[Rente mit 69] - German Gothic Board

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Rente mit 69

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geschrieben von: Aza

Servus zusammen,

was haltet Ihr von dem Vorschlag der Bundesbank das Renteneinstiegsalter auf 69 Jahre anzuheben? Grober Unfug oder notwendiges Übel angesichts des demographischen Wandels innerhalb der deutschen Gesellschaft?



geschrieben von: coma_black

Das ist eine Frechheit, vor allem die Begründung mit der steigenden Lebenserwartung...



geschrieben von: Aza

Ich persönlich sehe das etwas zwiegespalten.
Einerseits haben wir immer mehr Retner (die unter Anderem länger leben) die zu einem immer schwierigeren Kostenfaktor werden. (sry für das unschöne wort^^) Weiterhin haben wir durch zweifelhafte ABM-Maßnahmen und streckenweise Bildungsverweigerung in Teilen der Bevölkerung einen nicht übersehbaren Anteil unproduktiver Mitbürger, die das Rentensystem nicht mit stützen (können).

Anderseits stelle ich es mir gerade bei Pflasterern, Maurern oder ähnlichen Berufsgruppen relativ schwer vor, dass solche Mitarbeiter noch 100% Produktivität an der Schaufel bringen. Sinnvoller wäre es imho eben solche als Lehrkräfte einzusetzen (z.b. Berufsschulen) um eine bessere Ausbildung zu gewehrleisten, ihnen weiterhin einen gescheiten Job zu bieten und obendrein wird der Sozialstaat gestützt.



geschrieben von: more

Ich denke das kann sich nicht durchsetzen. Das werden die hoffentlich noch merken, bevor ich ins Rentenalter komme. Denn das ganze ist eine Milchmädchenrechnung, das sagen auch Experten seit Jahren. Aber vermutlich ist es so, dass dies eine Übersprungshandlung war, da man fassungslos vor dem Rentenproblem steht. Und bevor man garnichts tut, behilft man sich mit solchem Unsinn.
Viel besser wäre es, wenn man endlich mal zugeben würde, dass dieser Generationenvertrag hinfällig ist.
Vermutlich ist die beste Lösung privat vor zu sorgen. Ich habe zumindest jetzt schon sehr viele Verträge abgeschlossen und sehe dem Problem eher gelassen entgegen.

Die staatliche Rente - sollte es diese dann überhaupt noch geben - wäre dann für mich ein nettes Taschengeld. Aber die Ilussion, dass diese mir mein überleben sichern wird, habe ich schon längst begraben.

Für mich gilt nach wie vor: Rente mit 65. Egal was die noch so beschließen werden.



geschrieben von: Seneca

Ich gehöre einer Berufgrupe an in der man ab 60 an's aufhören denkt, weil der Bewegungsaparat, die Lunge, die Augen etc. irgendwann nicht mehr mitmachen. Mir muss mal dringedn jemand erklären wie das zukunftig laufen soll, speziell da dieses jahr noch mal großzügig Personal abgebaut wurde indem man alle ab 58 mit großzügigen Abfindungen nach Hause geschickt hat.



geschrieben von: ange gardien

Natürlich denkt von den Planern keiner ernsthaft daran, dass jetzt alle bis 69 arbeiten.
In unserer, immer hektischeren und immer schnellerem Wandel unterliegenden, Arbeitswelt ist das in vielen Berufen für die meisten auch gar nicht zu schaffen.

Rente bis 69 ist nichts anderes als eine Rentenkürzung da es für alle, die früher aufhören, natürlich nicht die vollen Rentenbezüge gibt.



geschrieben von: Ronin76

Das Alter ist Blödsinn. Interessant ist nur eine Sache: Daß die BUNDESBANK solche Vorschläge macht. Dies sollte einmal mehr verdeutlichen wer die Macht in Deutschland hat, zumal die Bestimmung des Rentenalters offiziell überhaupt nicht zu den Aufgaben der Bundesbank gehört. Die Bundesbank (German Federal Bank) wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Alliierten nach dem Vorbild der privaten amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve System = FED) etabliert.

Die amerikanische FED wurde 1913 von US-Präsident Woodrow Wilson offiziell ins Leben berufen, nachdem er den Federal Reserve Act unterzeichnet hatte. Mit dieser Unterschrift übergab er das staatliche Währungssystem und die Macht zur Erschaffung, Vervielfältigung und dem Besitz einer Währung, einem Kreis von (12) privaten Bänkern, darunter JP Morgan, Lehman Brothers, John D. Rockefeller, usw.

Die Bundebank ist auch keine demokratische Einrichtung da sie autonom vom Staat agiert und nicht weisungsgebunden ist, sie hat jedoch erheblichen Einfluss auf Diesen.

Zitat:

Nach den schlechten Erfahrungen mit einer an Weisungen der Regierung gebundenen Notenbank setzte sich in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg das Prinzip einer unabhängigen Zentralbank durch. Die Bank deutscher Länder war von Anfang an unabhängig von deutschen politischen Stellen, auch von der ab September 1949 tätig werdenden Bundesregierung. Ihre Autonomie gegenüber den Alliierten erlangte sie 1951. (Quelle: Wikipedia - Deutsche Bundesbank)





geschrieben von: Aza

Das Problem was ich sehe ist, dass man es -so wie es jetzt läuft- nicht beibehalten kann. Für möglich halte ich auch den Rentensatz auf Hartz4 Niveau festzulegen, was dann die Grundversorgung für jeden Bürger sichert. Alles weitere wird dann über die private Altersvorsorge aller Arbeitnehmer ab Baujahr 80/85/90 (oder so ähnlich) geregelt.



geschrieben von: Ronin76

@Aza

Das will man dir sicherlich durch die Medien glauben machen. Es sind jedoch genügend Ressourcen und Geld in Besitztümern und Banken der Reichen vorhanden. Das Problem ist mal wieder die Ressourcenumverteilung.


@Seneca

Es läuft daraufhin hinaus, daß Arbeiter um ihre Rente betrogen werden, die sie jahrelang einbezahlt haben und noch immer einzahlen da gerade Arbeiter in der Schwerindustrie mit ca 60 Jahren den Löffel abgeben und so nie in den Genuß einer Rente kommen und wenn dann nicht für lange Zeit.



geschrieben von: gray

Auf der einen Seite kann ich das schon verstehen, wie Aza schon sagt, die Menschen werden immer älter und so muss länger Rente gezahlt werden.
Das ganze ist eine Schweinerei gegenüber den Leuten, die hauptsächlich körperlich Arbeiten. Fliessenleger sind meist mit 50 kaputt, die können nicht mehr arbeiten. Die Monate die dann noch bis 69 fehlen, werde schön von der Rente abgezogen.



geschrieben von: Aza

@Ronin:

Das Problem was ich mit der Umverteilung der Mittel der "Reichen" habe ist, dass dies Privatbesitz ist und teilweise durchaus ganz legal erarbeitet worden ist. Durch den Einsatz von viel Zeit, Ideenreichtum und oft verbunden mit einem sehr hohen persönlichen Risiko.
Wenn ich mich selbstständig mache und mit meinem Privatvermögen hafte und durch viel Fleiss und Arbeit einen Gewissen Betrag ansparen konnte, warum muss ich dann für die fehlende Risikobereitschaft anderer geradestehen?
Es gibt ja durchaus Erfolgsgeschichten in denen der Metzger zum Millionär wird - durch clevere Ideen-.
Sollte man diesen Mut bestrafen, durch gezwungene Umverteilung?



geschrieben von: Ronin76

In einer Genossenschaft würde ein Investitionsrisiko auf viele Köpfe verteilt werden so daß es tragbar wird. Die Früchte einer cleveren Idee könnten dann alle genießen. In einem geschlossenen Geldsystem ist es jedoch so daß immer Leute durch die cleveren Ideen von anderen bestraft werden wenn diese ihren Ertrag nicht teilen. Was Einer zuviel hat, haben andere zu wenig. Es sollte also möglich sein den Vorteil von Technik und Ideen allen Menschen zugänglich zu machen auch wenn der Ursprung der Idee eines einzelnen Menschen entsprang. zB Patente verhindern dieses Teilen und bremsen den technischen Fortschritt.



geschrieben von: Seneca

Technischer Fortschritt geschieht schon lange nicht mehr in Hinterzimmern und Garagen. Die Investitionen darin sind oft riesig. Es ist utopisch davona auszugehen ein technologischer Fortschritt würde einfach so passieren wenn man das Patentrecht kippt. Wir nähern uns Technologisch der Grenze des machbaren. Jeder Milimeter Fortschritt muss heute erkämpft werden, mit viel Geld und viel Arbeit.

