beklagenswert, daß sich der Film durch diese aufdringliche Zurschaustellung von Production-Values und Oberflächenreizen wieder zum Niveau der Schaubudenattraktion zurückentwickelt, aber "Terminator: Salvation" stellt hier nicht gerade den Tiefpunkt der Entwicklung dar. Vielmehr gelingt es hier, zwischen Explosionen und Effekte doch noch einen halbwegs akzeptablen Subtext über Messiasgestalten und selbstbestimmtes Handeln hineinzumogeln.



geschrieben von: Ardath Bey

@ coma_black
Immer gut etwas genauer zu lesen. ;)

"Film hat mit Geschichtenerzählen absolut überhaupt nichts zu tun"

- Habe ich auch so nicht gesagt. Wenn ich aber mit dem Medium Film eine Geschichte erzähle dann muß ich es richtig machen oder die Kritik kassieren.

"Der Vergleich zur Literatur hinkt ebenfalls"

- Nein. Lies dich selbst.

"Effie Briest" ist beispielsweise von der Story her gesehen lediglich trivialer Dünnpfiff"

- Wie ich schon vorher schrieb: "Wenn ihr jetzt ein Buch lest in dem euch der Autor eigentlich nur zeigt was für abgefahrene Satzkonstrukte er basteln kann aber die Story scheiße ist werdet ihr auch nicht sagen das ist ein guter Autor oder ein gutes Buch." Sondern ihr stellt bewundernd oder anerkennend fest

"aber die Sprache bewegt sich auf höchstem Niveau und zwischen den Zeilen sagt das Buch eine Menge über Fontane und seine Zeit aus"

- wodurch die Story immer noch Scheiße bleibt.

"die bedeutenden Werke der Weltliteratur"

Effie Briest?
Bei den großen Worten denke ich eher an Utopia (kannst mal sehen, ich kenn Bücher die keine Geschichten erzählen), Don Quixjote, Dämonen, Dschungelbücher und so. Kipling konnte übrigends sehr schöne Geschichten als auch Gedichte schreiben und war sogar einer der Männer mit dem größten Wortschatz der Welt. Was Lyrik betrifft wurde diese eher im Mittelalter und der Antike zum Geschichten erzählen verwendet siehe Homer, Snorri Sturluson, Goffrey Chaucer, Edmund Spenser oder auch religiöse Schriften wie der Bibel. Wir sind aber nicht im Mittelalter sondern sprechen über einen Film der Scheiße erzählt ist weil T.Salvation einfach mal kein Leni Riefenstahl oder Brother Quay Film ist. Er hat auch keine bedeutsame Subbotschaft. Der

"halbwegs akzeptable(n) Subtext über Messiasgestalten und selbstbestimmtes Handeln"

- möchte ich mal als eher banal einstufen ... bestenfalls. Eine Messiasgestall gibt es nicht in dem Film da John Conner noch gar nicht derjenige welche ist da Salvation vor T1 spielt ergo J.Conner noch nicht der große Retter ist.
Und das selbstbestimmte Handeln des Cyborg finden wir in I Robot wesentlich effektiver als im Pathosgeschmiere von T.Salvation. Auch bin ich noch nicht dahinter gekommen weshalb Skynet den hirnlosen Aufwand betreibt um J.Conner hervor zu locken anstatt ihn einfach weg zu pusten? Alles etwas sehr auf Krampf komplex gemacht. Scheiße erzählt eben. T.Salvation ist eine poplige Intrigen Geschichte die mit ekligem Pathos, abgedroscher zwischenmenschlicher Beziehungen und dem Versuch eine bis zur letzten Sekunde undurchschaubaren Story aufgebläht wurde. Wie ein Roman mit 800 Seiten den man getrost auf 200 kürzen könnte siehe Spätwerke von Heinlein.

Wenn ich mir Kooyanisqatsi angucke weis ich das es keine Story gibt wenn auch eine Tendenz in der Bildfolge. Wenn ich erst eine Wurstmaschiene sehe und dann Menschen auf der Rolltreppe steht eine Absicht dahinter oder die Monumentale, antik anmutende Fassade eines verfallenen Bahnhofs im Meer versenke. Wenn ich einen Spielfilm gucke, deshalb heisen die ja so, dann erwarte ich eine gute Geschichte erzählt zu bekommen denn das versteckt sich hinter einem Spielfilm.
Genauer lesen.

Zum Abschluß...

"Natürlich ist es dein gutes Recht, zu sagen, wenn es kein Erzählkino ist, bzw. die Story nur schlampig ausgearbeitet wurde, mag ich es nicht"

- Es wäre gut wenn du Qualität nicht mit Geschmack vermischt sonst meint noch jemand Techno wäre musikalisch wertvoll. Entweder es ist schlampig und damit Müll oder nicht. Das hat mit dem was mir Spaß macht nichts zu schaffen.



geschrieben von: coma_black

An welcher Stelle behauptet Terminator:Salvation von sich, Erzählkino zu sein?

