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Original geschrieben von StandAloneKmplx
In Folge dessen zieht er Rueckschluesse von sich auf seine Umgebung, seinem Handeln und der Wirkung. Diese Kausalitaet ist der Grundstein der Logik und wird das gesamte Leben lang weiterentwickelt. Das grundsaetzliche Empfindungsprinzip, also die Art und Weise, wie die Welt auf uns wirkt uebertragen wir auf alles, was wir sinngemaess erfassen koennen und im Zuge der Wissenschaft auch auf vieles, was ueber die Wahrnehmung durch unseren Sinnesapparat hinausgeht.
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Ich kann grade gar nicht sagen, ob es mir um den Glauben des Einzelnen ging, oder um den der Masse. Es war eigentlich mehr ein Gedanke, der mir gekommen ist und ich wollte wissen, wie sehr ich diesmal daneben liege
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Somit ist der Glaube an die Existenz Gottes der Beweis unserer eigenen logischen Fehlbarkeit und widerlegt sich damit selbst!?
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Was nicht zum natürlichen Denken passt, ist eher die Annahme, das Universum entstand einfach so, ohne Ursache, also der uns bekannte Bing-Bang aus einer Singularität.
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...langer Beitrag. Es ging aber weniger um die Funktion Gottes in Abhaengigkeit vom Individuum, sondern mehr um den Entstehungsprozess eines "goettlichen Gedankens"...aehm...denke ich^^
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Die Abwesenheit dieses Gedankens als Nehilismus zu brandmarken, halte ich allerdings fuer uebertrieben.
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Es ist mehr ein Abfinden damit, dass die Welt Fehler hat und wir mit Sicherheit ganz weit davon entfernt sind, sie tatsaechlich zu begreifen. Also weder als gesamte Menschheit, noch als Einzelner. Vielleicht ist dies ein Ueberbleibsel der "Glaubensgrundlage", dass der Mensch als Abbild Gottes geschaffen wurde...also von wegen: "Ich muss die Welt erkennen, weil ich so toll bin!"...wer weiss das schon...es gab ja nie einen Ort, oder eine Zeit, in welcher Religion abwesent war. Es gehoert nunmal einfach zum Menschsein dazu... Genauso wie die Frage nach dem Sinn eines solchen Gedankens...
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Sinn sehe ich im Uebrigen als Funktion eines Objektes/ einer Sache fuer das/die mit ihr konfrontierte Objekt/Person, in Abhaengigkeit von der Situation an.
Soll heissen, dass Seife fuer einen dreckigen Menschen nur, oder vorrangig die Funktion hat, zu reinigen. Der Sinn von Seife ist somit ihre Funktion als Reinigungsmittel fuer den dreckigen Menschen...
Allerdings mag man sich fragen, welchen Sinn sie nun fuer den sauberen Menschen haben mag. Vorerst wahrscheinlich keinen...
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Original geschrieben von Seperaude
Eine Kultur, in der die Menschen durch den Mangel eines solchen Mythos ihre emotionale Verbindung zum Leben verloren haben ist psychologisch gesehen verstümmelt, ist zerstörerisch, oder, besser gesagt, nihilistisch. Genau darin besteht ja das Problem unserer Zeit.
Über den Gottesbegriff zu sprechen und dieses Problem nicht zu erwähnen erscheint mit noch schlimmer als der übelste Aberglaube, da die Lüge nicht das schlimmste ist, was dem Menschen passieren kann, sondern die Entfremdung von sich selbst, der fehlende Einklang mit seinem Leben. Wozu haben Menschen wie Dostojewski oder Nietzsche gelebt, wenn das nicht ins öffentliche Bewusstsein, dieses starrsinnige Etwas, mal eindringt?
Ich persönlich halte mich diesbezüglich an die Ansichten C.G. Jungs. Gott existiert nicht losgelöst vom menschlichen Subjekt.
Ein perfektes Wissenschaftssystem der äußeren Wirklichkeit brächte nirgends einen Gottsbegriff. Doch in gleicher Weise, und ohne darin einen Widerspruch zu erkennen, werde ich auf die Frage, ob ich an Gott glaube, ja sagen können. Ich weiß sogar darum.
Doch wenn man heute ohne Beiwerk von Gott spricht, Sätze zitiert wie, dass "es keine nicht ekstatische religiöse Erfahrung gibt", ohne zu erwähnen, dass man kein esoterischer Quacksalber ist und nicht an Wunder glaubt, die allen etablierten Naturgesetzen widersprechen, ja dann wird man nirgends mehr ernst genommen, da der Gottesbegriff nur noch in diesem einen Aspekt bekannt ist: als Krücke für ein falsches Denken, illusionäre Hoffnungsstütze von Ängstlichen, Opium fürs Volk usw.
Sobald man zu der Einsicht kommt, dass das gesamte Jenseits in unserer Welt enthalten ist, dass Gott hier ist und nicht irgendwo, dann kann man auch wieder authentisch leben, kann zur Ganzheit finden. Ich will deshalb an alle appelieren, nicht so engstirnig mit der Thematik umzugehen, und weder in rationaler, noch in fundamentalistischer Hinsicht (eine Fraktion, die ja glücklicherweise abwesend ist). Dieser Engstirnigkeit haben wir bereits den zweiten Weltkrieg zu verdanken.
PS: Ah, mir wird gerade klarer, wie sich der Gottesglaube unmerklich, also unbewusst, im Laufe der Jahrhunderte auf ein anderes Wort übertragen hat, das ebenso kontrovers, scheinbar wichtig, aber nicht geklärt ist: Der "Sinn". Schonmal versucht, zu definieren, was damit genau gemeint ist? Wissenschaftlich kann man ja kaum klären, ob es einen Sinn des Lebens gibt, da der Begriff ungeklärt ist. Ebenso vergeblich bzw. begrenzt bleibt Philons Versuch, der Musik auf die Schliche zu kommen.