Wir leben nicht mehr in 1912, als man bei Krupp schon mit der 2. Versuchsschmelze eine tolle, vermarktbare neue Legierung gefunden hatt, und das Anflanschen eines Gebläses an einen Dieselmotor zwecks Aufladung als revolutionär galt und Flugzeuge noch aus Holz und Fahradteilen gebaut wurden.



geschrieben von: Aza

Patente sichern aber auf der anderen Seite die hohen investitionen...
Wenn ich als Mittelständler einen Maschinenbaubetrieb habe, 200.000 euro investiere, was -nehmen wir mal an- viel Geld für mich ist, und Jupp Schmitz von nebenan diese Kosten nicht aufbringen muss, bin ich im Nachteil und werde für meine Investition bestraft.

Edit zum weiter Ausführen:

Durch den Absatz meiner Produkte muss ich diese Investitionen Tragen.
Wenn meine Wettbewerber allerdings die Aufwendungen für F&E nicht haben, können sie ihre Produkte wiederrum um diesen Betrag günstiger anbieten als ich -der Innovator- es selber kann.



geschrieben von: Ronin76

@Seneca

Es muß ja nicht gleich die große Oper sein. Es gibt Tausende von nützlichen Erfindungen die teilweise auch Patente haben, jedoch aus finanziellen Gründen keine Chance haben einen breiten Nutzen zu geben. zB weil sie zu wenig Gewinn bringen würden, etablierte Produkte verdrängen und ganze Industriezweige, Monopole und Kartelle bedrohen würden. In den Tresoren von Automobilbauern und anderen Konzernen finden sich bestimmt viele nützliche Patente und technischer Fortschritt. Und nun wollen die großen Automobilkonzerne der Menschheit Elektroautos als technischen Fortschritt verkaufen obwohl schon lange vor dem Ottomotor Elektrokutschen auf den Straßen von New York und anderen Großstädten zum Einsatz kamen. Und das war vor über 120 Jahren.


@Aza

Daher sollte das Patentsystem reformiert werden, damit ein Mißbrauch wie er heute stattfindet verhindert werden kann. ZB indem ein Patent dann endet wenn der Entwickler seine Investitionskosten getilgt hat. Dazu müsste es eine unabhängige Prüfkommision und ein Abrechnungssystem geben. Das Hauptproblem besteht dann aber auch weiterhin. Der Konkurrenzkampf der Menschen um Ressourcen und Status. Ich betrachte Kooperation für weitaus effektiver und sie ermöglicht auch mehr soziale Sicherheit denn darum geht es doch ursächlich. Wir leben in einer Angstkultur.



geschrieben von: more

Zitat:
indem ein Patent dann endet wenn der Entwickler seine Investitionskosten getilgt hat
Das ist doch gerade nicht fair. Das hieße für viele Produkte, dass die Nachahmer sich blos das Händchen reiben dürfen und abwarten, bis der Entwickler seine Kosten rein hat. Dann ahmen diese das Produkt mit wesentlich geringeren Kosten nach, schalten eine breite Werbeaktion und schöpfen dann die Sahne ab. Der Entwickler hat zwar seine Entwicklungskosten rein, schaut aber aus der Röhre.

Das würde irgendwann dazu führen, dass gute Erfinder nichts mehr für die Industrie entwickeln würden, weil sie sich übervorteilt vorkommen.
Das kann irgendwo nicht sein. Es muss sich ja für den Entwickler lohnen ein Produkt auf den Markt zu bringen und davon auch leben zu dürfen.

Es kann nicht sein, dass in so einem System Schmarotzer und Gauner besser leben sollen, als Menschen die ihr Herzblut in eine Sache stecken.



geschrieben von: herbstliebe

Ich glaube kaum, dass es sich lohnt darüber aufzuregen. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die BB einen 700 Seiten umfangreichen Bericht vorgelegt in dem die Prognose Rente ab 69 für das Jahr 2060 abgegeben wurde. Kein Mensch kann wissen, ob die Deutschen bis dahin wieder mehr Kinder bekommen, die Lebenserwartung gestiegen ist oder es die Rente in der Form überhaupt noch geben wird.



geschrieben von: Aza

Warum soll ich Geld, Zeit und Herzblut aufwenden, wenn nach der Ammortisation die Patente den Generikaherstellern sowieso zugägnlich gemacht werden?
Dann kann ich mir die Arbeit auch schenken, da ich ja kaum einen Vorteil habe.
Sicherlich hat man in den ersten Jahren den Innovator-Nimbus der einiges Wert ist.

Ganz simpel:
Wenn du monate grübelst deiner Geliebten einen Heiratsantrag zu machen, der besonders kreativ ist, willst du ja auch nicht, dass dein Widersacher diesen kopiert und dir zuvorkommt?



geschrieben von: Ronin76

@more & Aza

Zitat:
Dann kann ich mir die Arbeit auch schenken, da ich ja kaum einen Vorteil habe.

Dazu gehört schon eine andere Denkweise die nicht nur auf den persönlichen Vorteil bedacht ist.

Es ist falsch daß der Erfinder keinen oder nur einen geringen Vorteil hat. Erstens hätte er bis zur Tilgung einen (großen) zeitlichen Vorteil, dh desto teurer die Entwicklung in Relation zum Verkaufsgewinn wäre desto länger kann er seine monopolistische Marktstellung ausbauen und schon vor der Markteinführung langfristige Vermarktungsstrategien planen. Patente haben derzeit eine Laufzeit von 20 Jahren ab Datum der Anmeldung. Dies ist meiner Ansicht nach eine viel zu lange Zeit welche dem Patentinhaber einen beträchtlichen finanziellen Vorteil und eine monopolistische Markstellung ermöglicht, die auch noch lange nach dem Ablauf des Patents immense Gewinne und Wettbewerbsvorteile ermöglicht.

Eins der besten Beispiele ist die immer noch monopolähnliche Stellung der Deutschen Post im Briefsektor, obwohl das Recht zur Briefverteilung nun seit Januar 2008 dem freien Wettbewerb zur Verfügung steht. Viele motivierte und neue Unternehmen sind jedoch schon daran gescheitert und mussten nach wenigen Monaten Konkurs anmelden, weil der Konkurrenzdruck der Post durch viele Jahrzehnte Monopolstellung einfach zu stark war. Die Post verfügt über die beste Infrastruktur, eine perfektionierte Logistik, langjährige und erfahrene Mitarbeiter, ein riesiges Vermögen, etc.

Interessant dazu sind die positiven und negativen Patenttheorien

Zitat:
Wenn du monate grübelst deiner Geliebten einen Heiratsantrag zu machen, der besonders kreativ ist, willst du ja auch nicht, dass dein Widersacher diesen kopiert und dir zuvorkommt?