Bzw. welche tolle Handlung haben denn die Filme von Frau Riefenstahl? Ist ein Film, der endlose Paraden und einen hampelnden Psychopathen am Rednerpult zeigt, besser erzählt als T4?

Und zum Techno: subjektiv finde ich diese Art von Musik ebenfalls gräßlich, trotzdem ist es Kunst.

Du setzt einfach deine subjektive Meinung als objektive absolut...


Ich sage es aber trotzdem noch einmal: Selbst wenn es sich um "Erzählkino" handelt, kann ein Film aufgrund seiner speziellen medialen Beschaffenheit niemals eine Geschichte erzählen. Er kann szenisches Spiel und Gegenstände in unterschiedlichen Perspektiven mit Musik und Geräusch unterlegt zeigen, und manchmal ist das Ganze dann so geschickt montiert, daß es einen emotional anspricht, oder daß man sich aus dem Gezeigten eine Geschichte zusammenreimen kann. Im Studiosystem bzw. im New Hollywood der Marke Lucas und Spielberg haben sich diese Montageregeln als "Pflicht" etabliert, ähnlich wie Disney den Animationsfilm in die Sackgasse führte, weil seither das Publikum auf dümmliche Anthropomorphismen beharrt.
Beeinflußt von Videoclip und Werbefilm beschränken sich Filme inzwischen aber wieder darauf, einfach wahllos fetischisierte Objekte zu zeigen, die im Fall von Blockbustern auch ein paar Zeilen Dialog sprechen dürfen.

Zu T4: Der Messias des Films ist übrigens tatsächlich nicht John Connor, sondern der aus Lehm Wiedergeborene, der am Ende gegen seinen Schöpfer rebelliert. Bzw. wenn man den Prolog des Films berücksichtigt, handelt es sich um die Wunschvorstellung eines wegen Brudermordes hingerichteten, der sich noch ein letztes Mal als Mischung aus Italo-Westernheld und Mad Max sieht und am Ende für die Menschheit und seinen symbolischen Bruder sein Fleisch hingibt.

Und natürlich kann man das in endloser Variation schon in den ältesten Mythen nachlesen, aber die Funktion des Blockbusters ist nunmal der Transport des kulturellen Gedächtnisses, das zugunsten des weniger belesenen Publikums groben Vereinfachungen ausgesetzt wird oder im Spektakel untergeht.
Wenn man soetwas vorher weiß (und bei amerikanischen Filmen weiß man sowas schon aufgrund der Trailer!), dann kann man einfach keine intellektuell feinfühligen Filme erwarten, sondern ausgestelltes Kapital.


---

Die Effie habe ich gewählt, weil das Buch für mich der Inbegriff der Langeweile ist. Trotzdem würde ich mich hüten, das Buch als schlecht zu bezeichnen - es wurde lediglich meiner persönlichen Erwartung an ein gutes Buch nicht entsprochen.



geschrieben von: Ardath Bey

@ coma_black
Noch einmal: Lies genauer was ich schreibe.
Ich habe nicht gesagt das Medium Film erzählt automatisch Geschichten, daß sollte dir wohl durch meine Beispiele wie Riefenstahl oder Kooyanisqatsi bewusst geworden sein ändert aber nichts daran das wir hier über T.Salvation sprechen und keine Diskussion über sein und schein der Filmwelt führen. Bleib bitte beim Thema.

T.Salvation ist Erzählkino. Am banalsten daran zu sehen das es einen Prolog gibt. Struktur der vorhandenen Akteure, deren Ziele im Zusammenhang zur Weltgeschichte ist ebenfalls Indiez dafür. Andernfalls gäbe es kein Bedürfniss nach einer Zeitlinie die ja Kerninhalt der ganzen Terminator Saga ist.
Deine Philosophischen Betrachtungen über das Medium Film ändern nichts daran.
Und nein, der Cyborg ist kein Messias sondern ein Märtyrer. Da gibt es erhebliche Unterschiede. Ein Märtyrer z.B. kann jeder x-beliebige Typ sein, ein Messias jedoch nicht.
Allein die Tatsache das die Endzeit schon lange da ist schliest den Cyborg ultimativ als Messias aus denn dieser Kündigt für gewöhnlich das Ende der Tage an und nicht den glorreichen Sieg der Menschen über ihren Feind, mal ganz davon zu schweigen das der Cyborg gar nichts ankündigt. Aber das ist nur ein Aspekt an der Messias Figur. ->Messias

Ich stimme dir zu das zu einem hohen %satz Erzählungen sich mit Archetypen des menschlichen Bedürfnisses nach Erklärungen befassen aber auch das ändert nichts an der Form wie diese Erklärungen presentiert werden - nämlich als Geschichte. ->Mythologie ganz allgemein.