Beim derzeitigen Patenrecht besteht eine Laufzeit von 20 Jahren, es könnte also die Porzellanhochzeit gefeiert werden, falls der Heiratsantrag erfolgreich war. Widersacher würden also erst gar nicht zum Zuge kommen. Vielleicht verdeutlicht dir das nochmals die Unfairheit von Patenten und das Mißbrauchpotential. Nach 20 Jahren ist für Konkurrenten der Zug einfach schon lange abgefahren.



geschrieben von: Kinch

Prinzipiell finde ich den Ansatz Patente nicht nur Zeitlich sondern auch Finanziell zu begrenzen gar nicht schlecht. Aber nur die Entwicklungskosten zu betrachten ist da leider nicht ausreichend.
Wenn eine Firma 1 Milliarde zum Investieren hat und sich dafür entscheidet ein Impfstoff zu entwickeln, muss die investition, damit sie überhaupt in Erwägung gezogen wird, natürlich mehr als 1 Milliarde wieder erwirtschaften. Denn Investitionen ohne positiven Kapitalwert sind einfach unsinnig. Vielleicht wäre es sinnvoll, für Branchen einen gewissen Kapitalwert für Investitionen zu veranschlagen und das Patent daran zu knüpfen.

Den Wettbewerbsvorteil den sich die Firma in der Zeit aufbauen kann ist sicherlich einiges an Geld wert, das man berücksichtigen muss. Es ist nicht so, dass es ein Naturgesetz wäre, dass Generica den Markt übernehmen. Der Patentinhaber kann durchaus auch in einen Wettbewert eintreten und hat sogar recht gute Chancen einen gewissen Marktanteil zu halten. Natürlich muss man es auch wollen.



geschrieben von: Krang2

Nachdem ich mitgekriegt habe, daß vom Thema Rente auf das Thema Patente geschwenkt worden ist, möchte ich anmerken, daß es typisch ist, daß "kleine Fische" wie wir über Recht und Unrecht diskutieren und dann noch Arbeitnehmer und Erwerbslose, Unternehmer und Arbeitnehmer, Rentner und junge Leute usw. gegeneinander ausgespielt und aufgehetzt werden, während der Großteil des Erwirtschafteten ganz unbemerkt und unwidersprochen in die Taschen des internationalen Finanzkapitals und der netten Vorstände und Manager fließt. Jüngstes Beispiel: Da wird über die Schweinegrippenimpfung diskutiert, nur damit sich die Pharmaindustrie mal wieder die Taschen auf Kosten der Versicherten vollstopfen kann, keiner fragt nach Sinn oder Relation.
Und wer sich über Patenteklau und Plagiate ärgert, sollte auch wissen, daß nach dem 2.WK massenhaft deutsche Patente geklaut wurden, nur darüber regt sich niemand auf.
Wenn man die Rente unabhängig von derzeitigen Siechtum unseres Volkes sichern möchte, könnte man sie vom Erwerbslohn abkoppeln und über andere beschäftigungsunabhängige Abgaben wie z.B. Maschinensteuer finanzieren (wäre auch ein Anreiz, wieder mehr Leute einzustellen). Aber im Großen und Ganzen geht hier ein riesiger Betrug vor sich, nur die meisten sind so mit sich selbst beschäftigt, daß sie es nicht merken, und wenn, dann nicht die richtigen Schlüsse ziehen. Na, vielleicht muß man erst einmal, so wie ich, richtig durch den Dreck gezogen worden sein, um zum Nachdenken gezwungen zu werden. Den meisten geht es einfach noch zu gut, alle jammern auf hohem Niveau. In diesem System hilft es wirklich nur, sich mit ein paar Freunden solidarisch zu erklären und zu warten, bis es zusammenbricht, zumindest wenn man sich noch in den Spiegel schauen möchte. Dieses ständig beschworene Leistungsprinzip und den freien Wettbewerb gibt es hier doch sowieso nicht, alles Blenderei. Bei Youtube gibt es auch schöne Filme zum Thema Geld an sich. Wer also fürs Alter vorsorgen möchte, sollte auf Greifbares setzen....ein Stück Land, ein Netzwerk aus Solidarität, eine Familie, faßbare Anlagen (kein Papiergeld). Das löst natürlich keine Probleme insgesamt, aber dann fühlt man sich vielleicht sicherer, wenn man es braucht. Mit 30 braucht man sich auch heißzumachen, daß man bis 69 arbeiten soll, mein Vater ist mit 61 ganz unerwartet verstorben. So, hoffe, ich konnte ein bißchen was zum Nachdenken beitragen. :)



geschrieben von: Ronin76

Zitat:
Na, vielleicht muß man erst einmal, so wie ich, richtig durch den Dreck gezogen worden sein, um zum Nachdenken gezwungen zu werden. Den meisten geht es einfach noch zu gut, alle jammern auf hohem Niveau.

Teilweise stimme ich dir zu, ich kenne jedoch einige Erwerbslose die das Betrugssystem immer noch nicht begriffen haben obwohl sie vom Staat mit einem Trinkgeld abgespeist werden. Sie wollen die offensichtlichen Fakten nicht akzeptieren und träumen immer noch vom Lohnsklaventum welches sie nicht als solches erkennen, und sozialem Aufstieg. Nachdenken alleine nützt aber auch nicht viel wenn man sich nicht politisch bildet damit man die Strukturen der Macht versteht.

Zitat:
Dieses ständig beschworene Leistungsprinzip und den freien Wettbewerb gibt es hier doch sowieso nicht, alles Blenderei.

Natürlich nicht, denn wie kann Freiheit in einer Demokratur existieren wo das Land von Kartellen und Lobbyisten regiert wird. Freiheit und Marktwirtschaft in einem Satz zu nennen und dann auch noch in Verbindung zueinander zu bringen ist Schwindel. Marktwirtschaft ist immer das Gegenteil von Freiheit, nämlich Abhängigkeit, da es ein Netzwerk ist. Die Spinne kontrolliert das Netz.

Zitat:
Mit 30 braucht man sich auch heißzumachen, daß man bis 69 arbeiten soll, mein Vater ist mit 61 ganz unerwartet verstorben. So, hoffe, ich konnte ein bißchen was zum Nachdenken beitragen.

Ja das hast du. Mir kam gerade der Gedanke, wie einfach sich offizielle Bundesstatistiken manipulieren lassen. Es wird zB eine Lebenserwartung von ca. 77 Jahren mit steigendem Trend für Männer angegeben. Frauen werden laut Statistik mehr als 5 Jahre älter als Männer.

Was wäre nun wenn diese Zahlen gar nicht stimmen und absichtlich nach oben verschoben wurden ? Sie werden vermutlich auch bei der Bemessung des Rentenalters ein Faktor sein.



geschrieben von: Aza

Ronin, bitte sei mir nicht böse aber dir scheint es ja wirklich furchtbar in Deutschland zu ergehen.
Bitte schau dir andere Länder an und du wirst erkennen, dass wir hier wirklich im gelobten Land leben.
Solltest du dich hier wirklich so schlecht behandelt fühlen, kann ich dir empfehlen in den Iran zu gehen und dich als Demonstrant zu proben...
Ähnliches gilt in China aber auch in Russland.
Versuchs und wenn du dann noch über dieses ach-so-furchtbare Land meckerst, dann bitte.
Aber der Großteil der Menscheit würde beide Arme dafür geben hier leben zu dürfen und sei es nur als Asylant, vlt sollte man dies ab und zu berücksichtigen.



geschrieben von: Ronin76

@Aza

Ich bin dir nicht böse da es dein Weltbild ist, gebe dir aber gerne eine Antwort.

Zitat:
Ronin, bitte sei mir nicht böse aber dir scheint es ja wirklich furchtbar in Deutschland zu ergehen. Bitte schau dir andere Länder an und du wirst erkennen, dass wir hier wirklich im gelobten Land leben.
Solltest du dich hier wirklich so schlecht behandelt fühlen, kann ich dir empfehlen in den Iran zu gehen und dich als Demonstrant zu proben... Ähnliches gilt in China aber auch in Russland. Versuchs und wenn du dann noch über dieses ach-so-furchtbare Land meckerst, dann bitte.



Vielleicht geht es mir furchtbar, das ist jedoch irrelevant, da es nichts an den Fakten und Relationen innerhalb der BRD ändert. Äpfel lassen sich mit Birnen schlecht vergleichen. Auf dem Mars ist es sicherlich noch ungemütlicher als im Iran und es gibt mit Sicherheit Länder die freundlicher als die BRD sind. Ich lebe jedoch hier in Deutschland und nicht auf dem Mars oder sonstwo. Es gilt die Probleme von heute vor Ort zu lösen und Interessen zu harmonisieren. Es ist also auch unsinnig zuerst Länder wie China und Russland zu besuchen nur damit man meckern und Kritik üben darf. Das nennt sich auch Scheinargument.

Zitat:

Aber der Großteil der Menscheit würde beide Arme dafür geben hier leben zu dürfen und sei es nur als Asylant, vlt sollte man dies ab und zu berücksichtigen.

Auch wieder ein Scheinargument, denn woher willst du das wissen ? Ich kenne Niemanden der dafür beide Arme opfern würde. Persönliche, westeuropäische Maßstäbe lassen sich auch nicht auf andere Kulturen übertragen.



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Aza
Ronin, bitte sei mir nicht böse aber dir scheint es ja wirklich furchtbar in Deutschland zu ergehen.
Bitte schau dir andere Länder an und du wirst erkennen, dass wir hier wirklich im gelobten Land leben.
Solltest du dich hier wirklich so schlecht behandelt fühlen, kann ich dir empfehlen in den Iran zu gehen und dich als Demonstrant zu proben...
Ähnliches gilt in China aber auch in Russland.
Versuchs und wenn du dann noch über dieses ach-so-furchtbare Land meckerst, dann bitte.
Aber der Großteil der Menscheit würde beide Arme dafür geben hier leben zu dürfen und sei es nur als Asylant, vlt sollte man dies ab und zu berücksichtigen.



Alles Quatsch...der Umstand, dass es "schlimmere" Länder gibt als die Bananenrepublik, muss nicht bedeuten, dass es mir hier gefallen muss...ja, es gibt viel ärmere und noch dreckigere Länder als dieses hier... in der 3. Welt, wo jeden Tag Menschen in Slums und auf den Straßen krepieren - in Indien, Äthiopien oder sonstwo...und zwar dank dieses wundervollen Systems, das mir ein so furchtbar schönes Leben ermöglicht...statt des einen Warschauer Ghettos im 3. Reich hat der moderne Kapitalismus viele neue auf der ganzen Welt geschaffen...tolle Leistung, für die ich diesem System natürlich ewige Dankbarkeit schulde...:rolleyes:



geschrieben von: Aza

Ich spreche nicht von Dankbarkeit gegenüber "dem System". Ich habe persönlich Menschen kennengelernt, die ihre gesamte Familie und Freunde aufgeben würden, wenn sie nur die Möglichkeit hätten in Deutschland leben zu können/dürfen.
Was iczh mit meinen Vergleichen (iran, etc.) ausdrücken wollte war, dass man vlt. ein Mal in anderen Ländern unter anderen Umständen gelebt haben sollte, um zu realisieren, dass Deutschland jedem viele Möglichkeiten und Chancen bietet. Nicht nur beruflich sondern auch hinsichtlich Sozialleistungen. Natürlich kann man sich mit z.b. Hartz 4 keinen Porsche leisten. Wenn man nicht arbeiten geht, sollte man aber auch garnicht den Anspruch haben.
In Deutschland muss kein Erwachsener hungern, jeder kann sich kostenfrei oder sehr günstig Bildung vermitteln lassen und hat ein Dach über dem Kopf.

Traurige Ausnahmen sind natürlich Kinder die von ihren Eltern vernachlässigt werden.



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Aza
Ich habe persönlich Menschen kennengelernt, die ihre gesamte Familie und Freunde aufgeben würden, wenn sie nur die Möglichkeit hätten in Deutschland leben zu können/dürfen.



Was sind das denn für opportunistische Schweine, die bereit sind, für das bisschen "Wohlstand"i hre Freunde und ihre Familie im Stich zu lassen...? Illoyales, egoistisches, ehrloses Pack! Solche Leute möchte ich nicht als Freund haben...lieber ein Hungerleider, aber einer mit Ehre, als ein Opportunist ohne...



geschrieben von: Aza

Hm z.b. Menschen die in Armut leben, in korrupten Staaten leben die jegliche Karrieremöglichkeiten unterbinden? Die 2 Stunden zu Fuß ins nächste Dorf laufen müssen da es keine Infrastruktur gibt?
Länder wo selbst Alkoholismus unter Busfahrern zur Tagesordnung gehört?
Und und und...
Naja wenn man im gemachten Nest sitzt, lässt es sich leicht schimpfen =)



geschrieben von: Xenomorph

Ich bin ganz einfach gegen Pauperismus und Armut in jeder Form- und die sind Teil des Systems - denn sie werden ganz gezielt als Druckmittel genutzt, um den einzelnen zur Kooperation zu nötigen...und ich hasse es, um irgendetwas zu betteln...sicher führt permanente Armut letztlich ebenfalls - und gerade - zu korruptem und egoistischen Denken - was ja auch ihr Zweck ist...so dass man schliesslich bereit ist alles dafür zu tun, um Arbeit und "Karriere" zu betteln, Dinge zu leisten, die nur für das System von Wert sind...



geschrieben von: Ronin76

Zitat:
Original geschrieben von Aza
Ich spreche nicht von Dankbarkeit gegenüber "dem System". Ich habe persönlich Menschen kennengelernt, die ihre gesamte Familie und Freunde aufgeben würden, wenn sie nur die Möglichkeit hätten in Deutschland leben zu können/dürfen.

Ja das sind die Menschen welche nach ein paar Jahren die Deutschen hassen und "scheiß Deutsche" schreien. Weil die Erwartungshaltung nicht der Realität entsprach. Es herrscht im Ausland oft noch die Meinung daß in Deutschland das Geld auf den Straßen herumliegt. Auch ich habe schon oft mit diesen Leuten gesprochen und Gespräche mitgehört. Manche loben die zB im Vergleich zu Kasachstan sauberen Straßen und Fußwege und manche glauben daß man hier nicht arbeiten muß. Und sie haben Recht, denn es gibt keine Arbeit und es wird staatlich mit allen Mitteln verhindert daß sich jemand mehr oder weniger autonom machen kann. Durch Gesetz- und Paragraphendschungel, durch Repressalien in Form von Steuern , Auflagen und Gebühren.

Zitat:

Was iczh mit meinen Vergleichen (iran, etc.) ausdrücken wollte war, dass man vlt. ein Mal in anderen Ländern unter anderen Umständen gelebt haben sollte, um zu realisieren, dass Deutschland jedem viele Möglichkeiten und Chancen bietet.


Ja zB in Ländern wie China und Rußland, das Thema hatten wir doch erst vor wenigen Tagen. Dein vielgelobter Mündigkeitsführerschein. Ich persönlich habe schon 2 Monate im Ausland gearbeitet, aber an meinem Realitätsbewußtsein und vor allem an der deutschen Situation hatte sich dadurch nichts geändert.

Zitat:

Nicht nur beruflich sondern auch hinsichtlich Sozialleistungen. Natürlich kann man sich mit z.b. Hartz 4 keinen Porsche leisten. Wenn man nicht arbeiten geht, sollte man aber auch garnicht den Anspruch haben.