Aber zugegeben, man kann natürlich alles kaputt pilosophieren bis nichts über bleibt auser einer Welt die vorne und hinten nichts ist.
Das erinnert mich an Kurd Laßwitz:"Es war also einmal eine Prinzessin, und die war nicht!"
Und erzählkino gab es schon viele Jahrzehnte vor Spielberg und Lukas genauso wie die Tradition des geschichten erzählens, lediglich die Mittel und der Stil wandeln sich im Laufe der Jahrhunderte - > siehe meine Anmerkung über Reim und Prosa im Mittelalter und heute.



geschrieben von: coma_black

Ich habe "Messias" in einem zugegeben etwas weiteren Rahmen verwendet. Besser wäre es gewesen, die Figur des "ewigen Helden" oder wie auch immer zu sagen - der Gottkönig eben, dessen Blut man zum Wohle der Gesellschaft auf die Felder verspritzt...

Wenn ich diesmal richtig gelesen habe, dann unterscheidest Du also in Erzählkino und nicht-narrativen Film; angesichts dessen, was uns seit einigen Jahren als Sommerblockbuster geboten wird, habe ich mir das abgewöhnt, da ich mir ansonsten einfach den Spaß an der Sache verderben würde. Statt mich ordentlich zu gruseln, müsste ich dann nämlich auch nachfragen, warum Michael Myers Autofahren kann oder warum die Leute in Horrorfilmen immer so strunzdumm agieren usw. Für mich ist Action-Kino in erster Linie Spaß an der Bewegung und am Sound, und im Vergleich mit den Charlies Angels (auch von McG) meine ich zu erkennen, daß sich wieder eine gewisse Ernsthaftigkeit etablieren könnte.



geschrieben von: Ardath Bey

@ coma_black
Action Kino kann auch sehr nah an Mythologischen Themen sein, wie Rambo z.B. den Sylvester Stalone absichtlich übertrieben hat, denn John Rambo ist der neue Herkules.

Ich würde nach nach wie vor eher zum Begriff des Märtyrers greifen. Der Cyborg ist bis zum Schluß kein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft; Ausenseitertum ist typisch für Märtyrer.
Ich sehe eher Kyle Reese in der Rolle des Messias.

Deine Haltung zum derzeitigen Blockbusterkino kann ich gut verstehen. Ersparrt Enttäuschungen. Aber wenn man nicht klar sagt das Filme Scheiße sind gibt es für die Macher auch keinen Grund etwas zu verbessern. ;)



geschrieben von: coma_black

Die Macher in Hollywood verlassen sich aber auf ihre Testscreenings und verschlimmbessern auf dieser Grundlage sogar die Filme von bedeutenderen Regisseuren.

Rambo hat in der Schmiedeszene (Teil 4) auch was von Donar... und poltern läßt er es ja auch kräftig.

Action-Kino ist Mythos in Reinform, weil es immer um Menschen im Konflikt mit der Naturgewalt oder der entfesselten Technik (gewissermaßen als vom Menschen geschaffene Naturgewalt) geht. Skynet funktioniert gegen Ende ja regelrecht als Matriarchat, indem es sich das Gesicht dieser Wissenschaftlerin gibt (ziemlich ironisch, da die Technik in T4 eher einen wildgewordenen Phallizismus darstellt).

Kyle Reese ist für mich mehr ein Verkündigungs-Engel, bei dem es mit der unbefleckten Empfängnis nicht so ganz hinkommt.
Wenn man Apokalypse im strengen Wortsinn einfach nur als "Offenbarung" übersetzt, dann fällt die Rolle des Messias und des Märtyrers sowieso zusammen (der eine ist dann eben vorher noch gesalbt worden). Eine solche Offenbarung muss nicht zwangsläufig etwas mit Weltuntergang und Jüngstem Gericht zu tun haben, sondern es handelt sich dabei um einen psychischen Zustand - eine verborgene Wahrheit wird bewußt gemacht. Im Fall des Märtyrers die Kreatürlichkeit und das Erlösungsbedürfnis des Menschen (siehe "Martyrs"), im Falle des Messias (des Königs als Opfer) der Grad der gesellschaftlichen Verkommenheit.

Da der Cyborg in T4 im wahrsten Sinne des Wortes ohnehin nur aus diversen Versatzstücken zusammengeflickt wurde, vereinigt er auch beide Ansätze in sich - es könnte sich letztlich ja auch nur um die gewaltgeile Wunschvorstellung eines Hingerichteten im Todeskampf handeln.
Messias als Verkünder der Apokalypse könte hier aber auch wörtlich gemeint sein, denn kaum wird dem Brudermörder der Prozess gemacht, geht auch - Bumms! - die Welt unter.





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