Es stand nie zur Diskussion ob sich ein ALG-II Empfänger einen Porsche leisten möchte. Wenn ein paar Bonzen auf ihren Porsche verzichten würden und das Geld dafür Obdachlosen und Hilfebedürftigen geben würden, wäre schon viel gewonnen. Du definierst also die Menschen und ihre Wertschätzung über Arbeit. Gehe doch noch konsequenterweise einen Schritt weiter und behaupte: "Wer nicht arbeitet hat kein Recht zu leben !" Wieder eine typisch deutsche Problemlösung und ein absolutes Armutszeugniß einer Gesellschaft welche nicht in der Lage ist ihre Probleme ursächlich zu lösen. Ich wünsche dir daß du auch mal für lange Zeit in den Genuß von ALG-II kommst, für dich ist das bestimmt wie ein tägliches Weihnachten und Ostern zusammen.

Zitat:

In Deutschland muss kein Erwachsener hungern, jeder kann sich kostenfrei oder sehr günstig Bildung vermitteln lassen und hat ein Dach über dem Kopf.


Hast du außer Killerphrasen auch noch andere Dinge zu bieten ? Es gibt genug Erwachsene in Deutschland die hungern und kein Dach über dem Kopf haben. Ich denke zB an Obdachlose und so mancher ALG-II Empfänger dürfte auch davon betroffen sein. Bildung kostet immer Geld und Ressourcen. Wäre vielleicht auch mal eine Option für dich, damit ich nicht solch einen Mist lesen muß.



geschrieben von: Aza

Ich verstehe garnicht warum du das Gespräch auf eine persönliche Schiene heben willst.
Ich Deutschland muss niemand Obdachlos sein, dafür gibt es Hartz 4 + eine bezahlte Wohnung.
Bildung ist in Deutschland kostenfrei oder spott billig, im Vergleich mit anderen Ländern. Es gibt vom Amt geförderte Weiterbildungen, Ausbildungen etc.
Gerade hat ein Freund von mir, der Hartz 4 war seine vom Amt bezahlte Meisterschule abgeschlossen und macht sich jetzt selbsttständig.
Anstatt rumzujammern hat er halt die Zähne zusammengebissen.

Wer will, der kann es auch schaffen.
Man muss es nur nutzen.

Zum Spruch "wer nicht arbeitet hat kein Recht zu leben":
Finde ich relativ daneben, da ich in meinem Posting keinerlei solche Tendenz hab durchblicken lassen. Es gibt eine ganze Menge Studenten die mit Hartz 4 auskommen (müssen) und dennoch kein furchtbares Dasein fristen müssen.

[Wobei ich nochmal betonen möchte, dass ich hier von erwachsenen Einzelpersonen spreche und nicht von Kindern und/oder Familien mit Kindern]



geschrieben von: Krang2

Zunächst: Stimmt, es wäre interessant zu prüfen, ob bei der Lebenserwartung genauso manipuliert wird wie bei anderen Statistiken. Wenn sich jemand die Mühe machen will, bitte PN an mich!

Der reine Wohlstand ist eben nicht das wichtigste Kriterium, um glücklich zu sein, Anerkennung schon eher, und die wird HartzIVern oft versagt. Diese BRD-Gesellschaft definiert sich allein über Besitz, vermutlich um ihre geistige Armut zu verdecken. Der Wert einer Arbeit wird demzufolge nur über den Nettolohn definiert. So manch anerkannter Berufstätiger schadet dem Volk, wird aber nach "Marktgesetzen" gut bezahlt, während eine gute Mutter, die ihr Kind nicht in die (staatliche subventionierte!) Krippe abschiebt, straflos als arbeitsscheu bezeichnet werden darf. Aber Ideale haben keinen Preis, und ein Idealist bekämpft dieses System unabhängig davon, wo er gerade persönlich steht. Alles andere ist egoistisch und hat nichts mit weitsichtiger Politik zu tun.

Nun der Grund für das Jammern auf hohem Niveau:
Viele Deutsche, mich eingeschlossen, ertragen Armut besser als Ungerechtigkeit und Lüge, denn selbst verschuldete Armut könnte tatsächlich durch Engagement, Fleiß und Fähigkeiten behoben werden, Ungerechtigkeit nicht so leicht. Mein Vater ist aus der DDR geflohen, in der er bei Anpassung alle Chancen der Welt gehabt hätte. Und ich wäre bereit, jeden Tag lange zu schuften, sogar eine dreckige Tätigkeit trotz meines Diploms, wenn ich wüßte, daß die Früchte meiner Arbeit nicht dazu dienen, daß sich die Hochfinanz weiter bereichert, sondern dazu, ein selbstbestimmtes, freies Land mit echten Werten und einer gesunden Volkswirtschaft aufzubauen, in der jeder gemäß seinen Fähigkeiten etwas beitragen kann und der Arbeiter genauso geachtet ist wie der Unternehmer usw... Die BRD bietet meinetwegen viele Chancen, aber nicht diese! Tolle Chance, um etwas betteln zu müssen, das einem rechtmäßig zusteht! Tolle Chance, alltolerant gegenüber Entscheidungen zu sein, über die man nie mit abstimmen durfte (Lieblingsbeispiel T€uro).

Etwas an die politisch Korrekten:
Die wahren Volksverhetzer sind die Medien und Politiker, Instrumente der herrschenden Kaste, nicht kleine Leute, die sich aus Frust und Ohnmacht jedem Grüppchen anschließen, das irgendwie Veränderung verspricht. z.B. Rentner werden nur dann für ihre Rechte kämpfen können, wenn sie nicht egoistisch denken. Solange jede Gewerkschaft, jede Berufsgruppe, jede Gesellschaftsgruppe nur für sich privat auf der Straße steht, wird sich nichts ändern. Am besten ist es, wenn man so weit wie möglich seine Ideale lebt, ganz egal, was die Welt da draußen sagt, ob mit 29 oder 69. Die Rente ab 69 ohne gesellschaftspolitischen Hintergrund zu diskutieren ist doch engstirnig. Wer verändern will, muß eine Neuordnung anstreben, die die Verflechtung der verschiedenen Politikbereiche berücksichtigt. Da ist mir ein ehrlicher politischer Gegner lieber als die ganzen Schwätzer, die meinen, sie hätten Ahnung, weil sie Systempresse lesen und glotzen.



geschrieben von: Aza

Ein gesunder Egoismus ist doch natürlich und wichtig.
Ein Team kann erfolgreich sein, ein Team macht aber niemals Karriere, dass macht das Individuum.
Betteln muss ich nicht, ich komm eigentlich ganz gut zurecht, da ich mich angestrengt habe und dies weiterhin werde =)

Survival of the fittest.
Wie kann man sich als großen Individualisten darstellen, gegen "Normalos" wettern, aber dann fordern, dass im Kollektiv gedacht wird?

Ach ne...
In diesem Sinne einen schönen Sommertag.
Ich entspanne mich lieber mit meinen Freunden an meinem Pool. Servus =)



geschrieben von: Xenomorph

Der kapitalistische "Individualismus" will uns weismachen, Anpassertum und Dienstbotenmentalität mache den Menschen "individuell" - oder gar "frei"...weit gefehlt, solange ich auch nur noch einen Menschen über mir habe, oder ein Kollektiv von Individuen, bin ich nicht frei, sondern ein Sklave...

...non serviam! Sprach der Teufel einst zu Gott...denn er brauchte keinen Gott über sich - er wollte selber Gott sein...das verstehe ich unter Individualismus...Karriere ist etwas für die Schwachen, die an ihrem absoluten Wert zweifeln...sie suchen daher nach einem Ersatzwertgefühl, das ihnen die Gesellschaft gibt, nach Anerkennung, die sich über "Leistung", über Nutzen für andere definiert...doch das ist verkorkste Sklavenmoral, wie sie im Buche steht, und zwar in einem ganz bestimmten Buch, der christlichen Bibel, bzw. dem christlich/kapitalistischen Dienstboten- und Unterwerfungskodex...dem Kodex des unfreien Menschen, der seinen Wert nicht ausschliesslich über das "ich bin" definiert...



geschrieben von: ArrogantNick

Ich habe mal eine durchaus ernstgemeinte Frage. Vielleicht mag einer der Diskutanten sich ja einmal in/an einer Antwort versuchen.

Warum bitteschön, arten Themen die sich um Geldbezüge in unserem System drehen, eigentlich immer, früher oder später, in einen Sermon über das böse System aus, das seine Arbeitslosen so schlecht behandelt? Was bitte hat ALGII mit dem Topic zu tun? Und was bitte hat Anerkennung mit dem Topic zu tun, die den HARTZ'lern angeblich verwehrt wird?

****

Zusatz: Zu Xeno braucht man eh nichts mehr sagen, der ist aus Prinzip dagegen. Egal gegen was. ;)

****

Fragegrüßles
Mischa



geschrieben von: ange gardien

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
[

Warum bitteschön, arten Themen die sich um Geldbezüge in unserem System drehen, eigentlich immer, früher oder später, in einen Sermon über das böse System aus,



Weil es Leute gibt die ihre hart erkämpfte Freiheit gerne vorm Rechner im Internet verbringen ( oder sonst nichts besseres zu tun haben ).



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von ange gardien
Weil es Leute gibt die ihre hart erkämpfte Freiheit gerne vorm Rechner im Internet verbringen ( oder sonst nichts besseres zu tun haben ).


Hm.... wobei doch z. B. Personen, die tatsächlich von HartzIV betroffen sind, folglich das von Dir angedeutete Freizeitkontingent zur Verfügung haben (ob nun erkämpft oder nicht), das Topic wirklich herzlich egal sein könnte. Das ist es was ich nicht kapiere. Selbst aus Themen, die explizit mit dem Arbeitsleben, bzw. dessen Beendigung zu tun haben, erwächst irgendwann eine Heularie über die Ungerechtigkeit von HartzIV. Mir ist das echt ein Rätsel.

****

@Topic:

Ich persönlich nehme das nicht sehr ernst. Was ich so mitbekomme, arbeitet doch eh kaum noch ein Mensch bis zu seinem eigentlichen Rentenalter. Und die Senioren die tatsächlich noch arbeiten (weil sie es können, es ihnen vielleicht Spaß macht oder aber die Rente zu gering ausfällt und sie sich etwas zuverdienen wollen), die tun das doch auch weit über ihr Rentenalter hinaus. Also mE würde die Raufsetzung gar nichts ändern, jedenfalls nicht konkret. Außer vielleicht, dass dem Einen oder anderen 30-50€ am Ende fehlen würden (so er früher in Rente geht), aber das auch nur bei einer Rente, die über dem Mindestsatz liegt.

Grüßle
Mischa



geschrieben von: more

Ich kenne einen ganzen Haufen Rentner die mit ihrer sog. Arbeitslosigkeit ganz und gar unzufrieden sind. Sie arbeiten entweder auf 400 €-Basis in Betrieben oder engagieren sich ehrenamtlich.
Was ja beweist, dass man mit 69 noch längst nicht zum alten Eisen gehört und durchaus noch leistungsbereit ist.
Das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden wird immer mehr zunehmen, dass durch die Kinderarmut keine Enkelchen zum hüten da sind und Großfamilien aussterben wo die Rentner noch einen Daseinssinn für sich empfunden hätten.

Aus dieser Perspektive betrachtet macht die Erhöhung des Renteneintrittsalters sogar Sinn.
Jedoch wäre ich dafür das ganz streng nach Berufen zu staffeln. Man muss einfach anerkennen, dass jemand der schwer körperlich arbeitet irgendwann körperlich am Ende ist. Und zwar früher als jemand der 40 Stunden die Woche auf einem bequemen Bürostuhl sitzt.
Ebenso Menschen die starken psychsichen Belastungen (Lehrer, Pfleger, ect.) ausgesetzt sind.

Rentner die länger im Arbeitsleben bleiben werden jedoch keine Belastung für den Arbeitsstellenmarkt darstellen. Bei der heutigen Kinderlosigkeit werden die Stellen, vor allem die eine gute Ausbildung voraussetzen schnell durch Einwanderer (Spezialisten aus Indien *g*) ersetzt. Da fallen die Rentner nicht ins Gewicht.



geschrieben von: skaldenblut

Wer weiß was bis zu meinem Renteneintritt 20paarn40
schon alles war oder nicht mehr ist.

Ich sorge privat vor und diese Rente wird, wenn ich denn so alt werde und diese "Rentenkasse" bis dahin noch existiert vor meinem 69 Lebensjahr ausgezahlt.

Ansonsten, sorge dich nicht, lebe! Nützt eh nicht viel sich darüber groß Sorgen zu machen als einzelner



geschrieben von: Aza

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Ich habe mal eine durchaus ernstgemeinte Frage. Vielleicht mag einer der Diskutanten sich ja einmal in/an einer Antwort versuchen.


Vielleicht liege ich falsch, aber in vielen Augen endet es meist in diesen Diskussionen, da die Leute neidisch sind und erkennen, dass sie einfach verpasst haben etwas beruflich aus ihrem leben zu machen.
Es ist halt immer einfacher das persönliche Versagen auf die Anderen, oder noch viel besser auf "das System" abzuwälzen.

Allein die Aussage "Karriere ist was für die Schwachen" halte ich total daneben.
Es ist lediglich eine effektivere Nutzung der Arbeitszeit.
Bsp. du arbeitest 40 Stunden als Verkäufer und verdienst 1.300 netto, jemand anderes ist "schwach", hat also sich in Sachen Karriereplanung versucht, arbeitet ebenfalls 40 Stunden bekommt aber 3.000 netto. Was soll daran falsch sein? Es geht im Endeffekt nur darum, seine Lebenszeit möglichst teuer an den Mann zu bringen.
Wenn du in der Schule nicht aufgepasst hast und deinem Nachbarn die Butter auf dem Brot nicht gönnst, dein Pech. (speziell xenomorph)



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von Aza
Allein die Aussage "Karriere ist was für die Schwachen" halte ich total daneben.
Es ist lediglich eine effektivere Nutzung der Arbeitszeit.

und für einige ist es auch eine persönliche möglichkeit, sich selber weiterzubilden, ihre kompetenzen auszubauen und für sich selber "etwas zu erreichen". wer seine arbeit liebt (im idealfall), arbeitet auch für die eigene vervollkommnung (das ist etwas pathetisch, mir fällt grad nichts anders ein). und das kann genausogut in einem kleineren bereich sein, in anderen fällen zu karriere führen. wer seinen job nicht mag (oder arbeit im allgemeinen) wird damit auch nie irgendetwas zustande bringen. was auch daran liegen könnte seine fähigkeiten richtig einzuschätzen.



geschrieben von: ange gardien

Der Neidfaktor spielt bei Systemkritik häufig eine große Rolle. Ist ja auch logisch, jemand der mit seiner Arbeit zufrieden ist, ja vielleicht noch sein Hobby zum Beruf gemacht hat und ein Einkommen hat das ihm ermöglicht gut zu leben ( ja, auch das soll es geben ) wird unser Gesellschaftssystem mit anderen Augen sehen als ein Verlierertyp.

Wenn dann noch in jedem Beitrag Satzbausteine kommen wie "Kapitalistisches System....Versklavung.....Unterwerfung...", dann merkt man deutlich wie hier einfach auf der Propagandamasche eines anderen, mittlerweile gescheiterten Systems geritten wird.
Wer so argumentiert, ohne zu differenzieren, ist genau so gehirngewaschen wie er es anderen immer vorwirft - also nichts mit Individualismus.

Man darf auch nicht vergessen das unser gesamtes ( Über)Leben auf Anpassung und Unterwerfung beruht. Der Büromensch muss sich seiner Umwelt genau so Anpassen/Unterwerfen wie das Naturvolk in seinen Hütten oder Höhlen und auch Pflanzen und Tiere müssen sich Anpassen/Unterwerfen.
Wenn ich ausserhalb jedes Systems ein völlig "freies" Leben als Selbstversorger lebe, dann muss ich mich trotz allem dem Umstand unterwerfen, dass ich Nahrung und Schutz gegen das Wetter brauche - ich muss also arbeiten wenn ich nicht krepieren will. Und schon wieder haben wir die Unterwerfung unter die Arbeit.
Dieses Naturgesetz ändern zu wollen ist gleichbedeutend mit Wasser den Berg rauf fliessen lassen.


Das einzige System in dem ich von solchen Zwängen befreit bin und selbst überleben kann wenn ich keinen Finger krumm mache, ist ein Sozialsystem wie wir es haben ( auch wenn das Leben dann auf einem etwas niedrigen Standard abläuft ).
Das setzt aber voraus das andere diese Arbeiten für mich erledigen. Ich bin dann zwar nicht versklavt, versklave aber andere.

Wenn jetzt das Argument kommt, "das Kapital" habe aber genug Geld um alles um zu verteilen und jedem ein Leben völlig ohne Gegenleistung zu ermöglichen, darf man nicht vergessen das 1. das Geld was ich verteile von irgend jemandem verdient werden muss und 2. die Güter die ich konsumiere irgend jemand herstellen muss.
Uns selbst wenn es ein Staat schafft das seinen eigenen Bürgern zu ermöglichen, beruht das auf Versklavung anderer Völker.

Im Grunde läuft das ganze Geschrei das wir hier von einem bzw. zwei Usern regelmäßig hören darauf hinaus, dass man gerne ohne irgend etwas dafür tun zu müssen den Luxus eines frei bestimmten, sorgenlosen Lebens haben will, den aber bitte schön dann andere ermöglichen sollen. Sehr soziale Einstellung...

Kapitalismus grundsätzlich ist nicht schlecht, er wird dann zum Problem wenn er bösartig wuchert.
Wobei die schlimmsten Monopole, die wir haben, nie auf einem freien Markt aufgebaut wurden, sondern das Ergebnis staatlicher Einmischung ist.
Das größte Problem des Kapitalismus ist gegenwärtig der Versuch, aus dem Zahlungsmittel Geld ohne Arbeit noch mehr Geld zu machen ( Finanzmärkte ), wobei wir hier wieder bei der Lebenseinstellung sind, über die gerade diskutiert wird.

Kurzum: Das ganze Systemgeschrei dient dazu, seiner eigenen asozialen Einstellung noch so etwas wie einen sozialintelektuellen Anstrich zu verpassen.



geschrieben von: ArrogantNick

ange gardien ~> danke für diese erschöpfende und höchst aufschlussreiche Antwort! (ymmd) :)

****

Creo ~>

Zitat:
und für einige ist es auch eine persönliche möglichkeit, sich selber weiterzubilden, ihre kompetenzen auszubauen und für sich selber "etwas zu erreichen". wer seine arbeit liebt (im idealfall), arbeitet auch für die eigene vervollkommnung (das ist etwas pathetisch, mir fällt grad nichts anders ein). und das kann genausogut in einem kleineren bereich sein, in anderen fällen zu karriere führen.


Sehe ich exakt genauso! Als ich vor einigen Jahren begann, rein hobbymäßig Webseiten zu gestalten und zu ranken, hätte ich nie gedacht, dass ich damit einmal ein Zubrot verdienen würde. Mittlerweile habe ich wieder etwas anderes in Planung, was etwas mit meiner Bastelleidenschaft zu tun hat, besser gesagt, meiner Fingerfertigkeit in kunsthandwerklicher Hinsicht. Ich beginne da aktuell mit der Umsetzung. Gerade heutzutage, hat man so viele Möglichkeiten wie noch nie, gerade auch durch das Internet, was einem Kontakt-, Informations- und Verkaufswege eröffnet, wie das noch nie in solch mannigfaltigem Maße vorher gegeben war. Es ist wie eine Einladung etwas daraus zu machen. Und das sind dann mE auch die Voraussetzungen, um nach dem Rentenalter weiter zu arbeiten, schlicht weil man auch seine Erfüllung und Freude darin findet.

****

Aza ~>

Zitat:
Bsp. du arbeitest 40 Stunden als Verkäufer und verdienst 1.300 netto, jemand anderes ist "schwach", hat also sich in Sachen Karriereplanung versucht, arbeitet ebenfalls 40 Stunden bekommt aber 3.000 netto. Was soll daran falsch sein? Es geht im Endeffekt nur darum, seine Lebenszeit möglichst teuer an den Mann zu bringen.


Sehr interessanter Aspekt! Wobei ich sagen muss, dass man da, zumindest zeitweise, auch schlicht Pech haben kann. Mein Mann arbeitete zeitweilig bei einer Zeitarbeitsfirma. Das ist ca. 8 Jahre her, war aber der Horror in Tüten, weil wir von dem kümmerlichen Lohn kaum die Unkosten decken konnten. Wie bemühten uns um Abhilfe und es war reines Glück, dass dann sein jetziger Arbeitgeber sich doch noch meldete, nachdem zuerst die Bewerbungsunterlagen wegen Nichtbedarf zurückkamen. Er verdient nun sehr gut und ich beschränke mich auf das Verdienen eines Zubrotes und das Probieren neuer Möglichkeiten, easy going also. Wir leben so sehr zufrieden und auch sehr gut. Aber Glück zu haben gehört auch dazu, zumindest ein bisschen. ;-)

Grüßles
Mischa



geschrieben von: Creobotra

mischa, das hobby zum beruf zu machen oder auch "seiner berufung" folgen, das glück haben wohl nur, nja ich will nicht sagen, wenige, aber vielen macht es doch zumindest spass udn suchen auch gezielt ihrer neigung entsprechend. ich arbeit auch gern in meinem job und ich will mich, für mich selbst, verbessern und dazulernen.
anderweitig, als hobby, strebe ich auch nach "mehr". ob das dann was bringt, ist ne andere frage, ich mache das ja aus selbstantrieb.

wenn man allerdings leicht größenwahnsinnig ;) ist, sich "zu höherem berufen" fühlt, aber die realität der eigenen fähigkeiten einem das bein stellt, kann ich mir schon vorstellen, dass man leicht nölig wird. wer träumt nicht davon, irgendetwas großes zu leisten? nur gleich ganz oben anfangen, funktioniert halt meist nicht.



geschrieben von: Ronin76

ange gardien, du als Befürworter eines von dir als sozial empfundenem theoretischen Kapitalismus wirst es einfach nie kapieren. Da kannst du Systemkritiker so sehr diffamieren wie du willst. Du redest immer von "müssen" und das ist dein Problem ! Du stehst doch unter totalen Zwängen. Dadurch entstehen neurotische Verhaltensweisen. Jemand mit Waschzwang muß sich immer waschen, jemand mit Kontrollzwang will immer kontrollieren, jemand mit Arbeitszwang muß immer arbeiten, um sich gut zu fühlen. Die Ursache ist also auch ein irrtümliches Schuldbewußtsein um einer Obrigkeit (zb Eltern und Lehrern) alles recht machen zu wollen/müssen und NUR dadurch Bestätigung und Befriedigung zu erlangen.


Ich fasse mal aus deinem letzten Beitrag zusammen:

- Du bezeichnest Menschen die nicht mit ihrer Arbeit zufrieden sind und ein schlechtes Einkommen habe als Verlierertypen

- Du bist gegen Kritik am System / Kapitalismus

- Du befürwortest Unterwerfung und Herrschaft

- Du behauptest Nichtarbeitende versklaven Andere (Arbeitende)

- Du behauptest du würdest Geld verteilen welches verdient werden muß

- Du unterstellst Xenomorph und mir (Ronin76) eine asoziale Einstellung und behauptest wir würden Geld und Lebensstandards ohne Gegenleistung fordern. Du kannst unsere Namen ruhig erwähnen, oder bist du dazu zu feige ?

- Du bezichtigst Spekulanten, Börsenbroker, Aktionäre, Bänker, Versicherungskaufleute, Immobilienmakler, Händler, Politiker und andere Kapitalisten (Finanzmärkte) welche aus Geld ohne Arbeit noch mehr Geld machen, einer asozialen Lebenseinstellung


In der Summe bedeutet dies daß du totale Autorität befürwortest und Arbeitende als Gewinner und soziale Gönner betrachtest. Kann es sein daß du NPD-Sympathisant bist oder zumindest diesem politischen Spektrum nahe stehst ? Führerkult, Autorität, Gehorsam, Stärke durch Dominanz, usw sind typische Ideale dieser Menschen.



geschrieben von: ange gardien

Zitat:
Original geschrieben von Ronin76
In der Summe bedeutet dies daß du totale Autorität befürwortest und Arbeitende als Gewinner und soziale Gönner betrachtest. Kann es sein daß du NPD-Sympathisant bist oder zumindest diesem politischen Spektrum nahe stehst ? Führerkult, Autorität, Gehorsam, Stärke durch Dominanz, usw sind typische Ideale dieser Menschen.


Ronin, Du schaffst es nicht mich auf deine billige Art zu provozieren, auch wenn Du dich noch so sehr anstrengst.
Meine Ausführungen scheinst Du nicht verstanden zu haben ( oder nicht verstehen zu wollen ), sonst würdest Du andere Schlüsse daraus ziehen.
Selbst deine Zusammenfassung meines Textes ist inhaltlich großteils falsch bzw. es wird teilweise das Gegenteil von dem hinein interpretiert, was ich sage ( typisch für Sektenmitglieder oder andere gehirngewasche ) und ja, ich meine dich und xenomorph, hätte ich auch gleich schreiben können - warum sollte ich vor euch Spinnern Angst haben?

Deiner Reaktion nach zu urteilen habe ich den Nagel ja wohl auch auf den Kopf getroffen. Ist auch nicht schwer, wenn man sich eure Beiträge über einen gewissen Zeitraum anschaut.



geschrieben von: Ronin76

Damit hast du meine Frage (siehe Zitat) nicht beantwortet.
Zitat:
In der Summe bedeutet dies daß du totale Autorität befürwortest und Arbeitende als Gewinner und soziale Gönner betrachtest. Kann es sein daß du NPD-Sympathisant bist oder zumindest diesem politischen Spektrum nahe stehst ?

Entweder willst du dich nicht davon distanzieren oder du kannst es nicht weil ich den Nagel auf den Kopf getroffen habe. Es war nicht als Provokation sondern als logische Schlußfolgerung gedacht. Aber interessant daß du es als solche empfindest. Und nein, ich bin kein Sektenmitglied oder Ähnliches. Die versuchte Gehirnwäsche im normalen Schulalltag und anderen staatlichen und religiösen Einrichtungen empfand ich damals als völlig ausreichend. Meine Gedanken sind jedoch immer noch schmutzig und unangepasst. :o

In welchen Punkten stimmt denn die Zusammenfassung nicht mit deinen Aussagen überein ?



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von Ronin76
Entweder willst du dich nicht davon distanzieren oder du kannst es nicht weil ich den Nagel auf den Kopf getroffen habe. Es war nicht als Provokation sondern als logische Schlußfolgerung gedacht. Aber interessant daß du es als solche empfindest. Und nein, ich bin kein Sektenmitglied oder Ähnliches. (....)


Ja nee, ist klar.... weil ange es wagt, sein Empfinden (was ich bis zu einem gewissen Grad mit ihm teile) über die Nöler aus Passion, in deutliche (und mE treffende) Worte zu fassen, ist er jetzt ein Nazi.

*gähn* Wie arm ist das denn?

:rolleyes:

....



geschrieben von: ArrogantNick

Huhu Creo!

Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
mischa, das hobby zum beruf zu machen oder auch "seiner berufung" folgen, das glück haben wohl nur, nja ich will nicht sagen, wenige, aber vielen macht es doch zumindest spass udn suchen auch gezielt ihrer neigung entsprechend. ich arbeit auch gern in meinem job und ich will mich, für mich selbst, verbessern und dazulernen.


Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Dass man nämlich für SICH SELBST arbeitet. Das funktioniert natürlich nur, so ich einen Beruf/Job/Stelle habe, die nicht vollkommen an all meinen Neigungen vorbeigeht. Aber selbst wenn dem so ist, so bin ich, wie gesagt, davon überzeugt, dass die Optionen sich selbst etwas neues aufzubauen, so mannigfaltig vorhanden sind, wie noch niemals zuvor. Man muss, anstatt den ganzen Tag zu jammern, natürlich auch den Arsch hochkriegen. Aber ich schätze, da sind wir uns eh einig. :-)

Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
anderweitig, als hobby, strebe ich auch nach "mehr". ob das dann was bringt, ist ne andere frage, ich mache das ja aus selbstantrieb.


Selbstantrieb - Du schreibst es selbst! Meiner Ansicht nach, steht und fällt alles mit diesem Selbstantrieb. Und, um man wieder ein bisschen auf das Thema zu kommen, dieser Antrieb wird auch bestimmen, ob ich freiwillig so lange arbeite wie ich es kann und nicht 'nur' wie ich vom Gesetzgeber her muss. Natürlich gibt es Berufe, da ist eine Vorgabe über die 60 Jahre hinaus, ohnehin utopisch, aber auch hier besteht ja später die Möglichkeit der Frührente und des Zuverdienens in anderen Jobs. Ich verstehe die Entrüstung über die Raufsetzungspläne, hier im Thread, ehrlich gesagt nicht - more hat da mE ja auch schon einiges Interessante zu getippt. Ich sehe es ebenfalls eher als Anpassung an die (sich wandelnden) Umstände.

Grüßle
Mischa



geschrieben von: more

Ronin ist immer sehr schnell mit der Nazikeule dabei - das kennen wir ja schon.

Zitat:
In der Summe bedeutet dies daß du totale Autorität befürwortest und Arbeitende als Gewinner und soziale Gönner betrachtest. Kann es sein daß du NPD-Sympathisant bist oder zumindest diesem politischen Spektrum nahe stehst ? Führerkult, Autorität, Gehorsam, Stärke durch Dominanz, usw sind typische Ideale dieser Menschen.


Das hat ange an keiner Stelle ausgesagt. Das sind die Dinge die du jedem der nicht nach deiner Nase redet in den Mund legst weil es dein einziges Argument zu sein scheint. Weil das das billigste Argument ist was du bekommen kannst, da du ja zu faul bist, nach richtigen und realen Gegenargumente zu suchen (oder zu haben...)

Dein Problem ist - du bist zu bequem zu arbeiten. Weil dein Leben von anderen getragen wird. Aber statt dafür dankbar zu sein, rechtfertigst du dein Handeln und versuchst es als Glanzleistung eines ganz dollen Systemkritikers zu lackieren. Das ist eine Heuchelei vor dem Herrn.
Weil du mit deinen Mitmenschen nicht klar kommst - vor allem nicht mit Menschen die dir Dinge auftragen (wie es Arbeitgeber in der Regel zu tun pflegen), wetterst du gegen Autorität. Du verallgemeinerst deine persönliche Problematik am System auf alle Menschen. Und jeder der nicht deiner Meinung ist, ist automatisch verblendet. Das muss ja so sein, sonst müsstest du ja über dein eigenes Verhalten nachdenken. Du müsstest dir ja kritische Fragen stellen.
Erfolglosikeit ist ein hartes Brot - aber sich darüber Gedanken zu machen, warum man erfolglos ist, ist noch viel härter - das wäre doch mal ein netter Ansatzpunkt?





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